Musik – die Sprache der Seele

Nur ein Lied färbt die Grauseele bunter

Ich setze mich hin unter nächstbesten Busch
und sing’s Blau mir vom Himmel herunter;
nur ein Lied färbt die Grauseele bunter.
Aus dem Grautag, in welchen die Sorge öd weint,
wird ein Blautag, sobald nur ein Lied hell erscheint;
die verstockteste Wolke wird munter.
Wo ein Liebeslied rot wie die Sonne aufgeht,
jede Wange frohleuchtend voll Herzblut dasteht.
So ein Rot geht dann schwer mehr herunter.

(Max Dauthendey)

Heute ist der Tag der Hl. Cäcilia. Sie hat im 3. Jahrhundert als vornehme Christin in Rom gelebt, zu den ältesten in der römischen Kirche gefeierten Heiligengestalten gehört, und ist Schutzpatronin der Musik geworden. Mit ihrem Tag beginnt die Zeit der Hausmusik und der Konzerte.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Der Beginn der Konzerte, das war das Stichwort für diesen Eintrag, die Erinnerung an das schönste Konzerterlebnis, das ich einmal meinem Vater machen konnte. Und wie das Gedicht es ja schon beschreibt, was gibt es schöneres bei diesen usselgrauen Novembertagen, als Musik zu hören.

Bei dem Konzert und meiner Erinnerung daran handelt es sich um das hier:

Das Jubiläums- und Abschiedskonzert der Don Kosaken unter Leitung von Serge Jaroff zum 75. Jubiläum, die Tournee 1971/1972. Und dafür hatte ich Karten ergattert für mich und meinen Papa, in der Stadthalle Oberhausen. Wie hab ich mich gefreut!

https://de.wikipedia.org/wiki/Don_Kosaken_Chor_Serge_Jaroff

Das war das Programm

Das war das Lieblingslied meines Vaters

„Eintönig klingt hell das Glöcklein“, der Text war leider nicht aufzutreiben.

Es war ein herrlicher Abend, die Bühne für den Auftritt der Don Kosaken war nur ganz dezent dekoriert, die Sänger sollten die ganze Aufmerksamkeit haben. Die ganze Aufmerksamkeit meines Vaters hatten sie allemal, als ich ihn während des Konzertes einmal verstohlen von der Seite betrachtet habe, sah ich, daß er vor Rührung weinte, das hat mich sehr bewegt, ich war damals gerade mal 19 Jahre alt und hatte meinen Vater noch nie weinen sehen. Werde ich nie vergessen!

Bleiben wir noch ein wenig bei der Musik der Don Kosaken.

Und nun kommt mein Lieblingslied von den Don Kosaken

„Ich bete an die Macht der Liebe“

https://de.wikipedia.org/wiki/Ich_bete_an_die_Macht_der_Liebe

Mein Vater verehrte die Don Kosaken sehr und war immer restlos begeistert vom Dirigenten Serge Jaroff mit seinen sparsamen Bewegungen, mit denen er seinen Chor dirigierte während der Auftritte. Kein Wunder, denn mein Vater war jahrelang 2. Baß in einem Männerchor, nämlich dem MGV „Eintracht 1875“ Oberhausen-Osterfeld

http://www.eintracht-osterfeld.de/

das ist die Internetseite des Chores heute,  ein Onkel von mir, Witwer der jüngsten Schwester meines Vaters, singt dort heute noch.

Da hab ich noch eine schöne Seite vom Internetauftritt dieses Chores von der Chorgeschichte

http://www.eintracht-osterfeld.de//pages/chorgeschichte.php

und das zweite Bild, das dort abgebildet ist, habe ich auch, guckt mal:

denn zu der Zeit war mein Vater noch aktives Mitglied, in der zweiten Reihe von unten der 4. von rechts.

Näher rangeholt, zweit Reihe von unten, der 1. rechts!

Ich hab das Bild auch mal in der farbigen Einstellung fotografiert, so finde ich es auch schön.

Ich war auf vielen Konzerten von Papas Gesangverein, und wie könnte es anders sein, ich hab natürlich auch davon noch wenigstens eine Karte, hihihi!

und von einem Konzert gibt es sogar noch eine Schallplatte!

