Grafschafter Wochenanzeiger – Rusemondach – Wir gehen ins Theater!

 ______________________________________________________________________________________________                                              Die Heinzelmännchen                                                             

Wie war zu Köln es doch vordem
mit Heinzelmännchen so bequem!
Denn, war man faul, … man legte sich
hin auf die Bank und pflegte sich:
Da kamen bei Nacht,
ehe man’s gedacht,
die Männlein und schwärmten
und klappten und lärmten
und rupften
und zupften
und hüpften und trabten
und putzten und schabten …
und eh ein Faulpelz noch erwacht …
war all sein Tagewerk … bereits gemacht!

Die Zimmerleute streckten sich
hin auf die Spän‘ und reckten sich.
Indessen kam die Geisterschar
und sah, was da zu zimmern war.
Nahm Meißel und Beil
und die Säg‘ in Eil;
und sägten und stachen
und hieben und brachen,
berappten
und kappten,
visierten wie Falken
und setzten die Balken …
eh sich’s der Zimmermann versah …
klapp, stand das ganze Haus … schon fertig da!

Beim Bäckermeister war nicht Not,
die Heinzelmännchen backten Brot.
Die faulen Burschen legten sich,
die Heinzelmännchen regten sich –
und ächzten daher
mit den Säcken schwer!
Und kneteten tüchtig
und wogen es richtig
und hoben
und schoben
und fegten und backten
und klopften und hackten.
Die Burschen schnarchten noch im Chor:
Da rückte schon das Brot, … das neue, vor!

Beim Fleischer ging es just so zu:
Gesell‘ und Bursche lag in Ruh.
Indessen kamen die Männlein her
und hackten das Schwein die Kreuz und Quer.
Das ging so geschwind
wie die Mühl‘ im Wind!
Die klappten mit Beilen,
die schnitzten an Speilen,
die spülten,
die wühlten
und mengten und mischten
und stopften und wischten.
Tat der Gesell die Augen auf …
wapp! hing die Wurst da schon im Ausverkauf!

Beim Schenken war es so: Es trank
der Küfer, bis er niedersank,
am hohlen Fasse schlief er ein,
die Männlein sorgten um den Wein
und schwefelten fein
alle Fässer ein
und rollten und hoben
mit Winden und Kloben
und schwenkten
und senkten
und gossen und panschten
und mengten und manschten.
Und eh der Küfer noch erwacht,
war schon der Wein geschönt und fein gemacht!

Einst hatt‘ ein Schneider große Pein:
Der Staatsrock sollte fertig sein;
warf hin das Zeug und legte sich
hin auf das Ohr und pflegte sich.
Da schlüpften sie frisch
in den Schneidertisch
und schnitten und rückten
und nähten und stickten
und faßten
und paßten
und strichen und guckten
und zupften und ruckten, –
und eh mein Schneiderlein erwacht:
War Bürgermeisters Rock … bereits gemacht!

Neugierig war des Schneiders Weib
und macht sich diesen Zeitvertreib:
Streut Erbsen hin die andre Nacht.
Die Heinzelmännchen kommen sacht;
eins fährt nun aus,
schlägt hin im Haus,
die gleiten von Stufen
und plumpen in Kufen,
die fallen
mit Schallen,
die lärmen und schreien
und vermaledeien!
Sie springt hinunter auf den Schall
mit Licht: Husch husch husch husch! –
Verschwinden all!

O weh! Nun sind sie alle fort
und keines ist mehr hier am Ort!
Man kann nicht mehr wie sonsten ruhn,
man muß nun alles selber tun!
Ein jeder muß fein
selbst fleißig sein
und kratzen und schaben
und rennen und traben
und schniegeln
und biegeln
und klopfen und hacken
Und kochen und backen.
Ach, daß es noch wie damals wär‘!
Doch kommt die schöne Zeit nicht wieder her!

(Text: August Kopisch, Bilder von Oskar Herrfurth, Postkartenserie)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger: Da isser, der Rosemundach, das Hochfest des Kölner Karnevals!

