Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille, 1854 – 1904, deutscher spätromantischer und naturalistischer Schriftsteller)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, heute öffnen wir hier nun Türchen 21, und das war in jedem Jahr traditionell unser besinnliches Türchen und mit dieser Tradition brechen wir auch heuer nicht. 

Wir hatten schon vor dem Aufbruch der Frau Chefredakteurin in ihr vorgezogenes Weihnachtswochenende in unserer Redaktionssitzung überlegt, welches Thema es denn wohl in diesem Jahr werden soll, aber wir waren ratlos. Da hat dann ausgerechnet das schöne, zurückliegende Wochenende die Idee für dieses Türchen gebracht, eine spontane Idee des gesamten Teams beim erzählen über die Herrlichkeiten einer Familienweihnacht. 

Was ist Weihnachten, was macht den alten, ewigen Zauber einer Kinderweihnacht aus, welche Bedeutung hat dieses Hochfest des Jahres noch für die heutigen Menschen? 

Was es nicht ist:

  • haufenweise Geschenke, teils auf dem letzten Drücker irgendwo erstanden, Hauptsache Pomp und Pracht, gedankenlos ausgewählt. 
  • der Streß und die Hektik, ein „perfektes“ Fest auszurichten, in dem alles bis aufs i-Tüpfelchen paßt, die Wohnung gestylt und auf Hochglanz poliert, Gabentisch und der Tisch fürs Festessen sich überladen biegen.
  • für den Tag quasi eine „Strichliste“ führen, damit bloß nichts schief geht, der Ablauf wird geplant wie ein Event. 
  • die Erwartung, daß nun bitteschön alle wie auf Kommando fröhlich-freudig die Inszenierung durch ihre Anwesenheit unterstützen. 

Was es ist, das ist mir wieder einmal bei unserem vorgezogenen Weihnachtsfest im Familienkreis klar geworden, ein Fest, das nicht einmal am eigentlich dafür vorgesehenen Datum stattgefunden hat, aber genau so war, wie es sein sollte, so, wie es im von mir so geliebten Gedicht von Joachim Ringelnatz steht, das bezeichnenderweise „Vorfreude auf Weihnachten“ heißt: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“ Ein Fest, das das wichtigste dieses Festes gespendet hat: Das Beisammensein dürfen, die Freude über die Anwesenheit aller, das Wohlfühlen in einer liebevollen, warmen Atmosphäre mit dem Licht von Kerzen und dem Duft der Weihnacht, ein fröhliches Kind, lachen und singen, erzählen, zuhören, da sein, ganz, mit allen Sinnen! Erinnerungen an die seligen Kinderweihnachten. Wißt ihr, wo später nach dem Eintreffen aller Gäste der Treffpunkt fast aller war? In der Küche! Der Duft vom fast fertigen Essen in der Nase, ein bissel der Hausfrau noch zur Hand gehen, später die Teller füllen und wie eine „Eimerkette“ die gefüllten Teller von Hand zu Hand bis in das Eßzimmer weiterreichen, wir haben darüber so gelacht. Nach dem Essen die Bescherung, die ebenfalls so wonnig war, wir hatten nämlich wieder beschlossen, zu wichteln, also hatte jeder nur ein Geschenk zu besorgen für denjenigen, den man aus dem Lostopf vor Wochen gezogen hatte, kein Streß, keine Hektik, mit Bedacht schenken können, und trotzdem hat am Schluß jeder ein Geschenk. Ich hatte das Vergnügen, das jüngste Familienmitglied gezogen zu haben, mit ein bissel Unterstützung der Kinder bezüglich der Vorlieben der kleinen Maus ist mein Geschenk hochentzückt angenommen worden, was ist schöner als die leuchtenden Augen eines Kindes unterm Weihnachtsbaum! Und auch ich habe einen wunderbaren Wichtel gehabt und bin hochbeglückt über mein Geschenk, nach Weihnachten mach ich wieder eine kleine „Nachlese“, da dürft ihr dann gucken, es ist ja noch nicht richtig Weihnachten! 🤭😊❤

 

Was es ist: 

  • viel Liebe, viel Geduld, auch mit sich selbst gerade in den leider immer etwas hektischen Vorweihnachtstagen. 
  • wohl bedachte Geschenke, selbst die allerkleinsten bringen freudestrahlende Augen zum Vorschein, wenn sie ein „Treffer“ sind, wenn man sich Gedanken gemacht hat, Wünsche erlauscht hat, Vorlieben und Liebhabereien kennt. 
  • fröhliche Kinder, die nicht schon vor Weihnachten eigentlich „satt“ sind von allen möglichen Advents- und Vorweihnachtsfeiern, weniger ist ganz viel mehr, und das gilt auch für die Erwachsenen. 
  • auch an andere denken, die weder reich noch überhaupt beschenkt werden, die alleine sind, gerade in Familien, wo wahrlich alles vorhanden ist und kaum noch Wünsche offen bleiben, könnte man zu Weihnachten statt der üblichen Geschenke auch das angedachte Geld dafür in einen Spendentopf geben und einem guten Zweck zuführen. 
  • Ansprüche runter schrauben, es geht auch einfach und schlicht, und jeder Holztisch ohne alles aber mit Kerzen und dem warmen Gefühl, gesund zu Hause zu sein, ist mehr wert als die allergestylteste Festtagstafel. 
  • Wer an Weihnachten alleine ist und es noch kann, vielleicht mal fragen, wo man dienlich sein kann, eine Freude für andere sein und dabei selbst die Freude erleben dürfen, nicht allein zu sein. 
  • Es gibt Institutionen, die bitten zu Weihnachten um Briefe und Karten für die von ihnen betreuten, die niemanden mehr haben, der sich um sie kümmert und nach ihnen fragt, da kann man auch tätig werden. Der Aufwand ist so gering und die Freude auf der anderen Seite so groß. 

