Rosenmontag – Tag der Narren

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Gib her die Larv, ich will mich jetzt maskieren
in einen Lumpenkerl, damit Halunken,
die prächtig in Charaktermasken prunken,
nicht wähnen, ich sei einer von den ihren.

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Gib her gemeine Worte und Manieren,
ich zeige mich in Pöbelart versunken,
verleugne all die schönen Geistesfunken,
womit jetzt fade Schlingel kokettieren.

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So tanz ich auf dem großen Maskenballe,
umschwärmt von deutschen Rittern, Mönchen, Köngen,
von Harlekin gegrüßt, erkannt von wengen.

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Mit ihrem Holzschwert prügeln sie mich alle.
Das ist der Spaß. Denn wollt ich mich entmummen,
so müßte all das Galgenpack verstummen.

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(Heinrich Heine)

Der Höhepunkt des närrischen Treibens ist wieder da, der Rosenmontag. Auch ihn feiern wir in diesem Blögchen nun schon zum vierten Mal, falls mal wieder jemand Lust hat auf „Blögchen-Nostalgie“, büdde schön:

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2013/02/11/rosenmontag-15520753/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2014/03/03/rusemondaach-jitz-un-ens-17863726/

https://mimisdosenoeffner.wordpress.com/2015/02/16/kumm-loss-mer-fiere-20096281/

Viel Spaß!

Und da saß ich nun hier und hab überlegt, was geht denn noch zum Rosenmontag, und da kam mir dann die Idee, einmal den Ursprung von Karneval zu thematisieren, die Narren!

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Als Narr oder als Tor (davon hergeleitet töricht als Eigenschaft) wurde im Mittelalter jene Person genannt, die als Spaßmacher für Unterhaltung und Belustigung sorgen sollte und dabei meist auffällig gekleidet war.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Narr

Der Narr, der mit verrückten Späßen den Menschen oft genug die Wahrheit über ihre eigene „Verrücktheit“ vor Augen hielt, oder, wie Till Eulenspiegel, ihnen den Spiegel vorhielt, um die eigene Unzulänglichkeit zu erkennen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Till_Eulenspiegel

Narren, die „kleinen Leute“ übernehmen die Macht, die Rollen werden getauscht. Und so wird so manchem „Großkopferten“ seine eigene Aufgeblasenheit wenigstens einmal im Jahr vor Augen geführt und lächerlich gemacht!

Auch die heutige Büttenrede geht auf das Recht des Narren im Mittelalter zurück, das sog. „Rügerecht“, das es dem einfachen Mann in der Fastenzeit gestattete, die geistliche und weltliche Herrschaft ungestraft offen und humorvoll zu kritisieren.

Den Narren zeichnen Attribute aus, so z.B. bunte bzw. zweifarbige Kleidung, die Gugel oder Narrenkappe, teilweise mit Eselsohren, Schnabelschuhe und Schellen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Narrenattribute

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Aus der Gugel, ursprünglich einer Art Kapuze, die vom normalen Volk getragen wurde, entwickelte sich auch die heute gebräuchliche Narrenkappe, die im Karneval eine wichtige Rolle spielt, ein wichtiges Symbol auch im rheinischen Karneval.

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Eine Narrenkappe war im späten Mittelalter und in der frühen Neuzeit die typischeKopfbedeckung des Narren. Heute wird auch eine im Karneval oder der Fastnacht häufig getragene Mütze als Narrenkappe bezeichnet, die meist die Zugehörigkeit des Menschen zu einem bestimmten Karnevalsverein zeigt. Nicht selten läuft die Narrenkappe nach oben hin – einem Hahnenkamm ähnelnd – zickzackförmig aus.

(Quelle: Wikipedia)

https://de.wikipedia.org/wiki/Narrenkappe

Selbst die Kölner Schull- un Veedelszöch kann man im weitesten Sinne auf den Brauch des Narren zurückführen, sie gehen nämlich historisch auf die mittelalterlichen Gesellenbanden, die ihren mühseligen Alltag aufs Korn nahmen, zurück.

