Türchen 20

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Der kleine Nimmersatt

Ich wünsche mir ein Schaukelpferd,
’ne Festung und Soldaten
und eine Rüstung und ein Schwert,
wie sie die Ritter hatten.

 

Drei Märchenbücher wünsch‘ ich mir
und Farbe auch zum Malen
und Bilderbogen und Papier
und Gold- und Silberschalen.

  

Ein Domino, ein Lottospiel,
ein Kasperletheater,
auch einen neuen Pinselstiel
vergiß nicht, lieber Vater!

  

Ein Zelt und sechs Kanonen dann
und einen neuen Wagen
und ein Geschirr mit Schellen dran,
beim Pferdespiel zu tragen.

  

Ein Perspektiv, ein Zootrop,
´ne magische Laterne,
ein Brennglas, ein Kaleidoskop –
dies alles hätt‘ ich gerne.

  

Mir fehlt – ihr wißt es sicherlich –
gar sehr ein neuer Schlitten,
und auch um Schlittschuh‘ möchte ich
noch ganz besonders bitten.

 

Um weiße Tiere auch von Holz
und farbige von Pappe,
um einen Helm mit Federn stolz
und eine Flechtemappe.

  

Auch einen großen Tannenbaum,
dran hundert Lichter glänzen,
mit Marzipan und Zuckerschaum
und Schokoladenkränzen.

 

Doch dünkt dies alles euch zu viel,
und wollt ihr daraus wählen,
so könnte wohl der Pinselstiel
und auch die Mappe fehlen.

 

Als Hänschen so gesprochen hat,
sieht man die Eltern lachen:
„Was willst du, kleiner Nimmersatt,
mit all den vielen Sachen?

Wer so viel wünscht“ – der Vater spricht’s –
„bekommt auch nicht ein Achtel –
der kriegt ein ganz klein wenig Nichts
in einer Dreierschachtel.“

 

                       

(Heinrich Seidel)

Heute gibt es mal einfach nur ein illustriertes Gedicht, und noch ein Video, eigentlich ist es ein „Werbevideo“, wie sie vielfach von großen Kaufhäusern allweihnachtlich gemacht werden, aber es ist wunderschön gemacht und es greift einen sehr schönen Gedanken zu Weihnachten auf, zum Sinn des Festes, und beides, sowohl das Gedicht als auch das Video sind ein kleiner, anspielender Hinweis auf das nächste Türchen, das Türchen 21, das traditionell in diesem Blögchen immer das besinnliche Türchen wird, vielleicht ahnt ihr dann schon das Thema.

Wir wünschen euch allen einen wunderschönen Donnerstag, noch vier Tage bis zum großen Fest, ich hab heute morgen wieder meine, und nun schon die letzte, Frühschicht!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

19 Gedanken zu “Türchen 20

  1. Meine liebe Monika,

    heute öffnen wir nun schon das Türchen mit der Nummer 20,so schnell ist die Zeit verflogen!
    Man kennt das Gedicht vom kleinen Nimmersatt schon,hab es jetzt aber nochmal mit Bedacht gelesen und dabei auch deine wunderschönen Illustrationen dazu bewundert und genossen!

    Ja,leider steckt da ganz sehr viel Wahrheit drin,Kinder sind oft grenzen-und gedankenlos fordernt.Aber sehr gut,wenn die Eltern dann noch Einhalt gebieten!Wie bescheiden waren da unsere Wunschzettel,war halt auch eine andere Zeit.Und bei drei Geschwistern und der Vater hat nur Geld verdient,waren eh keine großen Sprünge möglch. Aber das ist ja auch überhaupt nicht der Sinn des Weihnachtsfestes-ein sich biegender Gabentisch.Das gemütliche Zusammensein in der Familie war doch so heimelig und die Geborgenheit das Wichtigste! Klar freuten wir uns auch sehr,als mal für jeden von uns ein Paar Schneeschuhe unterm Weihnachtsbaum lagen.Es war auch alles mit Liebe gegeben.Wir Schwestern schenkten uns auch immer eine Kleinigkeit untereinander,das war auch schön.Die Zwillinge sich aber komischerweise gegenseitig nie was.Naja,sie gelten ja eh nur als eine Person. :)

    Das Video ist sooo wunderschön mit den lieben Tierchen,und sehr berührend!
    Und es geht auch wieder gut aus.Aber ich steh jetzt bissel auf dem Schlauch betreff des Hinweises auf morgen.ich weiß schon,dass es ein besinnliches Türchen werden wird,lass mich nun halt einfach gern überraschen!Vielleicht was über Zusammenhalt und Gemeinschaft?

