Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

Augen in der Großstadt

Wenn du zur Arbeit gehst
am frühen Morgen,
wenn du am Bahnhof stehst
mit deinen Sorgen:
da zeigt die Stadt
dir asphaltglatt
im Menschentrichter
Millionen Gesichter:
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider –
Was war das? vielleicht dein Lebensglück . . .
vorbei, verweht, nie wieder.

Du gehst dein Leben lang
auf tausend Straßen;
du siehst auf deinem Gang,
die dich vergaßen.
Ein Auge winkt,
die Seele klingt;
du hasts gefunden,
nur für Sekunden . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider;
Was war das? kein Mensch dreht die Zeit zurück …
Vorbei, verweht, nie wieder.

Du mußt auf deinem Gang
durch Städte wandern;
siehst einen Pulsschlag lang
den fremden Andern.
Es kann ein Feind sein,
es kann ein Freund sein,
es kann im Kampfe dein
Genosse sein.
Es sieht hinüber
und zieht vorüber . . .
Zwei fremde Augen, ein kurzer Blick,
die Braue, Pupillen, die Lider.
Was war das?
Von der großen Menschheit ein Stück!
Vorbei, verweht, nie wieder.

(Kurt Tucholsky, 1890 – 1935 )

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen Feiertag! 

30 Jahre Wiedervereinigung!

Und da fiel doch der Frau Chefredakteurin ein, daß da noch was in den Archiven unserer Zeitung steckt, das sich herrlich zu diesem Tage eignen würde, eine kurze Beratung bei der freitäglichen Redaktionsbesprechung mit meinem Team und die Sache war gebongt: Es folgt ein Reisebericht von der Frau Chefredakteurin herself, wie unschwer an der Girlande unseres Eintrags zu erkennen ist, aus dem Osten unseres nunmehr seit 30 Jahren wiedervereinigten Landes, nämlich aus Frankfurt/Oder und Umgebung, bereist anno domini im Juli 1993!

Von dieser Reise gibt es nämlich ein Foto-Album

dann schlagen wir es mal auf:

Bemerkungen alle von der Frau Chefredakteurin, die das Album auch gestaltet hat, lach! 

1993, das war nicht lange nach der Wiedervereinigung, Björns Papa ist derzeit nach der Wende in den Osten „abkommandiert“ worden, um in seinem Berufsfeld „drüben“ Einarbeitungen zu geben, war ganz begeistert von Land und Leuten und so haben wir 1993 diese Urlaubsfahrt angetreten. Unser Hotel: 

und das Frühstückszimmer

Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt, Björn war ja dazumalen auch erst 12 Jahre alt, und hatte zu seiner größten Freude ein eigenes Zimmer zwei Zimmer vor unserem. Mit eigenem Fernseher und Kühlschrank. Toll! 

Frankfurt/Oder

gleich am ersten Tag war Stadterkundung angesagt

alles vorhanden an Reiseführer, was man dazu braucht. Ich war jedenfalls vom historischen Frankfurt/Oder restlos begeistert, zumal im Juli hunderte!!! von Schwalben um Rathaus und Kirche flogen, so kannte ich das aus unseren Städten nicht. 

Von Frankfurt aus haben wir viele Ausflüge unternommen, einer davon ging an den Helene-See,

der Prospekt, auch die Bilder von dort sind aus dem Prospekt, auch da haben wir wahrscheinlich mal wieder mehr gefilmt als fotografiert. 

Aber gerade vom Helene-See haben wir auch noch ein paar eigene Bilder, ich glaub, die hat Björn dazumalen sogar noch mit meiner kleinen und einfachen Agfa-Klick gemacht:

Mutter und Sohn am abendlich glänzenden und glitzernden See. 

Mama alleine! 

Still ruht der See!

Das ist ein herrliches Fleckchen Erde, überhaupt die ganze Umgebung dort, ich hatte in meinen Reisenotizen im Foto-Album vermerkt, daß mich die ganze Landschaft nicht nur an die Bücher von Fontane, und da natürlich logischerweise die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, erinnerte, sondern auch an Th. Storm, denn die Landschaft hat etwas nordisch-herbes, und auch die Erzählungen meines alten Lieblingslehrers aus Ostpreußen bekamen hier landschaftliche Kontur. 

Das nächste Blatt im Fotoalbum zeigt das hier

die hübschen Marktstände sind dazumalen von Björn gemalt worden, die eingeklebte Papierspitze zwischen dem Text hat ihre Bewandtnis, zu der wir noch kommen. Wir waren natürlich auch bei unseren polnischen Nachbarn zu Besuch, über die Oderbrücke in Frankfurt ist das ein Katzensprung, und ich glaub, ich muß hier bei euch allen nicht erwähnen, daß die Bezeichnung „Polenmärkte“ nichts abwertendes beinhalten, ganz im Gegenteil. Die Spitze symbolisiert nämlich zum Beispiel die wundervollen Spitzenhandarbeiten, die dort erworben werden konnten. Und auf dem Markt in Guben gab es herrliches Gemüse, ich konnte mich da immer gar nicht los reißen. Auf beiden Märkten war alles vertreten, was das Herz begehrte, Kleidung, Porzellan, Keramik, Glas, die erwähnten Spitzenerzeugnisse, und lecker Essen gab es dort auch, zum Beispiel ganz erstklassige Schaschlikspieße! 

Nächster Ausflugspunkt:

Jaaaa, lach, ihr lieben Leser, ich mal wieder, das muß doch immer sein bei mir, bissel Veräppelei, natürlich hatten wir im Juli nicht ein solches Wetter im Spreewald, hihihihi! Aber sieht doch einfach bezaubernd aus, oder? Deshalb hab ich es ja auch mitgebracht und eingeklebt. 

„Stoßkahnfahren“ auf den Spreewaldkanälen, da kommt man sich vor wie in Venedig, allerdings singt der spreewäldlerische Gondolierie nicht so schön wie sein Kollege in Venedig, lach! 

Dieses Haus ist eine Art „Jugendherberge“, da war Björn damals ganz begeistert bei dem Gedanken, dort mal mit seiner Schulklasse Klassenfahrt hin zu machen und dann morgens mit dem Kahn zum Brötchen holen staken, hihihihi! 

Wir fanden es wundervoll dort, das ist noch oder war zumindest damals noch fast unberührte Natur, und auch ein bissel mystisch und geheimnisvoll, im Spreewald gibt es viele Sagen, und als ich dort dann auch noch meine geliebten Schwälbchen

mal einfach so in den Büschen entdeckt habe,

hatte der Spreewald mein Herz gestohlen! 

Wir waren dann auch noch im Spreewald-Museum Lübbenau-Lehde

ich liebe solche Freiluftmuseen, zum Glück sah das meine Familie immer genauso, also hatten wir alle Spaß beim gucken. 

Wie man sieht! Das Häuschen hätten wir am liebsten gekauft, so hab ich es damals im Fotoalbum untertitelt. 

Außer Schwalben und, wie hier zu sehen, Schafe, hat mich noch was so begeistert, was es bei uns nicht so oft zu sehen gab, nämlich das:

Störche! Sie hatten überall ihre Nester in den Dörfern um Frankfurt/Oder, das war eine Freude, denn so live und in freier Wildbahn hatten wir sie noch nicht gesehen. 

Tolles Nest, oder?

 

Hier gehört eine lustige kleine Anekdote hin, Björn hatte mit seiner Oma zuhause telefoniert, hatte ihr von den vielen Störchen erzählt und sie hat ihm dann gesagt, da solle er mal gut aufpassen, daß der Storch die Mama nicht ins Bein beißt! Da Björn zu der Generation Kinder gehörte, die nicht mit der Storchenmär vom Kinder kriegen groß geworden ist, war er nach dem Gespräch sehr ratlos und meinte, da sei die Oma doch wohl bissel überbesorgt, wie solle der Storch denn wohl die Mama beißen! Wir haben herzlich gelacht und unseren Sohn erst einmal „aufgeklärt“! 