In unserer wochenendlichen Redaktionssitzung gab es aber erst einmal grübelnde und ratlose Gesichter, den Rosenmontag gab es ja hier im Blögchen schon etliche Male, was also sollte die Redaktion da noch neues bringen beim ersten Rosenmontag im Grafschafter Wochenanzeiger??? Mimi blätterte derweil in unserem Karnevals-Archiv und da fiel ihr Blick auf das Jahr 2016: „Guck mal, Frau Chefredakteurin, da hatten wir doch mal so einen kleinen Narren in unserem Eintrag, könnten wir da nicht nochmal was mit machen?“ „Mööönsch, Mimi, gute Idee, denn weißt du, zu dem kleinen Narren gehört ja noch eine ganze Spielschar, die hol ich jetzt mal raus und dann fotografieren wir die mal, und dann mal gucken, was wir da für einen Eintrag mit klöppeln können!“ Gesagt, getan: Die Redaktionsmitglieder waren begeistert, aber guckt einfach erst einmal selbst:

An den kleinen Narren, zweiter von links, da könnt ihr euch sicher alle erinnern, den Pumuckl hatten wir auch schon mal in einem Eintrag, aber die restlichen Protagonisten sind euch noch allesamt unbekannt! Der kleine Narr, König, Großmutter und das vorne liegende Krokodil sind Original Dresdner Handpuppen, in Björns Kindertagen erworben. Und die beiden Handpuppen rechts außen sind von mir selbst gemacht, ein Räuber und ein Zauberer, da haben wir immer Kasperletheater mit gespielt! Zum Krokodil gibt es eine süße kleine Geschichte vom damals erst dreijährigen Björn: Das Krokodil wird ja in jedem Kasperletheater immer als gefährliches Tier verprügelt, als seine kleinen Freunde, die hier mitgespielt haben, das dann mit seinem auch machten, hat er ihnen das Krokodil von der Hand gerissen und in seine Arme genommen und getröstet und empört erklärt, sein Krokodil wäre ganz lieb und friedlich und dürfe nicht verprügelt werden!

Gucken wir nun mal die Puppen im Detail:

Der Pumuckl, selbst gestrickt! Björn liebte Pumuckl!!!

Den Narren kennt ihr ja schon und hier schleicht sich schon der König ins Bild eine weitere der Dresdner Handpuppen, ebenso wie die Großmutter. Jetzt kommen wir zu meinen selbst genähten:

Der Räuber, da war Björn immer so begeistert von dem Räuberhut! Aber seine Lieblingspuppe war der Zauberer guckt mal genau hin, er hat in seiner rechten Hand sogar einen Zauberstab! Nochmal die ganze Truppe bissel aufgehellt

und eine kleine Porträt-Galerie:

Zeigt her eure Füße, hihihihi!

Ja, und da standen wir nun mit unserer Puppentheater-Galerie und wußten doch wieder nicht so recht weiter, aber da hatte dann Otto, unser Handelsreisender, die zündende Idee: „Mööönsch, Frau Chefin, ick war doch neulich bei Ihre Kinderkes in Köln, und auf der Fahrt, da bin ich hier vorbei gekommen:

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%A4nneschen-Theater

Wie wäre es denn…..“ jaaaa, weiter kam Otto nicht, dann überschlugen sich hier die Kommentare vor Begeisterung, au, ja, au, ja, wir fahren mit alle Mann am Rosenmontag dahin!!! Eine prima Idee, Otto, dann gehen wir am Rusemondach standesgemäß in Kölle ins Theater! Und alle sind herzlichst eingeladen:

Treffpunkt: Natürlich in den euch bekannten grafschaftlichen Redaktionsräumen! Nach einem bissel vorglühen mit kleinen Snacks und Getränken

hält Mimi nochmal ihre schon legendäre Büttenrede von anno domini 2013!

Helau, alaaf, ihr Narren hier,
es meldet sich das Katzentier!
Seit Donnerstag läuft nun die Chose
daß hier der Öffner meiner Dose
total verrückt spielt, ach du Schreck,
kaum sind die Weihnachtssachen weg,
da trabt sie tanzend durch die Räume
und singt (falsch!) bis in meine Träume,
vom Räuber, Sultan und Kamelle,
da sträubt sich mir mein Nackenfelle,
Luftschlangen dekoriert sie da
wo sonst mein Knuffelkissen war,
und langsam dämmert es auch mir,
der Fasteleer ist wieder hier!

Und da ich bin ne liebe Katze,
so wink auch ich mal mit der Tatze,
und möchte euch und Frauchen hier
mit einer Büttenred`Plaisir
und ganz viel Freude heute machen,
darum kriegt ihr jetzt was zum Lachen,
und ich erzähl, da seid ihr platt,
was sich heut zugetragen hat,
als ich am Mittag, kaum zu glauben,
es wollte mir den Atem rauben,
auf dem Balkon am Boden sah:
Ein Amseltier, wie wunderbar,
mein Mittagessen, fein serviert,
mit leckerem Grün schon dekoriert.

