Türchen 11

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

  

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit.
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
und das alte Lied von Gott und Christ
bebt durch Seelen und verkündet leise,
daß die kleinste Welt die größte ist.

(Joachim Ringelnatz)

Eine Kerze ist ein Leuchtmittel aus WachsStearinParaffinTalg oder Walrat mit einem Docht in der Mitte, das mit offener Flamme brennend Licht und Wärme gibt.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kerze

Wie profan! Was Kerzenlicht wirklich bedeutet, erzählt diese kleine Geschichte:

Vier Kerzen

Am Adventskranz brannten vier Kerzen. Draußen lag Schnee und es war ganz still. So still, dass man hören konnte, wie die Kerzen miteinander zu reden begannen.

Die erste Kerze seufzte und sagte: „Ich heiße FRIEDEN. Mein Licht gibt Sicherheit, doch auf der Welt gibt es so viele Kriege. Die Menschen wollen mich nicht.“ Ihr Licht wurde kleiner und kleiner und verglomm schließlich ganz.

Die zweite Kerze flackerte und sagte: „Ich heiße GLAUBEN. Aber ich fühle mich überflüssig. Die Menschen glauben an gar nichts mehr. Was macht es für einen Sinn, ob ich brenne oder nicht?“ Ein Luftzug wehte durch den Raum, und die zweite Kerze verlosch.

Leise und sehr zaghaft meldete sich nun die dritte Kerze zu Wort: „Ich heiße LIEBE. Mir fehlt die Kraft weiter zu brennen; Egoismus beherrscht die Welt. Die Menschen sehen nur sich selbst, und sie sind nicht bereit, einander glücklich zu machen.“ Und mit einem letzten Aufflackern war auch dieses Licht ausgelöscht.

Da kam ein Kind ins Zimmer. Erstaunt schaute es die Kerzen an und sagte: „Warum brennt ihr nicht? Ihr sollt doch brennen und nicht aus sein.“ Betrübt ließ es den Blick über die drei verloschenen Kerzen schweifen.

Da meldete sich die vierte Kerze zu Wort. Sie sagte: „Sei nicht traurig, mein Kind. So lange ich brenne, können wir auch die anderen Kerzen immer wieder anzünden. Ich heiße HOFFNUNG.“

Mit einem kleinen Stück Holz nahm das Kind Licht von dieser Kerze und erweckte Frieden, Glauben und die Liebe wieder zu Leben. 

                         

(Verfasser: unbekannt)

Ich liebe diese kleine Geschichte der vier Kerzen, deshalb hab ich sie nochmal eingestellt auch im diesjährigen Adventskalender hier im Blögchen. Es ist so eine tröstliche Geschichte, daß das Licht im Dunklen dieser Welt nicht verlöscht, solange die letzte, verbliebene Kerze, die Hoffnung, noch brennt.

Wer die Geschichte mit musikalischer Begleitung lesen möchte, kann das hier tun:

Zünden wir Kerzen an, machen wir Licht, vertreiben wir das Dunkle in der Welt, entzünden wir die Lichter der Kerzen und entzünden wir uns an ihnen, entzünden wir unsere Herzen an Frieden, Glaube, Liebe und Hoffnung. Tragen wir sie in die Welt!

 

          

  

(Bild: © Britta-Gudrun N.)

 

Wir beide,  meine Mimi, euer Co-Autor, und ich wünschen euch allen einen kerzenerhellten und lichten Dienstag!

Habts fein! 

22 Gedanken zu “Türchen 11

  1. Liebe Monika,
    das 11. Türchen ist schon geöffnet und dein toller Beitrag gefällt mir so sehr. Du bringst uns das Licht der Kerzen für die Dunkelheit und eine bedeutungsvolle Geschichte mit musikalischer Begleitung. Vielen lieben Dank für das Teilen, liebe Monika! ich wünsche dir und Mimi einen schönen ruhigen Tag. Liebe Grüße, Hang

    Gefällt 5 Personen

    • Liebe Hang,
      freut mich sehr, daß auch das 11. Türchen gefällt! Ich finde diese Geschichte von den 4 Kerzen so schön, ich glaub, ich hab sie schon öfter hier im Adventskalender gehabt und mich gefreut, daß ich sie noch mit musikalischer Begleitung entdeckt habe.
      Kerzenlicht ist wirklich etwas ganz besonderes, wir wünschen dir auch einen schönen, ruhigen Tag, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  2. Liebe Mimi, liebe Monika!

