Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 4 vom Adventskalender 2022 🎄

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Das Wunder kommt

Schwarz ist die Nacht; es kracht das Eis;
die ganze Welt ist eingeschneit;
es steht kein Stern am Himmel,
am Himmel.

 

Da sieh: es blitzt ein zitternd Licht,
ein Stern blitzt aus dem Schwarz heraus,
ein roter Stern von Golde,
von Golde.

 

So hat dereinst der Stern geblitzt,
nach dem die heiligen Drei gereist
mit Weihrauch und mit Myrrhen,
mit Myrrhen.

Den Heiland hat der Stern gebracht;
in dieser Nacht zerbrach das Eis;
das Wunder kommt: Der Frühling,
der Frühling.

(Otto Julius Bierbaum , 1865-1910, deutscher Journalist, Redakteur, Schriftsteller und Librettist)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist im Adventskalender wieder ein besonderer Tag, es ist nicht nur schon der zweite Advent sondern auch wieder der Barbaratag! 

Der Tag also, an denen ihr wieder eure Barbarazweige schneiden könnt, aus dem Kirschbaum, der Forsythie oder anderem blühenden Gehölz, zu Hause in eine Vase gestellt werden sie, wenn euch das Glück hold ist, am Heiligen Abend blühen. 

Wir werden hier wieder Forsythienzweige schneiden und dann darauf hoffen, daß wir in diesem Jahr mal wieder Glück mit den Blüten haben, die letzten beiden Jahre war uns das Glück nicht beschieden. 

Und was haben wir uns zum heutigen Barbaratag bezüglich unserer Themen ausgesucht? Zum heutigen Tage ist es wieder ein Fenster, und auch wieder eines aus dem Archiv, weil es so schön zu dem paßte, was wir euch heute dazu erzählen wollen:

Die Heilige Barbara

Schutzpatronin der Bergleute und daher ganz eng mit dem Ruhrpott

und eben auch vor allem mit meiner Heimatstadt Oberhausen

und da ganz besonders mit unserem Stadtteil Lirich, meiner Grafschaft, verbunden. Da wundert es nicht, daß alte Bräuche, wie eben die Feier des Barbaratages, oder auch die Übernahme traditioneller Kunst aus anderen Bergbauregionen gepflegt und übernommen wurden. Und hier kommen wir nun zu unserem heutigen Fenster(türchen)

mit den wunderschönen Figuren des Bergmanns und des Engels aus dem Erzgebirge. Und dem eisernen Schwibbogen, ebenfalls mit Bergleuten bestückt, ich erinnere mich noch so gut an unser aller Freude, als wir das im Dezember 2019 im Adventskalender hatten. In diesem Jahr hab ich vergeblich nach den schönen Figuren ausgeschaut auf meinem Einkaufsweg, entweder hat die Familie sie in diesem Jahr nicht aufgestellt oder die Besitzer sind verzogen. Deshalb der Rückgriff aufs Archiv, ich wollte sie eigentlich in diesem Jahr im Dunklen und leuchtend fotografieren, das geht nun leider nicht. 

Ein Förderturm der Zeche Concordia steht noch hier in unserem Stadtteil, Lirich ist ganz eng mit dem Bergbau verbunden. Die erste urkundliche Erwähnung Lirichs geht auf das Jahr 972 zurück. Lirich war bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts eine Heidelandschaft, durch die die Emscher floß. Die Bauernschaft Lirichs bestand zu der Zeit nur aus wenigen Höfen (Wilmshof, Bonnemannshof, Uhlenbrockshof, Heyermannshof, Wüllenweberhof, Baumeisterhof, Hagemannshof).

1850 wurde die Zeche Concordia gegründet und in den folgenden Jahren bis zur Schließung im Jahre 1968 erweitert. Die Zeche selber, aber auch der Wohnungsbau der Zechengesellschaft sowie die Ansiedlung von kohleverarbeitenden Industrieanlagen, haben Lirich deutlich geprägt. Die Bevölkerung wuchs rasch an und die Heidelandschaft wurde zunehmend bebaut. Zur Jahrhundertwende wurde dann auch die Emscher umgelegt und begradigt sowie zeitgleich der Rhein-Herne-Kanal gebaut. Die begradigte Emscher wird derzeit wieder erfolgreich renaturiert. 

Nach der Zechenschließung hat der Stadtteil abermals einen rapiden Wandel vollzogen. Die Spuren der Zeche sind nur noch punktuell in Lirich zu finden. Den Platz der Industrieanlagen haben beispielsweise das Bero-Einkaufszentrum, das Zentrum Altenberg und das Rheinische Industriemuseum, die Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage, Gewerbeansiedlungen und Grünflächen eingenommen. (Und die Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage, das ist unsere „Burg Lirich“, Anm. d. Red.)

So war in früheren Zeiten hier, wo heute unsere Redaktion wohnt, alles Zechengelände. Und ganz früher, das berichtete mir meine Freundin von gegenüber, die geborene Liricherin ist, war das einfach Feld bzw. Heide, so hat es ihr ihr Großvater erzählt. 