    Ja,nun sind wir schon auf der „Zielgeraden“,habt ihr auch einen schönen Donnerstag,der ja bei dir schon ganz sehr fein mit der Frühschicht begonnen hat. Sie war bestimmt auch nochmal feierlich und besinnlich.

    Hab wieder ganz herzlichsten Dank für deine Mühe und gebrachte Freude,auch an Mimilein,dass sie uns wieder ein hübsches Kleidchen aus ihrer Weihnachtskollektion vorstellt! Bis morgen dann.

    Liebste Grüße schickt euch beiden Brigitte.

    Gefällt 8 Personen

    • Meine liebe Brigitte,
      ja, das Gedicht hatten wir öfter schon, trotzdem immer wieder schön!
      Ach, ich glaub, an den Kindern liegt das weniger, sie kriegen ihr Konsumverhalten ja letztlich von uns Erwachsenen beigebracht!
      Unsere Kinder-Wunschzettel waren da sicher bescheidener, da war aber auch die Zeit noch nicht so grenzenlos konsumorientiert wie heute. Und sicherlich auch eine andere Wertevorstellung, die das beisammensein und liebevoll ausgesuchte Kleinigkeiten wesentlich mehr gewürdigt haben.
      Ich fand das Video auch so schön, es ist auch wirklich liebevoll gemacht, finde ich, na, dann laß dich halt mal überraschen fürs nächste Türchen, lach!
      Die Frühschichten sind immer mein Highlight in der ja doch wieder bissel stressigen Adventszeit, so natürlich dann auch heute wieder.
      Mimi hat dieses Jahr einen großen Kleiderschrank, hihihi, passend zu jedem Thema, den muß sie dann im neuen Jahr auch mal ausmisten wie wir die unsrigen, lach!
      Wir wünschen noch einen schönen Abend, liebste Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 3 Personen

  2. Liebe Mimi, liebe Monika!

    Eine schöne Idee, eure stets passend ausgesuchten Gedichte so lebendig zu illustrieren. Nun ist so kurz vor Weinachten auch bald alles gesagt und es überrascht immer wieder, was sich noch Neues hinter einem Türchen finden lässt.
    Zu dieser wunderbaren Blogdekoration steuern wir natürlich ebenfalls gerne einen weihnachtlichen Schmuck bei und wünschen einen wunderschönen und entspannten Donnerstag :)

    Herzliche Grüße
    Mallybeau

    Gefällt 7 Personen

    • Liebe Mallybeau,
      freuen wir uns doch wieder sehr, wenn das illustrierte Gedicht gefallen hat, ich finde das Gedicht so witzig, vor allem natürlich den Schluß, lach!
      Bissel was neues findet man schon noch hinter den Türchen, aber nun ist auch wirklich langsam Endspurt angesagt, wir haben uns jetzt ganz besonders über euren Beitrag zur Blogdekoration gefreut, das ist ja eine niedliche Süße, und so eine Christbaumkugel animiert so herrlich zum spielen damit, süßes Bild, Mimi ist ganz entzückt, dankeschön!!!
      Wir wünschen noch einen schönen Donnerstagabend hinauf auf die Alm mit lieben und herzlichen Grüßen
      Monika und Mimi.

