Thanksgiving

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Mr. Turkey

I have a turkey, big and fat.
He spreads his wings
and walks like that.
His head goes
wobble, wobble, wobble,
and when he talks it sounds
like this:
„Gobble, gobble, gobble!“

(trad.)

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Letzter Donnerstag im November: Thanksgiving Day
Thanksgiving wurde zum ersten Mal 1621 von den Pilgervätern gefeiert, die damals das erste harte Jahr in New England hinter sich und Lust auf ein Fest hatten: Sie lebten, waren gerade nicht vom Hunger bedroht, hatten Frieden mit den Indianern, und die erste Ernte war nicht schlecht geraten.

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Bei ihnen lebte Squanto, ein Indianer vom Stamme der Patuxet, wahrscheinlich der erste Indianer, der schon einmal in England war. Er diente den Pilgervätern als Übersetzer, vermittelte das Verständnis zwischen ihnen und den Indianern, brachte den Pilgervätern das Jagen, Fischen, Fallenstellen und das Kochen mit den fremdartigen Gemüsesorten und Früchten bei, denn die Väter waren meist Städter, Handwerker oder Ladenbesitzer und wären ohne seine Hilfe verloren gewesen.

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Squanto wurde gebeten, den Häuptling des Stammes einzuladen, mit dem die Väter im Frühling einen Friedensvertrag geschlossen und im Laufe des Sommers gehandelt hatten, und die Väter dachten, Squanto käme mit ihm und einigen Stammesangehörigen. Er erschien jedoch mit 90 Gästen!
Den Indianern war das Herbstfest nämlich als ritueller Grüner Maistanz bekannt. Dieses Fest dauerte vier Tage und war mit Reinigungsriten verbunden: Die ganze Siedlung mußte gereinigt werden, alle alten Kleider kamen fort, neue Feuer wurden entzündet, und dann aßen sich alle an der neuen Ernte satt.

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Zu einem solchen Fest müssen sich die Indianer eingeladen gefühlt haben, und sie sorgten dafür, daß dieses erste Dankfest eindrucksvoller, üppiger, heiterer und länger als beabsichtigt verlief! Sie wollten solange feiern, wie es etwas zu essen gab und hatten dazu fünf Rehe mitgebracht. Es wurde außerdem das aufgetischt, was es auch heute noch in dieser oder jener Form beim Thanksgiving Dinner gibt: Puter, Gänse, Enten, Hummer, Aale, Muscheln, andere Fische, Stachelbeeren, Erdbeeren, Pflaumen und Kirschen, diese in getrockneter Form, was die Väter von den Indianern gelernt hatten, denn noch hatten sie keinen Zucker zum Einkochen. Es hat auch schon Kronsbeeren (Preisselbeeren) gegeben, als getrocknete Früchte im Teig, Vorläufer also der berühmten Pies.
Der erste rote und weiße Wein, der in New England üppig gedieh, wurde ausgeschenkt. Er war noch etwas jung, es wurde aber eine Gallone davon getrunken, dazu gab es Gebäck aus dem letzten englischen Mehl und viel aus amerikanischem Mais: Kuchen, Aschenkuchen, geröstete Kolben und den berühmten Indian Pudding: Aus Maismehl und Melasse, im Beutel gekocht, auch das hatte Squanto den Pilgervätern beigebracht.
Das Kochen fand im Freien statt, gegessen wurde mit den Fingern, und Clamchowder und Wildstew wurde in großen Kesseln zubereitet: Das alles ist in den drei Tagen von fünf Frauen für 140 Leute gekocht worden!

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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Es war sicher eine nette Geste der Pilgerväter, sich bei den Indianern für ihre Hilfe beim Überleben mit diesem Fest zu bedanken und m.E. zeigt gerade dieses Fest, wie einfach es doch ist, friedlich gemeinsam zu feiern, trotz kultureller Unterschiede, anderer Glaubensrichtungen oder Weltanschauungen.
Und das ein Überleben und Leben nur gemeinsam wirklich möglich ist, da jeder vom anderen lernen kann.
Es wäre so schön gewesen, wenn sich dieser Gemeinschaftsgedanke fortgesetzt hätte und ein friedliches Zusammenleben damit möglich gewesen wäre.
Leider lehrt uns die weitere Geschichte, daß Machtansprüche, Gier und „Überlegenheitsgefühle“ das alles wieder zunichte gemacht haben und die Indianer ganz sicher sehr zwiespältige Gefühle diesem Fest gegenüber haben!
Ich möchte trotzdem diesem Fest hier einen Eintrag widmen, gerade um den Ursprung und die Motivation noch einmal in den Mittelpunkt zu stellen, als Zeichen und Hinweis und dringende Mahnung, daß es auch so geht, wir haben alle gemeinsam nur diese eine Welt und können in ihr nur leben und letztlich überleben, wenn wir gemeinsam zu ihrem und unser aller Wohl zusammen arbeiten…..und feiern!

Und somit möchte ich hier in meinem Blögchen ebenfalls wieder einmal Danke sagen für unsere schöne „Zusammenarbeit“ und mit üppigen Bildern zusammen mit euch die letzten Herbsttage feiern!:yes:

Beginnen wir unser Fest mit einem lustigen Lied:))

bewundern den Indian Summer88|

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schwelgen in herrlichen Herbstfrüchten;D

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und lassen alles ausklingen mit Kerzenschein!:yawn:

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Der Herbst nimmt seinen Abschied, die letzten Blätter fallen

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da sollt ihr noch einmal in den Genuß meiner häuslichen Herbstdekorationen kommen, bevor sie zum Wochenende der adventlichen Dekoration weichen müssen!:yes:

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bitte einzutreten!