Mal was zur Geschichte der Zeche Concordia

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeche_Concordia

der darin erwähnte Schacht 2/3 war hier in meiner Grafschaft ansässig. 

Björns Großvater väterlicherseits war Steiger auf der Zeche Concordia. Und unsere Kirche, St.Katharina, die unsere treuen Leser ja alle kennen, mußte aufgrund von Bergbauschäden zweimal abgerissen werden, die heutige Kirche ist die dritte hier in Lirich. Bergbauschädensicher neu gebaut, daher auch ihr für eine Kirche ungewohnter Anblick, sie mußte aus Statikgründen in die Breite und nicht in die Höhe gehen. 

Mit dem Bild einer Lore beenden wir nun den Exkurs in die Geschichte des Bergbaus in unserem Stadtteil Lirich zu Ehren der Heiligen Barbara und ihrem heutigen Namenstag, aber nicht, ohne euch noch feine Adventsbilder von den schönen Figuren von Bergmann und Engel zu zeigen, die ebenfalls noch in unserem Archiv lagern:

Es sind so schöne Figuren, kann man immer wieder mit Freude begucken! 

Was nun noch kommt, paßt doch auch noch ein wenig zum Thema, denn es betrifft unser Räuchermännchen und da den schönen Adventskalender, den wir hier nun jeden Tag öffnen, um nach den Räucherkegeln und der Duftrichtung zu gucken, da haben wir euch nämlich glatt zwei Türchen unterschlagen. Türchen 1 beinhaltete ja Weihnachtsduft, Türchen 2 war Duftrichtug Lemon und Türchen 3 Patchouli. 

Bevor wir nun unser viertes Türchen schließen, kriegt ihr aber alle noch was ganz feines für auf die Ohren, sozusagen was Regionen-verbindendes, was Bergleute sicher ganz selbstverständlich aufgrund ihres schweren Berufes hatten, und was nun ganz besonders Brigitte/Plauen freuen wird, das Steigerlied, anläßlich der Sommerpause des Theaters Plauens gesungen und gespielt, mit herrlichen Bildern! Von Plauen! Viel Freude! 

Wie gesagt, verbindendes, da kommt natürlich auch noch eine Version aus dem Ruhrpott:

Bewegend, weil zum Abschied vom Steinkohlebergbau gesungen! 

Mit einem herzlichen 

an alle unsere Leser schließen wir nun unser viertes Türchen zum heutigen Barbaratag und vierten Advent! 

Habt alle einen wunderschönen Sonntag, denkt an die Barbarazweige, und laßt das Licht der zweiten Kerze am Adventskranz in eure Herzen leuchten ❤❤❤🤗 paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von ganzem Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia  

Habt Frieden im Herzen!  

Und habts fein!  

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26 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 4 vom Adventskalender 2022 🎄

  1. Liebe Monika,

    vom Brauchtum des Barbaratages bis hin zum Bergbau ist es nicht weit und so haben wir heute
    tiefe Einblicke in die Bergbauvergangenheit deiner Heimatstadt Oberhausen erhalten.
    Da Quierschied auch ein ehemaliges Bergbaudorf war, sind mir viele deiner Beschreibungen bekannt und ebenso das traurige Ende für viele Bergleute.
    Die Grubensenkungen mit allen Auswirkungen auf die Häuser mit Rissen und Schieflage kenne ich nun seit ich vor 50 Jahren ins Saarland gekommen bin. Der durchlöcherte tiefe Untergrund ähnelt einem Schweizer Käse und wird wohl nie Ruhe geben, was vor allem das permanente Abpumen des Grundwassers anbelangt und Milliardenkosten verursacht, die die kommenden Generationen für die ehemalige Kohlegewinnung bezahlen müssen.
    Aber ich will nicht abschleifen.

    Der Schwippbogen ist schön und wer weiß, was mit den ehemaligen Wohnungsbesitzern geschehen ist, weil er nun dort nicht mehr im Fenster steht , aber wenigstens in deinem Archiv erhalten geblieben ist.

    Mit den Barbarazweigen wünsche ich dir dieses Mal viel Glück, ich hatte auch noch nie Erfolg und versuche es also gar nicht mehr.