Schick, die alten LP-Scheiben noch, nicht wahr, dafür braucht man aber noch das hier,  einen feinen Schallplattenspieler, und den hab ich auch noch, da kann ich mir die schöne Platte immer noch mit anhören!

Und hier nochmal das Platten-Cover, da kann man die Lieder besser lesen.

War ein wundervoller Abend im Stadttheater Oberhausen.

Mal ein bißchen reinhören? Gerne doch, aber die Platte aufnehmen ging leider aus technischen Gründen nicht, also hab ich mal zwei Lieder im Netz gesucht, büdde schön:

„Pferde zu vieren traben“, mein Lieblingslied, das hör ich so gerne!

Und ganz klassisch, Nachthelle von Franz Schubert

Ja, wir sind eine musikalische Familie, mein Papa, wie gesagt, 2. Baß im Gesangverein, ich spiele Blockflöte, Björn Klavier, Orgel und Elektrobaß, andere familiäre Instrumente sind noch Akkordeon, Mundharmonika und Gitarre. Am allerschönsten waren da immer die häuslichen Konzerte zu meiner Kinder- und Jugendzeit an Weihnachten, das war eine Freude, Klavier, diverse Blockflöten, Gitarre und Gesang, da erinnere ich mich so gerne dran. Mit Björn war es dann die elektronische Orgel und meine Flöte, das war auch immer fein!

Und das ist doch nun mal ein feiner Anlaß, euch meine Flöten auch mal zu zeigen, gehört habt ihr sie ja schon im letzten Adventskalender, wie die Zeit rennt, meine Güte, jetzt geht schon bald der nächste wieder los!

Also, Vorhang auf für meine Flöten:

Die kleine Mundharmonika dabei hat Björn mal von seinem Musiklehrer geschenkt bekommen.

Und da hätten wir in einem kleinen Kirchen-Gesangbuch auch das schöne Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ wieder.

Meine Sopranflöte, mit der ich Flöte spielen gelernt habe mit 8 Jahren. Sie begleitet mich schon fast mein ganzes Leben.

Und meine Sopran-Barockflöte

mit der „barocken Griffweise“

Meine Altflöte ist die größere Flöte auf den Bildern, mit dem für sie typischen unteren Griff

So, nun pack ich alle wieder ein

hihihi, was das wohl für ein Koffer unter den verpackten Flöten ist, möchtet ihr wissen? Jaaaa, das ist mein Highlight, da hab ich mich drauf gefreut, dann paßt mal gut auf, wir machen jetzt den Koffer auf…….tadaaaaaaaa!!!

Naaa??? Dämmert es? Jawoll, das ist ein Dudelsack  der gehört eigentlich Björn, verwundert ja irgendwie nicht bei seiner Vorliebe für Schottland und des schönen Urlaubs in Edinburgh in diesem Jahr, oder?

alle Pfeifen

die Anschlüsse am Dudelsack

 und die Spiel-„Pipe“

Unten wunderschön verziert:

Björn hat sich diesen Dudelsack mal im Internet besorgt, und wollte auch spielen lernen, dazumalen war er noch hier zuhause, und hat, als der Dudelsack angeliefert wurde, ihn natürlich begeistert ausgepackt, zusammengesetzt, stand dann im Wohnzimmer und wollte spielen, ehrlich, meine Lieben, ich hab vor lachen bald wörtlich am Boden gelegen, es ist nämlich gar nicht so einfach, einen Dudelsack zu spielen, und die ersten Töne, die man diesem schönen Instrument entlockt, hören sich wirklich an wie die einer verendenden Kuh, sorry, aber anders kann man die Töne echt nicht beschreiben, mir stehen schon wieder die Tränen vor lachen in den Augen, hihihihi, es war göttlich!

So hört sich das dann richtig an:

So, nun kommen wir langsam zum Ende dieses Eintrags, Musik ist ja sehr vielfältig, und meine Generation ist ja musikalisch auch sehr durch diese Herren geprägt worden  „The Beatles“! Da muß ich heute immer noch so über einen Witz lachen, den ich, als noch richtig Beatles-Zeitalter war, mal in einer Zeitung gelesen habe, da sitzen alte Menschen im Altenheim und hören sich neumodische Musik an und einer seufzt „Gott, wenn ich da noch an die guten alten Beatles denke“, tja, und heute ist das nun schon für uns soweit, lol!

