Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 15

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Bergmannsgruß

Glück auf, du holdes Sonnenlicht,
sei innig mir gegrüßt!
Der achtet deiner Strahlen nicht,
der täglich sie genießt.

Ich aber steige Tag für Tag
hinab in tiefen Schacht,
wo bei des Fäustels muntern Schlag
kein Sonnenstrahl mir lacht.

Drum grüßt dich auch der Bergmann froh,
steigt er zum Licht herauf;
kein ander‘ Herz begrüßt dich so,
kein Mund ruft so: Glück auf!

(Moritz Wilhelm Döring )

Hallo, ihr lieben Leser vom Adventskalender unseres Grafschafter Wochenanzeiger, na, ich denke mal, bei der obigen Girlande und dem Gedicht wußtet ihr gleich: Das Türchen macht Ruddi! Bergmann, Glück auf und solch ein Gedicht, das ist doch so passend für den Ruhrpottbengel!

Recht habt ihr, ich hab ja schon soooo darauf gewartet, daß ich nun auch endlich mal zum Zuge komme hier in dem feinen Adventskalender, entsprechend hibbelig war ich dann auch bei unserer letzten Redaktionssitzung, wo es um den Eintrag zum 3. Adventssonntag ging. Hach, und die Frau Chefredakteurin sprach mich dann auch gleich an und meinte, sie hätte da was ganz feines für mich! War ich gespannt!!!

Und so erzählte sie uns, daß sie, wenn sie hier in der Grafschaft einkaufen geht, wo ja auch unterwegs alles so schön weihnachtlich geschmückt ist, immer an einem Fenster vorbeikommt, auf daß sie sich jeden Advent freut, und nun hätte sie davon auch mal ein Foto gemacht, und das wäre dann ein ganz tolles Thema für mich:

Jaaa, das ist doch genau das richtige für mich: Bergmann und Engel im Fenster, Figuren aus dem Erzgebirge, aber doch ebenso Bergbau wie hier im Ruhrpott, also machte ich mich gleich ans Werk.

Eine Bergmannsfigur ist ein traditioneller Weihnachtsschmuck, der heute von der erzgebirgischen Handwerkskunst hergestellt wird. Als Bergmannsleuchter auf Altären sind sie eine regionale Besonderheit der liturgischen Leuchter, die sich nur im Erzgebirge und dessen Umland entwickelt hat.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Bergmannsfigur

Bereits im 16. Jahrhundert gab es in den Kirchen Bergmannsdarstellungen. Knappenfiguren, aus Zinn gefertigt, dienten als Träger der Altarkerzen. Nicht nur im Erzgebirge, in allen Bergbaugebieten war die Beziehung Bergmann, Licht und Gotteshaus sehr eng verbunden. Für die gefahrvolle Tätigkeit unter Tage war das Licht ein symbolträchtiges Sinnbild für Glaube, Glück und Leben, war es doch die Beleuchtungsquelle überhaupt, und der Bergmann besaß ein stark emotionales Verhältnis zum Licht, wie es ja auch im obigen Gedicht zum Ausdruck kommt.

Als im 19. Jahrhundert das Weihnachtsfest zum Lichterfest wurde, kamen auch die ersten, selbstgefertigten hölzernen Lichterbergleute dazu, gedrechselte Dockenfiguren, meist in der Uniform eines einfachen Hauers, mit dem grünen Schachthut und den bergmännischen Symbolen Schlegel und Eisen. Nach und nach wurde ihm ein Lichterengel zur Seite gestellt, der mit seiner langen Kulturgeschichte über den Kirchenraum als Verkündigungsengel schließlich auch in die Weihnachtsstuben des Erzgebirges Einzug hielt.

Noch heute ist die Bemalung traditionell nach dem Biedermeier, weißer Körper mit Streublumendekor, und der im kräftigen rot, grün oder blau gehaltenen Schürze.

Aus der ursprünglichen Zackenkrone entwickelte sich so nach und nach die Form, die dem Schachthut ähnlich wurde.

Hier ist es noch mehr eine Zackenkrone.

Noch heute gibt es in vielen erzgebirgischen Familien den Brauch, den Mädchen zu ihrer ersten Weihnacht einen Engel und den Jungen einen Bergmann zu schenken. Das war ein Geschenk, daß einem durchs ganze Leben begleitete und auch mit in die Ehe gebracht wurde. Zur Weihnachtszeit werden dann Engel und Bergmann ins Fenster gestellt, und wenn Kinder kamen, kamen ihre Figuren dazu, so konnten Vorbeikommende von außen erkennen, wieviel Jungen und Mädchen in der Familie wohnen. Frau Chefredakteurin meinte dann, das käme dann bei dem Fenster in der Grafschaft wohl hin, denn dort wohne ihres Wissens ein älteres Ehepaar, dessen Kinder dann wohl schon aus dem Haus sind und ihre Figuren mitgenommen haben.

Ich finde, das ist ein richtig schöner Brauch!

Und der ganze Eintrag zu diesem Türchen ist auch ein kleiner Tribut von einen Bären aus dem Ruhrpott namens Ruddi an die bergmännischen Kollegen im Erzgebirge, um mal mit dem Motto der ersten Frühschicht von Frau Chefredakteurin zu sprechen, auch wir sitzen alle in einem Boot, da sollten sich Streitigkeiten um die Zugehörigkeit des Steigerliedes bezüglich des Weltkulturerbes doch wahrlich erübrigen!

Ich hab jedenfalls mit Hilfe der Frau Chefredakteurin auch noch was feines für „auf die Ohren“ gefunden, nämlich das obige Gedicht als Lied, der „Bergmannsgruß“ wurde nämlich von Moritz Wilhelm Döring verfaßt und von August Ferdinand Anacker vertont, und heißt dann „Steigerarie“ aus dem Liedzyklus „Bergmannsgruß“ von 1832.

Und die gesamte Kantate:

So,  ihr lieben Leser hier alle, das war dann mein Eintrag im diesjährigen Adventskalender, ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht und ihr seid auch mit meinem Werk zufrieden!

Wir wünschen euch allen einen schönen, gemütlichen und besinnlichen 3. Adventssonntag , vielleicht auch nachmittags zu Kaffee oder Tee so eine feine Torte, wie wir sie heuer haben!

Kugeltorte mit Bratäpfelchen-Füllung, läcka!!! Wir teilen auch gerne, langt zu!

Habts fein, wünscht euch euer Volontär Ruddi mit dem gesamten Redaktionsteam vom  Grafschafter Wochenanzeiger.

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 14

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

                           

Es ist ein  Ros‘ entsprungen
aus einer Wurzel zart.
Wie uns die Alten sungen,
aus Jesse kam die Art
und hat ein Blümlein bracht,
mitten im kalten Winter,
wohl zu der halben Nacht.

Das Röslein das ich meine,
davon Jesaias sagt:
Ist Maria, die Reine,
die uns das Blümlein bracht.
Aus Gottes ew’gen Rat
hat sie ein Kind geboren
Und blieb doch reine Magd.