Nächste Station:

Das Schiffshebewerk in Niederfinow

Ein technisches Meisterwerk! Das ist die Ansicht der unteren Wanne.

Von dort unten

nach hier oben wird das Schiff angehoben. Wir konnten einem Schleusenvorgang beiwohnen. 

Und in den Gestängen der Schleuse nisteten die Schwalben! 

Aussicht auf die Landschaft

Und nun kommen wir zum Höhepunkt unserer Reise

Wir fuhren nach Berlin!

Im Fotoalbum/Reisetagebuch hab ich dazu folgendes notiert:

Die Fahrt nach Berlin begann wie es sich gehört mit einem Stau. Aber wir schafften es und fanden etwas außerhalb auch sofort einen Parkplatz. Beunruhigende Frage: Brauchten wir einen Parkschein? Zum Glück lief uns ein echter Berliner Polizist über den Weg, er hätte mit seiner Figur und mit seinem Aussehen am besten noch eine Pickelhaube tragen müssen! Unsere Frage wurde freundlichst beantwortet: „Ick jloobe nich, det da eener kontrolliert!“ Ein schöner Anfang!

Fernsehturm am Alexanderplatz, der „Alex“! Stolze Höhe: 365 m, wir waren oben. 

Ganz Berlin liegt uns zu Füßen! 

Ich zitiere weiter aus unserem Fotoalbum:

Vom Alex aus gingen wir über die berühmte Straße „Unter den Linden“ auf das Brandenburger Tor zu, es war ein so bewegender Augenblick, vom Osten Berlin aus auf das Brandenburger Tor zuzugehen, ohne Mauer und Stacheldraht, einfach durch, wunderbar! 

Und genau dieser herrliche Augenblick war es, an den ich mich erinnert habe und weshalb ich euch heute zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung diesen Eintrag machen wollte. 

Mit dem Taxi sind wir dann zum Kudamm gefahren, da wollten wir doch auch unbedingt hin, der Taxifahrer war ein echter Berliner, stolz auf seine Stadt, während der Fahrt hat er uns alles, was er wußte, über „sein“ Berlin erzählt. Und wo ließ er uns aussteigen? Na, klar, „Kudamm Ecke Tauentzien“, wie es in dem berühmten Lied von Hannes Wader heißt: „Hallo Taxi, schnell zum Kudamm, Ecke Tauentzien….“ (Kokain, Hannes Wader). 

Wir waren dann noch an der Gedächtniskirche, und in der neuen Kirche dort, deren Fenster ganz in blau gehalten sind, ein wunderbarer, ganz stiller Moment nach all dem Trubel draußen, das blaue Licht der Fenster, Orgelmusik, für einen Augenblick Besinnung und Dankbarkeit, hier sein zu dürfen, ermöglicht eben auch durch die Wiedervereinigung. 

Wir haben übrigens keinen Koffer in Berlin, aber dafür von anno dunnemals von unserer Reise noch ein Gutscheinheft von einem Restaurant in Berlin, 

ob sie den wohl auch über den Dezember 1993 hinaus noch einlösen würden, lach?! Beachtet mal die Preise: D-Mark! 

Und weiter geht es: Potsdam, Sanssouci!

Im Juli, in der üppigsten Vegetation, war es herrlich in Sanssouci! Erwähnt werden muß hier noch das Schloß Charlottenhof, als Kronprinzenschloß Friedrich Wilhelm IV. errichtet, was Björn zu der Bemerkung veranlaßte, daß er als Sohn eines Königs gleich ein eigenes Schloß statt eines Kinderzimmers hätte, vorwurfsvoller Seitenblick auf seinen Vater, lach! 

Wir waren in diesen Tagen auch immer herrlich speisen, das gehört ja auch zu einem Urlaub, am liebsten taten wir das hier

eine Dorfgaststätte am Rande von Frankfurt/Oder, wo wir zum ersten Mal Soljanka gegessen haben, so lecker, und ich durfte mir sogar das Rezept mit nach Hause nehmen, ich koch es heute noch oft, jetzt in der Herbstzeit ist wieder die genau richtige Zeit für dieses deftige Essen. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Soljanka

Ganz besonders war aber das Essen an einem anderen Tag, nämlich diesem

Wir haben nämlich in unserem Urlaub in Frankfurt/Oder unseren 20. Hochzeitstag gefeiert, Björns Papa und ich, das war ein herrlicher Abend im Ratskeller von Frankfurt/Oder. Und Schampus im Hotel! 

Mein Fotoalbum/Reisetagebuch endet mit diesem Bild

Sonnenblumenfelder, die haben wir überall gesehen. 

Erwähnenswert wäre nun noch, daß wir im Oktober des gleichen Jahres nochmal mit dem Wohnmobil am Helene-See auf dem Campingplatz waren, der Oktober war golden und auch das waren herrliche Tage! 

Damit endet nun unser Beitrag vom Grafschafter Wochenanzeiger zum heutigen 30. Jahrestag der Wiedervereinigung. Ich hoffe, es hat euch allen gefallen, und darf in eigener Sache noch vermerken: Nun hat er mich auch erwischt, der neue Editor, bei diesem doch wieder etwas umfänglichen Eintrag hab ich mich aber für die Classic-Variante entschieden, mal gucken, wie ich mich später peu à peu in den neuen einarbeite. 

Da am Sonntag auch Erntedankfest ist, schließe ich unseren Eintrag mit schönen Herbstbildern

 

Wir wünschen euch allen ein wunderschönes Wochenende, einen guten Feiertag, paßt alle gut auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger 

mit Mimi in heaven, und Otto und Luzia. 

Habts fein!  

59 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – 30 Jahre Wiedervereinigung: Ein Reisebericht

    • Freut mich, daß der Eintrag gefällt! Kann ich sehr gut verstehen, daß dir die Bilder mit meinem Sohn am besten gefallen haben, das ist doch was feines, nicht wahr, das kennst du ja auch, Erinnerungsfotos mit Kind! Und diese hier waren auch ein bissel was besonderes, weil Sohnemann da so gerade an der Schwelle zur beginnenden Pubertät war, da war es nochmal extra schön, daß dieser Urlaub noch so ein wenig „kindlich“ abgelaufen ist.
      Ich wünsche dir auch ein ganz wunderschönes Wochenende, alles Liebe auch für dich und ganz liebe Grüße
      Monika.

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  1. Dankeschön für den schönen Bericht Monika,

    mit so spannenden und persönlichen Einblicken in eure Reise passend zum heutigen 30 jährigen Jubiläum. Ich lese alles später noch mal in Ruhe. Jetzt gibt es erst einmal Frühstück :)

    Allen einen schönen Tag der Deutschen Einheit. Es ist gut, dass diese gewaltsame Trennung wieder heilen kann. Freiheit, Gesundheit und Zusammenhalt sind doch unsere höchsten Güter…

    Liebe Grüsse, Miau, Steve und Jutta

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    • Büddeschön, sehr gerne geschehen! Es freut mich sehr, daß er dir gefällt.
      Das paßte wirklich so schön mit unserer Reise damals, erst drei Jahre nach der Wiedervereinigung, zum heutigen Jubiläum, mach das, alles nochmal in Ruhe lesen, es ist ja auch mal wieder viel, lach, wenig kann ich selten!
      Wünsche ich euch auch, einen schönen restlichen Tag der Deutschen Einheit, ich kann mich noch so gut an vor dreißig Jahren erinnern und die jubelnde Freude, und du hast so recht, Freiheit, Gesundheit und Zusammenhalt sind ganz hohe Güter, und die gilt es gerade in diesen Zeiten wieder so zu bewahren, das schaffen wir nur gemeinsam! Ich weiß nicht mehr, wo ich das mal gesehen habe, aber ich fand es beeindruckend: Ein einziges Stück Holz brichst du locker durch, ein ganzes Bündel davon ist unmöglich zusammen.
      Macht euch noch einen schönen Abend, lieben Dank für Steves Miau, wir schicken liebe Brumm- und -grüße zurück,
      Monika und die Bärengang.

