Grafschafter Wochenanzeiger – Ewigkeitssonntag, stilles Gedenken

Im Zeichen des Todes

Noch war die Jugend mein, die schöne, ganze,
ein Morgen nur, ein Gestern gab es nicht;
da sah der Tod im hellsten Sonnenglanze,
mein Haar berührend, mir ins Angesicht.

Die Welt erlosch, der Himmel brannte trübe;
ich sprang empor entsetzt und ungestüm.
Doch er verschwand; die Ewigkeit der Liebe
lag vor mir noch und trennte mich von ihm.

Und heute nun – im sonnigen Gemache
zur Rechten und zur Linken schlief mein Kind;
des zarten Atems lauschend, hielt ich Wache,
und an den Fenstern ging der Sommerwind.

Da sanken Nebelschleier dicht und dichter
auf mich herab; kaum schienen noch hervor
der Kinder schlummerselige Gesichter,
und nicht mehr drang ihr Atem an mein Ohr.

Ich wollte rufen; doch die Stimme keuchte,
bis hell die Angst aus meinem Herzen schrie.
Vergebens doch; kein Schrei der Angst erreichte,
kein Laut der Liebe mehr erreichte sie.

In grauer Finsternis stand ich verlassen,
bewegungslos und schauernden Gebeins;
ich fühlte kalt mein schlagend Herz erfassen,
und ein entsetzlich Auge sank in meins.

Ich floh nicht mehr; ich fesselte das Grauen
und faßte mühsam meines Auges Kraft;
dann überkam vorahnend mich Vertrauen
zu dem, der meine Sinne hielt in Haft.

Und als ich fest den Blick zurückgegeben,
lag plötzlich tief zu Füßen mir die Welt;
ich sah mich hoch und frei ob allem Leben
an deiner Hand, furchtbarer Fürst, gestellt.

Den Dampf der Erde sah empor ich streben
und ballen sich zu Mensch- und Tiergestalt;
sah es sich schütteln, tasten, sah es leben
und taumeln dann und schwinden alsobald.

Im fahlen Schein im Abgrund sah ich’s liegen
und sah sich’s regen in der Städte Rauch;
ich sah es wimmeln, hasten, sich bekriegen
und sah mich selbst bei den Gestalten auch.

Und niederschauend von des Todes Warte,
kam mir der Drang, das Leben zu bestehn,
die Lust, dem Feind, der unten meiner harrte,
mit vollem Aug ins Angesicht zu sehn.

Und kühlen Hauches durch die Adern rinnen
fühlt ich die Kraft, entgegen Lust und Schmerz
vom Leben fest mich selber zu gewinnen,
wenn andres nicht, so doch ein ganzes Herz. –

Da fühlt ich mich im Sonnenlicht erwachen;
es dämmerte, verschwebte und zerrann;
in meine Ohren klang der Kinder Lachen,
und frische, blaue Augen sahn mich an.

O schöne Welt! So sei in ernstem Zeichen
begonnen denn der neue Lebenstag!
Es wird die Stirn nicht allzusehr erbleichen,
auf der, o Tod, dein dunkles Auge lag.

Ich fühle tief, du gönnetest nicht allen
dein Angesicht; sie schauen dich ja nur,
wenn sie dir taumelnd in die Arme fallen,
ihr Los erfüllend gleich der Kreatur.

Mich aber laß unirren Augs erblicken,
wie sie, von keiner Ahnung angeweht,
brutalen Sinns ihr nichtig Werk beschicken,
unkundig deiner stillen Majestät.