Nun haben wir hier ganz viel Theorie, da möchten wir doch sicher auch mal wieder was „fürs Auge“ haben, also folgen jetzt Bilder wieder mal von alten Gemälden mit diesem Thema, es ist immer so reizvoll, sie zu finden:

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(A Court Fool of the 15th Century color)

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(The laughing jester, Art museum of Sweden, 15. Jhdt. Anonym, Niederlande)

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(The Court Jester, Thomas Davidson, 1877)

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(„Paß auf, Gevatter!“, nach einem Gemälde von Eduard Grützner, Die Gartenlaube, 1876)

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(Stańczyk, Franciszek Żmurko, 1890)Reading-jester-q75-760x753

(Jester reading a book, Bill Nye ?, 1896)

So, holde Närinnen und Narrhalesen, da bin ich nun am Ende meines „Vortrages“ angelangt, aber halt, kein Eintrag zu Rosenmontag ohne meinen und euren Co-Autor, Mimi, natürlich meldet sie sich hier auch noch zu Wort, da gebe ich die Feder nun mal wieder weiter:

7701467_f2f5dc2146_o Hi Folks,

hier bin ich wieder, eure Mimi, euer Co-Autor!

Kein Eintrag zu Rosenmontag ohne mich, hihihi, ich war ja schon immer in allen Einträgen vom Dosenöffner zu diesem denkwürdigen Tag vertreten, hihihi!

Und was hab nun ich noch für euch zum Thema Narren und ihren närrischen Vertretern im Karneval?

Ich war, muß ich ehrlich zugeben, ein bissel ratlos, außer das sich mein Dosenöffner zu dieser Zeit halt „närrisch“ gibt, fiel mir eigentlich gar nix dolles ein, aber wozu hab ich ihn, meinen närrischen Dosenöffner, sie überlegte einen Augenblick, stürmte dann aus dem Wohnzimmer an einen kleinen Schrank im Flur, kramte und kam dann mit was ganz feinem an, und das darf ich euch nun hier zeigen:

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Ist das nicht niedlich? Das ist, hat Frauchen mir erzählt, eine kleine Handpuppe aus den Kindertagen von Björn, ein kleiner Narr oder auch Harlekin, ich fand ihn gleich toll, vor allem die kleinen Glöckchen an seiner Mütze, da konnte man nach haschen, und dann klingelten die!

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Frauchen hat mir erzählt, er sei etwas ganz besonderes, nämlich eine Dresdner Handpuppe, noch in der damaligen DDR hergestellt. Da gibt es noch mehr Puppen, ein ganzes Kasperle-Theater, sogar mit einem Krokodil. Ich find den kleinen Kerl echt entzückend, hihihi!

Guckt mal, die Schuhe

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knuffig, nicht wahr? Echte Schnabelschuhe, wie so ein Narr sie eben trägt.

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Ich finde das Gesicht auch niedlich

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aber am schönsten sind die Glöckchen, hihihi! Richtig damit spielen durfte ich aber nicht, Frauchen meinte, wenn der kaputt ginge, wäre der Björn sehr traurig, na, das will ich natürlich nicht, es ist ja auch einfach schon schön, daß ich hier doch mit ihm für diesen Rosenmontags-Eintrag auch was feines hatte! Frauchen hat ihn mal so auf die Hand genommen und fotografiert, guckt mal:

Foto6612 Ich mag ihn!

Und nun wünschen Frauchen und ich und der nette Kerl euch einen ganz wunderschönen, fröhlichen und gut gelaunten Rosenmontag, leider soll ja wohl das Wetter so gar nicht mitspielen, und ein Rosenmontagszug in Mainz wurde von den großen Rosenmontagszügen wegen Sturmwarnung schon abgesagt, Düsseldorf entscheidet wohl heute erst und Köln macht ihn „entschärft“, da es hier zur Zeit noch ganz ruhig draußen ist, hoffen wir einfach mal, die Metereologen haben sich doch endlich mal vertan und die Züge könnten alle stattfinden. Frauchen hat mir erzählt, wieviel Arbeit doch in solchen feinen, bunten Karnevalswagen stecken, und dann ist die ganze Arbeit umsonst, das ist doch traurig! Also drücken wir mal wieder alle Daumen und Pfötchen, und falls es echt nix wird (gefährlich soll es ja auch nicht werden!!!), dann feiern eben alle fröhlich drinnen! So wie ihr hoffentlich alle auch!

