Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 21

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen

Weihnachtsabend

Die fremde Stadt durchschritt ich sorgenvoll,
der Kinder denkend, die ich ließ zu Haus.
Weihnachten war’s, durch alle Gassen scholl
der Kinder Jubel und des Markts Gebraus.

Und wie der Menschenstrom mich fortgespült,
drang mir ein heiser Stimmlein in das Ohr:
„Kauft, lieber Herr!“ Ein magres Händchen hielt
feilbietend mir ein ärmlich Spielzeug vor.

Ich schrak empor, und beim Laternenschein
sah ich ein blasses Kinderangesicht;
wes Alters und Geschlechts es mochte sein,
erkannt ich im Vorübergehen nicht.

Nur von dem Treppenstein, darauf es saß,
noch immer hört ich, mühsam, wie es schien:
„Kauft, lieber Herr!“ den Ruf ohn Unterlaß;
doch hat wohl keiner ihm Gehör verliehn.

Und ich? War’s Ungeschick, war es die Scham,
am Weg zu handeln mit dem Bettelkind?
Eh’ meine Hand zu meiner Börse kam,
verscholl das Stimmlein hinter mir im Wind.

Doch als ich endlich war mit mir allein,
erfaßte mich die Angst im Herzen so,
als säß’ mein eigen Kind auf jenem Stein
und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.

(Theodor Storm)

Liebe Leser unseres Adventskalenders vom Grafschafter Wochenanzeiger,

nun haben wir wieder das Türchen 21, das traditionsgemäß immer einem besinnlichen oder nachdenkenswerten Thema gewidmet war, diese Tradition möchten wir auch in diesem Jahr beibehalten.

Da ist mir in diesem Jahr Theodor Storms obiges Gedicht mal wieder in die Hände gefallen, und während des Lesens fielen mir Parallelen zu unserer heutigen Zeit ein, deren „Brückenschlag“ aber nicht ganz so simpel und einfach ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag, denn das Thema von heute, welches mir dazu einfiel, ist der Klimawandel, ist die Bewegung „Fridays for future“.

Wie läßt sich das mit Storms Bettelkind in Einklang bringen?

Adaptieren wir das Bettelkind aus Storms Gedicht doch einfach mit den Kindern und Jugendlichen von heute, die auch auf die Straße gehen, die uns auch etwas „anbieten“ bzw. uns auf etwas aufmerksam machen wollen wie weiland das Kind mit seinem feilgebotenem Spielzeug im Gedicht: Sie fürchten genau wie dieses Kind um ihre Zukunft, um ihre Existenz in einer auf Dauer geschädigten Umwelt, die ihnen auf lange Sicht eventuell nicht einmal mehr das überleben sichern könnte. Und was tun wir?

Wir handeln wie Storm in seinem Gedicht, wir lassen uns „vorübertreiben“, und das Stimmchen/die Stimmen „verschallen hinter uns im Wind“!

In der letzten Strophe seines Gedichts spricht Storm von seiner Angst, die ihn erfaßte, als er begriff, was eigentlich geschehen war, daß er nicht gehandelt hatte, daß er zu zögerlich war, daß er sich vorbeitreiben ließ: „Als säß mein eigen Kind auf jenem Stein und schrie nach Brot, indessen ich entfloh.“ Die Kinder und Jugendlichen heute schreien nicht im Wortsinne nach Brot, aber im übertragenen Sinne eben doch, es geht um das „Brot“ des Lebens, um das Leben selbst im lebenswerten Umfeld. Und, wenn man den Gedanken des Klimawandels ohne Änderung bis zum Ende durchdenkt, letztlich eben doch auch um Brot im physischen Sinne!

Lassen wir also die Stimmen nicht hinter uns im Wind verschallen, „handeln“ wir „am Wege mit dem Bettelkind“, stellen wir uns an seine Seite und sorgen wir damit mit für seine Zukunft, sein Überleben, denn dieses eine Bettelkind ist stellvertretend für alle, und alle sind unsere Kinder, denen wir nicht entfliehen dürfen, wenn sie nach uns rufen und unsere Hilfe brauchen.

