Türchen 14

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

                                      

Weihnachtslied

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
ein milder Stern herniederlacht.
Vom Tannenwalde steigen Düfte
und hauchen durch die Winterlüfte,
und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
mich lieblich heimatlich verlocken
in märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder,
anbetend, staunend muß ich stehn;
es sinkt auf meine Augenlider
ein goldner Kindertraum hernieder,
ich fühl’s, ein Wunder ist gescheh’n.

(Theodor Storm)

Das heutige Türchen wird literarisch:

Weihnachten bei Theodor Storm

„Weihnachten – Es war immer mein schönstes Fest.“ (Theodor Storm)

20. Dezember 1856

Es wird Weihnachten! Mein Haus riecht schon nach braunen Kuchen – versteht sich, nach Mutters Rezept – und ich sitze so zu sagen schon seit einer Woche im Scheine des Tannenbaums.

Ja, wie ich den Nagel meines Daumens besehe, so ist auch der schon halbwegs vergoldet. Denn ich arbeite jetzt Abends nur in Schaumgold, Knittergold und bunten Bonbonpapieren; und während ich Netze schneide und Tannen- und Fichtenäpfel vergolde, und die Frauen, d.h. meine Frau und Röschen, Lisbeth’s Puppe ausputzen, liest Onkel Otto uns die “Klausenburg” von Tieck vor, oder gibt hin und wieder eine Probe aus den Bilderbüchern, die Hans und Ernst auf den Teller gelegt werden sollen.

Gestern Abend habe ich sogar Mandeln und Zitronat für die Weihnachtskuchen schneiden helfen, auch Kardamon dazu gestoßen und Hirschhornsalz. Den Vormittag war ich stundenlang auf den Bergen in den Wäldern herumgeklettert um die Tannenäpfel zu suchen. Ja, Ihr hättet mich sogar in meinem dicken Winter-Sürtout hoch oben in einer Tannenspitze sehen können. Freilich hatte ich mich vorher gehörig umgesehen; denn der Herr Kreisrichter durfte sich doch nicht auf einem ganz offenbaren Waldfrevel ertappen lassen.

Jeden Morgen, die letzten Tage, kommt der Postbote und bringt Päckchen oder einen Brief aus der Heimat oder aus der Fremde von Freunden. Die Weihnachtszeit ist doch noch gerade so schön wie sie in meinen Kinderjahren war.

Wenn nur noch der Schnee kommen wollte; wir wohnen hier so schön, da müsste der Weihnachtsbaum, wenn er erst brennt, prächtig in die Winterlandschaft hinausleuchten.

(Ein von Brief Theodor Storm (1817-1888) an seine Eltern)

Da hab ich noch etwas mit meinem Lieblingsdichter gemeinsam: Theodor Storm liebte die Advents- und Weihnachtszeit genau wie ich, mit allem, was dazu gehört. „Den Weihnachtsbaum, der auf der Diele steht und genau bis an die Decke reicht, habe ich bis auf das letzte Fädchen ganz allein hergestellt“, schreibt er am 24. Dezember 1856 an seine Eltern. Das war das erste Weihnachtsfest, das er mit seiner Frau und den Kindern in Heiligenstadt verbringt, wohin er aufgrund politischer Wirren in seiner Heimat gezogen ist. Sieben und ein halbes Jahr wird er dort bleiben, und gerade in der Weihnachtszeit wird seine Sehnsucht nach Husum groß gewesen sein.

Sein Weihnachtsfest ist aber nicht im eigentlichen Sinne ein christliches, zur Religion hatte er sein eigenes Verhältnis, er feiert das Fest als Fest der Familie mit ganz eigenen Ritualen und Traditionen, ein Fest-Verständnis, das ich mit ihm teile. Es erinnert mich dabei an meinen weiteren vor allem Weihnachts-Lieblingsdichter Charles Dickens.

Zum Ende seiner Heiligenstadt-Zeit hat Theodor Storm 6 Kinder, für die er mit viel Freude die Geschenke zur Weihnachtszeit beschafft. Er hat viele Kontakte, und so ist so manches schöne Geschenk für seine Kinder unter den Weihnachtsbaum gekommen, Puppen und ein Schaukelpferd, Globus und Mikroskop und vor allem auch Bücher. Und eingebettet in die Novelle „Unter dem Tannbaum“ schreibt er für seine Kinder ein Weihnachtsgedicht, allseits bekannt und beliebt auch heute noch „Knecht Ruprecht“, die Anfangszeilen „Von drauß vom Walde komm ich her, ich muß euch sagen, es weihnachtet sehr“ kennt wohl jeder von uns.

Seine Kinder hatten wohl sehr viel Freude an dem Fest, wie ihr Vater es für sie zelebrierte, es wurde wohl auch zusammen gebastelt und Tannenäpfel und Nüsse vergoldet, der selbst gemachte Weihnachtsbaumschmuck  gehört zu Weihnachten wie Zuckerzeug. Seine Tochter Gertrud schreibt später „unser Vater war ein echter, rechter Weihnachtsmann“, und diesen Brief möchte ich euch nicht vorenthalten, das ist so schön und sagt soviel über das Leben von Theodor Storm in der Weihnachtszeit.

http://www.weihnachtsgeschichten.org/weihnachten-bei-theodor-storm.htm

Novellen von Theodor Storm, die sich mit der Weihnachtszeit befassen, sind „Marthe und ihre Uhr“, sie entstammt einer Schülererinnerung, „Unter dem Tannenbaum“ schrieb Storm in der Zeit seines Exils, „Abseits“ entwickelte sich aus den damaligen politischen Verhältnissen heraus.

„Unter dem Tannenbaum“ ist davon meine Lieblingsnovelle, sie ist so stimmungsvoll, und Storm’s Heimweh spricht aus allen Zeilen, dennoch ist sie eine versöhnliche Geschichte.

Ich hab im Netz noch etwas entdeckt, das zeig ich euch mal, denn das wäre was für mich:

https://www.husum-tourismus.de/Unterkunft-buchen/Gruppenangebote/Bausteine-fuer-Gruppen/Weihnachten-zu-Gast-bei-Theodor-Storm

In der Weihnachtszeit eine Reise nach Husum! Irgendwann mal! Träume darf man nie aufgeben!

