Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

 

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r 

Türchen  

Weihe-Nacht

Ein leises Rauschen durch die Tannenzweige –
des kurzen Tages Zwielicht geht zur Neige.

Im Westen glimmt ein matter Rosenstreif,
auf stille Fluren fällt der weiße Reif.

Der weiße Reif, der rings das Feierkleid
der Erde stickt mit flimmerndem Geschmeid.

Der Abend kommt. Es kommt die heilige Nacht,
die aus den Menschen selige Kinder macht,

die Weihe-Nacht, da trost- und wundersam
ein Märchentraum zur dunklen Erde kam:

Der Friedenskönig, den die Welt verstieß,
weil er die Armen Gottes Kinder hieß.

 

Weil er den Sanften, der den Frieden liebt,
den Liebenden, der seine Seele gibt,

weit über alle Reichen dieser Welt,
hoch über alle Herrschenden gestellt.

Du Weiser, seit die Engelharfen klangen,
sind nun Jahrtausende dahingegangen,

die deinen Namen auf den Fahnen trugen
und zu den fernsten Ländern Brücken schlugen,

Millionen Kirchen prangen dir zum Ruhme,
die ewige Flamme brennt im Heiligtume …

Und dennoch, du, der Sklaven Heil gespendet,
du wärst noch heut in tiefe Nacht gesendet,

du schienst auch heut in unser finstres Tal
aus fernen Himmeln, ein verirrter Strahl;

und gingest du im schlichten Arbeitskleid
durch deine Menschheit, deine Christenheit,

sie hätten heute dir das Kreuz errichtet
und morgen dir den Holzstoß aufgeschichtet!

Hoch auf dem Grunde, den dein Blick gesucht,
darüber hin rast laut der Zeiten Flucht,

da regt sich’s dumpf, und aus der Erde Schoß
ringt sich der Urquell aller Sehnsucht los.

Die Welt durchhallt ein Schrei nach Luft und Licht:
Wann braust du, Strom, der Wall und Schranke bricht?

 

Wann kommst du, Tag, da hell die Sonne steigt,
vor deren Glanz der tiefste Schatten weicht?

(Clara Müller-Jahnke, 1860-1905)

Hallo, ihr lieben Leser alle vom Grafschafter Wochenanzeiger, es ist wieder Zeit für unser Türchen 21, das in allen Jahren zuvor einem besinnlichen oder nachdenklichen Thema gewidmet war. In diesem Jahr ist es selbst mir sehr schwer geworden, Worte zu finden. 

Drolligerweise hat mir dann die Öffnung unseres heutigen Kalendertürchens dabei ein wenig geholfen, laßt uns dann auch zu diesem Tag erst einmal das Türchen öffnen:

Fest verschlossen noch, das Türchen 21

Hier ist wirklich Spannung angesagt. 

Und da ist er, in seiner ganzen frostigen Pracht: Väterchen Frost, der Winter. 

Prächtig, oder? 

Auch ihn haben wir natürlich mit passender Kulisse in Szene gesetzt. 

Väterchen Frost, das Sinnbild des Winters, die Natur geht in die Ruhephase, sie zieht sich zurück, alles erstarrt, wird frostig und scheinbar ohne Leben, Eis hindert das Wasser am fließen, Schnee deckt die Felder zu, es scheint, als gäbe es kein Leben, nichts lebendiges mehr. Aber unter der frostigen Decke sammelt die Natur Kraft für den kommenden Frühling, sie braucht diese Pause, um im nächsten Jahr zum wieder steigenden Licht sich erneut zu regen, auszuschlagen, zu grünen und zu blühen. 

Eigentlich bräuchte auch der Mensch solche Ruhephasen, aber wir hasten und rennen, wir halten nicht inne, wir müssen von einem Event zum anderen, von einem Genuß zum nächsten, nur wer immer präsent, immer bereit und immer erreichbar ist, ist Sieger. Äußerlich wirken wir agil, fit, strotzend vor Kraft und Gesundheit, aber in den Seelen ist Eiszeit, alles bleibt oberflächlich, nichts geht mehr richtig in die Tiefe, denn dazu haben wir keine Zeit. 