    Eine wunderschöne Idee, das heutige Türchen dem Lichte zu widmen. Es hat ja wahrlich eine entscheidende Bedeutung zur Adventszeit. Man stelle sich mal den Dezember ohne Kranz und Kerzen vor. Und eure wunderbaren Bilder zeigen, welche Wärme und Gemütlichkeit von den Lichtern ausgeht und wie viel Ruhe und Geborgenheit sie ausstrahlen können.
    Das ist ein angenehm besinnlicher Start in den Tag. Wir hoffen, ihr habt etwas mehr Glück mit dem Wetter als wir. Hier regnet und stürmt es und die Kälte gewinnt allmählich die Oberhand…. aber zum Glück nur draußen :)

    Liebe Grüße und einen gemütlichen Dienstag
    Mallybeau :)

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    • Liebe Mallybeau,
      ich liebe diese Geschichte von den 4 Kerzen, sie hat etwas tröstendes!
      Unvorstellbar, ein Dezember ohne Adventskranz und Kerzen, wartet man doch im November schon sehnsüchtig auf das Licht, daß dann im Dezember wieder leuchtet, so schön und anheimelnd! Genau das empfinde ich auch bei Kerzenschein, das Gefühl von Wärme, Gemütlichkeit, Ruhe und vor allem Geborgenheit, gerade in der Vorweihnachtszeit wacht doch auch in uns allen das Kind von ehemals wieder auf.
      Freut mich sehr, daß es ein angenehmer besinnlicher Start in den Tag geworden ist durch unseren Eintrag, mit dem Wetter haben wir auch nicht viel mehr Glück als ihr, es ist zwar trocken zur Zeit, aber ungemütlich kalt und usselig! Da hast du recht, kalt ist es nur draußen, in unseren Herzen ist es warm.
      Wir wünschen euch allen auch einen schönen, gemütlichen Dienstag hinauf auf die Alm mit lieben und herzlichen Grüßen
      Monika und Mimi.

      Gefällt 2 Personen

  3. Meine liebe Monika,

    hab doch schon wieder das Türchen 11 mit Spannung geöffnet und siehe da,das Thema passt zu Datum! Zwei Kerzen mit „Wachsnase“. :)
    Ich freu mich schon immer über die hübschen Girlanden und natürlich auch wieder übers feine Gedicht!
    Die Erklärung in Wikipedia für dieses kleine Wunderding ist wirklich sehr profan,andererseits brauchts halt nicht viele Worte,man muss es erleben.Und vorallem leuchtet eine Kerze lautlos,ohne großes Tam-Tam.

    Das ist wirklich eine wunderschöne kleine Geschichte,die mir auch immer wieder zu Herzen geht.Sie ist so wahr,aber auch oft schwer,sie umzusetzen.
    Aber eigentlich braucht jeder nur an seinem Platz ein kleines Hoffnungs-und Liebeslicht zu sein durch kleine Gesten,ein Lächeln ein gutes Wort.Dann wird es bestimmt auch weitergetragen.
    Die musikalische Begleitung ist noch der Punkt auf dem i. Wie schnell kann man einen leeren und dunklen Raum mit einem kleinen Licht mit Helligkeit füllen,nach und nach auch mit Wärme.
    Ohne Licht kein Leben,egal ob bei Mensch,Tier oder Pflanze.
    Kurz will ich auch nochmal an die Zeit der Wende bei uns in der ehemaligen DDR erinnern,als Kerzen auch eine große Rolle spielten und so viel bewirkten,und zum Glück kaum Waffen.
    Dass die Kerzen nun in der Advents- und Weihnachtszeit einfach dazugehören und eine besondere Behaglichkeit ausstrahlen,wissen wir ja alle.Sie erhellen eben auch die so grauen Tage zur Zeit.