    Danke fürs 4. Türchen am 2. Advent mit lieben Grüßen
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      das ist wirklich nur ein kleiner Schritt, vom Barbaratag zum Bergbau, und so eng verbunden mit meiner Stadt und vor allem mit meinem Stadtteil hier, da dachte ich mir, es wäre mal an der Zeit, etwas von der Geschichte meiner Grafschaft hier zu erzählen. Meine Recherchen dazu waren auch für mich interessant, manches ist einem doch nicht mehr so ganz gegenwärtig.
      Quierschied ist also auch ein ehemaliges Bergbaudorf, da wird dir wahrlich vieles bekannt gewesen sein, für die Bergleute war das Ende bestimmt traurig, mit den Auswirkungen des Bergbaus schlägt sich auch meine Heimatstadt noch rum, solche von dir genannten Grubensenkungen gehen auch hier bis in die Neuzeit, in einem entfernteren Stadtteil, der aber auch zur Zeche Concordia gehörte, sind noch in jüngster Zeit zwei Häuser schwer beschädigt worden, eines davon schwebte lange in der Gefahr, daß man es vollständig abreißen mußte. Meines Wissens nach konnte es dann wohl doch erfolgreich stabilisiert und erhalten werden. Selbst in meinem Haus gibt es Risse, genauso, wie du es nun seit 50 Jahren aus dem Saarland kennst, der Boden wird wirklich kaum Ruhe geben, auch hier ist man immer noch mit abpumpen oder verfüllen beschäftigt, da hast du so recht mit den immensen Kosten, die nachfolgende Generationen noch für die damalige Kohleförderung bezahlen müssen. Da bist du nicht abgeschwiffen, auch diese Seite gehört zum Bergbau, vieles wußte man damals ja auch noch nicht besser, und einmal angerichtete Schäden erledigen sich ja leider nicht von alleine.
      Ich hab mit auch schon Gedanken gemacht um die Besitzer des schönen Schwibbogens und der hübschen Figuren, einen Besitzerwechsel hat es wohl nicht gegeben, denn alles andere ist noch immer wie vorher, vielleicht haben die Figuren auch nur ihren Standort gewechselt und stehen nun an den hinteren Fenstern, die vom mir aber nicht eingesehen werden können. Ich hab mich aber auch sehr darüber gefreut, daß ich sie nun wenigstens in meinem Archiv habe, und vielleicht gibt es doch mal ein Wiedersehen wie mit dem hübschen roten Stern im Fenster meiner Nachbarschaft, der im letzten Jahr ja auch nicht dabei war und nun wieder leuchtet.
      Ich hab es mal wieder versucht, lach, ich hab gerade meiner Forsythie wieder Zweige gemopst und bin sehr gespannt, ob ich vielleicht in diesem Jahr Glück habe, lieben Dank für deine lieben Wünsche dafür.
      War mir eine Freude mit dem 4. Türchen heute, ich wünsche dir noch einen schönen Abend vom zweiten Advent, natürlich mit lieben Streichlern für Mussjö Django, macht es euch gemütlich, ihr zwei beiden und kommt gut wieder in die neue Woche, liebe Grüße
      Monika.

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      • Nachtrag:

        Ich muss auch gestehen, dass mir der Name des Parfüms aus den 70er Jahren nicht bekannt war…
        Aber ich wollte immer mal wieder nachfragen, ob deine „Hauskirche“ immer noch vakant ist und ob es diese besinnlichen Adventsabende am Wochenende überhaupt noch gibt?
        Bei der Architektur dieser Kirche gab es wirklich interessante Lösungen hinsichtlich des löchrigen Untergrundes durch den Bergbau.

        Übrigens gehen in meinem Haus einige Türen von selbst auf, so gravierend ist die Schieflage auf die gesamte Hauslänge gesehen. Anfangs habe ich die „Schräge“ beim Gehen bemerkt, heute natürlich nicht mehr, aber seltener Besuch fühlt sie immer noch.

        Abendliche Grüße
        Britta-Gudrun

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        • Echt nicht? Das war doch DAS Parfum der Hippies und Blumenkinder, so richtig schön schwül, lach, ich mag es allerdings heute noch. Ich hatte in meinen Jugendjahren ein Fläschchen wohl aus dem Hause 4711 mit Patchouli, da war dann im Schraubverschluß gleich so ein Auftragsstäbchen eingebaut, meine Mama hat immer die Krise gekriegt, wenn ich danach roch, sie meinte immer riecht wie Modder! 😂
          Unsere Hauskirche ist immer noch vakant, da wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern und wir sind derzeit alle nur froh, daß wir momentan noch von keinen Schließungsplänen betroffen sind. Unsere Frühschichten, ich glaub, die meintest du, wo ich dann frühmorgens um vor 6.00 Uhr schon hingepilgert bin, gibt es wohl wieder, aber es ist einfach nicht mehr dasselbe, die Freundin, mit der ich mich immer dort getroffen habe, schafft es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr, und so ist mir doch auch die Lust vergangen.
          Die Architektur der Kirche ist echt klasse, es war ja eben auch kein Glockenturm mehr möglich, nun haben wir ein kleines „Gerüst“ vor der Kirche, in der die kleinste unserer damaligen Glocken heute wieder läutet zu den Gottesdiensten und den anderen kirchlichen Zeiten.
          Ach, herrje, das ist aber dann echte Schieflage, wenn Türen von selbst aufgehen, kann ich mir gut vorstellen, daß du die Schräge anfangs beim gehen bemerkt hast, und seltenem Besuch es immer noch so geht.
          Liebe abendliche Grüße zurück zu euch beiden,
          Monika.

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    • Freut mich sehr, daß er dir gefällt, lieber Jürgen, die Tage vergehen schon wieder viel zu schnell, manchmal wünscht man sich wirklich, man könnte die Zeit ein wenig anhalten oder wenigstens langsamer laufen lassen.
      Dankeschön, es war ein gemütlicher Sonntag bei kaltem Usselwetter draußen, ich hoffe, du hattest auch einen und wünsche dir noch einen schönen Abend von selbigem, liebe Grüße
      Monika.

