Grafschafter Wochenanzeiger – Rezension – „Pfote aufs Herz“ 🐾❤

Von Katzen

Vergangnen Maitag brachte meine Katze
zur Welt sechs allerliebste kleine Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber, Köchinnen sind grausam,
und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche –
die wollte von den sechsen fünf ertränken,
fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! – Der Himmel segne
mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
ja, wie die Köchin auch ingrimmig drein sah,
sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
ich pries mich selbst und meine Menschlichkeit. –
Ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
und Maitag ist’s! – Wie soll ich es beschreiben,
das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
in Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
die Alte gar – nein, es ist unaussprechlich,
liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, von den sieben Katzen
hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzem Schwänzchen!
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach, mir läuft der Kopf davon –
o Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfünfzig Katzen! –

(Hans Theodor Woldsen Storm, 1817 – 1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Hallo, ihr lieben Leser alle von unserem Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist sie endlich da, die Premiere in unserer Zeitung, die erste Rezension. Viel Freude dabei euch allen gewunschen mit einem lieben Gruß an die Autorin, unsere Leserin Silberdistel. 🐾❤

Informationen zum Buch

Pfote aufs Herz

Ohne Katze geht hier nichts
Marianne Finze
Paperback
248 Seiten
ISBN-13: 9783754361214
Verlag: Books on Demand
Erscheinungsdatum: 01.03.2022

Preis: 9,99 € / E-Book 3,99 €

Klappentext

Es ist Herbst, dieser Herbst 1989, der das Leben aller Deutschen so sehr veränderte. Was das mysteriöse Verschwinden eines Katers mit genau diesem Herbst zu tun hat? Wir erfahren es in diesem Buch.

Wir erfahren auch, für welchen ungeahnten Wirbel die kleine Überraschung, mit der die Tochter der Autorin eines Tages vor der Tür steht, innerfamiliär sorgt. Fortan stürzt die Familie von einem Abenteuer ins nächste. Und wer inszeniert all diese abenteuerlichen Erlebnisse? Ein frecher kleiner Kater namens Pooky.

Ohne diesen pelzigen Wirbelwind hätte sich das Leben seiner Zweibeiner sicher anders abgespielt. Ob es allerdings schöner gewesen wäre? Er ist sich sicher, ohne ihn geht nichts in dieser Familie. Er hat ihrem Dasein erst die richtige Würze verliehen. 

Und Pfote aufs Herz: Wer kann unser Leben charmanter auf den Kopf stellen als eine Katze?

(Quelle: https://pfoteaufsherz.com/2022/04/09/hello-world/)

Wenn ich das Buch mit einem Akrostichon beschreiben müßte…..

urzweilig

benteuerlich

raumschön

um lachen und weinen

inmalig

Meine Meinung

Alle unsere Leser wissen, daß zu Beginn der Balkoniensaison für Frau Chefredakteurin wieder die sog. „Storm-Zeit“ beginnt, in diesem Jahr hat nun aber meinen Lieblingsdichter eine andere Autorin abgelöst. Und so begann die Lesezeit auf Balkonien bei schönstem Osterwetter mit dem Buch „Pfote aufs Herz“, und eine wunderbare Reise begann, die Reise an die Ostseeküste, wo ich zu Gast war bei der liebenswerten, trubeligen Familie der Autorin und den Hauptprotagonisten dieses Buches, die liebevoll von der Autorin selbst im Zusatz zum Titel des Buches genannt werden: „Ohne Katze geht hier nichts.“ 

Das erinnerte mich doch sofort an meinen Lieblingsdichter Storm, und ich erlaube mir hier ein Zitat, das aufs schönste die Verbindung herstellt, denn auch er liebte die Samtpfoten sehr: 

„Mit Katzen ist es in früherer Zeit in unserem Hause sehr „begänge“ gewesen. Noch vor meiner Hochzeit wurde mir von einem alten Hofbesitzer ein kleines kaninchengraues Kätzchen ins Haus gebracht; er nahm es sorgsam aus seinem zusammengeknüpften Schnupftuch, setzte es vor mir auf den Tisch und sagte: ‚Da bring ich was zur Aussteuer!‘ “ 

Ich vergleiche hier nicht zufällig Storm mit unserer Silberdistel und ihrem Buch, denn auch in ihrem Buch schwingt ein gleicher Ton, die Liebe auf der einen Seite zur Nord- und auf der anderen Seite zur Ostsee, die Liebe zu den Samtpfoten, die sich auf ihre ganz individuelle Art in die Herzen der Menschen schleichen und die warme Menschlichkeit für alle Kreaturen sind beiden eigen. 