    Mimilein ist der Inbegriff der Behaglichkeit in ihrer wunderschönen Umrahmung,man möchte sich dazulegen!

    Ich erfreu mich auch noch an den herrlichen vielfältigen Kerzenbildern,schön ist wieder alles und ein herzliches Dankeschön geht an den den fleißigen Autor!
    Für dich und Mimilein auch einen erhellten und guten Dienstag und liebste Grüße von Brigitte.

    Gefällt 4 Personen

    • Meine liebe Brigitte,
      das ist auch etwas, worauf ich mich bei jedem Eintrag freue, was ich mir für das Gedicht für Girlanden rauskrame, die Suche ist genauso schön wie die nach den Gedichten.
      Ich liebe diese kleine Geschichte von den 4 Kerzen und hab sie wohl auch schön öfter hier eingestellt im Adventskalender, immer wieder schön.
      So lange die letzte Kerze nicht ausgeht, werden eben auch alle anderen wieder angezündet werden können, und da kann nun wirklich jeder sein kleines Scherflein zu beitragen.
      Über das Video hab ich mich auch sehr gefreut, und das ist wohl wahr, ohne Licht gibt es kein Leben und keine Wärme!
      Und nichts schöneres als bei usselig-grauem Wetter draußen drinnen die Kerzen zu entzünden, behaglich und schön! Wäre auch immer mal ein Stück Dankbarkeit wert, daß man es so gut hat.
      Mimi weiß eigentlich immer, wie man es sich gemütlich und behaglich macht, hihihi, die Bilder sind noch aus der Zeit mit ihrem Weihnachtswohlfühlsessel, lach!
      War ja auch meine Freude, die schönen Kerzenbilder mal wieder rauszukramen, fein, daß es gefallen hat, wir wünschen dir auch einen schönen, erhellten Dienstag, liebste Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  4. Bei dem Gedicht von den vier Kerzen bekommt man schon eine Gansehaut. Aber ja, zum Glück gibt es die Hoffnung.
    Schöne Bilder von Kerzen und Laternenund vor allem das letzte von Mimi gemütlich im Adventskranz :-)
    Kritzi hat sich gerade wieder auf mir zusammen geringelt und schaut sich alles genau an. Sie schnurrt einen lieben Gruß an Euch und alle Blogleser.

    Gefällt 5 Personen

    • Das geht mir jedes Mal wieder so mit der Geschichte von den 4 Kerzen, daß ich eine Gänsehaut bekomme, aber zum Glück bleibt die letzte Kerze ja an, das ist so ein schöner, tröstlicher Gedanke.
      Fein, daß die Bilder gefallen haben und Mimi freut sich natürlich wieder, daß sie mit ihrem Bild zum Eintrag paßt, hihihi, sie schickt liebe Schnurrgrüße an Kritzi und die anderen mit, wir wünschen euch allen einen schönen Dienstag, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

    • Lieber Klaus, dankeschön, ich freu mich immer sehr, wenn die Adventskalendertürchen hier gefallen.
      Hier ist es trocken zur Zeit, mal sehen, wie lange, danke für deinen lieben Gruß, der Start in die Woche war schon mal gut, ich hoffe, bei dir auch und der Rest der Woche wird es ebenfalls, liebe Grüße
      Monika.

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  5. Liebe Monika,

    gute Dinge kann man nicht oft genug wiederholen
    und deshalb passt es auch jedes Jahr in den Adventskalender.
    Wie du weißt, muss ich wegen der Sauerstoffgeräte offenes Feuer meiden,
    deshalb sind auch bei mir nur noch LED Lichter in Gebrauch, die zwar
    Licht spenden aber nicht die Atmosphäre einer brennenden Kerze
    verbreiten können, obwohl sie mechanisch „flackern“.