Ich habe einen Taum: Laßt uns doch endlich wieder Weihnachten feiern, wie dieses Fest von seinem Ursprung her gedacht war, laßt uns doch endlich wieder eines dem anderen eine Freude sein, laßt doch endlich den seit unserer Zeitrechnung nun schon im 2021. Jahr so viel beschworenen „Frieden auf Erden“ in unsere Herzen einkehren, denn nur da hat er seinen Platz, nur von dort aus kann er sich über den ganzen Planeten verbreiten. Wie wäre es denn mit einer „Pandemie“ des Friedens, statt mit der derzeit herrschenden, auch dieses „Virus“ ist hochansteckend, aber es steht nicht im Dienst des Todes, sondern des Lebens. Es wird hohe Zeit, wir haben in den letzten fast zwei Jahren alle hautnah erfahren, wie zerbrechlich der Mensch ist und wie schnell das Leben enden kann, wir haben erfahren, wie dünn die Tünche der Zivilisation ist, wir rasch die Maske dieser vom Gesicht gerissen werden kann und die häßliche Fratze der Egomanie, der Mitleidlosigkeit und der Unsolidarität zutage tritt. Laßt uns die Geburt Christi in unseren Herzen erleben, so, wie in dem wunderbaren Gedicht von Rainer Maria Rilke:

Geburt Christi

Hättest du der Einfalt nicht, wie sollte
dir geschehn, was jetzt die Nacht erhellt?
Sieh, der Gott, der über Völkern grollte,
macht sich mild und kommt in dir zur Welt.

Hast du dir ihn größer vorgestellt?

Was ist Größe? Quer durch alle Maße,
die er durchstreicht, geht sein grades Los.
Selbst ein Stern hat keine solche Straße.
Siehst du, diese Könige sind groß,

und sie schleppen dir vor deinen Schoß

Schätze, die sie für die größten halten,
und du staunst vielleicht bei dieser Gift -:
aber schau in deines Tuches Falten,
wie er jetzt schon alles übertrifft.

Aller Amber, den man weit verschifft,

jeder Goldschmuck und das Luftgewürze,
das sich trübend in die Sinne streut:
alles dieses war von rascher Kürze,
und am Ende hat man es bereut.

Aber (du wirst sehen): Er erfreut.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926, österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache)

In diesem Sinne wünsche ich euch mit meinem Redaktionsteam eine „frohe, harzduftende, heilige Nacht“ aus noch einem Lieblingsgedicht von der Frau Chefredakteurin, aus der „Christnacht“ von Ferdinand von Saar. 

Und erst einmal noch eine gute neue Woche, die letzte vor dem Christfest, laßt es ruhig und besinnlich angehen, schöpft Atem, freut euch vor, macht es euch schön, genießt mal wieder mit allen Sinnen und in Ruhe, und drei Türchen dürft ihr ja hier dann auch noch aufmachen. Bleibt oder werdet gesund, paßt auf euch und eure Nächsten auf, und habt für heute erst einmal einen schönen Dienstag, das wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia. 

Habts fein!  

27 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

  1. Danke Monika für deinen wundervollen Adventkalender.
    Es ist eine wahre Freude, darim zu schmökern.
    Wer auf romatik und Kuscheliges Wert legt ist in deinem Adventkalender geborgen.
    Ich bin es!
    Danke dir und alles, alles, alles HERRliche für dich, dein Tem, deine Liebsten und Lieben.
    Ganz viele feste lichterfüllte segensreiche Umarmungen für dich.
    M.M.

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  2. Liebe Monika,
    sehr schön, wie Ihr, Du und Dein Team, das Tuerchen heute wieder „gefüllt“ und den Sinn von „richtigen“ Weihnachten erklärt habt.
    Leider ist es heutzutage (schon seit längerer Zeit) so, dass es immer mehr kommerzialisiert wird.
    Die Geschäftsleute/der Handel warten schon mit großer Sehnsucht auf DAS Weihnachtsgeschaeft, das ihre Kassen klingen lässt. Und das natürlich am Liebsten jeden Tag und nicht nur „an den langen Samstagen“, die es früher in der Adventszeit noch gab.
    Die Kinder schreiben ellenlange Wunschzettel mit – ganz sicher – in der Mehrheit materiellen Wünschen. Sicher gibt es da auch Ausnahmen, die sich vom Christkind z. B. Gesundheit für die kranke Oma, etc. wünschen, aber die Mehrheit der Kinder ist bestimmt schon genauso „konsumbelastet“, wie es ihnen vorgelebt wird (in der Familie, im Freundeskreis, im privaten Umfeld). Und Haupttreiber sind da – meiner Meinung nach – auch wieder die Geschäftsleute mit ihren Werbeprospekten, die einem regelmäßig ins Haus flattern, nur mit dem Ziel, Begehrlichkeiten zu wecken.
    Die Wuensche werden immer größer, wobei spätestens nach den Feiertagen, der „erfüllte“ Wunsch schon wieder uninteressant ist und im Schrank verschwindet oder im Eck liegt.