Mir ist durchaus bewußt, daß es verschiedene Ansichten über das Thema „Klimawandelt“ gibt, und daß nicht wenige der Meinung sind, das sei alles maßlos übertrieben, hätte es immer schon gegeben, hätte sich immer alles von selbst wieder reguliert, und außerdem wäre das alles ohnehin bloß ein riesengroßer Hype von verwöhnten Kindern, die zu faul wären, in die Schule zu gehen. Da hätte ich dann nochmal Storm anzubieten:

Euch allen ist sicherlich „Der Schimmelreiter“ von Theodor Storm bekannt? Da geht es um den jungen Deichgrafen Hauke Haien, der schon in seiner Jugend ein Denker und Grübler ist, und der, als er dann Deichgraf geworden ist, zum Schutze und Wohle seiner Mitmenschen Deiche bauen läßt, die ein anderes Profil als die althergebrachten haben und somit größeren Schutz vor der Nordsee und ihren oft verheerenden Fluten bietet. Aber diese neuen Deiche erfordern viel Arbeit und Kosten, und schon murren alle, allen voran sein Widersacher Ole Peters, der den ihm so überlegenen ehemaligen Kleinknecht haßt, weil sein einfacher Sinn, der nur auf seine eigene Bequemlichkeit und Behaglichkeit gerichtet ist, nicht begreift, daß durch die neuen Deiche etwas geschaffen wird, wovon Generationen später noch profitieren können. Erschließt sich die Parallele zu heute? Und wie sie wieder meckern, alle die Ole Peters dieser Welt? Hauke Haien scheitert tragisch an dieser Figur und seinen Mitmenschen, die seine Weitsichtigkeit nicht erkennen konnten oder wollten! Theodor Storm schließt seine Novelle mit den Worten des Schulmeisters, der die Geschichte vom Schimmelreiter erzählt:

„Der Dank, den einstmals Jewe Manners bei den Enkeln seinem Erbauer versprochen hatte, ist, wie Sie gesehen haben, ausgeblieben; denn so ist es, Herr: dem Sokrates gaben sie ein Gift zu trinken, und unsern Herrn Christus schlugen sie an das Kreuz! Das geht in den letzten Zeiten nicht mehr so leicht; aber – einen Gewaltsmenschen oder einen bösen stiernackigen Pfaffen zum Heiligen oder einen tüchtigen Kerl, nur weil er uns um Kopfeslänge überwachsen war, zum Spuk und Nachtgespenst zu machen – das geht noch alle Tage.“

Weise Worte!

Ganz trocken wollen wir aber dieses Türchen nun nicht schließen, also lassen wir hier  noch ein paar Bilder von der Schönheit unserer Welt und der Natur gerade in diesen so schönen Weihnachtstagen ihre eigene Sprache sprechen:

Damit schließen wir unser Türchen 21 in diesem Jahr und wünschen euch allen einen schönen Samstag, den ihr hoffentlich entspannt genießen könnt, in Vorfreude auf das große Fest, denn auch Freude ist wichtig im Leben, sonst werden wir mutlos!

Habts fein, wünschen euch allen euer Redaktionsteam vom Grafschafter Wochenanzeiger!

33 Gedanken zu “Grafschafter Wochenanzeiger – Türchen 21

  1. Meine liebe Monika,

    schön,dass du die Tradition des besinnlichen Türchens an diesem Datum beibehältst!Traditionen geben Beständfigkeit im oft turbulenten Jahresverlauf.
    Ich kenne dieses Stormgedicht,du hast es wieder passend illustriert.Der Brückenschlag zu den dringendsten Problemen in der heutigen Zeit ist dir vortrefflich gelungen-„Fridays for future!!
    Eine sehr gute Adaption vom Bettelikind und den heutigen Kindern und Jugendliche,die um ihre Zukunft fürcheten und den Erwachsenen,die es lang ignoriert haben.Nun aber hoffentlich doch noch „aufwachen“,besonders die Regierenden!!!!Aber auch jeder Einzelne ist gefordert!
    Fein hast du es erklärt mit der Parallele vom nach Brot schreienden Kind zu den Ängsten der Jugend heute.Bleiben wir dran,nicht nachlassen und Verantwortung übernehmen,möchte man jedem zurufen!
    Wir haben es jetzt doch noch in der Hand für die nächsten Generationen eine lebenswerte Erde zu hinterlassen.
    Ja,leider gibt es noch zu viele Ignoranten,solange es sie selbst nicht direkt betrifft,die sich nur über heiße Sommer freuen und dass es im Winter nicht mehr zu kalt und glatt ist…“Dummbartel“,ein vogtländischer Ausdruck-sind das.
    Den „Schimmelreiter“ kenn ich natürlichauch und mag ihn auch sehr!Du hast wieder einen brillanten Vergleich zur aktuellen Lage gefunden.Man merkt,du liebst Storm.Die schlussworte von ihm sind ganz sehr weise.