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Willkommen!

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Begrüßungstablett

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in der Diele!

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die Zierde des Kamins

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der in der kommenden Zeit wieder ein große Rolle spielen wird, vor allem für euren Co-Autor, meine Mimi, sie liebt ihn, wenn er „angezündet“ ist, nachdem sie mit vorsichtigem Pfötchen festgestellt hat, daß die Flammen nicht „brennen“!:yes::))

Der nächste Eintrag wird bereits adventlich sein, und so wünsche ich euch schöne, friedliche restliche Novembertage (noch 3, um genau zu sein, dann isser um, juuuchhuuuuu!!!!!):))

Habts fein!:wave:

Ewigkeitssonntag

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Was dann?

Wo wird es bleiben,
was mit dem letzten Hauch entweicht?
Wie Winde werden wir treiben –
vielleicht!?

Werden wir reinigend wehen?
Und kennen jedes Menschen Gesicht.
Und jeder darf durch uns gehen,
erkennt aber uns nicht.

Wir werden drohen und mahnen
als Sturm,
und lenken die Wetterfahnen
auf jedem Turm.

Ach, sehen wir die dann wieder,
die vor uns gestorben sind?
Wir, dann ungreifbarer Wind?
Richten wir auf und nieder
die andern, die nach uns leben?

Wie weit wohl Gottes Gnade reicht.
Uns alles zu vergeben?
Vielleicht? – Vielleicht!

(Joachim Ringelnatz)

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Der Ewigkeitssonntag ist in der evangelischen Kirche in Deutschland und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen.
Es ist der letzte Sonntag vor dem 1. Adventssonntag und damit der letzte Sonntag des Kirchenjahres.
Seit der Entwicklung des Kirchenjahres im Mittelalter wurden mit den letzten Sonntagen des Kirchenjahres liturgische Lesungen zu den letzten Dingen verbunden. Während am drittletzten Sonntag das Thema „Tod“ im Mittelpunkt steht, hat der vorletzte Sonntag die Thematik „Jüngstes Gericht“ und der letzte „Ewiges Leben“.
Dazu gehört als Sonntagsevangelium das Gleichnis von den klugen und törichten Jungfrauen (Matthäus 25).
Es bildet die Grundlage für das Wochenlied, den Choral von Philipp Nicolai „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und die darauf aufbauende Bachkantate gleichen Namens.

(Quelle: Wikipedia)

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Der letze stille Tag des Monats November, der Ewigkeitssonntag!

Innehalten und die Besinnung auf die Endlichkeit des Lebens!
Und seine ewige Erneuerung!
Bevor der Trubel und die Geschäftigkeit der langersehnten Vorweihnachtszeit beginnt, noch einmal derer gedenken, die eine Strecke des Weges mit uns gegangen sind und die wir verloren haben, Mensch oder Tier, mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen!
Und dieses Gedenken mitnehmen in die Adventszeit, um nicht „erschlagen“ zu werden vom kommenden „irdischen“ Trubel, sondern immer wieder Atem- und Besinnungspausen einzulegen, damit uns der wahre Sinn des kommenden Festes nicht abhanden kommt!

Besonders wollen wir an alle denken, die aus unserem Kreis hier einen persönlichen Verlust verkraften mußten, sei es ein geliebter Mensch oder ein geliebtes Tier!
Wir fühlen mit euch und wünschen euch von ganzem Herzen viel Kraft und Mut auf eurem weiteren Weg, „leuchtende Tage, nicht weinen, daß sie vorüber, lächeln, daß sie gewesen sind!“ (Konfuzius)

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Aus der Dunkelheit kommen nun die ersten zaghaften Lichter wieder

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Lichter und Kerzen zum erhellen des vor uns liegenden Weges

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und zum Schutz und Segen der uns vorausgegangenen!

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Der Herbst nimmt nun langsam seinen Abschied

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den Winter erwarten wir erst einmal mit der Vorfreude auf die Advents- und Weihnachtszeit

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verbunden mit allen, die uns lieb sind und waren!

„Die Seele hätte keinen Regenbogen, wenn die Augen nicht weinen könnten!“
(Indianische Weisheit)

Ich wünsche von euch von Herzen einen gesegneten und behüteten Ewigkeitssonntag!

Das Gold des Meeres

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Die Frauen von Nidden

Die Frauen von Nidden standen am Strand,
über spähenden Augen die braune Hand,
und die Bööte nahten in wilder Hast,
Schwarze Wimpel flogen züngelnd am Mast.

Die Männer banden die Kähne fest
und schrien: „Drüben wütet die Pest!
In der Niedrung von Heydekrug bis Schaaken
gehn die Leute im Trauerlaken!“

Da sprachen die Frauen: „Es hat nicht Not, –
vor unsrer Türe lauert der Tod,
jeden Tag, den uns Gott gegeben,
müssen wir ringen um unser Leben.

Die wandernde Düne ist Leides genug,
Gott wird uns verschonen, der uns schlug!“ –
Doch die Pest ist des Nachts gekommen,
mit den Elchen über das Haff geschwommen.

