Herbst-Montag

herfst28

Herbst

Schon ins Land der Pyramiden

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flohn die Störche übers Meer;

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Schwalbenflug ist längst geschieden,
auch die Lerche singt nicht mehr.
Seufzend in geheimer Klage
streift der Wind das letzte Grün;

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und die süßen Sommertage,
ach, sie sind dahin, dahin!
Nebel hat den Wald verschlungen,

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der dein stillstes Glück gesehn;
ganz in Duft und Dämmerungen
will die schöne Welt vergehn.

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Nur noch einmal bricht die Sonne
unaufhaltsam durch den Duft,
und ein Strahl der alten Wonne
rieselt über Tal und Kluft.

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Und es leuchten Wald und Heide,
daß man sicher glauben mag,
hinter allem Winterleide

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lieg‘ ein ferner Frühlingstag.

AlmostHome

Die Sense rauscht, die Ähre fällt,
die Tiere räumen scheu das Feld,
der Mensch begehrt die ganze Welt.

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Und sind die Blumen abgeblüht,
so brecht der Äpfel goldne Bälle;
hin ist die Zeit der Schwärmerei,
so schätzt nun endlich das Reelle!

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(Theodor Storm)

Faul waren wir wieder am Wochenende, mein Co-Autor und ich, und haben, soweit vorhanden, noch die letzten schon herbstlichen Sonnenstrahlen auf Balkonien genossen, bzw. bei leicht nebelig-trübem Wetter die Indoor-Qualitäten schon mal vorgetestet. Denn man merkt es schon, es sind wohl die letzten Sommertage, die sich da noch in den beginnenden Herbst einschleichen.

Also ist hier mal wieder ein Montags-Eintrag angesagt, und Storms feines Gedicht paßte so hervorragend mit seinem Schluß zu dem, was wir am letzten Montag schon gemacht haben:

Das Reelle schätzen, sprich, mal wieder unser Rezeptbuch rauskramen, denn passend zu den von Storm angesprochenen „goldenen Bälle“ der Äpfel gab es hier am Wochenende ein typisch rheinisch-köllsches Gericht:

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Himmel und Äd mit Flönz! (für Nicht-Kölner: Himmel und Erde mit Blutwurst, hihihi!)

Also Kartoffeln, Äpfel, Zwiebeln, (bei mir kütt och Knoblauch rin!) und Blutwurst.

Und die Äppel waren aus dem Garten meiner Freunde, wie schon im letzten Jahr, sooooo lecker!

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Zutaten:

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500 g Kartoffeln, 500 g Äpfel, 1/4 l Gemüsebrühe, Salz, Pfeffer, 1-2 El Weißwein- oder Apfelessig, 2 dicke Zwiebeln, Knoblauch, Margarine, Butter oder Öl, nach Gusto

Kartoffeln waschen, schälen und in Stücke schneiden, Äpfel vierteln, entkernen und in Stücke schneiden. Kartoffeln in Brühe ca. 10 Minuten garen, Äpfel hinzufügen, garen, bis alles schön weich, aber noch nicht ganz „breiig“ ist. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen, mit Essig abschmecken.

Zwiebeln in der Pfanne in Margarine, Butter oder Öl braun anbraten, Hitze reduzieren und die halbierte Blutwurst kurz mit anrösten.

Kartoffel-Apfel-Gemüse mit den Zwiebeln und der Blutwurst servieren:

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Guten Appetit!

Damit wünsche ich allen eine schöne neue Woche, der Herbst schreitet voran, genießt ihn, und schätzt „das Reelle“, in diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Montag!

Habts fein!

 

10 Gedanken zu “Herbst-Montag

  1. Meine liebe Monika,

    ich versuch mich jetzt mal mit dem Kommentar und hoffe sehr,dass ich ihn zu Ende bringe,mein Netbook hat Super-Streik-Montag!

    Ihr habt es genau richtig gemacht mit den wohl doch letzten Sonnenstrahlen genießen auf dem Balkon,oder die gemütliche Wohnung „vortesten“.
    Bei uns war es nochmal bissel sonnig am Wochenende.Dafür ist heute ein typischer Herbstmontag!

    Dieses Gedicht mag ich besonders gern.Als Kind war ich mal lang zur Kur.Und im Deutschunterricht dort wurde es uns irgendwie sehr eindrucksvoll nahe gebracht.Wenn ich es lese,sehe ich mich als Kind wieder dort sitzen-mit allen anderen Erinnerungen.
    Du hast noch diese niedlichen Bildchen dazu getan,fein!

