Grafschafter Wochenanzeiger – Nostalgie

Kindheit

Es wäre gut viel nachzudenken, um
von so Verlornem etwas auszusagen,
von jenen langen Kindheit-Nachmittagen,
die so nie wiederkamen – und warum?

Noch mahnt es uns – vielleicht in einem Regnen,
aber wir wissen nicht mehr was das soll:
nie wieder war das Leben von Begegnen,
von Wiedersehn und Weitergehn so voll

wie damals, da uns nichts geschah als nur
was einem Ding geschieht und einem Tiere:
da lebten wir, wie Menschliches, das Ihre
und wurden bis zum Rande voll Figur.

Und wurden so vereinsamt wie ein Hirt
und so mit großen Fernen überladen
und wie von weit berufen und berührt
und langsam wie ein langer neuer Faden
in jene Bilder-Folgen eingeführt,
in welchen nun zu dauern uns verwirrt.

(Rainer Maria Rilke, 1875 – 1926)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Der Herbst, der nun auch kalendarisch begonnen hat, ist neben all seiner Schönheit auch eine melancholische Zeit, es liegt ein Abschied in der Luft, vom Sommer, von Wärme, vom außen! Alles wird wieder inniger, begibt sich im Wortsinne nach innen, und die Seele hält Rückschau auf vergangene Tage und Zeiten.

Nostalgie, unser Titel, die Sehnsucht nach gestern, das Heimweh nach einer anderen, vergangenen Zeit. gerade in diesem Herbst in Zeiten von Corona oft so besonders ausgeprägt. So war auch meine vergangene Woche mental nicht so gelungen, ich hatte so vieles um dieses Thema herum so satt, mit den steigenden Fallzahlen machte sich die Sorge verstärkt breit, wie es wohl weiter gehen wird, nun im Herbst und Winter, und mit der Angst um all unsere Lieben und letztlich auch um uns selber, ob wir alle gesund durchkommen.

Meine Therapie in solchen Zeiten ist unter anderem Musik, und so ging ich mal wieder auf die Suche und wurde, wie so oft, bei meinem Lieblingssänger Reinhard Mey fündig:

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/viertel-vor-sieben

Und dann war die Idee für unseren neuen Eintrag zum Sonntag im Grafschafter Wochenanzeiger geboren: Kinderzeit, Nostalgie, die Einfachheit der Dinge, die Unbeschwertheit der Kindheit, wie kann man sie besser darstellen als in Bildern aus dieser Zeit, also zweite Therapie gegen trübe Gedanken: Alte Bilder raussuchen und gucken!

Ich war ein glückliches Kind, meine Eltern haben mir ein sehr gutes Rüstzeug fürs Leben mitgegeben, für das ich ihnen heute noch dankbar bin. Vielleicht reicht eine glückliche Kindheit nicht immer für ein ganzes Leben, aber sie macht zumindest aus, daß man mit schwierigen Lebensphasen etwas leichter und optimistischer umgehen kann. Das berühmte Glas Wasser, das halb voll oder halb leer sein kann.

Meine dritte Therapie ist schreiben, also hab ich mich am Freitag mit meiner Idee mit meinem Redaktionsteam kurzgeschlossen, alle waren davon angetan und meine bärigen Redaktionsmitglieder legten die Feder für den Eintrag in die bewährten Hände der Frau Chefredakteurin.

Wie sagte unser aller Co-Autor, unsere rasende Reporterin Mimi in heaven immer so ganz richtig: Der Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich Bildkes sehen.

Mit Mutter und Vater, das Kind Monika, zugegeben, beim Bild links guck ich nicht ganz so glücklich, ich mochte keine gestellten Fotografenbilder, lach! Aber mit Papa posieren auf dem Rodeneckturm in Höxter, das machte Spaß!

Zu Tieren fühlte ich mich schon

immer hingezogen, in diesem Fall meine Hunde in meinem kleinen Kindheitsparadies Höxter.

So bin ich ins Leben gestartet, da war ich drei Monate alt.

Zweiter Geburtstag mit neuem Teddy und Blümchen!

Die gab es im Garten der Großeltern auch! Forscherdrang, lach!

Ich war ein Familienkind, ich liebte es, mit allen zusammen zu sein.

Mit Mama und der Mama meiner Mama, meiner Oma!

Die Großeltern mütterlicherseits.

Mein Cousin, Sohn vom Bruder meiner Mutter, mit seiner Mama und mir. Ich habe ja keine Geschwister, aber viele Cousins und Cousinen, da war ich immer gerne mit zusammen.

Ich hab manche Bilder zweimal fotografiert, die nicht ganz so nah rangezoomten sind meist deutlicher.

Meine Cousine, meine Patentante und ich, meine Cousine war nur ein knappes Jahr jünger als ich, wir waren immer die besten Freundinnen.

Noch eine Cousine, und ganz viele Schafe, lach!

Wir beide auf dem berühmt-berüchtigten Mäuerken in Höxter an der Weser!

Ich war auch ein begeistertes Schulkind, ich hab die Schule genossen, ich glaub, ganz wesentlich dabei war das Zusammensein mit meinen Schulkameraden.

So ein altes Radio kommt im Lied von Reinhard Mey auch vor, und auch unser Apparat war ein „Grundig“! Mal ohne viel Text: Bilder einer glücklichen Kinderzeit:

Das war auf dem Hof vor unserem Haus! Was ansatzweise am oberen Bildrand rechts noch zu sehen ist, war in den Kriegstagen ein Bunker.

Eine meiner Schulfreundinnen bei uns im Hof.

Mein Lieblingsbild, hoch zu Roß auf einem Polizeipferd, Roß und Reiter sind uns im Duisburger Wald in der Nähe vom Duisburger Zoo begegnet, und meinen begehrlichen Blicken konnte der Onkel Polizist nicht widerstehen, ich durfte aufsitzen.

Mutter und Tante (Freundin meiner Mama) staunen!

Mit Nachbarskindern im Garten!

Sonntagsfein mit Karo-Kleidchen, und das einzige farbige Bild meiner Kinderzeit, ich erinnere mich noch daran, daß der Stoff von dem Kleidchen ein ganz weicher Wollstoff war. Papa, Mama und die Freundin von Mama, für mich gehörte sie mit ihrem Mann aber einfach zur Verwandtschaft, ich hab ja auch Tante und Onkel gesagt, besagter Onkel wird da wohl fotografiert haben.

Ich mach euch jetzt mal eine Diashow von meinen gesammelt fotografierten Werken für diesen Eintrag:

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Ja, ihr lieben Leser alle, und so hab ich in all meinen trüben Gedanken einfach mal wieder mein innerliches Kind an die Hand genommen, und das innere Kind macht der erwachsenen Frau wieder Mut, nach vorne zu schauen. Auf dem Weg des Lebens darf man immer mal wieder gerne auf dem Gipfel eines Berges oder am Ende eines steinigen Weges den Blick zurück schweifen lassen auf das, was hinter oder unter einem liegt, um Kraft zu sammeln zum weiter gehen.

Trotzdem, es ist doch oft so, wie in diesen Zeilen aus dem Lied von Reinhard Mey:

„Das Fell wird dünner und leerer der Becher,
der Zaubertrank wirkt nur noch schwer.
Der Kummer ist tiefer, der Trost scheint schwächer,
und es heilt nicht alles mehr.“

Und dann wünsche ich mir das auch aus nämlichen Lied

„Manchmal wünscht‘ ich, die Dinge wär‘n so einfach geblieben
und die Wege gingen nur gradeaus,
manchmal wünscht‘ ich, es wär‘ noch mal viertel vor sieben
und ich wünschte, ich käme nach Haus!“

Doch in dieser Fassung seines Liedes, welches er in den Corona-Zeiten noch einmal gesungen hat

spricht Reinhard Mey am Ende des Liedes einen Text aus dem Psalm 23, „Und ob ich schon wanderte im finstern Tal“, ich hatte es vor einiger Zeit schon einmal hier eingestellt, und das läßt mich noch einmal einen Satz aus seinem Lied zitieren:

„Und glauben können: Alles wird gut!“

Das möchten wir am Ende unseres Eintrages auch, glauben können, alles wird gut, und das wünschen wir euch allen auch, von ganzem Herzen!!! Und haben uns himmlischen Beistand dazu geholt,

der Engel von Kristinas Karte mit dem Freundschaftsbändchen vom meiner Mimi in heaven

soll euch alle zusammen mit euren vierpfotigen Lieblingen und Lebensgefährten segnen, beschützen und behüten.