Ich schlich mich an auf leisen Pfoten,
denn Vogeljagd ist hier verboten!
Was ich vor Jagdeifer vergaß,
da gab es ja auch noch das Glas
von der Balkontür, ach, du Graus!
Wie krieg ich das denn bloß da raus?
Und kaum gedacht, da war`s geschehn,
das Amseltier hat mich gesehn!
Es flog davon! Kommt nicht in Frage,
du haust nicht ab, wenn ich dich jage!
Ein Sprung! Doch ich erwischte
nur die Gardine, und die zischte
mit mir dran hängend auf den Boden,
die Stange war auch ganz verbogen,
die Amsel weg und mir ganz flau,
ach, was ne`peinlich-dumme Show!
In diesem Sinn: Alaaf – helau!

Bufftäää, bufftäää, bufftäää, bumm-bumm!

Und dann geht es los, bitte alle Platz nehmen in unserem närrischen Bulli

und ab geht die Fahrt nach Kölle ins Hännesche-Theater! Für unterwegs gibt es noch feine Karnevalslieder! Alle mitsingen, Klatschmarsch, und ab die wilde Fahrt!

Und dann viel Spaß im Kölner Hänneschen-Theater!

Ganz klar, daß wir als Truppe vom Grafschafter Wochenanzeiger natürlich auch einen Blick hinter die Kulissen werfen durften:

Wir hoffen, allen hat es richtig Spaß gemacht, mal was ganz anderes zum Rosenmontag!

Dann geht es mit dem närrischen Bulli wieder zurück zu den grafschaftlichen Redaktionsräumen, wo mit einem feinen kalten Karnevalsbuffet und diversen Getränken unsere Rosenmontagsfeier endet!

Zum Abschluß unserer Feier noch einmal das Lied von den Bläck Fööss „Unsere Stammbaum“ zum Gedenken an die Opfer von Hanau, Hand in Hand gegen Haß und Gewalt!!!

Habt alle einen schönen, friedlichen Rusemondach und eine gute neue Woche, wünschen euch von Herzen das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia.

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Jecke Wiever! Die Möhnen sinn loss!

An eine weibliche Maske

Sprich, wer bist du, schlanke Gestalt in der flüchtigen Maske,
zähl ich den Grazien dich, zähl ich den Musen dich bei! –
Aber die Göttinnen waren aus Erz und kaltem Gesteine,
und in der marmornen Brust klopfte kein fühlendes Herz.

(Theodor Storm)

Alaaf, helau, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, da isser, der Wieverfastelovend, dat Spillche jeit widder loss, der Straßenkarneval beginnt und die närrische Session hat ihren Höhepunkt begonnen. Da simmer dabei, wir Wiever vom Grafschafter, als da wären

meine Wenigkeit, die Frau Chefredakteurin, als große Magierin, Mimi, die sich gleich mehrfach in Schale geworfen hat

als schröckliche Fledermaus und als Sonnenkönigin, denn Sonne hätten wir alle so gerne mal wieder und Mimi will sie jetzt im Karneval mal locken! Als dritte im Bunde unseres närrischen Festkomitees fehlt nun noch unsere Lucia

sie fand Pinguin lustig, aber noch schöner gefiel ihr dieses Kostüm

als feine Prinzessin! Mit Kutsche! Fand sie ausgesprochen standesgemäß.

Ja, wir drei Wiever lassen dann heute mal die Puppen tanzen hier in den Redaktionsräumen, da haben die Jungs nix zu lachen, hihihi! Ein langer Eintrag wird das eh nicht, weil wir ja was für Rosenmontag vorbereiten bzw. vorbereitet haben. Aber euch allen einen ganz feinen Wieverfastelovend wünschen wollten wir euch doch noch kurz! Wir haben auch Post von noch einem weiblichen Katzenwesen bekommen, die sich dann hier doch mal in den Weiberverein mit einem entzückenden Kostümchen einreiht, unsere Freundin Rani

als kleine Meerjungfrau, das finden wir alle richtig süß!

Ein paar hübsche Karnevalsbilder stellen wir noch ein

werfen noch ein paar Strüsjer et Trömmelche jeht und so kann er beginnen, der 2020! Alaaf, helau, bufftäääää, bufftäääää, bufftäääää, bumm bumm!!!

Zum Schluß noch ein Lied als Motto für die ganze Session, eines der Lieblingslieder im Karneval von der Frau Chefredakteurin

Text steht drunter bei „Mehr anzeigen“!