Drei Tage lang und drei Nächte lang,
wimmernd im Kirchturm die Glocke klang.
Am vierten Morgen, schrill und jach,
ihre Stimme im Leide brach.

Und in dem Dorf, aus Kate und Haus,
sieben Frauen schritten heraus.
Sie schritten barfuß und tief gebückt,
in schwarzen Kleidern bunt bestickt.

Sie klommen die steile Düne hinan,
Schuh und Strümpfe legten sie an,
und sie sprachen: „Düne, wir sieben
sind allein noch übrig geblieben.

Kein Tischler lebt, der den Sarg uns schreint,
nicht Sohn noch Enkel, der uns beweint,
kein Pfarrer mehr, uns den Kelch zu geben,
nicht Knecht noch Magd ist mehr unten am Leben. –

Nun, weiße Düne, gib wohl Acht:
Tür und Tor ist dir aufgemacht,
in unsre Stuben wirst du gehn,
Herd und Hof und Schober verwehn.

Gott vergaß uns, er ließ uns verderben.
Sein verödetes Haus sollst du erben,
Kreuz und Bibel zum Spielzeug haben, –
Nur, Mütterchen, komm, uns zu begraben!

Schlage uns still in dein Leichentuch,
Du unser Segen, – einst unser Fluch.
Sieh, wir liegen und warten ganz mit Ruh“ –

Und die Düne kam und deckte sie zu.

(Agnes Miegel)

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Bernstein (aus mittelniederdeutsch Börnsteen, „Brennstein“) bezeichnet den seit Jahrtausenden bekannten und insbesondere im Ostseeraum weit verbreiteten klaren bis undurchsichtigen gelben Schmuckstein aus fossilem Harz.
Der älteste bekannte Bernstein stammt aus etwa 310 Millionen Jahre alter Steinkohle.
Bereits seit vorgeschichtlichen Zeiten wird Bernstein als Schmuck und für Kunstgegenstände genutzt. Einge in Ägypten gefundenen Objekte sind z. B. mehr als 6.000 Jahre alt.
Das berühmteste Kunstobjekt aus Bernstein war das Bernsteinzimmer, das seit dem 2. Weltkrieg verschollen ist.
Für die Wissenschaft, insbesondere für die Paläontologie, ist Bernstein mit Einschlüssen, den sog. Inklusen, von Interesse. Inklusen sind Fossilien von kleinen Tieren oder Pflanzenteilen, deren Abdrücke im Bernstein seit Jahrmillionen erhalten sind.

Das altgriechische Wort für Bernstein ist ḗlektron (ἤλεκτρον), was mit „Hellgold“ übersetzt werden kann. Die Wurzel des Wortes élektron stammt aus der vorgriechischen Ursprache des Indoeuropäischen und hat die eigentliche Bedeutung „hell, glänzend, strahlend“. In vornehmen antiken Haushalten diente ein größerer Bernstein als Kleiderbürste; durch das Gleiten am Stoff lud er sich elektrostatisch auf und zog dann die Staubteilchen an sich. Das Phänomen der statischen Elektrizität beim Reiben von Bernstein mit bestimmten Materialien war bereits Thales von Milet bekannt. Damit konnte das griechische Wort für Bernstein zum modernen Namensgeber des Elementarteilchens Elektron und der Elektrizität werden. Dieses einfache elektrostatische Aufladen von Bernstein wurde auch für frühe Versuche zur Elektrizität benutzt.

Die bekannteste Fundregion in Europa ist der südöstliche Ostseeraum, das Baltikum, insbesondere die Halbinsel Samland zwischen Frischem und Kurischem Haff.
In Deutschland gibt es auch größere binnenländische Vorkommen in märkischen Gebieten – z.B. im Naturpark Barnim zwischen Berlin und Eberswalde (Brandenburg).

(Quelle: Wikipedia)

Das Gold des Meeres!

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Bernstein!:D

Ich hatte euch ja versprochen, daß die Edelsteinserie, die Anfang November mit dem Amethyst begonnen hatte, fortgesetzt wird!
Und da der November sich zumindest hier von seiner düsteren Seite zeigt,:( mach ich mit dem Bernstein weiter, seine Farbe ist Balsam für die Seele!:yes: Und als wollte der November mich nun Lügen strafen, war es ausgerechnet heute mal sonnig, und das hab ich sofort ausgenutzt, um meinen Bernstein im schönsten sonnigen Licht zu präsentieren!;D

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Im Mittelalter vertrieb man mit ihm böse Geister,88| indem man ihn zu Pulver zerrieb und den Flammen übergab. Die Araber verfolgten den selben Zweck, wenn sie ihn als Amulett um den Hals trugen.

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Auch Hildegard von Bingen schätzte ihn als Heilstein.

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Hautkrankheiten und Allergien können mit Bernstein gelindert werden.
Ebenso Entzündungen des Mund- und Rachenraumes.
Des weiteren kann Bernstein bei Knochen- und Gelenkerkrankungen wie Arthritis, Gicht und rheumatischen Beschwerden eingesetzt werden.

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Kleinen Kindern erleichtert er das Zahnen!

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Wichtig bei allen Indikationen ist, daß Bernstein häufig und direkt auf der Haut getragen wird.

