Letzter Montag im Wonnemonat Mai – buntisch!

 

Mimi

Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
nicht im frommen Stübchen spinn ich.
Auf dem Dach, in freier Luft,
eine freie Katze bin ich.

Wenn ich sommernächtlich schwärme,
auf dem Dache, in der Kühle,
schnurrt und knurrt in mir Musik,
und ich singe was ich fühle.

Also spricht sie. Aus dem Busen
wilde Brautgesänge quellen,
und der Wohllaut lockt herbei
alle Katerjunggesellen.

Alle Katerjunggesellen,
schnurrend, knurrend, alle kommen,
mit Mimi zu musizieren,
liebelechzend, lustentglommen.

Das sind keine Virtuosen,
die entweiht jemals für Lohngunst
die Musik, sie blieben stets
die Apostel heilger Tonkunst.

Brauchen keine Instrumente,
sie sind selber Bratsch und Flöte;
eine Pauke ist ihr Bauch,
ihre Nasen sind Trompeten.

Sie erheben ihre Stimmen
zum Konzert gemeinsam jetzo;
das sind Fugen, wie von Bach
oder Guido von Arezzo.

Das sind tolle Symphonien,
wie Capricen von Beethoven
oder Berlioz, der wird
schnurrend, knurrend übertroffen.

Wunderbare Macht der Töne!
Zauberklänge sondergleichen!
Sie erschüttern selbst den Himmel,
und die Sterne dort erbleichen.

Wenn sie hört die Zauberklänge,
wenn sie hört die Wundertöne,
so verhüllt ihr Angesicht
mit dem Wolkenflor Selene.

Nur das Lästermaul, die alte
Prima-Donna Philomele
rümpft die Nase, schnupft und schmäht
Mimis Singen – kalte Seele!

Doch gleichviel! Das musizieret,
trotz dem Neide der Signora,
bis am Horizont erscheint
rosig lächelnd Fee Aurora.

(Heinrich Heine)

 Hi, Folks,

der letzte Montag im soooo wunderschönen Wonnemonat Mai, der dieses Jahr seinem Namen nun wirklich alle Ehre gemacht hat! Montag = Mimitag, also bin ich mal wieder dran mit einem Eintrag!

Und da wir neulich in einem Kommentar an unsere ehemals stillen Leser „Stubulinski“ das feine Gedicht von Herrn Heine mit mir als Protagonistin erwähnt hatten, hatte ich mal wieder so richtig Lust, es einzustellen! Es paßt ja auch so schön zu meinen obligatorischen Montagseinträgen, weil es so lustig ist!

Was ich euch zum heutigen Montag zu berichten habe? Na, wie könnte es anders sein, lach, natürlich von meinem geliebten Balkonien, mein Dosenöffner war mal wieder fotografisch unterwegs, und das möchte ich euch jetzt zeigen:

Die Glockenblumen blühen wieder

und unsere dicke Hummel, die sich alle Jahre einstellt, (natürlich ist es sicher immer wieder eine andere, aber sie kommt, immer, zuverlässig!) ist auch wieder da!

Frauchen hat noch bissel an Balkonien gewerkelt, nun hat sie auch ein schönes Plätzchen für die Vogeltränke gefunden, damit die Piepis unbeschadet von mir süffeln kommen können bei dem heißen Wetter, guckt:

Da oben komm ich nicht ran (grummel!)! Neeeiiiiin, ich laß die Flattermänner doch in Ruhe (grins!), sie haben ja bei Hitze genauso Durst wie ich!

Allen Pflänzkes von Frauchen geht es gut, sie kriegen ja auch immer ihr Wässerchen bei der Wärme, gestern hat es einmal heftig draußen geregnet, aber das Wasser ist einfach versickert und mehr kam auch nicht.

Windmühle und die Schneckis sind auch wieder da!

Der Rucola wächst und gedeiht, hat Frauchen schon eifrig von geerntet. Sie sagt, er schmeckt auch fein als „Rucola-Butter“ zum Beispiel bei Spargel! 

Sonnenplätzchen für die Kräuter, und die solarbetriebenen Lämpchen stehen auch wieder draußen!

Die Avocado-Pflanze ist herrlich wieder ausgeschlagen, freut sich mein Frauchen immer sehr drüber!

Die Sukkulenten fangen wieder an zu blühen, auch immer so eine Freude für mein Frauchen!

Sommerliche Balkonien-Impressionen:

Unser Gartenzwerg genießt auch wieder das herrliche Wetter

am Samstag hat es auf Balkonien die 30°-Marke geknackt, selbst im Schatten waren noch 29°!

 Unser Wetterschild ist wieder da! Und Frauchens Hexenbesen, lol!

Bei Frauchen ist nun auch wieder richtig Stormzeit angekommen, denn sie hat nun das neue (alte) dicke Buch in Angriff genommen, guckt:

Und das ist natürlich auch immer wieder für mich eine Freude, denn Stormzeit bei Frauchen heißt Balkonien-Zeit bei Mimi, hihihi, ich genieße es wieder in vollen Zügen!

Schattenplätzchen!

Oder Abendsonne im Brotkasten!

Schwänzchen in die Sonne, Mimi in den Schatten, lach!

Mit Leuchteschmetterling ohne Leuchten, weil mit Sonne, hihihi!

Das sieht abends so herrlich aus, bei der schönen Sonne sind die netten Schmetterlinge so richtig voll aufgeladen und leuchten wunderschön!

 Romantisch!

Frauchen möchte euch noch was feines zeigen, sie hat nämlich so ein wunderschönes Bild vom Björn zum Muttertag bekommen, weil sie doch so gerne Pflänzkes hat, guckt mal:

(© Björn Zimmermann)

Schön, nicht? Von Balkonien von den Kindern, Frauchen hat sich sehr gefreut!

Und damit entlassen wir,  euer Co-Autor, Mimi, und Frauchen euch in einen schönen neuen Montag, kommt gut wieder in die neue Woche, die ja wieder einen Feiertag hat, freu, freu!

Habts fein! 

Quer durch den Garten – ein Pfingst-Menü

  

Veni Sancte Spiritus

Komm, o Geist der Heiligkeit!
Aus des Himmels Herrlichkeit
sende deines Lichtes Strahl!

Vater aller Armen du,
aller Herzen Licht und Ruh’,
komm mit deiner Gaben Zahl!

Tröster in Verlassenheit,
Labsal voll der Lieblichkeit,
komm, du süßer Seelenfreund!

In Ermüdung schenke Ruh’,
in der Glut hauch Kühlung zu,
tröste den, der trostlos weint.

O du Licht der Seligkeit,
mach dir unser Herz bereit,
dring in unsre Seelen ein!

Ohne Dein lebendig Wehn
nichts im Menschen kann bestehn,
nichts ohn’ Fehl und Makel sein.

Wasche, was beflecket ist,
heile, was verwundet ist,
tränke, was da dürre steht.

Beuge, was verhärtet ist,
wärme, was erkaltet ist,
lenke, was da irregeht.

Heil’ger Geist, wir bitten dich,
gib uns allen gnädiglich
deiner Gaben Siebenzahl.

Spende uns der Tugend Lohn,
lass uns stehn an deinem Thron,
uns erfreun im Himmelssaal.

(Stephanus Langton Cantuarensis ,1165 – 1228, aus dem lateinischen übersetzt von  Heinrich Bone)

„Veni Sancte Spiritus“, komm, Heiliger Geist, so fang ich heute meinen Pfingsteintrag an. Denn der Heilige Geist, die Erleuchtung, die ist in unseren Tagen wieder so nötig. Für alle, die die Geschicke unserer Zeit verantworten und lenken genauso wie für’s einfache „Fußvolk“ wäre der Geist aus den Zeilen des eingestellen Hymnus eine echte Bereicherung! Fangen wir mal wieder einfach im kleinen damit an, vielleicht zieht es Kreise und teilt sich weiter wie weiland die feurigen Zungen des Heiligen Geistes!

Pfingsten im Mai, Zeit der Erneuerung und des Neuanfangs, in der Natur und im Herzen! Und aus der Natur zeig ich euch jetzt Bilder, die ich am gestrigen Samstag beim Besuch auf dem Friedhof unserer Grafschaft gemacht habe, gerade dort zeigt die Natur so herrlich neues Leben!

 Zum Beispiel diesen Baum, das ist der Baum am Grab meines Vaters, der kleine Korkenzieherweidenstrauß, den ich dort mal stehen hatte vor Jahren ist zu so einem prächtigen Baum geworden!

Ich bin immer wieder ganz überwältigt davon! Und der Rhododendron blüht in den herrlichsten Farben

Auf dem Grab meines Vaters blüht seine Rose

er liebte diese Farbe sehr, und sie duftet so herrlich, ganz zart zitronig, schade, daß man das hier nicht riechen kann.

Reges Leben herrscht in den Blüten, die Bienen, Hummeln und andere fliegenden Nektarsammler schwirren, was das Zeug hält!

Mein geliebter Ilex schmückt sich mit zarten neuen Blättchen

Alles blüht in verschwenderischer Fülle!

Von den Gräbern meiner Eltern aus bin ich dann bei herrlichstem Wetter noch zum See runtergebummelt, der auf dem Friedhof angelegt ist, ein herrliches Fleckchen zum Seele baumeln lassen. Unterwegs begegnete mir er hier:

Am See:

Ihr wißt ja, Bild anklicken, dann könnt ihr weiter jedes Bild in groß gucken.

Die ersten Wasserbewohner:

Sie war neugierig und kam auf mich zu geschwommen.

Hallo!

 

Und dann sah ich von weitem das:

Das sind doch Küken???

Jawoll! Langsam hab ich mich ran gepirscht, aber die Eltern waren nicht sonderlich nervös, sie kennen Menschen, und an diesem friedlichen Ort brauchen sie sich nicht vor ihnen zu fürchten, und so könnt ihr jetzt meine Galerie genießen, viel Spaß!

Auf dieses Bild bin ich ein bissel stolz, es kam ein Rabenvogel geflogen, das ging aber nun mal gar nicht:

Alarm!!!

Hihihihi, die Fotogräfin wirft ihren Schatten!

Da kann man aber gut erkennen, wie dicht sie teilweise an mir vorbei passierten, ich wurde zwar im Auge behalten, aber gestört hab ich wohl nicht wirklich!

Langsam Abendstimmung am See, das ist wirklich so ein herrlich friedlicher Ort.

Das ist eine kleine Insel mitten im See, überwachsen und völlig eingenommen von diesem herrlichen Baum, im Innern ganz viel Schutz für brütende Wasservögel, auch ein Reiher hat hier seinen Brutplatz, aber ihn hab ich dieses Mal nicht zu sehen bekommen.

Langsam machte ich mich auf den Rückweg zum Ausgang, unterwegs hab ich noch Butterblümkes für meine Mama gefunden, aber stehen gelassen, sie sieht sie ja überall, wo sie blühen!

Wegbegleiter:

Und kurz vor dem Ausgang beglückte mich dann meine Lieblingsblume, eine Rose!

Und er hier:

Abendbrotzeit, hihihi!

Über die Kanalschleuse bin ich dann langsam nach Hause gebummelt!

Das war nun mein Pfingstmenü für euch, mit einem schönen Zitat zum Pfingstfest

„Pfingsten! Ein Wort, das seinen Zauber auf das menschliche Gemüt üben wird, so lange noch ein Baum blüht, eine Lerche schmetternd in die Lüfte steigt und ein klarer Frühlingsmorgen über uns lacht. Ein Wort, dessen Klang selbst unter der härtesten Eiskruste des Egoismus, unter dem Schnee des Alters und in dem Herzen, das in Leid und Kummer erstarrt ist, noch ein Echo von Lenzeslust erwecken kann.“

(Eugenie Marlitt,  Pseudonym für Henriette Friederike Christiane Eugenie John, deutsche Schriftstellerin)

entlasse ich euch in selbiges, euer Co-Autor,  meine Mimi, und ich wünschen euch ein wunderschönes, frohes und gesegnetes Pfingstfest!

senden wir euch! Habts fein! 

 

 

Kunterbuntes zum Muttertag

An die Mutter

O du, die mir die Liebste war,
du schläfst nun schon so manches Jahr.
So manches Jahr, da ich allein,
du gutes Herz, gedenk ich dein.
Gedenk ich dein, von Nacht umhüllt,
so tritt zu mir dein treues Bild.
Dein treues Bild, was ich auch tu,
es winkt mir ab, es winkt mir zu.
Und scheint mein Wort dir gar zu kühn,
nicht gut mein Tun,
du hast mir einst so oft verziehn,
verzeih auch nun.

(Wilhelm Busch)

 

wünschen wir beide, euer Co-Autor  Mimi  und ich (passend zum Muttertag ein blumenpflückendes Kinderbild, hihihi!) allen Müttern von ganzem Herzen, natürlich auch, wie es in diesem Blögchen immer schon so üblich war, auch allen Müttern lieber Haustiere! Habt alle einen ganz feinen Muttertag!

Meinereiner hat zum heutigen Tage mal wieder in meinem reichhaltigen Fundus gekramt, Erinnerungen an Muttertage, als Tochter  mit meiner Mama, als Mutter  mit meinem kleinen Sohn!

Blumen mußten notwendig zum Muttertag gepflückt werden, bei mir waren es immer Butterblumen, die die Mama zu ihrem Ehrentag bekam, selbst gepflückt, ich fand als Kind, das seien die schönsten Blumen zum Muttertag!

( Ranunculus acris from Wayside and woodland blossoms, 1895)

Und der Mama wurden liebevoll selbst gestaltete Karten und Briefe geschrieben, solche zum Beispiel:

 Diesen Muttertagsbrief von mir hab ich mal draußen fotografiert, mit Glockenblümchen eingerahmt!

 Und so ist er wohl am besten zu lesen!

Liebe Mama, einen lieben Muttertagsgruß an dich in heaven mit deinen Lieblingsblumen!

Ich hab meinen „Mama-Brief“ noch mal ein bissel schön in Szene gesetzt, ich mag doch Rosen so sehr gerne, und ich hatte noch einen schönen Strauß, der dazu paßte!

Dann folgen die Erinnerungen an die eigenen Muttertage, wie schön waren doch da auch vor allem die selbstgemachten Geschenke, ich hätte nun noch was von Björn, aus den Kindergartentagen:

Ein Herz mit Schmetterling für Mama!

Und eine Lokomotive:

Auch die hübschen Bilderrähmchen wurden unter Anleitung von den Kindern selbst gegossen und bemalt, ihr könnt euch sicher alle vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Und klar, daß sie heute noch hängen, nicht wahr? Am Küchenfenster, freu ich mich immer beim gucken!

In einem Jahr wurde ein immerwährender Kalender kreiert, ihr kennt ja mein Sammlergen, bei mir kommt nix weg, den gibt es natürlich auch noch, hier isser:

Die Kalenderblätter als Galerie, anklicken, groß gucken, hihihi!

Den süßen kleinen Marienkäfer vom Mai zeig ich euch nochmal in groß, das waren Wachstropfen, guckt:

Ich find ihn so niedlich!

Natürlich meldet sich auch noch euer Co-Autor zum Muttertag hier zu Wort, schließlich ist es ja auch der Muttertag aller Tiermütter und aller Mütter für Tiere!

 Hi, Folks und alle lieben Mütter, wie meine Mama sie ja schon oben beschrieben hatte! Hab doch auch noch was feines für euch zum Muttertag, denn hier bei uns gibt es so ein liebes Katzenmütterchen, da hab ich mein Frauchen gebeten, mal Bilder davon für euch alle zu machen, und die zeig ich euch jetzt:

Da isses, mit ihrem Kleinen mitten im Grün, wenn so viele Menschen zugucken, ist sie bissel besorgt erst um ihr Kleines.

Ist das nicht ein süßes Katzenkind?

So, jetzt zeigt sie es euch mal richtig! Sie hat gemerkt, daß ihr alle ganz lieb seid!

Sie hat auch mein schönes Schattenplätzchen auf Balkonien ausprobiert mit ihrem Schatz

und ist dann mal auf meinem Kratzbaum gewesen, da gefiel es ihr auch so gut, und Frauchen konnte ihren kleinen Schatz mal richtig fotografieren, sie durfte, hihihi!

Niedlich, nicht wahr?

Die Pfötchen!!!

So, das war nun mein Beitrag zum heutigen Muttertag, habt alle einen ganz feinen und laßt euch fein verwöhnen, mach ich mit meinem Mama-Frauchen heute auch!

Tschüssi, eure Mimi! 

So, das war nun euer Co-Autor, dann kommen wir mal langsam zum Ende diesen Eintrags, gemäß dem Titel „Kunterbuntes zum Muttertag“ hätten wir da noch ein buntes Huhn, hihihi,

die neueste Errungenschaft in Sachen Kräuter auf Balkonien, ein Salbei

 der duftet auch so fein!

Von den Kindern hab ich gestern noch Bilder bekommen, die sich herrlich für den Muttertag eignen, falls ihr einen Muttertagsspaziergang machen wollt, so schön ist das bei den Kindern in ihrem „Garten“, hihihi, der Köln-Mülheimer Stadtpark direkt vor ihrer Haustüre:

Schön, nicht, und feine Bewohner hat er auch, guckt:

Sie schnattert alles Liebe zum Muttertag!

Und ich hätte da auch noch was für euch von meinem Meisen-Mütterchen, welches mit ihrem Partner direkt unterm Dach am Küchenfenster wieder ihre Jungen groß zieht und eifrig hin und her fliegt, um die hungrigen Schnäbel zu stopfen, leider gelingt mir da kein Bild, und Nesteinsicht ist auch keiner da, wenn ihr die Bilder seht, wißt ihr warum, da ist fotografisch kein rankommen möglich, ich hab die Stelle des Nestes mal mit einem roten Pfeil markiert, das ganze ist gezoomt vom Schlafzimmerfenster aus!

Ich hoffe, sie kriegt ihre Kleinen wieder wie in den Vorjahren groß, wenn ich ganz viel Glück habe, erwische ich diese vielleicht, wenn sie flügge werden, schaun wir mal!

Und damit wünschen wir euch allen einen wunderschönen Muttertag  habts fein, laßt euch verwöhnen  genießt den Tag!!!

 

Allen anderen wünschen wir beide,  Mimi und ich, einen ganz wunderschönen Sonntag!

Habts fein! 

 

 

Grüne Oase Balkonien zum Vatertag

Vom Vater hab ich die Statur,
des Lebens ernstes Führen,
vom Mütterchen die Frohnatur
und Lust zu fabulieren.

Urahnherr war der Schönsten hold,
das spukt so hin und wieder;
Urahnfrau liebte Schmuck und Gold,
das zuckt wohl durch die Glieder.

Sind nun die Elemente nicht
aus dem Komplex zu trennen,
was ist dann an dem ganzen Wicht
original zu nennen?

(Johann Wolfgang von Goethe)

Nach all dem ganzen nervenaufreibenden Gedöns mit der DSGVO gibt es heute zum Himmelfahrts- oder Vatertag einfach mal ein paar neue Bilder von Balkonien, aufgenommen in den herrlichen zurückliegenden Frühlings/Sommertagen. Für’s Gemüt, für die Seele, zum entspannen!

Neue Kräuter sind eingezogen, links ein Thymian, hinter dem Obstgartenschild wächst Rucola.

Thymian

Rucola

Da hab ich schon lecker von geerntet!

Basilikum, beim Discounter für Pesto gekauft, guckt mal, er wächst munter weiter:

Oregano

Mein Glockenblümchen beginnt zu blühen

Freu, freu!

Die kleine Birke ist auch wieder ausgeschlagen in diesem Jahr, da freu ich mich auch immer so drüber.

Die selbstleuchtenden Laternchen sind wieder auf Balkonien eingezogen

Ich hatte mal davon berichtet, daß ich auf Balkonien ein kleines Insektenhotel einrichten wollte, es hängt, und ich hab schon das erste Wildbienchen beim besuchen beobachtet!

Und da isses auch wieder, unser Balkonien-Verkehrsschild!

Die feine Leuchtkette mit den Schmetterlingen hab ich heuer mal bei der Forsythie befestigt

 da kommt später noch was, denn das Aufladeteil (es ist eine Solarlichterkette!) wurde sofort in Betrieb genommen.

Laßt euch also noch überraschen!

Für meine Vogeltränke muß ich noch ein schönes Plätzchen suchen, bzw. gucken, wie ich sie auf dem Regal oben befestigen kann.

Und wißt ihr, wer wieder da ist? Guckt:

 Mein Erdbeer-Elfchen!

Es ist doch auch von hinten so süß! Erdbeeren für den kleinen Schatz stehen auch schon parat:

Hihihi, Deko-Erdbeeren!

Und im Wohnzimmer blühen die Pfingstrosen

nicht narren lassen, sie sind nicht echt, sehen aber wunderhübsch aus und verblühen nicht, die echten sollen lieber draußen blühen, da hat man länger was davon.

Keinen Eintrag von Balkonien ohne euren Co-Autor, meine Mimi, büddeschön, Mimi, die Tastatur gehört dir!

 Hi, Folks,

da hat mein Dosenöffner aber sowas von Recht, nix über Balkonien ohne mich! Und nix, aber auch gar nix über die DSGVO, die mein Frauchen und euch alle so nervt, hier wird heute entspannt und genossen!!!

Waren das nicht herrliche Frühlings/Sommertage??? Ich bin nur noch zum Fressen rein, es war sooooo schön, und guckt, was Frauchen wieder hat:

Storm-Zeit, das dicke neue-alte Buch, mußte ich gleich mal gucken!

Eigentlich hatte sich Frauchen den Leseplatz im Liegestuhl schon reserviert, aber natürlich mal wieder nicht die Rechnung mit mir gemacht, hihihi, ich bin passionierter Liegestuhlklauer, vor allem, wenn sie mit Handtüchern reserviert werden, geht ja mal gar nicht!

Ja, sehr gemütlich, also meiner! Meiner, Frauchen!!!!!! Lies es mir von meinem süßen Schnäuzchen ab!

Genau, setz dich doch auf die Bank hinter mir, das hier ist jetzt mir! Hej, ich sagte setz dich auf die Bank, nicht spiel hier schon wieder Mamarazzi und knips mich von hinten, menno!

Ehrlich, keine Ruhe kriegt man hier vor der lästigen Presse! Jaja, nu mach schon weiter, aber stell dann die Bilderkes hier als Galerie rein, sonst scrollen sich unsere Leser ja dumm und dämlich, hihihihi!

So, da habt ihr mich zum gucken! Anklicken, groß sehen können, lach!

Später zog sich dann gestern der Himmel bissel zu,

aber für den Höhepunkt hat das Licht wohl doch noch gereicht über Tag, denn nun kommt er, unsere Lichterkette, sie leuchtet wieder, hat sich aufgeladen, also

tadaaaaaaa!!!

 Naaaa? Isses schön? Schmetterlings-Glühwürmchen, hihihi!

Und mit mir:

Nur noch zu ahnen! Jetzt kommen die Schmetterlinge nochmal in nah

und ich in meinem schicken neuen Erdbeerkleidchen nochmal in groß

 und damit wünschen wir zwei beide hier all unseren lieben Lesern einen wunderschönen Himmelfahrts/Vatertag, auch wenn das Wetter wohl nicht mehr so schön ist wie vorher, allen Vätern hier unter unseren Lesern herzlichen Glückwunsch zum Vatertag, bleibt oder werdet alle gesund und genießt den Feiertag!

Habts fein! Wünschen euch  Mimi und Monika.

 

Wer schreibt, der bleibt…..von Hieroglyphen bis Datenschutz

Zorn

Beschüttet mich mit eurem Haß und Spotte
und scheltet und verdammt: Ich trag‘ es gern;
doch meiner Seele Heiligtum und ihrem Gotte,
unfreundliche Bedränger, bleibet fern!

Ja, raubt sie mir, des Lebens schönste Stunden,
zerstört, was ihr nicht kennt: Ein heißes Glück;
jedoch vor dem, was ich so wahr empfunden,
verstummt und weicht gesenkten Blicks zurück!

Ich will sie freudig tragen, all die Schrecken,
die mir gescheh’n nach eures Willen Lauf,
doch wagt ihr’s, lästernd meinen Zorn zu wecken:
Erbebt! Denn mit ihm steht die Rache auf!

(Therese Dahn,  geb. Therese von Droste-Hülshoff,  Nichte der Annette von Droste-Hülshoff)

„Wer schreibt, der bleibt“ pflegte schon mein alter Lieblingslehrer in meinen Schuljahren zu sagen, wenn wir uns wieder einmal seufzend an einen geforderten Aufsatz setzten oder mal wieder ein ellenlanges Gedicht abschreiben sollten. „Wer schreibt, der bleibt“, entweder mit seinen Gedanken und dem aufgeschriebenen im Gedächtnis seiner Nachwelt, oder etwas auf- oder abgeschriebenes bleibt im eigenen Gedächtnis.

Schon immer wollten die Menschen etwas von sich hinterlassen, nicht nur ihre Nachkommenschaft, nein, etwas aus dem eigenen gelebten Leben, von Erfahrungen, Gedanken, Gefühlen, vielleicht, damit von einem selbst etwas ganz eigenes bleibt, vielleicht auch, um der Nachwelt einen Einblick in die Zeit zu geben, in der man lebte.

Schon in den Höhlen der Steinzeitmenschen existierten Höhlenmalereien, die allererste Form des Schreibens, Überlieferungen für die Nachkommen.

( Reproduction of a bison of the cave of Altamira, Urheber Rameessos, Bild vom Urheber als gemeinfrei freigegeben)

https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6hlenmalerei

Solche Höhlenmalereien erstrecken sich mitunter bis zu 500 m breit über die Höhlenwände.

Im Laufe der Erdgeschichte entwickelte sich diese Erinnerungskultur, die Entwicklung der Schrift begann. Hochkulturen wie die Ägypter und Sumerer entwickelten erste Schriftsysteme aus Zeichen und bildhaften Symbolen und erfanden so den Vorläufer unseres heutigen Alphabets. Um etwa 3000 vor Christus entstanden in Ägypten die Hieroglyphen.

(Zeichnung nach einem Wandrelief aus dem Felsengrab des Renni (EK7) in el-Kab, Ägypten, Paris 1809, Francois Jomard)

Hieroglyphenschrift (von altgriechisch ἱερός hierós, deutsch ‚heilig‘ sowie γλυφή glyphē ‚Eingegrabenes, Gravüre‘) ist eine unspezifische Bezeichnung für Schriften, welche sich im Wesentlichen aus Zeichen in Form von schematischen Bildern (Piktogrammen) zusammensetzen.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84gyptische_Hieroglyphen

Schon an ein Alphabet angelehnt sind die alten Schriftzeichen der Germanen, die Runen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Runen

2000 Jahre später erfinden die Ägypter ein weiteres Medium, um wichtige Ereignisse festzuhalten: Papyrus. Ein aus der Schilfpflanze hergestelltes Material zum beschreiben. Das eigentliche Papier, wie wir es heute kennen, wurde 200 Jahre vor Christus in China erfunden, Kontakt zu diesem Medium gab es in Europa erst im 12. Jahrhundert. Von da an verbreiteten sich die Bücher, handgeschrieben natürlich.

1450 erfolgt dann der Durchbruch in Deutschland mit der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Ab dem 19. Jahrhundert ist gedrucktes Wissen für jedermann zugänglich.

Auch bildlich kann jetzt archiviert werden.

Aber die Entwicklung der Erinnerungskultur schreitet weiter fort, um 1840 wird in Frankreich die Fotografie erfunden. Der Anfang neuer Medien. Schwarz-weiß und aufwendig, aber ein Meilenstein.

 (Meine Urgroßeltern väterlicherseits)

Und bewegte Bilder lassen dann nicht all zu lange auf sich warten, 20 Jahre später wird der Mikrofilm erfunden. Übrigens eine der sichersten Möglichkeit der Datenspeicherung bis heute, Haltbarkeit von Film und Foto in schwarz-weiß bis zu 700 Jahren, in farbig nur bis zu 150 Jahre.

Aber nicht nur visiuell werden Wege gesucht, wichtige Kulturgüter für immer zu speichern, auch akustisch ist es bald möglich, Lieder und Texte den nächsten Generationen weiter zu geben. Analoge Tonträger wie die Schellack-Platte machen den Anfang, die Entwicklung geht dann über die Vinyl-Langspielplatte bis zur heutigen Technik der Speicherung von Tonaufnahmen.

Mit der Entwicklung über die ersten Schriftzeichen bis zu gedruckten Text- und Bilddateien verbreiten sich natürlich auch Nachrichten aus allen Ecken und Enden der Erde immer weiter und schneller. Mit einem Medium, das für eine solche Datenübertragung entwickelt wurde, habe ich selbst noch zu tun gehabt in meiner damaligen Bauernhofarbeitsstelle, nämlich mit dem Telex oder auch Fernschreiber genannt

https://de.wikipedia.org/wiki/Telex

Die Texte, die man dort mit einer Schreibmaschinentastatur eingab, konnten auf einem mitlaufenden Lochstreifen gespeichert werden, 

(Typendruck-Schnelltelegraph von Siemens & Halske : Lochstreifen)

https://de.wikipedia.org/wiki/Lochstreifen

mit diesen Lochstreifen haben wir uns immer einen Spaß gemacht, es war nämlich möglich, mittels der Schreibtaste „klein-x“ Bilder zu „malen“, haben wir dann gemacht, auf den Lochstreifen gespeichert, den Lochstreifen eingelegt, irgendwen angewählt zum Daten übertragen und dann den Lochstreifen durchlaufen lassen, natürlich ohne „Kennung“, also ohne die eigene Identifizierung des Absenders! Aber wehe, die Gegenseite schaltete sich beim senden ein, dann mußte man schnell sein und sofort ausschalten, weil ansonsten die entsprechende Kennung hätte angefordert werden können vom „Beschenkten“ dieses Machwerks, hihihihi!

Und damit sind wir bei der Datenspeicherung angekommen, im digitalen Zeitalter wird elektronisch archiviert. Diese große Wende der Datenspeicherung leitete die Erfindung des Computers ein, 1941 in Deutschland. Was früher viel Platz in Bibliotheken und Archiven beanspruchte, läßt sich jetzt auf engstem Raum speichern. Die Datenmengen steigen entsprechend an.

https://de.wikipedia.org/wiki/Computer

Und damit bin ich da, wo ich mit diesem Eintrag eigentlich hin wollte: Allwieder einmal beim bald in Kraft tretenden neuen Datenschutzgesetz!

Eins vorab: Ich bin für Datenschutz, ich bin für Urheberrechtsgesetz und für das Recht am eigenen Bild. Aber nicht in der Form, in dem dieses neue Datenschutzgesetz nun selbst dem kleinsten Feld-, Wald- und Wiesenblogger und dem kleinsten Unternehmen, das sich in der alles verschlingenden Groß- und Größtkonzernwelt eh kaum behaupten kann, droht! Dessen unausgereifte und mit der heißen Nadel gestrickten Vorschiften und Regeln für alles und jeden nur noch nach jahrelangem Jurastudium wirklich rechtssicher (und selbst dann nicht, wie Juristen ja heute schon zugeben!) überhaupt umgesetzt werden können. Aus diesem Grund habe ich heute diesen kleinen Exkurs in die Welt der Datenentwicklung praktisch von der Steinzeit bis heute entwickelt: Denn wenn schon unsere Vorfahren ein solches Gesetz hätten umsetzen müssen, gäbe es heute keinen Einblick in das Leben und Wirken der uns vorausgegangenen Epochen, keine Bilder, keine Bücher, kein World Wide Web, denn alles was uns da von Anbeginn an übermittelt worden ist, waren „persönliche Daten“. Ich bitte, mich nicht falsch zu verstehen, dem Mißbrauch von Daten und dem verhökern derselben nach dem Maßstab von, um nur mal einen zu nennen, Mr. M.Z. aus den USA und anderen ähnlich gestrickten Abzockern gilt es auf jeden Fall, einen Riegel vorzuschieben!!! Aber wie man das nun dadurch erreicht, in dem in jedem von mir oben erwähnten Privat-Blog jedwede Verlinkung, jeder Kommentar, jede Kommentarfunktion, jedes Erkennungsbildchen für die Kommentare untersagt wird und entsprechendes aus der Vergangenheit zu löschen ist, das erschließt sich mir beim allerbesten Willen nicht. Und es in diesem Zusammenhang nicht einmal rechtlich und gesetzlich abgesichert zu schaffen, eine eindeutige Formulierung für einen privaten Blog zu schaffen, ist ein Armutszeugnis sondergleichen und wirft ein treffendes Licht auf die Verursacher dieses „Machwerks“! Vom grünen Tisch beschlossen und abgesegnet, meilenweit an der Realität und der Entwicklung in der heutigen Medienlandschaft vorbei, noch weiter entfernt von den vielen kleinen Netzwerken und der privaten Bloggerlandschaft, die hier und anderswo von jedem einzelnen mit Herzblut, Freude und Leidenschaft aufgebaut worden ist. Und die jetzt einer Horde von Abmahn“Anwälten, Trollen und sonstigen mißgünstigen Leuten ausgeliefert ist, wenn sie hier wie gewohnt weiter machen wollen.

Und für alle, die nun wieder lautstark nach dem Schutz vor der eigenen Dummheit nach gerade diesem Datenschutzgesetz und möglichst sogar noch mehr davon rufen:

Es gibt nur einen einzigen 100%-igen Datenschutz: Netz abschalten! Stecker ziehen! 

Denn auch mit diesem Datenschutzgesetz werden die ewigen Datenkraken weiterhin ihre Geschäfte machen, denn sie kennen dank ihrer Anwaltslobby die Lücken, auch mit diesem neuen Gesetz werden weiterhin für alle möglichen und unmöglichen Zwecke unserer Daten abgegraben, die Dummen sind auch hier, wie so oft und wo auch immer, die Kleinen! Kommt einem irgendwie bekannt vor, oder?!

Viel wird es nicht bringen, weil es Perlen vor die Säue sind, aber vielleicht mal was für ins Stammbuch der „Väter“ dieses Gesetzes: Tradition (und in weitestem Sinne halt Datenübertragung) ist das weitergeben der Flamme und nicht das bewahren der Asche!

Also pustet mal die Asche raus!!!

So, nach all den Wochen unsäglicher Beschäftigung mit diesem Datenschutzgesetz mußte das nun einfach mal raus und gesagt werden, ich wäre sonst irgendwann geplatzt!!!

Was euer Co-Autor, meine Mimi, dazu meint?  Hi, Folks, tja, wir Katzen geben unser Wissen, unsere Erfahrungen und Gefühle an unsere Nachkommen mit unseren Genen und unseren Instinkten weiter, und da lassen wir uns auch von keiner Datenschutzverordnung reinfummeln! Vielleicht sind wir und unsere anderen tierischen Mitgeschöpfe doch bissel klüger als die „Krone der Schöpfung“, zu der sich der Mensch selbst ernannt hat, hihihihi! Denkt mal drüber nach!

Wen von euch es interessiert: Es gibt über die Schiene der Fotografie mittlerweile eine Petition gegen die neue Datenschutzverordnung

https://www.change.org/p/european-parliament-die-datenschutz-grundverordnung-dsgvo-darf-so-nicht-in-kraft-treten

lest sie euch gründlich durch und entscheidet selbst.

Und damit wünschen wir euch trotz alledem einen wunderschönen Montag und einen guten Start in die neue Woche, ganz datenschutzkonform betten wir hier noch ein Video ein, natürlich von Reinhard Mey, denn so „dröge“ und unlustig soll der Montag hier doch nicht sein:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/klagelied-eines-sentimentalen-programmierers

Habts fein! Und genießt den Mai!