    Diese leckere Mümmeln war ja ganz was passendes fürs Herbst-Wochenende,es sieht zu verführerisch aus,und man würde gleich im Bild zugreifen.Noch dazu mit den frischen Äpfeln aus dem Garten.Das würde mir auch sehr gut schmecken..Blutwurst ist sowieso mein Ding.Lieben Dank fürs Rezept mit „Übersetzung“.Das werde ich sicher mal ausprobieren!

    Ja,schätzen wir das Reelle,vorallem auch,wenn nix anderes da ist :)!

    Für euch auch eine schöne neue Woche und erst einmal einen guten Montag..Habts auch fein und streichel Mimilein lieb von mir!

    Liebste Grüße von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      siehste, so unterschiedlich ist das, wir hatten gestern den Herbst und heute scheint die Sonne, allerdings scheint sie gewaltig „ins Wasser“, wie man so sagt, es dreuen dunkle Wolken, das wird wohl nicht lange halten.
      Fein, daß ich mit dem Gedicht schöne Kindheitserinnerungen anschieben konnte, das mach ich ja immer ganz besonders gern.
      Ja, meine ganzen feinen Bildchen sind ja mit hierhin umgezogen, und man kommt ein bissel schneller hier da dran als früher beim Blögchen, da macht es mal wieder richtig Spaß, Gedichte zu illustrieren.
      Dann mal ran an den Speck bzw. die Blutwurst, lach, das ist wirklich sehr lecker und ich liebe dieses Rezept.
      Na, das Reelle schätzen ist ja gerade so in der jetzigen Erntezeit schon prima, aber andere Sachen gibt es doch auch noch!
      Hab einen schönen Restmontag trotz Herbstwetter (das auch gaaaanz schön sein kann, wenn es schlecht ist, lach!) und eine gute neue Woche, Mimi dankt für den Streichler, liebste Grüße
      Monika.

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  2. Moin moin,

    mir läuft das Wasser im Mund zusammen;) Das Gericht kenne ich noch aus meiner Aachener Zeit und ich denke, ich werde es mal nachkochen.:)
    Ein schönes Gedicht und feine Bilder dazu, so kann der herbstliche Montag getrost beginnen.
    Hier regnet es schon den ganzen Tag.
    Liebe Grüße aus Bremen,
    Brigitte

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    • Moin moin, liebe Brigitte,
      herrlich ist das Gericht, nicht wahr, ich liebe es auch sehr, und jetzt ist genau die richtige Zeit wieder dafür! Ich hatte den Kindern von meinem Wochenend-Menü berichtet, und nun haben wir beschlossen, daß wir bei einem neuerlichen Besuch demnächst bei ihnen mal ein Brauhaus aufsuchen werden, um Himmel und Äd dort mal auszuprobieren, ich bin schon sehr gespannt.
      Au, ja, koch es mal wieder nach, es ist wirklich soooo lecker!
      Oh, je, bei euch regnet es schon, hier dreuen zur Zeit nur viele dunkle Wolken, aber immer mal wieder blitzt die Sonne noch durch, da freu ich mich ja, daß ich mit dem Gedicht samt Bildkes den herbstlichen Montag bissel aufhellen konnte!
      Liebe Grüße aus Oberhausen,
      Monika.

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  3. Huhu, liebe Monika!

    Bei Äpfeln und Kartoffeln (Himmel und Erde, mit Bergen von Röstzwiebeln) bin ich begeistert dabei. Die Blutwurst überlasse ich neidlos Dir, bin ja schon seit längerem fleischlos glücklich.
    Danke für das schöne Gedicht. Wie man sieht, ist auch im Herbst noch „Stormzeit“.

    Bei uns fällt gerade ein gemütlicher Landregen, der anscheinend noch länger anhalten wird. Ich wünsche Dir und Mimilein einen schnurrbehaglichen Montagnachmittag!