Und jetzt zwingt uns ein Virus zur Ruhe, zum Stillstand, zur Unbeweglichkeit, selbst lose Kontakte werden fast unmöglich, es ist so vieles verboten, das Virus schränkt uns ein, verbietet Nähe, Austausch, Kommunikation und Rudelgemütlichkeit. Alles zum Schutz der Schwachen, die wir bisher bei unserem rennen und hasten kaum beachtet haben, die auch an Weihnachten in all den Jahren vorher nur eine untergeordnete Stellung hatten und mit allem, was in der Advents- und Weihnachtszeit noch zu erledigen, zu besorgen und vorzubereiten war, mit „abgehakt“ wurden, schließlich ist man ja zu Weihnachten doch mal wieder kurzfristig ein guter Mensch. Im Rahmen, die die Zeit erlaubt, die man noch hat beim Geschenkerummel und Konsum. 

Nun rufen, schreien wir nach Erlösung aus dieser Starre, wollen uns endlich wieder in den Arm nehmen können, beieinander sein dürfen ohne mathematische Berechnungen, ab wann es zu viele werden bezüglich der Ansteckungsgefahr! Wollen endlich „unser altes Leben zurück“! Wollen wir das wirklich? Weiter machen wie oben beschrieben, ohne Rücksicht auf Verluste? Oder liegt nun hier im Virus gerade eine Chance, gewinnen wir endlich zurück, was wir so lange verloren glaubten: Echte Menschlichkeit mit Augen und Ohren für die schwächsten, für die Natur und ihre vielfältigen Lebewesen, die wir teilweise schon ausgerottet haben durch unser rücksichtsloses Verhalten? Wie wäre es denn, wenn wir die Starre im außen für das auftauen unserer Seelen von innen nützen würden? Wenn wir der Oberflächlichkeit unserer „Bussi-Bussi-Beziehungen“ wieder Tiefe und Gemeinsamkeit geben würden? Wenn wir wirklich wieder zuhören würden mit dem Willen zum verstehen, zum helfen und raten? Das Virus hält uns den Spiegel vor, es ist so rücksichtslos und expansiv, wie wir es bisher waren. 

Wir müssen innerlich „auftauen“ wie die Natur im Frühling, wenn Frost und Eis zurückweichen vor den wärmenden Strahlen der Sonne, wir stehen vor der großen Herausforderung, Nähe herzustellen trotz Distanz, Solidarität ohne Rudelverhalten. Nur so kann in diesem Jahr wirklich Weihnachten werden, nehmen wir die Herausforderung an, bieten wir dem Virus die Stirn, zeigen wir uns als Menschen, als Mitglieder einer Gemeinschaft zum Wohle aller! So können wir vielleicht auch die erreichen, die jetzt noch gänzlich fern dieser Möglichkeit stehen und weiterhin nur ihr kleines, selbstsüchtiges ICH pflegen, so kann es dann Weihnachten werden, wie es Ringelnatz in seinem Gedicht beschreibt:

„Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns als Kinder fühlen eines Baumes.
Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“

Zum Schluß meiner „Epistel“ möchte ich noch ein kleines Beispiel erzählen, wie man mit guten Ideen und einem warmen Herzen und Fürsorge für die „Seinen“ auch in diesen Zeiten trotz Distanz und Abstand Freude, Glück und Anerkennung für geleistetes geben kann: Mein Sohn ist derzeit schon lange im Homeoffice, nun war es auch in seinem Betrieb zu jeder Weihnachtszeit Usus, eine kleine Betriebsfeier abzuhalten, bei der der Chef seinen Mitarbeitern dankt für die geleistete Arbeit im Jahr. Da war in diesem Jahr natürlich kein Gedanke dran, was tat also besagter Chef: Er hat für seine Mitarbeiter gekocht, hat alles gut eingepackt, hat sich in sein Auto gesetzt und ist seine Leute abgefahren, um ihnen auf Distanz das Essen zu bringen, danke zu sagen und ein frohes Fest zu wünschen! (Es ist ein kleiner Betrieb, aber dennoch!) Ich fand das wunderbar, und die Freude der Mitarbeiter könnt ihr euch sicher lebhaft vorstellen. 

Und wo wir nun zum Schluß beim auftauen der Seele waren und bei wärmender Mitmenschlichkeit, da paßt doch sogar das 2. Türchen unseres Gewürzkalenders, denn guckt einmal, was da nun drin war:

Nun endlich, lach! Bratapfelgewürz! Ist das nicht herrlich passend? Was wärmt denn schöner als so ein feiner Bratapfel, wenn man durchgefroren ist, und was ist süßer als so ein leckerer Bratapfel mit den feinen Gewürzen! 