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  2. Meine liebe Monika und liebe Bärchen,

    ja,es kommt auch wieder ein WUNDERbares Türchen 4,nicht nur der Frühling wieder! 😊
    Den schönen Barbaratag hatte ich nun beschämenderweise erstmal nicht mehr in meinem schwachen Gedächtnis,lag doch auch wieder ein Jahr älter werden zwischen dem Letzten und dem Heutigen. 😉
    Ich hatte leider auch noch kein Glück mit blühenden Zweigen an Heiligabend.
    Wenn die Heilige Barbara so eng mit euerem Bergbau verbunden ist,ist es schon klar,dass ihr diesen Tag besonders pflegt und ihn begeht!
    Das Fenster mit Engel und Bergmann und Schwibbbogen ist wunderschön,schade,dass es nun nicht mehr zu bewundern ist. Hier bei uns ist es eben auch sehr üblich,unsere Fenster so zu schmücken,gabs hier auch Bergbau und eben durch die Nähe zum Erzgebirge.Du wirst es auch so kennen,dass man durch die Anzahl der Engel und die der Bergmänner am Fenster sehen konnte,wie viele Mädchen und Buben in der Familie zu Hause sind.Eine schöne Tradition. Engel und Bergmann hab ich auch,auch noch die Geerbten von meine Eltern.In der DDR gekam man sowas nur durch glückliche Zufälle oder Beziehungen…

    Schön,dass euer Förderturm noch steht und dankeschön für deine Erläuterungen zur Zeche Concordia und all die Zusammenhänge zur Heimatburg Lirich.Es ist alles sehr interessant und gut recherchiert mit den Bärchen,fleißig wie immer! 🥰
    Da war euere schöne Kirche also auch mit betroffen vom Bergbau,sie sieht trotzdem fein aus!

    Ganz sehr sehenswert sind noch die Bilder von Engeln und Bergmänner,vetraut und anheimelnd.
    Und ganz tolle Duftrichtungen sinds bei den Räucherkerzchen,die dritte Sorte kenne ich gar nicht.
    Nun freu ich mich noch dolle übers Steigerlied von unserem Theater.Unseres hat vor paar Jahren mit dem von Zwickau,einer echten Bergarbeiterstadt in der Nähe,fusioniert.Die Stadtansichten sind „leider nur“ von Zwickau.Wir hatten dort auch Verwandte,der Onkel arbeitete dort auch unter Tage.Aber ich freu mich trotzdem sehr drüber! 😘 Und natürlich haben wir Verbindendes zum Ruhrpott! 💓 Der Gesang in beiden Versionen ist schön und bewegend,von den echten Bergmännern von euch,den Laien also, geht besonders ans Herz.
    Ja,Glück auf ! 😊
    Herzlichen Dank für alles,habt mir wieder viel Freude gemacht!

    Ich wünsche euch nun auch einen schönen und gemütlichen 2.Adventssonntag und Barbaratag und schicke euch liebste Grüße 💓
    Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      ja, lach, zuverlässig wie immer kommt natürlich auch das vierte Türchen heute, freut uns sehr, daß du es wunderbar findest!
      Dafür sind wir ja da, daß wir ebenso zuverlässig an solche Tage wie den heutigen Barbaratag erinnern! Da hattest du also auch noch kein Glück mit den blühenden Zweigen, da sind wir schon zu dritt. Ich werde es aber in diesem Jahr wieder versuchen und hab gerade meiner Forsythie Zweige gemopst, nun bin ich gespannt, ob es in diesem Jahr vielleicht mal wieder klappt.
      Bei der engen Verbundenheit meiner Stadt und vor allem unserem Stadtteil hier ist der Barbaratag immer noch ein Brauchtumstag, das finde ich auch sehr schön.
      Ich hab mich so gefreut, daß ich das Fenster noch im Archiv hatte mit dem Bergmann und dem Engel, die leider in diesem Jahr nicht vorhanden sind, vielleicht tauchen sie ja doch mal wieder auf wie der schöne rote Stern in unserer Nachbarschaft, der in diesem Jahr wieder leuchtete. Bei euch ist das ja auch üblich, die Fenster so zu schmücken und ja, das ist mir bekannt, daß man an der Anzahl der Bergmänner und der Engel ablesen konnte, wieviele Jungen und Mädchen in der Familie vorhanden sind. Wie schön, daß du die Figuren noch von deinen Eltern ererbt hast, das ist so eine liebe und schöne Tradition.
      Hier erinnert noch einiges an den ehemaligen Bergbau, unsere heutige Kirche ist wohl zum Glück so gebaut, daß sie nun nicht mehr davon betroffen sein wird, aber zwei vorige Kirchen sind den Schäden durch den Bergbau zum Opfer gefallen.
      Sag bloß, du kennst kein Patchouli, das Parfum der 70ger Jahre, lach, dann guck mal