    Ich weiß aus meinem Bekanntenkreis (Mutter von meiner damaligen Freundin), dass sie schon damals (bestimmt vor 20) irritiert war, wenn ihre 3 Enkel am Heiligen Abend im Rekordtempo ein Geschenk nach dem anderen aufreissen, nur um zu sehen, was drinnen ist. Und mein Hausarzt (mein Jahrgang, 1966) hat mir letztens erst erzählt, dass seine 3 Kinder ihm antworteten, als er sie fragte, was sie sich denn wünschen, Kohle. Und damit meinten sie nicht, diese kleinen schwarzen Teilchen, die zum Befeuern entsprechender Heizungen dienen!

    Meiner Meinung nach – krankt dieses System mit dem kommerziellen Weihnachtsgeschaeft schon lange. Und die Leidtragenden sind dabei immer diejenigen, die nicht mithalten können, weil sie mit ihrem zur Verfügung stehenden Geld einfach rechnen müssen, um ueber die Runden zu kommen. Wieso gibt es denn gerade in der Vorweihnachtszeit etliche Aktionen, dass z. B. in einem Gemeindezentrum ein Tannenbaum steht, an dem Wunschzettel von Kindern hängen, deren Eltern es sich nicht leisten können, ihrem Kind den Wunsch zu erfüllen.
    Nun geht das Ganze aber weiter:
    Was wird den Kindern erzählt, wenn sie das Geschenk bekommen?
    Es ist doch von ihren Eltern: Abgesehen davon, dass das gelogen ist, muss das Kind dann zwangsläufig denken, dass ihm die im Elternhause vorgelebte und erzählte Geldknappheit/Armut nur vorgegaukelt wird.
    Es ist von jemand Fremden: Das wirft bei dem Kind natürlich erst Recht die Frage auf, wieso können sich meine Eltern es nicht leisten, mir meinen Wunsch zu erfüllen, jemand anderes, der mich aber gar nicht kennt, macht das dann. In beiden Fällen stehen die Eltern, je nachdem welches Verhältnis das Kind zu seinen Eltern hat, ziemlich doof da, entweder, sie fühlen sich beschämt, oder sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie ihr Kind nicht genug lieben (denn, wenn jemand Fremdes ihnen schon den Wunsch erfüllt, können sie es von ihren Eltern, ganz egal wie, auch erwarten, wenn sie geliebt werden).
    In beiden Fällen wird das Kind aber zu dem Ergebnis kommen: Mein Wunsch wird erfüllt, ganz gleich von wem und wie. Und wenn das in diesem Jahr so gut funktioniert, dann kann ich im nächsten Jahr ja „noch eines drauf setzen“. Klasse!!!
    Eltern, die es billigend in Kauf nehmen, dass ihre Kinder mittels des Schreibens von Wunschzetteln von anderen beschenkt werden, sind – meiner Meinung nach – egoistisch, denn wenn Fremde Geld für ihre Kinder ausgeben, muessen sie es nicht tun. Ob es sich der Fremde tatsächlich aber auch wirklich leisten kann oder sich das Geschenk auch zusammensparen müsste, und das nur deshalb macht, weil er einem Kind eine Freude bereiten will, ist ihnen vollkommen egal. Wenn sie darüber hinaus noch boshaft veranlagt sind, denken sie sicherlich: Er/Sie hat dank der Tatsache, dass er/sie meinem Kind ein Geschenk machen durfte, nun selbst eine Freude! Das reicht doch vollkommen!!!

    Nein, diese Tannenbaumaktionen sind – meiner Meinung nach – der vollkommen falsche Weg! Der einzige richtige ist, Kindern die Geschenke zu machen, die sie sich wünschen UND die man sich leisten kann. Denn nur das ist ihnen gegenüber ehrlich. Dass sie dazu seitens der Eltern unter Umständen auch entsprechend „aufgeklärt“ werden müssen, wieso es in anderen Familien groessere Geschenke gibt und bei ihnen nicht, ist selbstverständlich. Und hier muss dann am dem wahren Wert von Weihnachten angesetzt werden!
    Doch auch das ist schwer, zuweilen sehr schwer in einer Gesellschaft, in der Weihnachten ein kommerzialielles, und kein christliches Fest mehr ist.

    Während ich diesen Kommentar so schreibe, wird mir immer mehr klar, zu welcher Perversion das Weihnachtsfest eigentlich durch den Kommerz gemacht wird.
    Natürlich habe ich meine „Stellungnahme“ zu dem Unsinn eines kommerzialiellen Weihnachtsfestes auch zum Teil auf die Spitze getrieben. Nichtsdestotrotz bin ich aber immer noch der Meinung, dass es Aufgabe der Eltern ist, den Kindern klar zu machen, was geht und was nicht, und auch den Sinn von Weihnachten klar zu machen. Dies geht im Übrigen auch ohne christlichen Hintergrund!