Das Blümelein so kleine,
das duftet uns so süß,
mit seinem hellen Scheine
vertreibt’s die Finsternis.
Wahr‘ Mensch und wahrer Gott,
hilf uns aus allem Leide,
rettet von Sünd‘ und Tod.

(Verfasser unbekannt, aus dem Mittelalter)

Im heutigen Türchen unseres Adventskalenders werden wir botanisch, in früheren Adventskalendern haben wir hier schon den Ilex, die Christrose und die Mistel gehabt, heute ist der Weihnachtsstern an der Reihe:

Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima), auch AdventssternChriststern oder Poinsettie genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wolfsmilch (Euphorbia) in der Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae). Das Artepitheton pulcherrima leitet sich aus dem Lateinischen her und bedeutet „die Schönste“. Weihnachtssterne sind aufgrund der auffälligen, intensiv gefärbten Hochblätter (Brakteen), die sternförmig angeordnet sind, beliebte Zimmerpflanzen. Oft werden die Hochblätter fälschlicherweise für Blütenhüllblätter gehalten.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachtsstern_(Pflanze)

Die lateinische Bedeutung „die Schönste“ trifft auf diese Pflanze wirklich zu, ihre Farbe und ihr Erscheinungsbild küren sie wahrlich dazu!

Ich mag den Weihnachtsstern sehr, da er aber giftigen Milchsaft enthält und Mimi manchem Grün nicht widerstehen kann, stell ich in der Wohnung keinen mehr auf. Dafür hab ich aber künstliche Blüten, die jedes Jahr zu Advent und Weihnachten wieder ihren Auftritt haben.

In diesem Jahr draußen vor der Haustüre!

Das leuchtende Rot der Hochblätter paßt so wunderschön in die Weihnachtszeit mit ihren Farben grün, weiß, silber und gold.

 

Der Weihnachtsstern kommt ursprünglich aus Mexiko. Eine Legende dort besagt, daß ein armes Mädchen am Heiligen Abend kein Geschenk für das Jesuskind in der Krippe hatte. Daher pflückte sie einige Pflanzen und legte den Blumenstrauß zur Krippe in der Kirche. Auf einmal verfärbten sich die Blätter der Pflanze leuchtend rot und stellten damit alle anderen Geschenke in den Schatten. Seitdem heißt die Pflanze in Mexiko Flores de Noche Buena – Blumen der Heiligen Nacht.

In Frankreich ist der Weihnachtsstern auch ein beliebtes Geschenk zum Muttertag – dort wird er dann als Etoile d‘amour verkauft, das heißt übersetzt Liebestern.

Ist das nicht ein schönes Bild vom Weihnachtsstern? Das ist eine Serviette! Ich hab ganz viele Servietten mit den unterschiedlichsten Motiven aus allen Kategorien, da kann man so schön mit Servietten-Technik basteln und gestalten.

Der Weihnachtsstern mag keine Kälte. Wenn man einen kauft, sollte man darauf achten, daß er nicht draußen steht, die Erde sollte nicht trocken und auch nicht zu naß sein, kräftige Blätter sollte er haben, die nicht eingerollt sind. Und wenn die kleinen gelblichen Blütenknospen noch geschlossen sind, dann hat man lange Freude an der Pflanze.

Ich hab es wirklich mal geschafft, einen Weihnachtsstern bis zum nächsten Winter lebendig zu erhalten, er ist ja eine Kurztagspflanze, die nur dann Blüten ansetzt und eben so auch wieder die rote Färbung der Hochblätter bekommt, wenn sie nicht mehr als 12 Stunden Lichteinfall erhält. Wenn man nun so ab Oktober die Dunkelphase von 12 Stunden mit zum Beispiel einer übergestülpten Papiertüte künstlich verlängert, dann hat man zu Weihnachten wieder den schönen, roten Weihnachtsstern. Hat aber auch nur einmal geklappt! Aber ich war glücklich!

Sieht doch wirklich wunderschön aus, eben gerade so in dieser Kombi mit viel weiß, das hat was ganz edles!

Eine kleine Galerie mit dem schönen Weihnachtsstern mach ich euch jetzt noch

es gibt ihn ja auch in weiß und rosa, aber am schönsten finde ich ihn in rot.

und dann schließe ich das Türchen, aber nicht, ohne euch zur Einstimmung in den morgigen 3. Adventssonntag das oben eingestellte Gedicht als Lied in einem so schönen Video noch mit „auf die Ohren“ zu geben!  (Es ist im übrigen dieses Gedicht/Lied zum Eingang geworden, weil es wirklich keines vom Weihnachtsstern gab, und es eben mit blühen und Blüte zu tun hat!)

Wir wünschen euch allen einen schönen Adventssamstag, laßt euch nicht stressen, bleibt oder werdet gesund und

habts fein, wünschen euch allen euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger.

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 13

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Sankta Lucia

Natten går tunga fjät runt gård och stuva.
Kring jord som sol förlät, skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus, stiger med tända ljus,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Schwer liegt die Finsternis auf unseren Gassen,
lang hat das Sonnenlicht uns schon verlassen.
Kerzenglanz strömt durchs Haus. Sie treibt das Dunkel aus:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Natten var stor och stum. Nu hör, det svingar,
i alla tysta rum, sus som av vingar.
Se på vår tröskel står vitkläd, med ljus i hår,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Groß war die Nacht und stumm. Hörst du’s nun singen?
Wer rauscht ums Haus herum auf leisen Schwingen?
Schau, sie ist wunderbar, schneeweiß mit Licht im Haar:
Santa Lucia! Santa Lucia!

„Mörkret skall flykta snart ur jordens dalar.“
Så hon ett underbart ord till oss talar.
Dagen skall åter gry, stiga ur rosig sky,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Nacht zieht den Schleier fort, wach wird die Erde,
damit das Zauberwort zuteil uns werde.
Nun steigt der Tag empor, rot aus dem Himmelstor:
Santa Lucia! Santa Lucia!

(schwed. trad. und deutsche Übersetzung)

Nun ist heute wieder Lucia-Tag auch hier im Grafschafter Wochenanzeiger, die Lucia-Bräute ziehen wieder durch Schulen, Kindergärten, Kirchengemeinden und ihren Einrichtungen, da werden sie natürlich auch in den Redaktionsräumen des Grafschafter Wochenanzeigers erwartet. Da dies nun schon der 8. Eintrag zu diesem Fest ist, brauchen wir uns nicht mehr mit Erklärungen zum Brauchtum um diesen Tag beschäftigen, und so lassen wir einfach Bilder sprechen.

In den Familien weckt die älteste Tochter des Hauses als Lucia-Braut die übrigen Bewohner und bringt ihnen mit dem Lichterkranz auf dem Kopf das Frühstück. In einem Jahr hat das sogar Mimi hier als älteste Tochter des Hauses gemacht, erinnert ihr euch?

Also, das mit dem Lichterkranz (fast!) auf ihrem Kopf, das Frühstück   mußte ich mir schon selber machen, lach!

Das ist ein schöner Brauch mit dem Lucia-Tag seit ich ihn hier das erste Mal ins Blögchen gestellt habe, freu ich mich jedes Jahr wieder auf diesen Tag. Und auf die Bilder, die ich dazu mal gesammelt habe.

Bei diesem Video steht der Text des Liedes unter „mehr anzeigen“, falls ihr mitsingen möchtet! Immer wieder so ein wunderbarer Anblick, wenn die Lucia mit ihrem Gefolge in die Kirche einzieht!

In meiner gestrigen Frühschicht in der Kirche meiner Gemeinde hier in der Grafschaft hatten wir ein kleines „Lichterfest“, rund um die Weihnachtszene mit Figuren nach der Weihnachtsgeschichte, die am Heiligen Abend mit der gesamten Krippe dann vollständig ist, neben dem Altar aufgebaut, brannten viele kleine Teelichter, das war so stimmungsvoll!

Der Adventskranz leuchtete mit 2 Kerzen, das Motto der gestrigen Frühschicht war: „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die gesamten Frühschichten stehen unter dem Motto „Wegweiser“, in der ersten Frühschicht, das hatte ich euch ja schon berichtet, war es der „Untertitel“ „Alle in einem Boot!“, nun also „Du bist mir nicht schnuppe!“ Die Andacht und die Texte dazu richteten sich nach diesem Motto aus

„Mir kann es doch nicht schnuppe sein, was auf dieser Welt und mit dieser Welt geschieht.“ Mit dem Klimawandel, mit der Umwelt, beim Umgang mit unseren menschlichen und tierischen Mitbewohnern dieser Welt.

Zum Abschluß unserer Frühschicht haben wir wieder gemeinsam Weihrauch entzündet, und so, wie in der letzten Woche der kleine „Denkanstoß“ fürs mit nach Hause nehmen das stilisierte Segelboot war, so war es in dieser Frühschicht die Sternschnuppe, besser gesagt, der kommende Stern von Bethlehem, als Symbol für die Sternschnuppe.

Hübsch ist er, und auch wieder aus Holz gemacht von unserem Küster, ich hab ihn an unserem Kaminkranz befestigt, denn auch unser Kamin leuchtet wieder, und so nehm ich das jetzt mal zum Anlaß, euch die Bilder davon zu zeigen:

Da ist er wieder, der Leuchtekranz überm Kamin, ich hab mal zwei Lichtfunktionen ausprobiert:

Deko am Kamin in diesem Jahr

Und damit wäre das Türchen 13 zum heutigen Lucia-Tag wieder fertig, ich hoffe, ihr hattet wieder eure Freude daran, und euer Team vom Grafschafter Wochenanzeiger wünscht euch allen einen schönen, lichten Lucia-Tag, mit dem Sternschnuppen-Stern aus unserer Frühschicht, damit wir alle nicht vergessen, daß uns so vieles doch nicht schnuppe sein darf!

Ihr jedenfalls, ihr lieben Leser hier alle, ihr seid uns keineswegs schnuppe und so möchten wir hier, nachdem gestern schon wieder Bergfest im Adventskalender war, euch allen für eure bisherige Treue hier und eure lieben Kommentare, Wünsche, Anteilnahme und euer dabei sein danke sagen!!!

Habts fein, wünschen euch allen das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 12

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Leanabh an àigh

Leanabh an àigh, an Leanabh bh‘ aig Màiri
Rugadh san stàball, Rìgh nan Dùl;
Thàinig do ’n fhàsach, dh’fhuling ’n ar n-àite
Son‘ iad an àireamh bhitheas dhà dlùth!

Ged a bhios leanabain aig rìghrean na talmhainn
An greadhnachas garbh is anabarr mùirn,
‚S geàrr gus am falbh iad, ’s fàsaidh iad anfhann,
An àilleachd ’san dealbh a‘ searg ’san ùir.

Cha b’ionann ’s an t-Uan thàinig gur fuasgladh
Iriosal, stuama ghluais e’n tùs;
E naomh gun truailleachd, Cruithfhear an t-sluaigh,
Dh’éirich e suas le buaidh o ùir.

Leanabh an àigh, mar dh’aithris na fàidhean;
‚S na h-àinglean àrd‘, b’e miann an sùl;
‚S E ’s airidh air gràdh ’s air urram thoirt dhà
Sona an àireamh bhitheas dhà dlùth.

(Mary M. Macdonald)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, die Frau Chefredakteurin meinte, wenn ihr das Gedicht seht, dann habt ihr wieder die hier so berühmten Fragezeichen in den Augen, lach, weil niemand von euch auch nur ein Wort versteht, aber ich glaub, spätestens, als ihr mich gesehen habt, war euch schon klar, wo der Eintrag hingeht, oder?

Genau, richtig geraten, das ist ein schottisch-gälisches Gedicht, und nun ist auch klar, was das für ein Türchen wird hier heute zum Bergfest: Ich berichte euch von Weihnachten in Schottland!

Von dem obigen Gedicht gibt es lediglich eine Übersetzung ins englische

Child in the manger, infant of Mary,
Outcast and Stranger, Lord of us all,
Child Who inherits all our transgressions,
All our demerits upon Him fall.

Once the most holy Child of salvation
Gently and lowly lived here below.
Now as our glorious mighty Redeemer,
See Him victorious over each foe.

Prophets foretold Him, Infant of wonder;
Angels behold Him on His throne.
Worthy our Savior of all our praises;
Happy forever are His own.

(Mary MacDonald ,1789-1872, übersetzt ins englische von Lachlan Macbean, 1853-1931,)

Unsere Frau Chefredakteurin hat den englischen Text mal durch den Google-Übersetzer „gejagt“, und das stelle ich euch hier nun auch noch ein, dann wissen doch alle wenigstens über den Inhalt Bescheid:

Kind in der Krippe, Kind von Maria,
Ausgestoßener und Fremder, Herr von uns allen,
Kind, das alle unsere Übertretungen erbt,
alle unsere Fehler auf Ihn fallen.

Einst das heiligste Kind der Erlösung
sanft und bescheiden lebte hier unten.
Jetzt, als unser herrlicher, mächtiger Erlöser,
sehen sie Ihn als Sieger über jeden Feind.

Propheten sagten ihn voraus, Kind des Wunders;
Engel sehen ihn auf seinem Thron.
Unser Retter, aller unserer Lobpreisungen würdig;
für immer glücklich sind seine eigenen.

Ich hab mich sehr gefreut, daß wir dieses Gedicht gefunden haben, ich kenn es aus meiner Heimat in Schottland, und es ist nicht nur ein Gedicht, es ist auch ein Lied, das Gedicht ist vertont worden,

die Melodie wird euch bekannt vorgekommen sein, nicht wahr? Genau, „Morning has broken“, „die Melodie hieß ursprünglich Bunessan (nach dem gleichnamigen Ort (gäl. Bun Easain) im Südwesten der Insel Mull), damals bekannt mit dem Text des gälischen Weihnachtsliedes Leanabh an àigh („Kind der Freude“), das von Mary MacDonald (1789–1872) geschrieben wurde. (Quelle: Wikipedia)

So, ihr lieben Leser alle, nun berichte ich euch mal von Weihnachten in Schottland:

Wir Schotten verstehen es, Feste zu feiern, gerade in der kalten und dunklen Jahreszeit, und so beginnen die Feierlichkeiten am  Nationalfeiertag zu Ehren des Schutzheiligen Sankt Andreas am 30. November und gehen über Weihnachten bis zum weltberühmten schottischen Silvesterfest “Hogmanay”.

Das eigentliche Weihnachtsfest war in Schottland über 425 Jahre verboten, denn seit dem Jahre 1583 galt das Weihnachtsfest in Schottland im Auge der Kirche als abtrünnig und somit war der 25. Dezember durchweg ein Arbeitstag. Die Messen durften erst nach Feierabend besucht werden, und wer es wagte, bunt zu schmücken, den erwarteten Bußen.

Tatsächlich ist der 25. Dezember erst seit 1958 ein offizieller Feiertag in Schottland und auch der 26. Dezember gilt gerade einmal seit 1974 ebenfalls als Feiertag.

Aus diesem Grund gibt es nun natürlich nicht so viele alte Bräuche zum Weihnachtsfest in Schottland, es sind dann eben zahlreiche Bräuche aus anderen Ländern übernommen worden.

Und wie in vielen anderen Ländern auch: Essen und trinken am „Yule Tide“ (gälisch: Weihnachtsfest) ist natürlich ganz besonders wichtig, und da herrschen ja meist auch lang überlieferte Traditionen. Lecker essen vor dem heimischen Kamin, hach, ihr Lieben, da gerate ich ins schwärmen, ich liebe (natürlich!!!) die schottische Küche!

Sieht das nicht herrlich gemütlich aus? Nehmt Platz, ich verschwinde mal kurz in der Küche und guck, wie weit das Weihnachtsmenü ist!

Am Weihnachtsabend gehört zum Hauptgang der Truthahn mit Kartoffeln und Gemüse. Christmas Pudding oder Mince Pie (ein traditionelles englisches Weihnachtsgebäck) sind typische Nachspeisen. Und was natürlich unter keinen Umständen beim Festmenü fehlen darf, ist das Shortbread , ein Mürbteiggebäck und soooo lecker!

Und wißt ihr, was richtig fein und für uns Schotten auch ganz wichtig ist zu Weihnachten? Die Dekorationen! Da bin ich hier bei meiner Frau Chefredakteurin und meinen Mitarbeitern richtig prima gelandet, denn die lieben Deko zur Advents- und Weihnachtszeit ja auch so sehr! Fühl ich mich gleich wie zu Hause! Da gibt es nämlich dann bunte Papiergirlanden, und Gestecke aus Stechpalmen und Immergrün, damit werden die Räume geschmückt.

Fenster und Türen sind genau wie hier bei euch auch bei uns in Schottland mit bunten Lichtern geschmückt, hier gegenüber von unseren Redaktionsräumen sieht das ja auch alles so schön aus, ich sag ja, ich fühl mich richtig heimisch!

 

 

 

Die Weihnachtsbäume werden bei mir zu Hause meist recht bunt dekoriert, oder ganz klassisch mit Stroh- und Papiersternen.

Und so, wie wir Bärenjungs hier zum Nikolaus unbedingt unsere Strümpfe an den Kamin hängen wollten, so ist das auch in Schottland, da gehören lange, dekorierte Strümpfe auf jeden Fall zu Weihnachten.

Die werden dann zur Bescherung mit Leckereien und kleinen Geschenken gefüllt. Die schottische Bescherung findet übrigens am Morgen des 25. Dezembers statt.

Eine weitere Tradition ist es, das Kaminfeuer am 1. Weihnachtstag nicht erlöschen zu lassen. Dem Mythos nach könnten sich sonst böse Elfen Ihren Weg durch den Kamin bahnen. Mancherorts finden sogar große Lagerfeuer statt.

Natürlich gibt es in meiner Heimat auch Weihnachtsmärkte

zum Beispiel in meiner Heimatstadt Edinburgh

Da habt ihr was zu gucken, hihihihi!

Nun hab ich noch ein bissel schottische Weihnachtsmusik für euch

und damit schließe ich nun den Eintrag von der Weihnachtszeit in meiner schottischen Heimat. Ich hoffe, ich bin meinem Ruf als Außenreporter gerecht geworden und ihr habt alle euren Spaß gehabt!

„Nollaig Chridheil“ oder auf deutsch „Frohe Weihnachten“ heißt es in Schottland, genießt die restliche Adventszeit, deren Hälfte ja heute bereits um ist. Bleibt oder werdet alle gesund, habt einen schönen Tag, unsere Frau Chefredakteurin hat heute morgen wieder die zweite Frühschicht in dieser Adventszeit!

Habts fein wünscht euch euer Außenreporter Hamish mit dem gesamten Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

 

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 11

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Weihnachten

Markt und Straßen stehn verlassen,
still erleuchtet jedes Haus,
sinnend geh ich durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen
buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein stehn und schauen,
sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern
bis hinaus ins freie Feld,
hehres Glänzen, heil’ges Schauern!
Wie so weit und still die Welt!

Sterne hoch die Kreise schlingen,
aus des Schnees Einsamkeit
steigt’s wie wunderbares Singen –
o du gnadenreiche Zeit!

(Joseph von Eichendorff)

Wir nähern uns dem Bergfest unseres Adventskalenders im Grafschafter Wochenanzeiger, und da noch einiges zu erledigen, zu planen und vorzubereiten war, sowohl in den Redaktionsräumen, als auch für ein weiteres Türchen, liegt heute einmal in der Kürze die Würze!

Ich mußte den ganzen Tag an das obige Gedicht denken, und da fiel mir was feines ein, was ich dazu fotografieren könnte: Mein Weihnachtsdorf!

Und so gibt es jetzt hier Bilder ohne viele Worte

Nun hoffen wir alle, ihr hattet Spaß am schauen, und mit unserem Weihnachtswichtel

wünschen wir euch nun allen einen schönen Wochenteilungstag, bleibt alle schön gesund oder werdet es wieder, laßt keinen Streß aufkommen, also alles in allem: Habts fein wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 10

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Lied im Advent

Immer ein Lichtlein mehr
im Kranz, den wir gewunden,
daß er leuchte uns so sehr
durch die dunklen Stunden.

Zwei und drei und dann vier!
Rund um den Kranz welch ein Schimmer,
und so leuchten auch wir,
und so leuchtet das Zimmer.

Und so leuchtet die Welt
langsam der Weihnacht entgegen.
Und der in Händen sie hält,
weiß um den Segen!

(Matthias Claudius)

Nun ist unser diesjähriger Adventskalender bei den Zahlen schon im zweistelligen Bereich angekommen, kaum zu glauben, wie die Zeit schon wieder rennt. Ich renn in diesem Jahr nicht auf die gewohnte Art mit, teils meinen Ischiasbeschwerden geschuldet, teils aber auch, weil ich die Zeit doch auch mal wieder richtig genießen möchte, sie ist so wertvoll!

Also geht hier alles langsam, aber stetig voran, lach, und so kommt ihr heute in den Genuß meines adventlichen Leuchtens, meinen diesjährigen Adventskranz hatte ich euch ja schon gezeigt

die ersten beiden Kerzen haben schon gebrannt.

nun hab ich wieder ein bissel weiter dekoriert und hab meinen Hausflur draußen wieder komplett fertig, ich hatte es vorher nur schon ein wenig auf Advent umdekoriert. Nun aber in voller Pracht!

Es wird jedes Jahr ein wenig anders, in diesem Jahr gab es einen kleinen Tribut an unseren Außenkorrespondeten Hamish, guckt mal, die Serviette auf dem Bänkchen, schottisches Karo!

So kann man es noch besser sehen! Die Serviette ist von der letzten Familienweihnacht bei Steffis Bruder, ihr könnt euch sicher erinnern!

Platzkärtchen mit Serviette von der Weihnachtsfeier 2018!

Unser Weihnachtselch steht wieder draußen, er ist ein bissel unscharf geworden, lach, aber ich glaub, es ist trotzdem zu sehen, daß in der Tanne noch Ilexzweige stecken, ja, Kristina, das sind immer noch die von dir, ich hab sie getrocknet!

Unser Bild leuchtet wieder, mit Timer, da kann es schön vor sich hin leuchten und ich muß nachts nicht nochmal raus zum „auspusten“!

Auch diese Kerzchen leuchten mit Timer, und guckt, wo jetzt das Herzlicht von meiner verstorbenen Nachbarin steht, es leuchtet schön mit, ich muß sie ja hier oben würdig vertreten.

Alles mal richtig im dunklen

Im Hausflur hängt wieder die schöne Schleife an der Wand

da sie mit „Winter“ beschriftet ist, kann sie immer schön noch nach Weihnachten hängenbleiben.

Unser Türkranz, einmal ohne und einmal

mit Blitz fotografiert!

Schleifchen auch nochmal:

Das ist ein schöner Blickfang, weil es zwischen den Türen von uns und meiner Nachbarin nebenan hängt, sieht man sofort beim raufkommen.

Fußmatte schmückt sich auch wieder weihnachtlich

ich finde es wieder schön in diesem Jahr, macht immer wieder Freude, sich so ein bissel was neues einfallen zu lassen.

Hier haben wir noch eine Neuerwerbung, weihnachtliche Matte für nasse Schuhe und Stiefel (hoffentlich von Schnee!!!!!) Gefiel mir so gut wegen dem Holzdekor!

Das war es, was ich euch im heutigen Türchen zeigen wollte, nun hab ich zum leuchten und den Kerzen noch ein feines kleines Lied, ich glaub, das gab es bis jetzt in jedem Adventskalender, ich mag das Lied, ich mag diese Fassung sehr, und lest mal den Text unter Youtube, wenn ihr es euch dort anseht, so drollig und schön!

Eine kleine Kerzengalerie gibt es jetzt noch so wie bei den Bärenjungs gestern die Bären

und dann wünschen wir euch allen einen schönen Dienstag, bleibt oder werdet gesund, und habts fein wünschen euch das Redaktionsteam des Grafschafter Wochenanzeiger.

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 9

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Vom Honigkuchenmann

Keine Puppe will ich haben –
Puppen gehn mich gar nichts an.
Was erfreu’n mich kann und laben
ist ein Honigkuchenmann.
So ein Mann mit Leib und Kleid
durch und durch an Süßigkeit.

Stattlicher als eine Puppe
sieht ein Honigkerl sich an,
eine ganze Puppengruppe
mich nicht so erfreuen kann.
Aber seh ich recht dich an,
dauerst du mich, lieber Mann.

Denn du bist zum Tod erkoren –
bin ich dir auch noch so gut,
ob du hast ein Bein verloren.
ob das andre weh dir tut:
Armer Honigkuchenmann,
hilft dir nicht, du mußt doch ran.

( August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Hallo, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun mischen wir aber endlich mal mit in diesem Adventskalender, der heute schon 9 Tage alt ist!

Bei der Redaktionssitzung am Sonntag in den Redaktionsräumen hat uns nämlich unsere rasende Reporterin, euer Co-Autor Mimi, ihr legendäres Montagstürchen abgetreten, sie meinte, es wäre doch endlich an der Zeit, daß sich auch der Rest der Redaktionsmitglieder hier mal zu Wort meldet, und lustig könnten wir als Bären doch bestimmt auch! Frau Chefredakteurin nickte bekräftigend, und so haben wir uns begeistert in die Arbeit gestürzt: Zuerst mal mit einem schicken Kleidchen für diesen Kalender, also, der Ruddi, unser Volontär, der wollte was kuschelig-liebes haben, ist ihm gelungen, finden wir, oder?

Paßt doch auch fein zu seinem blauen Öhrchen! Bruno wollte was Polar-Bär-mäßiges mit viel Eis und Schnee, auch das finden wir jetzt richtig klasse, na?

Und Hamish, der doch immer mal wieder ein bissel Heimweh nach Schottland hat als unser Außenreporter, der wollte was, was ihn an seine Heimat erinnert, guckt mal:

Paßt doch super, oder, so ein Cottage gibt es doch bestimmt in seiner Heimat, und Hamish war hochzufrieden! Sein Landsitz zu Weihnachten, hihihihi!

Und dann haben wir überlegt, was wir euch denn für unser erstes Türchen hier anbieten könnten, wie Mimi uns noch aufgetragen hatte, sollte es ja was lustiges sein, na, und wo den Eintrag hier schon eure Bärenjungs machen, was gibt es denn lustigeres als was mit Bärenjungs, oder auch Bärenmädchen, ihr seid doch alle Bären- und Teddybärenliebhaber, wie wir schon bemerkt haben, da haben wir uns mit Hilfe der Frau Chefredakteurin mal auf die Suche im Netz gemacht und sind natürlich fündig geworden, hach, wir sind selber ganz verliebt!

Als erstes hätten wir da hier dieses zauberhafte Video, „Weihnachten bei Familie Bär“ hach, ihr lieben Leser, wir waren alle hin und weg, aber guckt einfach selbst:

Ist das nicht lieb? Hat Ruddi ausgesucht, er ist so ein Familienbär, kein Wunder, wo seine Häkelgeburt doch unter dem Motto der Liebe stand, die es als einziges zu Weihnachten braucht!

Bruno hat sich für was ganz aufregendes und kunterbuntes entschieden, als ehemaliges Hauptstadtkind, also als „Bärliner Bär“, fand er das so toll, schließlich kommt das Video auch daher, er ist sehr gespannt, wie es euch gefällt:

Na, ist das nicht eine Wucht? Wir haben hier alle leuchtende Augen bekommen, auch Mimi, und die Frau Chefredakteurin guckte ganz verträumt und ihr Teddybär, den sie als Kind schon hatte und der ja auch hier wohnt der Bernhard, der schmunzelte ganz verständnissinnig, und meinte, da würden bei seiner Freundin Kindheitserinnerungen wach, denn die schönen Darstellungen mit den beweglichen Figuren hätte es schon damals gegeben!

Als letztes hat sich dann Hamish auf die Suche gemacht, als schottischer Bär hat er ja auch so ein bissel einen Hang zum nachdenklichen, und er hat was wirklich schönes gefunden, büdde schön, Hamish’s Beitrag:

Wir hatten alle schwitzende Augen, das ist so eine schöne Geschichte von Janosch!

Ja, und das waren jetzt unsere Beiträge zu diesem Adventskalendertürchen, nun machen wir euch noch eine feine Bilder-Parade von Bären aus dem Archiv unseres Adventskalenders

und dann wünschen wir euch allen einen schönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, die hoffentlich für alle unsere Leser eine schöne wird, wir drücken allen Kranken unsere Tatzen für eine baldige Genesung und allen anderen, daß sie gesund bleiben!

Habts fein wünschen euch allen Ruddi, Bruno und Hamish vom Grafschafter Wochenanzeiger

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 8

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Advent

Ich klopfe an zum heiligen Advent
und stehe vor der Tür.
O selig, wer des Hirten Stimme kennt
und eilt und öffnet mir!
Ich werde Nachtmahl mit ihm halten,
ihm Gnade spenden, Licht entfalten.
Der ganze Himmel wird ihm aufgetan:
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, da draußen ist’s so kalt
in dieser Winterzeit;
vom Eise starrt der finstre Tannenwald,
die Welt ist eingeschneit,
auch Menschenherzen sind gefroren,
ich stehe vor verschloss’nen Toren,
wo ist ein Herz, den Heiland zu empfahn?
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, der Abend ist so traut,
so stille, nah und fern,
die Erde schläft, vom klaren Himmel schaut
der lichte Abendstern;
in solchen heil’gen Dämmerstunden
hat manches Herz mich schon gefunden;
o denk, wie Nikodemus einst getan:
Ich klopfe an.

Ich klopfe an und bringe nichts als Heil
und Segen für und für.
Zachäus‘ Glück, Marias gutes Teil,
beschert‘ ich gern auch dir,
wie ich den Jüngern einst beschieden
in finstrer Nacht den süßen Frieden.
so möcht ich dir mit holdem Gruße nah’n;
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, bist, Seele, du zu Haus,
wenn dein Geliebter pocht?
Blüht mir im Krug ein frischer Blumenstrauß,
brennt deines Glaubens Docht?
Weißt du, wie man den Freund bewirtet?
Bist du geschürzet und gegürtet?
Bist du bereit, mich bräutlich zu empfah’n?
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, klopft dir dein Herze mit,
bei meiner Stimme Ton?
Schreckt dich der treusten Mutterliebe Tritt
wie fernen Donners Droh’n?
O hör‘ auf deines Herzens Pochen,
in deiner Brust hat Gott gesprochen:
Wach auf, der Morgen graut, bald kräht der Hahn:
Ich klopfe an.

Ich klopfe an; sprich nicht: Es ist der Wind,
er rauscht im dürren Laub.
Dein Heiland ist’s, dein Herr, dein Gott, mein Kind.
O stelle dich nicht taub;
jetzt komm ich noch im sanftem Sausen,
doch bald vielleicht im Sturmesbrausen.
O glaub, es ist kein eitler Kinderwahn:
Ich klopfe an.

Ich klopfe an, jetzt bin ich noch dein Gast
und steh vor deiner Tür,
einst, Seele, wenn du hier kein Haus mehr hast,
dann klopfest du bei mir;
wer hier getan nach meinem Wunsch,
dem öffn‘ ich dort die Friedenspforte,
wer mich verstieß, dem wird nicht aufgetan;
Ich klopfe an.

(Karl von Gerok)

Der zweite Adventssonntag, da hab ich überlegt, was ich meinen Lesern zu einem geruhsamen Sonntag anbieten könnte. Und da ich euch ja in Türchen 6 von meinen Frühschichten berichtet habe, ist mir die Idee gekommen, doch mal die liturgischen Bedeutungen der Adventssonntage aufzugreifen.

Die liturgischen Farbe der beiden ersten Adventssonntage ist violett. Die Adventszeit hat vier Sonntage. Der letzte Sonntag im Advent ist immer der Sonntag vor dem Weihnachtsfest am 25. Dezember. Er muss also zwischen dem 18. und dem 24. Dezember sein. Der erste Sonntag im Advent ist zugleich der Beginn des neuen Kirchenjahres.

Der erste Sonntag beginnt mit Psalm 25 „Ad te levavi animam meam“ – „Zur dir erhebe ich meine Seele“. Er handelt vom Vertrauen und der Treue zu Gott. Für Christen beginnt am ersten Sonntag im Advent die Zeit des Wartens, der Hoffnung, der Vorbereitung. Lieder wie „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ oder „O Heiland, reiß die Himmel auf“ künden von der Ankunft und Menschwerdung Gottes an Weihnachten. Im Weihnachtsfestkreis hat das Kirchenjahr seinen ersten Höhepunkt.

Das Warten und die Ankunft stehen im Zentrum des zweiten Adventssonntages. Im Evangelium wird Johannes der Täufer in den Fokus genommen. Matthäus, Mt 3, 1-12, vor dem Auftreten Jesu steht die Predigt des Johannes. Er sieht seine Aufgabe darin, die Menschen auf das Kommen des Messias vorzubereiten und zur Umkehr zu rufen –mit durchaus drastischen Worten.

“ In jenen Tagen trat Johannes der Täufer auf und verkündete in der Wüste von Judäa:  Kehrt um! Denn das Himmelreich ist nahe.  Er war es, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat: Stimme eines Rufers in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn! Macht gerade seine Straßen!  Johannes trug ein Gewand aus Kamelhaaren und einen ledernen Gürtel um seine Hüften; Heuschrecken und wilder Honig waren seine Nahrung.  Die Leute von Jerusalem und ganz Judäa und aus der ganzen Jordangegend zogen zu ihm hinaus;  sie bekannten ihre Sünden und ließen sich im Jordan von ihm taufen.  Als Johannes sah, dass viele Pharisäer und Sadduzäer zur Taufe kamen, sagte er zu ihnen: Ihr Schlangenbrut, wer hat euch denn gelehrt, dass ihr dem kommenden Zorngericht entrinnen könnt?  Bringt Frucht hervor, die eure Umkehr zeigt,  und meint nicht, ihr könntet sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann aus diesen Steinen dem Abraham Kinder erwecken.  Schon ist die Axt an die Wurzel der Bäume gelegt; jeder Baum, der keine gute Frucht hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen.  Ich taufe euch mit Wasser zur Umkehr. Der aber, der nach mir kommt, ist stärker als ich und ich bin es nicht wert, ihm die Sandalen auszuziehen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.  Schon hält er die Schaufel in der Hand; und er wird seine Tenne reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er in nie erlöschendem Feuer verbrennen.“

(Mt 3, 1-12, Bibel Einheitsübersetzung 2016)

Bibeltexte sind alt und auf ihre Zeit bezogen, schildern bildhaft, damit auch die damals meist des Lesens und Schreibens unkundigen Menschen sie verstehen konnten. Was können uns solche Texte heute noch sagen?

Bei diesem Text ist mir bei den Worten von Johannes dem Täufer ein Satz aufgefallen:

KEHRT UM!

Eine Aufforderung, die gerade heute wieder große Bedeutung erhält: Kehrt um, hört auf, euch und eure Umwelt zu vergiften und zu vernichten, wendet euch ab von Gier und Profit, besinnt euch auf die Werte, die uns als Menschen ausmachen sollen, auf Nächstenliebe, Solidarität, Mitmenschlichkeit und Achtung der Würde des anderen. Kehrt um auf dem Weg, die euch anvertraute Welt zu einem Ort zu machen, in der nur noch der Fortschritt zählt und diesem Ziel alles untergeordnet wird, und die Natur mit all ihrer Vielfalt an Tieren und Pflanzen keinen Platz mehr zum überleben hat. Sonst geht es uns wie bei den Worten des Johannes denen, die keine Frucht bringen: Wir werden umgehauen und ins Feuer geworfen, drastisch gewählte Worte, letztlich aber auch für heute so wahr: Wir werden nicht überleben, wenn wir nicht das überleben der Gesamtheit unseres Planeten sichern!!!

Etwas zum nachdenken zum heutigen 2. Adventssonntag, aber wenn wir auch weiter auf diesem Planeten Advent- und Weihnachtszeit genießen möchten, wie wir sie seit Kindertagen kennen und lieben und doch auch an die uns nachfolgenden Generationen diesen Zauber weitergeben möchten, dann geht nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen! Sonst sind auch die nachfolgenden Bilder von dieser wunderschönen Zeit bald nur noch Geschichte!

In diesem Sinne wünschen wir euch allen einen friedvollen, schönen und gemütlichen 2. Adventssonntag, bleibt oder werdet alle gesund, wünschen euch von Herzen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

Habts fein!

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 7

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Vom Schenken

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei,
was in dir wohnt
an Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk,
dass dein Geschenk –
Du selber bist.

(Joachim Ringelnatz)

So, ihr lieben Leser vom Grafschafter Wochenanzeiger, nun kommt er endlich, der Bericht von der Nikolaus-Bescherung in den Redaktionsräumen!

Unschwer zu erraten, wie aufgeregt meine Redaktionskollegen waren, allen voran natürlich Ruddi, Bruno und Hamish, die den Zauber der Nikolausnacht ja das erste Mal hier erlebt haben. Sie haben unsere rasende Reporterin Mimi am Nikolausabend gelöchert mit Fragen, fanden es „furchtbar“, daß man sogar noch einmal schlafen gehen müsse, bis am Nikolausmorgen dann die gefüllten Stiefel und Strümpfe in Empfang genommen werden dürften…..wenn, ja, wenn sie denn dann gefüllt sind und man eben artig war! Na, da brach ein Sturm hier los in den Redaktionsräumen, die drei überschlugen sich im eifrigen Beteuern, doch wirklich ihr bestes gegeben zu haben, dann könnten doch die Strümpfe bestimmt nicht leer bleiben?????? Oder…….noch schröcklicher, vielleicht eine Rute bzw. drei da drin stecken??????? Mimi konnte sich der drei gar nicht erwehren, erst, als sie sich wieder auf ihren Beobachtungsposten am Fenster zurückzog, um zu gucken, ob sie den Nikolaus wieder erspäht, wurde es still.

Und drei Paar Bärenaugen guckten begierig mit Mimi in den Himmel. Sie haben es mir hinterher verraten, jaaaaa, sie haben ihn wieder fliegen sehen über der Grafschaft, genauso, wie Mimi auf dem Bild das feine Gefährt anstaunt! Was waren die Jungs glücklich, und Mimi hat sich eines geschmunzelt.

Irgendwann wurde es dann nächtens auch still in den Grafschafter Redaktionsräumen und meine Meute schlief tief und fest.

Die Aufregung am Abend zuvor muß ihnen so zugesetzt haben, sie schliefen auch am Morgen noch alle, ganz leise hab ich mich in die Küche geschlichen und schon mal die Kaffeemaschine in Betrieb gesetzt. Kaum hatte ich mir die erste Tasse eingeschenkt, schlich ein verschlafener Bruno in die Küche, staunte, daß ich schon wach war, rieb sich die noch müden Bärenäuglein….jaaaa, und dann fiel ihm ein was für ein Morgen war, flugs zurückgesaust und den Rest der Truppe aus den Betten geschmissen, das war ein Tohuwabohu, lach, und erst als die Mannschaft vollzählig erschienen war, hab ich dann die Korridortüre geöffnet!

Naaa, ihr Schwefelbande, da wart ihr ja wohl offensichtlich lieb, und Frau Chefredakteurin auch, denn das sieht nach Geschenken aus

dann laßt uns das mal schnell reinholen, das ist ja wohl für die rasende Reporterin Mimi und für mich mit unseren Stiefeln, jetzt saust aber mal schnell an den Kamin, Ruddi, Bruno und Hamish, ob das mit dem Strumpf nun auch geklappt hat (weil unser Kamin doch nicht so groß ist, hatten die Buben nur einen Socken für alle drei aufgehängt!) Naaa?????

Ja, hallo, Jungs, der sieht voll aus! Dann mal alle Mann ran an die Geschenke! Die restlichen Bilder folgen ohne Worte, lach!!!

Na, habt ihr es erkannt, was die Bärenbande in ihrem Strumpf hatte? Rüüüchtüüüüg, ein kleines Glas mit Nougatcreme, heimliche Liebe meiner drei „Süßen“!

Hamish ganz glücklich mit seinem roten Glas, passend zum Schottenkaro!

Bruno mit seinem goldenen, der Deckel sei honigfarben, beharrte er, hihihihi!

Und Ruddi hatte ein grünes, außer blau seine Lieblingsfarbe.

Eine einsame, leere Socke, lach!

Hach, was waren die Jungs glücklich! Und Mimi und ich? Wir hatten den dreien erst einmal den Vortritt gelassen, sie hatten sich doch so aufs erste Mal gefreut. Aber wir sind natürlich auch einbeschert worden, guckt:

Ja, Mimi, was hat dir denn der Nikolaus da noch gebracht? Also, das ist ja nun sowas von lieb von ihm, mit dem blöden Ischias ist Frauchen doch gar nicht dazu gekommen, dir einen Adventskalender zu besorgen, das hat nun der Nikolaus nachgeholt, wie fein, da kannst du nämlich jetzt gleich 6 Türchen öffnen, hihihihi!

Was sie auch getan hat, lach, waren feine Leckerli drin!

Mußte die Bärenbande natürlich auch erstmal bewundern. Ihr Geschmack ist das aber nicht, braucht Mimi keine Sorge haben, daß sich einer an ihrem Kalender vergreift, ich auch nicht!

Unsere rasende Reporterin und ihr Volontär, beide hochzufrieden! Genau wie Bruno und Hamish, das war eine gelungene Nikolausüberraschung!

Und die Frau Chefredakteurin? Na, die hatte auch was ganz feines in ihrem Nikolausstiefel

hinter Mimis Adventskalender steht er! Was drin war, wollt ihr wissen? Ein Päckchen von Brigitte/Plauen, und das hat den gleichen Jubel ausgelöst wie die Gaben von Mimi und dem Rest der Truppe, guckt mal:

Leckerli für Frau Chefredakteurin, herrlich schokoladig und mit soooooo süßen Bilderkes drauf! Und eine feine Karte!

Ist das nicht süß im wahrsten Sinne des Wortes???

Ich hab mich sooooo gefreut, lieben Dank, Brigitte, du weißt, was Chefredakteurinnen glücklich macht, lach, Nervennahrung!!!

Langsam kehrte wieder Ruhe ein in unseren Redaktionsräumen, alle freuten sich still vor sich hin, ich schlürfte meinen Kaffee und das war er nun, der Bericht über unseren Nikolaustag!

Wir hoffen alle, euer Nikolaustag war ebenso fein wie unserer und wünschen euch nun alle einen schönen Samstag vor dem 2. Advent!

Habts fein wünscht euch euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

 

Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 6

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

St. Nikolaus hat Namenstag,
drum denken wir an ihn.
Man sah ihn einst mit Hut und Stab
durch alle Straßen zieh’n.
Er brachte allen Menschen Freud.
Half jedem groß und klein.
Drum soll an seinem Namenstag
bei uns auch Freude sein.

(Verfasser unbekannt)

Und wieder ist Nikolaustag, der Tag des Heiligen Nikolaus, Bischof von Myra. Der Brauch geht auf viele Legenden zurück, die sich um die Gestalt des Heiligen ranken, der als Bischof von Myra als historische Gestalt sein Vermögen selbstlos an die Armen vergab. Deshalb ist sein Namenstag als Gedenktag ein Tag des schenkens, an dem es vorweihnachtlich kleine Geschenke gibt.

Wie wir im gestrigen Eintrag schon berichtet haben, wurden am Vorabend des Nikolaustages hier in den Redaktionsräumen des Grafschafter Wocheranzeigers bereits die Stiefel vor die Tür gestellt und die Socken von Ruddi, Bruno und Hamish an den Kamin gehängt, zum befüllen durch den Heiligen Nikolaus, entsprechend aufgeregt waren natürlich sämtliche Redaktionsmitglieder am gestrigen Abend, ob sie denn auch was vorfinden würden in Stiefeln und Strümpfen am heutigen Morgen, und ob denn Mimi den Nikolaus wieder hat fliegen sehen mit seinem Rentierschlitten. Da müssen unsere lieben Leser hier alle leider noch bis morgen warten, um das zu erfahren, denn der Eintrag zum Nikolaustag erscheint ja hier schon nächtens im Blögchen, da wußten wir das ja auch alle noch nicht.

Einträge zum Türchen vom Nikolaustag gab es hier dementsprechend auch schon viele, was hätten wir euch da nun noch neues zu bieten?

Da bot sich doch auf wundersame Weise die gestrige erste Frühschicht der Frau Chefredakteurin in der euch bekannten Kirche der Grafschaft an,

 

früh am Morgen ist sie aufgebrochen, um 6.00 Uhr beginnt die Frühschicht. Ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie die Kirche so früh am morgen noch im Dunklen aussieht, mit einem schwachen Lichtschein in den Fenstern von den drinnen entzündeten Kerzen für die Andachtsfeier. Und es war kalt am frühen Morgen, unter 0 Grad, überall Reif und Glätte von gefrorener Nässe. Aber sternenklar!

                             

In der Kirche sitzen alle rund um den von euch dazumalen so bewunderten Altar

müßt ihr euch nun ringsum im Kreis die Stühle vorstellen.

Oben drüber schwebt der große, wunderbar duftende Adventskranz

unser allerdings in diesem Jahr mit goldenen Schleifenbändern und honigfarbenen Kerzen. Die erste Kerze war entzündet, und auf dem Altar lag Tannengrün und auch hier standen Kerzen

eine Schale für Weihrauch stand vorbereitet auf dem Altar, die Kohle glühte, da konnten wir dann alle bei den Fürbitten den Weihrauch aufstreuen, es roch wunderbar!

Nun fragt ihr euch aber bestimmt, wo denn nun der Bezug zum Nikolaustag heute ist, da komme ich nun zu: Vorausschicken muß ich erst einmal, daß der Heilige Nikolaus unter anderem auch der Schutzpatron der Seeleute ist. Unsere Frühschichten stehen immer unter einem Motto, das Motto der gestrigen war „Wir sitzen alle in einem Boot“ und als Erinnerung bekamen wir von unserem Pastor zum Ende der Andacht alle das hier geschenkt

eine kleine Holzscheibe mit einem symbolischen Segelschiff, und damit ergibt sich nun der Zusammenhang zum Heiligen Nikolaus als Schutzpatron der Seeleute!

Ich hab das hübsche Scheibchen mal ein bissel passend in Szene gesetzt

Und wir haben in der gestrigen Frühschicht ganz alte Adventslieder gesungen, zum Beispiel dieses hier, daß über 500 Jahre alt ist und das Thema Seefahrt und Boot wieder aufnimmt:

https://de.wikipedia.org/wiki/Es_kommt_ein_Schiff,_geladen

Bei Wikipedia stehen schöne Informationen über das Lied und seinen Inhalt.

Nach Abschluß unserer Andacht ging es dann wieder in die Unterkirche zum gemeinsamen Frühstück, die ist ganz rechts auf dem Bild unten neben der Treppe.

Das war wieder so schön gemütlich und fröhlich, und da kommt nun der nächste Bezug zum Heiligen Nikolaus, wir haben nämlich alle auf unserem Teller den Heiligen Nikolaus aus Schokolade vorgefunden, auch das hab ich mal bissel maritim in Szene gesetzt zum Motto unserer Frühschicht:

Der Nikolaus besucht meinen Leuchtturm!

Zurück in den Redaktionsräumen zeig ich euch jetzt mal den Raureif in der Grafschaft

Mimi hatte mich schon erwartet

und am Abend, als wir die Stiefel rausgestellt und die Strümpfe an den Kamin gehängt haben, haben wohl die Engel schon eifrig für den Nikolaustag heute gebacken:

Wir haben dann am Küchenfenster in die Nacht hinausgeleuchtet, damit Nikolaus auch weiß, wo er uns findet, lach!

Wir wünschen euch allen nun einen schönen, fröhlichen Nikolaustag, mit gefüllten Stiefeln und Strümpfen und Geschenken, die Freude machen!

Habts fein wünscht euch das Team vom Grafschafter Wochenanzeiger!