(Theodor Storm)

Ihr lieben Leser alle unseres Grafschafter Wochenanzeiger, wir haben bei unserer freitäglichen Redaktionssitzung lange überlegt, ob wir auch in diesem Jahr wieder einen Eintrag zum Ewigkeitssonntag machen wollen. Es sind doch eh schon so traurige Zeiten, und der Monat November trägt da nicht gerade zu mehr Freude bei mit seinen Gedenktagen. Wir haben uns dann entschlossen, es doch zu tun! Derzeit läuft es hier wie in meinem derzeitigen Lieblingslied von Reinhard Mey „Manchmal wünscht ich es wär nochmal Viertel vor sieben“ 

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

vor allem ab der Textzeile „Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.“

Da ist ein Eintrag mit besinnlichem Charakter doch ganz passend, gönnen wir der Seele eine Atempause, lassen wir Ruhe und Frieden in uns ein. Und so dachten wir uns, wir suchen diese Ruhe und diesen Frieden an einem friedvollen Ort, in diesen novembrigen Gedenktagen fiel uns dazu der Friedhof ein. 

Ein Friedhof (auch Bestattungsplatz oder Begräbnisplatz, veraltet Gottesacker, KirchhofTotenhof oder Leichenhof) ist ein Ort, an dem Verstorbene, in den meisten Fällen begleitet von einem religiösen oder weltlichen Ritusbestattet werden. Anlagen aus vorchristlicher Zeit werden in der Archäologie meist als Gräberfelder oder Nekropolen bezeichnet, der Begriff Friedhof findet dennoch auch für antike Anlagen Verwendung.

Friedhof leitet sich ursprünglich vom althochdeutschen „frithof“ ab, der Bezeichnung für den eingefriedeten Bereich um eine Kirche. Der Bedeutungswandel zu einem „Hof des Friedens“ vollzog sich mit dem Verblassen der etymologischen Wurzel.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Friedhof

Lassen wir Bilder sprechen:

Friedhofsbilder aus Sommertagen, ein Zeichen, daß das Leben immer wieder grünt und blüht. Daraus entwickelte sich die Symbolik, grünes und blühendes an den Gedenktagen im November auf die Gräber zu legen

Und Kerzen aufzustellen, auch ein Zeichen, sie leuchten in der Dunkelheit und erhellen diese, machen Hoffnung auf das wiederkehrende Licht. 

Engel bewachen und behüten unsere Gräber. 

Friedhöfe in der Malerei:

(Caspar David Friedrich)

(Caspar David Friedrich)

(Fritz von Wille)

(Carl Gustav Carus)

Friedhof im Herbst, mit den wunderbar bunten Farben des Herbstes, mit denen er uns versöhnen möchte mit dem kommenden, farblosen Winter. 

In diesem Jahr denken wir zum Ewigkeitssonntag natürlich besonders an unsere geliebte rasende Reporterin Mimi, unser aller Co-Autor in heaven. 

Der leuchtende Engel von Balkonien, den du so mochtest, Mimi, leuchtet jetzt auch für dich mit den Rosenblüten zu seinen Füßen. Wir haben dich lieb und vergessen dich nicht! 

Laß mich, Engel, nicht allein!
Wenn mich alle Liebe läßt,
Engel, halte du mich fest.

Laß mich, Engel, nicht allein,
führ aus Leib und Sterbehemde
in das ungeheure Fremde,
in den Ursprung mich hinein.
Engel, laß mich nicht allein.

(Werner Bergengruen)

Zum Schluß unseres stillen Eintrags haben wir noch Musik für euch, passend zum Eintrag und zur Stimmung, ich liebe dieses Stück. 

Und wenn er dann Geschichte ist, der heutige Ewigkeitssonntag, ja, dann erwartet uns am Horizont bereits das erste Adventslicht

und führt uns vom Friedhof zurück in die Zeit der Hoffnung und Erwartung, gleich einem Engel, der uns den künftigen noch dunklen Weg wieder erleuchtet. Das wünschen wir euch, das wünschen wir uns allen von ganzem Herzen für die kommende Adventszeit, laßt uns den Mut und die Kraft nicht verlieren in diesen dunklen Zeiten, macht euch gemeinsam mit uns auf den Weg in das wiederkehrende Licht. 