Wir wünschen euch einen schönen Herbst-Sonntag, paßt auf euch auf und bleibt oder werdet gesund, euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

mit Mimi in heaven, Otto und Luzia.

Habts fein!

 

50 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Nostalgie

    • Liebe Christa,
      das hast du so gut geschrieben „als man von allen geliebt und vor allem beschützt wurde“, genau das ist die große Sehnsucht, und es ist schön, wenn man sie mit Bildern aus der Kindheit ein wenig stillen kann.
      Liebe Grüße zurück nach Kanada,
      Monika.

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    • Da hast du so recht, Jürgen, von einem auf den anderen Tag mittendrin im Herbst! Ich bin auch gespannt, was er uns bringt und hoffe, er hat gute Überraschungen für uns im Gepäck, aber schließlich müssen wir es wohl nehmen, wie es kommt.
      Ich hoffe, du hattest einen schönen Sonntag, hier blitzte sogar ab und an mal die Sonne durch heute, und das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen…gesund bleiben!!!
      Liebe Grüße
      Monika.

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        • Na, dann war das ja nix mit dem ruhigen Tag aufm Sofa, lach, wenn dich deine gefiederten Freunde auf Balkonien auf Trab gehalten haben, da freu ich mich schon sehr, wenn wir die Überstunden deiner Kamera zu sehen kriegen! Und dein Archiv sich füllt, ganz genau, man muß ja weiter denken, hihihihi! Dann mach dir jetzt noch einen schönen Abend und komm gut wieder in die neue Woche, liebe Grüße
          Monika.

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  1. Meine liebe Monika,

    dein lieber Nostalgie-Eintrag passt jetzt gut in den Herbst,die besondere Zeit der Erinnerungen und erfreut mich jetzt an einem doch trüben Sonntagmorgen! Nach den herrlichen Sommertagen der vergangenen Wochen muss man sich doch erst wieder umstellen und dran gewöhnen.
    Ich fühle mich jetzt auch sehr in die eigenen Kindheit versetzt,sind wir doch fast ein Jahrgang.Auch wenn wir in unterschiedlichen Systemen aufwuchsen,war doch unser Familienleben ähnlich scön und behütet und man machte es sich dort wenigstens so schön wie möglich.Und das war es mit meinen lieben Eltern und beiden Schwester,die nur zwei Jahre älter sind als ich.Auch wenn manches eine traurige Wendung nahm.
    Eine so hübsche Girlande ists schon mal wieder vor dem niedlich bebilderten Gedicht.Genausp wars,aber es regt auch zum nachdenken an.
    Es ist schon bissel eine melancholische Zeit und man hält mehr Rückschau als sonst,wenn sich die Natur erst mal wieder zur Ruhe begibt.Und diese Jahr ist nun mal ein besonderes, und man ist schon beunruhigt und besorgt um all die Seinen und doch auch um sich,es geht an keinem spurlos vorüber…
    Fein,dass du die Musiktherapie zum bissel ablenken und aufmuntern hast-hoffentlich hat sie dir geholfen!
    Ich hab eigentlich auch immer Radio oder eine CD an,tut schon gut,jemanden zu hören.
    Und von deiner Schreibtherapie hast du ja wieder reichlich Gebrauch gemacht und in die Praxis umgesetzt :),aber schön für uns!
    Ich freu mich,dass du die vielen lieben alten Fotos für uns mit rausgesucht hast,uns mit teilhaben lässt als Gruppentherapie an deiner glücklichen Kindheit inmitten einer großen Verwandtschaft,auch wenn du Einzelkind warst,warst du selten allein.Das war bei uns auch so.Unsere beiden Omas umsorgten unss auch bestens,aber war ein großer teil der Verwandtschaft im „Westen“,so auch Cousinen und der Cousin,man sah sich kaum,wir konnten nicht hin,sie waren selten da.An materiellem hats sicher oft gefehlt im Osten überhaupt und auch bei 3 Kindern,aber ein „warmes Nest“ hatten wir jederzeit vorallem bei der Mutter,der Vater ging zur Arbeit. Anfangs hatte ich auch so eine strahlend helle Kopfoberfläche wie du :) ,und zur Schule ging ich auch sehr gern,hauptsächlich wegen der Klassenkameraden.Sogar mit Mumps wollte ich partout am liebsten nicht zu Hause bleiben…
    Auf einem Pferd habe ich aber noch nicht gesesssen,eine gute Figur machst du drauf! Wie eine Amazone.
    Unsere Garderobe,hauptsächlich Kleider,hat unsere fleißige Mama,auch für aalle Festlichkeiten,selbst genäht und dafür auch manchen Nachtschlaf geopfert.Und ihr war es nie zu viel,sich mit uns zu beschäftigen,wie es in der heutigen Zeit leider sehr oft der Fall ist…

    Ich freu mich,dass dir dein Eintrag bei deiner Trübsalsbewältigung bissel geholfen hat,mir sehr! Aber solche Phasen sind auch normal.Man kann nicht immer nur „oben“ sein,das ist dann auch eintönig und nix besonderes mehr.
    Dankeschön auch für deine Reinhard Mey Lieder und die Fotogalerie nochmal! Ich versuch es dolle daran zu glauben,dass alles gut wird und auch wieder bessere Zeiten kommen,auch wenns manchma schwer fällt.Der Engel von Kristinas Karte und der Gruß von Mimilein sind ganz fein dabei! Lieben Gruß besonders an dich nach oben,Miezchen.
    Dankeschön auch für deine Segenswünsche für uns,sie gehen genauso an dich zurück! Und für den schönen erfreuenden Eintrag!
    Ich wünsche dir auch von Herzen einen schönen und gemütlichen Herbstsoontag,bleib auch gesund mit den Deinen und grüße bitte das Redaktionsteam mit allen Helfern von mir! Das gilt auch für alle Leser hier.