Ich hoffe, der Eintrag hat euch bissel Freude gemacht und bringt bissel Licht in die Novemberdüsternis!

Übrigens, da ja nun Mimi, unser aller Co-Autor, nicht fehlen darf: Sie läßt ausrichten, sie mag sehr gerne Reinhard-Mey-Lieder (wen das wundert, bei meiner Vorliebe, hihihi!) und so möchte sie euch jetzt hier zum Abschluß noch ein schönes, passendes Lied von Reinhard Mey einstellen, also, von Mimi  für euch:

„Welch ein Geschenk ist ein Lied“!

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/welch-ein-geschenk-ist-ein-lied

Und damit wünschen wir beide euch einen wunderschönen WTT!

Habts fein! 

21 Gedanken zu “Musik – die Sprache der Seele

  1. Liebe Monika,

    deine Geschichte hat mich sehr berührt. Schön, dass wir über dein Vater und über deine Familie mehr erfahren könnten. Die Kindheit ist immer die schönste Zeit in unserem Leben. Ich fand sehr toll, dass Du die Karte und viele schöne Sachen aus deiner Kindheit noch behältst. Deine Blockflöte und Mundharmonika sind sehr toll. Das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ würde ich gleich im Gesangbuch suchen. Die Musiknoten und die pinke Musikschüssel sind wunderschön. Sie haben mir sehr gut gefallen. :)

    Oh, heute ist der Tag der Hl. Cäcilia. Danke, dass Du gesagt hast. Sie ist eine Schutzpatronin der Musik unseres Chores in der Kirche, als ich noch jung war. Und Thérèse von Lisieux ist auch eine Schutzpatronin des Kinderchores. Es war auch sehr schöne Zeit für mich.

    Danke fürs Mitteilen und für deine Wünsche! Ich wünsche dir und Mimi auch einen wunderschönen Tag. Liebe Grüße 💗Hang

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    • Liebe Hang,
      ich freu mich sehr, daß dir mein kleiner Ausflug in die Familiengeschichte gefallen hat, oooh, ja, die Kinderzeit ist wohl wirklich die schönste im Leben, zumindest sollte es so sein, und ich hatte eine sehr glückliche Kindheit! Ich hab ein Sammlergen, hihihi, ich verwahre immer gerne solche Dinge, die mir viel bedeuten, und es macht immer solche Freude, daran entlang Erinnerungen aufzufrischen!
      Ich war damals so glücklich wegen meiner ersten Blockflöte, ich wollte so gerne spielen lernen und mein Vater hat mir das dann beigebracht samt Notenlesen, das war schön, weil er ein sehr geduldiger Lehrmeister war. Das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ hab ich aus einem kleinen evangelischen Gesangbuch, da wirst du sicher fündig. Ich mag immer gerne die Bildchen so wie jetzt mit den Noten und dem pinken Notenschlüssel, fein, daß es dir gefallen hat.
      Ja, stimmt, die Hl. Cäcilia ist auch die Schutzpatronin der Chöre, bist du noch aktiv im Chor? Finde ich herrlich, ich liebe Chorgesang!
      Eine gute Schutzpatronin für den Kinderchor, Thérèse von Lisieux, mein Sohn war in unserer Kirchengemeinde dazumalen auch im Kinderchor, das war auch für mich eine wunderschöne Zeit.
      Danke für deinen lieben Kommentar, wir wünschen dir noch einen wunderschönen Nachmittag, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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      • Liebe Monika,
        ich war sehr aktiv im Chor, als ich noch jung war. Im Augenblick bin ich auch in einem vietnamesichen Chor, aber wir treffen uns gelegentlich, um die Lieder zu üben. Schön, dass dein Sohn auch in deer Kirchengemeinde und auch im Kinderchor war. Danke Monika! Ich wünsche dir auch einen schönen Tag. Liebe Grüße, Hang

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        • Liebe Hang,
          oooh, schön, mit dem vietnamesischen Chor, ein bissel kenne ich ja von eurem Liedgut durch unsere damaligen Kinder im Friedensdorf.
          Das war eine schöne Zeit mit Björn im Kinderchor, da denken Mütter ja immer gerne dran!
          Hab noch einen schönen Abend, liebe Grüße
          Monika.