Wir machen uns jedenfalls einen feinen Rosenmontag gemütlich zuhause, ich zeig jetzt noch mal ein paar feine Bilder zum Thema, und sag dann mal: Oberhausen – miaaaauuuuu, Rosenmontag- miaaaaaauuuuu, Mimisdosenöffner – miaaaaauuuuuu, Klatschmarsch und einen feinen Tag!

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Alaaf, helau und Klatschmarsch!

(Es gab ihn nicht in bunt, lach, aber die Musik ist ja auch wichtig!)

Habts fein! narren-0054

8 Gedanken zu “Rosenmontag – Tag der Narren

  1. Meine liebe Monika,

    du hast wieder einen sehr schönen und umfangreichen Eintrag für den Rosenmontag zusammengestellt!
    Mir gefällt schon das Gedicht mit den niedlichen Bildchen,das darf ja nie fehlen.Und vielen Dank auch für die Links zu den anderen Einträgen,die werde ich mir dann noch zu Gemüte führen.

    Du hattest eine gute Idee mit dem Narrenthema,da hab ich mir bis jetzt noch nicht groß Gedanken darüber gemacht.Dankeschön für alles Wissenswerte!
    Als Kind hatte ich ein Buch über Till Eulenspiegel,das hab ich gern gelesen.

    Diese Narrenkappen fand ich schon immer toll,die haben wir schon zu DDR-Zeiten sehr bewundert und hätten gern eine besessen.Aber die sind sich er auch nicht billig.

    Ja,es ist schon gut,wenn den „Großkopferten“ immer mal der Spiegel vorgehalten wurde und noch wird!

    Ich wußte auch nicht,dass die Züge ihren Ursprung im Narrenwesen hatten.
    Und ich wünsche es den diesjährigen Zügen ganz sehr,dass sie doch stattfinden können.Auch wegen der vielen drinsteckenden Arbeit,aber sie sind einfach in vielen Gegenden Herzenssache und Höhepunkt des Jahres!
    Auch in der DDR gehörten sie zu unserem „Pflichtprogramm“ im Fernsehen.

    Die Gemälde sind wieder ganz toll!Fein ausgesucht!

    Nein,Mimilein darf heute keinesfalls fehlen in ihrem schicken Karnevalskostüm!
    Eine ganz feine Handpuppe ist das,Mimilein,von Kopf bis zu den hübschen Schnabelschuhen ist sie niedlich und knuffig!Ich würde sie gern knuddeln.Noch dazu stammt sie aus unserer Landeshauptsatadt.Was Dresden natürlich noch nicht war,als Björn sie bekam.Schön,dass noch das ganze Puppentheater dazu existiert,da habt ihr einen echten Schatz!
    Die Glöckchen sind allerliebst,und ich versteh dich gut,das du das Kerlchen gern hast-ich auch!

    Die Narrenbildchen und das Video mit dem Narhallamarsch sind noch ein stimmungsvoller Abschluss,und ich wünsche euch auch einen schönen und gemütlichen Rosenmontag zu Hause,habts auch fein!
    Ich freu mich,wenn ich „mit euch“ abends die Karnevalssitzung aus Köln gucken kann!

    Liebste Grüße euch Beiden von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      fein, daß es dir gefallen hat, da sind wir ja wieder allem gerecht geworden, hihihi, Bildungsauftrag, Unterhaltung und optische Schmankerln.
      Die Kappen find ich auch so toll, und so als Narr oder Harlekin wäre auch mal ein Kostüm zum andenken, hihihi, mal sehen, was draus wird.
      Tja, die Züge hatten Pech dieses Jahr, einzig Köln hat die Fahne hoch gehalten und ist losmarschiert, wenn auch in abgespeckter Form, aber mit prima Stimmung, lach, die Kölner eben. Es war dann ja auch nicht so doll wie vorausgesagt, aber es war sicher nicht verkehrt, sie anderweitig abzusagen, wenn doch mal was passiert, das wäre ja schlimm, da hat man eben auf Sicherheit gesetzt.
      Ja, unsere Handpuppe ist schon was besonderes, die wird samt ihrer noch vorhandenen Verwandtschaft auch gut in Ehren gehalten, und sie bot sich so fein an für diesen Eintrag. Mimi hatte echt ihren Spaß dran.
      Wir hatten einen gemütlichen Rosenmontag zuhause, jetzt freuen wir uns auf die Karnevalssitzung nachher im Fernsehen und lassen damit dann die närrische Zeit auch wieder langsam ausklingen, morgen noch der Faschings- oder Veilchendienstag, bei den herrschenden Temperaturen draußen könnten die sogar schon blühen, lach!
      Dann mach es dir auch mal schön gemütlich vor der Flimmerkiste, wir wünschen einen feinen Abend mit liebsten Grüßen
      Monika und Mimi.