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Wer möchte bestreiten, daß Bernstein die Seele beeinflußt, allein seine Farbe spricht dafür!:yes:
Er beeinflußt den Gemütszustand positiv.
Durch die Sonne, die in ihm eingeschlossen ist, macht er heiter und optimistisch. Daher wird er Menschen empfohlen, die zu Depressionen neigen (oder den Novemberblues haben, wie ich!:)))

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Der Bernstein stärkt das Selbstvertrauen. Als warmer und relativ weicher Stein fördert er Flexibilität und Aufgeschlossenheit.

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Bernstein überträgt Sanftheit und sonniges Wesen und ist außerdem der Stein der Kreativen.

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Und sein größtes Fundgebiet in Europa ist am Kurischen Haff, zu dem ich so gerne mal reisen möchte,:yes: von dem mein alter Lehrer, der von dort stammte, so oft und so viel erzählt hat, und dabei immer so einen leuchtenden Blick bekam!

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurische_Nehrung

http://de.wikipedia.org/wiki/Kurisches_Haff

Der meine Liebe zu Gedichten verfestigte,:yes: so auch das oben eingestellte, und der das Pommernlied fest in meinem Gedächtnis verankerte, zweistimmig mit der Blockflöte gespielt, er und ich! Ich kann es heute noch!:yes:

Und während ihr euch nun das Lied anhören könnt, zeig ich euch noch einige Bilder von meinem reichen Bernsteinschatz!

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Ich hab auch noch ein Windlicht in bernsteinfarben, guckt ihr:

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Gegen den Novemberblues!:))

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Den Schluß macht nun der Text des Pommernliedes und ein Bild, das durch Zufall entstanden ist, als ich die Schmuckstücke und Bernsteinstücke aus dem Sand genommen habe, präsentierte es sich mir und ich fand es so schön!

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Pommernlied

Wenn in stiller Stunde
Träume mich umwehn,
bringen frohe Kunde
Geister ungesehn,
reden von dem Lande
meiner Heimat mir,
hellem Meeresstrande
düsterm Waldrevier.

Weiße Segel fliegen
auf der blauen See,
weiße Möwen wiegen
sich in blauer Höh,
blaue Wälder krönen
weißer Dünen Sand:
Pommernland, mein Sehnen
Ist dir zugewandt!

Aus der Ferne wendet
sich zu dir mein Sinn,
aus der Ferne sendet
trauten Gruß er hin;
traget, laue Winde,
meinen Gruß und Sang,
wehet leis und linde
treuer Liebe Klang.

Bist ja doch das eine
auf der ganzen Welt,
bist ja mein, ich deine,
treu dir zugesellt;
kannst ja doch von allen,
die ich je gesehn,
mir allein gefallen,
Pommernland, so schön.

Jetzt bin ich im Wandern,
bin bald hier, bald dort,
doch aus allem andern
treibt’s mich immer fort;
bis in dir ich wieder
finde meine Ruh,
send ich meine Lieder
dir, o Heimat, zu!

(Text: Gustav Adolf Pompe, Melodie: Karl Groos)

Die Hälfte des Novembers ist rum,;) ich hoffe, ich kann die zweite Hälfte hier ein wenig sonniger machen, und wünsche euch ein wunderschönes, hoffentlich sonniges Wochenende!

:wave:

Der "hill`je Zinte Mätes"

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Laternenlied

Abends, wenn es dunkel wird,
und die Fledermaus schon schwirrt,
gehn wir mit Laternen aus
in den Garten hinterm Haus,
und im Auf- und Niederwallen
lassen wir das Lied erschallen:
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.

Wie so lieblich aus dem Grün
fern und nah die Lichter glühn,
schimmern auf den hellen Steig,
spiegeln sich im schwarzen Teich;
rosig aus dem Dunkel leuchtet
manche Blume taubefeuchtet.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Plötzlich aus dem Wolkentor
kommt der gute Mond hervor,
wandelt seine Himmelsbahn
als ein Hauptlaternenmann.
Leuchtet bei dem Sterngefunkel
lieblich aus dem blauen Dunkel.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

Ei nun gehen wir nach Haus,
blasen die Laternen aus,
lassen Mond und Sternelein
leuchten in der Nacht allein,
bis die Sonne wird erwachen,
alle Lampen auszumachen.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!

(Heinrich Seidel)

Der Martinstag am 11. November ist der Gedenktag des Hl. Martin von Tours. Das Datum ist von Martins Grablegung am 11. November 397 abgeleitet. Der Martinstag ist von zahlreichen Bräuchen geprägt, darunter das Martinsgansessen, der Martinszug und das Martinssingen.
In der von Byzanz beeinflußten Christenheit lag der Martinstag zunächst am Beginn der vierzigtägigen Fastenzeit ab dem 11. November, die vom Mittelalter bis in die Neuzeit hinein vor Weihnachten begangen wurde. Am letzten Tag vor Beginn dieser Fastenzeit konnten die Menschen – analog zur Fastnacht – noch einmal schlemmen. So wird noch heute beim rheinischen Karneval die neue „Session“ am 11. November ausgerufen. Daneben war der Martinstag auch der traditionelle Tag des Zehnten. Die Steuern wurden früher in Naturalien bezahlt, auch in Gänsen, da die bevorstehende Winterzeit das Durchfüttern der Tiere nur in einer eingeschränkten Zahl möglich machte. An diesem Tag begannen und endeten die Dienstverhältnisse, Pacht-, Zins- und Besoldungsfristen.