      Gefällt 3 Personen

  3. Liebe Monika und liebste Mimi,
    das war ein sehr lieber Teddybär im Video, dass er einen Weihnachtsbaum für die Tiere im Wald aufgestellt hat. Das wäre ein passendes Geschenk für Lakritze, die dann jetzt sicherlich schon auf der Spitze als Weihnachtsengelkatze sitzen würde. Das Gedicht mit dem Nimmersatt hast du wunderschön illustriert. Heute werden die Kinder ja wirklich mit zu vielen und teuren Geschenken verwöhnt. Uns ging es wie Brigitte. Dafür haben wir uns aber auch viel mehr gefreut. Ich habe so mit 16 eine Armbanduhr bekommen. Da war ich so stolz . Sie hat mich viele Jahre begleitet, bis sie eines Tages aus Versehen in der Waschmaschine als 10.000 Teile Puzzle endete.
    20 Türchen haben wir nun schon an deinem Adventskalender geöffnet. Ja, die Zeit rennt.
    Mimi, wir senden dir viele Schnurrer und geben dir ein Köpfchen, weil du die Moni so gut unterstützt.
    Deine vier Adventskatzen

    Gefällt 6 Personen

    • Liebe Ingrid und liebe vier Adventskatzen,
      das fanden wir auch, daß das ein lieber Teddybär war, der da für alle Tiere einen feinen Weihnachtsbaum aufgestellt hat im Wald, und das können wir uns jetzt so richtig schön vorstellen, Lakritze als Weihnachtsengelkatze ganz oben auf der Spitze!
      Ich hatte das hier schon öfter, das Gedicht vom Nimmersatt, aber es macht immer wieder Spaß, und der Geschenke-Wahn von heute ist echt nicht mehr normal, das sollten wir mal alle wieder überdenken, ich kenne das aus Kindertagen auch nicht, und ich behaupte, wir waren trotzdem glücklicher! Und die Advents- und Weihnachtszeit schöner!
      Oh, jeh, die schöne Armbanduhr, als sie so als Puzzle endete, wie schade!
      Ich kann auch gar nicht glauben, daß schon 20 Türchen offen sind, die Zeit ist in diesem Jahr wieder mal sehr gerrannt, trotz aller gegenteiligen Bemühungen.
      Mimi freut sich sehr über Schnurrer und Köpfchenstubser, die sie natürlich wieder lieb zurückschickt, macht euch noch einen schönen Abend alle, eure
      Monika und Mimi.

      Gefällt 2 Personen

  4. Liebe Monika,
    die überlange Wunschliste des kleinen Nimmersattt hast Du sehr schön illustriert und auch ein wunderschönes Faltbuchmärchen sehr fein präsentiert. Vielen Dank dafür an Dich und auch an Mimi mit noch einem anderen feinen weihnachtlichen Kleidchen – so hübsch anzusehen, das findet auch Steve und sendet liebe Brummbrumms und Schnurrgrüsse.
    Liebe Grüsse von hier zu Dir und Mimi und bis morgen wieder,
    Jutta und Steve

    Gefällt 5 Personen

    • Liebe Jutta und lieber Steve,
      ich hab jedes Jahr wieder Spaß an dem Gedicht, illustrieren kann man es ja immer wieder neu, und es hält doch auch so schön den Spiegel vor!
      Das Video gefiel mir trotz Werbe-Absicht sehr, es ist auch so liebevoll gemacht.
      Mimi freut sich natürlich wieder sehr, daß sie Steve gefällt in ihrem dutzendsten Weihnachtskleidchen, lach, ganz liebe Schnurr- und Brummgrüße an ihn zurück!!!
      Habt einen schönen Abend noch, bis morgen dann und liebe Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

      • Ja mir gefällt das Video auch sehr Monika,
        die Werbe-Absicht hat mich nicht gestört. Hab ich wohl ausgeblendet, lach…
        Vielleicht schenken Eltern heute mehr, weil die Geschenke im Vergleich zum eigenen Gehalt preiswerter geworden sind? Vielleicht ja auch, weil sie das selber gern gehabt hätten? Oder eben doch zum Verwöhnen? Ich finde es auch nicht gut, wenn Kinder mit Geschenken überhäuft werden. Lieber weniger, auf das sie sich dann konzentrieren können. Dann können sie später ihre Ansprüche auch leichter selbst erfüllen…
        Ja, da musst Du ja jetzt bald am Kleiderschrank anbauen, wenn Mimis Kleidchen überhand nehmen, kicher…
        Liebe Grüsse und schlaft gut,
        Jutta und Steve