Einen guten, stillen und besinnlichen Ewigkeitssonntag wünscht euch allen euer Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven Otto und Luzia. 

Paßt auf euch auf und bleibt oder werdet alle gesund!  

 

 

 

29 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Ewigkeitssonntag, stilles Gedenken

  1. Meine liebe Monika,

    schön und tröstlich,dass wir uns hier auch zum stillen Gedenken zusammenfinden können,das ist besonders wertvoll,wenn man allein ist.Das ja auch in dieser besonderen Ausnahmezeit eher noch krasser ist.Aber das zeichnet den „Grafschafter“ eben auch aus-zusammen feiern und zusammen innehalten.
    Dieser Sonntag,der letzte im Kirchenjahr, gehört nun mal auch zum Jahreskreis dazu,und das Ende gehört zum Leben.Gut,wenn man dann doch wenigstens die Hoffnung auf ein Dasein im Ewigkeitsland und auf ein Wiedersehen mit allen Lieben haben kann.Das Gegenteil kann uns niemand beweisen.

    Ein passendes und sehr eindringlich besinnliches Gedicht von deinem Lieblingsschriftsteller hast du wieder gefunden dazu-wie immer.
    Ja,wir sind schon auf der „Zielgeraden“ zum Ende dieses tristen Monats,das Lied von Reinhard Mey spiegelt sehr treffend den jetzigen Seelenzustand wider.

    Schön ist es,mal zusammen zum und über den Friedhof zu laufen,hier muss ich diesen Weg immer allein gehen,wie auch heute wieder zu den Eltern und dem Schwager.

    Dankeschön für alles Wissenswerte und interessante wieder zum Thema Friedhof,da macht man sich doch sonst nicht so groß Gedanken drüber.Schön sind alle Fotos,sie strahlen Ruhe und Frieden und Wertschatzung für all die lieben Menschen dort aus.Es gibt doch wirklich hübschen Grabschmuck,auch wenn man lieber noch den Lebenden frische Blumensträuße schenken würde…Englein sieht man bei uns auch viel als Grabbegleiter. Das Bild mit dem Spruch von der Morgenröte gefällt mir sehr!
    Da ich ein besonderes Faible für alte Gemälde habe,freu ich mich püber deinen gezeigten.
    Das rot leuchtende Bäumchen ist ein tröstender Farbtupfer,es wird wohl das Ahornbäumchen sein?

    Dein Herbstschmuck zu Hause sieht sehr anheimelnd aus und klar denkt ihr heute besonders ans Mimilein mit den Rosenblüten an ihrem Englein.Ich vergesse sie auch nicht und schick euch einen besonderen Trostknuddler!
    Das Gebet mit dem Englein ist noch sehr berührend,genauso wie das Muskstück für die innere Einkehr.Versteh dich,dass du es sehr magst,ich auch.

    Ja,ab morgen-trotz alledem-kommt dann doch bissel Freude auf die Adventszeit und der „DENNOCH-Glaube“ auf bessere Zeiten!
    Was du schriebst,wünsche ich euch auch alles von Herzen! Aber erstmal einen guten und besinnlichen Ewigkeitssonntag.
    Herzlichen Dank fürr alles und bleibt ihr auch gesund,kaum war das so wertvoll wie jetzt!

    Liebste Grüße an dich,das Redaktionsteam und an Mimilein nach oben von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      es freut mich, wenn du den Eintrag als wohltuend empfindest.
      Ich habe lange nach einem Gedicht gesucht, und dieses sprach mich dann am meisten an, es paßte eben auch so gut in diese Zeit.
      Ja, das ist das Ahornbäumchen, ich habe es in diesem Jahr gar nicht leuchten gesehen. Und ich fand eben auch gerade die Bilder vom Sommer auf dem Friedhof so besonders schön und tröstend.
      Mimi ist heute natürlich besonders wieder in allen Gedanken, und ich hatte mich so gefreut, daß ich zu dem schönen Gedicht vom Engel dieses hübsche Bild gefunden habe. Die alten Gemälde hatten wir schon einmal in einem früheren Eintrag zum Ewigkeitssonntag, sie paßten eben auch wieder so schön zum heurigen.
      Nun schaun wir mal, was uns die Adventszeit bringt, danke für deine lieben Wünsche, paß auf dich auf und bleib gesund, hab noch einen schönen Abend vom heutigen Sonntag und liebste Grüße
      Monika und das gesamte Redaktionsteam.

