Der "hill`je Zinte Mätes"

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Laternenlied

Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus schon schwirrt,
gehn wir mit Laternen aus
in den Garten hinterm Haus,
und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied erschallen:
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.

Wie so lieblich aus dem Grün
fern und nah die Lichter glühn,
schimmern auf den hellen Steig,
spiegeln sich im schwarzen Teich;
rosig aus dem Dunkel leuchtet
manche Blume taubefeuchtet.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Plötzlich aus dem Wolkentor
kommt der gute Mond hervor,
wandelt seine Himmelsbahn
als ein Hauptlaternenmann.
Leuchtet bei dem Sterngefunkel
lieblich aus dem blauen Dunkel.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Ei nun gehen wir nach Haus,
blasen die Laternen aus,
lassen Mond und Sternelein
leuchten in der Nacht allein,
bis die Sonne wird erwachen,
alle Lampen auszumachen.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

(Heinrich Seidel)

Der Martinstag am 11. November ist der Gedenktag des Hl. Martin von Tours. Das Datum ist von Martins Grablegung am 11. November 397 abgeleitet. Der Martinstag ist von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.
In der von Byzanz beeinflußten Christenheit lag der Martinstag zunächst am Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit ab dem 11. November, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein vor Weihnachten begangen wurde. Am letzten Tag vor Beginn dieser Fastenzeit konnten die Menschen – analog zur Fastnacht – noch einmal schlemmen. So wird noch heute beim rheinischen Karneval die neue „Session“ am 11. November ausgerufen. Daneben war der Martinstag auch der traditionelle Tag des Zehnten. Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen, da die bevorstehende Winterzeit das Durchfüttern der Tiere nur in einer eingeschränkten Zahl möglich machte. An diesem Tag begannen und endeten die Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen.

(Quelle: Wikipedia)

Welche Freude! Fragezeichen allwieder mal in euren Augen!:??:
War der Martinstag nicht gestern schon?:??:
Genauso isses!:yes:
Und da ich hier schon seit einigen Tagen von einer unbezwingbaren Aufräumwut heimgesucht werde,:)) ist mir dabei, welch ein netter Zufall, gestern Abend eine große Tüte in die Hände gefallen, über deren Inhalt ich mich sehr gefreut habe: Passend zum Martinstag die hübschen Laternchen, die im Laufe der Kindergarten- und Grundschulzeit meines Sohnes entstanden sind! Selbstgebastelt natürlich!

Diese Freude wollte ich unbedingt mit euch teilen, und hab dann gestern abend noch die feinen Laternchen alle an meinem Wäscheständer aufgehängt und fotografiert!;D
Es sind so schöne Erinnerungen an selige Kindertage, die eigenen, die meines Sohnes, seines und meines Patenkindes!
An Laternchen, selbstgebastelt oder gekauft, mit strahlenden Augen durch die dunklen Straßen getragen! Zur Zeit der echten Kerzen in den Laternchen gab es natürlich auch leider das eine oder andere kleine Unglück, und die Laternchen fingen Feuer! Da rollten dann die Tränchen,:'( und die Trauer über das hübsche Laternchen konnten auch die Martinsbrezeln nicht so ganz überdecken!:no:
Das Licht der echten Kerzen war ganz sicher schöner, aber in anbetracht der kleinen oben erwähnten Dramen finde ich die batteriebetriebenen Leuchten doch „entspannter“!
Ich hab als Kind immer sehr unsere „großen“ Jungen beneidet, die beim Martinszug brennende Fackeln tragen durften!88|
Und ich wollte immer so gerne einen großen, runden Mond als Laterne haben, aber das ist ein unerfüllter Wunsch geblieben! Ich glaub, darum sehe ich sie heute noch soooo gern!:yes:
Aber ein anderer Laternenwunsch ist in Erfüllung gegangen, eine „Martinsgans“, ich hab sie heute noch, guckt mal:

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Schön, nicht?

Ganz wunderschön fand und finde ich die Laternen aus schwarzem Karton, mit ausgeschnittenen Bildern, die mit Transpartenpapier hinterklebt werden!