    An dich liebste Grüße von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      freut mich, daß er dir gefällt, der Eintrag, der Herbst kam wirklich ziemlich plötzlich und die Umstellung fällt nach den herrlich warmen Tagen zuvor nicht so leicht.
      Schön, daß ich auch bei dir wieder Kindheitserinnerungen wecken konnte, das mach ich so gerne, und schön zu lesen, daß du ähnliche Erinnerungen hast, vor allem die an eine behütete Kindheit, das ist doch das beste Rüstzeug, welches man Kindern mit auf den Weg geben kann, egal unter welchen Bedingungen und in welchen Zeiten.
      Das Gedicht ist eines meiner Lieblingsgedichte von Rilke, es beschreibt so gut und treffend, wie man sich im Laufe der Jahre doch weit von der Kindheit entfernt und als erwachsener Mensch doch Mühe hat, die Dinge und Gedanken wiederzufinden, die wir uns eigentlich lebenslang bewahren sollten.
      In diesem Jahr ist jede Zeit eine besondere, ähnliches hat wohl kaum einer von uns in seinem Leben erlebt. So gibt es keine Erfahrungen, die den Umgang damit leichter machen könnten, und alles ist ungewiß.
      Musik ist immer eine gute Therapie, jedenfalls für mich, und fast automatisch geh ich dabei auf die Suche nach Reinhard Mey, dessen Lieder so tief aus seiner eigenen Erfahrung und seinem eigenen erleben kommen, da fühlt man eine große Verbundenheit.
      Meine Schreibtherapie ist da auch immer eine große Hilfe, das war als Kind schon so, eine Zeit lang habe ich sogar mal Tagebuch geschrieben, lang, lang ist’s her! Heute ist mein Blögchen und unser Grafschafter hier so ein bissel mein Tagebuch.
      Ich war ein Einzelkind, ja, aber ich war wirklich nie einsam, ich hab mich in meiner damals auch noch sehr großen Familie richtig wohlgefühlt, im Laufe eines Lebens lichten sich dann naturgemäß die Reihen, aber die Erinnerungen bleiben. Schön, daß du auch so ein warmes Nest hattest, da kann man lange im Leben von zehren.
      Ja, die Schulzeit, auch so eine schöne Erinnerung, ich bin wirklich gerne dort gewesen. Och, wenn ich krank war, war ich auch gerne mal umsorgt und behütet zu Hause, aber letztlich freute man sich dann doch wieder auf die Freunde und Freundinnen in der Schule.
      Hach, ja, mein Polizeipferd, das ist eine liebe Geschichte, die auch immer wieder gerne im Familienkreis erzählt wurde, was war ich stolz, daß ich tatsächlich auf dem schönen Pferd aufsitzen durfte, am liebsten hätte ich den Zossen ja behalten, aber ich glaub, da hätte der Polizist doch was gegen gehabt.
      Meine Mama hat viel gestrickt für meine Garderobe, nähen war nicht so ihr Ding, und ich war immer sehr stolz, wenn ich das trug. Fiel mir beim betrachten der Bilder gestern noch so auf, auf dem mit meinem Cousin und seiner Mama, da trug ich ein rotes Samtkleid, ich liebte Samtkleider, und hatte im Laufe meiner Kinderzeit sowohl ein rotes, ein grünes und später auch ein blaues, das ich dann sogar noch als Teenager gerne getragen hab.
      Ich freu mich, daß dir alles so gut gefallen hat, danke für all deine lieben Wünsche, ich wünsche dir noch einen schönen Sonntagabend, und das Redaktionsteam schließt sich da lieb brummend an, liebste Grüße von uns allen,
      Monika.

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  2. Sehr schöne Kindheitserinnerungen über die du heute in deinem Beitrag berichtest. Ich würde es jedem Kind wünschen, dass es sich an solch eine schöne Kindheit später einmal erinnern kann. Mir sind grad jetzt in den letzten Tagen Bilder von Kindern im Kopf, die sicher später einmal nicht über solche eine schöne Kindheit berichten können . Mir geht es kalt den Rücken runter, wenn ich die Kinder im TV von Moria sehe. Aus welchem Grund ihre Eltern auch immer ihre Heimat verlassen haben , die Kinder können am wenigsten dafür. Nach dem Brand im Flüchtlingscamp , haben sie nicht mal mehr ein Dach über dem Kopf . Ihr Kinderbettchen wenn man es so bezeichnen möchte, lagen an einem Straßenrand oder unter einem Baum in den nahen Wäldern der Insel. Die Staatengemeinschaft der EU schaut tatenlos zu. Ich kann mich gut an die Erzählungen meiner Schwiegermutter erinnern, denen es ja ähnlich ergangen ist . Sie sind mit Sack und Pack im kalten Winter aus Ostpreußen geflohen und auch hier waren Kinder mit auf der Flucht.
    Ich habe aber auch einige schöner Erinnerungen was den Herbst betrifft . Hierbei denke ich besonders an das Gedicht von Th. Fontane “ Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland “ in dessen Garten die goldenen Birnen weit und breit leuchteten. Genau in dieser Zeit haben wir eine Tour entlang der Habel unternommen. Auch die bunten Buchenwälder im hessischen Kellerwald nähe Edersee, sind schöne Seiten des Herbst, ein Ziel das wir gerne in dieser Jahreszeit ansteuern . Aber auch der Vogelzug sind schöne Bilder des Herbstes, wenn Kraniche am Himmel über unsere Städte und Dörfer fliegen.
    Leider bleibt mir in diesem Jahr der Weg in die Regionen der Buchenwälder und der Rastgebiete der Kraniche verschlossen .
    Wie du ja sicherlich im TV gesehen oder in den Medien gelesen hast, hat die Stadt Hamm aus der ich komme, eine traurige Berühmtheit erlangt . Wir sind der Ort, mit den meisten Coronainfektionen deutschlandweit. Uns möchte man anderer Orts der Zeit nicht so gern in der Nähe haben.
    Liebe Grüße und bleibe gesund
    Werner.

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    • Das gleiche ging mir gestern beim schreiben des Eintrags durch den Kopf, lieber Werner, ich würde auch so gerne jedem Kind eine solch behütete und geborgene Kindheit wünschen. Aber da gehen Wunsch und Wirklichkeit nicht ineinander, egal, was auf diesem Planeten von erwachsenen Menschen angerichtet wird, die Kinder sind immer und überall die leidtragenden! Und die, die am unschuldigsten am ganzen Geschehen sind. Ich hab das Leid und die Tragödien von solchen Kinderleben schon hautnah erlebt, als ich als junge Frau hier in meinem Ort bei einer gemeinnützigen Einrichtung gearbeitet habe, beim Friedensdorf, damals noch zu Zeiten des Vietnamkrieges. Wir haben immer so gehofft, daß unsere Einrichtung irgendwann einmal nicht mehr vonnöten ist, es war eine vergebliche Hoffnung, es gibt sie, zum Glück für die Kinder, immer noch, aber Frieden und menschliches Einsehen leider nicht.
      Moria kann man nicht sehen, ohne zu weinen, es ist eine Schande, wie da geschachtert wird um Menschenleben, und hier rennen die Vollverblödeten mit ihren falschen Fahnen auf die Straße und schwurbeln was von beraubter Menschenwürde, da schwillt mir so der Kamm, da darf man nicht schreiben, was man sich wünschen würde, wenn man könnte! Und wenn du zu dem Thema im „sozialen“ Netzwerk die Kommentare liest, dann bist völlig fassungslos, und es bestätigt sich mal wieder, wie recht Einstein mit der Einschätzung der menschlichen Dummheit hatte, was mich aber daran am meisten erschreckt, das ist der blinde Haß, die Egomanie und die Rücksichtlosigkeit, mit der über alle drüber weggetrampelt wird, die der Befriedigung der eigenen Befindlichkeit im Wege stehen. Ich glaube, es ist heute nötiger als je, daß die wenigen, die noch unter uns weilen und den letzten Krieg erlebt haben, ihre Stimme erheben mit den eigenen gleichen Erlebnissen und mahnen, mahnen, mahnen. Leider sind das nicht mehr so viele, aber da sind ja dann noch wir, die diese Zeit zumindest noch aus den Erzählungen von Eltern und Großeltern kennen, wir dürfen nicht tatenlos bleiben. Ich bin da immer ganz glücklich über zum Beispiel die Jungen von Fridays for future, Naturschutz schließt Menschenschutz mit ein, und so ist dringend zu hoffen, daß die Menge der Empathie-fähigen Menschen doch größer ist als die der verwöhnten und verhätschelten „Geiz-ist-geil-Gesellschaft“, die letztlich dann auch mit Menschlichkeit geizt!
      Ach, der „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“, ich kann es immer noch auswendig, das Gedicht, ich liebe es! Herrlich, in der Birnenzeit eine Tour durchs Havelland, das hätte ich auch gerne gemacht, kann ich mir so gut vorstellen, welch schöne Erinnerungen ihr daran habt. Wir waren in der goldenen Oktoberzeit (und damals war sie auch wirklich golden, herrlichstes Wetter!) bei Fontane, lach, nämlich der Wanderung durch die Mark Brandenburg, auch so ein herrliches Fleckchen Erde, das ganze mit Wohnmobil auf einem Campingplatz am Helene-See, ein Traum.
      Ziehende Kraniche machen mich immer sehnsüchtig, wenn sie mit ihren typischen Rufen über den Himmel ziehen, meine Mutter wohnte dazumalen in ihrer „Flugschneise“ und wir haben jedes Mal die Fenster aufgerissen, um sie zu sehen und zu hören, wenn sie gen Süden ziehen oder im Frühjahr wieder kamen, herrliche Zeit. Heute wohnen die Kinder in solch einer Einflugschneise, da komm ich dann auch hin und wieder in den Genuß, denn unsere Grafschaft lassen sie links liegen, leider.
      Ja, ihr habt eine traurige Berühmtheit erlangt, Werner, auch das fällt unter die Kategorie der heutigen Egomanie, egal welcher Couleur, Hauptsache ich, das kommt dann dabei raus. Und die anderen dürfen es ausbaden.
      Das wünsche ich dir und deiner Familie auch von ganzem Herzen, paßt auf euch auf und bleibt gesund, danke für deine lieben Wünsche, habt noch einen schönen Sonntagabend und kommt gut wieder in die neue Woche, liebe Grüße
      Monika.