(Quelle: Wikipedia)

Welche Freude! Fragezeichen allwieder mal in euren Augen!:??:
War der Martinstag nicht gestern schon?:??:
Genauso isses!:yes:
Und da ich hier schon seit einigen Tagen von einer unbezwingbaren Aufräumwut heimgesucht werde,:)) ist mir dabei, welch ein netter Zufall, gestern Abend eine große Tüte in die Hände gefallen, über deren Inhalt ich mich sehr gefreut habe: Passend zum Martinstag die hübschen Laternchen, die im Laufe der Kindergarten- und Grundschulzeit meines Sohnes entstanden sind! Selbstgebastelt natürlich!

Diese Freude wollte ich unbedingt mit euch teilen, und hab dann gestern abend noch die feinen Laternchen alle an meinem Wäscheständer aufgehängt und fotografiert!;D
Es sind so schöne Erinnerungen an selige Kindertage, die eigenen, die meines Sohnes, seines und meines Patenkindes!
An Laternchen, selbstgebastelt oder gekauft, mit strahlenden Augen durch die dunklen Straßen getragen! Zur Zeit der echten Kerzen in den Laternchen gab es natürlich auch leider das eine oder andere kleine Unglück, und die Laternchen fingen Feuer! Da rollten dann die Tränchen,:'( und die Trauer über das hübsche Laternchen konnten auch die Martinsbrezeln nicht so ganz überdecken!:no:
Das Licht der echten Kerzen war ganz sicher schöner, aber in anbetracht der kleinen oben erwähnten Dramen finde ich die batteriebetriebenen Leuchten doch „entspannter“!
Ich hab als Kind immer sehr unsere „großen“ Jungen beneidet, die beim Martinszug brennende Fackeln tragen durften!88|
Und ich wollte immer so gerne einen großen, runden Mond als Laterne haben, aber das ist ein unerfüllter Wunsch geblieben! Ich glaub, darum sehe ich sie heute noch soooo gern!:yes:
Aber ein anderer Laternenwunsch ist in Erfüllung gegangen, eine „Martinsgans“, ich hab sie heute noch, guckt mal:

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Schön, nicht?

Ganz wunderschön fand und finde ich die Laternen aus schwarzem Karton, mit ausgeschnittenen Bildern, die mit Transpartenpapier hinterklebt werden!

Als Kind war St. Martin ein Höhepunkt im Jahreslauf, und wenn der Umzug mit der Schule beendet war und wir mit den immer noch brennenden Laternchen nach Hause gingen, ging es für mich zu Hause noch weiter, ich hab dann nämlich mit meinem Papa noch mal St. Martin nachgespielt, dazu mußte sich mein Vater auf den Boden setzen als armer Bettler, und ich bin als St. Martin um den Küchentisch „herumgeritten“, bis ich auf den „Bettler“ traf, in Ermangelung eines roten Umhangs erhielt mein Vater dann ein ausrangiertes Bettuch gegen den Frost!:)) Und die ganze Szenerie nur erhellt durch unseren damaligen Kohleofen und meiner Laterne! Herrlich war das!:yes:
Bei den Martinszügen mit meinem Sohn erinnere ich mich vor allem an den ersten noch so genau, es war so eine Freude, nun mit dem eigenen Kind mit dem Martinszug zu laufen, er war da erst 13 Monate alt, saß stolz mit seinem Laternchen in der kleinen Kinderfaust im Kinderwagen, strahlte wie ein Honigkuchenpferd, hat natürlich auch lauthals „mitgesungen“,;D und ist auf dem Rückweg eingeschlafen, selig und glücklich, und genauso selig und glücklich ist Mama mit dem Laternchen in der Hand mit ihm im Kinderwagen nach Hause gezogen!

Das waren nun meine Erinnerungen an St. Martin, ich denke mal, ihr habt auch eine Menge davon, und ich freu mich, wenn ich die hier wieder „anschubsen“ konnte!:yes:
Aber nun möchte ich euch doch auch endlich die „gesammelten Werke“ zeigen, die diesen Eintrag angestoßen haben!

Voilà!

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mit Flechttechnik

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über einem Luftballon

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als „Drachen“

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mit selbstgemalten Bildern

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mit Wachstechnik

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mit „Kruschelpapier“

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mit Herbstblättern

Dieses Bild ist jetzt eine Premiere, es ist mein erstes „Panoramabild“!

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und einmal wunderschön aufgehellt von BrigitteE! Danke!

Natürlich dürfen an St. Martin auch immer noch Kürbislaternen leuchten! So wie meine im Wohnzimmer!

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St. Martin ist ein Heiliger des Teilens, ich teile hier meine Freude mit euch, geteilte Freude ist doppelte Freude, geteiltes Leid ist halbes Leid, laßt uns nicht vergessen, zu teilen und zu helfen, wo es nottut!

In diesem Sinne wünsche ich euch einen frohen neuen Tag!

:wave:

Lichtblick für einen trüben November-Sonntag

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Der Handschuh

Vor seinem Löwengarten,
das Kampfspiel zu erwarten,
saß König Franz,
und um ihn die Großen der Krone,
und rings auf hohem Balkone
die Damen in schönem Kranz.