Damit wäre ich nun wirklich am Ende, aber nicht, ohne euch noch hübsche Bilder von Väterchen Frost zu präsentieren, der der Auslöser unseres heutigen besinnlichen Türchens war:

Und der offensichtlich auch ein Herz für „seine“ Tiere hat, die wohl am besten der kalten Zeit trotzen können. 

Damit wünschen wir euch allen einen schönen Montag, und einen guten Start in eine hoffentlich geruhsame Woche kurz vor dem Fest, wir wünschen euch und allen Menschen dieser Erde ein gutes Gelingen der heurigen Weihnacht, ein mitnehmen des Weihnachtsgefühls in den Alltag, gerade in diesem Jahr so wichtig. Laßt euch nicht unterkriegen, bewahrt euch Mut und Zuversicht, denkt an das köllsche Grundgesetz und bleibt oder werdet alle gesund! Und ich möchte euch an dieser Stelle auch im Namen meiner Redaktion ganz herzlich danken für eure Treue und euer Dasein hier, das hilft uns hier über so vieles hinweg, was derzeit, mit Verlaub, einfach Sch….. ist! Habt Dank! 

Euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger mit Mimi in heaven

Otto und Luzia

Habts fein!  

18 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Adventskalender – Türchen 21

  1. Meine liebe Monika,

    das ist heute ein sehr nachdenklich machendes Gedicht,eben passend zum besimmlichen Türchen,und sehr sorgfältig hast du die Bildchen dazu wieder ausgesucht.
    Nee,ist wahrlch nicht einfach dieses Jahr,wir stehen mittendrin in dieser sehr unschönen Zeit.Manchmal kommt maan sich so machtlos vor,aber bissel was kann doch jeder von uns tun,wie du es auch so trefflichst schreibst.

    Ein allerliebstes Väterchen Frost ist das mit seinem beachtlichen Bart,würdig hast du „Ihre Niedlichkeit“ in Szene gesetzt,er ist doch auch ein Herrscher-über den Winter.Schön hast du das über die heute beginnende Jahreszeit geschrieben! Das ist eben auch ein Wunder,das Naturerwachen danach wieder,die Auferstehungskraft.

    Du hast einfach alles so geschrieben wie es ist zur Zeit,eine tief gehende Rede ist es.Punkt.Ich kann alles nur bejahen und unterschreiben,kann nix weiter hinzufügen und möchte es auch nicht zerreden.
    Die sozialen Kontakte fehlen schon,besonders wenn man eben doch größtemteils allein ist.Von manchen,wo man es erwartet,kommt gar nix mehr,dafür manchmal von völlig unerwarteter und fremder Seite.Ist der Virus doch zu was „gut“.
    Klar,im Moment kommen die Menschen schon mehr zur Besinniúng,Innehalten und auch Mitmenschlichkeit.Aber ich denke,dass wird nicht lang anhlten,wenn doch mal wieder Normalität einkehrt.
    Dafür isind der Egoismus und die Ich-Bezogenheit zu sehr ausgeprägt.Aber vielleicht irre ich mich auch,wäre schön.

    Toll ist das von Björns Chef,ein wunderbares Zeichen der praktischen Nächstenliebe.Noch dazu selbst gekocht.Glaub ich,wie sich da alle gefreut haben! Für so einen Chef macht man dann auch gern was Zusätzliches.

    Ganz sehr fein auch,dass dein Gewürzkalender heute Bratapfelgewürz enthielt.Willkommen geheißen in dem hübschen Gefaäß:Ja,ein Bratapfel wärmt und weckt die Lebensgeister.

    Die Bilder vom Väterchen Frost sind noch herrlich,aber ganz bestimmt hat er ein großes Herz für Tiere!

    WIR haben zu danken für die Bedienung hier bei dir/euch und das Zusammeseinkönnen,hier ist man gut aufgehoben! Und das möchte ich auch wieder tun,mich bedanken für die gebrachte Freude und alle Mühe!
    Habt ihr auch erstmal einen guten Montag und eine ebensolche Woche,an deren Ende das Weihnachtsfest steht,ein ganz besonders solches.Meistern wir es entsprechend!
    Mimilein ist nie vergessen.

    Liebste Grüße schickt euch Brigitte und habts auch fein!