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  2. Liebe Redaktionsmitglieder des Grafschafter, mit dem Thema eures heutiger Beitrag, kann ich nicht wirklich gut umgehen . Das Thema Tod, das grad in der jetzigen Zeit sehr nah bei uns ist versuche ich häufig zu verdrängen. Zumal wir im erweiterten Familienkreis zZt. einen Fall diese heimtückischen Virus haben. Er sich Anfangs als einen harmloser Verlauf zeigte, nimmt nun doch jetzt dramatische Formen an.
    Der Friedhof ist für mich ein Ort den ich gerne besuche , weil er ein Rückzugsort der Ruhe ist. Wie soll es anders für ein Vogelknipser sein, nie ohne Kamera. Der Friedhof ist nicht nur für den Mensch ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit, auch Tiere haben diesen Ort des Friedens für sich erkannt. So gelingt es mir immer wieder, dort sehr schöne Fotos zu machen. Jetzt mag der ein oder ander Leser denken, wie kann man dort fotografieren wenn ander Menschen trauern. Ich kann diese Zweifel natürlich sofort widerlegen , ich würde dort nie bei Publikumsverkehr fotografieren.
    Habt einen schönen Sonntag liebe Redaktion, wenn ich auch heute nicht so viel zu eurem Thema zu schreiben habe .
    Liebe Grüße
    Werner

    Gefällt 7 Personen

    • Lieber Werner,
      ich glaube, mit dem Thema kann wohl keiner so richtig gut umgehen, und gerade derzeit sicher besonders nicht, den Versuch, es zu verdrängen kenne ich auch nur zu gut. Und sehr verständlich, daß es dir bei der schlimmen Entwicklung in deinem Familienkreis nun noch schwerer fällt. Ich hoffe so sehr, daß sich die Dinge da wieder zum guten wenden und drücke ganz fest die Daumen für das erhören von Gebeten.
      Ich besuche auch gerne Friedhöfe, es sind schöne Orte von Ruhe und Besinnung, und da hast du so recht, auch die Tiere fühlen sich dort oft wohl und ungestört. Kann ich mir sehr gut vorstellen, daß du dort schon schöne Bilder gemacht hast, ich ja auch, und natürlich macht man das mit der nötigen Rücksicht und fotografiert nicht bei Publikumsverkehr.
      Danke für deine lieben Wünsche, es war ein sehr ruhiger Sonntag, ich wünsche dir und deinen Lieben noch einen guten Abend von selbigem mit allen lieben Wünschen für euch alle, liebe Grüße
      Monika.

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  3. Komme gerade aus der Kirche und zum Friedhof war ich auch schon. In der Kirche mit Maske und singen gar nicht, dafür sang eine schöne Frauenstimme.
    Der Tag ist so typisch für Totensonntag. Grau und nieselig. Meine jüngste Schwester hat heute Geburtstag, aber gefeiert wird nicht.
    Übrigens gehe ich gerne auf unseren Friedhof, wenn im Frühling die Zierkirschbäume blühen. Wunderschön ist es dann dort.
    Hab einen schönen Sonntag liebe Monika und komm gut in die neue Woche.
    LG Mathilda ♥ ♥ ♥

