Türchen 21

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille)

Alle Jahre wieder: Süßer die Kassenglocken nie klingen!!! „The same procedure as every year!“ Und wir rennen und hasten durch die Geschäfte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, das Beste ist gerade gut genug. Vor allem bei den lieben Kinderlein, da soll doch möglichst kein Wunsch unerfüllt bleiben! Steht noch was auf der Liste? Nein, abgehakt, gut, nichts schlimmeres als enttäuschte Kinder unter dem Weihnachtsbaum, deren Wünsche bei dieser prompten Wunscherfüllung natürlicherweise ins unermeßliche steigen. Nun noch die Einkäufe für das Festmahl, auch hier nur das Beste für die Gäste, koste es, was es wolle. Der Tannenbaum, ach, ja, der Tannenbaum muß ja auch noch besorgt werden, welche Deko ist denn in diesem Jahr angesagt? Natürlich liegt man im Trend, wäre ja noch schöner, wenn am Baum der alte Kram vom vorigen Jahr hängen würde. Die Festtagsgarderobe wird ebenfalls noch nach der neuesten Mode für alle Beteiligten aufgehübscht, ach, was das doch alles wieder für ein Streß ist, Besinnlichkeit??? Wie, Besinnlichkeit, du lieber Himmel, nächste Woche ist die Feier im Kindergarten, dann in der Schule, der Mann hat Betriebsfeier zu Weihnachten, die kirchlichen Termine wollen auch noch abgehakt werden, da hat man für Besinnlichkeit doch gar keine Zeit mehr. Schließlich muß man irgendwo auch noch die Zeit für die Adventsdeko in und am Haus einplanen, Besinnlichkeit kommt später, unterm Baum!

So, endlich, das Fest ist da, strahlende Kinder unter einem ebenso strahlenden Weihnachtsbaum, die Geschenke stapelten sich, das Einwickelpapier auch, das Weihnachtsmenü war vorzüglich, das Programm ist abgespult!

Und jetzt???

Tja, wieso stellt es sich eigentlich nicht ein, trotz sorgfältigster Vorbereitung, minutiöser Planung, stressiger Bemühungen und Listenführung, das wunderbar heimelige Gefühl der eigenen frühen Kindertage, der vielbeschworene Geist der Weihnacht, das wunderbare Gefühl, wie beim Gedicht von Joachim Ringelnatz, „Vorfreude auf Weihnachten“: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“?

Weil er das nicht ist, der Geist der Weihnacht, weil er mit Überfluß von Geschenken, mit stressigem Hetzen von Weihnachtsterminen zu Weihnachtsterminen, mit Glanz und Glimmer und schönem Schein nichts zu tun hat!!!

Wir feiern Weihnachten nicht, wir konsumieren es! Und propagieren auch an diesen hohen Festtagen die gleiche Wegwerfmentalität wie sonst im Jahr. Die so begehrten und erfüllten Wünsche: Eine Woche nach Weihnachten stapeln sich die Spielzeuge in den Kinderzimmern in den Regalen, uninteressant! Bei den Erwachsenen sieht es da nicht anders aus. Der Tannenbaum? Die ersten abgeschmückten und weggeworfenen liegen bereits einen Tag nach dem Weihnachtsfest abholbereit für die Müllabfuhr an der Straße. Die Adventsdeko, die geschmückten Fenster und Häuser? Halten heutzutage nicht einmal mehr bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar durch, weg damit!

Ich habe in diesem Jahr auch mal wieder so sehnsüchtig wie vergeblich auf schöne Weihnachtsfilme im Fernsehen gewartet, für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, sie wurden, wenn sie denn dann überhaupt kamen, ins ganz späte Programm in der Nacht verschoben, wo eine Familie sicherlich nicht mehr zusammen Fernsehen gucken kann. Wenn man mal zusammenfassen würde, was für ein hanebüchener Unsinn auch zur Weihnachtszeit (und sonst ja auch das ganze Jahr!) über gesendet wird, es sträuben sich einem die Nackenhaare! Könnte man nicht einmal im Jahr auf Gewalt- und Horrorschinken verzichten, die raue Wirklichkeit draußen hat die doch eh längst eingeholt, da täte so ein ganz klein bissel heile Welt doch einfach mal gut! Nur einmal im Jahr, Luft holen, durchatmen, und das Wirklichkeit werden lassen:

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

(Joachim Ringelnatz)

Das ist der Geist der Weihnacht, den Ebenezer Scrooge aus Dickens Weihnachtsgeschichte sich so schwer aneignen mußte durch den Besuch der drei Geister, weil er Weihnachten für „Humbug“ hielt!

(Scrooge’s third visitor, John Leech, 1843)

Ich glaube daran, daß Weihnachten kein Humbug ist, das wenigstens einmal im Jahr wir innehalten sollten, den Blick und den Fokus auf das Kind in der Krippe richten, dem wesentlichen eines Weihnachtsfestes, der Geburt Christi, jedes Jahr und unermüdlich immer wieder neu die Geburt des Kindes in unseren eigenen Herzen, denn nur da steht die eigentliche Weihnachtskrippe.