    Dass Weihnachten ganz anders gefeiert werden kann und das Fest ist, was es (eigentlich) sein soll, ein harmonisches Fest im Kreise seiner Familie (oder auch Freunde), hast Du, liebe Monika, sehr schön am Beispiel Deiner Familie geschildert. Und das mit dem gegenseitigen Bewichteln, so dass jeder – ausnahmslos – nur ein Geschenk bekommt, finde ich eine gute Idee.

    Abschließend möchte auch ich sagen, dass ich – aufgrund meiner Krankheit – mein Geld Monat für Monat zusammennehmen muss. Doch ich habe es mir angewöhnt, jeden Monat für Geschenke etwas zurück zu legen, denn alles in einem Monat könnte ich auch nicht stemmen. Das klappt sehr gut, und ich bin mir sicher, dass auch andere, die vorausschauend denken, dies ähnlich machen.
    Im Übrigen soll ein Geschenk auch nicht ein „Loch“ in seinen Geldbeutel reißen, sondern von Herzen kommen und mit Bedacht für den Beschenkten ausgewählt werden.

    Alles Liebe

    Bine mit Angel

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    • Liebe Bine,

      dein Beitrag zum Geschenkethema stimmt mich sehr nachdenklich, denn diese Art von „Wunschbaum“ kannte ich bisher nicht. Gut gemeint ist eben nicht immer gut (durch-) gedacht. Wo wird das mit dem Wunschbaum praktiziert? In der Kirche oder in kleineren Gemeinden?
      Vielen Dank für deine kritischen Ausführungen, die den Initiatoren solcher Aktionen vielleicht gar nicht bewusst sind.

      Herzliche Grüße
      Britta-Gudrun

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      • Liebe Britta-Gudrun,
        solche Wunschbaeume gibt es wohl von verschiedenen Organisationen. Ich habe im Internet mal nur den Begriff „Wunschbaum“ eingegeben und habe doch so einige „Treffer“ gehabt.
        Bei uns in Forchheim gab es 2018 einen solchen, und ich glaube, er wurde von einer kirchlichen Gemeinde aus organisiert, kann aber auch gut sein, dass es von einer Filiale der Sparkasse aus ging. Ich habe das Ganze aber nur so „nebenbei“ mitbekommen, weil eine Freundin meiner Schwester für einige Kinder etwas besorgen wollte.
        Bei meiner Suchaktion im Internet habe ich eine Organisation gefunden, die als Wert für die Geschenke „um die 30 €“ angibt (Neuwert), sollte der Neuwert teurer sein, gehen sie davon aus, dass es sich um ein „gebrauchtes“ Geschenk handelt. Und das, finde ich, ist schon ziemlich fordernd! Auch die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ soll diesbezüglich immer fordernder geworden sein. Dies habe ich auf einem anderen Blog gelesen, bei dem ich sporadisch „unterwegs“ bin. Eine Familie hat früher immer für diese Aktion gespendet, sich nun aber auch davon distanziert, weil ihnen das Ganze auch zu fordernd geworden ist. Sie ist nun auf eine andere Aktion ausgewichen.

        Ich denke, dass diese Wunschbaumaktion, zumindest zum Teil, auch deswegen ins Leben gerufen wurde, damit Kinder aus ärmeren Familien gegenüber ihrer Freunde oder Klassenkameraden nicht ganz „so doof“ dastehen, wenn die übliche Fragerei losgeht: Na, was hast Du denn zu Weihnachten bekommen? Und dass da kein Kind zugeben will, „nur“ den Pullover, den es ohnehin schon lange gebraucht hat, ist klar.
        Doch da liegt es – meiner Meinung nach – wieder an der Erziehung und Aufklärung der Kinder:
        bei denen aus ärmeren Familien, dass ihre Eltern ihnen nur das schenken können, was sie auch im Laufe der Zeit zusammensparen konnten, und dass ein großes Geschenk nicht automatisch mehr Liebe bedeutet, sondern, dass Zeit, Zuwendung, ein gemeinsamer Spielenachmittag oder Ausflug mehr wert sein können
        bei denen aus reichen/reicheren Familien, dass Reichtum und – damit verbunden – große Geschenke nicht unbedingt ein unumstoessliches Gut sind und auch der Reichtum – gerade in der heutigen Zeit – in der niemand weiß, wie es mit seinem Job in einem Monat oder zweien oder dreien aussieht – sehr schnell Geschichte sein kann. Ich habe gerade die letzten Tage erst gelesen, dass wohl wirklich namhafte Köche ihren Familienschmuck veraeussern (Habe nur die Überschrift gelesen). Dies hätten sie sich vor Corona wahrscheinlich auch nicht gedacht.

        Nur wenn wieder der Mensch als Mensch etwas zählt, ganz gleich, ob er arm oder reich ist oder grosse oder kleine Geschenke bekommt, wird die Welt menschlicher und kommt der Bedeutung von Weihnachten schon sehr nahe. Nur diese Einstellung muessen natürlich die Eltern ihren Kindern vermitteln und vorleben.