        Gefällt 3 Personen

        • Mich hat die Werbe-Absicht auch nicht gestört, es ist einfach ein wirklich gut gemachtes Video, daß da nun der Name des Kaufhauses bei steht, muß mich ja trotzdem nicht zum kaufen animieren, lach, außerdem finde ich, könnte man ihnen ja auch einfach mal gute Absicht unterstellen, da arbeiten ja doch auch Menschen!
          Für viele ist das sicher so, daß die Gehälter so sind, daß man sich da einfach mehr von leisten kann, zumal, wenn man mit beiden Elternteilen arbeiten geht, da bleiben aber eben viele dann gänzlich außen vor, weil es da nicht so ist, und weil man sich das in der heutigen Zeit auch nicht so aussuchen kann, und deshalb finde ich es so besonders schädlich, weil es die Kinder, von Hause aus so gelernt, dazu verführt, Menschen nur noch über Einkommen, Markenklamotten und Prestigobjekte zu beurteilen, wehe, später stellt dann das Leben mal andere Weichen als die gewohnt komfortablen.
          Ja, siehste, quod erat demonstrandum, lach, sowas schreiben und Mimis Kleiderschrank quillt über, aber der ist ja zum Glück auch nur virtuell und wird ohnehin saisonmäßig immer wieder aufgeräumt!
          Liebe Grüße und Schnurrgrüße zurück und schlaft ihr auch gut,
          Monika und Mimi.

          Gefällt 2 Personen

  5. Hach wieder ein so schönes Gedicht von Heinrich Seidel 😊 Ja, der kleine Nimmersatt mit seiner riesig langen Wunschliste. Schon erstaunlich, was er alles so „brauchte“ und vor allem, was er alles noch nicht hatte 😉 Man sieht also, solche kleinen Nimmersatts gibt es nicht erst seit heute. Nur heute ist es leider so, dass so manchem Nimmersatt oft all diese Wünsche erfüllt werden. Ob das der Charakterbildung immer so dienlich ist? Wünsche hatten wir als Kinder sicher auch mehr als genug. Dennoch waren wir mit wenig zufrieden und unendlich glücklich mit dem Wenigen. Wie hübsch Du das Gedicht illustriert hast, liebe Monika. Da muss man auch immer erst all das Passende finden. Das sieht wieder nach viel Liebe, Begeisterung und auch viel Arbeit aus. Auch hinter diesem 20. Türchen ist wieder ein Beitrag verborgen, der uns das Fest langsam immer näher bringt. Lang ist es nun nicht mehr bis zum Heiligabend.
    Das Video ist auch so hübsch. Wenn es doch so wäre, dass am Ende alle gut miteinander auskommen und keiner dem anderen ein Leid zufügt. Aber ja, träumen darf man schon von einer heilen Welt. Da bin ich wieder bei Deiner Kerze Hoffnung, liebe Monika … Und so betrachtet leuchtet das Video auch wie die Kerze Hoffnung. Vielleicht wird ja irgendwann einmal dieses Märchen wahr.

    Mimi hat sich wieder so schick gemacht. Meine beiden pelzigen Mädels hier gucken scheinbar ein ganz klein wenig neidisch… Nein, nicht neidisch, höre ich gerade, sie bewundern Mimis superhübsches Weihnachtskleid. Es würde ihr wundervoll zu Gesicht stehen. Nebenher fragen sie sich, was wohl alles in den Paketen zu Mimis Füßen sein wird. Mädels eben – immer ein wenig neugierig 😉 Aber ich bin’s auch – auf das morgige Türchen 🤭 Tja, was sagte ich gerade? Mädels eben 😉

    Dann sage ich jetzt erst einmal ganz lieben Dank für die wieder sehr gelungene Unterhaltung aus dem 20. Türchen und schicke ganz liebe Grüße an Dich und Mimi und viele, viele leise Schnurrgrüße von der grauen Eminenz, Torty und Keks 😸😺🐱 Bis denne also sagt die Silberdistel