Und wie er winkt mit dem Finger,
auftut sich der weite Zwinger,
und hinein mit bedächtigem Schritt
ein Löwe tritt,
und sieht sich stumm
rings um,
mit langem Gähnen
und schüttelt die Mähnen,
und streckt die Glieder,
und legt sich nieder.

Und der König winkt wieder,
da öffnet sich behend
ein zweites Tor,
daraus rennt
mit wildem Sprunge
ein Tiger hervor.

Wie der den Löwen erschaut,
brüllt er laut,
schlägt mit dem Schweif
einen furchtbaren Reif,
und recket die Zunge,
und im Kreise scheu
umgeht er den Leu
grimmig schnurrend;
drauf streckt er sich murrend
zur Seite nieder.

Und der König winkt wieder,
da speit das doppelt geöffnete Haus
zwei Leoparden auf einmal aus,
die stürzen mit mutiger Kampfbegier
auf das Tigertier,
das packt sie mit seinen grimmigen Tatzen,
und der Leu mit Gebrüll
richtet sich auf, da wirds still;
und herum im Kreis,
von Mordsucht heiß,
lagern sich die greulichen Katzen.

Da fällt von des Altans Rand
ein Handschuh von schöner Hand
zwischen den Tiger und den Leun
mitten hinein.

Und zu Ritter Delorges, spottenderweis
wendet sich Fräulein Kunigund:
„Herr Ritter, ist Eure Lieb so heiß,
wie Ihr mir`s schwört zu jeder Stund,
ei, so hebt mir den Handschuh auf!“

Und der Ritter, in schnellem Lauf
steigt hinab in den furchtbaren Zwinger
mit festem Schritte,
und aus der Ungeheuer Mitte
nimmt er den Handschuh mit keckem Finger.

Und mit Erstaunen und mit Grauen
sehen`s die Ritter und Edelfrauen,
und gelassen bringt er den Handschuh zurück.
Da schallt ihm sein Lob aus jedem Munde,
aber mit zärtlichem Liebesblick –
er verheißt ihm sein nahes Glück –
empfängt ihn Fräulein Kunigunde.
Und er wirft ihr den Handschuh ins Gesicht:
„Den Dank, Dame, begehr ich nicht“,
und verläßt sie zur selben Stunde.

(Friedrich Schiller)

Es war eine anstrengende Woche, und mein armes Blögchen ist ein bissel zu kurz gekommen in der letzten Zeit!:yes:
Das Wetter ließ mehr als nur zu wünschen übrig, es war, schlicht gesagt, unsäglich! Und soll auch weiterhin so bleiben!:##
Da wird es Zeit für einen Lichtblick, ein neues „Werk“ ist aber erst in der Mache, da ja erst seit ein paar Tagen der PC wieder mitspielt!
Guter Rat war teuer, da hat mich Claudias letzter Kommentar im vorigen Eintrag auf eine Idee gebracht!

Ich hab doch noch Bilder vom Zoo Wuppertal von meinen Kindern vom April 2013, als Vilma noch bei Anori war, die beiden und noch mehr Tiere zeig ich euch jetzt (die rechtliche Genehmigung der Bildautoren ist eingeholt und liegt mir fernmündlich vor, lach!).:))
Und hoffe, ich kann euch, falls euer Sonntag auch von trübem Novemberwetter beherrscht wird, einen kleinen Lichtblick geben und eine kleine Freude machen!:D
Viel Spaß!:yes:

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„und der Leu mit Gebrüll richtet sich auf, da wirds still!“

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süße Maus Anori

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mit Mama Vilma im Hintergrund!

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Ist da hinter die große, weite Welt?

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Vilma im Außen-

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und im Mutter-Kind-Gehege!

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Anori hält Siesta!

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die afrikanischen Elefanten

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und der „Stöpsel“

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Bitte nicht stören, ich träume!

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Alles meins!

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Samstags ist Badetag!

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Vorsicht, ich hab schlechte Laune!

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Na, Kleiner? Schon gut, schon gut, war bloß ein Scherz!

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Ich denke, also bin ich!

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Suchbild: Wo ist das Tier?:??:

Ich wünsche euch allen einen wunderschönen Sonntag, falls das Wetter nicht mitspielt, macht es euch gemütlich mit einem Tee oder einem Kaffee und guckt euch feines Aprilwetter mit feinen Tieren hier an!

:wave:

Allerseelen

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Allerseelen

Rings liegt der Tag von Allerseelen
voll Wehmut und voll Blütenduft,
und hundert bunte Lichter schwelen
vom Feld des Friedens in die Luft.

Sie senden Palmen heut und Rosen;
der Gärtner ordnet sie mit Sinn –
und kehrt zum Eck der Glaubenslosen
die alten, welken Blumen hin

„Jetzt beten, Willi, – und nicht reden!“
Mit großem Aug gehorcht der Knab.
Der Vater legt den Kranz Reseden
auf seines armen Weibes Grab.

„Die Mutter schläft hier! Mach ein Kreuz nun!“
Klein Willi sieht empor und macht,
wie ihm befohlen. Ach, ihn reuts nun,
daß er am Weg heraus gelacht!

Es sticht im Auge ihn – wie Weinen …
Dann gehn sie heimwärts durch die Nacht;
ganz ernst und stumm. Da lockt den Kleinen
beim Ausgang jäh der Buden Pracht.