        Alles Liebe

        Bine

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    • Liebe Bine und liebe Angel,
      freut mich, daß dir das Türchen heute wieder gefallen hat.
      Ja, das ist ja nun wohl seit längerer Zeit schon so, „süßer die (Kassen)-Glocken nie klingeln“, da bleibt nicht viel vom eigentlichen Ursprung des Weihnachtsfestes und seinem Sinn und Zweck.
      Geb ich dir so voll und ganz recht mit den Wunschzetteln der Kinder, drolligerweise stöhnen auch immer alle Eltern heute darüber, ohne sich dabei Gedanken zu machen, daß sie ein solches Verhalten vorleben, es gibt nicht umsonst den Spruch: „Versuch gar nicht erst, deine Kinder zu erziehen, sie machen dir doch alles nach.“ Ach, die Haupttreiber, also die Geschäftsleute, kämen keinen Millimeter weiter, wenn wir den Terror des Konsums einfach verweigern würden, es ist immer bissel leicht, die Schuld woanders als bei sich selbst zu suchen, andere kann ich nicht ändern, aber ich kann mein Verhalten und mich ändern.
      Wer da nicht mithalten kann, bleibt auf der Strecke, da hast du so recht, aber gerade diese Art von Ausgrenzung ist so alt wie die Welt. Was nicht bedeutet, daß man da nichts gegen tun kann. Man kann!
      Ich bin nicht so gut über diese Tannenbaum-Aktionen informiert, als daß ich da nun ein Statement dafür oder dagegen abgeben möchte, es entstand ganz sicher aus einer guten Idee, leider ist dann doch manchmal das Gegenteil von gut – gut gemeint.
      Es dürfte schwierig werden, den ohnehin schon benachteiligten Kindern aus armen Familien zu vermitteln, daß auch nicht-materielle Geschenke wie Zeit und Zuwendung schöne Geschenke sind und gerade ihnen den wahren Wert von Weihnachten zu zeigen, wir wissen alle aus eigener kindlicher Erfahrung, wie sehr man sich was wünschen kann, das nichts mit obigem zu tun hat, das halte ich auch für durchaus legitim, ein Fest des Schenkens war Weihnachten schon auch seit Ursprung, fragt sich halt, wie weit man zuläßt, daß es überbordet! Da sollte man aber dann den Hebel wohl eher da ansetzen, wo es ganz dringend nötig ist, da müssen dann meiner Meinung nach nicht die Kinder „aufgeklärt“ werden, denen ohnehin schon nicht viel im Leben „geschenkt“ wird, da muß der Hebel nach oben, das muß vor allem denen vermittelt werden, die es im Überfluß haben!!!
      Ja, man kann Weihnachten wirklich auch ganz anders feiern, deshalb war ich ja so glücklich über das unsrige. Und gerade in der jetzigen Zeit bin ich mehr denn je der Auffassung, wir müssen alle umdenken, es gibt so einen alten Handwerkerspruch „nach fest kommt ab“, genauso ist das, wir haben die Schraube längst überdreht und müßten nun eigentlich mit Vernunft gegensteuern, ich wage zu bezweifeln, daß das alles noch möglich ist! Ich laß mich aber sehr gerne eines besseren belehren.
      Ich danke dir sehr für deine guten und nachdenklich machenden Worte hier, es macht doch Freude, wenn man vielleicht auch mit nur so einem kleinen Beitrag wie einem Adventskalendertürchen in einem kleinen Blog auch was anstoßen kann, und wer weiß, wer mitliest hier und sich angesprochen fühlt, der kleine Stein, der große Kreise zieht.
      Ich wünsche dir mit Angel einen schönen, gemütlichen Abend, einen lieben Streichler für die Süße schick ich mit, und liebe Grüße
      Monika.

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  3. Meine liebe Monika,

    ich habe heute schon das besinnliche Türchen erwartet und da ist es nun auch.
    Schön ist das mit der Weihnachtsfee,ihr „Geist“ möge uns das ganze Jahr begleiten.Fein,die Bildchen dazu.
    Ja,wie schön war der Zauber der Kinderweihnacht,heute kann man (nur) noch davon zehren.Ich bin unserern Eltern auch immer noch dankbar,dass es bei drei Kindern und in der damaligen Zeit doch bissel bescheidener zuging.Das kommt einem heute noch zugute..Das Beste war eben das Zusammensein in der Familie,mit den Omas noch.
    Schön,was du aufführst wie es sein sollte und was nicht,da hat man ordentlich was zum nachdenken.
    Da mein Herz aus mancherlei Gründen ganz sehr dolle für die Tiere schlägt,bring ich da gern mal bissel Freude,die dann auch wieder durch Dankbarkeit und Freude der Betreuer wieder zu mir zurückkehrt.Auch die von den Fellnasen bestimmt. 😉
    Fein,dass du diese praktizierte wahre Weihnachten letztes Wochenende schon erleben konntest und kommendes ja auch wieder.
    Schön war das mkit der Küchenhilfe und der Wichtelidee.Und besonders fein,dass du gerade die Kleine hattest und ihr große Freude bringen konntest! Bei Kindern kommt noch diese ursprüngliche ehrliche Freude richtig zum Ausdruck.
    Da bin ich dann gespannt auf die Geschenkevorstellung nach Weihnachten,ja,da wirds sicher einen Korb brauchen. 😉
    Schön ist dein Traum,ich hab ihn auch,aber nur wenig Hoffnung auf Erfüllung….
    Könnten sich wenigstens noch mehr auf den Ursprung des Weihnachtsfestes besinnen,falls noch Raum dafür ist bei all den anderen Dingen.Nun schon das Zweite,wo es besonders schwierig wird.
    Fein sind noch die Gedanken von Rilke.