Habts fein wünscht euch für heute euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger und die Freelancer Otto und Lucia!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Allerlei aus der Redaktion

Januar

Treffliche Frauen in ewiger Jugend,
grundverschieden, doch schön allzumal,
schlingen den Reigen der wechselnden Jahre,
liebliche Schwestern, zwölf an der Zahl.

Flockenumtanzt auf geflügelten Sohlen,
rosig und jung kommt das neue Jahr,
führet die erste der Schwestern zur Erde,
frostig und herbe – den Januar.

Pelzwerk und Stadtschuh liebt diese Schöne,
lockt die Jugend zu kraftvollem Sport,
macht es den Alten am Ofen behaglich,
pflegt die Geselligkeit fort und fort.

Öffnet den Reichen zum Wohltun die Hände,
– Winter bringt manche soziale Not, –
klopft an die Herzen mit ernster Mahnung:
Teile dem Hungrigen liebreich dein Brot.

Dreißig und einmal im Fluge der Tage
grüßt sie die Menschen in Stadt und Land,
dann hinter wehenden Nebeln verschwindend
reicht ihr die folgende Schwester die Hand.

Auf der Spur der strengen Schönen
schreitet Februar einher,
sanfter, milder von Gebärden,
ohne Winterschutz und Wehr.

Ihre schönen, ernsten Augen,
die voll Sehnsucht vorwärts schau’n,
seh’n schon hinter Regenwolken
ahnungsvoll den Himmel blau’n.

Horch, am Boden leises Regen!
Unter ihrem nackten Fuß
sprießt Schneeglöckchen aus der Erde,
Frühlings erster Botengruß. –

Wenn im bunten Fastnachtstrubel,
du die Gegenwart vergißt,
wisse, daß Natur da draußen
unentwegt am Werke ist.

Doch die hohe Frau im Schleier,
die den Frühling herbestellt,
räumt bescheiden ihrer Schwester
vor der Zeit das Arbeitsfeld.

(Helene Krüger, 1861 – um 1940, Goldene Garben. Ein Brevier für Frauen und Jungfrauen. M. von Braunschweig, Stroefer’s Kunstverlag, Nürnberg 1907)

Hallo, ihr lieben Leser alle des Grafschafter Wochenanzeiger, ich seh mal wieder Fragezeichen in euren Augen ob des Gedichtes, wie, was….Januar? Der ist doch nun schon vorbei und selbst der Februar schon um die Hälfte?! So ist das, aber das Gedicht geht, wie ihr nun auch schon selber gemerkt habt, weiter in den Februar, ich finde beide Gedichte so wunderschön und suchte schon lange nach einem Grund, sie einzustellen, aber sie erschließen sich halt richtig nur „im Verband“!

Und da ja nun auch der Februar sich die Farbe grau zur Leibfarbe gemacht hat, hatte ich noch einmal, noch ein einziges Mal, so richtig Lust auf was mit Eis und Schnee und Winter, der sich hier ja wohl nicht mehr einstellen wird in diesem Jahr. Oder halt wieder zu Ostern, aber dann kann er mir auch gestohlen bleiben, lach! Das war nun das Vorwort der Frau Chefredakteurin, die Redaktionssitzung hat meine Pläne gnädig abgenickt, wir sind ob des Wetters alle nicht so richtig in der begeisterungsfähigen Eintragsphase, aber was nützt euch allen ein Blatt, das sich positive Nachrichten auf die Fahnen geschrieben hat und dann selber schwächelt, hihihi, also haben wir uns alle am Riemen gerissen und natürlich ist uns doch noch wieder was eingefallen, was wir euch hier präsentieren können zur Wochenendausgabe, Bilder aus vergangenen Tagen, wir legen mal los:

Bilder aus unserem Eulennest, vor dem Sturm „Sabine“ aufgenommen, dramatischer Himmel:

Dann brach mal die Sonne durch die graue Ödnis:

Die Redaktion schwelgt noch in Winterdeko, die der Weihnachtsdeko nachgefolgt ist:

der Hausflur, winterlich dekoriert, hab ich mal wieder so eine Freude dran!

Drinnen in den Redaktionsräumen ist es am Kamin auch noch so heimelig, guckt:

Im Flur steht ein „Lichtmeßkranz“, da hab ich meine geweihten Kerzen aufgesteckt, die roten für die Frauen, die weißen für die Männer eines Haushaltes.

Euer aller Co-Autor, Mimi, die rasende Reporterin, hat den Platz an ihrer Hängematte samt ihrem saftigen Katzengras auch noch winterlich beleuchtet:

sie findet es fein.