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  2. Liebe Monika, Du hast wirklich wieder alles so toll gemacht,Deine Puppe ist ganz entzückend,die darf Dein Sohn niemals weggeben.Vielleicht hat er ja eines Tages selbst einmal Kinder ,na und die werden sich dann freuen.Noch dazu wenn Du das ganze Kasperletheater besitzt.Die SchnabelSchuhe und die Glöckchen sind einfach wunderschön und auch das niedliche Gesicht.Kann ich mir gut vorstellen,dass Mimilein daran sehr interessiert ist.Da kann man nur sagen:nix da!So lieb und nett Mimi auch ist ,das feine Püppchen darf nicht zwischen Katzenpfötchen auch wenn sie noch so weich sind.Es ist doch sehr schade,dass das Wetter den Karnevalisten ,die Rosenmontagszüge verdorben hat.In Köln hatte man doch noch ein bisschen Glück mit dem Wetter.Freue mich doch auf heute Abend im Fernsehen,den Kölner Karneval zu sehen.Hier war heute auch scheußliches Wetter aber nicht so dramatisch wie am Rhein.Wollen wir wenigstens uns die Laune nicht verderben lassen und den Rosenmontag noch ein bisschen genießen.Ich wünsche Dir auch noch einen gemütlichen Abend mit Mimi.Hoffentlich ist Mimi nicht mit mir böse,das ich ihr das schöne Püppchen nicht gönne.LG.für Euch Beide von Ursel

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    • Liebe Ursel,
      daaaanke, ich freu mich immer so, wenn es euch gefällt!
      Nee, die Puppe wird nicht weggegeben, die halt ich sehr in Ehren samt dem dazugehörigen kleinen Kasperle-Theater nebst Krokodil, auch das heißgeliebt zu Björns Kindertagen.
      Ja, Mimi hat ihn schon sehr interessiert beäugt, und auch mal versucht, an das Glöckchen zu kommen, hihihi! Aber da war ich schon entsprechend vorsorgend, da darf sie nicht dran, da ist sie aber weder mir noch dir böse drüber, sie hat soviele andere Sachen zum spielen, da nimmt sie sich dann halt ihre Plüschmäuse, lach! Oder ihren Kumpel Tom Tatze, auch ein Plüschtier, das ihr gehört.
      Es war wirklich schade mit den Karnevalszügen, mir tun die Jecken dann immer so leid, da freuen die sich ja nun wirklich ein ganzes Jahr drauf, aber Vorsicht ist halt die Mutter der Porzellankiste, war wahrscheinlich schon besser so, Köln hatte da ja gestern schon Vorsorge getroffen den Zugweg längs und sie haben ja auch nur eine abgespeckte Version laufen lassen, das Wetter war ja dann doch besser als erwartet. Hoffentlich kommt das dicke Ende nicht noch.
      Wir lassen uns die gute Laune und das feiern nicht verderben, auf keinen Fall, hihihi, und ich freu mich jetzt auch sehr auf die Kölner Sitzung, da werden wir uns einen gemütlichen Abend bei machen, und den wünsche ich dir auch mit lieben Grüßen
      Monika und Mimi.

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    • Hallo, lieber Jens,
      freu ich mich doch wieder, daß es dir gefällt!
      Und ich danke dir für die feine Corinna, sie war ja wohl voll in Spiellaune, hihihi, schönes Bild!
      Ich wünsch dir auch einen schönen Tag mit lieben Grüßen
      Monika.

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