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  2. Liebe Mimi, liebe Monika!

    was für ein vielfältiger Beitrag. Unglaublich.
    Toll, wenn man einem Elternteil solch eine Freude machen kann und sogar Tränen vergossen werden. Dann weiß man, dass man das Richtige geschenkt hat. mein Opa hat auch immer sehr gerne die Kosakenchöre gehört und einige Schallplatten beherbergt.
    Flöten hätte ich zwei aufzuweisen, habe ich eigentlich auch immer ganz gerne gespielt. Allerdings lieber für mich alleine. In der Schule unter Zwang macht das ja selten wirklich Spaß. Und die Fab Four dürfen natürlich nicht fehlen. Meine absolute Lieblingsband. Eine gute Idee, den Tag mit deren Musik zu beginnen :) Vielen Dank für diese musikalische Einstimmung. Wir wünschen Euch einen wunderschönen vorweihnachtlichen Mittwoch.

    Herzliche Grüße
    Mallybeau

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    • Liebe Mallybeau,
      dankeschön, ich freu mich immer, wenn es Freude macht!
      Oh, ja, den Konzertbesuch mit meinem Vater werde ich nie vergessen, das war so wunderbar, da hatte ich wirklich das richtige geschenkt und auch er hat Zeit seines Lebens oft und gerne davon gesprochen und in Erinnerungen geschwelgt.
      Wie schön, daß dein Großvater auch die Kosaken-Chöre so gerne hörte, es ist doch auch schon was besonderes, diese Musik, die Stimmen sind auch ganz hervorragend und ich mag auch die Musik sehr. Und guck, bei euch gibt es auch noch die Schallplatten, ich hab hier auch noch einen ganzen Stapel von meinem Papa.
      Hach, wie fein, noch jemand, der Blockflöte spielt, ich sag immer, schade, daß wir so weit auseinander wohnen alle, könnten wir mal ein Konzert geben, hihihi! Nee, unter Zwang macht das spielen keinen Spaß, das war aber auch zum Glück bei mir in der Schule nicht so, die Flöte war ganz freiwillig und demzufolge hab ich auch immer sehr gerne mit mehreren gespielt, haben wir vielleicht in unserer Schulzeit einfach Glück gehabt, wir hatten aber auch einen ganz prima Lehrer, der ein gutes pädagogisches Händchen hatte.
      Jaaa, das war doch wohl unsere Zeit, die Zeit mit den Fab Four, hihihi, ich liebe sie auch, dann war das ja schon mal ein richtig guter Start in den Tag!
      Ja, die Vorweihnachtszeit rückt zum Glück immer näher, dann isser bald wieder um, der ungeliebte November, wir wünschen dann auch mal einen ganz feinen vorweihnachtlichen Mittwochnachmittag hinauf auf die Alm mit lieben Grüßen
      Monika und Mimi.

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  3. Meine liebe Monika,

    das ist wieder ein sehr schöner und umfangreicher Eintrag für den heutigen Tag,von dem ich nichts wusste,hab wieder herzlichsten Dank dafür! Auch davon ist die Seele angesprochen. Hab auch Dank für das schöne Gedicht und natürlich auch für alles,was noch folgt!

    Ich glaubs dir sehr gern,dass es unvergessliche Erinnerungen an den Konzertbesuch mit deinem Papa sind und es ein herrlicher und sehr bewegender Abend war,denn die Generation unserer Väter zeigte nicht so schnell Tränen in der Öffentlichkeit.Ja,Musik ist die Sprache der Seele!
    Das ist ein sehr schönes Programm

    Die Don Kosaken mag ich auch ganz sehr und hab auch Musik von ihnen noch auf Kassette.
    Lieben Dank für alle Videos,und dein Lieblingslied gefällt mir auch sehe sehr gut.Es ist auch in unserem Gesangbuch,wie wohl in jeder Konfession.

    Du schriebst es schon mal,dass dein Papa Mitglied im Männerchor war.Herzlichen Dank für alle Links und die Fotos.Fein,ihn dort so schön mit zu sehen! Bleibende Erinnerungen!
    Mich wunderts jetzt nicht wirklich,dass du die Karte noch hast und die Schallplatte-ein wirklicher Schatz! Da hab ich jetzt sehr gern reingehört!
    Einen Plattenspieler und viele LP`s besitze ich auch noch.