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  2. Meine liebe Monika,

    heute darf ich also eine Festzeitung in den Händen halten,sie ist dem „freudigen Ereignis“ sehr angemessen! Ich als ehemaliger „Ossi“ bin und war doch mit besonders betroffen.Mit deinem feinen Reisebericht können wir nun zusammen feiern.
    Ohne dieses Ereignis vor 30 Jahren wäre das hier alles für mich unmöglich,ich hätte dich und alle anderen hier nie kennengelernt,und unseren „Urheber“ Knuti ja auch nicht.Alles unvorstellbar jetzt….

    Ich hab jetzt alles gern mit dir miterlebt,euere schöne Reise in dem feinen Fotoalbum! Frankfurt/Oder kenne ich nicht mal.Aber ich freu mich,dass Björns Papa Land und Leute prima fand,wir sind doch auch ganz nette Kerlchen ;),hatten nur das Pech der nicht so günstigen Besatzungsmacht.
    Ein wirklich tolles Hotel war das in einer sehenswerten Stadt in wunderschöner Umgebung! Herrlich war es dort am See.Ja,landschaftlich schön isses hier auch im Osten,er bietet alles vom nordischen Flachland bis zu den Bergen.Nur sonst bot er vor der Wiedervereinigung nicht allzuviel…
    Polenmärkte kenne ich auch und war auch begeistert davon,schon so bissel „Westen“ für uns.
    Im Spreewald war meine Mama mal und kam auch schwärmend nach Hause.
    Mir gefallen jetzt auch sehr die Häuschen,die Schäflein natürlich und die Störche. Hoffentlich habt ihr dann euere Oma aufgeklärt?! :)
    Fein,dass ihr den Schleusenvorgang erlebt habt,die Freude steht dir noch ins Gesicht geschrieben.
    Natürlich war dann Berlin der Höhepunkt euerer Reise..Da ahnte noch niemand,was sich im neuen Jahrtausend für ein Märchen im Zoo ereignen würde.Sonst hättet ihr dort drauf gewartet,ja? ;) Und wir hätten uns schon mal alle dort getroffen… :)
    Schön,dass ihr auch mit auf dem Fernsehturm wart und beim Gang durchs Brandenburger Tor,einfach so,kriegt man schon Gänsehaut.Ich bin auch nach dem Zoobesuch feierlich mit Larsi durchgeschritten.
    Ja,der KuDamm und die Gedächtniskirche,all das ist mir auch so lieb geworden.
    Das Gutscheinheft für das Restaurant würde vielleicht heute in Memoriam eingelöst werden dürfen. :)
    Schön,Schloss Sanssouci,meine Eltern konnten auch mal da sein und waren begeistert!
    Soljanka gabs in der DDR zur Genüge,die mochten wir auch gern.
    Fein,dass ihr eueren 20.Hochzeitstag dort noch feiern konntet! Das ist ein wunderschönes letztes Bild mit den Sonnenblumen,der endgültige Abschied wohl nun vom Sommer.
    Aber nicht so schön,dass dich der komische neue Editor nun gerade jetzt ereilt hat,aber du fitzt dich schon rein,zusammen mit deinem PC-Sachverständigem.

    Nur noch kurz zu meinem eigenen Erleben zum heutigen Tag.In Plauen fand ja die allererste Demo gegens Regime statt,noch 2 Tage vor Leipzig.Was an diesem Tag hier los war,an denen zuvor und denen danach bis dann endlich zum 3.Oktober,kann man eh nicht gut und kurz beschreiben und man hatte auch viel Angst,ist aber auch mehrfach nachzulesen,In der Nacht vom 2. zum 3. dann stand ich mit meiner Mama auf dem Balkon mit Knallerbsen,und man konnte es nicht fassen.. Am 3. waren dann gefühlt alle Plauener in der Innenstadt zu einem Volksfest und man sah nur fröhliche Gesichter…

    Ganz sehr fein sind auch noch deine Herbstbilder alle,liebe Monika,und ich wünsche dir und deinem fleißigen Team auch von Herzen ein gesegnetes Erntedankfest,auch für alle Leser hier! Aber natürlich auch einen schönen Einheitstag und ein gemütliches Herbstwochenende! Man wird heute gar nicht fertig mit guten Wünschen. ;) Und natürlich,dass wir alle gesund bleiben!!!

    Mir hat alles sehr gut gefallen,hast mir viel Freude gemacht,ein herzliches Dankeschön! Ein so schöner kurzweiliger Reisebericht mit vielen tollen Fotos! Man könnte noch viel mehr schreiben,aber das war halt so das „Konzentrat“.Angucken tuichs mir eh noch oft.