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    • Liebe Mathilda,
      wird dir sicher gut getan haben, der Besuch der Kirche und auch der des Friedhofs, auch wenn das derzeit in der Kirche gerade alles sehr ungewohnt ist mit Maske und ohne singen. Wie schön, daß es wenigstens eine schöne Frauenstimme bei der kirchlichen Feier gab.
      Hier war der Tag auch sehr typisch für den Ewigkeitssonntag, grau, naß, kalt, trüb.
      Trotz des trüben Tages einen herzlichen Glückwunsch an deine jüngste Schwester unbekannterweise zu ihrem heutigen Geburtstag, möge das neue Lebensjahr um vieles schöner werden als der heutige Geburtstag ohne Feier.
      Ich finde Friedhöfe zu jeder Jahreszeit schön, den Frühling bei dir mit den blühenden Zierkirschenbäumen stell ich mir herrlich vor. Ich erinnere mich an einen Wintertag vor etlichen Jahren, da war mein Sohn schon erwachsen, aber noch zu Hause, und es hatte am Abend heftig geschneit, da haben wir noch einen Spaziergang runter zum Friedhof gemacht, und aus dem Schnee auf den Gräbern leuchteten die roten Grablichter, das war ein wunderschöner Anblick.
      Dankeschön, der Sonntag war sehr ruhig, ich wünsche dir noch einen schönen Abend und auch einen guten Start in die neue Woche wieder, liebe Grüße
      Monika. ❤❤❤

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  4. Totensonntag oder Ewigkeitssonntag. Eingeführt in Deutschland als Erinnerungstag für liebe Verstorbene vor ca 200 Jahren von Königin Luises Gatten.
    Sie wurde heißgeliebt und verstarb viel zu früh. 33 Jahre wurde sie alt, genau wie meine Mama.
    Das Wetter ist schön und ich werde nachher über unseren schönsten Friedhof spazieren.
    Zum Schaalsee kann ich ja auch nicht und dort liegen meine Liebsten begraben.
    Du hast einen wunderschönen Beitrag zum heutigen Tag geschrieben, liebes großes Em und auch ich denke an das kleine Em.
    Unvergessen solange wir leben.
    Danke auch für die wunderschönen Bilder.
    Einen kuscheligen Abend wünschen dir die Bees 🐾🐾👣

    Gefällt 4 Personen

    • Oh, lieben Dank, liebe Brigitte, für den Hinweis, das war mir wirklich nicht bekannt, zu welchem Anlaß dieser Tag dazumalen eingeführt worden ist, wie berührend, daß sie im gleichen Alter wie deine liebe Mama starb. Viel zu früh und zu jung!
      Das ist schön, daß ihr gutes Wetter hattet und du noch über den Friedhof laufen wirst, ich denke, es war sicher ein guter Spaziergang an diesem Tag, hier war das Wetter völlig typisch für solch einen Gedenktag, grau, naß und kalt.
      Es ist so schade, daß du derzeit wieder nicht zum Schaalsee gekommen bist, wo deine Liebsten begraben sind, ich erinnere mich an einen Eintrag von dir, wo du dort warst und deiner Mama ihre Lieblingsblumen aufs Grab gelegt hast, tränende Herzen.
      Ich freu mich, daß er dir gefällt, der Beitrag zum heutigen Tag, ich war erst unsicher wegen der Zeiten, aber auch gerade im Gedächtnis an das kleine Em hab ich ihn dann doch noch gemacht. Und das große Em freut sich jetzt wieder sehr über die liebe, vertraute Anrede und darüber, daß auch ihr unser kleines Em niemals vergessen werdet.
      Wir werden es uns nun kuschelig machen an diesem besonders trüben Tag, den man jetzt wegen der Dunkelheit zum Glück nicht mehr sieht, ich wünsche euch auch einen schönen, kuscheligen Abend, macht es euch gemütlich und kommt gut wieder in die neue Woche, ganz liebe Grüße vom großen Em. ❤❤❤