Es blinkt durch den Novembernebel
herüber lichtbeglänzter Tand;
er sieht dort Pferdchen, Helme, Säbel
und küßt dem Vater leis die Hand.

Und der versteht. Dann gehn sie weiter
Der Vater sieht so traurig aus. –
Doch einen Pfefferkuchenreiter
schleppt Willi selig sich nach Haus.

(Rainer Maria Rilke)

An Allerseelen wird das feierliche Gedächtnis aller Verstorbener gefeiert.
Es ist üblich, die Gräber zu schmücken, ehe der Schnee seine Decke darüber breitet, und den Toten eine Kerze als Symbol für das ewige Licht aufs Grab zu stellen.
In manchen Gegenden heißt die Allerseelen-Kerze Nebeling, manchmal steckt sie in einem roten Glasgefäß. Auf die Gräber Kerzen zu stellen, erinnert auch an die mittelalterliche Sitte, auf den Kirchhöfen des Nachts eine Kerze in einer Laterne oder einem Lichthäuschen brennen zu lassen. Diese Lichter sollten den Vorübergehenden und dem Wanderer anzeigen, welchen Ort sie passierten und gleichzeitig mahnen, ein Gebet für die Verstorbenen zu sprechen.
Früher war es üblich, am Allerseelentag noch einmal für die Verstorbenen des vergangenen Jahres ein Gedeck aufzulegen, man hat auch Speisen oder Getreide auf die Gräber gebracht, ein Speiseopfer also im christlichen Gewand.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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Mit dem November beginnen nun wieder die verschiedenen Gedenktage an unsere Verstorbenen, und so möchte ich mit diesem Eintrag zu Allerseelen euch und mir Raum geben, allen zu gedenken, die uns vorausgegangen sind, Mensch oder Tier, und die wir schmerzlich vermissen.

Für einige von uns ist der Abschied noch ganz frisch, und die Trauer schwer zu tragen.
Bei anderen liegt der Abschied schon weiter zurück, und der große Schmerz hat sich gewandelt in ein stilles Erinnern.
Und doch kann an Tagen wie diesem auch bei ihnen der Schmerz und die Trauer wieder jäh hervorbrechen in der Gewißheit des großen Verlustes.

Vielleicht hilft auch hier mein geliebter Dichter Theodor Storm, der in diesem Zusammenhang vom „sicheren Land der Vergangenheit“ spricht.
In dieses Land können wir jederzeit reisen, sei es im Traum, sei es in der Erinnerung, beim Betrachten von Fotos, und dann kommen sie zu uns, die Bilder längst vergangener Tage, und unter Tränen lächelnd laden wir unsere lieben Schatten zu uns ein!

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Constanze

Längst in das sichere Land der Vergangenheit warst du geschieden;
nun, wie so viele zuvor, dämmerte wieder ein Tag.
Laut schon sangen die Schwalben; da neben mir krachte das Bettchen,
und aus dem rosigen Schlaf hob sich ein Köpfchen empor.
„Ebbe!“ so rief ich, „klein Ebbe!“ – Da kniete sie schon in den Kissen;
aber geheimnisvoll blickten die Augen mich an.
„Ebbe?“ frug sie zurück, und leis aus innerstem Herzen
klang’s wie ein Lachen herauf: „Elschen hieß ich ja sonst!
Wer doch nannte mich Elschen?“ Da plötzlich fiel es wie Schatten
über das Kindergesicht; trüb sich umflorte das Aug.
„Ja, wer nannte dich so?“ – Und zögernd kamen die Worte:
„Meine Mutter.“ Und still senkte das Köpfchen sich nun.
Lange kniete sie so. Den sterblichen Augen unfaßbar –
War sie dem Kinde genaht, die mich so lange beglückt?

(Theodor Storm)

Der Himmel sieht in diesen Tagen oft aus wie das Tor zu einer anderen Welt

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und mag die tröstende Verheißung in sich tragen, daß dieses Tor für alle offen steht und es eines Tages ein Wiedersehen gibt!

Abendstimmung

Ich wünsche euch allen den Schutz und den Segen eines Engels!

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Die Farbe Violett – der November

14

November

Solchen Monat muß man loben:
Keiner kann wie dieser toben,
keiner so verdrießlich sein
und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturmwind graulen!
Und wie naß er alles macht!
Ja, es ist ’ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
wie sie tanzen in dem Wind
und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
und sie durcheinanderwirbelt
und sie hetzt ohn Unterlaß:
Ja, das ist Novemberspaß!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
ihren feuchten Himmelsthau
Ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Schimmernd hängt’s an jedem Zweig,
Einer dicken Thräne gleich.

O, wie ist der Mann zu loben,
der solch unvernünftges Toben
schon im Voraus hat bedacht
und die Häuser hohl gemacht!
So, dass wir im Trocknen hausen
und mit stillvergnügtem Grausen
und in wohlgeborgner Ruh
solchem Greuel schauen zu!