    Liebste Grüße von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      ja, natürlich, zu so einem hohen Feiertag gehört doch auch die Festschrift des Grafschafter Wochenanzeiger, freut uns sehr, daß sie dir gefällt. Denn du warst ja nun wirklich hautnah am Geschehen damals dran, da hast du ganz sicher besondere Erinnerungen an diesen Tag.
      Das ist genau der Punkt, der mich heute noch zum strahlen bringt, die Tatsache, daß wir uns alle eigentlich nur durch die Wiedervereinigung hier so zusammen gefunden haben und eben auch unsere Erlebnisse mit Knuti teilen können.
      Ja, guck, und du kennst nicht mal Frankfurt/Oder, hihihi, da habe ich dir was voraus! Björns Papa war damals wirklich sehr angetan von Land und Leuten, er brauchte aber auch im Gegensatz zu dem Bericht von Werner nicht bei einer Demontage helfen, wir sind beide heute noch der Meinung, daß damals vieles falsch gelaufen ist. Es hätte uns im „Westen“ nicht geschadet, wenn wir wirklich geteilt hätten, soll heißen, nicht alles bedenkenlos in die Tonne kloppen, was „von drüben“ kam, und vielleicht auch mal gucken, was wertschätzbares von euch zu übernehmen gewesen wäre, und die doch wohl auch oft an den Tag gelegte Arroganz der „Wessis“, die hätten wir uns auch sparen dürfen. Da bin ich dann immer froh, wenn an solchen Tagen wie heute mal wieder an den eigentlich Ursprung und die so große Freude erinnert wird, das relativiert die Dinge von heute!
      Das Hotel war echt große klasse, und wie gesagt, ich war begeistert von der Landschaft dieses Teils von Deutschland, den wir ja bis dahin so gar nicht kannten. Siehst du, und deine Mama war auch so begeistert vom Spreewald, das ist aber auch wirklich so schön da, und ich guck heute immer noch so gerne die sog. „Spreewaldkrimis“ im Fernsehen, die passen ganz wunderbar in die Landschaft und ihre Mystik, und so sind sie auch.
      Die Oma brauchten wir über die Störche nicht aufklären, lach, aber unseren Sohn, der eben die Geschichte, daß der Storch eine Frau ins Bein beißt und sie dann ein Kind bekommt, also eben die Störche die Kinder bringen, nicht kannte und deshalb den Witz seiner Oma nicht verstanden hat!
      Berlin war wirklich der Höhepunkt der Reise, und ich hab mich so gefreut, als Berlin dann auch wieder Hauptstadt wurde, das war 1993 ja wohl noch nicht ganz festgeschrieben. Eigentlich wollten wir den Zoo oder den Tierpark auch noch besuchen, aber die Zeit war doch knapp, und da wir ja hier in Duisburg halt auch einen Zoo haben und von Knuti dazumalen noch keiner was ahnte, ist es unterblieben. Der Gang durchs Brandenburger Tor, ehrlich, da krieg ich heute noch Gänsehaut, wenn ich daran denke, gehöre ich doch noch zu den Kindern, die von der Schule aus zur Advents- und Weihnachtszeit Kerzen ins Fenster gestellt haben, eben für diese Wiedervereinigung. Das prägt!
      Ja, lach, ich glaub, wenn ich denn dann heute, und vielleicht sogar genau an diesem Tag, das Gutscheinheftchen in dem Restaurant vorgelegt hätte, liebevoll verwahrt über all die Jahre, da hätte ich zumindest einen Kir Royal auf Kosten des Hauses bekommen, hihihihi! Schöner Gedanke!
      Sanssouci war wirklich wunderbar, das war auch mitten im Sommer und alles stand in voller Pracht, ich war ja auch von der Orangerie so begeistert! Kann ich mir gut vorstellen, daß deine Eltern da auch begeistert von waren.
      Ach, ja, die Soljanka, ich mag sie sehr und koch sie heute noch gerne, ich glaub, ich hab schon mein Menü für nächstes Wochenende, eigentlich hätte es ja dann für heute gut gepaßt, aber da war schon was anderes auf dem Speiseplan.
      War toll, unser 20. Hochzeitstag, wir hatten tatsächlich, wie es in meinem Fotoalbum steht, den ganzen Ratskeller für uns alleine, frag mich nicht, warum, da kann ich mich nicht mehr erinnern, es war aber so klasse, die Kellner haben uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen, lach, weil sie mit uns was zu tun hatten, hihihi, da schwärmt sogar Björn heute noch von.
      Ach, irgendwann, wenn ich Lust und Laune habe, beschäftige ich mich mal richtig mit dem neuen Editor, derzeit reicht mir die Version, ich kann das machen, was ich vorher auch konnte, und das ist wichtig.
      Da hast du ja auch richtig tolle Erinnerungen an die Wiedervereinigung, kann ich mir so gut vorstellen, daß es viel Angst dabei gab, letztlich konnte keiner wissen, wie die Demos ausgehen würden schlußendlich, das hätte auch ganz fies werden können, und DAS ist der Punkt in der Geschichte, der mich wirklich so freut und immer wieder das Gefühl bestärkt, das es geht: Eine Revolution, in der es nicht zur Gewalteskalation kam, da zitier ich immer so gerne aus dem damaligen Film „Nikolaikirche“ , in dem es am Schluß hieß: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete!“ Geht doch! Die Erinnerungen daran und das überlegen darüber würde ich heute wieder dringendst so manchem aus West und Ost ans Herz legen in diesen Zeiten!
      Schööön, die Erinnerungen an eure Feier auf Balkonien, kann ich mir so lebhaft vorstellen.
      Ja, morgen ist Erntedank, ich wollte ihn nicht unerwähnt lassen, und hatte eben auch noch so schöne Bilder, die mußte ich ja loswerden, lach!
      Wir wünschen dir noch einen schönen Abend von diesem denkwürdigen Tag, und einen feinen Sonntag, paß auf dich auf und bleib gesund, liebste Grüße mit Brummgrüßen vom Bärenteam,
      Monika.

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      • Dankeschön!
        Wir hatten eben vor allem auch Angst,dass zu den Demos wieder russische Panzer auffahren und alles zunichte machen,wie schon mal am 17.Juni 1953,der dann im Westen euer Feiertag zur „Deutschen Einheit“ war.

        Liebste Grüße zurück nochmal euch allen und habts auch fein!

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  3. Ein sehr schöner Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte. Auch ich gehörte zu den Leuten, die durch ihre Firma in den Osten Deutschlands geschickt wurden. Für mich war es keine schöne Aufgabe , denn unsere Order bestand darin, ein ganzes Werk stillzulegen . Hier passierte das, was man heute so sehr kritisiert, es wurden nur Aufträge gekauft, und eine Stilllegung abgewickelt . Der Großteil der Menschen wurde in relativ kurzer Zeit arbeitslos, nur ein kleine Gruppe von einst vielen Mitarbeitern blieben für den Handel übrig. Wir waren keine gerngesehene Gäste in Zeithain und wurden von den Anwohner weitgehends gemieden, man ging uns aus dem Weg.
    Das alles war gleich nach der Wende , ich habe später auf einer Womotour diese Region um Risa noch einmal besucht . Es war für mich eine fremde Region, nichts war mehr so wie damals . Ob es gut oder schlecht ist, lasse ich mal dahin gestellt. Ich denke heute, dass man vieles hätte besser machen können .
    Viele von den Orten die du in deinem Beitrag gezeigt hast, haben wir auch besucht . Spreewald , Osteseeküste Müritz oder Brandenburg . Viel hat sich hier in der Zwischzeit getan , es gibt Regionen weit im Osten nahe der polnischen Grenze, da glaubt man die Zeit sei stehen geblieben. Wobei ich hier nicht die großen Städte meine , es sind die kleinen Gemeinden und Dörfer , wo es noch sehr viel zutun gibt . Auf der einen Seite wurde geklotzt und mancher Orts halt nur gekleckert.
    Ich hatte sehr viel Freude an dem Beitrag des “ Grafschafter“ , mein Dank an die gesamte Redaktion.

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende.
    Werner.

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    • Hallo, lieber Werner,
      freut mich, daß er dir gefällt, der Beitrag zur deutschen Zeitgeschichte.
      Das ist natürlich ganz großer Mist, wenn du damals dorthin abkommandiert worden bist, um ein ganzes Werk stillzulegen, Björns Papa hatte da zum Glück nur die Aufgabe, neue Techniken zu vermitteln und die Leute darin einzuarbeiten, das lief natürlich auch nicht immer reibungslos, aber daß ihr dann keine gern gesehenen Gäste dort wart, das kann man wohl nachvollziehen. Es ist so einiges schief gelaufen in den damaligen Zeiten, und ich bin ganz deiner Meinung, daß man hätte vieles besser machen können!!! Der Mist am ganzen ist bloß immer, eigentlich sollte man ja aus Fehlern lernen, aber nee, irgendwo und irgendwie wird gerade der ganze Mist, der so beklagt wird, immer und immer wiederholt!
      Damals hat man in den Regionen, von denen du berichtest im Umfeld der polnischen Grenze und vor allem auch in unserem Nachbarland, wirklich gedacht, da ist die Zeit stehen geblieben, und viele der Dörfer ring um Frankfurt/Oder, da hatte ich das Gefühl mit einer Zeitmaschine in die 50ger-Jahre zurückzureisen, ich fand nicht alles nachteilig damals, aber das Prinzip klotzen und andererorts kleckern, das geht immer nicht auf. Schade eigentlich, daß die Wendezeit uns damals nicht doch alle ein bissel entschleunigt hat, wir hätten dabei sehr profitieren können!
      Fein, daß der Grafschafter wieder das richtige zum Tag gebracht hat, wir haben ja einen Ruf zu verteidigen, lach! Ich wünsche dir und deinen Lieben alle einen schönen Abend vom Feiertag noch und einen feinen Sonntag, paßt auf euch auf und bleibt gesund, liebe Grüße
      Monika.