Und fröhlich zusammen feiern, wirklich feiern, mit Zeit, ganz viel Zeit, dem Genuß des beisammenseins, denn der ist so zerbrechlich, wie wir in den letzten Tagen schon wieder erfahren mußten. Den Geist der Weihnacht, die Geburt des Kindes im Herzen, hinaustragen in die Welt, um sie ein kleines, kleines Stück besser zu machen, vielleicht zieht das Kreise, nein, bestimmt zieht das Kreise, ist halt wie der Stein, den man ins Wasser wirft! Selbst der kleinste Kiesel zieht Kreise! Der erschöpften Erde mal eine Atempause gönnen, und sie nicht noch mehr zumüllen mit dem Überfluß an Gaben, die nicht wichtig sind und eh nur wieder auf den Müllkippen landen. Wohlgemerkt, ich bin kein Verächter von Geschenken, sich gegenseitig eine Freude zu machen, gehört ganz sicher auch zum Geist der Weihnacht, zumal für Kinder! Aber vielleicht doch mal alles wieder eine Nummer kleiner, dafür umso herzlicher und wohlbedachter, und einfach mal den Mut haben, gegen den Strom zu erziehen, und andere Wertevorstellungen zugrunde legen als Markenklamotten und Prestigobjekte! Die Liebe eines Geschenkes zählt, da mag es noch so klein sein! Auch ein feines Essen im Kreise aller Lieben ist wunderbar, aber wie wäre es mit gemeinsamer Vorbereitung? Um mal so ein bissel zu erklären versuchen, was ich meine: Wir haben an einem Heiligen Abend, als Björn noch klein war, mal Spaghetti Bolognese gemacht, weil es das einzige war, was das Kind mitessen mochte! Das war so ein schöner, friedlicher Heiliger Abend, weil kein quengelndes Kind am Tisch saß!

Darum beschwöre ich hier heute in unserem 21. Türchen den Geist der Weihnacht, wie er so deutlich wird in Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ oder eben auch in noch einem Gedicht von Joachim Ringelnatz:

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

In diesem Sinne schließe ich nunmehr unser diesjähriges besinnliches Türchen und wünsche euch allen einen frohen, gemütlichen und entspannten Freitag vor dem Fest!

Natürlich schließt sich euer aller Co-Autor, meine Mimi, da an, die oft genug, wie wohl viele Tiere, den Kopf über uns Menschen schüttelt, aber ganz sachte, denn eigentlich verdienen sie ja Mitleid!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

28 Gedanken zu “Türchen 21

  1. Liebe Monika,
    das 21.Türchen ist schon geöffnet und langsam rückt Weihnachten näher. Jedes Türchen ist eine Überraschung für uns. Vielen lieben Dank für deinen wunderbaren Adventskalender! Das Gedicht von Peter Hille ist wunderschön und die Weihnachtsfee mit strahlenden Sternen sieht so friedlich aus.
    Heutzutage vergisst man oft die Bedeutung des Weihnachtsfestes und wie kann man eine besinnliche Adventszeit genießen, wenn man keine Zeit hat. Ja, man muss alles einplanen und die Zeit für die Adventsdeko, für sich selbst nehmen. Ja, da hast Du vollkommen recht. Der Mittelpunkt ist die Geburt Christi in der Krippe und wir sollten den Blick und den Fokus auf das Kind richten. Das Christkind hat uns die Liebe geschenkt und wir sollten die Liebe in die Welt hinaustragen.
    Ich wünsche dir und Mimi auch einen frohen, gemütlichen und entspannten Freitag.
    Liebe Grüße, Hang

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    • Liebe Hang,
      ja, heute schon das Türchen 21, wie geschwind die Zeit doch wieder gelaufen ist. Es freut mich, daß jedes Türchen hier eine Überraschung war.
      Irgendwie wird es von Jahr zu Jahr schlimmer da draußen mit dem Geschenkerummel, da kann doch keine richtige Festtagsstimmung aufkommen.
      Aber wir sind jetzt hier so weit mit allem fertig und werden die restlichen Tage in Ruhe angehen lassen und genießen, die wunderschöne Zeit ist doch immer wieder viel zu schnell vorbei. Und für das Kind in der Krippe bleibt keine Zeit, das ist eine traurige Wahrheit.
      Ich freu mich auf die Tage unterm Weihnachtsbaum mit meiner Familie, das wird schön, wenn wir alle beisammen sind!
      Hab noch einen schönen, und wenn es geht, entspannten Abend mit deiner Familie, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  2. Meine liebe Monika,

    das ist heute ein richtiges „flammendes Plädoyer“ zum Geist der Weihnacht,du hast es dir alles von der Seele geschrieben,wie sehr alles um dieses hohe feste herum im Argen liegt bei der konsumorientierten Menschheit! Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen,genauso isses.
    Du hast den Zeitgeist punktgenau getroffen!
    Das Materielle wird erfüllt,die Herzen bleiben leer.Ja,und dann muss alles so schnell wie möglich im Zeitraffer abgearbeitet werden.Bei uns früher stand der Tannenbaum auch lang,aber dann tat es mir trotzdem immer sehr leid,wenn er zerteilt im Kachelofen verbrannt wurde und die Weihnachtsdeko wieder in die Kartons kam.Das geht mir auch heute noch so und nie ohne Wehmut.es ist dann wieder alles so bissel nüchtern.
    Ich würde auch sehr gern schöne Weihnachtsfilme im Fernsehen gucken,aber die sind wohl nicht mehr gefragt.Nur noch bei uns Älteren,die nicht mehr zur „Zielgruppe“ gehören.

    Das isses-die Worte von Ringelnatz zu „Vorfreude auf Weihnachten“,wo ist dieses Urgefühl geblieben? Oft verschüttet in der Hektik,nix zu verpassen und sich dem Mainstream anzupasssen.
    Ich kann deine Gefühle und Gedanken nur unterschreiben und teilen.Das Beisammensein und die Zeit füreinander sind so viel wichtiger als große Geschenke,wobei ich natürlich auch nichts gegen kleine Aufmerksamkeiten habe.Sie zeigen auch,dass man sich um den anderen Gedanken gemacht hat,worüber er sich freut.
    Das mit Björns Lieblingsessen an Heiligabend schriebst du schon mal,schön ist das!
    Ich bedanke mich herzlichst für deinen so eindringlich beschworenen geist der Weihnacht im besinnlichen Türchen,auch für die schöne Gestaltung!

    Es ist für mich sehr glaubhaft und nachvollziehbar,dass die Tiere oft über uns innerlich den Kopf schütteln.

    Habt ihr beiden hoffentlich auch einen guten und entspannten Freitag vor dem Fest,ich wünsch es euch!