Ich hab noch ein paar Stimmungsbilder

und damit schließe ich das literarische Türchen 14 und wünsche euch allen einen wunderschönen Donnerstag, der bei mir wieder mit meiner Frühschicht in der Kirche beginnt.

Mimi schließt sich an

 schließlich gab es im Hause Storm immer Katzen, da werden sie auch das Weihnachtsfest dort schön verlebt haben.

Habts fein!  

Türchen 13

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Sankta Lucia

Natten går tunga fjät runt gård och stuva.
Kring jord som sol förlät, skuggorna ruva.
Då i vårt mörka hus, stiger med tända ljus,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

Natten var stor och stum. Nu hör, det svingar,
i alla tysta rum, sus som av vingar.
Se på vår tröskel står vitkläd, med ljus i hår,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

„Mörkret skall flykta snart ur jordens dalar.“
Så hon ett underbart ord till oss talar.
Dagen skall åter gry, stiga ur rosig sky,
Sankta Lucia, Sankta Lucia.

(schwed. trad.)

Und wieder ist Lucia-Tag! In früheren Zeiten hielt man ihn für den kürzesten des Jahres und feierte somit die Wiederkehr des Lichts. Davon spricht auch das eingestellte schwedische Lucia-Lied, hier nun eine Übersetzung ins deutsche:

Schwer liegt die Finsternis auf unseren Gassen,
lang hat das Sonnenlicht uns schon verlassen.
Kerzenglanz strömt durchs Haus. Sie treibt das Dunkel aus:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Groß war die Nacht und stumm. Hörst du’s nun singen?
Wer rauscht ums Haus herum auf leisen Schwingen?
Schau, sie ist wunderbar, schneeweiß mit Licht im Haar:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Nacht zieht den Schleier fort, wach wird die Erde,
damit das Zauberwort zuteil uns werde.
Nun steigt der Tag empor, rot aus dem Himmelstor:
Santa Lucia! Santa Lucia!

Da wir auch den Lucia-Tag in diesem Blögchen nun schon das 6. Mal feiern, ist eigentlich zu diesem Tag schon alles gesagt, wer noch einmal nachlesen möchte, was es mit diesem Tag auf sich hat

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2012/12/12/tuerchen-15313670/

und ich hab noch einen sehr schönen Artikel gefunden

http://www.pflichtlektuere.com/23/12/2012/schwedische-weihnacht/

Feiern wir diesen Tag heute hier einfach ein bissel schlichter, mit Bildern und einer kleinen Überraschung, die später noch kommt!

Die älteste Tochter des Hauses weckt im weißen Gewand mit dem Lichterkranz im Haar die anderen Bewohner und bringt ihnen den Kaffee und ein traditionelles Gebäck ans Bett, die Lussekatter (Luciakatzen), ein Hefegebäck mit Safran.

 Nach dem Frühstück zieht die Lichterkönigin mit ihrem Gefolge, zu dem Mädchen mit Kerzen in den Händen (tärnor) und Sternenknaben (stjärngossar) gehören, ebenso wie Pfefferkuchenmännchen ((pepparkaksgubbar) und Wichte ((tomtar), durch Kindergärten, Schulen und Betriebe.

 Auch Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime und andere öffentliche Einrichtungen werden von der heiligen Lucia besucht.

Am Abend findet dann in den Gemeinden ein Festumzug statt, der in den heimatlichen Kirchen endet und dort seinen feierlichen Ausklang nimmt. Die Prozession wird von der Lucia angeführt, die anderen Personen ihres Gefolges folgen. So ziehen sie in die dunkle Kirche ein, die dann von hellem, warmen Licht erfüllt wird. Beim Einzug wird das Lucia-Lied gesungen.

Zum Luciatag gibt es ein traditionelles Gebäck, die Lussekatter

 und nun kommt die kleine Überraschung, ich brauchte nämlich mal wieder das hier:

 Unser Rezeptbuch! Lange nicht mehr gehabt.

 Lussekatter

Für ca. 30 Lussekatter benötigt man:

  • 150 g Butter
  • 50 ccm Milch
  • 50 g Hefe
  • 1 – 2 g Safran
  • 150 – 200 g Zucker
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Ei
  • 1 kg Mehl
  • Ei (zum bepinseln) und Rosinen (zum garnieren)

 

Schmelze die Butter im Topf und gib etwas Milch dazu. Es sollte etwa 37° C warm sein (fingerwarm).
Lege die Hefe in eine Schüssel und rühre sie mit etwas Mehl an.
Die Hefe muss aufgelöst sein.
Gieße den Rest der Milch dazu und rühre alles zusammen mit ca. 2/3 des Mehles.
Bearbeite den Teig solange, bis er sich von der Schüssel löst und glänzt.
Gib das restliche Mehl dazu.
Decke über die Teigschüssel ein Tuch und lasse den Teig 30–40 Minuten gehen.
Knete ihn dann nochmals kurz durch. Forme deine Lussekatter (s. Bild unter dem Text)
Garniere sie mit Rosinen (Mandeln).
Pinsele die Katzen mit Ei ein und backe sie bei 250° C 8–10 Minuten.
Lasse die Lussekatter unter einem Tuch erkalten, dann behalten sie ihre Saftigkeit.

Traditionell trinkt man am Luciatag Glögg, den skandinavischen Glühwein.

 Ich hab euch aus meinem Glühwein & Co.-Büchlein mal das Rezept für einen finnischen Glögg herausgesucht:

Zutaten für 5 – 6 Gläser

  • 600  ml schwarzer Johannisbeersaft
  • 600 ml Rotwein
  • 1/2 TL gem. Zimt
  • 1/2 TL gem. Ingwer
  • 1/2 TL gem. Nelken
  • 1/2 TL gem. Kardamom
  • 2 EL Mandelstifte
  • 2 EL Rosinen

Saft und Rotwein mit den Gewürzen erhitzen. Mandeln und Rosinen auf Groggläser verteilen und die heiße Mixtur darüber gießen. Wer mag, kann in die Mixtur auch noch einen Schuß Gin geben.