    Gefällt 5 Personen

    • Meine liebe Brigitte,
      das ist ja schon eine kleine Tradition mit dem besinnlichen Türchen am 21., aber in diesem Jahr war es wirklich nicht einfach.
      Das ist eben das, was uns ein bissel weniger machtlos macht, daß wir alle unser Scherflein dazu beitragen können, wenn wir nur wollen.
      Väterchen Frost kam uns gerade recht, da konnten wir dann bei allem nicht so schönem wenigstens in Bildern schwelgen.
      Es freut mich, daß du dich in meinem Text wiederfinden kannst, wie gesagt, es war nicht so einfach in diesem Jahr. Die ganze Situation ist wohl für keinen von uns leicht.
      Ich hege da auch keine allzu großen Hoffnungen, daß sich da wirklich nachhaltig was verändert am Verhalten der Menschen, das ist doch alles noch viel zu sehr eingefahren und vor allem eine lieb gewordene Bequemlichkeit.
      Björn ist mit seinem Chef echt gesegnet, das kann man nicht anders sagen, und wenn Arbeit Freude macht, dann ist man auch mit vollem Einsatz dabei.
      Bratapfelgewürz fand ich nun auch richtig fein, das paßte!
      Über die Bilder von Väterchen Frost hab ich mich auch sehr gefreut.
      Das ist sehr schön, daß man sich hier gut aufgehoben fühlt, so möchten wir das und so lohnt sich jede Arbeit dafür. Gern geschehen, wir haben doch sehr von der Resonanz hier auch unsere Freude daran gehabt.
      Ja, nun geht es wirklich mit Riesenschritten in den Endspurt, machen wir das beste draus, wir wünschen dir auch noch einen schönen Abend vom heutigen Tag, liebste Grüße
      Monika.

      Gefällt 3 Personen

  2. Liebe Redaktionsmitglieder des „Grafschafter“
    ist es wirklich so, das Väterchenfrost den weißen Mantel der Ruhe über die Natur deckt? Ist des nicht viel mehr so, dass der Mensch seit Jahren dem rauhen Gesellen aus dem hohen Norden ins Handwerk gefuscht. Mit brutalen Schlägen ins Gesicht, hat man den frostigen Kerl vertrieben.
    Wie ist es sonst möglich, dass eine mediterrane Pflanze aus dem Süden Europas der Rosmari, in meinem Garten blüht. Das ist aber bei weitem nicht das Einzige, was an Unnormalität im kalendarischen Winter zu beobachten ist. Vögel die normalerweise jetzt im Süden weilen sollten , sind bei der Futter suche auf unseren Felder zu beobachten. Ich könnte diese Kette von Beobachtungen zu einer langen Liste weiter führen.
    Der Mensch nennt das ganze infach Klimawandel und ist nur halbherzig gewillt, diesen Zustand wieder zu ändern . Man würde ihm das Liebste was er besitzt nehmen, um diese Missstand wieder auf einem normalen Stand zubringen.
    Sein Geld.
    Das wieder zu ändern, was der Mensch sich selbst und der Natur angetan hat, würde mehr von seinem geliebten Geld kosten, als er dafür bereit ist zu geben.
    Er steuert zwar dagegen, in dem er auf das regiert was ihn im Moment gefährdet, aber ändern tut er sich deshalb nicht .
    Wer straft denn nun den Mensch mit Dürre, Stürmen, Fluten, Krankheiten und Vieren???? Für Dinge, wo der Mensch weit über sein Ziel hinaus geschossen hat.
    In der Bibel ist zu lesen, immer dann wenn der Mensch sich falsch verhalten hat, wurde er für sein Verhalten bestraft.
    So steht es geschrieben über Sodom und Gomorra oder beim Turmbau zu Babel.
    Ob das alles so ist, ob es nur Zufälle sind oder ganz normal Vorgänge die es immer schon gegeben hat, fragt sich ein nachdenklicher Vogelknipser.
    Ich wünsche allen gesunde und friedvolle Vorweihnachtstage.
    Liebe Grüße Werner