    Wirklich schön,dass ihr alle musikalisch seid,das ist so eine feine Gabe!
    ich kann es mir gut vorstellen,wieviel Freude bei dieser Vielseitigkeit euere Hauskonzerte bereitet haben.Ein ganzes Orchester konntet ihr aufbieten!

    Deine Flöten sind alle herrlich,da fehlen einem richtig die Worte-auch ein großer Schatz,den du natürlich sehr hütest!
    Ich kann nur bissel Sopranblockflöte und Keybord spielen für den Hausgebrauch ;). Und im Beruf für die Kinder hats gereicht.

    Nun kommt ja schon fas nächste Highlight! Björns Dudelsack! WUN DER SCHÖN ist er! Ja,der ist schwer zu spielen,aber es hört sich dann herrlich an,wenn mans beherrscht!

    Die Beatles höre ich auch gern,wie wohl fast alle,die damit aufwuchsen.

    Liebes Mimilein,hab du auch vielen Dank für dein Lied von Reinhard Mey,das ist noch ein ganz feiner und passender Abschluss!

    Mir hat dein Eintrag jetzt wieder viel Freude gemacht,und ich werde wohl auch wieder noch oft reingucken und -hören,wir haben ja heute Feiertag zum Bußtag.Vielen herzlichen Dank nochmal für ALLES und habt es auch fein am WTT!

    Liebste Grüße schickt euch beiden Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      freu ich mich doch immer, wenn mein Eintrag gefällt, fein, daß es bei dir so war!
      Das war wirklich ein sehr bewegender Konzertbesuch mit meinem Vater damals, da hast du schon recht, die Generation unserer Väter zeigte selten Gefühle in der Öffentlichkeit. Das war halt so anerzogen.
      Wie schön, daß du auch noch Musik von den Don Kosaken besitzt, ich finde sie ja herrlich, und gerade das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ hat es mir immer angetan, das ist einfach wunderschön.
      Die Konzerte von Vaters Gesangverein waren immer wunderschön, und ganz besonders natürlich das, wovon ich noch die Schallplatte habe, es ist live aufgenommen worden damals und wir als Zuschauer sind auch auf der Platte der „Background“ mit dem Applaus, das ist eine feine Atmosphäre so voller Erinnerungen!
      Vor allem meine Erstflöte ist ein Schatz für mich, ich hab sie ja schon seit meinem 8. Lebensjahr, und die Barockflöte hab ich mal von Björns Musiklehrer geschenkt bekommen, er wußte, wie sehr ich Flöten liebe, da hab ich mich sehr drüber gefreut.
      Ist doch schön, wenn du auch Blockflöte und sogar bissel Keybord spielen kannst, und für den Beruf war es sicher ganz prima, Kinder lieben Musik.
      Ja, hört sich ehrlich gut an, so ein Dudelsack, aber wirklich nur, wenn man ihn spielen kann, lach, ansonsten lachst du Tränen, hihihihi!
      Der Reinhard Mey von Mimi mußte sein, ich hab dieses Lied vor längerer Zeit schon mal hier im Blögchen erwähnt, damals konnte man aber noch nicht die Musik einstellen, ich hab immer noch so eine Freude, daß das nun endlich geht und jetzt das Lied mal im Original hier drin ist.
      Na, wenn Feiertag ist bei euch, kannst du ja noch bissel stöbern weiter hier, wir wünschen dir einen schönen mit liebsten Grüßen
      Monika und Mimi.

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  4. Moin moin liebe Monika,

    du bekommst auf jeden Fall ein Fleißkärtchen!!! Eins? Nein, zwei, drei vier !!!
    Wahnsinn, was für ein schöner und ausführlicher Beitrag!

    Die Don Kosaken habe ich auch gern gehört und wie der Zufall es will,
    ist heute eine Anzeige für ein Konzert des neuen Kosaken Chores in meiner Tageszeitung.
    Sie sind am 25. Dezember hier in Bremen
    22.11.2017

    Du hast mal wieder einen Teil deiner aufgehobenen Schätze ausgebreitet. Tolle Erinnerungen müssen das für dich sein. Du wirst sicher in ihnen geschwelgt haben beim Vorbereiten des Berichtes. :)

    Vielen lieben Dank für alles, da muss ich noch einige Male schauen. Für einen kurzen Blick viel zu viel und viel zu schade. Auch in die Musikstücke werde ich sicher noch reinhören später am Abend :)

    Wir hätten heute eigentlich einen Feiertag, den Buß-und Bettag. Ein wichtiger Tag für die Protestanten.