Und so las ich mit heißen Wangen und glänzenden Augen die Abenteuer des kleinen „Ins-Herz-Schleicher“ Pooky und seiner geliebten Menschenfamilie, hab mit ihnen gelacht und geweint, habe mich beim lesen an so viele gleiche kleine Geschichten erinnert, die ich seinerzeit auf meiner Bauernhofarbeitsstelle mit unseren Katzen und Katern samt deren Nachwuchs erlebt habe, die Freude und die kleinen Tragödien. Auch das im Klappentext erwähnte mysteriöse Verschwinden vom Vorgänger des Katers Pooky war mir mit allen damit verbundenen Gefühlen so vertraut, hat sich doch aus meinem Leben dazumalen auf der oben erwähnten Arbeitsstelle auch ein geliebter Kater, mein „Suse-Kater“ auf gleiche Weise aus meinem Leben geschlichen. 

Das alles ist so spannend erzählt, man hat nach wenigen Seiten das Gefühl, zur Familie zu gehören, dabei gewesen zu sein, mir gefällt der Erzählstil wirklich gut, besonders auch dann, wenn die Erzählebene kurzfristig in die Gedankenwelt des pelzigen Protagonisten wechselt! 

Mein Fazit

Dieses Buch darf im Bücherschrank von Menschen, die Katzen lieben, auf keinen Fall fehlen, es ist ein Buch für alle Jahreszeiten, es liest sich im Frühling und Sommer draußen mit allen Geräuschen und Gerüchen der warmen Jahreszeiten ebenso wunderbar flüssig und gut wie im Herbst und Winter, bei Sturmgebraus gemütlich im Warmen, mit Tee und am Kamin. Es ist ein liebenswertes, warmherziges, ganz von der Autorin beseeltes Buch! 

 

Einen einzigen Kritikpunkt könnte ich anführen, aber das ist eigentlich auch keine Kritik, sondern eher ein Wunsch: Ich würde gerne noch mehr erfahren über die weiteren Katzen und Kater im Hause Silberdistel, und würde daher der Autorin wirklich dringend den Wunsch übermitteln, ernsthaft über eine Fortsetzung dieses entzückenden Buches nachzudenken. 

Meine Bewertung

5/5 ⭐⭐⭐⭐⭐

Ich kann das Buch wirklich nur wärmstens empfehlen, und wem ich jetzt den Mund wässrig gemacht habe für feine Lektüre, hier könnt ihr fündig werden: 

https://pfoteaufsherz.com/2022/04/09/hello-world/

Das ist die Seite der Autorin, wo alle Bestell- und Erwerbsmöglichkeiten angezeigt werden. 

Ich werde mir auch noch ein Exemplar bestellen, für meine liebe Freundin, die mir hier gegenüber wohnt, ihr wißt schon alle, meine Freundin mit dem Kater Devil von Mimis Freundesliste, sie hat was gut bei mir und ich weiß, daß ich ihr als Mitglied der Samtpfoten-Fan-Gruppe damit ganz sicher eine Freude machen werde! 

Wir hoffen, daß wir euch allen hier auch eine Freude gemacht haben mit unserer heutigen Sonntagsausgabe und der Premiere einer Rezension, wir wünschen euch allen einen wunderschönen Sonntag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven, die an diesem Eintrag ganz sicher ihre besondere Freude hatte dort oben auf ihrer Wolke ☁ und ihrem Stern ⭐ und ganz bestimmt zusammen mit ihrer Freundin, der kleinen grauen Eminenz von unserer Buchautorin, die beiden werden sich sehr vergnügt die Pfötchen gerieben haben! 🐈🐈 

Einen guten Start in die neue und schon letzte Woche vom April wünscht euch euer Redaktionsteam ebenfalls noch, mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen! 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Frohe, gesegnete Ostertage! 🐰🥚🐔🌷🐞