Als Kind war St. Martin ein Höhepunkt im Jahreslauf, und wenn der Umzug mit der Schule beendet war und wir mit den immer noch brennenden Laternchen nach Hause gingen, ging es für mich zu Hause noch weiter, ich hab dann nämlich mit meinem Papa noch mal St. Martin nachgespielt, dazu mußte sich mein Vater auf den Boden setzen als armer Bettler, und ich bin als St. Martin um den Küchentisch „herumgeritten“, bis ich auf den „Bettler“ traf, in Ermangelung eines roten Umhangs erhielt mein Vater dann ein ausrangiertes Bettuch gegen den Frost!:)) Und die ganze Szenerie nur erhellt durch unseren damaligen Kohleofen und meiner Laterne! Herrlich war das!:yes:
Bei den Martinszügen mit meinem Sohn erinnere ich mich vor allem an den ersten noch so genau, es war so eine Freude, nun mit dem eigenen Kind mit dem Martinszug zu laufen, er war da erst 13 Monate alt, saß stolz mit seinem Laternchen in der kleinen Kinderfaust im Kinderwagen, strahlte wie ein Honigkuchenpferd, hat natürlich auch lauthals „mitgesungen“,;D und ist auf dem Rückweg eingeschlafen, selig und glücklich, und genauso selig und glücklich ist Mama mit dem Laternchen in der Hand mit ihm im Kinderwagen nach Hause gezogen!

Das waren nun meine Erinnerungen an St. Martin, ich denke mal, ihr habt auch eine Menge davon, und ich freu mich, wenn ich die hier wieder „anschubsen“ konnte!:yes:
Aber nun möchte ich euch doch auch endlich die „gesammelten Werke“ zeigen, die diesen Eintrag angestoßen haben!

Voilà!

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mit Flechttechnik

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über einem Luftballon

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als „Drachen“

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mit selbstgemalten Bildern

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mit Wachstechnik

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mit „Kruschelpapier“

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mit Herbstblättern

Dieses Bild ist jetzt eine Premiere, es ist mein erstes „Panoramabild“!

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und einmal wunderschön aufgehellt von BrigitteE! Danke!

Natürlich dürfen an St. Martin auch immer noch Kürbislaternen leuchten! So wie meine im Wohnzimmer!

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St. Martin ist ein Heiliger des Teilens, ich teile hier meine Freude mit euch, geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid, laßt uns nicht vergessen, zu teilen und zu helfen, wo es nottut!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen frohen neuen Tag!

:wave:

16 Gedanken zu “Der "hill`je Zinte Mätes"

  1. Meine liebe Monika,

    ich schaute natürlich auch etwas verdutzt erst ins Blögchen und dann auf den Kalender.
    Aber ich freu mich auch heute noch über den schönen Eintrag,beginnend mit dem feinen Laternenlied.
    Da bei uns im Osten der Sankt-Martins-Tag nicht begangen wurde,finde ich auch das Wissenswerte sehr interessant.Es fehlen mir aber leider auch solche Kindheitserinnerungen.Laternenumzüge an sich kenne ich schon,aber eben nur aus Sommerfesten in der Gartenanlage.Aber aufregend wars genauso,und brennende Laternchen wurden auch beweint.Solch einen großen runden Mond wünschte ich mir auch,die machten echt was her!
    ich finde es sehr berührend,dass du die vielen Laternen deines Sohnes noch besitzt,sie sind alle wunderschön und erzählen dir sicher viele Geschichten.
    Dein Kindheitserlebnis mit deinem Vater kann man sich richtig gut vorstellen,ein „Zwei-Personen-Theaterstück“!
    Sehr begeistert bin ich von deiner Martinsganslaterne und deiner Kürbislaterne-toll die beiden!Und das Panoramabild ist einfach spitze,eine gelungene Premiere.
    Vielen herzlichen Dank,dass du deine Freude mit uns teilst-ja,so wird sie mehr,und hilfst uns damit,einen guten neuen Tag zu haben.Und den wünsche ich dir und Mimilein genauso!