    Liebste Grüße schickt euch auch heute Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      das mußte einfach mal gesagt werden, das brannte mir schon so lange auf den Nägeln, es wird ja auch selbst den Menschen schwer gemacht, die eigentlich noch an das Weihnachtsfest im Ursprung glauben und so gerne die echte Weihnachtsstimmung empfinden würden, in diese Stimmung zu kommen durch die Unsäglichkeiten von außen.
      Ein guter Satz, das materielle wird erfüllt, die Herzen bleiben leer.
      Mir tat der Weihnachtsbaum auch immer leid, das würde mir auch heute noch so gehen, wenn ich noch einen hätte. Obwohl man das ja eigentlich nicht soll, wenn wir ihn früher abgeplündert haben, als Björn noch zu Hause war, haben wir ihm immer ein oder zwei Lamettafäden im Haar gelassen, daß er sich nicht ganz so traurig vorkommt!
      Tja, nix ist mehr mit Weihnachtsfilmen, es sei denn, du bist eine Nachteule so wie ich, dann kommst du ab und an mal ganz spät noch in den Genuß.
      Ich hab auch nix gegen kleine Aufmerksamkeiten, aber eben nicht im Überfluß, ich bin einfach immer nur glücklich, wenn ich mit meinen Lieben zusammen sein kann, ist das wertvollste, was wir haben.
      Warten wir mal ab, ob sich der Geist der Weihnacht noch wiederbeleben läßt, wir wünschen dir jetzt einen schönen Freitagabend, liebste Grüße
      Monika und Mimi.

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  3. Liebe Mimi, liebe Monika!

    Bei dem wunderbaren Foto mit dem Bobbycar unter dem Weihnachtsbaum werden Kindheitserinnerungen wach. Für Kinder ist das natürlich wunderschön, solch einen Anblick vorzufinden. Dass wir Erwachsenen oftmals nur noch dem Kaufrausch erliegen und die Besinnlichkeit nicht zu schätzen wissen, ist wirklich traurig. Das Fernsehprogramm erschüttert mich bereits seit vielen Jahren. Längst habe ich es mir abgewöhnt, die üblichen Programme nach guten Filmen zu durchforsten und stelle mir immer meine eigene Mediathek zusammen.
    In diesem Sinne haben wir auch nach einem ganz nostalgischen Bildchen für euch gesucht, das eure wunderbare Bilderzusammenstellung ergänzen soll :

    Wir wünschen euch einen wunderschönen Start ins Wochenende und grüßen ganz herzlich von der stürmisch verregneten Alm
    Mallybeau :)

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    • Liebe Mallybeau,
      jaaaa, da sagst du was, mit dem Bobbycar, das gab es hier auch unter einem der Kinder-Weihnachtsbäume von Björn dazumalen! Für Kinder sind Geschenke immer schön, wir haben in diesem Jahr, wenn ich mit den Kindern zusammen bei Verwandten feiern gehe, ja auch ein Kind mit unter dem Baum, da gibt es natürlich Geschenke, wir Erwachsenen lassen es, das ist alles so viel entspannter, friedlicher und gemütlicher so!
      Da geb ich dir recht, das Fernsehprogramm erschüttert mich auch schon seit vielen Jahren, bei den Privatprogrammen tangiert einem das ja kaum noch, ist man ja so gewöhnt, aber daß die öffentlich-rechtlichen für das Geld, was sie kriegen, einen solchen Schund abliefern, das läßt mich immer wieder den Kopf schütteln. Vielleicht sollten mal alle Fernsehzuschauer kollektiv das Geld für diesen Mist auf einen Sitz verweigern, mal gucken, was dann passieren würde!
      Jaaaa, und da habt ihr ja jetzt einen Knaller gelandet, das ist doch schon ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für Mimi, das nostalgische Bildchen, sie ist hin und weg und restlos begeistert, ein Klavier-Virtuose, der aussieht wie sie!!! Dankeschön, schnurrt sie! Ich auch, äääh, also ich schnurre es nicht, lach, ich sag es!
      Wir wünschen euch auch einen wunderschönen Start ins Wochenende hinauf auf die stürmisch-verregnete Alm, das tut es hier auch, stürmen und regnen, macht es euch gemütlich, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  4. Oh, mit deinem Adventstürchen heute hast du wirklich mal alles gesagt, was mir schon seit Jahren auffällt. Geschenke im Überfluss, nur damit das schlechte Gewissen der Eltern etwas ruhiger wird, weil sie ihre Kinder irgendwo abstellen. Ob vor dem Fernseher, dem Handy zum Soielen oder sonstigem.
    Ich kenne eine junge Frau, die immer jedes Geschenk zweimal gekauft hat, damit keines der Kinder sich benachteilig fühlt. Das Kinderzimmer war überfüllt mit doppelten Dingen, die aber von keinem benutzt wurde. Im nächsten Jahr wurden sie bereits entsorgt. Brigitte hat es gut ausgedrückt: Die Herzen bleiben leer!!!
    Da ich keine Familie mehr habe, bin ich zum dritten Mal alleine an den Feiertagen. Aber ich mache es mir gemütlich mit meinen Babys. Ich werde ein wenig stricken, ein neues Buch habe ich mir auch gekauft. Da kommt keine Langeweile auf.
    Danke für das besinnliche Türchen liebe Monika.

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    • Das ist eine so traurige Entwicklung, was da jedes Jahr zum Weihnachtsfest wieder abläuft, aber eigentlich läuft es ja das ganze Jahr über so, warum sollte man dann ausgerechnet an Weihnachten eine Ausnahme machen, es ist zum heulen!
      Ach, du lieber Himmel, na, der Mutter ist auch nicht mehr zu helfen, jedes Geschenk gleich zweimal für jedes Kind, ich faß es nicht! Was ist denn das für eine völlig verdrehte Gerechtigkeit? Ja, das hat Brigitte wirklich gut gesagt, die Herzen bleiben leer.
      Das machst du wunderbar, gemütlich machen mit deinen Babys, bissel stricken oder lesen im neuen Buch, richtig schön und entspannt, da kommt ganz sicher keine Langeweile auf.
      Büddeschön, sehr gerne geschehen, das ist schon Tradition hier im Blögchen, das besinnliche Türchen, hab noch einen schönen Freitagabend, liebe Grüße und liebe Schnurrgrüße von Mimi,
      Monika.