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  4. Viel hat sich geändert in den dreißig Jahren. Wir sind über Schotterpisten gefahren, durch Dörfer, die fast alle dunkelgrau waren und irgendwo gab es auch etwas zu essen. Nicht wirklich schmackhaft und der Kaffee war tatsächlich Blümchenkaffee, da es noch die alten Sammeltassen gab.
    Die Natur war dort wundervoll und in den Städten prangten Prachtbauten, wie man sie bei uns im Westen bis dato nicht sah.
    Jetzt sind die Dörfer hübscher, schöner bunter und wir fahren gerne mal an die Müritz.
    Danke für deinen Beitrag und einen schönen Feiertag ♥ Mathilda

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  5. Liebe Monika,

    dein Bericht mit den liebevoll gestalteten Albumeinträgen sind zum heutigen Tag ein wirklich schönes zeitgeschichtliches Dokument, dem man deine Begeisterung von damals hautnah miterleben kann.
    Nun bist du im Erzählen ja sowieso ganz großartig und kannst selbst nach so vielen Jahren deine/euere damaligen Empfindungen eindrucksvoll wiedergeben.

    BrigitteP ist hier sogar Zeitzeugin jenes Tages im Oktober, und ich kann ihr gut nachempfinden, dass manche damals sogar ein bisschen Angst vor der sie überrollenden Ereignisse erfasst hatte.

    Euer Kulturprogramm war sehr umfangreich und sehenswert, aber die Ansichten von kleinen Ortsdurchfahrten habe ich sogar noch 2013 auf der Fahrt nach Rügen als sehr trist mit vielen einheitlichen grauen Hausfassaden in Erinnerung, so wie auch Werner es beschrieb und dabei auch nicht die unrühmlichen Seite der Wiedervereinigung verschwiegen hat.

    Dein Redaktionsteam hat dir wie wir sehr aufmerksam zugehört und ich bedanke mich für deine außerordentliche Mühe, die du dir heute mit den vielen Fotos gemacht hast.
    Btw: Auf dem Bild mit den Schafen sieht es ein bisschen danach aus, als wenn noch ein 5. Schäfchen erwartet würde…., es war aber wohl doch nur das üppige gute Urlaubsessen….

    Liebe Grüße und ein gemütliches langes Wochenende
    wünschen dir Django & Frauchen

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      hach, da freu ich mich doch wieder sehr, wenn dir der Eintrag gefallen hat zum heutigen geschichtsträchtigen Tag! Oh, ja, ich war damals wirklich begeistert und freu mich sehr, daß das im Eintrag auch wieder rüber kommt! Dankeschön für das liebe Kompliment, ich schreib ja wirklich auch sehr gerne und freu mich immer sehr, wenn man das merkt, für die Erinnerungen hatte ich ja mein Fotoalbum, und anhand meiner damaligen handschriftlichen Einträge ist mir so vieles wieder eingefallen.
      Brigitte/Plauen ist da hautnahe Zeitzeugin, und die Angst vor den überrollenden Ereignissen kann ich auch gut nachvollziehen, zu Anfang der ganzen Entwicklung ging es uns im Westen wohl auch nicht anders, denn das hätte auch ganz anders und sehr fies ausgehen können. Da hat doch ausnahmsweise mal die Vernunft gesiegt!
      Unser Programm damals war echt umfangreich, wir wollten halt auch so viel wie möglich sehen, ohne oberflächlich dabei zu werden. Und daß die Ortsdurchfahrten selbst 2013 auf deiner Fahrt nach Rügen noch so trist waren, ist die unrühmliche Seite der Wiedervereinigung, wie sie eben auch Werner beschrieb, es ist eben doch leider vieles auch schief gelaufen und hätte so nicht sein sollen und dürfen, mich ärgert bloß immer so sehr, daß man so selten aus Fehlern lernt und heute schon wieder die gleichen macht.
      Mein Redaktionsteam hat hier ganz heiße Bärenohren gekriegt bei meinem Bericht, lach, und die Mühe hab ich mir so gerne gemacht mit den Fotos, denn da wollte ich keines von auslassen, es sind ja auch für mich so schöne Erinnerungen.
      Jaaaaa, lach, da hast du wahrlich nicht fehlgesehen mit dem Eindruck, daß da eventuell ein fünftes Schäfchen hätte unterwegs sein können, aber nein, das ganze hing mit dem etwas ungünstig geschnittenen Rock zusammen und der Tatsache, daß ich mit meinen 1,52 m Gardemaß leider ein Hohlkreuz habe, deshalb entsteht da seitwärts oft mal der Eindruck einer frohen Erwartung, hihihihi! Aber das üppige und wirklich sehr leckere Urlaubsessen hat den Eindruck sicher noch verstärkt!
      Das wünschen wir dir auch, einen schönen Feiertagsabend noch und einen feinen Sonntag, wenn Django mag, richte ihm einen lieben Streichler von mir aus, wir schicken liebe Grüße mit Brummgrüßen vom Bärenteam,
      Monika.

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  6. Liebe Monika,
    das ist ein eindrucksvoller Bericht.
    Ich habe leider keinerlei Bezug zu dem Osten – wir hatten weder Verwandte noch Bekannte dort und die Wiedervereinigung habe ich von Kanada aus miterlebt.
    Leider war ich auch noch nie in der ehemaligen DDR, würde aber gerne mal dort reisen und besuchen und besichtigen und vor allem an der schönen Ostseeküste wandern. Vielleicht bzw. hoffentlich ergibt es sich mal!
    Viele Grüsse und noch einen schönen Feiertag!
    Christa

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    • Liebe Christa,
      freut mich, daß er dir gefällt, der Bericht!
      Da geht es mir wie dir, einen richtigen Bezug zum Osten hatte ich vor der Wiedervereinigung auch nicht, weder Verwandte noch Bekannte dort. Lediglich durch eine Freundin hier, die reichlich Verwandtschaft in der damaligen DDR hatte, konnte ich mir da so hin und wieder eine Vorstellung vom Leben dort machen.
      Du hast die Wiedervereinigung von Kanada aus erlebt, ich denke, daß war auch für viele Menschen außerhalb von Deutschland eine ganz spannende Zeit, die man wohl auch nicht ohne Sorgen beobachtet hat. Hätte alles auch ganz anders kommen können, zum Glück hat da die Vernunft mal gesiegt.
      Ich kann aus der eigenen Erfahrung nur sagen, es lohnt sich, dorthin zu reisen, kann ich mir gut vorstellen, daß du auch mal möchtest, ich hätte auch noch so viele Ecken, die ich gerne sehen würde, zum Beispiel das Erzgebirge, vorzugsweise im Winter in der Adventszeit, lach, oder eben auch die Ostseeküste, die ich leider auch nicht kenne. Die ganze Ecke dort an der Küste ist mir nur so lebendig in Erinnerung durch meinen Lieblingslehrer aus der Schulzeit, der von Pommern getreckt ist und Zeit seines Lebens Heimweh hatte und uns Kindern immer so anschaulich und interessant von seiner Heimat berichtet hat, da sind dann für mich so Schlagwörter wie „Kurisches Haff, Kurische Nehrung, Bernstein, Land der dunklen Wälder (ein Lied!)“ und ähnliches richtig sehnsuchtsbeladen, da hat mein Lehrer was angerichtet, lach! Von seinem Gedächtnis in meines, er konnte aber auch so herrlich erzählen, und wir konnten ihn immer zum erzählen animieren und der Unterricht geriet in den Hintergrund, lach! Meine Liebe zu Gedichten und zu Th. Storm, das hab ich alles ihm zu verdanken, ich bewahre ihm im Herzen ein ehrendes Andenken! Ja, Christa, das wäre so schön, vielleicht ergibt es sich doch noch einmal! Für uns beide!
      Ich wünsche dir ein wunderschönes Wochenende, liebe Grüße zurück nach Kanada,
      Monika.