    Gefällt 3 Personen

    • Lieber Werner,
      normalerweise ist er das, aber da hast du natürlich recht, wir haben ihm schon heftig ins Handwerk gepfuscht!
      Gerade in diesem Winter waren da wieder so einige Kapriolen zu „bestaunen“, sei es dein blühender Rosmarin, Vögel, die nicht in den Süden ziehen oder wie hier vor gar nicht so langer Zeit Magnolien, die ein drittes Mal im Jahr geblüht haben.
      Auch da geb ich dir recht, das ist wohl das, was am meisten gefürchtet wird beim Thema Klimawandel, daß es an den eigenen Geldbeutel gehen könnte. Da wahrt man doch lieber seine Pfründe!
      Das ist eine sehr philosophische Frage, wer denn da den Menschen straft, ich fürchte, das macht er schon selber, auch Sodom und Gomorrha hatte er selbst zu verantworten, der liebe Gott gab ihm den freien Willen, da muß er eben auch mit den Konsequenzen leben, die allein aus seinem Handeln und entscheiden bedingt sind, da „darf“ der liebe Gott seine Hände in Unschuld waschen.
      Das wünsche ich dir auch, eine gesunde und friedvolle Vorweihnachtszeit, liebe Grüße
      Monika.

      Gefällt 2 Personen

  3. Väterchen Frost – er kommt aber auch wirklich punktgenau zum Winteranfang. Und wie wunderschön Du ihn wieder in Szene gesetzt hast, liebe Monika. Da kommt seine ganze Pracht besonders gut zur Geltung. Er sieht aber auch ausgesprochen schick aus.

    Schön und nachdenkenswert Deine Worte zum Winter, zur Ruhephase der Natur und zum Verhalten von uns Menschen. Ich denke, viele zwingt wirklich erst das Virus zur Ruhe und insgesamt etwas mehr Bescheidenheit. Wobei ich denke, dass es trotzdem bisher auch Menschen unter uns gab und gibt, die durchaus auch vor dem Virus in der Lage waren, immer wieder einmal innezuhalten, um mit Augen, Ohren und Herz all das wahrnehmen zu können, was uns die Natur, das Leben ohne die Alltagshektik gibt. Ich hoffe, es erreicht nun auch die ewig Hektischen, Unruhigen und Ichbezogenen endlich einmal. Doch leider ist zu befürchten, dass hinterher bei vielen alles so weitergeht wie gehabt.
    Die Geste von Björns Chef finde ich richtig gut. Daran sieht man, dass man auch auf eine andere, ganz persönliche Art seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit ein Dankeschön sagen kann. Und gerade unter diesen momentan so erschwerten Bedingungen ist diese Art des Danksagens doch etwas ganz Besonderes. Ich glaube schon, dass die Freude der Mitarbeiter über dieses Weihnachtsgeschenk ganz besonders groß war.

    Zum Schluss wird es wieder würzig. Bratapfelgewürz. Na das kommt dann ja auch noch sehr passend für den Winteranfang. So ein Bratapfel nach einem Spaziergang durch Eis und Schnee ist bestimmt ungemein wärmend. Mit etwas Vanillesoße überaus lecker. Ich glaube, Monika, so kommst Du gut durch den Winter.

    Die glitzernden Väterchen-Frost-Bilder passen perfekt zum kleinen Glitzermann von oben. Fein hast Du sie wieder ausgesucht. Und Deinen Dank an uns Leser möchte ich hier gern an Dich, liebe Monika, zurückgeben. Du gibst Dir immer unwahrscheinlich viel Mühe mit Deinen schönen Beiträgen. Damit hilfst Du auch uns über diese gerade sehr unschöne Zeit hinweg. Du bist diejenige, die auch uns Mut und Zuversicht nie aus den Augen verlieren lässt. Ein ganz liebes Dankeschön für die vielen wunderschön gestalteten Türchen, aber auch für all die anderen immer wieder interessanten und liebevoll gestalteten Beiträge. Und nicht zuletzt auch an Mimi noch einmal hinauf auf ihre Wolke ein liebes Dankeschön dafür, dass sie uns und unsere tierischen Mitbewohner immer so trefflich und mit viel Humor unterhalten hat.
    Wir sind immer wieder gern in diesem Blögchen zu Besuch.
    Liebe Grüße schickt Dir, liebe Monika, Mimi in heaven und dem gesamten Team vom „Grafschafter“ 😉 die Silberdistel mit ihrem Grüße schnurrenden Pelztrio