Mimi war ja im vorigen Jahr hier als älteste Tochter des Hauses die Lucia-Braut

 und hat zu diesem Eintrag natürlich auch noch was gefunden, ein hübsches Video mit schwedischen Kinderliedern, auf dem am Anfang das Lucia-Lied zu hören ist, mit eingeblendetem schwedischen Text, könnt ihr mitsingen! Wer mag, kann ja auch mal in den Rest der Lieder reinhören.

Und damit wünschen wir euch allen einen schönen, lichten Lucia-Tag!

Habts fein! 

 

 

 

 

Türchen 12

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Der Schneemann auf der Straße

Der Schneemann auf der Straße
trägt einen weißen Rock,
hat eine rote Nase
und einen dicken Stock.

Er rührt sich nicht vom Flecke,
auch wenn es stürmt und schneit.
Stumm steht er an der Ecke
zur kalten Winterszeit.

Doch tropft es von den Dächern
im ersten Sonnenschein,
da fängt er an zu laufen,
und niemand holt ihn ein.

( Robert Reinick)

Hach, das war so ein gemütlicher Adventssonntag, zwar schmolz dann abends der Schnee draußen erst mal wieder weg, aber wir hatten ihn ja mal gesehen, und so sind wir dann auch irgendwann sehr zufrieden mit dem Tag ins Bett gegangen. Und als wir dann gestern aufgestanden sind, was sollen wir euch sagen: Die ganze weiße Pracht war wieder da, und schöner noch als beim ersten Mal!

Die Grafschaft in weiß, wie herrlich!

Und über ihr thront die verschneite Burg Lirich, hihihihi!!!

Ich ließ meine Blicke schweifen, na, und was entdeckte ich da plötzlich unten im Garten? Das:

Einen Schneemann! Am Sonntag gab es schon einen kleinen, der aber leider sehr geschrumpt war bei dem Regen, zu dem hat sich nun dieser feine Geselle hinzugesellt!

Und jetzt mal in voller Pracht:

 Ist er nicht ein toller Schneemann? Statt des Besens hat er zwar kleine Stecken, aber mit dem Schnee dahinter vermittelt ihm das irgendwie das Aussehen eines Schneemann-Engels, hihihi!

Mimi fand ihn auch ganz fein, wir waren beide ganz begeistert, na, und da war natürlich schnell klar, welches Türchen wir heute hier dann aufmachen, oder?!

Ein Schneemann ist eine Figur aus Schnee, die schemenhaft einen Menschen darstellt. Normalerweise besteht ein Schneemann aus drei verschieden großen aufeinandergestapelten Schneebällen, die unteren und oberen Rumpf sowie den Kopf darstellen. Als Gesicht werden meist Kieselsteine oder Kohlenstücke als Augen, eine Karotte oder ein Zweig als Nase und mehrere kleine Kieselsteine als Mund verwendet. Oft bekommt ein Schneemann außerdem einen Topf oder Eimer als Hut auf den Kopf gesetzt. Manche verzieren den Schneemann außerdem mit einem Schal. Kleinere Schneebälle werden an den Seiten angebracht, um die Arme darzustellen und eventuell einen Reisigbesen zu halten. Manchmal wird auch für jeden Arm ein Zweig in die Schneekugeln gesteckt. Ein Schneemann kann sehr klein sein, kann aber auch mehrere Meter hoch werden, je nach Anzahl und Größe der Schneekugeln.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Schneemann

Ja, stellt euch vor, es gibt sogar was über den Schneemann bei Wikipedia!

Hach, da werden doch Kindheitserinnerungen wach an Schneemann bauen, ich hab auch wieder zwei schöne alte Bilder gefunden:

(Der Riese Goliath, Gustav Süs, 1860)

(Im Winter, Aus: Die Welt im Kleinen: Zwölf Bilder aus dem Kinderleben. Ein Familienbuch von Eduard Schulz mit Text von Emil Rittershaus, Glogau 1867)

Natürlich sind auch mit meinem Sohnemann Schneemänner gebaut worden, in einem Winter hätten wir sogar glatt einen auf Balkonien stellen können, so sehr hatte es geschneit, aber Björn zog es vor, Schneeberge daraus zu bauen, in dem seine Playmobil-Spielzeugfiguren im Schnee toben konnten, da war im übrigen auch ein Schneemann bei, und Schlittschuhläufer, Skiläufer, ein kleiner Pferdeschlitten und Schlittenhunde, Iglu und Eisbären gehörten ebenfalls dazu!

Ein kleiner Ausschnitt! Ich muß mal suchen, ob ich die Figürchen samt Zubehör noch wiederfinde!

Mimi fand den Schneemann unten im Garten auch richtig fein, natürlich ist sie dann, als ich den Eintrag vorbereitet habe, auch auf die Suche gegangen, und hat sowas feines gefunden, und das stelle ich jetzt im Auftrag von unser aller Co-Autor Mimi hier mal ein:

Das ist so süß!

Mimi hat sich den schön gemütlich im warmen aus der Hängematte beguckt:

Und fand das alles so schön, daß sie unbedingt ein neues Kleidchen mit Schneemann haben wollte, natürlich war ihr Wunsch mir Befehl, hihihi, büddeschön:

 Na, Folks, ist das nicht ein feines Bild mit mir, gemütlich in der warmen Hängematte, und dem knuffigen Schneemann und -frau-Pärchen aus dem kalten, weißen Zeugs? Lieben Gruß von eurer Mimi!

Jetzt zeig ich euch noch meine Schneebilder aus der Grafschaft

ihr wißt es schon, einfach anklicken, groß gucken!

 Und das hier fand ich fein, am Zitronenbäumchen sind noch Zitronen und draußen liegt Schnee:

Ein netter Schneemann-Chor schmettert jetzt noch ein Loblied auf den Winter

 und die Kleinen zeigen Kunststücke

Was zum träumen

und damit schließen wir nun das Türchen 12! Oh, Türchen 12, wir haben Bergfest! Wie die Zeit doch rennt, nun ist in 12 Tagen schon Heiligabend!

Wir wünschen euch allen einen ganz feinen Dienstag mit viel Schnee zum Schneemann bauen können  !

Habts fein! Mimi  Frauchen Monika und die Schneemänner!  

 

Türchen 11

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen  

Katzenweihnacht

Glitzerfäden,
fein zu fangen,
auch zu fressen?


Weiß nicht recht,
mir wird schlecht.
Bunter Ball an Silberschnur
hängt am Baum,


bleibt er dort?
Glaub ich kaum.
Kann er hüpfen?


Kann er nicht,
rollt ein Stück
und zerbricht.
Kletterbaum mit grünen Nadeln,
Stern im Wipfel
nickt noch sacht,


bin jetzt müde.


Stille Nacht.

(Autor unbekannt)

 Hi, Folks,

da isses wieder, mein Montagstürchen!

Gestern zum 2. Adventssonntag hatte der Dosenöffner so feine Videos mit schönen Weihnachtsliedern zu seinem Thema drin, da hab ich mir gedacht, ich mach das heute auch mal, mit schönen Katzenvideos zum Thema wie im Gedicht: Katzenweihnacht!

Und genau wie Frauchen mach ich da mal schöne nostalgische Bilderkes dabei, dann fangen wir mal an:

Die sind knatschverrrückt, die Katzen, aber ich hab mir so gedacht,  schade, daß Frauchen keinen Weihnachtsbaum hat!

Hihihihi, Simon ist ein toller Kater!

Ja, das war sie nun, meine Katzen-Video-Galerie, ich hoffe, sie hat euch Spaß gemacht!

Und dann gibt es jetzt in meinem Montagstürchen mal eine Premiere, denn mein Frauchen, das Töffelchen, wollte eigentlich im gestrigen Türchen noch passend zum Thema was von Facebook mit euch teilen, das hat sie dann aber vergessen, und es paßt auch heute noch hier hin, weil es auch ein bissel lustig ist:

Copyright Westart FB

Frauchen meinte gerade, das wären irgendwie Kurrendesänger auf modern! Jedenfalls finden wir es beide richtig fein!

Nun zeig ich euch noch ein paar schöne Bilder

 Huhu, Buddylein!!!

 

Ach, und das ich es nicht vergesse: Es gab doch tatsächlich gestern den von Frauchen so heißgeliebten Schnee pünktlich zum 2. Advent in Hülle und Fülle, guckt mal:

Mein Dosenöffner war hochentzückt, aber leider blieb die weiße Pracht nicht allzu lange liegen, gegen Abend begann es zu regnen und es wurde auch wärmer draußen, und da schmolz das alles wieder weg.  Ich mag es ja nicht, das kalte weiße Zeugs, aber tat mir doch leid für mein Frauchen, sie hatte sich halt so gefreut!

So, Folks, nun bin ich müdchen und verzieh mich in meine Hängematte, habt alle einen ganz feinen Montag und startet gut wieder in die neue Woche!

Habt eine feine!  Hihihihi! Freu mich auf euch!

 

Türchen 10

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

                                                              

Adeste fideles

Adeste fideles, læti triumphantes,
venite, venite Bethlehem.
Natum videte regem angelorum:
Venite, adoremus, venite, adoremus,
venite, adoremus Dominum!

En grege relicto, humiles ad cunas
vocati pastores appropiant.
Et nos ovanti gradu festinemus.
Venite, adoremus, venite, adoremus,
venite, adoremus Dominum!

Æterni parentis splendorem æternum
velatum sub carne videbimus.
Deum infantem, panis involutum.
Venite, adoremus, venite, adoremus,
venite, adoremus Dominum!

Pro nobis egenum et foeno cubantem
piis foveamus amplexibus.
Sic nos amantem quis non redamaret?
Venite adoremus, venite adoremus,
Venite adoremus Dominum!

(GL 143, trad.)

Weihnachtssänger gibt es überall dort, wo Weihnachten gefeiert wird. Das englische Wort Carol (Weihnachtslied) weist auf eine lateinische Sitte, bei hohen Festen zu singen und im Kreis zu tanzen: Das alte magische Mittel, einen Zauberkreis herzustellen, in dem das Böse – und die Gefahr aus der Tiefe der Natur – nicht eindringen kann. Ursprünglich gehen diese Weihnachtslieder auf Wechselgesänge zwischen Bischof und Gemeinde oder Chor zurück, die in der Morgenfrühe des Weihnachtstages gesungen wurden. Dies blieb aber nicht an den Ort der Kirche gebunden. Lieder wurden von Schülern und Erwachsenen aufgenommen, die damit durchs Dorf zogen, und zu den geistlichen Liedern kamen andere, Segens- und Freundschaftslieder. Meist machen die Sänger am Vorabend des Weihnachtstages, also am Heiligen Abend, ihre Runde und erhalten Geschenke, Gebäck, Äpfel und Nüsse und Geld.

Kurrendesänger sind die bekanntesten Kindergruppen des ausgehenden Mittelalters, die frierend durch die Wintergassen gezogen sind und gesungen haben. Das Wort stammt vom lateinischen „current“ = laufen, und gelaufen sind die Schüler mit ihrem Lehrer, meist in Trupps von zehn oder zwölfen, die mit großen Körben für die Gaben ausgerüstet waren und am Heiligen Abend von Nachmittag bis Mitternacht lateinische und deutsche Weihnachtslieder und Kirchenlieder gesungen haben.

Das Quempassingen stammt aus Pommern, Sachsen und Schlesien. Der Name ist durch das Verschleißen der ersten Wörter eines Weihnachtsliedes entstanden: Quem pastores laudavere – den die Hirten lobten sehre. Die Sänger marschieren oft mit ihren brennenden Kerzen und ihren weißen Chorhemden feierlich in die stockdunkle Kirche ein. In Italien werden die Sänger von einem Dudelsack begleitet.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Nun haben wir schon den 2. Advent  und wir hatten hier im Adventskalender noch gar nicht so viel Musik, dabei ist doch gerade die Adventszeit die große Zeit auch der Hausmusik. Da kam mir doch mal wieder mein Feste- und Bräuchebuch zur Hilfe, nachgeschlagen, fündig geworden, wir ziehen nun von Haus zu Haus btw. von Leser zu Leser und singen, begleitet von meinen geliebten Nostalgie-Bildern zu diesem Anlaß.

Fangen wir also mal an mit einem Video, daß uns die Kurrendesänger noch einmal bildlich erklärt:

Wir laufen los:

  

Zum Abschluß unseres gesanglichen Rundgangs kommt nun ein schönes adventliches Lied: „Macht hoch die Tür die Tor macht weit“. Dieses Lied hab ich mit Bedacht gewählt, in unseren adventlichen Frühschichten in der Kirche war unter dem Thema „Auf der Suche nach Weihnachten“ die erste Frühschicht am letzten Donnerstag unter das Motto gestellt: „Sei Türöffner!“

Laßt uns also Türen öffnen in diesem Advent, Türen zum Nachbarn, die Türen unserer Herzen, Türen, die Fröhlichkeit einlassen, Trost und Hoffnung, Licht und Liebe!

Ich hoffe, das musikalische Türchen hat euch Freude gemacht und ich hab für jeden was schönes dabei.

Habt alle einen wunderschönen, gemütlichen und besinnlichen zweiten Adventssonntag  wünschen euch von Herzen Mimi  und Monika.

Habts fein! 

 

 

Türchen 9

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Juche, juche,
juche der erste Schnee!
In großen weißen Flocken,
so kam er über Nacht
und will uns alle locken
hinaus in Winterpracht.

 

Juche, juche,
erstarrt sind Bach und See!
herbei von allen Seiten
aufs glitzerblanke Eis,
dahin, dahin zu gleiten
nach alter froher Weis!

Juche, juche,
jetzt locken Eis und Schnee!
Der Winter kam gezogen
mit Freuden mannigfalt,
spannt seinen weißen Bogen
weit über Feld und Wald.

(T. und M.: Karl Marx 1961; unter Verwendung eines Liedes von W. Wiedemann “Der Schnee” 1839.)

Jaaaaa, und er rieselt nicht nur hier im Blögchen über die Seiten, neeeiiin, er rieselt draußen, in echt, hier in unserer Grafschaft, genau wie im Gedicht: „In großen weißen Flocken so kam er über Nacht“!!! Juchhe!!!

von Balkonien aus und vom Schlafzimmerfenster

Ist das nicht schöööööön??? Das war sogar eine doppelte Freude, denn ich war ein bissel in Verlegenheit mit diesem Türchen, weil ich nicht viel Zeit zum vorbereiten hatte, und dann kam er, mein geliebter Schnee und ich hatte mein Türchen, hihihi!

Schneegalerie, anklicken, groß gucken!

Und ich muß nicht fegen, tralalalala, trarallala!!! Und selbst wenn die weiße Pracht heute früh wieder weg sein sollte, ich hatte Spaß, es sieht so schön aus, und die Bilder hab ich im Sack, lol! Aber vielleicht bleibt er ja auch liegen, es ist sehr kalt!

Das war wirklich so eine Freude, ich hatte gerade Balkonien wieder leuchtend aufgehübscht

(die roten Lämpchen sind neu, mit Batterie und Timer, und mit Schneeflöckchen auf dem Deckel oben, kann man bissel schlecht so sehen!), Mimi betrachtete sich mein Werk genüßlich aus der Hängematte, bin dann wieder reingegangen, um mit Mimi den Abend einzuläuten, und dachte beim nochmal rausgucken, nanu, der Himmel sieht komisch aus, jaaaaa, und da war sie, die weiße Pracht! Prächtig, prächtig!

Da passen nun auch wirklich fein die Bilder von meinem diesjährigen Adventskranz zu, weil er ganz schlicht in weiß daher kommt, auch gerade fertig gestellt (ich bin in diesem Jahr wieder eine „Klüngelfutt“, wie mein seliger Vater zu sagen beliebte, wenn ich nicht aus dem Quark kam, hihihi!), und mit den neulich von mir angepinselten silbernen Elchen mit Glitzerstaub!

 Sehen doch fein aus, die Elche, oder?

 Die ganze Pracht, mir gefällt er!

 Der Leuchtkranz vom letzten Jahr hängt heuer über dem Kamin, der auch schon wieder angezündet ist, da steht gemütlichen Abenden nichts mehr im Weg!

 Mal so von der Seite, sieht man den Adventskranz auch mal genauer! Das ist eigentlich ein Kerzenleuchter, den man an die Decke hängen kann, den hab ich einfach am Tannenkranz befestigt und mit weißen Kerzen bestückt!

 Den Leuchtekranz über dem Kamin mal genauer! Und wie ihr seht, der Kamin ist an! Herrlich gemütlich!

Ich kram euch jetzt noch ein paar nostalgische Winterbilder raus

und damit wünschen wir euch einen zauberhaften Samstag, vielleicht auch mit Schnee! Und ich hoffe natürlich sehr, unserer bleibt liegen! Dann steht einem traumschönen Wochenende wie auf dem letzten Bildchen oben nichts mehr im Wege, ich liebe dieses Bild, es strahlt soviel Gemütlichkeit aus, kann man sich richtig reinträumen!

Habts fein, wünschen euch Mimi  und ich! Häääh, hab ich was vergessen, Mimi, oder warum zuppelst du mich an? Ach, sooo, ich soll dein Bild nochmal in groß reinpacken, na, gerne doch, Schnuckelmaus, mach ich, büddeschön:

Lach, das ist eindeutig auch aus dem Archiv, Mimi, neues Jahr 2015, aber ja, hast schon recht, paßt trotzdem fein!

Nu aber endgültig: Habts fein! 

Türchen 8

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Das Vöglein auf dem Weihnachtsbaum

Ich hatt’ ein Vöglein, das war wunderzahm,
daß es vom Munde mir das Futter nahm.
Es flatterte bei meinem Ruf herbei
und trieb der muntern Kurzweil vielerlei,
drum stand das Türchen seines Kerkers auf
den ganzen Tag zu freiem Flug und Lauf.
Im Käfig war es aus dem Ei geschlüpft,
war nie durch Gras und grünes Laub gehüpft
und hatte nie den dunklen Wald geschaut,
wo sein Geschlecht die leichten Nester baut.
Und wie der Winter wieder kam ins Land,
das Weihnachtsbäumchen in der Stube stand,
da fand mein schmuckes, zahmes Vögelein
neugierig bald sich in den Zweigen ein.
Wohl trippelt es behutsam erst und scheu
dem Rätsel zu, so lockend und so neu,
doch bald war’s in dem grünen Reich zu Haus,
wie prüfend breitet es die Flügel aus;
so freudig stieg und fiel die kleine Brust,
als schwellte sie der Tannenduft mit Luft.
Und wie er nie vom Käfig noch erklang,
so froh, so schmetternd tönte sein Gesang!


Zum erstenmal berauscht vom neuen Glück,
kehrt es zu seinem Hause nicht zurück.
Hart an das Stämmchen duckt es, still und klein
und schlummert in der grünen Dämmrung ein.
Und sinnend sah ich lang des Lieblings Ruh
wie erst dem Spiel, dem zierlich heitren, zu,
als durch des Vogels Leib mit einemmal
sein seltsam Zittern wunderbar sich stahl;
das Köpfchen mit dem Fittich zugetan,
fing es geheim und süß zu zwitschern an:
Im Traum geschah’s … und Wald und Waldeswehn
schien ahnungslos durch diesen Traum zu gehen.
Und seltsam überkam’s mich bei dem Laut!
Was nie das Tierchen lebend noch geschaut,
des freien Waldes freie Herrlichkeit,
nun lag es offen da vor ihm und weit …
mich aber mahnt es einer anderen Welt,
und mancher Frage, zweifelnd oft gestellt,
und dieses Leben deuchte mir ein Traum
wie der des Vögleins auf dem Weihnachtsbaum.

   

(Hermann von Schmid)

Gestern war die erste adventliche Frühschicht in der Kirche meiner Grafschaft, da bleib ich ja in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag stets auf, hinterher wird dann noch bissel nachgeschlafen. Da ich aber heute auch gleich früh noch einen Termin habe, wird das heutige Türchen mal ein bissel kleiner, ich bin doch jetzt müdchen und konnte ja auch nicht so viel vorbereiten.

Und da gefiel mir das Gedicht so gut, es paßt doch schön in die Adventszeit und ich hab noch hübsche Bilder dazu aus meinem Archiv.

    

Im Winter werden die Vögelchen wieder vermehrt gefüttert

vielleicht erinnert ihr euch noch an die feinen Vogelfutterkuchen von BrigitteE, die ich mal nachgebacken habe

Da wir Menschen ja auch gerne ein bissel schöne Optik bei sowas haben, ich hab in einer Zeitung einen schönen Tip gesehen, ausgelassenes Vogelfutter in große Plätzchenausstechförmchen gießen, z.B. Herz, Tanne und Stern, abkühlen und aushärten lassen und mit einem hübschen Band aufhängen, sieht hübsch aus im weihnachtlichen Garten und die Vögelchen freut es auch. Mal gucken, ob ich für Balkonien zum nachmachen komme!

Mimi guckt im Winter zu gerne den Flattermännern draußen beim futtern zu, sicherlich nicht mit ganz so lauteren Motiven, hihihi, sie ist schließlich ein Raubtier, aber an die Pipies kommt sie ja nicht ran, und gucken darf sie.

Damit wünschen wir euch nun einen schönen Freitag mit hoffentlich mal besserem Wetter als unserer grauen und nassen Unsäglichkeit von gestern!

Habts fein! 

Türchen 7

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Der kleine Nimmersatt

Ich wünsche mir ein Schaukelpferd,
’ne Festung und Soldaten
und eine Rüstung und ein Schwert,
wie sie die Ritter hatten.

Drei Märchenbücher wünsch‘ ich mir
und Farbe auch zum Malen
und Bilderbogen und Papier
und Gold- und Silberschalen.

Ein Domino, ein Lottospiel,
ein Kasperletheater,
auch einen neuen Pinselstiel
vergiß nicht, lieber Vater!

Ein Zelt und sechs Kanonen dann
und einen neuen Wagen
und ein Geschirr mit Schellen dran,
beim Pferdespiel zu tragen.

Ein Perspektiv, ein Zootrop,
´ne magische Laterne,
ein Brennglas, ein Kaleidoskop –
dies alles hätt‘ ich gerne.

Mir fehlt – ihr wißt es sicherlich –
gar sehr ein neuer Schlitten,
und auch um Schlittschuh‘ möchte ich
noch ganz besonders bitten.

Um weiße Tiere auch von Holz
und farbige von Pappe,
um einen Helm mit Federn stolz
und eine Flechtemappe.

Auch einen großen Tannenbaum,
dran hundert Lichter glänzen,
mit Marzipan und Zuckerschaum
und Schokoladenkränzen.

Doch dünkt dies alles euch zu viel,
und wollt ihr daraus wählen,
so könnte wohl der Pinselstiel
und auch die Mappe fehlen.

Als Hänschen so gesprochen hat,
sieht man die Eltern lachen:
„Was willst du, kleiner Nimmersatt,
mit all den vielen Sachen?

Wer so viel wünscht“ – der Vater spricht’s –
„bekommt auch nicht ein Achtel –
der kriegt ein ganz klein wenig Nichts
in einer Dreierschachtel.“

(Heinrich Seidel)

    

……

 Hi, Folks, guckt mal, da bin ich schon wieder, hihihi!!!

Ich hab Frauchen überredet, mir das Türchen für unsere Nikolaus-Bescherung zu überlassen, und ich glaub, sie war ganz froh! Kann sie sich auch mal bissel ausruhen!

Boooooaaaaaaah, habt ihr das Gedicht gelesen??? Na, das ist aber doch kein kleiner, das ist doch ein riesengroßer Nimmersatt!!! Hach, und das hat man dann davon, wenn man so gierig ist, da kriegt man dann nämlich……nüscht!

Aber ich bin ja nicht so gierig, ich hab mich einfach auf mein Nikolausstiefelchen gefreut, und dann fang ich jetzt mal an zu erzählen:

Also, draußen war ja nun alles schon fein vorbereitet für den Nikolaus, alles leuchtete schön, da hab ich mich mal nachts auf die Lauer gelegt, ob ich ihn denn wohl mal zu sehen kriege mit seinem Rentierschlitten, und ob ihr es glaubt oder nicht, Folks, ich habe ihn gesehen, da hatte Frauchen schon ganz richtig vermutet:

 Schön, nicht, da war er gerade im Anflug auf die Grafschaft, ich hab mich so gefreut, bin aber dann schnell wieder vom Fenster weg und ab auf die Couch, daß er nicht sieht, daß ich gelünkert habe, sonst fliegt er vielleicht doch noch an uns vorbei!