    Liebe Grüße
    Britta-Gudrun

    Gefällt 4 Personen

    • Liebe Britta-Gudrun,
      das dachte ich mir auch und hab deshalb die Geschichte von den 4 Kerzen noch einmal in den Adventskalender aufgenommen, zumal man ja auch die Möglichkeit hat, das immer wieder ein bissel anders zu gestalten.
      Ja, ich weiß, daß du das offene Feuer meiden mußt, da ist es doch schön, daß es die LED-Lichter gibt, auch wenn sie natürlich nicht so ganz die Atmosphäre einer brennenden Kerze schaffen können, trotzdem ist ihr Licht doch schön!
      Wir schicken liebe Grüße und wünschen einen schönen Dienstag, Mimi natürlich wieder mit Schnurrgrüßen an Django,
      Monika und Mimi.

      Gefällt mir

  6. Liebe Monika,
    eine wunderschöne Geschichte ist das von den 4 Kerzen.Ja ,zum Glück bleibt die Hoffnung, doch für uns Alle und die anderen Kerzen können wieder angezündet werden. Danke Dir für diesen schönen Eintrag. Mach heute nicht viel Worte.
    LG.Ursel

    Gefällt 3 Personen

    • Liebe Ursel,
      ich mag die Geschichte auch so sehr gern, deshalb mußte ich sie einfach nochmal einstellen.
      Alles ist gut, auch ohne viele Worte, ich freu mich, daß es dir gefallen hat, mach dir noch einen schönen, gemütlichen Abend, liebe Grüße
      Monika.

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  7. Das Gedicht – wieder so fein. Ich staune immer wieder neu, wie vielseitig Joachim Ringelnatz doch war.
    Und die kleine Geschichte ist auch immer wieder gut, um uns die Augen zu öffnen. Was wäre wohl, wenn auch die Kerze „Hoffnung“ noch erlöschen würde? Lasst uns sie nur immer am Brennen halten, damit auch die anderen drei immer wieder neu angefacht werden können.
    Ja, Kerzen haben schon etwas ganz Besonderes an sich. Sie haben ja vielerlei Bedeutung und werden zu den unterschiedlichsten Anlässen und in den unterschiedlichsten Farben entzündet. In erster Linie sind sie für mich aber ein Symbol der Gemütlichkeit. Bei uns Silberdistels brennt besonders in der dunklen Jahreszeit beispielsweise zu den Mahlzeiten immer eine Kerze oder auch abends, wenn wir plaudernd oder lesend zusammensitzen. Auch beim Fernsehen darf eine Kerze mit ihrem flackernden Licht immer für Gemütlichkeit sorgen.

    Schön auch, Deine kleine Kerzenbildersammlung, liebe Monika 😊 Aber am meisten Gemütlichkeit verbreiten Mimi und das Kätzchen darunter in diesem Blogbeitrag. Wie schreibt Brigitteplauen so schön? „Man möchte sich dazulegen.“ 😊

    Liebe Grüße schickt Dir, liebe Monika, und Mimi die Silberdistel und dann schweben noch drei leise gemütliche Schnurrer von der grauen Eminenz, Torty und Keks zu Euch hinüber 🐱😻😽

    Gefällt 4 Personen

    • Das Gedicht von Ringelnatz ist eines meiner Lieblings-Weihnachtsgedichte, es hat so einen innigen Ton, der berührt mich immer wieder ganz stark.
      Ich hab die kleine Geschichte von den vier Kerzen hier schön öfter eingestellt im Adventskalender, weil ich sie immer wieder so berührend und wichtig finde, ja, was wäre, wenn die vierte Kerze auch noch erlöschen würde? Schützen wir sie, damit wir immer wieder die anderen damit entzünden können!
      Kerzen haben auch in unserer heutigen Zeit immer noch eine besondere Bewandtnis, und ich glaube, es gibt wohl nur sehr wenige Menschen, die sich dem Zauber von Kerzenschein entziehen können, zumal uns Kerzen ja das ganz Leben hindurch auch symbolisch begleiten, Taufkerzen, Kommunionkerzen, die Kerzen zum romantischen Candlelight-Dinner, die Osterkerze, und natürlich die Advent- und Weihnachtskerzen, und zum Schluß die Kerzen auf den Friedhöfen für unsere lieben Verstorbenen, oder daheim angezündet als Erinnerung, Gedächtnis und lieben Gruß in die Ewigkeit.
      Oh, ja, das sind sie sicher, ein Sinnbild für Gemütlichkeit, wie schön, daß ihr sie auch zum gemeinsamen Essen anzündet, wenn ich nicht alleine speise, mach ich das hier auch, und in der Adventszeit mach ich mir das auch für mich und Mimi, heimelig-schön!
      Fein, daß die Kerzensammlung gefallen hat, und Mimi freut sich natürlich wieder sehr, daß gerade ihr Bild und das der kleinen Artgenossen mit den Kerzen am gemütlichsten rüber kommt, und sie hat gerade mit leichter Tatze die drei schwebenden, leise gemütlich schnurrenden Grüße von Torty, Keks und der grauen Eminenz hier aufgefangen, sich gefreut, und nun pustet sie die schwebenden Dinger mal ganz sacht an und schickt sie zu eurem Pelztrio zurück. Und ich schick ganz liebe Grüße für die Silberdistel mit, hihihi, habt alle noch einen schönen Abend,
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  8. Liebe Monika,