    „Der Buß- und Bettag in Deutschland ist ein Feiertag der evangelischen Kirche, der auf Notzeiten zurückgeht. Im Lauf der Geschichte wurden Buß- und Bettage immer wieder aus aktuellem Anlass angesetzt. Angesichts von Notständen und Gefahren wurde die ganze Bevölkerung zu Umkehr und Gebet aufgerufen.“

    Leider wurde der Feiertag wegen Mammon gestrichen, nur in Sachsen gibt es ihn noch.

    Na ja, büßen und beten können wir natürlich auch ohne Feiertag, aber er war halt so wichtig für uns.

    Ich sag jetzt Tschüs und wünsche dir und Mimilein einen schönen Tag.
    Laut Wetterbericht in meiner TZ soll bei euch heute die Sonne scheinen. Kannst ja mal wieder pusten *lol*

    Liebe Grüße
    Brigitte

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    • Moin moin, liebe Brigitte,
      dankeschööööön für die vielen Fleißkärtchen, da freu ich mich jetzt aber sehr, daß der Eintrag dir so gut gefallen hat!!!
      Oooooh, und das ist ja wohl sowas von toll, welch ein Zufall, gerade heute ist in deiner Tageszeitung die Ankündigung eines Konzertes der Don Kosaken für den 1. Weihnachtstag bei euch, herrlich, da würden Erinnerungen wach, ich freu mich sowieso immer so darüber, daß es diesen Chor noch gibt, danke für den Ausschnitt aus deiner Zeitung, das war jetzt so interessant, ich wußte wohl von der Übernahme durch Wanja Hlibka, aber nicht, daß er nun auch schon sein 50-jähriges Bühnenjubiläum feiert, die Zeit rennt wahrhaftig! Danke nochmals für den feinen Ausschnitt, da hab ich mich jetzt so drüber gefreut!
      Ach, ja, das hab ich, sehr in Erinnerungen geschwelgt, als ich den Eintrag vorbereitet habe, und es ist auch manch ein Rührungstränchen geflossen, das Konzert mit meinem Vater war ein einmalig schönes Erlebnis!
      Fein, daß freut mich sehr, daß du öfter gucken wirst und jaaaa, mach das mal mit der Musik für heute abend, ich glaube, es wird dir gefallen!
      Stimmt, heute wäre eigentlich ein Feiertag, ganz früher hatten wir den ja auch, daß er aber auch bei euch abgeschafft wurde des schnöden Mammons wegen, da kann man echt nur den Kopf schütteln. Sachsen hat ihn noch, genau, bei Brigitte/Plauen ist heute Feiertag!
      Klar kann man auch ohne Feiertag büßen und beten, aber ich finde auch, daß es ein wichtiger Feiertag war, aber ich glaub, das hat wohl kaum einer verstanden, warum man ihn so abgeschafft hat.
      Da hat deine TZ sowas von recht, hihihihi, wir haben Speckwetter, und ich puste schon die ganze Zeit wie blöde und hoffe, es kommt auch zu euch, lach!
      Mach dir trotz Usselwetter bei euch einen schönen Nachmittag heute, einfach fein muggelig drinnen, hihihi, liebe Grüße
      Monika.

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      • Der Liedtext auf Deutsch

        Leis das Glöckchen ertönt, so verschwiegen. Auf dem Weg tanzt der Staub sacht wie Schnee. Wo die Wege durch Felder sich wiegen Singt der Fuhrmann sein Lied voller Weh.

        Und das Lied klingt ganz leis in die Weite; Ach wie weh doch Erinnerung tut! Felder, endlos, dem Wagen zur Seite, Ferne Wälder in Abendrotglut.

        Und das Glöckchen tönt fort ganz verschwiegen Wie aus lange entschwundener Zeit. Längst verklang schon das Lied; Nebel stiegen, Und der Weg ist noch weit, ist noch weit.