    Liebste Grüße von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      da hab ich mich richtig drauf gefreut, auf eure verdutzten Blicke!
      Ja, abgesehen von dem St. Martins-Lied ist dies mein Lieblingslied von St. Martin! Und es ist auch so schön, daß man da immer mit der Musik fündig wird!
      Wie isses schön, daß die Zeiten Vergangenheit sind, nicht wahr, in denen so was wie ein Martinsfest gar nicht begangen wurde, das ist doch so ein schönes, stimmungsvolles und wie ich denke auch wichtiges Fest für die Kinder!
      Aber Kinder sind genau wie Tiere echte Pragmatiker, dann eben Laternenumzüge an Sommerfesten, stimmungsvoll ist auch das allemal! Schön, daß du da auch noch feine Erinnerungen dran hast! Ja, nicht wahr, die Mondlaternen sind doch wirklich wunderhübsch, ich war da immer ganz begeistert von!
      Ach, ja, die Laternchen von Björn erzählen viele liebe und schöne Geschichtchen, hab ich mich richtig gefreut, daß sie mir ausgerechnet gestern in die Hände fielen!
      Über unser „Zwei-Personen-Theaterstück“ haben wir später noch oft so herzlich gelacht, das gehörte auch zu den Lieblingserinnerungen meiner Eltern!
      Fein, meine Martinsgans, nicht wahr, die Kürbislaterne ist aus echtem Wachs, da kann dann so ein Teelicht rein, sieht immer richtig knuffig aus! Und hat so eine schöne, aufmunternde Farbe!
      Das Panoramabild mußt du unten bei BrigitteEs Kommentar noch mal gucken, da ist es noch feiner, sie hat es mir ein bissel aufgehellt, ich bin ganz begeistert!
      Ich freu mich, daß ich zu einem guten Tagesstart beitragen konnte, so sollte das, wir wünschen dir auch einen guten mit liebsten Grüßen
      Monika und Mimi.

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  2. Liebe Monika,

    wie immer bin ich erfreut über das schöne Lied, aber erfreut bin ich auch über deine’Sammelwut‘.

    Unglaublich das, sogar die Laternen hast du aufgehoben;) :)

    Ja, so kommen wir in den Genuss sie bestaunen zu dürfen.

    Laterne laufen fand und finde ich immer noch schön und Laternen basteln war früher auch was ganz feines.

    Die schwarzen, mit ausgeschnittenen Motiven und dann von innen beklebt mit so feinem, bunten, durchsichtigen Papier.

    Weißt du noch wie das Papier hieß? Man konnte es in Bögen erwerben.

    Mein Lieblingslied ist noch heute:

    ‚Laterne, Laterne,
    Sonne Mond und Sterne,
    brenne aus mein Licht,
    brenne aus mein Licht,
    aber nur meine liebe Laterne nicht‘;)

    Fein, das TB heute wieder, danke dir:D

    Wo ist dein Panoramabild gespeichert?
    Ich könnte mal versuchen es aufzuhellen, wenn du magst.

    Liebe Grüße
    Brigitte

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    • Liebe Brigitte,
      und ich bin jetzt so erfreut über deinen lieben Kommentar, und das es dir wieder gefallen hat!
      Ja, meine Sammelwut ist schon legendär, hihihi, von Sachen, die mit Erinnerungen verbunden sind, kann ich mich nur ganz schwer trennen, hin und wieder, so wie jetzt, muß ich dann immer mal wieder gucken, dann wird auch schon mal das eine oder andere Teil wirklich aussortiert, aber vieles bleibt, so auch die Laternchen, die stehen jetzt wieder liebevoll im Schrank!
      Ich hab mich da wirklich drauf gefreut, sie euch zu zeigen, das war ein absoluter Spontaneintrag, der wirklich gestern abend noch entstanden ist!