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  7. Liebe Monika,
    das ist nun wirklich ein sehr interessanter Bericht von Eurer damaligen Reise in den Osten nach Frankfurt/Oder, nach der Wiedervereinigung Deutschlands.
    Pünktlich zum 30. Jahrestages zeigst Du uns Dein Fotoalbum .Meine Güte, da habt Ihr in der kurzen Zeit aber wirklich viel erlebt und gesehen. Ich muss Dir Recht geben liebe Monika, es ist auch heute noch,nach 30Jahren immer ein erhebendes Erlebnis durch das Brandenburger Tor zu gehen und über die „Unter den Linden “ zu flanieren. Erst kürzlich zum Festival of lights konnte ich diese schöne Gefühl erleben.
    Tja ,wenn man nun endlich in Berlin ist, dann muss man unbedingt zum Ku’damm Ecke Tauentzien. Ich vermisse nur,dass Ihr damals nicht das KadeWe besucht habt. Für jeden Berlin Besucher doch ein Muss! Aber klar ,die Gedächtniskirche ist wundervoll und das schöne blaue Licht dadrinnen.Immer ein Ort um zur Ruhe und Besinnung zu kommen .Damit nicht genug ,Ihr wart noch in Potsdam, ach, meine Liebe und Sehnsucht gehört immer Sanssouci. Es ist dort immer wieder wunderschön .
    Im Spreewald Kahn fahren ist grossartig und damals war alles noch unberührter als heutzutage.
    Ich glaube durch diese Corona Pandemie haben wir doch gelernt, ein bisschen zurück zu stecken und uns an kleineren Dingen wieder zuerfreuen.
    Schön war es wieder mit Dir Rückblick in die Vergangenheit zuhalten. Auch der Rückblick auf Euren 20.Hochzeitstag war sehr schön. Was eigentlich ein ganzes Leben halten sollte,manchmal kommt eben im Leben alles anders, ich kann davon auch ein Liedchen singen.
    Dankeschön liebe Monika, für Deinen umfangreichen Bericht von anno dunnemals!
    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende, hier ist herrliches Wetter zum Tag der Deutschen Einheit. Ich war heute auch im Schlosspark Charlottenburg und anschließend noch zur Besichtigung im Alten Schloss und im Mausoleum. War wunderschön.
    Liebe Grüße sendet Dir Ursel aus BÄRlin

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    • Liebe Ursel,
      hach, das freut mich ungemein, daß der Eintrag dir auch so gut gefällt, ich hatte ihn eigentlich schon längere Zeit im Hinterkopp, in der Zeit, in der ich die Urlaubserinnerungen gebracht hatte, aber zu dem heutigen Jahrestag paßte er nun wirklich vorzüglich!
      Oh, ja, wir sind in der Kürze der Zeit viel rumgekommen, wollten aber auch eben nichts oberflächlich machen, darum sind manche Dinge unterblieben, wie zum Beispiel auch der Zoo oder der Tierpark, heute sag ich, leider!
      Es war ein wundervolles Gefühl, durch das Brandenburger Tor zu gehen, wie schön, daß du es heute noch so empfindest, ich glaub, das ging mir auch immer noch so. Ich war halt auch so begeistert von der Wiedervereinigung unseres Landes, vor allem daß alles so friedlich abgelaufen ist, das war mir eine so zutiefst gewünschte Bestätigung, daß das machbar ist.
      So, siehste, Ursel, nun hast du mich ertappt bei einem Auslassungsfehler: Aber selbstverständlich waren wir im KadeWe!!! Ich hab bloß gestern trotz Kudamm Ecke Tauentzien nicht mehr daran gedacht, es hatte auch eine ganze Weile gedauert, bis ich den neuen Editor richtig eingestellt hatte, danke, daß du mich darauf aufmerksam gemacht hast, das ist natürlich ein MUSS!!! Und ehrlich, Ursel, ich war ja aus Westdeutschland einiges gewöhnt an großen Warenhäusern und der Vielfalt an Waren, aber das hat selbst mich völlig überwältigt, das ist der Wahnsinn! Ich kann mich noch so gut daran erinnern, daß ich in der Lebensmittelabteilung vor den Regalen mit verschiedenen (leichte Untertreibung, lach!) Nudeln gestanden habe, mit offenem Mund, und irgendwann gesagt habe, ich muß hier raus, ich kann das alles nicht verarbeiten, lach!
      Gedächtniskirche war wirklich wunderbar, ein ganz unbeschreibliches Gefühl!!!
      Und deine Liebe zu Sanssouci kann ich auf jeden Fall nachfühlen, ich fand es dort auch einfach wunderbar!
      Das dachte ich mir schon, daß es damals im Spreewald noch ursprünglicher war als heute, der Fortschritt macht, manchmal leider, nicht halt. Ich wünsche es mir so sehr, Ursel, daß wir durch die Pandemie mal wieder lernen, zurückzustecken und nicht immer alles im Überfluß vorhanden sein muß, aber ich bin da mittlerweile doch skeptisch geworden, wenn man allüberall das Genöhle hört. Das wäre nämlich wohl das einzig gute an diesem ganzen Corona-Mist, wenn wir halt was lernen würden daraus.
      Tja, der 20. Hochzeitstag, es hat nicht gereicht für ein ganzes Leben, drei Jahre später ging es auseinander, oh, ja, manchmal kommt im Leben alles anders, als man sich das denkt, glaub ich dir, daß du da auch ein Lied von singen kannst.
      Hach, ihr Berliner, da habt ihr ja wieder den Vogel abgeschossen mit dem Wetter, lach, hier ist es „einheitsgrau“, hihihihi, und es regnet schon den ganzen Tag. Prima, daß du den schönen Tag so gut genutzt hast, dann mach dir noch einen schönen, gemütlichen Abend und hab einen feinen Sonntag, liebe Grüße aus OBÄRhausen nach BÄRlin,
      Monika und die Bärengang, allen voran Bruno und Otto.

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  8. Moin aus B nach O 😊
    Das war schon eine ganz besondere Zeit damals.
    Bin froh, dass das Geschichte ist und ich wieder nach Zarrentin fahren kann wann ich will.
    Und Corona mich nicht ausgebremst.
    Einen schönen Beitrag hast du geklöppelt und wieder so umfangreich.
    Hut ab 👏
    Mr.B und Frauchen wünschen dir einen wunderschönen Sonntag.
    Viele liebe Grüße 🐾🐾👣

    Gefällt 3 Personen

    • Moin moin aus O nach B
      ooooh, ja, da kann man wirklich froh sein, daß das Geschichte ist.
      Und nun bremst uns Corona aus, da hoffe ich so sehr, daß das doch auch in naher Zukunft Geschichte ist.
      Fein, daß dir der Beitrag gefallen hat, ich wollte das eigentlich schon länger mal eingestellt haben, aber zum diesjährigen 30. Jubiläum der Wiedervereinigung paßte es doch so schön.
      Dankeschön, den wünsche ich euch auch, den wunderschönen Sonntag, und bitte einmal lieb Mr. B pülern, liebe Grüße schick ich euch,
      Monika.

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  9. 30 Jahre ist die Wiedervereinigung nun schon her. Manchmal mag man es gar nicht glauben, wie die Zeit so verflogen ist. Ein schöner Bericht, liebe Monika, von Eurer quasi Rundreise durch den deutschen Osten. Wir Silberdistels haben die ganzen Geschehnisse damals ja auch von der Ostseite her erlebt – viel Gutes, aber eben leider auch weniger Schönes. Du hast es hier in Deinem Wiedervereinigungsbeitrag gut von beiden Seiten her beleuchtet, und in den Kommentaren kommt ja auch so manches zur Sprache, was uns Ossis auf der einen Seite sicher gefreut hat, auf der anderen Seite eben leider oft auch sauer aufgestoßen ist. Falsch gemacht wurde so einiges – das aber von beiden Seiten – die einen wollten klüger sein als wir Ossis und die anderen konnten nicht schnell genug alles hypermodern, schick und nobel haben. Auch wenn unsere Städte grau und öde aussahen, sie waren in der Grundsubstanz oft noch so erhalten, wie es einst erbaut wurde. Es fehlte einfach das Geld für Renovierungen. Manchmal kann so etwas vielleicht sogar ein Segen sein. Mir blutet immer das Herz, wenn ich sehe, wie manch schönes alte Gebäude modern verschandelt wurde und wird. Ein Beispiel dafür sind viele Häuser in Warnemünde – z.B. die alten Villen am Strandweg. Hier hat man den Häusern regelrecht das Gesicht genommen.