        Liebe Grüße
        Brigitte

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  5. Hallo Monika,
    da hast du ja mal wieder tief in dein Schatzkästchen gegriffen!
    Ins Schatzkästchen der Erinnerungen sowie auch ins Schatzkästchen der Musikinstrumente.
    An die Don Kosaken unter Sergej Jaroff kann ich mich auch noch erinnern.
    Und wie wunderschön, dass du deinem Vater damals diese Freude machen konntest und dich heute an der Erinnerung daran erfreuen kannst.
    Viele Grüsse aus Kanada,
    Christa

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    • Hallo, liebe Christa,
      das hatte ich schon vor einigen Tagen in meinem Schatzkästchen gefunden, und ein Blick in mein Feste- und Bräuche-Buch zeigte mir dann für den 22.11. den Tag der Hl. Cädilia als Schutzpatronin auch der Chormusik, da war schnell klar, wo ich meine Fundstücke unterbringe!
      Außer den gezeigten Instrumenten gibt es hier auch noch eine kleine, elektronische Orgel, richtig mit Fußpedalen, die ist noch von Björn hier geblieben.
      Das war wirklich ein wunderbares Erlebnis mit meinem Vater bei dem Konzert der Don Kosaken, das werde ich nie vergessen.
      Ich freu mich, daß es dir gefallen hat, liebe Grüße nach Kanada
      Monika.

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  6. Liebe Monika, da hast Du wieder ein ganz wunderschönen und sehr berührenden Eintrag gezaubert. Hausmusik im Kreise der Familie ist wunderbar,noch dazu in dieser Vielfältigkeit wie bei Euch .Toll, Dein Sohn ist wirklich sehr musikbegabt bei so vielen Instrumenten ,kann er das evtl.auch beruflich Nutzen? Auch Du mit Deinen verschiedenen Flöten bist ja toll ausgestattet. Von Flöten verstehe ich rein garnichts, aber ich finde diese Musik sehr schön. Das glaube ich Dir gerne, das Dein Vater bei dem herrlichen Konzert von den Don Kosaken geweint hat. Diese Musik und die russische Seele sind sehr berührend .Mein Vater war auch sehr musikalisch und zu Weihnachten wurde auch immer vor der Bescherung zuerst gespielt und gesungen ,ich am Klavier und mein Vater spielte Geige,obwohl er es nie gelernt hatte, Meine Mutter und meine Tante haben dazu gesungen .Mein Vater hat sich das Geige spielen selbst beigebracht. In seiner Jugend war kein Geld für Unterricht und Instrumente bei seinen Eltern da.In meiner Kindheit und Jugend musste ich Klavier und Akkordeon spielen lernen. Leider habe ich nicht das musikalische Talent meines Vaters geerbt.So ging das nach und nach total verloren. Heute bedauere ich das zwar,aber was soll’s. Trotzdem liebe ich die Musik und höre auch gerne immer wieder meine CD,s. Natürlich besitze ich auch noch einen Schallplattenspieler. Das inspiriert mich eigentlich doch wiedermal die schönen Platten anzuhören. Durch das Fernsehen geht vieles unter ,man wird mit zu viel Sendungen überhäuft. Schön das Du Dir Deine Erinnerungen so bewahrst,sie sind doch ein Paradies aus dem man nicht vertrieben werden kann. Gern habe ich jetzt auch darin geschwelgt und eigene Erinnerungen werden wieder wach. Ich danke Dir herzlich dafür .LG.Ursel