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    • Das war so schön, liebe Silberdistel, Väterchen Frost kam wie gerufen! So hatte ich wenigstens einen richtig schönen Einstieg mit den feinen Bildern, er ist wirklich ein Prachtexemplar, das hat so Freude gemacht, ihn so richtig in Szene zu setzen.
      Danke, daß du meinen Text für gut befunden hast, es war wahrlich nicht leicht dieses Mal, all die unterschiedlichen Gefühle und eben auch die eigenen Befindlichkeiten da unter einen Hut zu kriegen. Ich gebe dir da voll recht, es gab auch vor Corona und während Corona genügend Menschen, die noch das innehalten kennen und die Freude an und mit der Natur, es sind ja auch eigentlich die Menschen, die sich vernünftig an alle Maßnahmen halten, in der Mehrheit, trotzdem schaffen es diese verqueren Minderheiten immer wieder, die vernunftbegabten zur Verzweiflung zu bringen. Die Hoffnung, daß es auch die ewig hektischen und ichbezogenen Menschen nun mal erreicht und sie „umkehren“, die hatte ich am Anfang der Pandemie, da sah das richtig gut aus, aber da hast du eben recht, kaum waren die ersten Lockerungen da, gab es kein Halten mehr und alles war wie vorher, ich will, ich muß, ich brauche, ich bin der Maßstab aller Dinge. Das ist auch schon viel zu viel eingespielt, oder, wie mein Vater das immer zu sagen pflegte „geübt und exerziert“, die Ellbogenmentalität entwickelte sich ja schon heftig seit den 80ger Jahren.
      Herrlich, so ein Chef wie Björn ihn hat, nicht wahr, da macht die Arbeit Freude, und da ist man auch bereit, sich voll und ganz einzusetzen. Und so sollte das doch auch sein. Eben gerade unter diesen erschwerten Bedingungen, das weiß der Chef ja auch, im Homeoffice läuft manches nicht so rund und reibungslos wie man es aus den Arbeitsräumen gewöhnt ist, und auch das austauschen untereinander fehlt doch sehr. Ich könnte mir gut vorstellen, daß die Mitarbeiter sich bis zu Tränen darüber gefreut haben.
      Das kam auch wie gerufen, das Bratapfelgewürz, ich mag eh so gerne Bratäpfelchen, und deine Variante mit der Vanillesoße ist auch die meinige, hihihihi! Oh, ja, wenn ich im Januar anfange, die Gewürze alle „abzukochen“, da komm ich echt gut und kreativ durch den Winter! 😊
      Über die gefundenen Bilder von Väterchen Frost hab ich mich selbst so gefreut, da guck ich doch auch immer so gerne nach und bau meinen Fundus hier weiter aus!
      Oh, dankeschön, liebe Silberdistel, deine Worte tun richtig gut, es freut mich wirklich ungemein, daß ich euch hier tatsächlich etwas geben kann, was dann durch euch wieder zu mir zurückkommt, das war von Anbeginn meines Blögchens hier und dem späteren Grafschafter immer mein Bestreben. Und jaaaa, da gebührt meiner Maus auf jeden Fall ein ganz liebes Dankeschön hinauf zu ihrem Stern und ihrer Wolke 🌟☁, sie war von Anfang an der Motor hier, es brauchte lange, bis ich wieder richtig im gewohnten Fahrwasser war, aber das ist ja auch ihr Nachlaß an mich! Es freut mich sehr, daß ihr das auch so empfindet. Sehr schön, wenn ihr hier gerne zu Besuch seid, dann beehrt uns mal morgen wieder, hihihihi! Meine Mimi in heaven, mein bäriges Team und nicht zuletzt natürlich auch ich danken dir sehr für deine lieben Worte, wir wünschen einen schönen, entspannten Abend, schicken liebe Streichler ans Pelztrio mit 🐈🐈🐈 und liebe Grüße an euch,
      Monika mit Mimi in heaven und dem Bärenteam.

      Gefällt 2 Personen

  4. Liebe Monika,
    ich bin ein wenig spät heute. Eine kleine Unpässlichkeit, aber dit wird.
    Du hast alles ganz genau auf den Punkt gebracht!!!
    Danke für deine Worte.
    Die Weihnachtsbaumanhänger finde ich wirklich wunderschön!
    Das ist ein toller Kalender und du hast viel Freude daran.
    Auch der Gewürzkalender ist klasse!
    Die Bees schicken dir viele liebe Grüße.
    Hab noch einen gemütlichen Abend.
    ♥ ♥ ♥