    Aber zurück zu Deinem Beitrag, liebe Monika, Frankfurt/Oder kenne ich, wenn auch nicht aus den letzten Jahren. Ich habe Verwandtschaft dort und bin ab und zu einmal dort gewesen. Der Helene-See stand übrigens auch bei meinen Verwandten immer hoch im Kurs. Dennoch waren sie regelmäßig bei uns an der Ostsee zu Besuch, die wohl doch ein kleiner 😉 Unterschied zu ihrem See ist. Natürlich kennen wir auch die Polenmärkte, die wir immer gern besucht haben. Da gab es schon zu DDR-Zeiten so allerlei, was bei uns nicht zu haben war.
    Im Spreewald waren wir allerdings noch nie. Aber er steht immer noch auf unserer Wunschliste. An einem Schiffshebewerk haben wir mal in Bayern während eines Urlaubs staunend gestanden. Das war echt beeindruckend. Ich kann mir Eure Begeisterung daher gut vorstellen.
    Na, und Berlin ist quasi untrennbar mit meiner Jugend verbunden. Dort habe ich studiert und zumindest den Ostteil dadurch recht gut kennengelernt. Na, und das geteilte Berlin war ja eh noch ein Sonderfall. Ich habe damals fast direkt an der Mauer gewohnt. Nach der Wende war natürlich mein dringendster Wunsch bei einem Berlinaufenthalt, endlich einmal durch das Brandenburger Tor gehen zu können. Es war wohl eher ein Muss für mich als nur ein Wunsch 😉 Aber das ging wohl fast allen so – egal ob aus Ost oder West kommend.
    Auch in Potsdam war ich besonders während meiner Berliner Zeit öfter. Ich denke, „Sanssouci„ muss man wirklich gesehen haben.
    Ihr habt auf Eurer Reise ja wirklich eine Menge gesehen und erlebt. Und sogar Euren 20. Hochzeitstag habt Ihr in Frankfurt an der Oder gefeiert. Das spricht ja richtig für diese Stadt ;-) Übrigens ist hier bei uns Soljanka immer noch ein Renner.

    Alles in allem, so glaube ich, ist die deutsche Einheit ein echter Gewinn, auch wenn vieles hätte anders oder besser laufen können oder sollen. Das Größte überhaupt daran war, dass alles so friedlich über die Bühne gegangen ist. Es hätte durchaus auch anders kommen können. Diese Angst war damals auch bei uns mehr als gegenwärtig. Letztendlich zählt, dass diese Revolution eine gewaltfreie war. Auch wenn es in der Zeit danach doch auch so manches Problem in zwischenmenschlicher Beziehung zwischen „Ossis“ und „Wessis“ gab, inzwischen wissen die meisten von uns das wieder vereinte Deutschland sicher zu schätzen. Wir Silberdistels jedenfalls haben dadurch viele neue Freunde gefunden, Freunde, die wir ohne den November 1989 sicher nie kennengelernt hätten. Du siehst also, liebe Monika, Du hast wieder viele Erinnerungen in mir wachgerufen. Aber auch das muss ab und zu mal sein, um sich darüber klar zu werden, bei welchen so einschneidenden historischen Wendepunkten wir dabei sein durften. Ich glaube, darauf können wir ein wenig stolz sein.

    Die Sonnenblumen sind ein toller Schluss in Deinem Reisetagebuch. Sie erinnern mich gerade auch an Mimis Brotkasten. Fein auch Deine Bildersammlung zum heutigen Erntedankfest. Ganz toll finde ich ja den Kranz aus Heide. Ich habe mir auch gerade wieder als Herbst- und Winterdeko für unseren Wintergarten mehrere Heidepflanzen gekauft. Sie dürfen bei mir in keinem Jahr fehlen.

    So, nun aber Dir, liebe Monika, noch einen schönen Sonntagabend und liebe Grüße an Dich und Dein Redaktionsteam von der Silberdistel und ihren drei pelzigen Mitbewohnern, die wieder lieb schnurrend grüßen