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    • Liebe Ursel,
      hach, da freu ich mich doch wieder sehr drüber, daß es dir gefallen hat! Oh, ja, Hausmusik ist was richtig schönes, hab ich als Kind schon so genossen und später mit meinem Sohn.
      Ja, mein Sohn könnte das schon auch beruflich nutzen mit der Musik, eine zeitlang hat er mal über den Beruf des Musiktherapeuten nachgedacht, aber letztlich wurde es dann doch eine andere Richtung, und die Musik ist weiterhin eine private Leidenschaft.
      Vor allem die Sopranflöte, mit der ich spielen gelernt habe, ist mein ganzer Stolz, aber natürlich auch meine anderen. Oh, und guck, du spielst Klavier, wie schön, und da geht es dir wie meinem Sohn, hihihi, der mochte Flötenmusik auch sehr gerne, aber das wären nicht seine Instrumente gewesen, da war es eben wie bei dir das Klavier, und ich hätte so gerne Klavier spielen gelernt, aber als Kind war das unmöglich, krieg mal ein Klavier zum üben in eine Zweizimmerwohnung, die hübschen kleinen elektronischen Orgeln mit dem Klavierklang gab es ja zu meiner Jugendzeit noch nicht. Macht aber nix, ich spiele heute noch so gerne Flöte, und vielleicht wäre eben für mich Klavier gar nicht das richtige gewesen, und wenn ich heute noch mal etwas neu lernen würde, dann auch wieder eher in die Flötenrichtung, Klarinette finde ich auch so schön!
      Ich werde das Konzert mit meinem Vater niemals vergessen, das war so herrlich, daß ich ihm dieses Geschenk machen konnte, einmal die Don Kosaken live zu hören.
      Wie fein, da habt ihr ja zuhause auch Hausmusik gemacht zu Weihnachten, das war bestimmt wunderschön, du am Klavier und dein Vater an der Geige, wow, und er war auch noch ein Autodidakt, das bewundere ich sehr!
      Schade, daß dir da doch was verloren gegangen ist beim spielen von Klavier und Akkordeon, das Akkordeon war das Lieblingsinstrument meiner Mama, ja, später bedauert man dann doch, sich da vielleicht nicht mehr drum bemüht zu haben, nicht wahr, aber das schmälert die Liebe zur Musik ja in keinster Weise!
      Hach, guck, du hast auch noch einen Plattenspieler, ja, hör sie dir doch mal wieder an, ich habe im Zuge dieses Eintrags auch die alten Platten von meinem Papa mal wieder vorgekramt, mal gucken, die Adventszeit bietet sich ja für so etwas wunderbar an, gemütlich mal wieder die alte Musik hören.
      Oh, ja, Ursel, da hast du so recht, die Erinnerungen sind das einzige Paradies, aus dem uns keiner vertreiben kann. Und ich freu mich natürlich wieder riesig, daß ich mal wieder Erinnerungen anstubsen konnte, das mach ich doch so gerne!
      Danke für deinen lieben Kommentar, hab ich mich so drüber gefreut, ich wünsche dir noch einen schönen Abend, liebe Grüße
      Monika.

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    • Hallo, lieber Jens,
      dankeschöööön, was für ein feiner Tiger, und bei der Löwin mußte ich jetzt lachen, genauso liegt die Miezen-Kleinausgabe Mimi immer auf der Couch, hihihi! Sie ist natürlich auch wieder ganz begeistert von ihren großen Artgenossen, ich hab jetzt einen sauberen Bildschirm hier, weil sie der hübschen gefleckten auf dem letzten Bild das Fellchen abschlecken wollte, lol!
      Wir wünschen dir auch ein schönes Wochenende und lieben Dank für die feinen Bilder, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  7. Liebe Monika,

    deine Flötensammlung ist recht umfangreich und deine Fertigkeiten darauf ebenfalls. Hatten wir nicht vor sehr langer Zeit einmal eine Hörprobe derselben hier via YouTube?
    Ich erinnere mich auch damals von meinen bescheidenen Kenntnissen auf diesem Instrument aus Kindertagen berichtet zu haben.

    Deine Erinnerungen mit dem Konzertbesuch mit deinem Vater sind sehr berührend und wie immer reichlich bebildert.
    Die Dudesackgeschichte mit deinem Sohn ist sehr erheiternd.
    Einen Plattenspieler besitze ich auch noch und im Gegensatz zum Kassettenlaufwerk funktioniert er auch noch in diesem Kombigerät.

    Musik ist wirklich ein wunderbares Medium, um Erinnerungen wieder hervorzurufen und wachzuhalten!

    Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ach, vor so langer Zeit war das nicht, das befand sich im Adventskalender vom letzten Jahr, mein Flötenspiel!
      Ja, hattest du geschrieben mit deinen Flötenkenntnissen, es waren ja einige hier dazumalen, die Flöte spielen konnten, hätten wir ein Konzert geben können!
      Das ist eine meiner schönsten Erinnerungen an meinen Vater, dieses von ihm so heiß ersehnte Konzert, das ich möglich machen konnte.
      Jaja, der Dudesack, wir haben wirklich sehr gelacht bei Björns Spielversuchen!
      Ich hab noch beides im einem Kompaktgerät, Casettenrecorder und Schallplattenspieler funktionieren noch.
      Dir auch liebe Grüße und ein schönes Wochenende gewunschen
      Monika.

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