    Gefällt 4 Personen

    • Oh, liebe Brigitte, da wünsche ich dir aber von Herzen ganz gute Besserung! Paß auf dich auf! ❤
      Dankeschön, ich freu mich wirklich, daß meine Worte nachvollziehbar sind, es war wirklich „eine schwere Geburt“ dieses Mal mit dem Text, es ist gar nicht so leicht, seine unterschiedlichen und manchmal auch so überbordenden Gefühle in eine vernünftige Textversion zu bekommen.
      Jaaaa, ich war auch so entzückt über diesen Anhänger, den fand ich nun auch ganz besonders schön, ich begeistere mich ja immer über all die feinen Details, die da so liebevoll gearbeitet wurden, das ist echt ein wunderschöner Kalender mit 24 Türchen voller Freude!
      Und über den Gewürzkalender freu ich mich auch, den hatte ich bei einem christlichen Verlag entdeckt und gleich den Kindern mit bestellt, die sind genauso begeistert wie ich, sie kochen beide auch so gern.
      Wünsche ich euch auch, einen schönen, gemütlichen und entspannten Abend, wie gesagt, paß auf dich/paßt auf euch auf und ganz liebe Grüße zurück,
      Monika. 🌟🎄🙏

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  5. Liebe Monika,

    mit deinen nachdenklichen Anmerkungen zum heutigen Tag mit Väterchen Frost und der Wintersonnenwende rennst du bei uns hier sowieso offene Türen ein. Hoffentlich lernen auch die etwas schwerfälligen und ich-bezogenen Mitmenschen ein bisschen etwas aus der Coronazeit. Etwas mehr Bescheidenheit und Demut beim eigenen Anspruchsdenken und den sorgfältigeren Umgang mit den Ressourcen wäre schon ein großer Fortschritt.

    Bratäpfel habe ich seit meiner Kindheit nie mehr gegessen. Damals waren die Öfen, so glaube ich wenigstens, auch besser geeignet als bei den modernen Kochflächen für ein Backvergnügen mit hohem Reinigungsaufwand.

    Ich halte mich heute wegen einer kleiner Unpässlichkeit auch etwas bedeckt, will aber noch schnell sagen, dass dein Blögchen immer ein beliebtes Stübchen ist, in dem ich mich sehr, sehr wohl fühle.

    Herzlichen Dank und liebe Grüße
    Britta-Gudrun

    Gefällt 4 Personen

    • Liebe Britta-Gudrun,
      freut mich, daß du das auch so siehst, ich dachte es mir ja auch, daß ich bei euch damit offene Türen einrenne!!! Das hoffe ich ja auch, oft auch wider besseres Wissen, immer noch, daß man mal die schwerfälligen und die Egomanen unter den Menschen erreicht. Das täte uns wirklich allen so gut, ein bissel mehr Bescheidenheit und Demut und nicht solch ein Anspruchsdenken! Wäre wahrlich ein Fortschritt, aber ich glaub, spätestens wenn alles wieder richtig im Lot wäre, ginge der alte Schlendrian wieder los.
      Bratäpfel liebe ich heute noch genauso wie als Kind, und wenn du sie in dem Topf machst, den ich ja als Deko mit eingestellt habe, dann gibt das auch keine großer Sauerei im Backofen. Und die ganz modernen Öfen reinigen sich doch sogar schon selbst. Irgendwie mit Dampf, glaub ich, die Kinder haben einen solchen, sehr praktisch!
      Ooh, du bist auch unpäßlich heute, da wünsche ich auch dir ganz gute Besserung! Paß auf dich auf! Django soll dich mal beschnurren, dann wird das wieder! Wir schicken ihm mal wieder einen lieben Streichler mit!
      Ach, das freut mich jetzt auch von dir sehr, liebe Britta-Gudrun, das hast du lieb geschrieben, daß das hier für dich ein beliebtes Stübchen ist, indem du dich so sehr wohlfühlst! Wir strahlen hier gerade alle um die Wette! 😊
      Dann mach dir noch einen gemütlichen Restabend, wir schicken ganz liebe Grüße
      Monika und das Bärenteam.