    Gefällt 3 Personen

    • Ja, liebe Silberdistel, 30 Jahre, das ist so eine lange Zeit, man weiß doch irgendwie nicht, wo sie hin ist. Wenn ich bedenke, daß mein Sohn damals erst 10 Jahre alt war und heuer 40 Jahre wird….unfaßbar!
      Freut mich sehr, daß dir der Eintrag gefällt, ich hatte ihn eigentlich schon länger mal geplant, aber es paßte dann so gut zu diesem Datum. Da habt ihr die Wiedervereinigung auch von der Ostseite her erlebt, da hast du wirklich recht, es war nicht alles Gold, was glänzt und es sind, auf beiden Seiten, eine Menge Fehler gemacht worden. Es wurden blühende Landschaften versprochen, aber oft genug war dann das einzig wirklich blühende halt die von mir am Schluß eingestellten Sonnenblumen. Was mich traurig gemacht hat zu den Wendezeiten dazumalen, daß wir die Chance nicht genutzt haben, voneinander zu lernen, du schreibst es ja auch, die einen kamen mit ihrer West-Arroganz, die anderen konnten nicht schnell genug alles umkrempeln und auf hypermodern machen. Dem ganzen fehlte das Augenmaß und auch die Geduld, nicht gleich alles in die Tonne zu kloppen, was nicht ins kapitalistische Weltbild paßte, und das finde ich heute noch so schade, und ich glaub, darum läuft eben auch heute noch so manches holprig. Genau das ist mir bei unserer damaligen Fahrt auch aufgefallen, die Fassaden der Häuser waren grau, es fehlte ja auch an allem, aber die Grundsubstanz, die war doch in Ordnung, und da hatte ich mich damals, erst drei Jahre nach der Wiedervereinigung, eigentlich still und leise drauf gefreut, daß diese schönen alten Bauten nun endlich wieder in ihrem ehemaligen Glanz erstrahlen könnten, aber da ist ja doch vielfach nix mit geworden, wie du eben auch schon schreibst, da wurde dann eher modern verschandelt! Da würde mir auch das Herz bluten, bei den schönen alten Villen in Warnemünde, das hast du jetzt so gut geschrieben, „man hat den Häusern das Gesicht genommen“! Kann ich dir nur voll zustimmen, auch ein Haus oder eine Wohnung ist eine Art von „Lebewesen“.
      Wie schön, daß du Frankfurt/Oder kennst und sogar Verwandtschaft dort hast, ich erinnere mich wirklich so gerne an unsere damalige Reise, man war doch auch noch so voller Elan, und freute sich auf die gemeinsamen Zeiten. Der Helene-See hat mich begeistert, ich fand es herrlich dort, ich schrieb es im Beitrag schon, wir waren im gleichen Jahr noch einmal mit dem Wohnmobil dort, im Oktober, der wirklich golden war zu der Zeit, das war ein wunderbares Naturerlebnis, mit nächtlich jagenden Eulen, die wir gesehen haben, mit einem wunderbaren Sternenhimmel nachts, weil es glasklar und richtig kalt war nächtens. Und der Campingplatz dort war damals noch so ursprünglich, einfach nur schön! Ach, ja, klar, die Ostsee ist da natürlich doch noch ein Unterschied, lach, das ist ja noch so ein absolutes Sehnsuchtsziel von mir, ich würde so gerne mal an die Ostsee fahren, und auf den Spuren meines geliebten alten Lehrers wandern, das ist irgendwie immer noch wie so ein kleines Vermächtnis von ihm. Vielleicht klappt es ja doch noch mal, wenn die Zeiten es wieder zulassen.
      Fein waren sie, die Polenmärkte, nicht wahr, wir waren da auch restlos begeistert, Björn konnte da stundenlang drüber laufen, lach, das waren Herrlichkeiten!
      Spreewald kann ich nur wärmstens empfehlen, ich hoffe halt nur, er hat sich auch noch was von damals bewahrt, das kann ich nicht beurteilen. Aber in den Spreewaldkrimis, die ich immer so gerne gucke, da sieht es wohl doch noch so aus.
      Das Schiffshebewerk hat mich wirklich zum staunen gebracht, so etwas hatte ich vorher noch nie gesehen, obwohl eigentlich, glaub ich, hier auch eines in der Nähe ist. Die Technik ist echt grandios.
      Oooh, du hast in Berlin studiert, ja, Berlin war ja nun wirklich ein Sonderfall, daß man die Stadt tatsächlich einmal mitten durch geteilt hat, wenn du direkt an der Mauer gewohnt hast, wird das bedrückend genug gewesen sein. Das glaub ich dir, daß das nach der Wende dann dein dringendster Wunsch war, durchs Brandenburger Tor zu gehen, so ging es mir bei unserem Berlin-Besuch auch, und meine große Freude war eben noch zusätzlich, daß wir nicht von West nach Ost sondern von Ost nach West da durch gegangen sind, das war wie einmal hautnah erleben, wie die legendäre Nacht von den Menschen empfunden wurde, die zum ersten Mal „raus“ durften! Ich hatte eine Gänsehaut!!!
      Potsdam und Sanssouci ist wirklich eine Reise wert, schön, daß du es auch kennst.
      Das war auch wirklich was besonderes, unser 20. Hochzeitstag in Frankfurt/Oder, das ganze dann auch noch im Ratskeller, echt fein! Das ist sie bei mir auch, immer noch ein Renner, die Soljanka, ich war so begeistert, als ich sie zum ersten Mal probiert hatte. Und durfte mir ja auch das Rezept mitnehmen, hihihihi!
      Sie ist ein Gewinn, die deutsche Einheit, da bin ich nach wie vor von überzeugt, und das ist es wirklich, was sie grundlegend von anderen „Aufständen“ unterscheidet, daß sie wirklich friedlich über die Bühne gegangen ist, das hätte wahrlich anders sein können, da war auch im Westen die Angst groß, bei euch bestimmt noch größer! Ich zitier das immer wieder so gerne, es wurde doch der Film „Nikolaikirche“ gedreht, und am Ende vom Film dann der herrliche Satz „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete“! Ich glaub, zwischenmenschliche Probleme wird es immer geben, das liegt wohl leider in der Natur der Sache, aber ich denke auch, die gemeinsame Erinnerung an diese Zeit, bei der wir alle Zeitzeugen waren, die schweißt uns doch zusammen und die wird uns hoffentlich helfen, auch durch diese heutige schwere Corona-Zeit zu kommen, ich hoffe fest darauf, daß der vernünftige und friedliche Teil der Menschen immer noch wesentlich größer ist als die all der Krakeeler und Schwarzmaler, die unsere Demokratie in Frage stellt. Ich hab allein hier durch mein Blögchen, meinen Grafschafter Wochenanzeiger, so viele Menschen kennengelernt und mich mit ihnen freundschaftlich verbunden, was ohne die damalige Zeit nicht möglich gewesen wäre. Da können wir, da sollten wir stolz drauf sein, ja!!!
      Die Sonnenblumenfelder damals waren so wunderschön, ja, eine kleine Erinnerung an Mimis Brotkasten, in dem sie nun langsam verblüht sind! Hach, in den Kranz von Heidekraut hatte ich mich auch verliebt, schön, nicht wahr, ich wollte mir auch noch Heide für Balkonien holen, schön, daß du sie schon hast, ich guck jetzt die Woche auch mal, die dürfen wirklich nicht fehlen, ich liebe die Farbe so sehr und auch das ganze, eigentlich doch unscheinbare Kraut, das mit gemeinschaftlichem Blühen ein Feuerwerk an Farbe bietet, siehste, da schließt sich der Kreis, das sollten wir uns zu allem merken, nur gemeinschaftlich wird das was!
      Danke für die lieben Schnurrgrüße von eurem Pelztrio, ich freu mich da immer so drüber und schick natürlich einen lieben Streichler für alle drei mit, macht euch noch einen schönen, gemütlichen Abend und kommt gut wieder in die neue Woche, mein Redaktionsteam freut sich und schickt Brummgrüße mit, ganz liebe Grüße
      Monika und das Bärenteam.

      Gefällt 2 Personen

    • Ja, liebe Liv, ich kann das auch kaum glauben, daß das nun schon wieder dreißig Jahre her ist.
      Frankfurt/Oder hat mir sehr gefallen, da warst du also früher auch oft in der DDR, dann kennst du ja sicher auch einiges noch.
      Einen schönen Abend wünsche ich euch, ganz liebe Grüße
      Monika.

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  10. Hallo liebe Monika, ja die Mark Brandenburg kienne ich auch sehr gut, aber den SDpreewald leider nicht. Wollte immer mal hin, weil es so gemütlich aussieht und weil da auch die besten Gurken herkommen. Warst du während der DDR-Zeit auch drüben zu Besuch? liebe Grüsse von Liv

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo, liebe Liv,
      ich fand es so schön in der Mark Brandenburg, und Spreewald ist bestimmt auch heute noch eine Reise wert, wenn man denn dann mal wieder kann. Jaaa, lach, die Gurken sind lecker und gut, du wirst lachen, wenn ich hier welche einkaufe, guck ich immer, daß die aus dem Spreewald sind.
      In der DDR-Zeit war ich selber nicht drüben zu Besuch, ich habe aber eine sehr gute Freundin, die dort viel Verwandtschaft hatte, daher hab ich dann halt auch so einiges mitbekommen vom Leben dort.
      Ich wünsch euch einen schönen Abend, ganz liebe Grüße
      Monika.

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  11. Wir waren oft drüben, eben um die Verwandtschaft zu versorgen. Nach der wende war ich dann überrascht, dass sie fast alle nicvhts mehr mit mir zu tun haben wollten. Die haben nie erfahren, was wir alles für sie geopfert haben, und dass wir es nicht so dicke hatten, sondern es uns absparen mussten und dass ich als Kind aufg vieles verzichten musste, damit sie es haben konnten. Auch welches Risiko und welche Unannehmlichkeiten wir ertragen mussten, um ihnen all das zukommen lassen zu können, was sie immer bestellt haben! Sie nahmen es als selbstverständlich hin und waren dann enttäuscht, dass nicht noch mehr kam. Als Dank gab es dann noch Intrigen, üble Nachrede und dass man mich um mein eigenes rechtmässiges Erbe betrügte. Eine Verwandte war allerdings anders – mit der habe ich immer noch Kontakt. Sie ist glücklicherweise ganz anders. liebe Grüsse von Liv

    Gefällt 1 Person

    • Ähnliche Erfahrungen hat besagte Freundin auch gemacht, das ist immer sehr schade und enttäuschend, das kann ich gut verstehen!
      Aber wenn wenigstens immer ein „Ausreißer“ dabei ist, der sich anders verhält und sich als liebenswürdiger Mensch erweist, verliert man dabei doch den Glauben ans Gute im Menschen nicht!
      Habt einen schönen Abend, liebe Liv, und liebe Grüße
      Monika.

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