    Gefällt 5 Personen

    • Ich hab jedes Jahr wieder meine Freude an dem Gedicht von Heinrich Seidel, als ich es das erste Mal las, mußte ich so lachen, Himmel, ja, so viele Wünsche! Der Schluß vom Gedicht ist so herrlich!
      Nee, kleine Nimmersatts gibt es sicher nicht erst seit heute, die hat es bestimmt auch schon zu unseren Kindertagen gegeben, nur heute werden die Wünsche ja manchmal schon geradezu sklavisch von den Eltern erfüllt, da täte ein bissel bremsen und Bescheidenheit der Charakterbildung wahrhaftig gut, und es ist doch auch verkehrt, zu suggerieren, daß einem immer alle Wünsche pronto erfüllt werden, das Leben stellt die Weichen später doch auf jeden Fall anders, und dann ist die Enttäuschung riesengroß! Wir haben da eine ganz andere Erziehung genossen, und wir hatten auch andere Wertevorstellungen, ich hatte als Schulkind eine Freundin, deren Eltern dazumalen schon beide arbeiten gingen, ihr ist auch wirklich jeder Wunsch erfüllt worden, aber ich habe sie nicht beneidet, im Gegenteil, ich fand das traurig, daß sie quasi bei beiden Großeltern groß geworden ist, ihre Eltern hatten alles an materiellem für sie, aber nie Zeit!
      Hat aber wieder Freude gemacht, das Gedicht zu illustrieren, Arbeit ist es natürlich schon, wenn man überall die Bildkes raussuchen muß, hihihi, aber man freut sich dann halt auch am Ergebnis und vor allem an eurer Freude darüber!
      Jetzt geht es wirklich in den Endspurt, lange ist es nicht mehr hin, eigentlich schade, die Vorfreude ist doch immer die schönste Freude.
      Ich fand das Video auch so schön und passend, und da hast du so recht, daß es mal wieder zu meiner kleinen Kerze Hoffnung paßt, vielleicht wird das Märchen ja doch eines Tages wahr, was wir dazu beitragen können, das sollten wir tun!
      Hach, da freut sich Mimi ja wieder sehr, daß ihr neues Weihnachtskleidchen gefällt, nee, das hätte sie auch nicht gedacht, daß deine pelzigen Mädels neidisch wären, nur bewundernd, und das freut sie! Jaaaa, Mädels und die Neugierde, wie heißt es doch im Gedichtchen so schön: „Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack, glaubt ihr, er wäre offen, der Sack?“ hihihihi, also noch ein bissel gedulden mit den Paketchen zu Mimis Füßen. Und du halt mit dem Türchen von morgen, lach, jaja, wir Mädels!!!
      Büddeschön, sehr gerne geschehen, Mimi schickt ganz liebe leise Schnurrgrüße an die graue Eminenz, Torty und Keks zurück, habt noch einen schönen gemütlichen Abend, bis denne und ganz liebe Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  6. Liebe Monika,

    nimmersatte Wünsche enden wohl nie und sind keineswegs ein Relikt der Neuzeit, wenn ich die Art der Wünsche sehe. Allerdings dürften heutige Kinder mit einigen Spielzeugsachen gar nichts mehr anzufangen wissen.

    Allein für die vielen Dinge in der Aufzählung ist das Gedicht immer lesenswert. Django ist auch an Weihnachten gleichbleibend anspruchsvoll, deshalb muss der Futtervorrat einfach immer gut sortiert sein. Diesbeszüglich habe ich also keinen Geschenkestress.

    Viermal werden wir noch wach – heissa, dann ist Weihnachtstag!
    Liebe Grüße
    Britta-Gudrun