Fröhliche Ostern

Ei, ei!
In einer Reih
legen die fleißigen Hasen
wohl auf den grünen Rasen
hervorragend bunte Ostereier –
denn der freie Handel wird stets freier,
und so legt denn heuer das Hasensyndikat
über acht Stunden von früh bis abends spat.
Wenn wir Menschen uns aber die Eier begucken:
Ja, was haben die Hasen nur diesmal für Mucken?
Da steht „Räterepublik“ auf einem Ei geschrieben,
das ist um und um mit brandroter Farbe eingerieben.
Auf einem steht: „Uns Nationalen geht’s zuzeit sehr mau!“
Und dieses Ei ist mit Recht ganz und gar knallblau.
Und auf einem ist zu lesen, daß so weiß wie dies Ei
auch die Unschuld der Herren alldeutschen Kriegspolitiker sei.
Und wieder auf einem steht groß und dick und kühn:
„Deutschlands Zukunftshoffnung“ – und das ist grün.
Und es sagte mir eines der kleinen Hasentierchen:
„Dir und deinen lieben Deutschen zum Pläsierchen
täte ich gern etwas gegen den innern Krieg –
denn ich kleiner Hase, ich liebe die deutsche Politik!“
Und ich sagte: „Herr Hase, meinetwegen!
Also: dann müssen Sie Rühreier legen!“
Na, finden Sie vielleicht was dabei?
Allerseits: Fröhliche Ostern!
Ei, ei! Ei, ei!

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935, deutscher Journalist und Schriftsteller)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Osterglocken läuten 🔔 es ist wieder die Zeit, wo Hasen 🐰 Eier legen 🥚 und nicht die dafür eigentlich zuständigen Hühner 🐔…..es ist Ostern! 

Das Fest der Auferstehung, zum dritten Mal in immer noch angespannter Pandemie-Zeit, zum ersten Mal mit einem furchtbaren Krieg, der die Welt bedroht. Da kommt einem das „Frohe Ostern“ nicht so leicht über die Lippen. Aber wir hier vom Grafschafter Wochenanzeiger, mein Bärenteam und ich, wir möchten trotzdem oder gerade deshalb euch allen mit unserem Ostereintrag hier helfen, symbolisch den Stein vom Grab zu wälzen, den Stein vom Herzen, den Stein auf der Seele, und so haben wir in unserer freitäglichen Redaktionssitzung beschlossen, daß dies einfach ein froher, ein befreiender und belebender Oster-Eintrag werden soll, damit wir alle einmal wieder durchatmen können, um mal wieder mit Reinhard Mey zu sprechen: „Nur einen Augenblick noch mal das Bündel ablegen und mit arglosem Übermut, durch dunkle Wege, der Zuflucht entgegen und glauben können: Alles wird gut!“ (Reinhard Mey, aus: Manchmal wünscht ich es wär nochmal viertel vor sieben)

Habt also einfach Freude und Vergnügen an unseren Bildern und den kurzen Texten der Erklärungen dazwischen, ach, und übrigens, die Bären meines Redaktionsteams haben sich ja schon so vorgefreut auf eure staunenden Augen über das Gedicht: Ein Gedicht in Eiform, ein altes, aber doch auch wieder so aktuelles, Frau Chefradakteurin hat jedenfalls sehr geschmunzelt über das knallblaue Ei der Nationalen und Deutschlands Zukunftshoffnung mit dem grünen Ei!

Hoffnungsvoller Sonnenaufgang in der Grafschaft, mit dunkler Wolkenkulisse im Hintergrund, wir fanden die Bilder so passend für den Auferstehungsmorgen am Ostersonntag:

Fleißige Frau Chefredakteurin noch am Ostersamstag, bei der Küchen- und Hausfrauentätigkeit das passende Geschirrtuch zur Hand:

mit Häschen!

Osterdeko in den Redaktionsräumen, die Bärchen haben fleißig geholfen: 

Der Osterstrauß mit Eiern und Osterhängern

Und dem obligatorischen Osterfähnchen! 

Das Fähnchen zierte ja sonst all die Jahre unser schwarzes gebackenes Schäfchen, für die Osternachtfeier in der Kirche, die Frau Chefredakteurin auch heuer ausgelassen hat. 

Österliche Deko am Kamin

und die gefärbten Ostereier, heuer gab es leider nur weiße, auf den braunen Eiern fanden wir die Farben eigentlich schöner. 

Und da sind nun all unsere Küken! 🤭😉😊

Auch im Hausflur ist alles wieder österlich geschmückt

einmal Gesamtansicht!