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  5. Liebe Monika,

    dein besinnliches Türchen ist so wahr – leider zu wahr.
    Überall und in jeder Werbung wird suggeriert, dass man
    „Freude schenken“ einfach kaufen kann.
    Dabei ist es die Zeit, die den Menschen fehlt, und die zu verschenken viel wertvoller ist.
    Deine kleine Ansprache gehört auf die Titelseite der Tageszeitung oder von der Kanzel gepredigt!

    Schenken im Rahmen und in Maßen ist beglückend für den Schenkenden und den Beschenkten – auch da gilt: weniger ist manchmal mehr.

    Hab Dank für deine weisen Betrachtungen, die hier im Blögchen sowieso
    befolgt werden.

    Lakritze, ich freue mich auch auf zwei Bücher, die ich als Geschenk schon erahne und kann mir das immer schrottigere TV-Weihnachtsprogramm gottlob auch ersparen.

    Liebe Grüße
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      das ist wirklich leider die traurige Wahrheit über eines der schönsten Feste, das ist auch so ein guter Satz, wenn du schreibst, jede Werbung suggeriert, daß man „Freude schenken“ kaufen kann, welch ein Irrtum! Aber die Zeit miteinander und füreinander, die bleibt auf der Strecke, und das ist doch das wertvollste überhaupt, denn die ist natürlicherweise begrenzt und deshalb so kostbar.
      Ich glaube nicht, daß sich irgendeine Tageszeitung meinen Eintrag auf die Titelseite setzen würde, leben doch auch sie von der oben genannten Werbung und ist doch auch ihre Einstellung eine völlig andere, von den Kanzeln könnte ich es mir schon eher vorstellen, vielleicht sollte ich mal einen Pfarrer fragen, ob ihm noch eine Weihnachtspredigt fehlt, lach!
      Liebe, wohlbedachte kleine Geschenke und Aufmerksamkeiten erfreuen das Herz, eben auch so sehr für den schenkenden, aber wirklich alles in Maßen und nicht in Massen!
      Hier im Blögchen wird das sicher befolgt, das glaube ich auch, ich freu mich auf ein Weihnachtsfest im Kreise meiner Lieben mit wieder herrlichem Gewusel von Kind und Hund unterm Weihnachtsbaum und fröhlichem Plaudern und beisammensein, gemütlich und stimmig!
      Und du freust dich auf zwei Bücher, das wird dann wohl bei mir meine Nachweihnachtsfreude, hihihi, kann man so schön die Tage zwischen den Jahren mit genießen. Da brauch ich dann auch kein schrottiges Weihnachtsprogramm im Fernsehen.
      Hab noch einen schönen Abend, liebe Schnurrgrüße von Mimi an Django, und liebe Grüße
      Monika.

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  6. Liebe Monika,
    danke für Deine besinnlichen Überlegungen. Weihnachtsstimmung habe ich immer noch keine, aber das macht nichts, das kommt schon noch. Beim Weihnachtsfest am 24.12. geht es meiner Meinung nach um ein Geschenk des Himmels. Es ist ein Moment des Friedens, der Harmonie und der Hoffnung in der Welt. Alles andere ist dem Geschäftssinn der Menschen entsprungen. Und einige müssen immer übertreiben, die kurbeln dann wenigstens die Wirtschaft an und das schafft Arbeitsplätze, lach…
    Naja, wir haben hier das Schenken total reduziert, wir kennen es ja aus der Kindheit auch nicht anders.
    Danke fürs Erinnern, ich schaue mir jetzt mal wieder meine Kinder-Weihnachtsfotos an. Glücklich waren wir doch auch mit unseren Geschenken, auch wenn es nicht so viele waren. Unsere Eltern wussten noch, was wir wirklich wollten und brauchten (die meisten jedenfalls). Manche Omas anscheinend nicht (liebe arme Kristina).

    Steve kuschelt hier im Fellchensitz hinter mir und ruft mir zu „liebe Grüsse an Monika und Mimilein und habt es fein, hihi“ und das sage ich jetzt auch und noch „Bis morgen und der Countdown läuft, hihi“ :)
    Jutta und Steve

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    • Liebe Jutta,
      es ist mir in diesem Jahr auch wieder schwer gefallen, in die Weihnachtsstimmung zu kommen, aber so langsam baut sie sich auf, hab ich doch schöne Tage mit meinen Lieben vor mir, auf die ich mich so freue. Ich hoffe, deine Weihnachtsstimmung kommt auch noch.
      Ja, das sollte es sein, das Weihnachtsfest, ein Moment des Friedens, der Harmonie und der Hoffnung in der Welt, aber was haben wir Menschen daraus gemacht. Wenn es dann wenigstens noch wirklich Arbeitsplätze schaffen würde, aber das sind dann doch auch nur wieder saisonal bedingte, schlecht bezahlte „Jobs“, von denen letztlich auf Dauer auch keiner existieren kann. Wir Erwachsenen schenken uns nichts mehr, wir sind einfach glücklich übers Zusammensein, das Kind wird natürlich noch bedacht, aber eben auch bedacht im Wortsinne!
      Mach mal, schau dir deine Kinder-Weihnachtsfotos an, das ist so schön, das mach ich auch immer wieder gerne. Ich war immer so glücklich über meine Geschenke, ich kann mich noch an ein Weihnachten erinnern, da war ich schon Teenager, da hat meine Mama mir so eine Freude gemacht mit einer Strumpftasche im Rosendekor (jaaaa, die Liebe zu Rosen ist uralt, lach!) und einer passenden kleinen Kosmetiktasche, was hab ich mich gefreut. Und meine Mama erst, einen Teenie glücklich zu machen war ja auch zu unseren Zeiten schon nicht so leicht, hihihihi! Ja, siehst du, das bestätigt, was du sagst, daß unsere Eltern noch wußten, was wir wollten. Ausnahmen bestätigen die Regel, wie halt Kristinas Oma!
      Mimi kuschelt hier in der Hängematte und ruft „auch liebe Grüße an Steve und Jutta, habt es auch fein“, ich schließe mich an und sag dann auch bis morgen, ja, der Countdown läuft!
      Monika und Mimi.