Am gestrigen Valentinstag, der hoffentlich für euch alle ein schöner war, hat die Frau Chefredakteurin in ihrem Einkaufsladen was feines geschenkt bekommen, guckt mal:

Eine lachsfarbene Rose! Ist die nicht schön??? Hab ich mich so sehr drüber gefreut!

Ja, ihr lieben Leser alle, nun sind wir schon am Ende unserer heutigen Wochenendausgabe angekommen, große Ereignisse werfen ja auch schon wieder ihre Schatten voraus, am nächsten Donnerstag ist wieder „Wieverfastelovend“, einen expliziten Eintrag dazu wird es wohl nicht geben, da wir was feines für Rosenmontag vorbereiten, „laßt euch überraschen….“, lach!

Wir wünschen euch allen ein richtig schönes Wochenende, macht es euch gemütlich, daß Wetter wird wohl nicht berauschend (mal was ganz Neues, hihihihi!!!). Bleibt oder werdet alle gesund, wünscht euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger

sowie die Freelancer Lucia und Otto!

Habts fein! (Einmal noch: !!!!!!!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Sturmwarnung!!! Sonntagsausflug findet indoor statt

Abzählreime

Bülow, Nolle, Witte, Zoo…
auf dem Dache sitzt ein Floh,
der sich nicht zu helfen wo.

Konikoki Kakadu…
Rose auf und Rose zu.
Ferkel Ei und Ferkel Zwei.
Wer nicht fehlt ist mit dabei.

Stachus, Kios, Kaos, Kies,
Spinne, Speise, Scheiße, schieß.
Sexu Elefant Asie.
Fische haben nie kein Knie.

Ritze Rotze Ringelratz
zwei Miezeschwein, ein Grunzekatz.
Mein Großpapa heißt Lali,
der wird des Nachts ganz lila.

(Joachim Ringelnatz)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger! Es gibt eine Sturmwarnung zum heutigen Sonntag, wir hoffen sehr, es geht um einiges glimpflicher ab als vorausgesagt! Unser Balkonien ist gesichert, wir hoffen, in dieser Hinsicht ist auch bei euch alles im grünen Bereich! Bleibt bloß, wenn es irgend geht, alle daheim!!! Und paßt gut auf euch auf! Am 2. Februar sind hier ja traditionsgemäß zu Lichtmeß wieder Kerzen geweiht worden, die auch als sog. „Wetterkerzen“ dienen, sie sollen vor Stürmen und Gewittern schützen, und so zünden wir hier mal eine Lichtmeßkerze als Wetterkerze an, die uns behüten und beschützen soll:

Was machen wir nun aber mit dem Sonntag, wenn wir ihn daheim verbringen sollten? Ratlose Gesichter in der Redaktionssitzung, bis Hamish die zündende Idee hatte: „Wir machen einen Sonntagsausflug indoor!“ Ja, gut, Hamish, aber wohin? „Jaaa, Frau Chefredakteurin, ich hab in unserem Archiv noch Bilder gesehen, von deinen Kindern, weißt du, wo ich hin will???“ Oh, ja, das wußte ich, eine sehr gute Idee Hamish, dann mach mal!

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, hier ist euer Außenkorrespondent, hier ist euer Hamish! Ich plane jetzt hier mit euch einen ganz feinen Sonntagsausflug, zieht euch warm und wetterfest an, mit gutem Schuhwerk, keine Angst, uns wird kein Sturm umpusten, denn der Ausflug findet ja lediglich virtuell und in unserer Phantasie statt, lach! Kleines Handgepäck, wenn ich bitten darf, denn es geht nun erst einmal zum …..Flughafen!

Hihihi, ich glaub, ganz findigen Lesern schwant jetzt schon ein bissel was, wer noch gar nix ahnt, soll mal auf die Eingangs-Girlande oben gucken oder sich einfach überraschen lassen!

Der Flieger steht parat, kommt an Bord von

„Unity-Scotland-Fantasy-Airlines“ kurz USFA genannt,

wir heben uns in die Lüfte, ganz umweltfreundlich und klimaneutral, weil eben nur in unserer Phantasie, und nun ahnt ihr auch, wohin es geht, bei dem Namen der Fluglinie, nicht wahr, genau, es geht nach Schottland, noch genauer: Nach Edinburgh, und ganz genau: In den Zoo von Edinburgh!

Landeanflug!

So, und nun nehmen wir den Bus zum Zoo natürlich einen Doppeldecker, stilecht!