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      • Du hast ein phänomenales Gedächtnis, liebe Monika. Ich muss mal schauen, ob ich die Aufnahme noch habe, aber ich glaube schon.
        War wunderschön auf dem Friedhof. Ich bin auf den Seitenwegen geblieben und hab die Ruhe genossen. Es waren doch sehr viele Menschen dort und irgendwie freut mich das.
        Viele liebe Grüße

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        • Dankeschön, ich hoffe, das bleibt so, ich denke da immer so an den Spruch aus „Der Verwünschte“ von Charles Dickens: „Herr, erhalte mein Gedächtnis frisch!“
          Denke ich auch, daß du die Aufnahme noch hast, ich mag tränende Herzen ja auch so gern.
          Oh, das freut mich, daß es so schön war auf dem Friedhof, auf den Seitenwegen kann man doch gut die Ruhe genießen, ich hatte es mir bei dem schönen Wetter bei euch schon gedacht, daß es voll war, aber mich freut es auch, es ist den Menschen doch ein Bedürfnis vielleicht sogar gerade jetzt noch mehr und man kann doch vorsichtig sein.
          Liebe Grüße zurück,
          Monika.

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    • Ich auch, lieber Rolf, und das hast du gut beschrieben, was du, was man dort findet: Ruhe, Frieden und Geborgenheit!
      Bleib du bitte auch gesund, paß auf dich auf, ich wünsche noch einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche wieder, liebe Grüße
      Monika.
      P.S.: Betreff Wälder: Mein Vater liebte sie sehr und ich hab ihm einen entsprechenden Spruch auf das von mir selbst gemachte Grabschild geschrieben: „Glaube mir, denn ich habe es erfahren, du wirst mehr in den Wäldern finden als in den Büchern; Bäume und Steine werden dich lehren, was du von keinem Lehrmeister hörst.“ (Bernhard von Clairvaux)

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    • Lieber Klaus, das freut mich sehr! Ich hoffe, du hattest auch einen schönen ruhigen Sonntag, alle lieben Wünsche schicke ich dir und wünsche einen schönen Sonntagabend noch, komm gut wieder in die neue Woche, paß auf dich auf und liebe Grüße
      Monika.

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  5. Friedhoefe…. Alle meine Graeber sind in Muenchen und nun vergeht schon ein 2. Jahr, ohne dass ich sie besuchen kann. Mir gibt so ein Gang zum Grab viel ab – und ein anschliessender Spaziergang ueber den Friedhof bringt Ruhe.

    Am Muenchner Westfriedhof gibt es einen Steinkreis, der dir bestimmt gefallen wuerde. Da hat sich eine Kuenstlerin mit dem Tod beschaeftigt und Zitate in diesen Kreis eingemeisselt – es ist sehr beeindruckend, diese Aussagen zu lesen. Ich habe dir mal einen Link dazu eingestellt. Und wenn du magst, dann kannst du ja im Internet ein bisschen suchen..

    https://www.wochenanzeiger.de/article/72482.html

    Viele Gruesse
    Christa

    PS und auf einem der Fotos meine ich, den „kleinen Bruder“ zu erkennen!?

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      • Ich glaub, Christa, das ist wohl nur in der Vorschau so, denn hier sind die Absätze drin oder seh ich das falsch? Jedenfalls sieht es hier nicht so aus, als würdest du alles in einer Zeile schreiben! Irgendeine Besonderheit wohl von WordPress, daß man das in der Vorschau nicht sieht.
        Nochmals liebe Grüße
        Monika.