Das war wieder eine unruhige Nacht, mit dem Gedanken in meinem Kopf, was denn wohl im Stiefel drin sein könnte dieses Jahr.

Na, und ihr kennt es ja alle hinlänglich von den vorherigen Jahren, bis mein Frauchen hier mal so morgens in die Puschen kommt, um endlich zu gucken, was in unseren Stiefelchen ist, da muß sie erst noch Kaffee kochen, gääääähn, nu mach aber doch büdde, büdde hinne, Frauchen, ich möchte doch gucken!!!!!!!!!!

Aber dann, Türe auf und ………….tadaaaaaa!!!

 Da sind sie gefüllt, die Stiefel, hol rein, Frauchen, nun hol endlich reeeeiiiiiin!!!

Da! Guckt!

Frauchens Riesenlatschen (hihihi, sie ist ein Nimmersatt!) und mein kleines, bescheidenes (ich bin ja kein Nimmersatt, lol!)

Was guckt denn da zwischen den Leckerlis, über die ich mich schon so gefreut habe???

Ich guck mal:

War ich wieder bissel schnell für Frauchen beim fotografieren, aber jetzt paßt auf:

Ich hab’s, ich hab’s, ooooooh, ist das klasse, guckt, guckt:

Eine Tatzelmaus! Mit richtig Plüschfell! Wow!!!

Achtung, es geht los, Mimi spielt mit der Tatzelmaus, ich war manchmal so schnell, da hat Frauchens Knipse nicht mehr mitgespielt, hihihi, ich mach euch wieder so eine Vorschau-Galerie, ihr wißt schon, erstes Bild anklicken, dann könnt ihr in groß gucken!

Ein Bild aber hier auch mal in groß, die kann man nämlich ins Maul nehmen wie eine richtige:

Ich zeig sie euch jetzt mal in ganzer Pracht:

Naaaaa??? Ich hab sie beim spielen schon richtig verknuffelt, hihihi! Frauchen hat mir dann noch erzählt, das sie unten aufgemacht werden kann, da kann Frauchen mir dann z.B. Katzenminze reinpacken, na, dann tatzel ich die aber noch doller hier durch die Bude! Ich liebe Katzenminze!

Hach, Folks, was war das nun wieder ein schöner Nikolaus, ich freu mich hier wie Bolle, und die feinen Leckerlis waren auch ganz nach meinem Geschmack, leckere Dreamies und feine Knabberstangen, ganz verschiedene, mit Truthahn und Rind und Huhn und und und….läcka!

Oh, Frauchen, aber jetzt mußt du dein Stiefelchen aber auspacken, laß mal gucken, oh, wo kommt dein Nikolaus her? Aus Plauen? Von Brigitte beauftragt? Toll, das ist aber lieb, nu laß gucken!

 Ach, wie süß, Frauchen, ein Eisbären-Fensterbild, da kannst du fein weiter dekorieren hier! Und das ist aber auch sooooo schön, das gefällt mir

ein wunderschöner, kleiner Holzanhänger, du magst die doch so gerne! Da sagen wir mal beide dankeschön an den Nikolaus aus Plauen, denn für mich hatte er ja auch noch ein Leckerli im Gepäck! Und für Frauchen auch, eine ganz feine Schokolade!

Ja, Folks, und das war sie nun, unsere Nikolaus-Bescherung, ich hoffe, es hat euch Spaß gemacht, und ihr hattet auch alle einen feinen vollen Stiefel!

Frauchen hat heute wieder ihre erste adventliche Frühschicht in der Kirche hier, das wird sicher wieder fein, und ich hab dann nachher einen ganz müden Dosenöffner, hihihi, weil sie die Nacht davor ja immer wach bleibt!

Wir wünschen euch allen nun einen schönen Donnerstag!

Habts fein!  Eure Mimi  mit Frauchen!

Türchen 6

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Holler Boller

Holler boller Rumpelsack,
Nikolaus trägt ihn huckepack.
Weihnachtsnüsse gelb und braun,
runzlig punzlig anzuschaun.
Knackt die Schale, springt der Kern
Weihnachtsnüsse ess ich gern.
Komm bald wieder in dies Haus
guter alter Nikolaus.

(Albert Sergel)

Nikolaustag – Namenstag des Hl. Nikolaus, Bischof von Myra

Der heilige Nikolaus hat eigentlich den heiligen Martin verdrängt, der der erste volkstümliche Heilige in Europa war und den Kindern bescherte. Doch als die Reliquie von Nikolaus um die erste Jahrtausendwende nach Bari in Süditalien gebracht wurde, begann man, ihn immer mehr zu verehren und den Kindern an seinem Festtag vorweihnachtliche Geschenke zu geben. Ursprünglich sind nur die Knaben beschenkt worden, die Mädchen bekamen am Tag der heiligen Lucia ihre Geschenke. Das erklärt auch, warum in manchen Gegenden Namen und Erscheinungstermin der beiden Heiligen etwas durcheinander gehen: Der süddeutsche Pelzmärte poltert am Nikolaustag, und der Nikolo zieht mit Engeln und Teufeln in der ganzen Vorweihnachtszeit durch die Dörfer. In vielen Gegenden zieht der Heilige in schönem Gewand und auf seinem Schimmel durch Stadt und Dorf, immer von einem schwarzen Kerl, einem Krampus, Klausmänneken, Knecht Ruprecht oder einer Buzebercht begleitet.

Der Streich mit der Rute – vom Nikolaus oder vom Krampus – bedeutet keine Strafe, sondern Segen: Die Rute ist das lebendige Reis, dessen Berührung Fruchtbarkeit verheißt. Zur strengen und drohenden Rute ist der Zweig erst im Lauf der Zeit geworden, als man den alten Sinn völlig vergessen hatte und das Bestrafen der Kinder eine größere Rolle spielte.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

 

Zu uns kommt natürlich der Nikolaus in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember, mit seinem Rentierschlitten fliegt er über den Himmel und verteilt seine Geschenke, entweder in die Strümpfe, die am Kamin hängen,  oder wie bei uns in die dazu bereitgestellten Stiefel vor der Türe! Das haben Mimi und ich natürlich gestern abend flugs gemacht, unsere Stiefel rausgestellt!