      https://www.alyssaashley.com/de/pages/essence-de-patchouli

      Das hatte ich mir gedacht, daß du dich freust über das Steigerlied aus eurem Theater und deiner Stadt, ich hatte gestern nach dem Steigerlied gesucht und dann fiel das mir gleich als erstes in die Hände, da mußte es natürlich sofort mit in den Beitrag, ich hab mich da auch so sehr drüber gefreut. Die Stadtansichten sind also von Zwickau, danke für die Erläuterungen, wo du Verwandte hattest, und ein Onkel von dir war also auch im Bergbau tätig. Da gibt es wahrlich viel verbindendes zum Ruhrpott und ich fand auch beide Versionen von dem Lied so schön. Der Laienchor hat mir auch so besonders gut gefallen, deshalb mußte er gleich noch mit rein. Fein, daß wir dir damit eine Freude machen konnten.
      Wir wünschen dir nun noch einen schönen Abend vom zweiten Advent, liebste Grüße
      Monika und das Bärenteam. 🤗🕯🕯🎄❤

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      • Hab ganz lieben Dank für alles,auch für den Link,liebe Monika! 😘 Nein,ich habe das Parfüm nicht gekannt.Weiß gar nicht,ob es in den 70-ger Jahren in der DDR überhaupt Parfüm gab. 😀.Neeeeiiin,Spaß,aber sowas Edles sicher nicht.
        Über deine Bergbauverbindung zu uns und über das Video hab ich mich wirklich dolle gefreut!!! 🥰
        Fein,dass du das mit den Buben und Mädchen auch wusstest und viel Glück mit der Forsythie gewunschen!

        Einen schönen Adventssonntagabend nun auch für euch und liebste Grüße nochmals!

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        • Gern geschehen! Na, edel war das Parfum nicht unbedingt, lach, es gab und gibt Leute, die dabei die Nase rümpfen, ist halt alles Geschmackssache, ich mag es gern.
          Ich hatte richtig Spaß gestern beim finden der beiden Videos und hab gleich an dich gedacht, das war so ein feiner Zufall!
          Dankeschön für die lieben Wünsche für meine Forsythienzweige, mach dir einen gemütlichen Abend, liebste Grüße
          Monika.

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  3. Liebe Monika ,
    ich möchte Dir und Deinem fleissigen Bärenteam zum zweiten Advent herzliche Grüße schicken .
    Dankeschön für Deinen wunderbaren Adventskalender.So sehe ich ihn mir auch mit Freude jeden Tag an.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg mit den Barbarazweigen.Es ist ein sehr schöner Brauch.
    Danke auch für die beiden Videos vom Steigerlied.Das ist schon sehr berührend. Der Mann meiner Cousine ,die in Bochum lebt, inzwischen fast 91 Jahre alt, war auch Steiger im Bergbau. Sie sind 1959,aus Waldenburg/Schlesien ausgesiedelt worden. Ihr Mann ist schon lange tot. Staublunge und mehrere Herzinfarkte. So ,ist das eben.
    Ich wünsche Dir einen wunderschönen zweiten Advent.
    Liebe Grüße sendet Dir und den Bärchen, Ursel aus BÄRlin

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    • Liebe Ursel,
      herzlich willkommen im diesjährigen Adventskalender, und danke für deine lieben Grüße zum zweiten Advent!
      Das freut uns sehr, daß du auch wieder in die Türchen guckst in diesem Jahr, es ist bereits das 11. Jahr, in dem es diesen hier gibt. Sind wir bissel stolz drauf!
      Hab gerade meiner Forsythie Barbarazweige gemopst und bin sehr gespannt, ob es in diesem Jahr mal wieder klappt mit dem blühen.
      Das Steigerlied höre ich auch immer wieder gerne und diese beiden Versionen gefielen mir so ganz besonders, es freut mich, daß es dir auch so ging.
      Verbundenheit zum Bergbau hat hier wohl fast jeder von uns, und leider gibt es da die Auswirkungen dieses schweren Berufes bei manchen zu beklagen, das ist wohl so.
      Wir wünschen dir auch einen schönen Abend noch vom zweiten Adventssonntag, liebe Grüße von OBÄRhausen nach BÄRlin,
      Monika und das Bärenteam.

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  4. Mein Vater war auch Steiger im Bergbau hier bei uns in der Nähe. Die Zeche ist schon lange stillgelegt. Ich erinnere mich, wie er bei dem Lied immer geweint hat und nicht zu vergessen, das Wunder von Lengede, was auch zu unserem Landkreis gehört. Mein Vater litt danach an einer Staublunge, was wohl viele Bergsteiger hatten.
    Barbarazweige schneide ich dieses Jahr nicht, da wir nicht da sind, falls sie blühen sollten.
    Einen schönen 2. Advent wünsche ich dir liebe Monika 🕯️🕯️💫🤗🎄❤️
    LG Mathilda