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  7. Liebe Monika, ich denke mal, Deinem Plädoyer für ein besinnliches, gemütliches Weihnachtsfest im Kreise seiner Lieben ist im Grunde nichts mehr hinzuzufügen. Dennoch hast Du mich zum Nachdenken angeregt und so muss ich doch noch einiges loswerden. Ich habe die Weihnachtsfeste aus meinen Kindertagen auch viel gemütlicher, liebe- und stilvoller in Erinnerung. Sicher gehörten auch damals Geschenke hinzu, viel wichtiger war doch aber die Gemeinsamkeit unter dem Tannenbaum. Zuerst die Heimlichkeiten vor der Bescherung, dann die Aufregung beim Auspacken der Geschenke und schließlich das gemeinsame Spiel und die Gespräche mit den Menschen, die einem am Herzen lagen und die man gern zu Weihnachten um sich hatte, die einfach dazu gehörten. Wenn ich so richtig weit zurückdenke, dann muss ich sagen, die Weihnachtsfeste, an denen noch kein Fernseher bei uns zuhause stand, habe ich in schönster Erinnerung. Da HABEN wir uns noch miteinander beschäftigt – gemeinsam gespielt oder einer hat aus dem neuen Buch, das unterm Weihnachtsbaum lag, vorgelesen. Die anderen haben begeistert seinen Worten gelauscht. Das war irgendwie noch heimelig und es war gar nicht schlimm, wenn das Buch, das unterm Baum lag, das einzige Geschenk war.

    Ob sich an dieser Konsumgesellschaft noch etwas ändern lässt? Ich weiß es nicht. Manchmal verfällt man ja, wenn man ganz ehrlich zu sich selbst ist, auch diesem Wahn des Habenwollens oder -müssens. Ich bin schon immer ganz froh, wenn ich mich dann doch bei so manchem Teil beherrschen kann. Eigentlich sollte man sich doch immer fragen: Brauche ich das denn wirklich? Sicher, vieles macht unser Leben leichter und schöner und auf viele Dinge möchte man einfach nicht mehr verzichten, z.B. auf dieses Teil, vor dem ich hier gerade sitze und meine Gedanken niedertippe. Aber selbst das wäre kein Muss, eine Waschmaschine, ein Kühlschrank und ein einigermaßen passabler Kochherd schon und auch ein WC und eine Dusche. Auf einen Fernseher könnte ich wohl noch am ehesten verzichten, sicher auch auf ein Auto, aber selbst das erleichtert uns so allerlei.
    Es ist sicher schwierig, das eine mit dem anderen zu verbinden, aber ich finde, man sollte es zumindest versuchen. Eine unserer Töchter beispielsweise kocht und bäckt sehr gut und gerne. Ihr Weihnachtgeschenk an uns ist nicht zum ersten Mal die Zubereitung des Weihnachtsessens. Die Ente spendieren wir aus unserem Kühlschrank. Die ist meinem Herrn Silberdistel vor einer Weile als Gewinn „zugeflogen“. Die Ente wird bei unserer Tochter zuhause vorgegart und alles andere bereiten wir dann gemeinsam bei uns Silberdistels daheim vor. So kommt man schon immer in die richtige Weihnachtsstimmung, denn nebenher wird viel geplaudert und gelacht und natürlich probiert 😉

    Ansonsten habe ich mich in diesem Jahr erfolgreich bemüht, alles etwas gelassener anzugehen. Ich habe all das ganz in Ruhe getan, was mir Freude bereitet – unser Haus nett weihnachtlich aufgehübscht und das schon im Vergleich zu sonst recht zeitig und somit, ohne in Hektik zu verfallen. Ich habe fleißig gebacken und auch da rechtzeitig begonnen, sodass wir immer zum Kaffee etwas Leckeren zum Naschen hatten. So eine schöne und entspannte Atmosphäre hatten wir in der Adventszeit in den letzten Jahren eher selten einmal. Und das alles, obwohl uns gerade in diesem Jahr vor Weihnachten zwei sehr traurige Nachrichten ereilten. Aber ich glaube, gerade, weil bei uns zuvor alles recht gelöst und entspannt zuging, haben wir auch diese schmerzvollen Nachrichten besser verkraften können.
    Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr drängeln und schieben zu lassen. Ich möchte mein Weihnachten zumindest ein WENIG wieder wie früher – ruhig, besinnlich, zusammen mit meinen Lieben sein. Das ist das, was mich glücklich macht. Und ein anderes Geschenk braucht es eigentlich gar nicht. Okay, ein kleines Buch dürfte es ruhig sein 😉

    So, ich glaube, jetzt habe ich genug geschwatzt. Aber Dein Türchen 21, liebe Monika, sollte zum Nachdenken anregen und zum Bessermachen. Zumindest bei mir ist es Dir gelungen, mich über Weihnachten damals und heute in meiner Familie nachdenken zu lassen. Ich glaube, ganz so falsch ist unser gegenwärtiger Weg nicht. Ich hoffe, wir können das in den folgenden Jahren immer wieder reproduzieren. Aber wie ich in den anderen Kommentaren gelesen habe, hast Du nicht nur mich in eine Art von Rückbesinnung gestürzt. Fein, was Dein Türchen bewirkt hat.