    Gefällt 6 Personen

    • Liebe Britta-Gudrun,
      das ist wohl so, daß nimmersatte Wünsche kein Relikt der Neuzeit sind, die gab es immer schon, bloß früher sind sie eben nicht so pronto bedient worden wie heute, mal abgesehen von der Tatsache, daß auch die finanziellen Mittel dazu nicht so bereitstanden.
      Ich hab auch immer wieder meine Freude an dem Gedicht, ist doch wieder lustig, und wenn Django gleichbleibend anspruchsvoll ist, was seinen Futtervorrat anbelangt, gerätst du da nun wirklich nicht in Streß, das ist fein!
      Jawoll, viermal werden wir noch wach, heißa, dann ist Weihnachtstag, ich freu mich auf Kölle und auf gemütlich machen und zusammen sein, das ist doch das schönste und wichtigste am ganzen Fest!!!
      Macht euch noch einen schönen Abend, ihr zwei beiden, Mimi schickt wieder liebe Schnurrgrüße für Kumpel Django mit, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  7. Liebe Monika,
    oh je, dieses Gedicht. Es weckt bei mir Kindheitserinnerungen, leider nicht nur gute. Das soll aber weder Herrn Seidels Dichtkunst noch den munteren passenden Illustrationen, die Du wieder so fleißig gefunden hast, Abbruch tun. Es gibt ja wirklich zu jedem aufgeführten Wunsch das passende Bildchen – wie hübsch.
    Bis zu meinem 12. Lebensjahr lebten meine Eltern und ich ja in einem Großfamilienverbund, zu dem ca. 13 Kinder ungefähr gleichen Alters gehörten. Für diese Schar gab es immer eine gemeinsame Bescherung. Jedes Kind bekam maximal 2 Pakete, mehr nicht. Das machte uns alle glücklich, keiner war neidisch auf den anderen, keiner wollte mehr. Kleinere oder größere Nimmersatte traten also nicht hervor.
    Danach zogen wir zu den Eltern meines Vaters in’s Bergische Land. Nun war ich Einzelkind. Und es kam das erste Weihnachtsfest. Wie immer durfte ich einen Wunschzettel schreiben. Ich war ja daran gewohnt, dass es wohl nicht mehr als 2 Geschenke geben würde, Einzelkind hin oder her. So schrieb ich eine kleine Auswahl Wünsche auf. Meine Großmutter väterlicherseits war eine sehr strenge Frau, Sparsamkeit und Arbeitswille galten ihr als allerhöchste Tugenden. Ich will dies hier nicht kritisieren. Das Geld gab’s nicht im Überfluß, Arbeit demgegenüber schon. Dennoch hat mich ihre Reaktion auf den kurzen Wunschzettel nachhaltig beeindruckt: Sie rief mich zu sich, zitierte das Seidelgedicht mit drohender Gebärde und schimpfte mich einen Nimmersatt. Zur Strafe für meine „zahllosen“ Wünsche musste ich binnen kurzer Zeit das Gedicht auswendig lernen, es an einem der Adventssonntage vor versammelter Besuchsrunde vortragen und bekam einige Aufgaben in Haus und Hof übertragen, die ich zu erledigen hatte, damit ich lernte, dass man sich nichts wünschen kann, sondern sich alles erarbeiten muss.

    Das war mein Erlebnis mit diesem doch eigentlich lustigen, dennoch pädagogisch wirksamen Gedicht.

    Hingegen fand ich das Video zur Nacht der Tiere mit dem glücklichen Ausgang wunderschön. Es regt zum Träumen von einer besseren Welt an. Ich kann die Werbeabsicht dahinter gerne übersehen. Der Kaufhof in Köln hat eine sehr reizende Tradition zur Adventszeit, die nicht nur die Kinder sondern auch viele Erwachsene vor die Schaufenster zieht: In allen Fenstern stellen bewegte Tierfiguren aus Plüsch Märchenszenen oder Handwerkssituationen dar. Dabei füllen die Darstellungen sie oft das Fenster aus, Verkaufswaren fehlen dabei ganz. Nun bin ich schon lange nicht mehr dort gewesen. Ob es diese Tradition immer noch gibt?

    Schließen will ich mit einer kurzen Überlegung zur Gigantomanie des Schenkens in heutiger Zeit: Wir wissen doch alle, der Rubel muss rollen, besonders in der Weihnachtszeit, wenn viele Händler ihr Jahresgeschäft deutlich aufbessern können. Also verführt die Werbung die Käufer mannigfach und trifft ganz raffiniert den tief verwurzelten Menschenwunsch, mehr Größeres und Teureres besitzen zu wollen als die anderen, um so den gesellschaftlichen Status zu sichern oder zu steigern. Man definiert sich heute über das, was man hat. Das, was man hat, wird zu dem, was man ist. Wenn die Eltern einen SUV fahren machen sie sich dabei genauso wenig Gedanken über die Umwelt wie beim grenzenlosen Beschenken ihrer Kinder über die üblen Konsequenzen für deren zukünftigen Umgang mit Hab und Gut. Nicht alle Menschen des 21. JH sind so; indes läßt sich der Trend doch deutlich erkennen. Aber „die Bäume wachsen nicht in den Himmel“ – Zurück zu mehr Achtsamkeit und Bescheidenheit wäre schon ein guter Wunsch für Weihnachten 2018 und den Jahreswechsel.