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    • Wie schön, auch du hast Verbundenheit zum Bergbau, weil dein Vater auch Steiger war, bei mir war es der Schwiegervater. Die Zechen hier liegen ja auch schon alle lange still, und ooooh, ja, da erinnere ich mich noch in solcher Deutlichkeit dran, an das Wunder von Lengede, das wirklich ein Wunder war. Da gab es ja dann auch mal einen Film von, ich glaub, von 2003, der war auch so gut, aber ich werde niemals die Live-Bilder von damals vergessen!
      Kann ich mir so gut vorstellen, daß dein Vater beim Steigerlied immer geweint hat, kenne ich von meinem Schwiegervater und von vielen Freunden hier aus meinem Stadtteil, wenn das Lied in der Kirche zum Barbaratag erklang! Und genau wie dein Vater litt auch mein Schwiegervater an der Staublunge, die Krankheit der Bergleute.
      Ja, wenn ihr zu Weihnachten nicht daheim seid, lohnt sich das nicht mit den Barbarazweigen, ich hab meiner Forsythie gerade welche gemopst und bin gespannt, ob sie wirklich blühen werden in diesem Jahr.
      Dankeschön, ich wünsch dir noch einen schönen Abend vom zweiten Advent, liebe Mathilda, liebe Grüße
      Monika. 🕯🕯🎄⭐🌛🌟🤗❤

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  5. Guten Tag liebe Monika.
    Oh ja, der Barbara Tag.
    Ich habe ihn nicht vergessen und ein paar Zweiglein geschnitten.
    Die Geschichte des Bergbaus ist immer wieder sehr interessant zu lesen.
    Die Schäden sind furchtbar für Mensch und Natur.
    Wir sprachen aber schon mal darüber, dass in eurer Region aber auch vieles renaturiert wurde und wird.
    Ich hoffe sehr, dass aufs Gas gedrückt wird in Bezug auf erneuerbare Energien und es nicht so furchtbar lange dauert etwas genehmigt zu bekommen.
    Prüfung muss sein, aber es muss nicht Jahrzehnte dauern 🙈
    Mich hat dein heutiger Beitrag sehr berührt.
    Noch der Großvater erinnerte sich an Wiesen und Felder an dem Ort, an dem du jetzt mit vielen anderen Menschen wohnst.
    Du erinnerst dich bestimmt an meinen wunderschönen Garten.
    Alles bebaut inzwischen und so eng, dass ich Platzangst bekommen würde.
    Wo Fuchs und Has und Eule sich gute Nacht sagten ist jetzt Beton.
    Die Eulen strichen so nahe über meinen Kopf, wenn ich abends noch mal mit den Hunden raus ging.
    Man hätte sie greifen können. Das war immer in der Zeit, wenn sie Ästlinge hatten.
    Ich bin abgeschwiffen.
    Danke für deinen schönen, nachdenklichen Kalender Beitrag heute.
    Liebe Grüße Brigitte und einen schönen Tag und Abend gewunschen 🕯🕯
    Brigitte und Buddylein

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    • Guten Abend, liebe Brigitte,
      hach, fein, du hast ihn nicht vergessen, den Barbaratag, und auch schon Zweige geschnitten, ich auch, von meiner Forsythie wieder und ich bin so gespannt, ob sie in diesem Jahr mal wieder blühen werden. Dir drück ich auch ganz fest die Daumen! 🍀
      War sogar für mich einiges neues bei bei meinen Recherchen gestern zum Bergbau hier und anderswo, die Schäden desselbigen sind allerdings wirklich schlimm, da hat sich dazumalen ja keiner Gedanken drüber gemacht, ganz zu Anfang des Bergbaus sicher gar nicht, da waren Arbeitsplätze wichtig und Kohle war natürlich ein zu damaligen Zeiten „gutes“ Heizmaterial, an die Auswirkungen hat da sicher noch keiner gedacht. Leider wird aber immer mit allem zu lange gezögert, wenn letztlich klar ist, welche Schäden angerichtet werden, das ist ja alles schon so lange bekannt und trotzdem hat der Ausstieg aus der Kohle noch lange gedauert und genauso zögerlich wird auch heute wieder reagiert, was die erneuerbaren Energien anbelangt. Natürlich müssen Prüfungen sein, man möchte ja auch Fehler vermeiden, aber das muß keineswegs Jahrzehnte dauern, die Zeit haben wir einfach nicht mehr!
      Ja, da sprachen wir mal drüber, daß in meiner Region hier auch vieles wieder renaturiert wird, das Projekt mit der Emscher ist auf einem guten Weg, das sieht alles schon richtig gut aus, und die Anwohner hier in meiner Stadt sind sicherlich so herzlich froh, daß ihnen nun im Sommer die immense Geruchsbelästigung durch sie, die ja als Abwasserkanal fungierte, erspart bleibt.
      Ja, da hat meine Freundin oft von erzählt, von den Erzählungen ihres Großvaters, der unser heutiges bewohntes Gebiet noch so ganz anders kannte. Meine Wohnhäuser hier entstanden 1979, zwei Jahre bevor wir hier eingezogen sind. Ich kann mich als Kind noch daran erinnern, daß die Straßenbahn, die von meinem damaligen Stadtteil Dümpten aus durch Oberhausen fuhr, ihre Fahrt auch durch Lirich nahm, da sah das hier auch noch ganz anders aus. Ich hab da immer Freude an alten Postkarten, da hängen dann mitunter ganz viele Erinnerungen an „anno dunnemals“ dran! 😊
      Ooh, ja, an deinen wunderschönen Garten erinnere ich mich noch gut, den hab ich so bewundert, ich liebe Gärten ja ohnehin sehr. Ach, du Schande, alles bebaut in der Zwischenzeit, wie schade, kann ich mir gut vorstellen, daß du da Platzangst bekommst, das geht mir ähnlich, wenn ich an meine Kinderspielplätze und eben auch diverse schöne Gärten in dem oben erwähnten Stadtteil Dümpten denke, wo ich aufgewachsen bin, meine Mutter hat bis zu ihrem Tod dort gelebt und so kam ich immer mal wieder in den „Genuß“, die heutige Bebauung zu erleben, ein Graus! Ist schon echt traurig, so wie du es auch schreibst, wo sich früher Fuchs und Hase gute Nacht gesagt haben, nix als Beton. So schön, wenn man erleben kann, wie Eulen einem nahe am Kopf vorbei streifen, wenn man mit den Hunden rausging. Wir müssen da wieder gewaltig umdenken, und wie auch schon bei den erneuerbaren Energien gesagt, wir können uns da nicht ewig Zeit mit lassen, aber krieg das mal in die Köpfe! Wenn ich heute lese in diversen Foren, wie sehr der Klimawandel geleugnet wird, wird mir übel, und ich krieg immer die Krise bei dem gebetsmühlenartigen „gab es alles früher auch schon…..“ , da ist viel Hirn nötig, daß leider nicht vom Himmel fällt.
      Bei dem Thema kann man eigentlich gar nicht abschweifen, das ist doch alles so wichtig.
      Der Eintrag heute hat mir selber Freude gemacht, ich beschäftige mich gerne mit solchen Dingen, man kann doch auch manches wenn nicht gar vieles aus der Vergangenheit lernen.
      Dankeschön, der Tag war gemütlich verklüngelt, lach, weil sowas von usselig draußen, ich wünsche dir und Buddylein noch einen schönen Abend vom heutigen Adventssonntag, macht es euch gemütlich, 🕯🕯🌲🌟🌛⭐ liebe Grüße
      Monika.