    Deine Bildchen noch von der Schönheit der Natur,egal ob aus dem Archiv oder von euerer Grafschaft sind einfach nur traumhaft!Wäre doch ein Jammer,wenn uns das alles nicht erhalten bliebe!Deshalb lassen wir nicht nach an den Fridays for future.

    Ja,Freude ist sehr wichtig,mir mangelts aber doch aufs bevorstehende Weihnachtsfest bissel dran.,kann es hier im besinnlichen Türchen mit schreiben.Hab hier schon noch eine Schwester,mit der ich wenigstens den 1. und 2. Weihnachtsfeiertagnachmittag verbringe,aber die andere Schwester,auch erst Mitte 60,ist nun leider auf Grund ihres schlechten Gesundheitszustandes durch den Verlust ihres Sohnes seit kurzem im Pflegeheim auswärts.Ich kann nicht einfach mal so hin zu ihr…Alles schwer,aber nützt alles nix….Zum telefonieren ist sie im Moment auch nicht in der Lage.
    Trotzdem wünsche ich allen hier Freude aufs Weihnachtsfest und einen guten 4.Adventssamstag. Dir,liebe Monika und deinem Redaktionsteam natürlich genauso! Habts fein und ganz herzlichen Dank für den Anstoß zum Nachdenken wieder mal!

    Liebste Grüße schickt euch Brigitte.

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      • Herzlichen Dank,Liebe Ursel,ich wünsche dir auch das Allerbeste,aber eine „olle“ bist du ganz bestimmt nicht! Freu mich halt schon wieder aufs Frühjahr und euer schönes Berlin mit wunderbarem Zoo!

        Für dich auch liebe Grüsse von mir.

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    • Meine liebe Brigitte,
      ja, das ist mir doch immer wieder ein Bedürfnis mit diesem Türchen, und in diesem Jahr war es Storms Gedicht, das mir das Thema für diesen Eintrag gab.
      Es ist immer jeder einzelne gefordert, und genau das haben uns die Kinder und Jugendlichen da ja vorgemacht, einer fängt an und es zieht weitere Kreise. Ich hoffe sehr, daß es noch möglich ist, die Erde lebenswert für die nachfolgenden Generationen zu machen. Die Ole Peters dieser Welt werden nicht aussterben, wir können uns nur bemühen, sie auflaufen zu lassen.
      Ja, Storm ist nun mal mein Lieblingsdichter, und gerade der Schimmelreiter bot sich so großartig als Vergleich zur heutigen Situation an.
      Zeiten, in denen es auch persönlich schwierig ist, wird es wohl im menschlichen Leben immer und bei jedem geben, sich dann die Fähigkeit zu bewahren, doch noch kleine Freuden wahrnehmen zu können, ist eine Gabe, für die man dankbar und bereit sein muß.
      Das wünsche ich dir auch von Herzen, Freude aufs Weihnachtsfest und einen schönen 4. Adventssonntag, danke für deine lieben Wünsche für uns, wir schicken alle liebste Grüße
      Monika.

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    • Liebe Brigitte,

      wie traurig, dass eine Deiner Schwestern das Weihnachtsfest nicht mit Euuch verbringen kann. Hoffentlich hast Du die Möglichkeit, sie einmal zu besuchen, wenn die Tage wieder länger werden.

      Trotz dieses Wermuttropfens wünschen Rani und ich Dir einen schönen 4. Advent und vielleicht doch ein wenig Vorfreude auf die Nachmittage mit der näher wohnenden Verwandschaft.