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    • Ach, ja, liebe Christa, in diesem Jahr ist alles so anders, und du bist nun schon das zweite Jahr nicht zu deinen Gräbern in München gekommen, das tut mir so leid.
      Ich war in diesem Jahr auch nicht auf dem Friedhof, das Wetter ist unterirdisch, sonst hab ich es auch so gerne gemacht und es ging mir wie dir. Trösten wir uns beide mit den Archivbildern hier.
      Danke für den Hinweis, Christa, da hab ich vorhin mal nach gesucht und du hast so recht, der gefällt mir so gut, der Steinkreis, eine wunderbare Idee, und die Gestaltung spricht sehr an, ein Kreis ist ohnehin eine gute Symbolik, mir gefällt auch, daß er innen hell und außen dunkel gehalten ist, einige der Aussagen waren gut zu lesen und haben mich auch sehr berührt, Lieben Dank für den Link!!!
      Da hast du richtig geguckt, auf einem der Fotos ist der „kleine Bruder“, das ist sein Standort, er steht an einer alten Grabstätte, die vom Weg aus sehr gut einsehbar ist, da leuchtet er richtig herrlich mit seinen wunderbaren Herbstfarben auf die Wege hinaus.
      Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die neue Woche wieder, liebe Grüße nach Kanada
      Monika.

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  6. Ein schöner ruhiger Eintrag zum heutigen Gedenktag, liebes Team vom „Grafschafter“. Ihr habt wieder die richtigen Worte, die richtigen Bilder und sogar ein entsprechendes Gedicht zum heutigen Tag gefunden. Und natürlich gehört auch ein lieber Gedanke an Mimi zu diesem Beitrag.
    Wir sind ein bisschen traurig, dass wir in diesem Jahr nicht zu einer Gedenkfahrt zur letzten Ruhestätte meiner Eltern in der Ostsee fahren konnten. Aber ein Weg an die Ostsee gibt uns auch immer ein wenig Trost, denn irgendwie sind unsere Eltern ja ein Stück der See geworden.
    Einen lieben Gruß von der Silberdistel und ihren drei Tigern, die liebe Schnurrgrüße auch an Mimi dort oben auf ihrer Wolke senden

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    • Dankeschön, liebe Silberdistel, ich bin froh, daß dir der Eintrag gefällt. Ich war ein wenig zweifelnd, ob ich ihn machen sollte in diesen Zeiten, aber dann dachte ich an Mimi und auch an euch alle, denen es in diesem Jahr verwehrt ist zu den Ruhestätten ihrer Lieben zu kommen, so wie euch nun eben auch, da die Gedenkfahrt auf der Ostsee nicht stattfinden kann, kann ich euch so nachfühlen, daß ihr traurig darüber seid. Gerade in diesem Jahr, in dem ein Verlust noch so frisch ist.
      Das Gedicht fand ich so passend, so lange her, daß es geschrieben wurde und ich finde es nun für die Zeit jetzt gerade so berührend.
      Danke für die lieben Schnurrgrüße eurer drei Tiger an meine Mimi auf ihrer Wolke ☁⭐🐈🌈 ich hab viel an sie gedacht heute. Ich schick liebe Streichler für dein Pelztrio mit!
      Und liebe Grüße an euch alle, ich wünsche noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die neue Woche wieder, in der wir uns schon aufs adventliche Leuchten freuen dürfen, liebe Grüße
      Monika und das gesamte Redaktiongsteam.

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    • Dankeschön, lieber Klaus, für deine herzlichen Grüße, ja, hier ist alles soweit gut, das hoffe ich natürlich von dir auch!!!
      Alles Liebe und Gute für dich, paß auf dich auf und bleib gesund, liebe und herzliche Grüße zurück zu dir an die Müritz,
      Monika.

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  7. Mir fallen dazu zwei Dinge ein: Dass es überhaupt ein Luxus ist, im Grab begraben zu werden, denn nicht jeder kann sich das leisten. Doch irgendwie ist das ja auch Geldschneiderei und Heuchlerei, denn irgendwann ist das Grab ja weg und dann ist den Leuten egal, was mit dem Inhalt passiert… und dann fällt mir zu dem Thema ein, dass man ja nicht der Körper ist, sondern lediglich einen Körper hat. Man selbst, die Seele oder dsie Persönlichkeit, liegt dort ja glücklicherweise nicht begraben.

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