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      • Liebe Monika ich sehe aus deinen Antwortzeilen, dass auch für dich der Herbst schöne Momente hat. Klar es wird kälter dunkler, wir verbringen nicht mehr so viel Zeiten im Freien und die Kontakte zu unseren Nachbarn werden weniger.
        Mich hat mal die Aussage eines befreundeteten Ehepaar, die für drei Jahre in Afrika gelebt haben überrascht. Auf meine Frage was sie in Afrika gegenüber Deutschland am meisten misst hätten, kam die Antwort, „Die vier Jahreszeiten“ . Eine Antwort die ich so nicht erwartet hätte , wobei dann die Erklärung für mich einleuchtend war. Immer nur Sommer zu haben, wäre für sie belastend gewesen . Sie haben sich auf den Herbst gefreut.
        Danke für deine Wünsche , wir sprechen uns.
        Gruß Werner.

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        • Oooh, doch, lieber Werner, der Herbst hat auch schöne Momente für mich, ich sag ja immer, ich liebe gerade die Jahreszeit am meisten, die dran ist! Die frühe Dunkelheit macht mir nicht so viel aus, ich bin eine passionierte Nachteule, wir sind das gewöhnt, lach! Usselwetter ist dann drinnen gemütlich, mit Tee und Kerzen, und wenn es richtig kalt wird und dann irgendwann sogar schneien würde, das wäre so ganz meins!
          Die Antwort von dem befreundeten Ehepaar, die für eine Zeit nach Afrika gegangen sind, kann ich sehr nachvollziehen, ich glaube, die würden mir wohl auch am meisten fehlen, obwohl sie sich hier ja leider auch schon bissel verwischen durchs gebeutelte Klima, aber immer nur Sonne, nee, das bräuchte ich wirklich auch nicht! Das ist langweilig, lach!
          Machen, wir, ich freu mich drauf, schönen Abend und ganz liebe Grüße
          Monika.

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  3. Moin aus B nach O. 😊
    Mal wieder in Kinderbildern kramen ist immer nett. Ganz besonders wenn man dann noch jemanden dabei hat zu dem man dann sagen kann „weißt du noch“ hihi.
    Wir wünschen dir eine angenehme Herbstzeit und hoffen, dass wir alle unbeschadet über diese eigentlich schöne, diesmal aber schreckliche Zeit kommen.
    Bleib gesund, liebe Monika.
    Viele Grüße von uns Bees 🐾🐾👣

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    • Moin moin aus O nach B!
      Oh, ja, das war wirklich sehr nett, mal wieder in den alten Kinderbildern zu kramen, das ist natürlich dann noch schöner, wenn einer dabei ist, zu dem man sagen kann „weißt du noch“! Da müßte ich mich an meinen Cousin halten, der hat auch noch so viele „Weißt-du-noch-Fotos“, er hat vor Jahren auch mal eine kleine Ahnentafel angefangen und da konnte ich ihm auch bei so vielem ein- und aushelfen, bezüglich der Verwandtschaft immer weiter rückwärts.
      Das hoffe ich auch so sehr, daß wir alle unbeschadet über diese furchtbare Zeit kommen, die doch eigentlich sonst so schön ist, ich liebe den Herbst ja auch sehr.
      Danke für eure lieben Wünsche, ihr lieben Bees, das wünsche ich euch auch so von Herzen, paßt auf euch auf und bleibt gesund, und einen lieben, dicken Püler für Buddylein, und ganz liebe Grüße
      Monika.

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  4. Oh, jetzt habe ich aber auch in Erinnerungen geschwelgt, liebe Monika. Es ist schon so, dass man in der eher dunklen Jahreszeit mehr dazu neigt, einmal Rückschau zu halten. Momentan kommt auch noch Corona als Unsicherheitsfaktor in unserem Leben dazu. Da muss man sich schon an etwas Positivem festhalten können. Musik, Schreiben und Bilder und Erinnerungen aus der Kindheit sind dabei nicht die schlechteste Wahl.

    Auch ich hatte eine behütete und sehr schöne Kindheit. Als ich Deinem Bilderreigen hier folgte, ging doch so manches Mal ein Lächeln des Wiedererkennens über mein Gesicht. So manches Deiner Bilder könnte aus einem meiner eigenen Fotoalben stammen – die gestellten Fotografenbilder, die auch ich nicht mochte und dementsprechend finster dreinblickte. Fotos mit Tieren gibt es natürlich auch von mir zu sehen oder die Bilder mit der zahlreichen Verwandtschaft. Schultüte, Radio, Roller und mehr – als wären sie meinem eigenen Fotoalbum entsprungen 😁

    Danke für diesen schönen Nostalgie-Sonntag. Es hat richtig Spaß gemacht, Dir zurück in Deine Kindheit zu folgen, die auch ein Rückblick in meine eigene war
    .
    Einen lieben Gruß schickt Dir die Silberdistel in den Sonntag und das Pelztrio hängt liebe Schnurrgrüße an Dich, Mimi in heaven und Dein Redaktionsteam an. Bleibt auch Ihr alle schön gesund.

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    • Wie mich das freut, liebe Silberdistel, daß du mitgeschwelgt hast mit meinem Eintrag, das mach ich doch so gerne, Kindheitserinnerungen wecken! Gerade in dieser wieder dunkler werdenden Herbstzeit, und noch verstärkt durch all die Unsicherheiten von Corona, da tut es gut, wie du es ja auch schreibst, sich an etwas positivem festzuhalten und daraus wieder neue Kraft zu schöpfen. Es hilft ja alles nichts, es muß ja irgendwie weiter gehen.
      Freut mich sehr, daß du mit meinen Therapievorschlägen auch was anfangen kannst, gerade Musik ist in diesen Zeiten für mich immer sehr wichtig, und Reinhard Mey ist da immer mein erster Anlaufpartner, er singt mir immer so aus der Seele!
      Ach, wie schön, daß du auch so eine behütete Kindheit hattest, genau darauf hab ich mich beim erstellen des Eintrags schon vor gefreut, auf das Lächeln, das ihr im Gesicht haben werdet, wenn ihr euch in manchen meiner Erinnerungen wiederfindet. Mochtest du auch keine Fotografenbilder, hihihihi, ich fand das furchtbar, das zurecht setzen und das gestelzte, ich guck auf allen diesen Bildern auch sehr finster, bis auf die Bilder von meiner Erstkommunion, da guck ich, im übrigen zum bassen Erstaunen meiner Eltern, richtig „fromm und lichterheilig“, lach, weiß der Kuckuck, wie der Fotograf das geschafft hat.
      Ich hab hier richtig Spaß bei deiner Aufzählung mit Schultüte, Radio und Roller, ich glaub, so ein Uralt-Radio-Gerät (heute!) hatte damals wohl jeder Haushalt, und auf meinen Roller war ich so stolz, mit dem Körbchen für Püppchen oder Teddy vorne dran, genau wie die Großen!
      Siehst du, da haben wir wieder die doppelte Freude, denn ich freu mich jetzt, daß dir mein Nostalgie-Eintrag soviel Spaß gemacht hat.
      Wir danken euch herzlich für eure lieben Grüße und besonders für die Schnurrgrüße von eurem Pelztrio, über die sich meine Redaktionsbären und ganz sicher auch Mimi in heaven sehr freuen,und ich natürlich auch, die Bärengang schickt mal liebe Brummgrüße mit und ich wieder einen lieben Streichler für alle drei! Habt noch einen schönen Sonntagabend, paßt alle gut auf euch auf und bleibt schön gesund, ganz liebe Grüße
      Monika und die Bärengang.