Und vor allem Mimi ist ja nun sooooo gespannt, was der Nikolaus wohl wieder in den Stiefel packt in diesem Jahr. Berichten können wir davon natürlich erst morgen, weil ich das Türchen ja immer in der Nacht schon fertig mache und wir dann ja heute morgen erst gucken können, ob der Nikolaus da war. Es bleibt also spannend, hihihi!

Da hab ich fürs heutige Türchen mal wieder in meinem Schatzkästchen gekramt, und zeig euch jetzt mal den Nikolaus, den Björn in seinen Schultagen gebastelt hat

Nikolaus und Weihnachtsmann waren immer nicht so ganz voneinander zu trennen, da hätten wir denn dann auch den Weihnachtsmann noch

 von vorne und von hinten 

Und was schönes für die Eltern zum Nikolaustag hab ich auch noch

Unten steht: „Hurra, heute ist Nikolaus, er kommt heute in unser Haus. Von Björn für Mama und Papa.“

Den feinen Teddy-Nikolaus hier

aus Holz gesägt, hab ich meiner Mama zum letzten Nikolaustag, den sie erlebt hat, geschenkt. Jetzt ist er wieder bei mir.

Das hübsche 3-D-Bild vom Nikolaus mit Schlitten im Weihnachtswald

haben mir die Kinder vor Jahren mal geschenkt.

Ich hab heute noch ein bissel Deko gekramt, kann ich euch ja auch mal zeigen

 in der Küche steht wieder mein nordischer Kranz mit Julbock, die Klämmerchen vor dem Kranz werden wieder zum Weihnachtskarten befestigen benutzt.

Streuteile

die Bäumchen sind selbst gehäkelt. Eine niedliche Schachtel hab ich gefunden

die Bärenliebe ist schon eine ganz alte, das Motiv ist so niedlich!

Draußen im Korridor ist schon wieder festlich geschmückt, der große Kranz hängt an der Eingangstüre

eine Schleife hängt an der Wand

und sonst sieht das so aus:

 unser Schuhbänkchen und die Wand-Deko mit unserem Weihnachtselch!

Da alles wunderbar im dunklen leuchtet, die Kerzchen haben alle einen Timer, wird der Nikolaus wohl den Weg in unser Haus gestern nacht gefunden haben

und so sind wir jetzt sehr gespannt, was er uns denn heute morgen in die Stiefel beschert hat, wie gesagt, wir werden noch berichten!

Und bestimmt freut sich der Nikolaus, wenn wir ihm ein Liedchen singen, na, denn mal alle los:

Text vergessen? Büdde schön:

Niklaus kommt in unser Haus,
pack die großen Taschen aus,
Lustig, lustig trallerallala!
Heut ist Niklausabend da,
heut ist Niklausabend da!

Stell das Pferdchen unter den Tisch,
daß es Heu und Hafer frißt.
Lustig, lustig trallerallala,
heut ist Niklausabend da!

Heu und Hafer frißt es nicht,
Zuckerplätzchen kriegt es nicht.
Lustig, lustig trallerallala,
heut ist Niklausabend da!

(Volkslied 19. Jh.)

Mimi hat gestern abend jedenfalls oft und lange am Fenster geguckt, ob der Nikolaus vielleicht schon zu sehen wäre:

 Ich glaub, sie hat ihn auch entdeckt, denn irgendwann kam sie zufrieden schnurrend von der Fensterbank und legte sie ganz entspannt auf die Couch zum pennen. Na, da bin ich ja heute morgen mal echt gespannt!

Wir wünschen euch allen einen wunderschönen Nikolaustag mit fein gefüllten Stiefeln!

Habts fein! 

 

Türchen 5

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Winter

Der Fjord mit seinen Inseln liegt
wie eine Kreidezeichnung da;
die Wälder träumen schnee-umschmiegt,
und alles scheint so traulich nah.
So heimlich ward die ganze Welt…
als dämpfte selbst das herbste Weh
aus stillem, tiefem Wolkenzelt
geliebter, weicher, leiser Schnee.

(Christian Morgenstern)

Happy birthday  in heaven  für unser geliebtes Zauberbärchen Knut!

11 Jahre alt wärest du heute geworden, wie gerne hätten wir auch diesen Geburtstag hier unten mit dir gefeiert, wie gerne hätten wir zugeguckt, wie du deine Geburtstagsgeschenke auspackst und mit Begeisterung an einer Eisbombe geschleckt hättest, die bestimmt nicht auf deinem Gabentisch gefehlt hätte! Es hat nicht sollen sein!

 Und so zünden wir heute wieder ein Kerzchen für dich an! „Leuchtende Tage. Nicht weinen, dass sie vorüber. Lächeln, dass sie gewesen.“ (Konfuzius)

Gelächelt hab ich auf jeden Fall schon einmal, als ich dir dein Bildchen zum heutigen Geburtstag gemacht habe, weil mir die kleine, vorwitzige Schneeflocke auf deiner Nase so gefällt!

Und weil du ja heute Geburtstag hast, den du dort oben ganz sicher mit einer tollen Fête feiern wirst, mit Daddy und allen Lieben, die schon bei dir sind, möchte ich dir und meinen Lesern hier auch ein Lächeln bescheren, mit schönen Bildern aus dem weihnachtlichen Eisbären-Archiv von diesem Blögchen.

 

Hab einen schönen Tag, lieber Knut, wir denken an dich und werden dich nicht vergessen, denn du hälst hier alle Fäden zusammen zwischen uns allen und dafür danken wir dir sehr!

Heute ist ja auch wieder Nikolausabend, du wirst ihn sicher dort oben im Land von Schnee und Eis schon startklar sehen für seinen Besuch auf der Erde

und da hat Mimi natürlich ihr Stiefelchen heute wieder aus dem Schrank gekramt

 und wird es dann heute abend vor die Türe stellen, zusammen mit dem großen Stiefel vom Frauchen  hihihi, und wir sind beide sehr gespannt, ob wir artig waren und der Nikolaus uns was beschert! Wir werden berichten!

Wir wünschen euch allen einen schönen Dienstag!

Habts fein!