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      • Wir waren noch mal schnell zum Weihnachtsmarkt was kaufen, was und beim ersten Besuch so sehr gefallen hat.
        Sind dann aber fix wieder nach Hause, weil es furchtbar kalt war und die langen Schlüppis nicht anhatten hihihihi
        Ich mach mal fix noch einen kleinen Eintrag.
        LG und einen schönen Abend für dich gewunschen.

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        • Hach, wie schön, beides, einmal der Weihnachtsmarkt und dann was kaufen, was euch beim ersten Besuch schon so gefallen hat. Ich war noch gar nicht drüber, mal gucken, vielleicht kommt ja doch noch Schnee, dann ist es immer am schönsten! 🎄🎄🎄😊
          Hier ist es nämlich auch so lausig kalt und usselig, kann ich mir gut vorstellen, daß ihr da fix wieder nach Hause seid, ja, siehste, wenn man die langen Schlüppis nicht anhat friert man sich im wahrsten Sinne des Wortes den A…. ab! 👖😂🤣😂 Wer den Schaden hat…..lach!
          Oh, fein, da komm ich gleich mal gucken, wenn du fix noch einen Eintrag machst, ich bin nämlich neugierig! 🤭😊
          Dankeschön, mach ich mir gleich, und wünsch ich euch auch, liebe Grüße
          Monika.

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  6. Fein das Gedicht auch heute wieder 😊 Und da leuchten uns gleich blühende Zweige entgegen. Dieses Mal habe ich sogar an den Barbaratag gedacht und heute Vormittag Forsythienzweige geschnitten. Ich bin gespannt wie in jedem Jahr, ob wir zu Weihnachten ein paar Blüten sehen werden. Und ich drücke die Daumen, dass auch Deine Zweige zu Weihnachten blühen, liebe Monika.
    Den kleinen geschichtlichen Ausflug in die Zeit des Bergbaus speziell in Eurem Stadtteil fand ich sehr interessant. Es hat wohl fast jeder einen Bergmann in seiner Familie. Mein Herr Silberdistel hatte einen Onkel, der auch als Steiger tätig war.
    Und Eure Kirche war also auch von den Auswirkungen des Bergbaus betroffen. Aber ihr modernes Outfit gefällt mir auch sehr.
    Schade, dass an dem Fenster die schönen Figuren und der Schwibbogen nicht mehr zu sehen sind. Da ist es doch gut, dass Du noch über Archivaufnahmen verfügst, liebe Monika.
    Der Förderturm der Zeche Concordia steht also noch. Schon interessant, wie sich eine ehemalige Heidelandschaft so nach und nach verwandelt hat, weil sich Industrie ansiedelten und damit mehr und mehr Menschen. Aber ich kenne aus meinen Kindertagen auch nur Felder vor dem Wohngebiet, in dem wir damals wohnten. Jetzt ist auch dort alles bebaut.
    Hübsch anzusehen sind die Engels- und Bergmannsfiguren. Man kann sie wirklich immer wieder mit viel Freude betrachten.
    Die beiden Videos finde ich auch sehr interessant, zumal Brigitte zu dem ersten Video noch einige Erläuterungen hinzugesteuert hat. Ja, einerseits war der Abschied von der Kohle in etlichen Gebieten sicher der Gesundheit von Mensch und Natur zuträglich, andererseits verloren dadurch viele Menschen auch ihre Arbeit, die sie trotz der Schwere auch geliebt haben. Es hat eben immer alles seine zwei Seiten.
    Dankeschön wieder für das sehr interessante Türchen. Euch nun noch einen schönen 2. Advent und ganz liebe Grüße von der Silberdistel und ihren beiden Pelztieren