Willkommen im Zoo von Edinburgh!

https://www.edinburghzoo.org.uk/

Ich wünsche euch viel Vergnügen mit den Bildern von den Kindern der Frau Chefredakteurin, die sie in ihrem letztjährigen Urlaub in Edinburgh bei ihrem Zoobesuch gemacht haben! Und wo wir alle so gelacht haben, weil die Frau Chefredakteurin sie auf die Suche nach den Eisbären geschickt hatte, die doch gar nicht im Zoo von Edinburg wohnen sondern in Kingussie im Highland Wildlife Park! Kein Wunder, daß die Kinder berichteten, sie hätten leider keine Eisbären gesehen, hihihihi! Aber viele andere feine Tiere:

Feiner Anfang, oder? Wir schlendern jetzt einfach mal ohne viele Worte anhand der Bilder durch den Zoo! Habt viel Spaß!

 

So, nun mach ich euch noch eine Galerie mit allen Fotos in klein, ihr wißt es ja, erstes Bild anklicken und dann könnt ihr fortlaufend alle in groß gucken:

Und weil es doch so schön ist, kommt auch noch eine Dia-Show, wenn schon, denn schon!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Und da sind wir nun am Ende von unserer sonntäglichen Zootour im Zoo Edinburg, laßt uns noch alle gemütlich einen Kaffee trinken

und dann bringt der nächste Flieger von USFA uns gemütlich wieder nach Hause! Ich hoffe, es hat euch allen gefallen und wir würden euch alle zu gegebener Zeit gerne wieder an Bord von USFA begrüßen dürfen!

Ein kleines Schmankerl aus Edinburgh so am Rande vom Zoobesuch der Kinder hab ich noch für euch

klasse, oder?!

So, ihr lieben Leser alle, dann wünschen wir vom Grafschafter Wochenanzeiger euch allen einen hoffentlich guten Sonntag, keinen Schäden durch Sturm und auch sonst alles Gute, bleibt oder werdet alle gesund, euer Hamish und das gesamte Redaktionsteam sowie unsere Freelancer Otto und Lucia!

Habts fein und paßt auf euch auf!!! (Nessie, lach!)

Grafschafter Wochenanzeiger – Ein grauer Monat nimmt Abschied!

Die graue Farbe

In Grau will ich mich kleiden,
wie zarte Silberweiden,
mein Schatz hat’s Grau so gern!
Wie an den Hecken rankt im Tau
Clematisstöckchen seidengrau . . .
mein Schatz hat’s Grau so gern.

In Träume ganz versunken
starr‘ ich in Feuerfunken –
– mein Schatz, und Du bist fern –
die weiche graue Asche fällt,
der Rauch weht durch die stille Welt,
ich hab‘ das Grau so gern.

Ich denk‘ an graue Perlen,
an Nebel unter Erlen,
– mein Schatz, und Du bist fern –
an kühner Helden graues Haar,
das einst wie braune Haseln war,
das Grau, das hab‘ ich gern.

Graumöttchen fliegt ins Zimmer,
verlockt durch Lampenschimmer,
– mein Schatz hat’s Grau so gern –
Graumöttchen, ich verdenk‘ Dir’s nicht,
wir fliegen alle um ein Licht,
sei’s Irrwisch oder Stern.

(Irene Forbes-Mosse, 1864-1946)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun ist er um, der erste Monat des neuen Jahres, der Januar! Wir haben in unserer Redaktionssitzung zu diesem Wochenendeintrag übereinstimmend festgestellt: Selten war ein Januar so durchgehend grau! Das drückte nachhaltig aufs Gemüt, und da haben wir dann einstimmig beschlossen: Wenn das schon die vorherrschende Farbe im vergangenen Monat war, dann soll sie hier auch ihren Eintrag kriegen, nun also, das Redaktionsteam präsentiert euch die Wochenendkolumne zur Farbe

GRAU

Als Grau wird ein Farbreiz bezeichnet, der dunkler ist als Weiß und heller als Schwarz, aber keinen oder nur einen geringen farbigen Eindruck (Farbvalenz) erzeugt. Grau besitzt also keine Buntheit, es ist eine unbunte Farbe. Die Abstufungen zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz (Schwarz-Weiß-Skala) werden als Graustufen bezeichnet. Während Grau in der Alltagssprache auch leicht farbige Nuancen umfasst, betonen die fachsprachlichen Bezeichnungen Neutralgrau und Reingrau, dass kein Farbstich vorliegt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Grau

Grau ist die Farbe der Neutralität, der Unbezwingbarkeit und der Erneuerung, sie symbolisiert Würde und Weisheit. Grau steht für den Übergang zwischen Bekanntem und Unbekanntem. Die Farbe wirkt oft langweilig, sie gilt aber auch als elegant, sachlich und schlicht. Es gibt unzählige Farbnuancen bei der Farbe grau wie maus-, rauch-, silber-, nebel-, schiefer-, tauben-, asch-, beton- oder zementgrau.