    Liebe Grüße aus Bärlin,
    Deine Sabine

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    • Huhu liebe Sabine,
      jaaa, dann lang ordentlich zu bei Himmel und Erde mit Bergen von Röstzwiebeln, die Blutwurst ist ja eh schon alle, lach, aber ich hab für heute noch einen Rest von den Kartoffeln mit den Äpfeln, und da kommen dann auch bloß noch Röstzwiebeln drüber!
      Jau, auch im Herbst ist noch Stormzeit, wobei ja eigentlich immer Stormzeit ist, lach, es gibt ja Gedichte für alle Lebenslagen von ihm, und auch seine Novellen spielen ja in allen Jahreszeiten. Aber lesen ist irgendwie so eine Sommertradition bei mir geworden, weißt du ja!
      Ich bin mal gespannt, wann Landregen oder ähnliches hier ankommt, die dunklen Wolken dazu sind schon den ganzen Tag da, aber die Sonne setzt sich immer wieder durch, fein das! Aber so ein herbstlicher Landregen kann ja auch was ganz feines sein!
      Wir wünschen auch einen schnurrbehaglichen (ein liebes Wort!) Montag mit Schnurrgrüßen von Mimi ans komplette Rudel und lieben Grüßen aus „Obärhausen“, hihihi, ist mir gerade erst aufgefallen, das geht ja auch mit meiner Stadt mit dem „Bär“,
      Monika.

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    • Huhu, lieber Jens,
      na, einfach nur Himmel und Äd mümmeln, lach, die Kartoffeln gekocht und die Äppel roh, und die Röstzwiebeln gehen ja auch noch, aber ich halt es mit dem Grünzeug wie weiland unser Knuti, ich schmeiß den Salat zielgerichtet zurück, hihihi! Nee, im Ernst, ich bin auch sehr für einen Salatteller zu begeistern, und mit deinem oberniedlichen Bild von Mama und Baby hab ich ja den zuckersüßen „Nachtisch“ gleich noch oben drauf, daaaaanke!
      Wie herrlich passend mit dem Grünzeug statt der Blutwurst!
      Liebe Grüße
      Monika.

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  4. Liebe Monika,

    nach meiner unfreiwilligen Schreibpause kann ich jetzt auch wieder etwas entspannter ans Essens denken. Die Flönz lasse ich aber weg, denn vor Blutwurst graust es mir. Alles andere an dem Gericht ist sehr lecker und im Brauhaus wird es dir ganz besonders gut schmecken, weil der Köbes es servieren wird. Denn auch so leidenschaftliche Köchinnen wie du setzen sich gerne mal einen gedeckten Tisch, nicht wahr?

    Das schöne Gedicht ist mir auch noch aus der Schulzeit bekannt, und trotz der unübersehbaren Melancholie über die vergangenen Sommersonnentage vermitteln die Freuden des Herbstes mit seiner Ernte- und Farbenpracht bereits wieder Hoffnung und Zuversicht. So soll das!
    Hab lieben Dank für das aufmunternde Montagsrezept, das mir gerade heute besonders gut getan hat.

    Liebe Grüße an dich und Mini von dem zurzeit sehr anhänglichen Django
    und seinem Frauchen!
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ein freudiges „welcome back“, ich freu mich so mit dir mit!
      Hehehe, lustig, den meisten graut es vor meiner Blutwurst, tsss, macht nix, alles for me, ich mag ihr!
      Da freu ich mich schon richtig drauf, das mal so stilecht im Brauhaus vom Köbes serviert zu bekommen, ich werde auf jeden Fall berichten, wenn es denn dann mal soweit ist.
      Ooooh, ja, ich koche ja wirklich leidenschaftlich gerne und eben auch für mich hier ganz alleine, aber es ist doch auch was ganz besonders feines, sich mal an einen gedeckten Tisch setzen zu können, durftest du ja auch neulich noch so herrlich genießen, nicht wahr?
      Ich liebe dieses Gedicht auch sehr, es ist ja nun mal in jedem Abschied ein Stück Wehmut, so natürlich auch im Abschied vom Sommer, aber eben auch die Vorfreude aufs Neue, Schöne! Und ich liebe immer gerade die Jahreszeit am meisten, die gerade dran ist, lach, ohne Ausnahme! Bis auf den Monat November, den würde ich immer gerne ausrangieren, aber trotzdem hat ja auch er seine Bedeutung und seinen Sinn!
      Hach, da freu ich mich jetzt wirklich sehr, daß mein Montagsrezept aufmuntern konnte und gut getan hat, so sollte das!
      Ich freu mich sehr über den anhänglichen Django, er weiß da schon, was er tut, Mimi nickt, hihihi, und schickt ihm liebe, verständnissinnige Schnurrgrüße, und von uns beiden liebe Grüße an ihn und Frauchen,
      Monika.

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