      Genau diese Laternchen fand ich auch immer ganz besonders schön, Transparentpapier hieß das, und ja, das gab es in Bögen, die DinA 5 Bögen waren meist in so einem Block, das war schon ein Genuß, wenn man das in der Hand hielt! Wenn man als Kind damit gebastelt hat, das war richtig was „wertvolles“!
      Herrlich, wenn so eine Erinnerung nach der anderen kommt, nicht wahr?

      Ja, das Liedchen ist auch ein wunderschönes zu St. Martin, wenn man es liest, hat man im Kopf im Hintergrund das schöne Blasorchester, das immer mit den Martinszügen mitläuft! Fein!

      Ich hab schon gesehen, daß du mein Panoramabildchen schon gefunden hast, soooooo lieben Dank, daß du dir die Mühe gemacht hast, es aufzuhellen, jaaaaaa, so sieht es richtig fein aus, es war der erste Versuch, und das Licht reichte wohl nicht mehr gestern abend, da freu ich mich jetzt sehr drüber!

      Habt einen schönen Tag, hier isses heute mal wieder grau, wie selten, habt ihr noch Speckwetter?
      Liebe Grüße
      Monika.

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    • Huhu liebe Brigitte,
      wie schöööööön, ich freu mich und bin ganz begeistert!
      Ja, so sollte das, alle Laternchen auf einmal, das hast du klasse hingekriegt, ganz lieben Dank!

      Und danke für den Glückwunsch, liebe Grüße
      Monika.

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  3. Liebe Monika,

    jau, St. Martin ist ein wunderschönes Fest und alle Deine Erinnerungen sind auch meine zu diesem Fest, bis auf das zwei Personenstück mit Deinem Vater – einfach göttlich!
    Ich habe einmal eine Laterne mit Transparentpapier in der Schule gebastelt und fand dieses gute Stück vor einigen Jahren rein zufällig, wo sie im Keller meines Elternhauses an der Decke hing. Wer sie je dort auf gehangen hat, ist mir absolut schleierhaft, denn meine Mutter ist schon über 30 Jahre tot und nur meine Cousine lebte die letzten 20 Jahre noch in meinem Elternhaus.
    Wir haben noch Martinslaternen aus Runkelrüben gebastelt, die etwa den heutigen Halloweenfiguren ähnelten und mit einem Stock, der von unten befestigt war, getragen wurde. Das Fackeltragen (noch mit echtem Teer aus dem Steinbruch), war leider Domäne der Jungs. Wie sich doch die Sehnsüchte der Mädchen (auch damals das Nicht-Messdiener-sein-dürfen gleichen – Du hattest irgendwann einmal darüber geschrieben?)

    Deine Laternen Sammlung ist einfach umwerfend, und die einfallsreiche Aufhängung hat erst Brigittes Bildbearbeitung „erhellt“ – toll. In meiner Kindheit gab es auch schon Martinslaternen zu kaufen und der lachende Mond war heißbegehrt.
    Elektrisch waren sie aber noch nicht, aber das Zündeln dürfen war auch viel aufregender.

    Ich habe gestern eher rein zufällig einen riesigen Martinsumzug gesehen, weil ich wegen des Büroumzuges noch eine Sonntags-Sonderschicht eingelegt hatte, als plötzlich aus der gegenüberliegenden Kirche (mitten in Saarbrücken) Hunderte von Kindern bzw. Eltern mit ihren Kindern ihren Zug direkt vor unserem Bürofenster starteten. Das war wunderschön und ich hab ungeniert mitgesungen!

    Und die liebe BrigitteP aus der DDR-Diaspora kennt den Brauch gar nicht? Wie gut, dass sie Dich hat und wenigstens sommerliche Laternen Feste kennt.
    Ich kannte einen Prof., dem die Studenten in Frankfurt zu seinem Abschied (vor zig Jahren) einen Fackelzug gewidmet hatten. Leider war ich da nicht mehr in Frankfurt.

    So, nun aber genug geplaudert. Morgen geht es in den Endspurt mit dem restlichen Kleinkram, der noch untergebracht oder entsorgt werden muss.