Deko zwischen den beiden Wohnungen hier oben!

Und unser Frühlingskranz! 

Am Wohnzimmerfenster in den Redaktionsräumen gibt es auch feinen Osterschmuck

der uns in den Tagen vor Ostern noch erreicht hat mittels eines lieben Osterpäckchens von Kristina mit Rani und Fleckchen. Nebst diesen feinen, kleinen, leckeren und niedlichen Gesellen:

Und noch was feines, das zieht demnächst auf Balkonien um 

eine Friedenstaube zum bepflanzen! Fanden wir wunderhübsch! 🕊❤🌷

Und da sind wir dann auch schon bei Balkonien angelangt mit der Osterdeko, voilà!

Bei wahrhaft knallblauem Himmel am Karsamstag von Frau Chefredakteurin noch aufgehübscht, Frühjahrs-Balkonien 2022!

Jaaa, guckt, Flora, unser einst sturmverunglücktes Hasenmädchen, ist wieder draußen mit ihrer Kinderschar und unserem Erdbeerelfchen!

Wir haben Bienenweide ausgesät, sie kütt!

Und auch unsere Erdbeerpflänzchen wagen es!

Die Ostereier hängen wieder an der Forsythie, natürlich wieder mit dem obligatorischen und traditionellen roten Ei! 

In Mimis Brotkasten sind wieder die hölzernen Tulpen eingezogen

und nun guck bloß mal: Meine neue Pfingstrose hat die ersten Knospen angesetzt, ganz zart noch, aber ich glaube, dit wird! 

So, ihr lieben, das waren die österlichen kleinen Herrlichkeiten in und um unseren Redaktionsräumen, meine Bärchen und ich, wir hoffen, das Wetter bleibt, wie es am Karsamstag war, dann können wir endlich richtig Balkonien antesten, das wird fein! Seele baumeln lassen für Tage, für Stunden, das tut uns bestimmt allen wieder mal gut. 

Und nun kommen Niedlichkeitsbilder, die mein Bärenteam hier mit heißen Wangen ausgesucht hat und auf die sie sich zum einstellen hier so gefreut haben, Vorhang auf, die Osterdeko meines Redaktionsteams:

Zum Osterfest gehören bunte Blumen

und wunderschön bemalte Ostereier

die der Osterhase bringt!

Ein frohes, gesegnetes Osterfest wünschen wir allen unseren lieben Lesern von Herzen, genießt die Tage, laßt die Seele baumeln, atmet durch, bleibt oder werdet alle gesund, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

 

Grafschafter Wochenanzeiger – ein Gruß zu Wolke ☁ und Stern ⭐ – Mimis 2. Himmelsgeburtstag ❤

Verzogen,
verflogen,
alle Vögel aus dem Nest!
Nur die Mauern,
sie dauern,
überdauern die Gäst‘.

Junge Zeiten,
sie schreiten
wie Geister vorbei.
Wo ist nun geblieben
das Lachen, das Lieben?
Blieb keines dir treu?

Von weiten
da läuten
die Glocken wie einst.
Alter Träumer, entrinne,
daß am Fenster die Spinne
nicht sieht, wie du weinst!

(Paul Heyse, 1830 – 1914, deutscher Romanist, Novellist und Übersetzer, Nobelpreisträger für Literatur 1910)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute ist Mimis zweiter Himmelsgeburtstag, und mein Redaktionsteam und ich, wir wollen hier unserer lieben Mimi in heaven gedenken, unserer kleinen rasenden Reporterin, unser aller geliebter Co-Autor. Heute vor 2 Jahren hat sie diese Welt verlassen und ist über die Regenbogenbrücke hinaufgezogen auf ihre Wolke ☁ und ihren Stern ⭐ Wir vermissen sie noch immer so sehr. 

Als sie von uns ging, begann in unserem Eulennest wieder die Balkoniensaison, und so ist es heuer auch wieder, da haben wir zu ihrem Gedächtnis ihren geliebten Brotkasten bildlich geschmückt, wir wissen, daß sie gerade dort immer bei uns ist. 

Hier brennt heute wieder ein Kerzchen in Erinnerung und in Gedanken an unsere süße Maus

denn unser Herz gehört auf immer ihr. 