    In diesem Sinne ganz liebe Grüße an Dich, liebe Monika, von der Silberdistel, die natürlich auch liebe Grüße und einen lieben Streichler an Deine Co-Autorin schickt und natürlich nicht zuletzt auch viele schnurrige Grüße von meiner dreiköpfigen Pelzmannschaft an Euch beide 🐱😺😸

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    • Liebe Silberdistel,
      das war mir so richtig ein Bedürfnis, das mal loszuwerden, weil ich es gerade in diesem Jahr wieder als so bedrückend empfunden habe, wie wenig vom eigentlichen Fest übrig geblieben ist.
      Schön, daß ich dich zum nachdenken anregen konnte, noch schöner, daß du deine Erinnerungen hier mit uns teilst, wenn ich an meine Kinderweihnachten denke, hab ich heute noch so ein richtig wohlig-warmes Gefühl im Bauch, wie war das immer schön. Wir haben dazumalen sogar die Bescherung gar nicht am Heiligen Abend gemacht, sondern am ersten Weihnachtstag morgens, wie war ich immer aufgeregt, meine Mama konnte mich meist kaum anziehen, weil ich doch nicht überhören wollte, wenn das Glöckchen klingelte fürs Weihnachtszimmer (das ja eigentlich unsere Wohnküche war, wir hatten nur zwei Zimmer zu der Zeit!) und dann stand da der strahlende Baum, der war erstmal viel wichtiger als die Geschenke, die drunter lagen! Und die Heimlichkeiten vor der Bescherung, wie du es ja auch schreibst, später, als ich schon wußte, daß es die Eltern und nicht das Christkind war, welche bescherten, hab ich am Heiligen Abend immer gelauscht, wann Papa in den Keller runter geht, um den Baum hoch zu holen! Herrlich war das, die kribbelige Freude! Du schilderst das genauso, wie ich es auch in Erinnerung habe, das fröhliche und aufgeregte auspacken der Geschenke, das zusammensein, fröhlich sein, und die Weihnachten ohne Fernseher gehören auch für mich mit zu den schönsten, wir haben auch vorgelesen und als ich es konnte, hab ich Blockflöte gespielt, hach, ich glaub, du hast mir eine Anregung gegeben für eines der noch ausstehenden Türchen!
      Ich weiß es auch nicht, ob sich an dem konsumorientierten Weihnachten von heute noch etwas ändern läßt, Björns Papa war im Erstberuf Handwerker, Elektriker, und er hatte immer so einen schönen Spruch parat „nach fest kommt ab“, soll heißen, wenn man was überdreht, geht es in den Dutt, vielleicht ist es ja mit Weihnachten von heute genauso, irgendwann sind es unter Umständen alle leid und fahren wieder runter, das wäre fein!
      Da bin ich auch ganz ehrlich, ich bin da auch nicht unbeleckt von diesem Konsumverhalten, deshalb schrieb ich ja auch in meinem Eintrag „wir“, ich nehme mich da keineswegs aus, aber ich bin auch immer froh, wenn ich es mir verkneifen kann, wenn ich doch erst überlege, muß ich das nun wirklich haben, und auf vieles möchte ich auch nicht verzichten, weil es das Leben wirklich einfacher und auch schöner macht, wenn es Zeit spart, die man für schönere Dinge verwenden kann, für mich zum Beispiel eine Spülmaschine, die ich sogar noch für mich alleine habe, ich hasse spülen, lach, und außerdem ist es eigentlich hygienischer und sogar umweltfreundlicher mit Spülmaschine, wenn sie eine gute Effizienzklasse hat. Oder eben auch den PC, genau, Waschmaschine, Kühlschrank, WC, Dusche, das ist alles prima. Ein Auto erleichtert, je nachdem wo man wohnt, doch auch manches, ich hab meinem lange hinterher geweint, als der TÜV uns geschieden hat für immer, und eine Neuanschaffung nicht im Rahmen der Möglichkeiten lag, heute bei dem Verkehr da draußen bin ich froh, daß ich nicht mehr fahren muß, und Bus und Bahn geht, auch. So komm ich zum Beispiel sehr entspannt nach Kölle, lach!
      Siehst du, das finde ich nun richtig schön, eine eurer Töchter backt und kocht gerne und gut, das ist doch so ein schönes Geschenk, wenn sie es dann für euch vorbereitet und noch schöner, wenn dann alle gemeinsam dabei sind, bei dem Gedanken daran fällt mir immer das Lied von Reinhard Mey ein „Eine Handvoll Kinder in der kleinen Küche, Lachen und Krakeeln und Schwager Roberts Sprüche“, das knistert doch vor Gemütlichkeit!
      Wie fein, daß euch eine Ente „zugeflogen“ ist, mag ich auch sehr gerne!
      Ich hab es in der diesjährigen Adventszeit auch für die ersten 14 Tage prima hinbekommen, hier alles in Ruhe angehen zu lassen, aber irgendwann, ich weiß auch selber nicht, warum und wodurch, machte sich doch wieder dieser Druck breit, ich hab mich aber doch bemüht, und nach einigen Tagen ging es dann auch wieder gut, und heute kann ich auch sagen, ich geh gelöst und entspannt in die Tage, ich bin zu manchem nicht gekommen, aber das bedauere ich nicht, dafür war es aber entspannter, man muß doch nicht alles machen wie am Fließband. Ich glaube auch, daß ihr durch eure gelöste Atmosphäre die traurigen Nachrichten, die euch so kurz vor Weihnachten noch ereilten, besser verpacken konntet.
      Ich weiß, wie das ist mit guten Vorsätzen, aber trotzdem: Das habe ich mir auch ganz, ganz fest für das neue kommende Jahr vorgenommen, ich laß mich nicht mehr drängen und schieben. Der Maßstab wird mein Wohlbefinden bei den Dingen sein, da profitieren dann auch alle anderen von, wenn sie das vielleicht auch erst mal nicht so einsehen wollen. Und da kann ich mich an diesem Weihnachtsfest auch vorbehaltlos drauf freuen, auf ein schönes, besinnliches Fest im Kreise der Familie, auf beisammensein und einander genießen dürfen, das ist auch unser schönstes Geschenk, daher schenken sich die Erwachsenen auch nichts mehr, wird also eine reine Kinderbescherung, und das wird ganz bestimmt so richtig fein!
      Ich freu mich wirklich, daß es mir gelungen ist, dich zum nachdenken anzuregen, und der Weg ist auf keinen Fall falsch, und wie ich ja schon schrieb, vielleicht zieht es ja auch Kreise, hier waren ja schon viele, viele Rückbesinnungen dabei, da hab ich echt erreicht, was ich wollte, und nun gucken wir mal, wieviele Kreise die kleinen Kieselsteine überall ziehen.
      Meine Co-Autorin freut sich sehr über die lieben Streichler, natürlich schick ich gleich welche mit an euer Pelztrio, für deren schnurrige Grüße wir auch danken, mein Einzelkind schickt ganz viele, damit die nicht so mickrig aussehen von nur eine(m)r, lach! Macht euch noch einen urgemütlichen Abend, ganz liebe Grüße
      Monika.