In der Fotografie werden Grautöne auch als Halbtöne bezeichnet.

Licht und Finsternis vermischen sich im grau, die Farbe ist den Toten verbunden und Geister werden auf Kunstwerken oft in grau dargestellt, vielleicht, weil sie sich in einem Zustand zwischen Leben und Tod befinden, zwischen weiß und schwarz. Grau ist auch die typische Farbe des Schattens in seiner Bedeutung als das Unbewußte. Eigenschaften, die mit ihr assoziiert werden, sind Demut und Fürsorge.

Es gibt viele Redewendungen von der Farbe grau: „laß dir keine grauen Haare wachsen“ „grau ist alle Theorie“ „alles grau in grau sehen“ „bei Nacht sind alle Katzen grau“ „eine graue Maus sein“ „die graue Eminenz“ „Grauzone“ „in grauer Ferne“.

In vielen Fällen kommt die Farbe grau nicht so gut weg, aber Mimi hat natürlich sofort entdeckt, daß da was drin steckt, was ganz besonders schön ist, weil es eine ihrer Freundinnen hier betrifft: Die graue Eminenz mit ihrer wunderschönen silbergrauen Farbe, sieht doch so edel aus, oder?!

Und somit ist wiederum einstimmig hier in unserer Redaktionssitzung beschlossen worden, daß auch grau eine schöne Farbe sein kann! Dabei richteten sich dann ganz automatisch alle Augen auf die Frau Chefredakteurin: „Hej, Cheffin,“ meinte Ruddi, “  du hast doch zum Beispiel auch schon graue Haare, (der Bengel ist wirklich manchmal sowas von vorlaut, Anm. der Redaktionsleitung) da hast du doch bestimmt auch was an Klamotten, die dazu passen, kannste da nich mal paar Fotos von machen?“ „Ja, lieber Ruddi, ich bin in Ehren ergraut, respektive mein Haar zeigt stellenweise einen dezenten Silberton, und du gehst schon recht in der Annahme, daß ich dazu auch passende Gewänder besitze!“ (So sanft wie die Worte waren meine Blicke nicht, nochmals Anm. der Redaktionsleitung). Der Rest der Truppe kicherte dann irgendwie, jedenfalls meiner Meinung nach, bissel unmotiviert in sich rein! Sei’s drum:

Ich habe wirklich was ganz feines in grau, das habe ich vor Jahren mal selber gestrickt, guckt mal:

Da hab ich lange dran gearbeitet, umso stolzer war ich, als es fertig war! Ganz schlicht, und dazu paßt nun eben die Farbe grau wirklich sehr!

Die feine Perlenkette hab ich von meiner Mama geerbt, da sind graue Perlen bei, deshalb fand ich sie für das Kleid so besonders hübsch!

Es gibt noch weitere, ebenfalls graue Accessoires zu meinem Kleid, zum Beispiel ein Schultertuch mit Glitzersteinen

hier glitzern sie so schön!

Und eine Weste aus einer Art grauem Satinstoff

durch den Stoff schimmert sie auch so fein!

Das sind dann die eher edlen Varianten zu grau!

Jetzt meldete sich unser Handelsreisender Otto zu Wort: „Sag mal, Frau Cheffin, außer dem Wetter hattest du doch noch einen Anschub für den Eintrag über die Farbe grau, wenn ich die Wolle hier in meinem Köfferchen so betrachte…..???“ Ja, richtig, Otto, gut, daß du aufgepaßt hast, da war doch noch was, lach! Nämlich das hier:

Na, Fragezeichen in euren Augen?

Hihihihi, ich halte euch hin!

Aber jetzt kläre ich das mal auf: Das wird, wenn es fertig ist, ein langer, grauer Schlauch! Jetzt seid ihr schlauer, was? Ja, und den stopf ich dann aus mit Füllwatte, nähe ihn zusammen und habe einen ganz feinen, selbstgestrickten Kranz, den ich dann mit verschiedenen Deko-Elementen jahreszeitlich fein aufhübschen kann, jetzt im noch Winter würden sich da zum Beispiel Schneeflocken oder Eiskristalle für eignen. Wir werden berichten, wenn er fertig ist.