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  5. Liebe Monika💕So schoene Bilder und Erinnerungen von Deiner Kindheit an die man mit Wehmut zurueck denkt. Es ist auch wahr, dass der Herbst eine melancholische Zeit ist wo man an die Vergangenheit denkt. An den vergangenen Sommer und Fruehling, die Zeit die so schnell vergangen ist. So schoen die Farben vom Herbst aussehen ist es trotzdem so, dass nach der Farbe der Blaetter die kahlen Aeste als naechstes kommen. Da denkt man auch, dass wieder ein Sommer zu schnell vergangen ist. Und das macht so nachdenklich.
    Vielen Dank fuer Deinen schoenen Beitrag. Ich wuensche Dir eine angenehme neue Woche und freuen uns schon auf Deinen naechsten Beitrag, der uns immer viel Freude bringt.
    Liebe Gruesse Lara, Misty und Bo💖💖💖

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    • Liebe Lara,
      wie mich das freut, daß du sie auch so schön findest, die Bilder und Erinnerungen an die Kindheit!
      Oh, ja, es ist schon auch Wehmut dabei, wenn man die Bilder von damals betrachtet, und ähnlich ist es ja auch mit dem Herbst, auch er weckt Wehmut, da ist es ganz verständlich, wenn man gerade in dieser Zeit so oft Rückschau hält. Ja, in diesem Jahr fällt mir der Abschied vom Sommer auch nicht so leicht, es ist so vieles so ungewiß, und auch, wie du auch schreibst, daß die Zeit wieder so schnell vergangen ist, das macht nachdenklich, das empfinde ich auch so.
      Das wünsche ich dir auch, eine gute und schöne neue Woche, in der nun schon der Oktober beginnt, einen lieben Streichler für Misty und Bo schick ich wieder mit, paßt auf euch auf und bleibt gesund, und ich freu mich über eure Freude auf den nächsten Beitrag, ich hab da schon so was im Hinterkopf wieder, lach!
      Einen schönen restlichen Sonntag gewunschen und liebe Grüße
      Monika.

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  6. Liebe Monika,

    …..einen Roller mit Ballonreifen hätte ich gerne gehabt, aber dieser Wunsch blieb unerfüllt, nachdem an meinem ersten großen Roller von Steif das Kugellager defekt war und ich im hohen Bogen wegen der plötzlichen Blockade über den Lenker geflogen bin.
    Aha….schon damals gab es ein Körbchen für die Puppe am Fahrrad, da merkt man doch den Altersunterschied von mehr als einem halbem Jahrzehnt!

    Deine Kindheitserinnerungen zu lesen, ist immer wieder ein Vergnügen und vieles spiegelt auch meine Erinnerungen einer behüteten Kindheit, wenn auch nur mit einem Elternteil durch den sehr frühen Tod meines Vaters.

    Du bist nicht allein mit deinen sorgenvollen Gedanken um das große C und alles, was damit zusammenhängt. Da wünscht man sich in der Tat in die unbeschwerte Zeit der Kindheit zurück, in der man mit weniger auch glücklich und vor allem zufrieden war. All das schildert Reinhard Mey so trefflich in diesem Lied, dass ich ganz besonders gerne habe und auch immer wieder des öfteren höre, wenn ich am PC sitze und schreibe.
    Die Hoffnung darauf, dass alles wieder gut werde, schwindet angesichts der immensen Probleme immer mehr und wie Werner schreibt, gibt es mittlerweile Generationen von Kindern, deren Kindheitserinnerungen nur der blanke Horror waren und sind und es fraglich ist, ob sie mit dieser Last ihrer Kindheit und Jugend je zu lebenstüchtigen und liebesfähigen Erwachsenen werden können.

    Deshalb ist deine und unser aller Dankbarkeit auch so unendlich groß für das liebevolle Rüstzeuug, das uns unsere Eltern mitgegeben haben, damit wir dort, wo die Wege nicht immer geradeaus gegangen sind, diese dennoch gut und mit einer positiven Einstellung bewältigen konnten.
    Dafür war dein nostalgischer Eintrag eine guter Anlass, sich dessen heute und auch sonst öfters einmal wieder dankbar zu erinnern….

    Hab vielen Dank , auch mit lieben Grüßen und besten Wünschen an alle hier,
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      oooh, den sehnsuchtsvoller Wunsch nach einem Roller mit Ballonreifen, aus dem leider nichts wurde, ich hatte da immer die Sehnsucht nach einem großen Bären aus der Familie derer mit dem Knopf im Ohr, den man auf Rädern hinter sich herziehen konnte, auch dieser Wunsch blieb unerfüllt. Oh, je, das war ein fieser Unfall mit dem alten Roller!
      Ja, da gab es diese Körbchen für die Puppen und Teddy schon für den Lenker, du glaubst nicht, wie ich mich darüber gefreut habe, schade, daß es den bei euch noch nicht gab, da machen wirklich ein paar Jahre was aus. Das einzige, was ich an dem Körbchen zu bemängeln hatte, daß da immer nur eine Puppe oder mein Teddy reinging, ich bin ja sonst, wenn ich meinen Puppenwagen schob, immer mit all meinen Kindern losgezogen, lach! Aber am Roller mußten sie sich doch alle abwechseln, ich hoffe, ich war da immer gerecht, hihihihi!
      Freu ich mich immer wieder sehr drüber, wenn ihr meine Kindheitserinnerungen gerne lest, und wie schön, daß du auch so eine behütete Kindheit hattest, wenn auch leider ohne deinen Papa, der so früh schon verstorben ist.
      Die Woche war echt irgendwie sehr nachdenklich und sorgenvoll, man kann es nicht immer zurückdrängen, wenn solche Gedanken kommen, und alles, was da draußen schon wieder abgeht und die Ignoranz und Egomanie so mancher Zeitgenossen, das läßt einem immer schwanken zwischen Wut und Verzweiflung, und bei sowas hilft bei mir immer Musik als erstes, das bricht die Dämme und dann kann man wieder besser denken und handeln, und Reinhard Mey trifft da immer meinen Nerv, aus ihm spricht eben eigenes Erleben und Erfahren, und das macht einem irgendwie so ein bissel zu „Komplizen“ einer Zeit. Da muß ich dir allerdings wirklich und leider recht geben, die Hoffnung, daß wirklich alles gut wird, die ist sehr schwer aufrecht zu halten. Es ist ein Verbrechen, was man so vielen heutigen Kindern antut, und das größte daran ist neben den Zuständen und Umständen, unter denen sie leben müssen, das kaputt machen ihrer Seele! Da geb ich dir so recht mit deinen Zweifeln, ob diese Kinder jemals eine Liebe weitergeben können, die sie nie erhalten haben. Ja, da ist meine und auch eure Dankbarkeit wahrhaftig groß, daß wir eine behütete und beschützte Kindheit erfahren durften, und gutes Rüstzeug mit auf den Weg bekamen, um auch dunkle Zeiten zu überstehen, ich hoffe immer nur, es ist mir gelungen und wird auch noch weiter gelingen, diese Dankbarkeit und diese gute Erfahrung weiter zu geben.
      Ich freu mich, daß du wieder Spaß und Freude am Eintrag hattest und wünsche dir und Django einen schönen Sonntagabend, macht es euch gemütlich, paßt auf euch auf und bleibt gesund, liebe Grüße
      Monika.