      Liebe, vorweihnachtliche Grüße,

      Kristina und Rani

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      • Liebe Kristina,

        hab herzlichen Dank,deine lieben Worte,sie tun mir doch gut.
        Ja,im neuen Jahr gleich werden mich Bekannte zu meiner Schwester fahren,aber an Weihnachten hat ein Zusammensein einfach immer mit dazu gehört.Man sah sich schon so nicht oft,wenn man in verschiedenen Städten wohnt.Und ihr schlechter Zustand nun eben…

        An dich und Ranilein auch liebe Grüße und einen schönen 4.Adventssonntag
        Brigitte.

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  2. Guten morgen liebe Monika,

    Beim Lesen Deines heutigen 21.Türchens liefen mir kalte Schauer über den Rücken und die Brust.Das bettelnde Kind…….es ist so grausam!
    Ja,Theodor Storm hat es schon damals in seinem Schimmelreiter geschrieben und erkannt und Du hast uns die Parallele zu unserer heutigen Zeit sehr gut vor Augen geführt mit „friday for future „,müssen die Kinder ,die Erwachsenen und vorallem die Politiker um ihre Zukunft betteln,damit es überhaupt ein morgen und ein überleben für uns alle gibt.

    Ich möchte heute an dieser Stelle nicht mehr weiterschreiben und innehalten!

    Liebe Monika, ich wünsche Dir und Mimilein einen schönen 4.Adventssamstag.
    Lg.Ursel

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    • Guten Tag, liebe Ursel,
      das Gedicht von Storm hat mich schon immer sehr „gepackt“, er versteht es ja auch meisterlich, Gefühle anzusprechen und zum nachdenken anzuregen.
      Der Schimmelreiter ist ganz sicher eines seiner besten Werke, und ich fand es eben gerade zu diesem Thema so aktuell, obwohl die Geschichte in einem vergangenen Jahrhundert spielt.
      Manchmal muß man gar nicht viele Worte machen und wird doch bestens verstanden, danke, liebe Ursel, für deine Worte und dein innehalten, wir wünschen dir auch einen schönen Tag noch heute und einen ganz feinen 4. Adventssonntag, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  3. Wohl war, die Worte les ich schon, lieber Grafschafter Wochenanzeiger.

    Nur wird das allzuschnell wieder in frommen Wünschen und Schimpfen über die Anderen verpuffen. Wie wäre es, wenn statt dessen jede(r) von uns bewusst die Verantwortung fürs eigene Handeln übernimmt? Dazu gehört auch sich aktiv über die Konsequenzen des eigenen Handels zu informieren (Funk, Fernsehen, Internet, Bücher…). Was verursacht den immer höher werdenden CO2-Ausstoss und wer ist der Haupterzeuger von CO2? Und was können wir, kann ich tun, damit sich die Erde nicht mehr als 1,5 Grad erwärmt und die Pole schmelzen und die Wasserspiegel steigen? Damit können wir in der Tat unsere Jugend unterstützen. Mit Nachdenken, Verantwortung für das eigene Tun übernehmen und dann danach aktiv handeln. Da bin ich gern dabei und mache mit – beim Schimpfen über andere aber nicht.

    In diesem Sinne wünschen wir einen besinnlichen vierten Advent und senden viele Grüsse,

    Jutta und Steve

    Gefällt 4 Personen

    • Das ist eine Eigenschaft des Menschen, in schwierigen Situationen so schnell wie möglich zur Tagesordnung über zu gehen, und auch, möglichst einen Sündenbock dafür zu finden, auf den man schimpfen und dem man die ganze Verantwortung dafür aufladen kann, fein nach dem Motto „Hauptsache, nicht ich“!
      Da rennst du offene Türen ein, Jutta, es ist jeder einzelne gefordert, auch Kleinvieh macht Mist und Vorbild kann mitreißen, aber manchmal macht das alleine die anderen auch träge, tut ja einer was, warum dann ich auch noch, und da ist es schon vonnöten, ihnen auch mal wie weiland Till Eulenspiegel gesalzenere Texte mit auf den Weg zu geben.
      Wir wünschen euch auch einen schönen Tag und einen besinnlichen 4. Adventssonntag, liebe Grüße von uns an euch,
      Monika und Mimi.