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Monika,
    einen späten Gruß möchte ich Dir und dem Bärenteam noch senden. Väterchen Frost gefällt mir ausgesprochen gut. Bald ist Dein Strauß komplett .
    Oh,Bratapfelgewürz ,was mag das wohl genau sein. Man kann auch gut Bratäpfel in der Mikrowelle machen. Eine einfache aber leckere Variante ist ,einfach einen Dominostein als Füllung nehmen. Es verläuft wunderbar und schmeckt köstlich.
    Langsam kommt der Endspurt. Gestern spät abends, gab es bei uns noch eine Überraschung, es klingelte bei mir und meine Nachbarin erklärte mir ,dass wir im ganzen Haus und nicht nur wir ,die gesamte Straße kein Wasser haben. Abgesperrt. Es muss ein ziemlich grosser Rohrbruch gewesen sein. In der Nacht gegen 5: 30Uhr gab es noch kein Wasser. In einer Nebenstraße war eine Notwasserstelle geöffnet worden und auch ich bin noch in der halben Nacht mit zwei Eimern runter gegangen um mir Wasser zu holen. Keiner konnte vorher sagen, wann es wieder Wasser gibt. Langsam kommt man sich wie im Kriegszeiten vor. Ich dachte an die Menschen in Afrika und Asien die sich von Brunnen ihr Wasser holen müssen, da wird es einem erstmal bewusst wie gut und komfortabel wir leben mit fließendem Wasser aus der Wand, Strom aus der Steckdose und auchZentral Heizung. Es ist alles doch keine Selbstverständlichkeit, man merkt es erst ,wenn man es plötzlich nicht mehr in Anspruch nehmen kann und hat. Wie gut geht es uns doch!
    Demut ,gerade in diesem Jahr zu Weihnachten würde vielen Menschen doch gut tun.Habe aber so meine Befürchtungen, dass es die meisten Menschen leider nicht begreifen und diese Pandemie auch als Chance nutzen könnten. Jeder sollte da doch mal in sich gehen und nachdenken. Vielleicht auch mal dafür danken ,wie gut es uns doch trotz Corona geht.
    Liebe Monika ich wünsche Dir noch einen schönen Abend und eine gute Nacht. Liebe Grüße sendet Dir Ursel

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Ursel,
      dankeschön, ich freu mich immer über jeden Gruß!
      Väterchen Frost hat mir auch echt so gut gefallen, ja, bald ist er komplett, der Strauß, 2 Stück fehlen nun noch.
      Steht auf dem Tütchen, was alles drin ist in dem Bratapfelgewürz, stimmt, in der Mikrowelle kann man ihn auch machen. Und deine Variante mit dem Dominostein gefällt mir sehr, das probier ich aber mal aus, ich mag sehr gerne Dominosteine und kann mir gut vorstellen, daß das so geschmolzen in dem Bratapfel sehr lecker ist. Danke!
      Ach, du liebes bißchen, das sind so „Überraschungen“, die man so kurz vor dem Fest nun wirklich nicht braucht! Das muß dann aber echt ein heftiger Rohrbruch gewesen sein, wenn sogar eine Notwasserstelle eingerichtet worden ist, oh, je, und du mußtest nächtens da auch noch hin, welch ein Schiet! Das ist was richtig fieses, wenn solche von uns gewöhnten Grunddinge fehlen, da hast du so recht, da wird einem dann mal wieder bewußt, wie gut wir es doch haben und wie gut wir rundum versorgt und verwöhnt sind. Macht man sich gar keinen Kopp drum, wie komfortabel das eigentlich alles ist, Wasser aus dem Kran, Strom aus der Steckdose, Wärme von der Heizung und gekühlte Lebensmittel aus dem Kühlschrank. Merkt man immer erst, wenn was fehlt, genau!
      Ich glaube, Demut würde uns allen gut tun und das nicht nur zur Weihnachtszeit! Es kommt halt darauf an, daß dieses noch kleine Häuflein Verirrter und Verblendeter, kurz Covidioten, nicht mehr werden, dann können ihnen die Vernünftigen schon noch den Daumen gegenhalten. Das einzig positive an diesem ganzen Desaster ist doch echt, daß wir jetzt die ganz große Chance haben, komplett umzudenken und endlich mal wirklich nützliche Mitglieder auf diesem Planeten zu werden. Ich bin gespannt, was übrig bleibt, wenn der Mist mal vorbei ist, und ganz ehrlich, so ganz doll sind meine Hoffnungen da nicht.
      Beides hatte ich, den schönen Abend und die gute Nacht, und die gute Nacht wünsche ich dir jetzt auch, schlaf gut und komm gut wieder in den neuen Tag, liebe Grüße
      Monika.

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