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  7. Liebe Monika,
    wo ist sie bloß hin,die unbeschwerte Kindheit, die wir glücklicherweise erleben durften?
    Auch ich als Einzelkind, doch sehr wohlbehütet, da mein Bruder Knut durch Krankheit schon im Krieg gestorben ist. Da war die Angst meiner Eltern um mich umso größer. Ich selbst bin ja auch noch vor Kriegsende geboren worden und meine Mutter war mit mir auf dem Lande bei Bauern untergebracht,weil in Berlin die Bomben fielen. Sie selbst hat damals auch nicht viel Gutes erlebt und später immer wieder darüber berichtet .Sie könnte das Erlebte von damals, garantiert heute mit den Flüchtlingenteilen. Sie hatte garantiert auch keine guten
    Erfahrungen und Erlebnisse gemacht.
    In dieser rasanten Zeit ,die stets auf Veränderungen aus ist ,kann man manchmal kaum noch mithalten.
    Durch diese schreckliche Corona Pandemie, sind wir doch mehr auf unser Zuhause angewiesen. Noch dazu,wo uns das Wetter so plötzlich von einem warmen Sommertag zum nasskalten Herbst überrascht hat.So völlig ohne Übergang.
    Da schweifen schon mal die Gedanken in zurück liegende Kindheitsträume,Jugenderinnerungen usw.ab.Ich glaube ,jedem von uns ergeht es so.Gut ist doch ,wenn man wenigstens noch schönen Erinnerungen nachhängen kann. Beim Aufräumen von Schränken und Schubladen fällt, einem, das Eine oder Andere Erinnerungsstück,auch Fotos in die Hände,und schon sind sie da die Erinnerungen und Gedanken daran, auch an unsere lieben verstorbenen Menschen ,die uns ein Stück des Lebens begleitet haben. Reinhard Mey bringt es immer wieder auf den Punkt.
    Liebe Monika, da hast Du uns wieder eine große Freude bereitet mit Deinen eigenen schönen Erinnerungen.
    Ich danke Dir dafür und wünsche Dir eine gute neue Woche.
    Liebe Grüße sendet Dir Ursel aus BÄRlin, auch an das Bärenteam

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    • Liebe Ursel,
      ja, manchmal kann ich es auch gar nicht fassen, wo sie hin ist, die unbeschwerte, glückliche Kindheit, während der die Zeiten noch so lang und endlos schienen! Heute rennt sie wie verrückt, die Zeit, aber solange sie uns immer noch und immer wieder Momente des Rückblicks und Erinnerns schenkt, kommt man zurecht. Ich hoffe immer so sehr, daß ich die eigene glückliche Kindheit auch an meinen Sohn weitergeben konnte, aber ich glaube schon, daß auch er gute und schöne Erinnerungen an seine Kinderzeit hat, weil ich immer versucht habe, das, was mir wichtig war und was ich schön fand in meiner Kinderzeit, ähnlich mit ihm zu machen, allerdings änderten sich dazumalen schon die Zeiten in die Rasanz der Veränderungen, die du auch ansprichst, trotzdem hoffe ich, ich hab mein bestes gegeben.
      Wie schön, daß auch du so eine behütete Kindheit erleben durftest, zumal du ja auch noch im Krieg geboren worden bist. Das kann ich so gut verstehen, daß deine Eltern nach dem frühen Tod deines Bruders Knut so viel Angst um dich hatten, ich kann mir wirklich nichts schlimmeres vorstellen, als das eigene Kind zu überleben. Wie gut, daß du mit deiner Mutter auf dem Lande warst im Bombenhagel, aus den Erzählungen meiner Mutter, die als junges Mädchen mit ihren Eltern und ihrem Bruder zusammen ausgebombt worden sind, weiß ich oder kann ich zumindest nachempfinden, wie schrecklich das war. Ich hatte ja zu einem Bild von unserem Garten vor dem Haus geschrieben, daß zu meinen Kinderzeiten dort noch ein Bunker stand, ich fand die Vorstellung immer ganz schrecklich, da rein gehen zu müssen. Es war auch streng verboten, weil das zu der Zeit nicht mehr sicher war, aber wir haben als Kinder ja doch immer wieder neugierig geguckt. In der Zeit haben viele nichts Gutes erlebt, die auf der Flucht oder ausgebombt waren, solche Zeiten bringen leider nicht nur das Gute in den Menschen verstärkt hervor, auch das Böse wird schlimmer.
      Ja, das war ein Wetterumschwung vom feinsten, da mußte man erstmal mit klar kommen, wieder mal ganz ohne Übergang, und gerade in diesen durch Corona ohnehin unsicheren Zeiten sehnt man sich dann nach der Verläßlichkeit der Kindertage, und wenn man dann schöne Erinnerungen daran hat, findet man doch wieder ein bissel was zum Mut machen. Oh, ja, gerade die Erinnerungen an liebe, bereits verstorbene Menschen, die ein Stück unseres Wegs mitgegangen sind, die sind kostbar und schön! Man kann sie in den Erinnerungen immer wieder lebendig machen! Reinhard Mey finde ich zu solchen Themen auch immer so gut, man spürt halt, daß er von eigenem Erlebten und Erfahrungen singt.
      Das freut mich sehr, liebe Ursel, daß ich dir mit meinen Erinnerungen eine Freude machen konnte, so sollte das, ich wünsche dir noch einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in eine hoffentlich gute neue Woche, liebe Grüße und liebe Brummgrüße vom Bärenteam, vor allem von deinen beiden „Ausreißern“ Bruno und Otto, aus OBÄRhausen nach BÄRlin,
      Monika und das Bärenteam.

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      • Ja,liebe Brigitte, es war 1942,er bekam Diphtherie und im Krankenhaus hatte noch ein Kind Scharlach. Was mein Bruder Knut dann zu allem Übel auch noch bekam. Das konnte der kleine Körper mit 4 1/2 Jahren unter den Kriegsbedingungen im Krankenhaus nicht verkraften und er verstarb an Post diphterischen Lähmungen. Meine Mutter war am Rande der Verzweiflung und hat sich so sehr gewünscht, dass ihr Knut wieder käme.Dann kam 1943 ich……..
        Unser geliebter Eisbär Knut wurde 2006 geboren, sicher hätte sich meine Liebe Mutter darüber auch sehr gefreut .Irgendwie ein Lichtblick……..
        Ich mag nicht weiter denken, wenigstens scheint heute wieder ein bisschen die Sonne 🌞. Ich wünsche Dir einen schönen Tag. Lg.Ursel

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        • Ich danke dir sehr für deine Antwort,liebe Ursel.Das war wirklich alles schlimm mit dem kleinen älteren Bruder.Bissel nachempfinden kann ich es,meine Schwester verlor vor zwei Jahren ihren jüngeren Sohn und ist nun mit Mitte 60 im Pflegeheim vor lauter Kummer.
          Gut,dass du dann noch kamst und deine Mama hätte ganz bestimmt auch viel Freude an unserem Herzensbärchen gehabt! Ja,ein Lichtblick,wie auch unsere schöne Gruppe hier,wo wir uns austauschen können.
          Heute scheint hier auch wieder die Sonne und hab du auch einen schönen Tag!