    Habt wieder herzlichen Dank,du,das Team und Mimilein oben.Einen guten Dienstag und restliche Tage der Vorbereitung!

    Liebste Grüße schickt euch Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      das ist nun schon eine 10-jährige Tradition, unser besinnliches Türchen hier, und ich freu mich immer wieder über die rege Anteilnahme daran.
      Ja, unsere Kinderzeit war noch eine ganz andere, mit ganz anderen Werten, wir können davon noch zehren, da tun mir die heutigen Generationen immer leid, die nicht einmal auf diesen kleinen Schatz zurückgreifen können. Sie sind im Kommerz groß geworden.
      Es ist schön, daß das Türchen zum nachdenken anregt, so sollte das ja auch, ich schrieb es gerade schon bei Bine, wer weiß, wer hier alles rein guckt und dann ist es vielleicht der kleine Stein, der große Kreise zieht, daß ich bei euch allen hier damit offene Türen einrenne, weiß ich!
      Ebenso ist es wohl auch mit den Tieren, da hat wohl auch jeder von uns hier ein richtig großes Herz für!
      Das war wirklich ein schönes Fest und ich bin auch sehr dankbar dafür, und für die kommende Wiederholung im kleinsten Kreis ebenso! Ich hab mich sehr gefreut, daß ich gerade die Kleinste dabei gezogen habe, die strahlenden Kinderaugen sind wirklich mit nichts zu toppen.
      Auch das ist hier schon Tradition, die Nachlese nach Weihnachten, ich bin selber gespannt, es kommt ja erst noch, das Weihnachtsfest und da ist noch was zum auspacken.
      Ich denke mal, es wird unter Umständen nicht mehr viele Möglichkeiten geben, so weiter zu machen wie bisher, wir werden umdenken müssen. Schaun wir mal, wie lange es dauert, den St.-Nimmerleinstag können wir uns keinesfalls mehr leisten!
      Das Gedicht von Rilke ist auch eines meiner Lieblingsgedichte zu Weihnachten!
      Dankeschön, wir wünschen dir auch einen schönen, gemütlichen Abend, liebste Grüße
      Monika und das Bärenteam.

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  4. Das fiel mir später noch dazu ein:
    Ich persönlich mag diese U-Boot – Gutmenschen,“Freunde“,Bekannte und Organisationen nicht so dolle,die kurz vor Weihnachten auftauchen,viel Tam-Tam verbreiten,und dann nach Weihnachten wieder still und leise abtauchen,Beständigkeit würde mehr helfen.

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  5. Schön, dass du ein Weihnachtsfest nach deinem ❤ hattest.
    Wir werden es auch haben, denn den ‚Stress‘ haben wir schon lange abgeschafft.
    Es gibt seit Jahren keine Geschenke mehr.
    Die machen wir uns immer mal unverhofft während des Jahres 😊
    Es wird wieder ein gemütliches Zusammensein am Tisch werden.
    Niemand muss kochen, denn es gibt Brot und Käse und jede Menge Fisch 🐟
    Lachs und Räucherfisch und natürlich den traditionellen Heringssalat. Das Rezept ist sicherlich schon 100 Jahre in unserer Familie.
    Wir freuen uns, dass wir auch in diesem Jahr zusammen sein dürfen.
    Ich freue mich, dass auch du mit deinen geliebten Kindern zusammen bist und sagen wieder Danke 👏 für den eindrucksvollen Beitrag.
    Liebe Grüße von uns Bees 🐾 👣 🐾

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    • Oooooh, ja, das hatte ich wirklich, ein Weihnachtsfest nach meinem ❤! Und da bin ich richtig dankbar für!
      Wie schön, daß ihr es auch haben werdet, nichts ist mehr wert, als daß in diesen Tagen der Streß abgeschafft ist!
      Auch das abschaffen der Geschenke finde ich gut, noch besser das Schenken unverhofft während des Jahres, fällt mir Ringelnatz zu ein:
      „Ein Herz laviert nicht
      Ich nenne keine Freundschaft heiß,
      die niemals, wenn’s ihr unbequem,
      den Freund zu überraschen weiß
      trotzdem.
      Denn wenn sie Zeit und Mühe scheut,
      ein Unverhofft zu bringen,
      das einen Freund unendlich freut,
      dann hat sie keine Schwingen.“
      Und das ist doch sowas feines, gemütliches Beisammensein am Tisch, ich hab das auch so genossen. Und wenn zudem niemand kochen muß, prima, hört sich so lecker an, Brot, Käse und jede Menge Fisch, vor allem der traditionelle Heringssalat. Supi, daß das Rezept schon über 100 Jahre in der Familie ist, das ist gelebte Tradition!
      Das ist auch ein richtig großer Grund zur Freude, daß wir alle auch in diesem Jahr zusammen sein dürfen. Danke für dein mitfreuen, ich freu mich auch richtig mit dir, werden wir wohl ein schönes Weihnachtsfest haben alle. Und es freut mich, daß dir der Beitrag wieder gefallen hat.
      Macht euch einen schönen, gemütlichen Abend, ihr lieben Bees, paßt auf euch auf und bleibt gesund, liebe Grüße
      Monika.