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      • Liebe Monika und Mimilein,

        vielleicht können wir beide Blogs ja auch immer Mal wieder ein bisschen Aufklärung zum Thema „Klimakrise“ und was zu tun ist machen. Wir sind auf jeden Fall dabei :)

        Habt auch einen schönen Abend und bis morgen zum nächsten Türchen.
        Liebe Grüsse,

        Jutta und Steve

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        • Das ist eine gute Idee, liebe Jutta, da bin ich auch dabei, da wird sich sicher einiges ergeben!
          Wir machen es uns hier gleich saugemütlich, lach, das wünschen wir euch natürlich auch und sagen bis morgen zum nächsten Türchen, habts fein, liebe Grüße mit Schnurrgrüßen von Mimi an Steve,
          Monika und Mimi.

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  4. Bei strahlendem Sonnenschein lese ich deine Worte und kann nicht wirklich Freude über das schöne Wetter empfinden.
    In meinem Blog habe ich ja schon alles gesagt zum Klimawandel, der jungen Generation, den Ignoranten.
    Persönlich bleibt mir nur zu hoffen, dass die Welt liebenswert und lebenswert bleibt.
    Danke für diesen sehr guten und interessanten Beitrag, liebe Monika

    Habt es fein, liebe Emms
    🐕🐾🐾👵👣

    Gefällt 3 Personen

    • Hier schien heute auch wieder die Sonne vom heiteren Himmel, und es geht mir wie dir, richtige Freude kann ich da auch nicht drüber empfinden.
      Ja, du hast in deinem Blog schon viele gute Einträge zum Klimawandel, den jungen Menschen und den Ole Peters dieser Welt gehabt. Dieses Thema ist so wichtig, mir war schon lange klar, was ich in diesem Türchen machen wollte, und dann war da plötzlich das Gedicht von Storm und seine Parallelen.
      Das hoffen wir bestimmt alle, daß die Welt liebens- und lebenswert bleibt, und was wir dazu beitragen können, das machen wir ja auch!
      Habt es auch fein, ihr lieben Bees, liebe Grüße von uns Emms.

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    • Dankeschön, lieber Klaus, das Thema war mir so wichtig!
      Ich kann es ganz entspannt genießen, das hoffe ich natürlich von dir auch, hab auch ein schönes Wochenende, der Heilige Abend ist schon in Sichtweite, liebe Grüße
      Monika.

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  5. Heute fehlen mir ein wenig die passenden Worte. Ich verstehe diese Ignoranten auch nicht, die am liebsten 365 Tage Sonnenschein im Jahr haben wollen. Ich war als Kind im Schnee unterwegs, hatte oft eine Blasenentzündung, und war trotzdem glücklich. Sogar im Regen haben wir getobt und saßen nicht in der Wohnung.
    Man kann nur hoffen, dass sich wirklich endlich mal alle besinnen……..
    Einen trotzdem frohen und gemütlichen 4. Advent
    Ina und die vier Musketiere

    Gefällt 4 Personen

    • Es müssen ja auch nicht immer viele Worte sein, liebe Ingrid, und zu diesem Eintrag kann ich das schon gut verstehen. Da kann man wirklich nur den Kopf schütteln, man muß und sollte sich bei diesem so wichtigen Thema ja nicht auch noch über Kleinigkeiten aufregen, aber da ging es mir doch wie dir, als die Diskussion darüber entstand, die Sommerzeit komplett fürs ganze Jahr einzuführen, fällt mir spontan Pippi Langstrumpf zu ein „ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“, aber Pippi war ein Kind, da darf die Welt durchaus rosarot sein!
      Kann ich dir nur beipflichten, wenn ich als Kind im Schnee gespielt habe, war ich bestimmt auch durchgefroren und mußte zu Hause wieder „aufgetaut“ werden, und wir waren auch eigentlich bei jedem Wetter draußen. Bloß, heute gibt es ja kaum noch „jedes Wetter“!
      Tja, da kann man wirklich nur sagen, die Hoffnung stirbt zuletzt, wenn man darauf hofft, daß sich alle besinnen!
      Danke für die lieben Wünsche, wir gehen den Tag heute und morgen ganz entspannt an, und das wünschen wir dir und deinen vier Musketieren natürlich auch, habt einen frohen und gemütlichen Tag und einen ebensolchen 4. Adventssonntag, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Monika,

    ja, das Nachdenken über so viele schlechte Entwicklungen gehört auch zur Zeit der Besinnung und das nicht nur im Advent! Deine Vergleiche passen sehr gut und ich denke, den Schimmelreiter und seinen Kampf gegen die Borniertheit kennt jeder, zumindest als Schullektüre.