          Liebe Grüße von Brigitte.

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  8. Am Morgen gelesen und jetzt zu später Stunde erst kommentieren, dabei habe ich meine Kommentare noch nicht beantwortet. Morgen ist auch noch ein Tag :-D
    Schon seltsam, denn gestern schickte mir mein Neffe ein Foto, das ich noch nie gesehen habe.
    Meine zwei Schwestern und ich. Da war ich wohl 11 Jahre alt und richtig schnieke waren wir eingekleidet. Das muss dann wohl zu einem Feiertag (Pfingsten?) gewesen sein, denn sonst hatten wir keine schicke Kleidung, nur zu bestimmten Anlässen. Mein Bruder fehlt auf dem Bild, sollte wohl nur ein Mädelsfoto sein.
    Vier Kinder zu ernähren und einkleiden war zu damaligen Zeiten nicht einfach. Wir waren nie im Urlaub, hatten kein Auto und wir Kinder keine Rollschuhe, keine Schlittschuhe oder sonstiges.
    In den Sommerferien musste ich auf dem Feld Rüben verziehen, im Herbst Kartoffeln roden und es war so kalt. Meine jüngeren Schwestern brauchten das nicht, mein Bruder schon gar nicht.
    An eine schöne und behütete Kindheit kann ich mich nicht erinnern, aber das habe ich meinen Kindern gegeben und sie sind glücklich, was sie auch oft zeigen. Es grämt mich auch nicht, da so es ist, wie es ist und das war einmal. Mit meinem Mann bin ich immer noch glücklich, den Kindern geht es gut. Das allein zählt jetzt für mich.
    Ich hoffe, du hattest einen schönen und entspannten Sonntag.
    Komm gut in die neue Woche und herzliche Grüße von Mathilda ♥ ♥ ♥

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    • Ja, liebe Mathilda, manchmal läuft einem irgendwie die Zeit durch die Finger, und man weiß gar nicht wie. Aber hast recht, morgen ist auch noch ein Tag.
      Nun bin ich überrascht und berührt, wie so manches Mal der Zufall regiert, wenn du gestern von deinem Neffen ein Foto von dir und deinen beiden Schwestern aus deiner Kinderzeit bekommen hast, das du nicht kanntest. Hach, das Wort „schnieke“ hab ich schon lange nicht mehr gehört, dann war das wohl wirklich von einem Feiertag, denn das war bei mir auch so, Alltagsklamotten unterschieden sich sehr von denen von Sonn- und Feiertags, da wurden Sachen noch „geschont“, weil sie ja lange halten mußten, es war kein Geld da für laufend neu kaufen, und wenn deine Eltern vier Kinder ernähren mußten, dann kann ich mir gut vorstellen, daß das nicht einfach war. An materiellen Gütern waren wir auch nicht reich, aber ich war halt ein Einzelkind, dann ging doch manches einfacher, im Urlaub waren wir im eigentlichen Sinne auch nicht, meine Mama ist mit mir zu Verwandten nach Höxter gefahren, und mein Papa ist dann, wenn es möglich war, für damals noch zwei Wochen Jahresurlaub nachgekommen. Auto hatten wir auch nicht, und Rollschuhe hab ich mir immer mit meiner Freundin geteilt, die hatte welche.
      Geschwister hatte ich ja nicht, aber ich hatte Freundinnen, die welche hatten und bei denen es zuhause auch oft so ungerecht zuging wie du es jetzt beschreibst, daß du da alleine arbeiten mußtest und deine Geschwister nicht, das hab ich als Kind schon immer als sehr ungerecht empfunden, und ich kann mich da gut reinfühlen, daß du sagst, du kannst dich nicht an eine schöne und behütete Kindheit erinnern. Und ich kann mir auch sehr gut denken und vorstellen, daß du dir da bestimmt schon vorgenommen hast, daß das bei deinen Kindern einmal anders sein sollte, und du hast es deinen Kindern gegeben, und hast nun die Freude, daß sich deine Kinder an eine glückliche Kindheit erinnern können, und sie dir das auch zeigen, das finde ich so gut. Da brauchst du dich auch nicht mehr zu grämen über deine Kindheit, ich finde es gut, daß du das so „zu den Akten“ legen kannst, denn dir ist das Glück ja, wenn auch später, doch auch begegnet, du bist noch immer glücklich mit deinem Mann, was ich wundervoll finde, und deinen Kindern geht es gut, letzteres ist für mich auch immer von ausschlaggebender Bedeutung, wenn das so ist, hab ich eigentlich für mich auch keine Wünsche mehr. Das allein zählt, da hast du voll und ganz recht.
      Jawoll, lach, hatte ich, den schönen, entspannten Sonntag, hoffe ich natürlich von dir auch, dann starte auch gut in die hoffentlich gute neue Woche, und ich wünsche dir eine gute Nacht, liebe und herzliche Grüße
      Monika.

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    • Oh, ja, lieber Gerhard, das mach ich mit Wonne, lach! Ist auch immer wieder schön, sich an all die Menschen zu erinnern, die einem ein Stück auf dem eigenen Lebensweg begleitet haben.
      Liebe Grüße und ich wünsch dir einen schönen Abend,
      Monika.

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  9. Liebe Monika,
    vielen Dank, dass Du uns mit Deinem Beitrag in die Vergangenheit geführt hast und wir Dich gleichzeitig durch Deine Kindheit hindurch begleiten durften. Gerade solche alten Fotos, noch in schwarz-weiß, gefallen mir sehr gut, und sie sind ein wahrer Schatz.
    Ich bin im besten aller Jahrgänge (1966, 😀😀😀) geboren und, obgleich ich noch zwei Schwestern habe, eigentlich ein Einzelkind, da die eine 12, die andere 17 Jahre älter ist als ich. An meine Kindheit bzw. einzelne Details kann ich mich seltsamer Weise nur noch vage erinnern. Ich bin schon damals mit Tieren aufgewachsen (Katzen, Schäferhund, Meerschweinchen und einem Hasen), und das hat mich sehr stark geprägt. Auch habe ich schon sehr früh meine Liebe zum Handarbeiten und Basteln, aber auch zum Lesen entdeckt und war somit mehr ein „Indoorkind“. Meine Interessen waren nicht unbedingt die, die andere, vor allem gleichaltrige, Kinder teilten, was bedeutete, dass ich nur wenige Freunde hatte.

    Verzeih mir bitte, dass ich mich auf Deinem Blog in letzter Zeit etwas rar gemacht habe, aber das Leben 1.0 hat mich voll erwischt und mein Terminkalender gleicht im Moment sehr stark dem eines Top-Managers.