    Eine Gute Nacht!
    Heute ohne Django, der offensichtlich die „Liebes-Saison“ schon wieder eröffnet hat und mehr Appetit auf die holden Katzendamen hat als auf sein Futter.

    Liebe Grüße
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      oh, ja, St. Martin ist ein wunderschönes Fest, und ich freu mich so sehr, daß du meine Erinnerungen da alle teilst, ja, bis auf unser „Zwei-Personen-Stück“, das war aber auch wirklich immer zu schön!
      Ach, ist das schön, daß du auch ein Laternchen von dir wiedergefunden hast, da hast du dich doch sicher sehr drüber gefreut, wo du es denn dann auch noch selbst gebastelt hattest, ich würde ja mal tippen, daß es wohl doch deine Mama vielleicht war, wie du ja an mir siehst, Mamas heben alles auf und verwahren jeden noch so kleinsten Zettel vom Kind!
      Oh, ich glaub, Martinslaternen aus Runkelrüben kenne ich noch von meiner Mama, also aus Erzählungen, die hatten gewiß Ähnlichkeit mit den heutigen Kürbislaternen!
      Richtig, die Fackeln, das war Teer, und bei uns auch eine absolute Jungsdomäne, ich hab sie wirklich genauso darum beneidet wie eben um das Meßdiener-sein-dürfen, das hätte ich auch so gerne gewollt, heute dürfte ich, da sind wir zu früh für geboren worden! Ja, da hab ich mal drüber geschrieben, ich glaub, im Fronleichnams-Eintrag war das.
      Es war so ein schöner Zufall, der mir genau an dem Abend die Laternchen in die Hände spielte, ja, und dann hab ich halt überlegt, wie kriegst du die jetzt am besten fotografiert, und da fiel mir halt mein Wäscheständer ein, hihihi!
      Ich hab mich so gefreut, daß BrigitteE mir das Bild aufgehellt hat, ich wollte halt, um sie alle drauf zu kriegen, mal die Panoramafunktion ausprobieren an meiner Handy-Knipse, aber das Licht war wohl nicht mehr ganz ausreichend, ich wollte es euch aber trotzdem nicht vorenthalten, und da war die Freude über die Aufhellung wirklich riesengroß!
      Ist das nicht herrlich, der Mond war ja wohl bei allen heißbegehrt! Ich find ihn heute noch soooo schön, wenn ich ihn hier mal in Matinszügen wieder sehe!
      Nein, meine Laternchen waren auch noch nicht elektrisch, und ich fand auch das Zündeln so schön, nur fand ich es halt auch immer sehr traurig, wenn irgendwo mal wieder ein geliebtes Laternchen in Flammen aufging! Björn hatte dann schon elektrisches Licht im Laternchen, zumindest für den „offiziellen“ Martinszug draußen, zuhause haben wir dann meist doch noch mal ein richtiges Kerzchen reingemacht, und bei einigen seiner Laternen aus der Grundschulzeit war auch noch eine Vorrichtung für ein richtiges Kerzchen drin, die konnte man ja kaufen für die selbstgebastelten Laternchen!
      Ach, wie schön, hast du vorgestern noch einen richtigen Martinszug gesehen, ich hab dieses Jahr hier nichts gesehen, wahrscheinlich haben sie einen anderen Zugweg genommen, normalerweise kommen sie hier auch immer vorbei, dann guck ich auch so gerne! Ist das nicht wunderschön, wenn der Zug so startet, und ja, ich hätte auch lauthals mitgesungen, hab ich keine Hemmungen, die Lieder sind auch alle so schön, ich erinnere mich noch, daß ich vor Jahren am Martinsabend mal bei meiner Mama war, und da zogen sie auch, und wir haben dann das Fenster geöffnet und beide geguckt und auch beide mitgesungen, das war so schön!
      Jau, DDR-Diaspora ist herrlich, es ist doch eigentlich traurig, was man den Kindern da vorenthalten hat, und nun treten sie schon wieder so eine blöde Diskussion los, ob man das nicht abschaffen sollte, ich fand es nur herrlich, daß sie genau von der angeblich „betroffenen“ Seite eine Abfuhr erteilt bekommen haben! Gut so!
      Ja, und für sowas hat BrigitteP halt uns hier, das ist Nachhilfeunterricht, hihihi, aber ich hatte ihr schon geschrieben, Kinder sind so herrlich pragmatisch, dann macht man halt Laternenfest in Sommernächten, man muß sich nur zu helfen wissen!
      Oh, ja, so ein Fackelumzug sieht sicherlich auch schön aus, schade, daß du ihn nicht gesehen hast!