Sie wacht über uns stellvertretend mit unserem kleinen Engelbärt und schickt euch allen liebe Sternengrüße. ⭐⭐⭐

Aber gemäß dem Auftrag unserer geliebten rasenden Reporterin für unseren Grafschafter Wochenanzeiger wollen wir nicht nur traurig sein, sie liebte fröhliche Menschen und Tiere, sie liebte ihr fröhliches Redaktionsteam und da vor allem ihren kleinen Volontär Ruddi, der in diesem Jahr am gestrigen Tag seinen 3. Geburtstag hier in unseren Redaktionsräumen gefeiert hat. Da haben wir im Bärenteam einstimmig beschlossen, wir zeigen euch heute noch einmal einen Eintrag von Mimi in heaven zur Balkonien-Saison-Eröffnung vom 18. April 2015, und wir hoffen, er zaubert auch euch ein Lächeln ins Gesicht, so nötig in diesen Zeiten. 

Die Balkon-Saison ist eröffnet!

Und auf Ruddis Vorschlag hin hat mein Redaktionsteam gemeinsam das Archiv unserer Bilder durchstöbert und euch eine Dia-Show von Mimi auf Balkonien erstellt, auch da hoffen wir, sie macht euch solche Freude wie uns beim betrachten. 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Am Ende unseres Eintrages für unsere Mimi in heaven singt noch einmal Reinhard Mey „unser Lied“ ❤☁⭐🤗

und wir wünschen euch allen einen guten Freitag und ein schönes Wochenende, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!  

Schlaf schön, geliebte Maus!  

Grafschafter Wochenanzeiger – Notausgabe III

Frühling

Das kannst du nicht…

Das kannst du nicht zwingen:
Daß die Knospen springen,
eh‘ die Sonne ihnen ihren Mai gebracht!
Aber das, was hinter dir liegt,
dich nicht schreckt mehr und unterkriegt:
was Winter in dir abzustreifen
in aller Stille … und Knospen zu reifen
und dich zum Frühling durchzuringen…
Das kannst du zwingen!

(Cäsar Otto Hugo Flaischlen, 1864 – 1920, deutscher Schriftsteller, Journalist und Redakteur, Pseudonym Cäsar Stuart)

Ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, alle „guten“ Dinge sind drei, und so wird diese Sonntagsausgabe unseres Grafschafter zum dritten Mal eine Notausgabe. Gedanken und Gefühle der Frau Chefredakteurin sind derzeit nicht so recht bei der Sache, Mut und Kraft vom letzten Eintrag fallen immer schwerer. Der Krieg in der Ukraine nimmt weiter seinen schrecklichen Lauf, ein baldiger Friede rückt in immer weitere Ferne. 🙏🕊🌍

Und auch die Geschehnisse im eigenen Land tragen nicht zum lichter werden bei, die neuesten Entscheidungen bezüglich des noch immer grassierenden Corona-Virus sind meines Erachtens eine Boykott-Erklärung unserer Regierung, man knickt ein vor dem Druck der Straße (das hätte man nun auch drastischer schreiben können, aber sei’s drum!) und läßt bei hohen Ansteckungsraten alles einfach laufen, man ignoriert die Schutzbedürftigkeit von vielen, die sich vernünftig und besonnen verhalten haben, für die „Freiheit“ derer, die mit dem nun so inflationär verwendeten Begriff der „Eigenverantwortlichkeit“ nichts anfangen können, wie sie im Laufe dieser Pandemie nun schon zur Genüge bewiesen haben. Nach anfänglicher Fassungslosigkeit und sich steigender Wut macht sich nun Müdigkeit breit. Wird man halt wieder auf sich selbst zurückgeworfen und muß gucken, wie man hoffentlich weiter gesund und unbeschadet durch die Zeit kommt. 

Das war das Fazit unserer freitäglichen Redaktionssitzung, wir hoffen, ihr verzeiht uns, daß auch wir momentan eher schwächeln, wir werden uns sicher wieder berappeln, wir sind uns ja gegenseitig eine Stütze, mein Bärenteam und ich, und natürlich auch alle unsere Leser hier, die uns doch immer durch alle Tiefen und Höhen die Treue gehalten haben. Laßt euch danken! 🤗 Da hätten wir nun auch noch ein passendes Gedicht von dem Lieblingsdichter der Frau Chefredakteurin, dem Herrn Storm:

Ich hab es mir zum Trost ersonnen
in dieser Zeit der schweren Not,
in dieser Blütezeit der Schufte,
in dieser Zeit von Salz und Brot.