Bruno,   unser Redaktionsbote, guckte ein bissel nachdenklich, na, Bruno, fällt dir noch was zur Farbe grau ein? Nach kurzem Überlegen meinte Bruno: „Ja, Cheffin, ich komm doch aus Berlin ursprünglich, und du hattest, hab ich beim gucken in unserem Archiv entdeckt, da mal in einem Adventskalender einen Eintrag zu Weihnachtsmärkten, da gab es auch Bilder von Heinrich Zille, das wäre doch was als mein Beitrag, oder?“ Richtig, Bruno, das würde sehr gut passen, da die Farbe grau ja auch mitunter was nachdenkliches symbolisiert, komm, laß uns mal suchen.

Auch mit bissel Farbe drin ist der vorherrschende Farbton grau. Gut gemacht, Bruno!

Hamish lächelte ganz still in sich rein, wir wußten alle sofort, er denkt an Schottland, na, Hamish, was fällt denn dir zur Farbe grau ein? Jetzt mußte unser Außenkorrespondent doch lachen: „Na, was glaubt ihr wohl??? Das Wetter in Schottland, ich hab mich hier in diesem Januar wie zu Hause gefühlt bei dem Dauergrau, hihihihihi!!!“

Ja, klasse, Hamish, da hätten wir auch drauf kommen können!

Nun fehlte aus unserem Team nur noch Lucia, um ihr Scherflein zur Farbe grau beizutragen, und sie hatte natürlich auch sofort eine zündende Idee: „Frau Cheffin, du hast doch noch so was gestricktes, das, was du zu Weihnachten für eine Freundin von dir gemacht hast?“ Ja, Lucia, stimmt, sie wollte doch so gerne für ihren alten, geliebten Teddybären was feines neues zum anziehen, und da kam mir diese Idee:

Ein Trachtenhöschen mit rotem Herzchen auf grau und hinten sieht es so aus:

Wie geht es damit dann bei dir weiter, Lucia? „Na, guckt, bei dem Höschen ist doch schon die erste Farbe bei, und das ist bei grau doch so schön, da passen wirklich alle Farben zu!“

Stimmt, Lucia, und wenn nun der Januar vorbei ist, dann wird es ja auch langsam draußen immer lichter, deshalb feiern wir ja auch am 2. Februar Lichtmeß, da könnten wir dann hier in den Redaktionsräumen das bedrückende vom grau mal wieder ausräuchern, denn Räucher-Rituale bieten sich zu diesem Tag so gut an. Und wir haben doch noch so eine schöne Räucher-Mischung, Weihrauch, Rose und Zirbe, das würde gut passen, weil sie herzerwärmend und wohltuend ist, dann werden die grauen Tage immer lichter, bis sie am Ende vom neuen Monat wieder in den Farbenrausch der Karnevalstage münden, deren Ende dann wieder der Aschermittwoch ist, mit der Farbe grau, und da schließt sich nun aufs trefflichste der Kreis! Prima, Lucia! Sogar ein Gedicht zu diesem Farbübergang haben wir noch gefunden, wir fanden es alle so schön, deshalb kommt nun hier noch mal ein zweites Gedicht:

O daß es Farben gibt:
Blau, Gelb, Weiß, Rot, und Grün!

O daß es Töne gibt:
Sopran, Bass, Horn, Oboe!

O daß es Sprache gibt:
Vokabeln, Verse, Reime,
Zärtlichkeiten des Anklangs,
Marsch und Tänze der Syntax!

Wer ihre Spiele spielte,
wer ihre Zauber schmeckte,
ihm blüht die Welt,
ihm lacht sie und weist ihm
ihr Herz, ihren Sinn.

Was du liebtest und erstrebtest,
was du träumtest und erlebtest,
ist dir noch gewiß,
ob es Wonne oder Leid war?
Gis und As, Es oder Dis –
sind dem Ohr sie unterscheidbar?

(Hermann Hesse, “ Magie der Farben“)

Und damit sind wir nun am Ende von unserem Eintrag zur Farbe grau und ihrer ganz eigenen Schönheit angekommen!

Wir wünschen euch allen einen schönen Samstag und ein ganz feines Wochenende, laßt euch keine grauen Haare wachsen (oder färbt sie, lach!) und genießt die Zeit, egal, ob grau oder bunt!

Bevor wir uns jetzt hier verabschieden, haben wir natürlich auch noch was für „auf die Ohren“ zu diesem Thema, wie könnte es anders sein: Reinhard Mey!

https://www.reinhard-mey.de/texte/alben/mein-erstes-graues-haar

Habts fein, wünschen euch allen das Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger.