Sommer, Sonne, Stormzeit!

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Es ist endlich Sommer, schöner Spätsommer mit Sonne pur und damit ist für mich mal wieder meine „Stormzeit“ angebrochen.

Foto1385 Gestern bin ich mal wieder über seine Gedichte „geraten“ und dabei bei einem meiner Lieblingsgedichte hängengeblieben, daß so herrlich zum Spätsommer paßt und in das ich mich schon als Kind hineinträumen konnte:

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Abseits

Es ist so still; die Heide liegt
im warmen Mittagssonnenstrahle,
ein rosenroter Schimmer fliegt
um ihre alten Gräbermale;
die Kräuter blühn; der Heideduft
steigt in die blaue Sommerluft.

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Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
in ihren goldnen Panzerröckchen,

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die Bienen hängen Zweig um Zweig
sich an der Edelheide Glöckchen,

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die Vögel schwirren aus dem Kraut –
die Luft ist voller Lerchenlaut.

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Ein halbverfallen niedrig Haus
steht einsam hier und sonnbeschienen,
der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
behaglich blinzelnd nach den Bienen,
sein Junge auf dem Stein davor
schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

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Kaum zittert durch die Mittagsruh
ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten;
dem Alten fällt die Wimper zu,
er träumt von seinen Honigernten.

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– Kein Klang der aufgeregten Zeit
drang noch in diese Einsamkeit.

(Theodor Storm)

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(Heidelandschaft, Arnold Lyongrün, 1908)

Ich liebe dieses Gedicht, und ich liebe die Heide! Eine ganz eigene Landschaft mit der typischen Vegetation der Heidekräuter und des Wacholders, wenn der Himmel „blaut“ mit den von mir so bezeichneten „Hermann-Löns-Wolken“, weißen Wattewolken! Auch ein Dichter, der die Heide liebte wie Theodor Storm, für Storm war die Heide ein Zufluchtsort, an den er sich gerne zurückzog. Und in vielen seiner Novellen spielt die Heidelandschaft eine große Rolle, in „Zur Chronik von Grieshuus“, „Draußen im Heidedorf“, „Renate“, um nur einige zu nennen. Und ein weiteres Heidegedicht: „Über die Heide“.

Was aber verbindet man vor allem noch mit der Heide?

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(Glockenheide, Erica tetralix, Illustration)

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(Calluna vulgaris, Illustration)

Das Heidekraut, auch Erika genannt, das zur Zeit wieder blüht, und das für den von Storm im obigen Gedicht genannten „rosenroten Schimmer“ sorgt, der bei der Blüte über der Landschaft liegt. Die Farbe des Heidekrautes ist so wunderschön, in allen Schattierungen von hellrosa bis dunkelviolett, die kleinen Glöckchenblüten sind kleine Kunstwerke der Natur, und eine ganz wunderbare Bienenweide, Heidehonig ist was ganz, ganz feines!

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(Eine Honigbiene auf Heidekraut, Briefmarke von 1990)

Ich liebe die Farben vom Heidekraut

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(Calluna vulgaris, Janus (Jan) Kops, 1844)

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Ich hoffe, das „bissel Stormzeit“ hat euch Freude gemacht und wünsch euch allen einen schönen Donnerstag, und Mimi natürlich auch, Allerlei 065 sie genießt wieder die „Stormzeit“ mit ihrem Dosenöffner!

Habts fein!

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20 Gedanken zu “Sommer, Sonne, Stormzeit!

  1. Liebe Monika, das ist große Klasse,dass Du wieder „Theodor Strom „Zeit auf Balkonien genießen kannst. Das Heide Gedicht ist wunderschön und diese herrlichen Bilder dazu, diese gemütliche ,beschauliche Atmosphäre ist sowas von bezaubernd und man möchte sich am Liebsten dahin beamen ,um in einer hektischen Zeit ,zur Ruhe zu finden.Ja,HeideHonig ist eine besondere Köstlichkeit,dieser wunderbare etwas raue kratzige Geschmack ,ist etwas für Leckermäulchen,leider inzwischen recht teuer geworden,gut muss man davon weniger schlecken,man ist ja schließlich kein Bär.Hi,Hi.Hach ich liebe Honig, wohl doch mit den Bärchen anverwandt.Genieße mit Mimi und Th.Strom ,die wunderschönen Spätsommertage. In vier Monaten ist schon Advent,es geht alles so schnell vorbei.LG.Ursel

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    • Liebe Ursel,
      da hab ich dieses Jahr lange drauf warten müssen, auf meine Stormzeit und meinen Stormsommer, hihihi, aber jetzt ist es endlich soweit und ich genieße es in vollen Zügen.
      Wie schöööön, daß es dir mit dem Gedicht und den Bildern auch so geht, herrlich ist das, nicht wahr, das Gedicht liebe ich seit meiner Kinderzeit schon so sehr, das strahlt schon beim lesen Ruhe aus, finde ich!
      Ich mag Honig auch sehr gerne, und der Heide-Honig ist schon was besonderes, mein Vater hatte zu meinen Kindertagen einen Honiglieferanten, bei dem er immer ganz besondere Honige (bin mir nicht sicher ob das das richtige Plural von Honig ist, lol!) bestellte, und da gab es bei jeder Bestellung so ein kleines Probepaket bei, ganz kleine Döschen mit verschiedenem Honig, mit bunten Deckeln drauf, daß war als Kind immer mein Entzücken, hihihi! Oh, ja, Honig ist wirklich teuer geworden, aber ab und an muß diese Köstlichkeit dann doch mal wieder sein. Jau, wir sind doch mit den Bären verwandt, hihihi!
      Ich mußte jetzt so lachen, aber du hast so recht, in vier Monaten ist bereits wieder Advent, man glaubt nicht, wie die Zeit rennt.
      Also werden wir jetzt gleich wieder zu Balkonien reisen und den nächsten herrlichen Spätsommertag genießen, Mimi und ich, hab auch einen wunderschönen, liebe Grüße
      Monika.

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  2. Meine liebe Monika,

    ja,wir können uns wirklich über diesen schönen Spätsommer freuen!
    Spät kam er,doch er kam,und nun genießen wir ihn auch.
    Du mit Mimilein zusammen auf Balkonien,und es ist fein,dass du wieder Storm-Zeit hast!

    Mir gefällt das Gedicht auch sehr gut,man kann sich wirklich sehr schön hineinträumen.Es erzählt eine richtige kleine Geschichte und regt die Phantasie an.Einfach sehr stimmungsvoll.
    ich bin wieder ganz begeistert von den passenden niedlichen Bildchen dazu,ich liebe sie!

    Heidelandschaft und Hermann-Löns-Wolken sind herrlich,eben möglichst noch zusammen.
    Kein Wunder also,dass Theodor Storm das alles sehr gut gefiel und ihn inspirierte in seinen Werken!

    Heidekraut ist eine feine Pflanze und die Farben sind wunderschön,irgendwie Sommer pur,ja? Violett oder lila sind auch irgendwie besondere Farben,bissel nobel und „vornehm“-finde ich.

    Dass Heidehonig sehr lecker ist,glaub ich gern!
    Das Motiv auf der Briefmarke ist prima,sogar noch aus der DDR,schön.

    Hab lieben Dank für deine Sommerimpressionen,mit den allerliebsten Billderkes eben,es war wieder schön und ein feiner Tagesbeginn!

    Hier bei uns ist es auch schön,aber nicht alllzu warm,weil eben auch die Nächte im Moment sehr kalt sind.Aber man ist schon so zufrieden,den Sonnenschein zu sehen!

    Habt ihr es auch fein und einen schönen Donnerstag,vielleicht wieder auf Balkonien?Und Herrn Storm? :)

    Liebste Grüße,auch ans genießende Mimilein,
    Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      hab ich so lange drauf warten müssen in diesem Jahr, auf meine Stormzeit, aber nu isse da und wird natürlich gebührlich genossen, hihihi!
      Für dieses bezaubernde Gedicht mußten es einfach mal wieder die „alten“ Bilder sein, die sind so stimmungsvoll, ich erinnere mich immer noch so gerne an die Freude am Anfang meines Blögchens hier, als ich die gefunden hatte. Ich liebe sie auch.
      Ja, die Heide ist ein sehr zentrales Thema bei Theodor Storm, und es ist ja auch eine wunderbare und bezaubernde Landschaft, sie vereint, jedenfalls für mein Empfinden, das rauhe und das zarte geradezu meisterhaft.
      Alle Schattierungen von violett, lila oder fliederfarben sind wunderschön, ja, hast schon recht, sie haben etwas erhabenes, das hat sich die Kirche auch immer bei ihren Farben zunutze gemacht.
      Fein, die Briefmarke, nicht wahr, ja, sie ist noch aus der DDR, muß aber schon in den letzten Tagen gewesen sein.
      Fein, daß ich mal wieder zu einem schönen Tagesbeginn beitragen konnte, das freut mich immer.
      Ach, so bissel usselkalte Morgen, wenn dann langsam die Sonne aufgeht, finde ich eigentlich schön, das ist ja das feine am August, es ist alles nicht mehr so extrem.
      Mimi hat Balkonien bereits wieder bezogen und ich folge ihr gleich, hihihi, samt Herrn Storm, so isses, ich wünsche dir einen schönen Nachmittag mit liebsten Grüßen
      Monika.

      Gefällt 1 Person

  3. Liebe Mimi, liebe Monika!
    Eine sehr schöne Stormanregung, die ihr hier bildlich und poetisch präsentiert.
    Ich liebe seit meiner Kindheit den Schimmelreiter sehr. Ein Buch das man immer wieder lesen kann. Mit Stormgedichten habe ich mich bisher nicht so häufig auseinandergesetzt, da habt ihr mich auf eine gute Idee gebracht! Vielen Dank!
    Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Sommerwoche auf Balkonien mit vielen interessanten Lektüren!
    Herzliche Grüße
    Mallybeau M.

    Gefällt 1 Person

    • Liebe Mallybeau M.,
      freu ich mich jetzt gerade bei diesem Thema sehr drüber, daß es dir gefallen hat!
      Der Schimmelreiter ist fantastisch, nicht wahr, versuch es mal mit den Gedichten, ich glaube, du wirst begeistert sein. Ich hab Storm als Gesamtwerk und vertief mich jeden Sommer wieder da rein, deshalb ist hier ja der Ausdruck von der „Stormzeit“ in Umlauf gekommen, hihihi!
      Wir werden jetzt Balkonien weiter genießen mit der fortgesetzten Lektüre des Herrn Storm, hihihi, wir wünschen dir auch weiter eine herrliche Sommerwoche mit herzlichen Grüßen
      Monika und Mimi.

      Gefällt 1 Person

  4. Monika&Stormzeit, das ist so, seit ich dich kenne. Eine wunderbare Konstante in unserer hektischen Zeit.

    Da möchte man doch gerne in die Heidelandschaften, die du hier zeigst, entschwinden.

    Das Storm Gedicht, das du ausgesucht hast ist sehr schön.

    Lustig finde ich ja, dass das Buddylein soeben von den Heidjern zum Heidekönig h.c. ernannt wurde, lol

    Passt!
    Heidekönig h.c. lol

    Die Bees wünschen euch noch viele wunderbare spätsommerliche Tage auf Balkonien.

    Genießt sie, ihr lieben Emms

    Eure Bees

    Gefällt 2 Personen

  5. Hallo liebe Monika,

    ich bin auch so froh, dass es nun doch endlich etwas sommerlich geworden ist. Aber der Wind, ist doch schon ziemlich herbstlich, und auch die Natur macht mir so den Eindruck, dass der Herbst schon vor der Türe steht. Aber in den nächsten Wochen, soll es ja noch schön werden, und ich freue mich über jeden warmen Tag. Vor allem, kann ich dann auch draußen was tun, und mal wieder eine schöne Tour unternehmen. Dir wünsche ich auch eine schöne, spätsommerliche Zeit, und sende dir viele liebe Grüße, auch an deine süße Mimi. desire

    Gefällt 1 Person

    • Hallo, liebe desire,
      kann ich mir gut vorstellen, hihihi, ich hab mich da auch so drüber gefreut, endlich mal Sommer, wie man ihn sich vorstellt, und es wurde dann ja auch nicht mehr so übermäßig heiß, richtig schöööön!
      Tja, mittlerweile hat uns hier der doch ganz langsam beginnende Herbst auch eingeholt, die Sonne gibt nur kurze Gastspiele und es weht ein kühler Wind! Die Natur macht diesen ganz leicht herbstlichen Eindruck wirklich schon, auch die Luft hat sich verändert schon ein wenig, ich sag immer, die Jahreszeiten kann man auch riechen, hihihi!
      Ich freu mich auch über jeden schönen Tag noch, der Herbst kommt eh früh genug, und er kann ja auch so richtig schön werden, also noch bissel was zum vorfreuen!
      Ja, du kommst dann immer fein mit deinen Arbeiten voran, nicht wahr, ich drück mal die Daumen, daß bei dir das Wetter dann auch noch wie angesagt ist!
      Mimi freut sich über die Grüße und schickt liebe Schnurrgrüße zurück, ich danke dir für deinen lieben Kommentar und schick dir viele liebe Grüße
      Monika.

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