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    • Freut mich sehr, liebe Silberdistel, daß dir das Gedicht auch so gut gefällt, ich hab, ich schrieb es wohl schon, eine Seite entdeckt, die noch unbekanntere Gedicht im Gepäck hat, da hab ich mich gefreut.
      Jaaaa, fein, daß du heute gleich an den Barbaratag gedacht und schon Zweige geschnitten hast, auch wieder Forsythien, ich auch, und ich bin so gespannt wie du, wie es in diesem Jahr klappt, du hattest im letzten Jahr ja das Glück, das sie wunderschön geblüht haben. Vielleicht ist uns in diesem Jahr das Glück auch mal wieder hold. 😊 Danke für dein Daumendrücken, ich drück natürlich für deine auch! 🍀
      War selbst für mich interessant, die Recherchen zum Bergbau hier in meiner Region, es freut mich, daß es dir auch gefallen hat und das ist schön, also auch bei euch Beziehungen zum Bergbau, weil Herr Silberdistel einen Onkel hatte, der ebenfalls Steiger war.
      Zweimal mußte eine Kirche hier abgerissen werden wegen immenser Schäden durch den Bergbau, diese wird nun hoffentlich standhalten, weil ihre Statik halt mit Berücksichtigung des Standortes berechnet worden ist, deshalb eben dieser kompakte Bau, in die Höhe geht einfach nicht, das wäre gleich wieder von Schäden bedroht.
      Ich hatte früh die Idee mit diesem Türchen heute und natürlich sofort Ausschau gehalten nach dem schönen Schwibbogen und den Figuren an dem Fenster, an dem ich auf meinem Einkaufsweg vorbeikomme, und sie natürlich gleich vermißt. Und sofort an unser Archiv gedacht, in dem sie ja verewigt wurden, es ist wirklich schade, daß sie in diesem Jahr nicht im Fenster stehen, ich hätte sie euch so gerne nochmal mit abendlicher Beleuchtung gezeigt.
      Ja, ein Förderturm steht noch, an der Stelle, wo er ursprünglich hingehörte und wo drumrum das Bero-Center hier gebaut worden ist. Ich kann mich noch daran erinnern, wie sie liefen. und was mir vorhin beim erinnern noch durch den Kopf ging, leider auch an die Alarmsirenen, wenn unter Tage was passiert war.
      Meine Freundin hat mir da immer viel von erzählt, was sie von ihrem Großvater noch wußte, ich bin ja keine gebürtige Liricherin, aber meine Freundin, das ist so interessant, wenn sie davon erzählt, wie es früher hier überall ausgesehen hat. Und die letzten 40 Jahre teile ich ja nun auch schon ihre Erinnerungen an unseren Stadtteil. 😊
      Auch so eine Freude gestern, daß ich auch die schönen Bilder der Bergmann- und Engelfiguren noch hatte, ich finde sie auch so schön!
      Es war schon ein sehr zweischneidiges Schwert bei dem Kohleausstieg damals, vielleicht hätte man das alles eher und mehr schleichend machen müssen, aber im nachhinein ist man ja immer schlauer. Der Gesundheit von Mensch und Natur war es ganz bestimmt zuträglich, aber ich kann mich auch an manche Dramatik erinnern, wenn ein über 50-jähriger Kumpel seine Arbeit verloren hat, mit einer Familie im Hintergrund, die zu ernähren war, und mit welcher Aussicht auf eventuell welche Umschulung? Darf man sicherlich auch nicht aus dem Blickfeld lassen. Es ist mir immer so sehr bewußt geworden, wie die Menschen auch an der so schweren Arbeit gehangen haben, wenn hier in unserer Kirche zur Feier des Barbaratages die Knappenverbände mit ihren Fahnen dabei waren und beim Steigerlied die Tränen bei den Männern rollten, deshalb mußte das Lied hier auch unbedingt mit rein. Besonders gefreut habe ich mich dabei über diese beiden Versionen, die Bergarbeiterregionen so schön verbindet! Und letztlich auch klar macht, wie zwiespältig der nötige Abschied war!
      Das heutige Türchen war so ein bissel ein Herzenstürchen für mich, ich bin meiner Region hier offensichtlich mehr verbunden, als ich das selbst manchmal merke, da freu ich mich natürlich sehr, daß es für dich auch interessant war!
      Mit lieben Streichlern für die beiden Pelzis Torty und Keks wünschen wir euch allen einen schönen Abend vom 2. Adventssonntag, ganz liebe Grüße
      Monika und das Bärenteam.

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