    Unsere Parlamentarier haben den Schuss durch die Proteste der Jugendlichen zwar gehört, scheuen sich aber, mit nur halbherzigen Maßnahmen ihr Machtpotential zu riskieren und ihre Wähler zu brüskieren.

    Sehr nachdenkliche Grüße
    Britta-Gudrun

    Gefällt 4 Personen

    • Liebe Britta-Gudrun,
      so ist das, und das ist ja hier im Adventskalender wirklich schon eine kleine Tradition geworden, und es war mir eben auch gerade in diesem Jahr wieder ein herzliches Bedürfnis!
      Danke, daß du auch die Parallelen siehst, so aktuell können ganz alte Geschichten und Gedichte sein.
      Ich zweifle da des öfteren dran, ob unsere Politiker wirklich „den Schuß gehört haben“, ich halte das alles nur für Augenwischerei und Beschwichtigung, „laß die sich mal austoben, die werden das auch wieder leid, und ich behalte mein Mandat, meine Machtposition und vor allem…mein Geld!!!“ Ich hoffe nur nach wie vor so inständigst, daß die Menschen sich heute doch nicht mehr sooo leicht als Stimmvieh mißbrauchen lassen! Aber wenn ich dann nach England oder Amerika gucke…..nee, jetzt will ich auch mal nicht weiter denken!
      Trotzdem wünsche ich dir einen schönen Tag und einen frohen 4. Adventssonntag, liebe Grüße
      Monika.

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  7. Das Gedicht von Storm sollte man sich durchaus einmal zu Herzen nehmen. Wegschauen ist in der Regel nicht die Lösung des Problems. Es gibt viele Arten, ein Problem anzugehen und es vielleicht sogar zu beheben. Mitunter ist die angebotene Lösung nicht immer eine wirkliche Lösung des Problems.
    Ich möchte mich zu der ganzen Thematik eigentlich nur Brigittes Worten anschließen, auch ich hoffe, dass die Welt für uns alle liebenswert und lebenswert bleibt.
    Liebe Grüße schickt Euch die Silberdistel mit ihrem Pelztrio

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    • Ich hatte es mal wieder beim Wickel in den vergangenen Tagen, Storms Gedicht, und da fielen mir eben diese Parallelen dazu ein.
      Nein, wegschauen ist da bestimmt keine Lösung!
      Auf jeden Fall gibt es viele Arten, Probleme anzugehen, und niemand hat für eine Lösung den Stein der Weisen in der Tasche, und manchmal muß man eben auch probieren, welches der beste Weg wohl wäre, aber es ist wohl doch eben alles besser, als nichts zu tun!!!
      Der Hoffnung von dir und BrigitteE kann ich mich nur anschließen, liebe Grüße zurück zu dir und deinem Pelztrio von uns allen,
      Monika.

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  8. Ach der Herr Storm, liebe Monika!

    Wie klug hat er doch in seinen Gedichten und Novellen die ihn umgebende Gesellschaft des 19. Jahrhunderts analysiert und beschrieben; allzu optimistisch war er dabei nicht. Weder wurde dem bettelnden Kind geholfen, noch obsiegte Hauke Haien über die tumben Toren trotz seines Engagements, seiner Weitsicht, seines Wissens und seiner Vernunft. Und in seinem Spätwerk übte Storm in den sog. Chroniknovellen deutliche Gesellschaftskritik.

    Deshalb hast Du nicht unrecht, wenn Du Storms Werke zur Verdeutlichung der Situation in der heutigen Zeit heranziehst. 1 1/2 Jahrhunderte später und nach zwei Weltkriegen behalten die Egoisten, die Geld- und Pfeffersäcke und die dümmlich Verführbaren wieder die Oberhand gegenüber den Wissenschaftlern, Verantwortungsvollen und Mahnern. Kinder werden sowieso mißachtet, was wüßten sie schon, lebten sie doch ganz komfortabel von Papas Geld, das nur dann so üppig fließen könnte, wenn alles so weiterginge wie bisher. Ganz schön arrogante Einstellung der „Erwachsenenwelt“.