    Alles Liebe

    Bine mit Angel und Balou

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    • Liebe Bine, liebe Angel und lieber Balou,
      das freut mich sehr, daß euch der Beitrag aus der Vergangenheit gefallen hat, ja, meine Kinderzeit, ich guck immer wieder so gerne die alten Bilder, und das wollte ich doch mal wieder mit euch teilen, ist immer doppelte Freude, wenn ihr auch Spaß daran habt. Die Fotos sind wirklich ein Schatz, da hast du so recht!!!
      Du bist also im besten aller Jahrgänge 1966 geboren, da bist du ja noch ein Jungspund, lach, neben dem besten aller Jahrgänge 1952, hihihihihi! Da bist du aber wirklich doch eigentlich ein Einzelkind, wenn deine beiden Schwestern so viel älter waren als du, Nesthäkchen! Bei mir ist noch vieles präsent aus der Kinderzeit, die Erinnerungen fangen da auch recht früh an, aber natürlich erinnert man sich nicht an jedes Detail. Mit Tieren aufgewachsen bin ich eigentlich auch, obwohl im eigenen Zuhause „nur“ mit einem Kanarienvogel, meinem geliebten Hansi! Aber Nachbarschaft mit Tieren und vor allem mein Urlaubs/Kindheitsparadies in Höxter, mit Bauernhof direkt neben der Wohnung meiner Tante, bei der wir die Ferienzeit verbracht haben, und wo ich das vierte Kind im Hause war in der Zeit. Das prägt wirklich, da kann ich dir nur recht geben. Handarbeiten und basteln hab ich aber erst spät für mich entdeckt, in den Kinderjahren war ich da eher eine Niete, lach, mit schiefen gehäkelten Topflappen, ebenso verunglückten Strickprojekten, außer einem gestrickten Teddybär in mohairweiß, der ist mir gelungen, an was man sich nicht alles erinnert. An Nähprojekten aus der Schulzeit hat lediglich mal ein Kopftuch für die Kochschule geklappt, die dafür vorgesehene Schürze hat meine Mama genäht, da hatte ich dann keine Lust mehr drauf. Ich hätte dazumalen lieber das Fach „Werken“ als „Handarbeiten“ gehabt so wie die Jungs in unserer Klasse. Vogelhäuschen zimmern oder ähnliche Dinge fand ich damals viel attraktiver. Die Liebe zur Handarbeit samt nähen stellte sich dann erst in den Teenagerjahren bzw. im jungen Frauenalter ein. Lesen war allerdings auch von Anfang an meins, und ich war so ein „halb und halb-Kind“, ich war gerne draußen, konnte es mir aber auch innen fein machen. Ach, wenige Freunde kann doch manchmal ganz prima sein, wenn es die richtigen, treuen sind, als ganz viele, auf die man dann meist nicht so zählen kann.
      Mach dir keine Gedanken über wenig kommentieren, schließlich hast du recht, wenn du schreibst, da gibt es eben auch noch das Leben 1.0, und das muß manchmal Vorrang haben, na, da wird bei dir garantiert keine Langeweile aufkommen, wenn du dich fühlst wie ein Top-Manager mit vollem Terminkalender! Gutes Gelingen wünsche ich dir dafür!!!
      Ich wünsch euch nun noch einen schönen Abend, schick liebe Streichler an Angel und Balou mit, paßt alle gut auf euch auf und bleibt gesund, und ganz liebe Grüße
      Monika.

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      • Liebe Monika,
        dass Dich die Schulprojekte in Sachen Handarbeiten nicht vom Hocker gerissen haben, kann ich sehr gut verstehen. Da werden doch in aller Regel nur ganz bescheuerte Sachen gehandarbeitet!!! Ich kann mich noch an einen Rock erinnern, den wir im Gymnasium genäht haben. Der haette ohne Weiteres an einer Modenschau zur Thematik „Bauernfashion“ teilnehmen können und wäre dann ganz bestimmt unter der Bezeichnung „Mehlsack“ angetreten!!! Mir haben nur die Sachen Spaß gemacht, die ich mir selbst ausgesucht habe zum Handarbeiten und nicht diese „Zwangsprojekte“.
        Das Basteln habe ich mir sehr viel von meinem Vater abgeschaut und hier z. B. – ganz zum Erstaunen meines Deutschlehrers – in einer Vorgangsbeschreibung in der 5. Klasse (also, erste im Gymnasium) beschrieben, wie man ein Regal gerade, also sprich mit richtigem Anlegen der Wasserwaage, an die Wand bekommt. Dass diese Luftblasen „Libelle“ heißt, wusste ich damals aber noch nicht!
        Also wäre das Werken schulmaessig vielleicht auch die bessere Idee für mich gewesen. Ansonsten war ich eher „jungenhaft“ und hatte sehr viel Legos, eine elektrische Eisenbahn, ein Schaukelpferd, einen Kettcar,… Mit Puppen hingegen konnte ich gar nichts anfangen! Die flogen bei mir im wahrsten Sinne des Wortes gleich ins nächstbeste Eck, und da war es mir auch vollkommen egal, dass sich darunter eine Schildkrötpuppe befand.
        Gelesen habe ich wirklich sehr viel und war auch Mitglied in unserer Kirchen- und der Stadtbücherei. Eine meiner bevorzugten Autorinnen war Enid Blyton (Hanni und Nanni, Dolly, 5 Freunde).
        Ja, siehst Du: Du hast mich mit Deinem Beitrag doch wieder ganz schön in meine Kinder–und Jugendzeit zurückgeholt.

        Alles Liebe

        Bine mit Angel und Balou

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        • Liebe Bine, liebe Angel und lieber Balou,
          hach, wie herrlich, eine Gleichgesinnte! Genauso hab ich das auch empfunden, daß da echt nur bescheuerte Sachen gemacht wurden, die keiner brauchte. Mama hatte so viele Topflappen, warum noch ein Dutzend mehr, Und du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich jetzt gelacht habe über deine Schilderung mit den Nähprojekt „Bauernrock“, ich hab dich ehrlich jetzt in Gedanken über einen Laufsteg gehen sehen, Modenschau Thema „Bauernfashion“, Modell Mehlsack (der Rock natürlich!!!), boaah, ich wisch mir die Lachtränen weg, herrlich! Mußte ich auch so an einen Kommentar vom Vater meiner Freundin denken, die sich in Jugendjahren mal mit großer Begeisterung ein Modell Moderichtung Folklore gekauft hatte, es angezogen hat zuhause und ganz stolz ihrem Vater vorgeführt, der daraufhin trocken meinte, „ja, schön, so Richtung ostelbische Bauernmagd!“, sie hat das Ensemble nie wieder getragen, lach!
          Hach, da haben wir was gemeinsam, basteln bzw. werken hab ich auch von meinem Vater, er war gelernter Schreiner, und hat auch stets mit Lot und Wasserwaage gearbeitet. Kann ich mir sehr gut vorstellen, daß dein Deutschlehrer da gestaunt hat in der fünften Klasse, wie du das mit dem Regal hinbekommen hast. Ja, seufz, Werken wäre da wirklich besser gewesen, was haben die Jungs immer für tolle Sachen gemacht.
          Nee, ansonsten war ich schon ein Mädel, ich liebte zwar und liebe sie bis heute noch elektrische Eisenbahnen, aber ich liebte meine Puppen und meinen Bären, und Stofftiere jeglicher Art, und alles hab ich heute noch! Meine Puppen sind auch Schildkrötpuppen, aber die Wertigkeit war einem ja damals noch gar nicht bewußt, für mich waren das meine Kinder, und ich hab sie ausgiebig mit dem Puppenwagen ausgefahren! Aber so ist das unterschiedlich, und ich finde, da sollte auch jedes Kind so spielen dürfen, wie es möchte, ob Mädel oder Junge, mein Sohn hatte zum Beispiel im Kleinkindalter einen Puppenbuggy mit heiß geliebtem Püppchen drin. Und genauso hingebungsvoll hat er mit seiner Ritterburg und mit Lego gespielt.
          War ich auch, in der Schul- und in der Kirchenbücherei, später dann in der Stadtbücherei, eine zeitlang hatte ich eine Filiale davon ganz in der Nähe meiner Wohnung, keine zwei Minuten zu Fuß, was hab ich da alles rausgeschleppt, leider haben sie vor einigen Jahren die Filiale geschlossen, da war ich echt traurig. Enid Blyton hab ich auch sehr gerne gelesen, die Abenteuer-Bücher und die Fünf Freunde, und später so mit zwölf, dreizehn Jahren, hab ich dann Karl May entdeckt, und mich abends im Bett mit der Taschenlampe durch die Bücher gefressen, hihihihihi!
          Siehste, das mach ich doch zu gerne, euch in die Kinder- und Jugendzeit zurückholen.
          Gute Nacht und liebe Grüße
          Monika.

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