    Ach, und dann ist da ja noch Mimi, Ranis Vorbild für alles Modische: Wir müssen anerkennen, dass sich im unfangreichen Kleiderschrank wohl eine unerschöpflicher Fundus an weihnachtlichen Dresses findet. Ein Glück, dass bald die Feiertage kommen. Dann kann mal ausgemstet werden. Alles, was nicht mehr gebraucht wird, hin zu OXFAM. Dennoch ist Mimi im Glitzer mit dickem Nikolaus und „mehr als 2“ (;-) ) Geschenken Ranis und mein besonderes Stückchen Glück hinter diesem 20. Türchen, wie könnte dies auch anders sein …

    Mein Prinzesschen und ich grüßen und schnurren liebe Grüße in die Grafschaft, bedanken uns artig bei Monika für ihre unermüdliches Engagement an unserer Lust und Freude. Es war wieder spannend und besinnlich zugleich.
    Rani und Kristina

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  8. Liebe Kristina,
    ach, je, da weckt der Herr Seidel mit seinem Gedicht ungute Kindheitserinnerungen, wie schade!
    So einen Großfamilienverbund finde ich irgendwie schön, bei 13 Kindern fehlt einem da nie ein Spielgefährte, das ist doch fein. Und daß in so einer großen Schar dann auch keine Nimmersattwünsche aufkommen, ist plausibel und wird für die Kinder nicht schlechter gewesen sein, im Gegenteil. Wie du schon schreibst, ihr wart alle gleich und alle gleich glücklich, besser geht nicht. Nach so vielen Spielgefährten dann plötzlich ein Einzelkind zu sein, stell ich mir aber auch nicht einfach vor, ich könnte mir denken, daß du dich da doch manches Mal einsam gefühlt hast, oder? Na, und da hat deine gestrenge Großmama deinen Wunschzettel aber etwas verkehrt verstanden, kann ich mir gut vorstellen, daß dich ihre nun doch wohl überzogene Reaktion nachhaltig beeindruckt hat und du diesem Gedicht gegenüber nicht mehr die besten Gefühle hast!
    Ich hab mich richtig gefreut, als ich das Video gefunden hatte, mir war die Werbeabsicht auch völlig wurscht, das ist so gut gemacht und die Botschaft so eine schöne, freu ich mich doch sehr, daß es dir auch so gut gefallen hat. Ich glaub, vom Kaufhof in Köln hab ich sogar schon mal in einem Adventskalender ein Video mit diesen niedlichen Plüschtier-Szenen eingestellt, ich hab gerade mal im Internetz geguckt, ja, die Schaufenster gibt es immer noch, in diesem Jahr ist in Köln das Motto wohl der Zoo!
    Deinen Überlegungen zur Gigantomanie des Schenkens kann ich mich nur voll anschließen, heutzutage geht doch fast alles nach dem Motto „mein Auto, mein Haus, mein Boot“ etc.! Es wird sich rächen, da bin ich mir sicher, also sollte man lieber vorher schon umdenken, mehr Achtsamkeit und Bescheidenheit wären auch meine Wünsche für 2019!
    Jaaaa, Mimi hatte dieses Jahr auch Gigantomanie, lach, der volle Griff in den wohl gefüllten Weihnachtskleidchen-Kleiderschrank, nach den Feiertagen wird ausgemistet, aber vorläufig schwelgen wir noch, und Mimi freut sich natürlich wieder sehr, daß sie für euch beide, ihre Freundin Rani und dich, wieder das besondere Stückchen Glück ist. Und schickt natürlich wieder liebe Schnurrgrüße an dein Prinzeßchen mit.
    Wir freuen uns, daß es wieder gefallen hat, und schicken liebe Grüße aus der Grafschaft zu euch rüber, macht euch einen schönen Nachmittag,
    Monika und Mimi.

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