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  6. Liebe Monika,

    deine Gedanken zum Weihnachtsfest sollten an jedem Konsumtempel hängen oder besser noch in den trotz Corona so überfüllten Fußgängerzonen verteilt werden.

    Hier treffen sich sowieso Gleichgesinnte und auch du, liebe Bine, hast dir viele Gedanken ums Schenken gemacht.

    Monika, das Wichteln habe ich erst im Saarland kennengelernt und fand das damals bei den Weihnachtsfeiern mit SPD-Freunden auch sehr schön. Dass ihr das im Familienkreis gemacht habt, hat die Geschenkeauswahl sehr erleichtert und du hast mit der Kleinen richtig Glück gehabt, denn am liebsten beschenkt man ja sowieso Kinder.

    Heute bin ich nicht so gespächig uund halte mich deshalb etwas kurz, aber mit lieben vorweihnachtlichen Grüßen!

    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ja, das wäre doch eigentlich echt mal eine Idee gewesen, von dem Beitrag hier Handzettel zu drucken und sie am Eingang vom Konsumtempel und auf Weihnachtsmärkten zu verteilen, sollte man für nächstes Jahr ins Auge fassen, lach!
      Hier bei euch renn ich offene Türen ein, das ist mir bekannt, aber ich hab es Bine vorhin schon geschrieben, wer weiß, wer alles rein guckt hier und dann ist es eventuell doch der kleine Stein, der große Kreise zieht, wenn er ins Wasser fällt.
      Das ist eine ganz feine Sache mit dem wichteln, schön, daß du es auch kennengelernt hast. Gerade mit einem Kind unterm Baum kann man ja doch Geschenke nicht ganz weglassen, da bot sich das so schön an, letztlich auch die kleine Botschaft da drin, jeder hat ein Geschenk und keine Massen! Ich war sehr glücklich darüber, das Kind gezogen zu haben, die strahlenden Augen waren einfach nicht zu toppen.
      Solche Tage gibt es, das macht doch nix, ich wünsche dir mit Django einen schönen, gemütlichen Abend mit einem lieben Streichler für deinen Pelzmärtel und lieben vorweihnachtlichen Grüßen
      Monika.

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  7. So ein richtiges Familienweihnachtsfest ist doch immer das schönste Weihnachtsfest. Wir freuen uns immer ganz besonders aufs Zusammensein. Sicher gehört auch das eine oder andere Geschenk dazu, aber Großartiges ist es bei uns eigentlich nie. Aber eine Kleinigkeit zeigt doch irgendwie, dass man an den anderen gedacht hat.
    Euer kleines Wichtelvorweihnachtsfest war ganz sicher schön. Ich kann es mir so richtig vorstellen, wie spannend es auch gewesen sein muss für den Schenkenden und den Beschenkten. Ich bin schon sehr auf deinen Bericht gespannt, liebe Monika.
    Mir gefällt, wie Du es hier im Blögchen zusammengefasst hast, wie Weihnachten nicht sein sollte und wie es sein könnte. Ich glaube, vieles ist wirklich im Laufe der Jahre verloren gegangen. Je mehr Geld da war, umso weniger schön wurde das Weihnachtsfest, weil immer mehr und teurere Geschenke nicht nur verschenkt, sondern auch fast eingefordert wurden. Bine hat das sehr schön beschrieben. Ich weiß noch, wie glücklich ich als Kind immer war, wenn sich ein Wunsch zu Weihnachten erfüllte. Mal war’s ein Teddy, mal ein Auto, mal ein kleiner Kochherd, aber es waren nie jede Menge Geschenke auf einmal. Viel wichtiger war doch, dass man zusammen gesessen, gegessen, miteinander gespielt hat und zusammen lustig war, mal alle Sorgen und Nöte weit von sich geschoben hat..
    In unserer Familie gibt es, wie oben schon erwähnt, als Geschenke Kleinigkeiten – gern z.B. Bücher, gern auch mal etwas selbst Genähtes, Gestricktes oder Gebasteltes. Eine unserer Töchter handwerkelt gern, die andere backt und kocht gern. Von der „Köchin“ haben wir oft und gern zu Weihnachten das Mittagessen serviert bekommen. Die Zutaten haben wir uns gern geteilt. Ein anderer hat sich um den Kuchen gekümmert oder ums Dessert. Derartige Geschenke haben immer rundum Anklang gefunden. Und für mich war es ein ganz besonderes Geschenk, weil ich, wenn die Weihnachtsfeier bei uns stattfand, nicht nur in der Küche stehen musste, sondern mich auch ganz entspannt mit zum Plaudern zu den anderen setzen konnte und kann. In diesem Jahr kümmert sich unsere Tochter um den Kuchen und ich bin fürs Mittagessen zuständig. Leider sehen wir „dank“ Corona unsere Bayern auch dieses Weihnachten nicht.
    Ich weiß übrigens auch noch aus alten Zeiten, dass wir uns auch immer alle früher oder später in der Küche getroffen haben bei solchen Feierlichkeiten. So nach und nach kam einer nach dem anderen, um der Hausfrau irgendwie behilflich zu sein. Ich finde, das hatte auch immer irgendwie was. Manchmal gab es dann bei uns ein großes Hallo, wenn endlich auch der Letzte noch in der Küche auftauchte.
    Das war ein wirklich feiner und besinnlicher Beitrag, liebe Monika.
    In diesem Sinne wünschen wir Silberdistels Dir und Deinem Bärenteam einen schönen, ruhigen und besinnlichen Abend – liebe Grüße und Schnurrgrüße von uns