    dies ist ein anrührendes besinnliches Gedicht von Joachim Ringelnatz als er noch Hans Bötticher war und 1910, nach 9 Jahren christlicher Seefahrt und vielen Abstürzen, in München einen ersten Gedichtband veröffentlichte. Erst später wurde er zu Joachim Ringelnatz, dem Satiriker, Polemiker und Gesellschaftskritiker, als den wir ihn kennen.
    Auch wenn er selbst seine frühen Gedichte als Ausdrucksstil eines „jungen Schwärmers“ abtat, zeigt sich hier doch schon seine dichterische Kraft, die uns Leser berührt und in ihren Bann zieht. Man fühllt sich verstanden und in den eigenen Gefühlen bestätigt.

    Ich kann gut nachempfinden, warum Du dieses Gedicht Deinen Gedanken zur Bedeutung des Lichts im Advent voran gestellt hast. Licht zeigt uns den Ausweg aus der Dunkeheit und symbolisiert die Hoffnung, ohne die uns Menschen das Leben nicht möglich ist. Es hilft uns gar tröstend über Tod und Verlust hinweg. In einer Welt, in der Eigenliebe die christliche Menschenliebe, wie sie im 1. Korinther Brief, Vers 13 gepriesen wird, verdrängt, bleibt tatsächlich nur noch „Hoffnung“.

    Und wir hier alle dürfen in der Adventszeit davon träumen, dass die Hoffnung auf Einsicht und Engagement für diese eine unsere Welt trotz aller Widrigkeiten in Erfüllung geht – auch dies ist der Geist der Weihnacht. Ist es nicht bezeichnend, dass in der kleinen Geschichte ein Kind die erloschenen Kerzen mit dem Hoffnungslicht wieder entzündet. Kinder sind unschuldig, sie können noch träumen, sie könnten unsere Hoffnung sein – und ein zu Weihnachten geborenes Jesuskind ist Symbol für Erlösung und Hoffnung und „Friede auf Erden und den Menschein ein Wohlgefallen“.

    Und weil Weihnachten gleichzeitg das Fest der Freude, „des Jauchzens und Frohlockens“ ist, dürfen natürlich auch so herrliche Einträge wie Mimis lustiger Montagsblog hinter dem 10. Türchen nicht fehlen. So spielt uns Mimi sogleich die passende Musike ein. Die rockenden Nikoläuse und Elche lassen es schon ahnen:
    „Christmas goes Pop“ mit Udo Jürgens – sehr speziell. Wurde das Lied doch erst 2003 geschrieben und veröffentlicht. Da war Herr Jürgens bereits 69 Jahre alt. Dafür sieht er auf dem Video wirklich noch fesch aus und kann sich auch noch flott bewegen, ganz zu schweigen von seinem bübischen Humor, der aus den Zeilen spricht.
    Da hatten die Katzen und ihre Freunde Spaß, das sie das Liedchen fein mitschmettern konnten! Wo sie doch immer „viel Musik brauchen“, wie wir seit diversen Feten mittlerweile alle wissen.