      Nun geht es also in den Endspurt mit eurem Büro, da wünsche ich aber mal herzlichst gutes Gelingen, ihr werdet sicher froh sein, wenn ihr das jetzt bald geschafft habt, nicht wahr?
      Ich kram hier zur Zeit auch vor mich hin überall, um mal auszusortieren und ähnliches, so sind mir ja auch die Laternchen in die Hände gefallen, aber die werden auf keinen Fall aussortiert!
      Ach, herrjeh, Django eröffnet nun die „Liebes-Saison“ bereits im Spätherbst, na, ich denke mal, wenn es ihm zu kalt und feucht draußen wird, wird er schon wissen, wo er sein warmes gemütliches Plätzchen inklusive Streicheleinheiten und Lecker-Futter finden kann! Und sich von dir trösten lassen, wenn die Damen ihm mal wieder eine Abfuhr erteilt haben, lach! Mimi hat sich leise eins gegrinst und läßt ihn schnurrend grüßen, bei diesem Wetter ist sie fest mit ihrem Kuschelsessel verwachsen, hihihi!
      Und sie läßt Django ausrichten, er soll das futtern nicht vergessen, sie mag halt propere Kater, ich lach mich kaputt!

      Ich freu mich, daß ich mal wieder Erinnerungen anschieben konnte, wünsche dir eine gute Nacht und einen schönen neuen Tag, viel Erfolg beim Büro-Endspurt und liebe Grüße
      Monika.

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    • Liebe Britta-Gudrun,

      vom Hörensagen kannte ich diesen Brauch schon,aber in der DDR-Diaspora wurde ja so viel wie möglich Christliches abgewürgt.
      Natürlich bin ich froh,dass ich Monika habe-und nicht nur wegen des Nachhilfeunterrichtes zwecks Brauchtums ;)!
      Nicht zu vergessen euch alle anderen.

      Liebe Grüße von Brigitte und ales Gute für dich!

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  4. Mein liebes fleißiges Lieschen!

    Nicht nur hast Du aufgeräumt und wieder wunderschön gebloggt – nein, Du hast auch noch Zeit für liebe Kommentare gefunden, die ich natürlich alle nach und nach beantworten werde. Vielen, vielen Dank!

    Übrigens hat mir meine Freundin aus Mönchengladbach erzählt, dass irgend so ein bekloppster Politiker allen Ernstes gefordert hat, den St. Martinstag in NRW in der Form abzuschaffen und in „Mond-und-Sterne-Fest“ umzubenennen, damit andere religiöse Gruppierungen sich nicht benachteiligt fühlen. Was sagst Du denn dazu? Mir fällt ehrlich gesagt nichts ein, außer…

    Ich wünsche Euch zwei Hübschen einen kuscheligen Abend (hier ist es schon fast völlig dunkel) und sende viele liebe Herzensgrüße.

    Ganz viel Schönes und auf Wiederlesen,
    Sabine

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    • Liebe Sabine,
      fleißiges Lieschen ist lustig, aber stimmt schon, hihihi, war ich auch gestern!
      Laß dir ruhig Zeit mit antworten, weißt doch, in der Ruhe liegt die Kraft! Und ich machs doch richtig gerne!