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    • Da sagst du was, liebe Silberdistel, das ist echt das allerschönste an Weihnachten, ein Familienweihnachtsfest! Und um wieviel mehr man sich nun seit fast 2 Jahren darauf freut, wieder zusammen sein zu dürfen, es tut mir so leid, daß es in diesem Jahr bei euch wieder nicht mit den Bayern klappt! 🤗❤
      Es ist wirklich so, Geschenke gehören schon zum Fest, und es ist doch schön, daß so viele auch wieder Kleinigkeiten entdeckt haben, das an den anderen denken steht doch im Mittelpunkt dabei, und wie groß ist die Freude beim Schenkenden und Beschenkten, wenn es ein Treffer ist, da ist das mit dem dran denken wieder, daß man weiß, was der andere mag!
      Es war ein richtig rundum gelungenes Fest, unser kleines Vorweihnachts-Wichtel-Fest, ich freu mich selbst schon auf die Nachlese!
      Nachdem ich gestern lange nachgedacht habe, was es denn zum heutigen und traditionell besinnlichen Türchen mal sein könnte, fiel mit eben unser schönes Weihnachtsfest ein und dann ergab sich der Rest fast von alleine. Da ist so einiges im Laufe der Jahre verloren gegangen, oh, ja, aber so nahm das wohl auch seinen Anfang, in den ersten Wohlstandsjahren, die meisten Geburtsjahrgänge so unserer Generation aus den 50-ger Jahren kennt das so noch nicht. Du beschreibst es so schön, wie glücklich du als Kind warst, wenn sich Wünsche erfüllt haben, aber es waren eben nicht viele auf einmal, man lernte auch warten auf etwas ersehntes. Es war eben noch kein Überfluß, und genau das täte uns nun mal wieder allen so gut! Meinen Teddy, den ich damals mit 4 Jahren vom Christkind bekam, den hat meine Mutter „abgestottert“, weil ihr das zahlen auf einmal nicht möglich war, aber es war doch mein glühendster Wunsch. Jaaaa, da erinnere ich mich auch dran aus meiner Kinderzeit, zusammen essen, zusammen sitzen, ich hatte noch eine Cousine und drei Cousins bei der Familienweihnacht, die Cousine in meinem Alter und die Cousins jünger, und es wurde sogar musiziert, mit Blockflöte, Klavier, Gitarre und Akkordeon, das war ein Spaß! Und vor allem natürlich das für die Erwachsenen, mal die Sorgen und Nöte für eine Zeit beiseite schieben zu können, und die gab es damals auch noch reichlich.
      Hach, solche Geschenke finde ich auch so fein, was aus der Küche oder was selbst gebasteltes, genähtes oder gestricktes, oder einfach das Mittagessen kochen, das ist so eine feine Idee, zumal, wenn deine Tochter so gerne kocht und backt. Kann ich mir so gut vorstellen, daß die Geschenke immer großen Anklang gefunden haben. Und wenn man dann als Gastgeberin nicht einmal selbst in der Küche stehen muß und Zeit für die Gäste hat, wie schön!
      Das ist drollig, nicht wahr, die Küche ist doch immer noch ein Dreh- und Angelpunkt wie weiland anno ganz-lang-her das Herdfeuer oder die Feuerstelle! Das war bei uns nun auch wieder so, und das mit dem großen Hallo auch, lach, es war so herrlich gemütlich und anheimelnd!
      Ich freu mich sehr, daß dir der Beitrag wieder gefallen hat, dieses Türchen hat ja nun schon eine 10-jährige Tradition, und den wünschen wir euch auch von Herzen, den schönen, besinnlichen Abend, liebe Streichler fürs Pelztrio mit Dank für ihre Schnurrgrüße und liebe Grüße an euch alle,
      Monika und das Bärenteam.

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    • Freut mich sehr, daß es dir gefallen hat, liebe Liv!
      Ja, natürlich, das ist es wohl, und wenn ich deine herrlichen Bilder auf deinem Blog sehe, dann geht mir das Herz auf, wie ihr mit eurer Familie Weihnachten feiert, es ist ja auch ein Fest für die Seele, und für alle Sinne!
      Hab eine feine restliche Woche in der Vorweihnachtszeit und ganz liebe Grüße
      Monika.

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        • Das ist das schönste zu Weihnachten überhaupt, wenn man so zusammen Weihnachten feiern kann, ganz besonders gerade in diesen Zeiten, da geb ich dir so recht! Das ist es, das gibt einem Mut und Zuversicht!
          Wünsche ich dir auch, liebe Liv, ein schönes Fest und herrliche Feiertage mit deiner Familie, macht es euch schön, ganz liebe Grüße
          Monika. 🎄🌟🔔🎁❤🤗

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