    Man muss sich fragen, woher die allseits spürbare „Lähmung“ oder das Desinteresse gegenüber den deutlichen Warnungen zum Klimawandel rühren. Zu diesem Thema fand ich einen Artikel auf Spiegel online, der sich dieser Frage aus soziologischer Sicht annimmt. Ich stelle hier einmal den Link ein und zitiere den Schlußsatz als Fazit “ Wenn niemand anfängt, gehen wir alle unter. “

    Vielleicht habt Ihr Lust zu lesen, z. B. als Ergänzung zu Deinen Gedanken in diesem besinnlichen 21. Türchen.

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/eu-klimapaket-zerschlagt-das-kartell-des-nichtstuns-a-1301253.html

    Um aber den Pessimismus nicht Überhand nehmen zu lassen, weise ich hier abschließend auf eine Publikation hin, die das Thema Nachhaltigkeit im Gespräch hält und von Menschen erzählt, die auf sehr unterschiedliche Weise jeder im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zum Wandel beitragen. In „seventeen goals“ (Projekt 17 in Zusammenarbeit mit dem Zeitverlag) stellt man die Frage „Warum nicht einfach mal Dinge tun, die man noch nie versucht hat? Eine vegetarische oder vegane Woche einlegen, bei einem Clean-Up mitmachen, für das Klima demonstrieren oder eine Petition unterschreiben, ein faires Konto bei einer Nachhaltigkeitsbank eröffnen oder nach Siegeln fairer Produktion beim Kleiderkauf schauen …. “ (Iris Rodriguez, Chefredakteurin)

    Wäre das nicht ein guter Vorsatz für das Neue Jahr, sich von diesen oder ähnlichen Möglichkeiten inspirieren zu lassen und selbst aktiv zu werden? Und tragt diese Kunde in die Welt, jeden Tag und jede Stunde und bei jeder Gelegenheit.

    Und nehmt Euch Pippi Langstrumpf zu Herzen, die erfrischend zuversichtlich rief: „Das habe ich noch nie vorher versucht … also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe.“

    In diesem Sinne wünsche ich der Redaktion und den Lesern des Grafschafter Anzeiger einen frohen 4. Advent. Freut Euch auf Weihnachten!

    Viele Grüße,

    Kristina

    PS: #17 Ziele;

    http://www.17goalsmagazin.de

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Kristina,
      oooh, ja, der Herr Storm war sehr klug, und er ist und bleibt mein Lieblingsdichter! Als ich dieses Gedicht mal wieder gelesen habe, sind die Bilder zu heute von ganz alleine in meinem Kopf entstanden, vielleicht auch, weil ich das Thema schon lange Zeit dafür angedacht habe.
      Da hast du so recht, Kristina, daß sich eigentlich in 1 1/2 Jahrhunderten nichts wesentlich verändert, geschweige denn verbessert hat in Bezug auf die Leute, die du da anführst als die Egoisten, Geld- und Pfeffersäcke, fällt mir mal wieder Reinhard Mey ein, aus seinem Lied „Mein guter alter Balthasar“
      „Noch immer hat der Stärk’re recht
      geht es dem Außenseiter schlecht
      lügt mancher Staatsmann wie gedruckt.
      Im Namen der Barmherzigkeit
      schlagen sie sich noch immer breit
      das Mittelalter ist nicht vorbei
      und unser Traum von Toleranz
      und Gewaltlosigkeit starb ganz
      leis‘ in der großen Keilerei…“ (Reinhard Mey)
      Das finde ich auch, daß das den Kindern gegenüber eine beispiellose Arroganz der Erwachsenen ist!
      Den Spiegel-Artikel guck ich mir später in Ruhe an, das muß man mit Konzentration lesen, die hab ich jetzt nicht mehr, bin müdchen, lach! Auch den Link von der Nachhaltigkeit verschiebe ich auf konzentriertere Zeiten, aber ganz lieben Dank dafür, daß ist bestimmt was feines fürs Neue Jahr!
      Jaja, die Pippi Langstrumpf, aber recht hat sie!
      Dankeschön, die Redaktion des Grafschafter wünscht euch auch einen schönen, frohen 4. Advent, oooh, ja, wir freuen uns auf Weihnachten und hoffen, daß es euch auch so geht, schlaft gut und träumt was feines und liebe Grüße
      Monika.

      Gefällt 1 Person

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