Ich zage nicht, es muß sich wenden,
und heiter wird die Welt erstehn,
es kann der echte Keim des Lebens
nicht ohne Frucht verlorengehn.

Der Klang von Frühlingsungewittern,
von dem wir schauernd sind erwacht,
von dem noch alle Wipfel rauschen,
es kommt noch einmal, über Nacht!

Und durch den ganzen Himmel rollen
wird dieser letzte Donnerschlag;
dann wird es wirklich Frühling werden
und hoher, heller, goldner Tag.

(Hans Theodor Woldsen Storm, 1817 – 1888, deutscher Jurist, Dichter und Novellist)

Auch das Wetter hatte wohl schlechte Laune, vom anfänglich so schönen Frühlingswetter, an dem wir unser Balkonien schon frühlingsfrisch hergerichtet hatten, ging es nahtlos wieder in den Winter, die Temperaturen sackten auf den Nullpunkt und darunter, allerorten hat es geschneit, selbst hier rieselten am Freitag ein paar Schneeflocken vom Himmel, die aber nicht liegengeblieben sind. Da hab ich dann schnell meine schon ausgesäte Erdbeere, die neu erworbene Pfingstrose und all die anderen Blümkes, die schon auf Frühling umgestellt waren, wieder warm eingepackt! Und hoffe, sie nehmen alle keinen Schaden! Ein seltsamer Aprilscherz von Frau Holle, auf das Hotel „Zum Winterbett“ ist auch kein Verlaß mehr, da waren die Hausmädchen sehr säumig, die Betten hätten von November bis spätestens Ende Februar ausgeschüttelt werden müssen. 

Unsere hiesige „Burg Lirich“ 

wird in diesem Jahr 50 Jahre alt.

Und da Essen Leib und Seele zusammenhält, haben die Bärchen und ich uns was feines zum Wochenende gesotten und gebraten: Bifteki, Djuvec-Reis und Tsatsiki. Sehr lecker! 

Und damit sind wir nun allmählich am Ende unserer heutigen Sonntags-Notausgabe angekommen, ein Gedicht hätten wir noch, noch einmal vom Vorfrühling aus dichterischer Sicht gesehen, das wir so passend zur Kürze unseres heutigen Sonntagsblattes fanden, und wir wollten doch auch wenigstens noch ein wenig unseren sonst so gewohnten Humor und den hoffentlich bald wiedergefundenen Optimismus durchblitzen lassen: 

Vorfrühling

Schon entkeimt die Hyazinthe.
Aber unsereiner steckt
bis zum Nabel in der Tinte,
die nicht halb so lieblich schmeckt.

Alle Zwiebeln, alle Knollen
sind vom Bildungstrieb gereizt,
und sie wissen, was sie wollen,
wenn man nicht mit Wasser geizt.

Ohne weitre Redensarten,
ohne Zutat oder Mist
rührt sich das in seinem Garten,
bis das Rüchlein fertig ist.

 

Unsereinem ist inweilen
auch ein Resultat entflohn:
Ein Papier voll kurzer Zeilen
oder gar ein Feuilleton.

(Dr. Owlglass, Eulenspiegel.🦉 eigentlich Hans Erich Blaich, 1873 – 1945, dt. Arzt, Schriftsteller und Lyriker)

Mein Bärenteam möchte nun auf Anweisung von Mimi in heaven hier ihr Lieblingslied noch einstellen, „unser“ Lied, wie die Frau Chefredakteurin das immer nennt. Es paßt doch auch wieder so gut zum Eintrag heute, fanden sie, und ich bin ganz ihrer Meinung. 

Text: 

https://www.lyrix.at/t/reinhard-mey-alles-ist-gut-276

Ja, alles ist gut, alles wird gut, hoffen wir, oder, wie Reinhard Mey es in einem anderen Lied singt „…..und glauben können alles wird gut.“ 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen Sonntag, paßt alle gerade jetzt besonders gut auf euch auf, bleibt oder werdet gesund, und habt einen guten Start in die neue und erste vollständige April-Woche, das wünscht euch von ganzem Herzen ❤❤❤ euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habt Frieden im Herzen!