Gedanken zu Allerseelen

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Allerseelen

Ernsthaft und still stieg heut der Tag herab.
Die Menschheit träumt und in umflorten Schalen
fängt sie der Sonne herbstlich blasse Strahlen
und schüttet all‘ auf ein geliebtes Grab.

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Im Daseinskampf wird kein Erinnern wach,
denn wer den Helm trägt greift nicht zum Breviere,
doch Allerseelen pocht an jede Türe,
und heut sinnt jeder seinen Toten nach.

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Auch ich und du. – Doch ob wir betend knien,
ob wir verträumt nur stille Stirnen senken,
aus bangem Gram und trauerndem Gedenken
muß uns ein Trost als goldne Frucht erblühn.

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Ein Trost, der lieblich uns entgegen lacht
und uns erzählt an schwarzem Sarkophage,
das auch der Tod nur eine lange Nacht,
die schwanger geht mit einem neuen Tage.

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(Georg Busse-Palma)

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Der zweite Tag des Novembers, Allerseelen. Nach Allerheiligen am 1. November ein weiterer Gedenktag für die Verstorbenen. Auch an diesem Tag werden die Friedhöfe besucht, die Gräber geschmückt und ein Licht für die Toten entzündet.

Ich habe die Gräber meiner Eltern schon am letzten Mittwoch auf die Gedenktage vorbereitet, und nach getaner Arbeit bin ich noch ein wenig über den Friedhof gelaufen, es war so eine wunderbar ruhige, stille Stimmung dort, das Licht war so verhangen

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ab und zu brach die Sonne durch

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wie ein Versprechen, daß jedes Ende immer einen neuen Anfang birgt!

Und jedes Vergehen

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schon den Keim des Neuen, Lebendigen trägt.

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Fallende Blätter

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lösen beim betrachten ein Gefühl von Wehmut und Abschied aus, ich ging ein wenig traurig weiter, und plötzlich leuchtete es mir entgegen

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ein Ahornbäumchen auf einem Grab, im leuchtend roten Schmuck der Herbsttage, wie brennend!

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Ich konnte mich gar nicht losreißen von diesem herrlichen Bäumchen

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jedes einzelne rote Blatt leuchtete wie eine Verheißung!

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Ich mag den November nicht, das war schon immer so, aber ich mag Friedhöfe, und mein Besuch am letzten Mittwoch, die Bilder, die ich dort machen konnte, das alles hat so eine positive Stimmung ausgelöst, daß ich es in diesem Jahr mal wagen werde: Ich werde ihm entspannt entgegensehen!

Tröstliche Lichter auf Gräbern

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herrlich bunte Bäume

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und farbenfrohe Naturdeko für kommende, adventliche Tage

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werden mir dabei helfen, und euch vielleicht und hoffentlich auch!

Und die gute Nachricht gleich am ersten Novembertag, daß nun wohl zukünftig meine geliebten Lieder von Reinhard Mey auf Youtube nicht mehr mit dem „Bedauersmilie“ belegt sein werden, hat mich zum Thema natürlich gleich suchen lassen, ich bin fündig geworden, und auch das ist so ein wunderbar positives Lied für Allerseelen, den November und die kommenden Gedenktage!

Text:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/friedhof

Heute werde ich auf den Gräbern meiner Eltern ein Licht entzünden, als Zeichen, daß die Dunkelheit immer wieder endet, als lieben Gruß in die Ewigkeit!

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Ich wünsche euch allen einen gesegneten Allerseelen-Tag!

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13 Gedanken zu “Gedanken zu Allerseelen

  1. Hallo Monika,

    wenn man nicht gerade zu einer Beerdigung muss, dann haben Friedhoefe etwas Friedliches und etwas Beruhigendes!
    Ich gehe, wenn ich in Muenchen bin, gerne an „meine“ Graeber – es beruhigt mich, sie aufzusuchen – auch wenn ich dann wehmuetig und traurig werde, weil die Angehoerigen, die unter der Erde liegen, viel zu frueh gegangen sind.
    Am liebsten gehe ich alleine, damit ich eine kleine Zwiesprache mit meinen Toten halten kann.

    Ich wuensche dir einen schoenen Allerseelentag und einen schoenen November – aufdass er noch einige solcher schoenen Lichtblicke, wie das kleine rote Ahornbaeumchen, fuer dich bereit haelt!

    Liebe Gruesse aus Kanada
    Christa

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    • Hallo, liebe Christa,
      das ist wohl so, bei Beerdigungen tröstet auch kein schöner Friedhof, sonst aber empfinde ich es wie du auch als friedlich und beruhigend.

      Oh, das kann ich gut verstehen, daß es dich traurig und wehmütig macht, wenn du in München „deine“ Gräber besuchst, daß deine Lieben so früh schon gegangen sind, das ist sehr traurig. Trotzdem hat das aufsuchen der Gräber doch auch etwas tröstliches, ja, gerade die Zwiesprache mit den Toten ist mir auch wichtig, ich such mir auch immer bissel Zeiten aus, wo ich weiß, daß es „leer“ ist auf dem Friedhof.

      Ich wünsche dir auch von Herzen einen schönen Allerseelentag und einen ebensolchen November, mit Lichtblicken, wie es dieses entzückende Ahornbäumchen für mich war, ich glaub, sein Leuchten wird mich durch den ganzen November begleiten, es war so eine Freude.
      Liebe Grüße nach Kanada
      Monika.

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  2. Liebe Monika,

    dein Beitrag zu Allerseelen gefällt mir sehr.
    Ich liebe besonders alte Friedhöfe mit ihren riesigen Grabmonumenten, meistens von berühmten (oder vermeintlich wichtigen) Persönlichkeiten.

    Deine Entdeckung dieses wunderschönen Ahornbäumchen ist wirklich ein kleiner Schatz und lässt trübe Gedanken vergessen. Die sich wechselnde Stimmung durch Lichteinfall hast du wunderbar eingefangen.

    Die gute Nachricht von der GEMA hat auch mich sehr erfreut.
    Dieses Lied von R. Mey kannte ich noch nicht. Der Text ist wunderbar, aber das erste Mal gefällt mir seine Musik nicht – gerade zu diesem Text nicht.

    Auch heute scheint es noch sonnig zu werden, also viel besseres Wetter zu Novemberbeginn als sie uns vorausgesagt haben.
    Ich wünsche einen schönen Tag mit lieben Grüßen an alle!
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ich liebe alte Friedhöfe auch sehr, und würde so gerne mal in Köln den Melaten-Friedhof mit den Kindern zusammen besuchen.
      Unser Friedhof hier ist allerdings auch schon gut 100 Jahre alt, da gibt es auch noch sehr alte Ecken mit diesen Monumenten.
      Das Ahornbäumchen ist wirklich ein Schatz, es leuchtete so herrlich auf den Weg hinaus, ich hab, bevor ich es fotografierte, bestimmt bald 5 Minuten bewundernd vor ihm gestanden.
      Und über die Aufnahme mit dem Lichteinfall hab ich mich auch gefreut, erste Versuche mit Gegenlicht.

      Das ist wirklich eine gute Nachricht mit der GEMA!
      Ich denke mal, diese Art der Musik ist bewußt so gewählt von Reinhard Mey, das sollte wohl bei diesem Text nichts „schweres“ werden, sondern eher so von „leichter Hand“, so empfinde ich das zumindest.

      Hier ist das Wetter ein wenig aprillig, gestern auch schon, erst war es schön, dann wurde es von einer Minute auf die andere ganz grau, und heute kann es sich nicht so recht zwischen Sonne und dunkelgrau entscheiden, mal sehen, wie sich das im gesamten November noch entwickelt. Wobei die noch immer so herrlich bunten Bäume den November in diesem Jahr richtig aufhübschen.
      Ich wünsche dir auch einen schönen Tag mit ganz lieben Grüßen
      Monika.

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  3. Liebe Monika, schön Dein Beitrag über Allerheiligen und Allerseelen. Der Friedhof hat für mich etwas so natürliches und Selbverständliches . Ich gehe schon mein ganzes Leben zum Friedhof, da mein Bruder KNUT , mit 4,5 Jahren vor mir verstorben ist. Für meine Eltern War das damals , noch dazu im Krieg eine einzige Katastrophe , wie man sich unschwer denken kann. Ich wurde dann 1943 geboren. Meine Mutter hatte in ihrer großen Trauer, den Wunsch und die Hoffnung, dass ihr geliebter Sohn wieder kommen würde………….Dann kam aber ich.!!! Und sicherlich war sie froh wieder ein Kind zu haben und ich hatte auch die beste Mutter die man sich wünschen kann. – Ja , so hat der Friedhof für mich nichts erschreckendes, es ist alles ganz Normal und ich fahre gerne zum Friedhof und halte die Gräber meiner Lieben in Ordnung und ich höre immer wieder von Friedhofsbesuchern wie schön die Grabstelle ,meiner Eltern aussieht.Dabei mache ich bestimmt nichts Ungewöhnliches oder Besonderes.Vielleicht ist es meine Seele die sich dort abzeichnet und meinen Eltern dankt das ich da sein darf. Ja und kam KNUT im Zoo Berlin—— Liebe Monika, damit beende ich für heute meinen Kommentar,LG. Ursel

    Gefällt 2 Personen

    • Liebe Ursel,
      da geht es mir wie dir, für mich ist ein Friedhof auch etwas natürliches, es liegt sicher daran, daß man schon als Kind damit in Berührung kam, so ging es mir auch, bei unseren Sommeraufenthalten bei Verwandten in Höxter hat mich meine Tante auch immer mitgenommen zum Friedhof, wenn sie Gräber gepflegt und gegossen hat, da kamen gar keine Berührungsängste auf.
      Bei dir ist das aber doch auch ein sehr, sehr trauriger Anlaß, bei dem du mit zum Friedhof gingst, wenn dein Bruder schon so früh verstorben ist. Das ist das schlimmste, was Eltern passieren kann, ein Kind zu verlieren, da ist die Trauer unsagbar groß. Ich glaube auch, daß dein Kommen deiner Mutter ein großer Trost war, und du all die Liebe empfangen hast, die sie geben konnte. Und ersetzen konntest und solltest du deinen verstorbenen Bruder auch nicht, es gibt von Th. Storm dafür so einen wunderbaren Spruch, der diese immerwährende Trauer einer Mutter über ein verlorenes Kind ausdrückt: „In ihrem Herzen ist eine Kammer, darin spielt ein totes Kind.“

      Das kann ich mir gut vorstellen, daß du die Gräber deiner Lieben gut in Ordnung hälst und sie schön aussehen, man spürt beim betrachten sicherlich die Liebe, mit der du das tust! Du schreibst es ja selber schon so schön, es ist deine Seele, die sich da abzeichnet, und der Dank und die Freude über dein Dasein.
      Ja, und dann kam Eisbär Knut, nicht verwunderlich, daß du einen besonderen Bezug dazu hast bei dem Namen.

      Ich danke dir für deinen lieben und berührenden Kommentar, hab einen schönen Tag, liebe Grüße
      Monika.

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    • Liebe Ursel,

      ich finde es auch traurig und schlimm wegen deines Bruders,und dann kam dieses liebenswerte Bärchen namens Knut und bleibt in unseren Herzen,wie unsere lieben Mitmenschen alle-ich kann dich sehr gut verstehen!

      Liebe Grüße von Brigitte

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  4. Meine liebe Monika,

    herzlichen Dank für deinen Eintrag zu diesem zweiten stillen Gedenktag im November!
    In unserer Gegend spielt er leider auch keine Rolle.Hier ist es nur der Totensonntag,wo man besonders der Verstorbenen und in die Ewigkeit gegangenen gedenkt.Ich werde dann auch an diesem Tag extra das Grab der Eltern und des Schwagers schücken,mach es aber eh das ganze Jahr über.

    Ein sehr schönes Bild hast du gleich am Anfang eingestellt mit dem leuchtenden Kreuz mit dem nachdenklich machenden und auch ernsten Gedicht! Eben dem Charakter des Tages geschuldet.

    Die eingefangene Stimmung letzte Woche auf dem Friedhof mit deiner Kamera ist einfach wunderbar! Das sanfte Licht,und über dunklen Wolken ist die Sonne eben doch noch da.
    Das ist ein ewiger Kreislauf,das Werden und Vergehen,und begegnet uns im Großen wie im Kleinen täglichen Leben.

    Das leuchtende Ahornbäumchen ist einfach zauberhaft und wie ein Fanal und erinnerte mich jetzt an den brennenden Dornbusch,dem Mose begegnete.So was schönes und verheißungsvolles,ja,und ein tröstender Anblick zu den fallenden Blättern! WUNDERSCHÖN!

    Ich mag den November auch nicht so dolle,aber du hast recht,gehen wir ihn einfach mit Zuversicht an.Und mit der Hoffnung,dass uns schon Ende des Monats das erste Adventslicht leuchtet,mit all seinr schönen Stimmung dann wieder!

    Ich freu mich auch mit über die gute Nachricht über Reinhard Mey,dass du und wir dadurch auch mit,in den ungestörten Genuß seiner Lieder hier in deinem Blögchen kommen können! Das von dir verlinkte Lied hab ich auf der CD.Schön isses.

    Dann wünsche ich dir heute einen besinnlichen Friedhofsbesuch und nochmal so tröstliche Eindrücke wie in der letzten Woche und hab auch einen gesegneten Allerseelentag!

    Ein herzliches Dankeschön nochmal und liebste Grüße,auch an Mimilein
    Brigitte.

    Gefällt 1 Person

    • Meine liebe Brigitte,
      eigentlich ist ja der ganze November ein entsprechender Gedenkmonat, Allerseelen war aber immer schon so ein bissel „mein“ Tag für das aufsuchen der Gräber, am 1. November war es mir schon immer zu „rummelig“! Und letztlich gedenkt man ohnehin das ganze Jahr den lieben Menschen, die man vermißt.

      Das Gedicht gefiel mir wegen des positiven Tons, und mein Engel paßte dann halt so schön dazu.

      Da hast du so recht und drückst es so schön aus, der ewige Kreislauf des Werdens und Vergehens, das wollte ich so ein bissel in den Bildern rüberbringen.

      Das Ahornbäumchen hat mich wirklich so gefreut, stimmt, dein Vergleich mit dem brennenden Dornbusch, so hab ich das auch empfunden, und so leuchtete es auch in die langsam beginnende Dämmerung, einfach wunderschön!
      Das ist immer eine schöne Aussicht im November, am Ende das erste Adventslicht wieder!

      Das war eine sehr gute Nachricht mit der GEMA und damit auch mit den Liedern von Reinhard Mey, schön, daß du dieses Lied kanntest und es selber auf CD hast, ich fand es auch fein.

      Da es hier gerade balkendunkel wird, werde ich meinen Friedhofsbesuch wohl doch auf morgen verschieben müssen, es sieht sehr nach einem Wolkenbruch aus. Schaun wir mal, das Wetter ist heute sehr launisch!

      Ich wünsche dir auch von Herzen noch einen gesegneten Tag mit liebsten Grüßen
      Monika.

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  5. Liebe Mimi, liebe Monika!

    Sehr schön geschrieben.
    Und wunderbar anrührende, passende Herbstfotos dazu.
    Erneut ein Beitrag, der in sich absolut angenehm stimmig ist und Freude bereitet zu lesen. Auch wenn der November vielleicht ein wenig trist daher kommt, so finde ich doch, dass genau das seinen Reiz hat und mit den farbigen Blättern mischt sich da eine schöne Note dazwischen.

    Herzliche Novembergrüße an das schöne Balkonien
    Mallybeau

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Mallybeau,
      ich freu mich, daß dir der Eintrag gefällt, und daß es gelungen ist, die Stimmung einzufangen, die ich beim fotografieren hatte und sie im Text auch entsprechend zu beschreiben!
      Hier hat sich der November heute zu Aprilwetter entschlossen, aber du hast schon recht, auch triste Tage können ihren Reiz haben, und zum Beispiel Nebeltage mag ich auch sehr, und ja, das empfinde ich in diesem November auch als wunderbar, die Bäume leuchten noch alle in ihrer ganzen Farbenpracht.

      Danke für eure herzlichen Grüße, sie gehen ebenso herzlich an euch zurück, habt einen schönen Tag, liebe Grüße
      Monika.

      Gefällt 1 Person

  6. Guten Morgen liebe Monika,

    beschämt muss ich zugeben, dass dieser Tag so gar keine Bedeutung für mich hat.
    Lediglich den Totensonntag kenne ich natürlich.

    Umso mehr freue ich über deinen schönen Eintrag und die schönen Bilder, die ich im Album ja schon vor ein paar Tagen bewundert habe.

    Ich gehe gern über Friedhöfe, sie sind wie Parks, nur viel stiller.
    Da kann man seinen Gedanken freien Lauf lassen, auch die Gedanken an die viel zu früh Verstorbenen, von denen ich ja reichlich habe.

    Meine Gräber sind verstreut über ganz Norddeutschland und die wichtigsten konnte ich jahrelang wegen der fürchterlichen, Deutschland trennenden, Mauer nicht besuchen.
    So trage ich meine Lieben im Herzen, zünde ihnen ab und an in einer Kirche ein Kerzchen an.
    Zuletzt in der schönen Kirche auf Helgoland

    Ich freue mich auch so sehr über die jetzt hörbaren Youtube Videos von Reinhard Mey (und anderen).
    Bin ja kein Sammler, eher das Gegenteil ;) und höre alles auf meinem PC. Ein paar ganz alte Platten und Opern CD habe ich noch und einen alten, defekten Plattenspieler auch, aber den Rest habe ich schon lange verschenkt.;)

    Mir bleibt jetzt noch, dir ganz herzlich für diesen feinen Eintrag zu danken, dir einen schönen Tag zu wünschen und liebe Grüße zu senden.

    Liebe Grüße,
    Brigitte

    Gefällt 2 Personen

    • Das ist doch kein Grund zum schämen, liebe Brigitte, ich glaub, der Allerseelentag ist wohl mehr so die katholische Variante aller Gedenktage, und bei dir ist es halt der Totensonntag. Ich fand diesen Tag aber schon als Kind immer schöner als den Allerheiligen-Tag am 1. November, da war es immer so „rummelig“ auf dem Friedhof, weil alle hingingen, ich mochte es da immer schon gerne ein bissel ruhiger. Als ich noch Kind war, mußten wir zum Gräberbesuch immer einen anderen Stadtteil von hier aufsuchen, und wenn wir abends dann mit der Straßenbahn wieder nach Hause gefahren sind, fuhr diese über einen kleinen Berg, darunter lag der Friedhof, und da leuchteten an diesem Tag dann überall die Grablichter, in allen Farben, rot, blau, grün, gelb, das waren so kleine Teelichtbehälter in solchen Farben damals, der ganze Friedhof war ein Lichtermeer, das fand ich als Kind so wunderbar!

      Ich freu mich, daß dir die Bilder so gut gefallen, ich hatte selbst so meine Freude daran, es war halt einfach ein guter Tag zum fotografieren!

      Ich gehe auch gerne über Friedhöfe, das sind wunderbar stille Orte, in denen man auch mal wieder ein wenig „zu sich“ kommen kann!
      Das ist doch traurig, daß du so viele viel zu früh Verstorbene zu beklagen hast, gerade um die trauert man ja doch am meisten, wenn ein erfülltes, langes Leben zu Ende geht, ist das auch traurig, aber es tröstet doch bissel der Gedanke an eben ein erfülltes Leben.
      Oh, da sind deine Gräber wirklich weit verstreut, wie gut nur, daß du jetzt auch wieder Zugang zu denen hast, die dir am wichtigsten sind, aber ja, man trägt seine Lieben ja doch im Herzen, und ein Kerzchen in einer Kirche anstecken ist mir auch immer ein Bedürfnis, da komm ich an keiner offenen Kirche vorbei. Wunderschön, das Bild von deinem Kerzchen in der schönen Kirche von Helgoland, danke!

      Ich freu mich sehr über diese Regelung mit der GEMA jetzt, betrifft ja nicht nur Reinhard Mey, da werden viele froh sein, wieder einmal etwas hören zu können, was man lange nicht konnte.
      Trotz Sammlergen höre ich die meiste Musik auch über den PC, und freu mich natürlich nun gerade über Reinhard Mey ganz besonders, und dieses Lied fand ich so passend.

      ich danke dir für deinen lieben Kommentar, wünsche dir einen schönen Nachmittag noch mit ganz lieben und herzlichen Grüßen
      Monika.

      Gefällt 1 Person

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