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    • Oh, ja, liebe Christa, das ist wohl so, ich bin echt mal gespannt, wann der Run schon im Juli beginnt, es ist wirklich so schade und so traurig!
      Ich schrieb es gerade bei Silberdistel, mein Ex-Mann hatte als Handwerker immer so einen guten Spruch parat „nach fest kommt ab“, vielleicht trifft der ja auch auf solche Dinge zu und irgendwann gibt es ein runterfahren, das wäre so schön! Es zählen ganz andere Werte an Weihnachten, genauso ist das!
      Hab einen schönen Tag, liebe Grüße
      Monika.

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  8. Liebe Monika, Deine Betrachtung des Konsumrausches zu Weihnachten und Dein Ruf nach mehr Innerlichkeit, Rückbesinnung auf den Sinn des Festes sind ja die konsequente Fortsetzung zu den Betrachtungen über „Geschenke“, die wir hier alle im vorherigen Türchen angestrengt haben.

    Viele von uns sind in einem Alter, das uns das Einfachere, Schlichte noch erleben ließ. Prunkvolle Christbäume und üppige Geschenktische gehörten damals für die meisten nicht in ihre Welt genauso wenig wie Lachs und Kaviar, Rinderfilets und exotische Desserts, alles flankiert von Champagner und edlen Weinen, nicht zu vergessen die exclusiven Spirituosen, die der Verdauung des „großen Fressens“ dienen sollten. Heute sind solche Gelage und der andere Prunk für viele selbstverständlich. Gerade, was das hemmungslose Schlemmen betrifft hat das Ganze schon etwas sehr Perverses, wenn man bedenkt, dass über’s Jahr reichlich viel Geld für Diäten, Schlankheitsdrinks oder Gesundheitsratgeber usw. ausgegeben wird, um die Idealfigur zu erreichen, die im Übrigen genauso vordiktiert wird, wie die Art und Weise, in der nach dem Wunsch von Handel, Gewerbe und unterstützender Werbung Weihnachten zu feiern sei.

    Wenn man nicht gerade arm ist oder aber aus Einsicht dem Konsum weitestgehend abgeschworen hat, ist es nicht leicht, gegen den Strom zu schwimmen. Die verführerischen Kräfte sind sehr mächtig, und das waren sie auf die eine oder andere Weise immer schon.
    Man erinnere sich nur an den eindringlichen Werbeslogan einer bekannten Kölner Duftmarke:
    „Schenke von Herzen, doch was es auch sei – …. ist immer dabei.“ Da muß doch jeder erzittern, wenn der Duft nicht bei den Gaben war, denn dann kämen die Geschenke eben nicht von Herzen. Raffiniert, nicht war, wo wir doch alle gerade zu Weihnachten fordern, dass die Herzen nicht leer sein sollten.

    Nein, man sollte sich schon nichts vormachen: Jeder hat seinen „yellow spot“, an dem er verführbar ist. Wenn man sich dessen bewußt ist, kann man schon entgegenwirken.
    In Wahrheit sind, glaube ich, der ständige Konkurrenzkampf, der Wettstreit um Position und Rang in einer auf’s Äußere bezogenen Allgemeinheit die Motoren für das grasssierende Hetzen nach Mehr, Höher, Besser auch beim Geschenkekauf wie bei der Dekoration oder dem Festmahl zur Weihnachtszeit. Das ist doch ein Zeichen für mangelnden Zusammenhalt in einer Gesellschaft, in der einer dem anderen nichts gönnt und schon gar nicht mehr gönnt, als man selbst hat. Und da gebe ich Björns Papa recht: „Nach fest kommt lose“, oder „der Krug geht so lange zum Wasser, bis er bricht“. Mir graust es nur ein wenig, wenn ich mir vorstellen soll, was sich dann über die Menschheit ergießt ….

    Wie bei so Vielem, das in dieser Welt im Argen liegt, wollen wir bei uns selbst anfangen, uns zu besinnen, und dazu ist das Weihnachtsfest mit seiner Botschaft von Frieden und gemeinsamer Freud gerade die richtige Gelegenheit. Und nun sollten wir uns alle darauf vorbereiten, wenn bald wieder die süßen Glocken erklingen.

    Ich wünsche allen ein besinnliches 4. Adventswochenende mit Vorfreude auf das, was Euch an Weihnachten Schönes erwartet.

    Liebe Grüße,
    Kristina

    PS: Rani wollte mit diesem ernsten Thema so gar nichts zu tun haben. Sie hat aber die ganze Zeit am Türchen rumgepfotet, um ihr besonderes Stückchen Glück zu erspähen. Nicht traurig sein Mimi; aber ne blinkende Weihnachtsfee hat Rani nie zuvor gesehen. Also musste es hinter dem 21.Türchen ausnahmsweise mal diese sein.