      Da hat dir deine Freundin was richtiges erzählt, genauso isses, ich hab hier erst mitten im November an einen Aprilscherz geglaubt, und erst mal herzlichst gelacht, vor allem über die Bezeichnung „Sonne, Mond und Sternefest“, erinnerte mich so an die damaligen Bezeichnungen der ehemaligen DDR für Engel, „geflügelte Jahresendzeitfiguren“, lach, aber nein, der meinte das wirklich ernst! Mir ist dann genau dasselbe eingefallen wie dir, ich habs bloß drastischer ausgedrückt, und hab mich dann riesig gefreut, das die angesprochenen religiösen Gruppierungen allesamt Sturm gelaufen sind dagegen, sie wollen das Fest so wie es ist und finden es wunderschön, tja, der Schuß ist dann wohl reichlichst nach hinten losgegangen und nun rudert man schon zurück! Meine Güte, müssen solche Menschen Langeweile haben!

      Wir wünschen auch einen kuscheligen Abend an dich und das Rudel, jau, jetzt wird es schon früh wieder dunkel abends, viele liebe herzlichste Grüße und ebenfalls ganz viel schönes
      Monika und Mimi.

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  5. Hallo Monika

    Durch Zufall bin ich auf dein Blog gestoßen. :yes:
    Als gebürtige Kölnerin kenne ich natürlich noch die Martinsumzüge. Als Kinder haben wir es geliebt, wenn der heilige Martin mit einem echten Pferd unserem Laternenzug vorausging und am Ende seinen roten Umhang mit dem großen Schwert durchschnitt. Ich hatte immer diese Sonnenlaterne, rotgelb, die wird heute noch fast identisch hergestellt. :)

    Liebe Grüsse
    Chris :wave:

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    • Hallo, Chris,
      wie schön, herzlich willkommen!
      Na, da konntest du als gebürtige Kölnerin ja auch den Titel auf Anhieb verstehen!
      Waren das nicht wunderschöne Marintsumzüge, ich hab das auch so geliebt, wenn der Martin auf seinem Pferd voranritt, und dann die Mantelteilung, in unserer Kirchengemeinde hier machen sie es heute noch so, mit echtem „Pääd“!
      Die Sonnenlaterne fand ich auch immer ganz wunderschön, ja, richtig, die werden heute noch so hergestellt, den von mir so geliebten Mond gibt es auch noch!
      Danke für deinen lieben Kommentar, vielleicht hast du Lust, weiter zu gucken, liebe Grüße
      Monika.

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  6. Monika, ich muß gestehen, dass ich nie Kölsch gelernt habe, da ich aus einer nordeutschen Familie komme und bei uns immer nur Hochdeutsch gesprochen wurde. Natürlich verstehe ich es und kann es auch lesen. Hessisch kann ich auch nicht. :)) Meine Mutter sprach noch Plattdeutsch, aber auch das ist an mir vorbeigegangen. :. Auf dem Gymnasium wurde ebenfalls nur Hochdeutsch gesprochen – so bin ich quasi dialektfrei aufgewachsen. ;) Ich werde auf jeden Fall weiter ein Auge auf dein Blog haben. :yes: Ich kann es ev. abonnieren, dann bekomme ich mit, wenn Du etwas Neues veröffentlichst. Ich sehe dich ja immer bei Christina und Jens. Wünsche dir ein erholsames Wochenende! :) Grüssle Chris :wave:

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    • Hallo, Chris,
      ach, das ist ja lustig, da hast du kölsch nie gelernt! Bei mir kam ein Großvater aus dem Münsterland, der konnte auch fließend platt, als Kind konnte ich es auch, heute weiß ich nicht mehr viel davon, eigentlich schade!
      Dialektfrei bin ich nicht aufgewachsen, wenn man das Ruhrpottdeutsch als Dialekt bezeichnen möchte, lach!
      Fein, daß du weiter reingucken möchtest, da freu ich mich, ja, und bei Christina und Jens „sehen“ wir uns ja auch!

      Ich wünsche dir auch ein schönes und erholsames Wochenende, liebe Grüße
      Monika.

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  7. Pingback: Ich geh mit meiner Laterne… | mimisdosenoeffner

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