    Diesmal können Rani und ich uns nicht für ein besonderes Stückchen Glück hinter diesem Türchen entscheiden, zu süß und lieblich sind unsere Katzerles allesamt. Dafür fällt unsere Wahl beim 11. Türchen aber eindeutig aus: Mimi auf Rosa gebettet mitten im Adventskranz – dem konnten wir nicht widerstehen.

    Also bedanken wir uns bei M & M für diese beiden Kalendertürchen, die so schön die unterschiedlichen Seiten des Weihnachtsfestes verdeutlichen: Besinnlichkeit und Freude, Verheißung und Vollendung, Glaube, Liebe, Hoffnung – all dies bedeutet Weihnachten.

    Wir senden liebe Schnurrer und Grüße und verschwinden in die Nacht,

    Kristina und Rani

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Kristina,
      ich liebe dieses Gedicht von Ringelnatz sehr, es hat so einen innigen Ton, der mich immer wieder so anrührt! Danke für die interessanten Infos zum Dichter, vieles wußte ich nicht. Genauso empfinde ich das auch, man fühlt sich verstanden und in den eigenen Gefühlen bestätigt, hast du schön gesagt!
      Ja, auch wenn es uns manchmal doch schwer fällt, aber die Hoffnung darf man nicht verlieren, ohne sie wäre uns wirklich das Leben kaum möglich, und wie die Geschichte mit den vier Kerzen ja auch aussagt, sie ist mitunter die einzige Kerze, die noch Licht ins Dunkle dieser Welt bringt. Auch seine Träume darf man niemals aufgeben, gerade in der Weihnachtszeit, finde ich, leuchtet das Licht der Hoffnung heller als sonst und macht es und damit vielleicht auch leichter, das Streichholz zu finden um die anderen Kerzen wieder zu entzünden. Auf jeden Fall ein Bestandteil der Geist der Weihnacht! Das halte ich auch nicht für Zufall, daß es in der Geschichte ein Kind ist, das die anderen Kerzen wieder entzündet, Kinder sind so ganz diesseitig, leben im jetzt und hier, ihre Träume und Hoffnungen sind noch groß und unbeschadet, Reinhard Mey drückt auch das mal wieder so gut aus „Das kleinste Nichts versetzt dich in Entzücken,
      dafür läßt Weltbewegendes dich kalt“ in seinem Lied „Mein kleiner Kamerad“. Auch kein Zufall, daß Jesus als kleines Kind auf die Welt kommt und im Stall geboren wird, ganz nah dran an den Armen und Kleinen, ganz bei ihnen.
      Das ist ja das schöne am Adventskalender hier, hier hat alles seinen Platz, Besinnlichkeit und jubelnde Fröhlichkeit, ich hab mich mit Mimi so auf den Eintrag mit den rockenden Rentieren gefreut, hihihihi, und mit Udo Jürgens mit diesem herrlichen Weihnachtslied, ich lach mich jedes Mal wieder weg da drüber! Ja, Udo Jürgens war irgendwie immer noch ein „altes Kind“, kaum zu glauben, wie alt er auf dem Video schon war, ich finde das toll! Das hatte Mimi dabei ja auch im Sinn, Katzen brauchen viel Musik, sie war ganz begeistert, als ich ihr das Lied von Udo Jürgens vorgeschlagen habe.
      Das glauben wir gerne, daß ihr euch zum Türchen 10 nicht für ein Stückchen Glück entscheiden könnt, das ginge uns auch so. Bei Türchen 11 ist es doch leichter, hihihi, und Mimi freut sich wieder sehr, daß sie euer Stückchen Glück sein darf. Und schickt natürlich wieder ganz liebe Schnurrgrüße an Freundin Rani mit.
      Fein, daß euch die beiden Türchen wieder gefallen haben, wir hoffen, Rani ist wieder im Schick, wir schicken auch liebe Grüße und Schnurrer und verschwinden nun ebenfalls in die Nacht, lach, hat wieder bissel gedauert, das klöppeln heute.
      Gute Nacht, schlaft schön!
      Monika und Mimi.

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