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    • Liebe Kristina,
      daher war ich im Türchen vor diesem eben auf das Gedicht vom kleinen Nimmersatt gestoßen, und mit dem anschließenden Video ergab das die Diskrepanz, die ich dann im besinnlichen Türchen wieder aufgegriffen habe.
      Unsere Generation kennt das einfache und schlichte noch, da hast du recht, und bei all dem, was du aufzählst und wo damals kaum ein Gedanke dran war, das kennt heute fast jedes Kind und erlebt es, vorausgesetzt die finanziellen Verhältnisse stimmen, zum Fest schon wie eine Selbstverständlichkeit. Ja, und das ist ja nun nachgerade schon beinahe zum lachen, zu Weihnachten biegen sich die Tische und im übrigen Jahr verfällt man dem Schlankheitswahn, da könnte man doch glatt eine Weihnachtsbulimie entwickeln! Wie selbstverständlich Werbung unser Leben bestimmt und diktiert, merkt man ja auch schon daran, daß selbst die Leute, die sich noch einigermaßen entziehen, beim erklingen einer bestimmten Melodie oder eines Spruchs sofort die dazugehörige Marke im Kopf haben, manche Werbungen sind ja sogar schon geflügelte Worte geworden. Wir sind so manipulierbar, und die Werbebranche weiß natürlich, welche Knöpfe sie drücken muß, jaaaa, genau, da ist dir das richtige Beispiel eingefallen mit dem duftenden Wässerchen aus Kölle, und die Raffinesse dabei ist ja mit Sicherheit Bestandteil der Ausbildung solcher Werbefritzen! Sich dem wirklich gänzlich zu entziehen, ist nicht leicht, vor allem eben über den Appell, nicht herzlich zu schenken wenn so ein Teil fehlt, oder keine gute Hausfrau zu sein ohne ein bestimmtes Waschmittel, eine schlechte Gastgeberin ohne genau diesen Kaffee, die Liste ist schier endlos! Und zielt immer auf Gefühle, gleich, welcher Art! Deshalb hast du recht, wenn du sagst, da hat jeder das Knöpfchen, das man nur drücken muß! Wenn man weiß, welches es ist, ist es leichter, sich dem zu verweigern, ja!
      Das ist, glaube ich, das größte Problem unserer Zeit, das lösen aus Gemeinschaften, das gegeneinander arbeiten, keinem außer sich was gönnen können, alles noch besser, noch höher, noch weiter, und am allerbesten mit dem geringfügigsten eigenen Einsatz, Ich-AG’s, DSDS-Generation, das ist alles doch sehr aus den Fugen geraten. Da graust es mir genau wie dir bei dem Gedanken, was passiert, wenn dieses System mal auseinanderbricht.
      Das ist ja wahrscheinlich auch alles, was man jederzeit kann, bei sich selbst anfangen, ich hab das jetzt eben mal so über diesen Eintrag mit meinem tradtionsgemäßen besinnlichen Türchen versucht, ich war in den letzten Tagen so gefrustet, es wollte sich kaum Stimmung einstellen, draußen in Geschäften und auch sonst allüberall gereizte Stimmung, unfreundliche Blicke, irgendwie hatte ich den Eindruck, da draußen laufen nur noch jede Menge Ebenezer’s rum, da hab ich mir hier mal Luft gemacht.
      Nichtsdestotrotz freu ich mich jetzt auf meine Kindertage in fröhlicher und vor allem friedlicher Runde, da kann man abschalten, sich fallen lassen, fröhlich sein und Kraft tanken.
      Das wünsche ich dir auch von ganzem Herzen, ein besinnliches 4. Adventswochenende mit Vorfreude auf das Schöne an Weihnachten!!!
      Kann ich Rani nachfühlen, daß sie mit dem ernsten Thema nix zu tun haben wollte, und Mimi ist ihr keinesfalls böse, sie hat ja selber die wunderbar blinkende Weihnachtsfee bewundert, da kann sie schon verstehen, daß das heute Ranis besonderes Stückchen Glück ist.
      Wir wünschen euch nun eine gute Nacht, schlaft schön, Mimi schickt noch leicht verschlafene Schnurrgrüße, hihihi, liebe Grüße
      Monika.

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  9. Liebe Monika auch ich empfinde, dass die Hektik, das Konsumdenken zur Weihnachtszeit jedes Jahr mehr zunimmt. Keine schöne Entwicklung und sicher nicht der Sinn von Weihnachten. Bin nun endlich dazugekommen, deinen wunderschönen Adventkalender in aller Ruhe zu bewundern.

    Schönes 4. Adventwochenende wünsch ich dir und liebe Grüße
    Eva

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Eva,
      ich war bzw. mußte heute nochmal raus zum einkaufen, es ist echt unsäglich, was da draußen abläuft! Es wird gekauft, als gäbe es kein Morgen, zudem sind die Menschen so muffelig und gestreßt, da muß man dann echt richtig gegen „anlächeln“, dann kommt vielleicht auch mal ein zaghaftes zurück, das ist wirkliche keine schöne Entwicklung und der Sinn des Weihnachtsfestes gerät dabei vollständig unter die Räder! Können wir wohl einfach nur versuchen, daß alles noch für uns persönlich ein bissel aufrecht zu halten und gegenzusteuern! Vielleicht hilft es ja ein wenig!
      Hach, das freut mich sehr, daß du noch dazu gekommen bist, meinen Adventskalender hier in aller Ruhe zu gucken, fein, daß er dir gefällt, ich war ja erst ein bissel skeptisch, ob es im 7. Jahr in Folge noch für alle 24 Türchen reicht mit den Ideen, sieht aber wohl so aus, lach, und ich bin ganz glücklich über eure Freude, auch ein Sinn vom Weihnachtsfest, Freude schenken, teilen und zurück erhalten, schöööön!
      Ich wünsche dir auch von Herzen ein schönes und gemütlich-entspanntes 4. Adventswochenende, liebe Grüße
      Monika.

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