(Heinrich Seidel)

Violett ist ein Farbreiz, dessen Absorptionsmaximum vom kurzwelligen Ende des sichtbaren Lichtes, dem UV, bis etwa
425 nm reicht.
Der Begriff Violett ist dem französichen Begriff für Veilchen (violette) entlehnt. Im Lateinischen gibt es den Begriff „violaceus“, der lt. Langenscheidt aus einer Mittelmeersprache in das Lateinische als Fremdwort eingewandert ist. Es ist der Farbton des Veilchens (Viola).
Für die violetten Farbtöne, also die zwischen Rot und Blau, gibt es mehrere Wörter, die sich in der Bedeutung etwas unterscheiden:

Die Farbe Violett grenzt im Farbkreis an Purpur.
Die Farbe Lila ist helleres Violett.
Die Farbe Magenta liegt im sechsteiligen Farbkreis genau zwischen Violett und Rot und ist die Komplementärfarbe zu Grün.
Die Modefarbe Pink ist das grelle, verweißlichte (pastelltonige) Magenta.

Bis ins Mittelalter gab es den Begriff „lila“ nicht, er wurde während der Kreuzzüge aus dem Sanskrit über das Persische und das arabische Wort für Flieder (lilak) nach Spanien und von dort aus nach Frankreich gebracht.

Violett tritt in der Natur auf, die Farbtöne des Flieders und des Veilchens waren namensgebend. Es war lange Zeit nicht möglich, einen beständigen Farbstoff herzustellen, wie er zum Färben von Textilien benötigt wird. Erst 1856 gewann William Henry Perkin zufällig den ersten künstlich synthetisierten Farbstoff Mauvin, als er Untersuchungen am Steinkohleteer durchführte. Zwei Jahre später gelang August Wilhelm von Hofmann die Gewinnung des Farbstoffs Fuchsin.

Der Zwischenton von Rot und Blau wird als geheimnisvoll gedeutet. Die Farbe steht für einsam, kreativ, symbolisiert aber auch Unlust, Unzufriedenheit und Spannung.
Die Farbe Violett gilt als phantasievoll, empfindsam, intuitiv und außergewöhnlich. In der Farbberatung wird sie empfohlen, um Selbstvertrauen und Individualismus auszudrücken. Eine Farbe der Diplomatie.
Durch ihre Mischung von Rot und Blau gilt sie als Symbol für Gleichstellung zwischen den Geschlechtern.

In der christlichen Kirche ist Violett die liturgische Farbe für Advent und Fastenzeit.
Im Glauben ist es die Farbe der Besinnung, der Buße, der Einkehr und der Umkehr.

(Quelle: Wikipedia)

Nun ist er wieder da, der von mir so ungeliebte November!
Da aber das Wetter uns in den letzten Tagen noch goldene Oktobertage bescherte, dachte ich mir, biete ich dem November von Anfang an die Stirn und beginne ihn mit einem fröhlichen Gedicht!:))
Er wird sich ganz sicher auch wieder von seiner scheußlichsten Seite präsentieren, das liegt in seiner Natur, mit Regen, viel Grau, Nebel und Trübseligkeit! (Wieso heißt das bei „trüb“ eigentlich Seligkeit?):??:

Doch er hilft uns auch, uns wieder auf uns selbst und die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu besinnen, einen Gang runterzuschalten, zu „entschleunigen“, wie das auf neudeutsch heißt, und Gemütlichkeit und Geborgenheit im kleinen Kreis wieder schätzen zu lernen!

Und hier kommt nun die Farbe Violett ins Spiel!

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Es ist die Farbe von Flieder und Veilchen, und nährt somit die Hoffnung auf den neuen Frühling!:yes:
Sie ist die Farbe der Meditation, und gut geeignet, sich an grauen Tagen mit ihrer Hilfe einfach „wegzuträumen“! Zum Beispiel in ein Lavendelfeld!

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Man kann sich dazu auch einen sog. „Farbaltar“ aufbauen, in irgendeinem kleinen Eckchen, vielleicht in der Nähe vom PC!
Ein Grundstock dazu wären etwa

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Edelsteine in der Farbe violett, hier Amethyst,
dazu ein Duftöl-Lämpchen, passende Duftöle wären Lavendel und Thymian, evtl. ein indigo-gefärbtes Tuch, die passende Blume Veilchen wäre wohl zur Zeit schwer aufzutreiben, aber sicherlich würde auch ein Bild davon passen!
Violett wirkt stark beruhigend, entspannend, reinigend, tief heilend, unterstützt Veränderung und öffnet für geistige Wahrnehmung, unterstützt den gesamten Kopfbereich!
Es gibt sogar einen Badezusatz, der das gesamte Wasser herrlich violett färbt, und auch noch wunderbar duftet, aber das ist noch ein späteres Kapitel für diesen Monat!:>>

Im oben schon erwähnten Edelstein Amethyst ist violett geradezu veredelt!
Und als Heilstein paßt er natürlich in die Therapie gegen graue Tage und Novemberödnis!
Sein Name stammt aus dem griechischen und bedeutet „nicht trunken“, womit schon auf seine Wirkung hingewiesen wird: Der Träger des Steins wird in seiner Standfestigkeit gestärkt!
Er steht für Ausgleich von Gegensätzen, erzeugt Harmonie und sorgt für Klärung des Geistes.
Somatisch soll er bei Hauterkrankungen wirken, und eine ungestörte Nachtruhe schenken!
Seelisch inspiriert er den Geist (und wird in diesem Sinne von der katholischen Kirche als Symbol verwendet) und stärkt die Konzentrationsfähigkeit. Und in unsere hektische Zeit paßt er hervorragend, denn er baut Streß ab und wirkt harmonisierend!

Da die „Ödnis“ des Novembers nunmehr 30 Tage währen wird,:)) beabsichtige ich, diese kleine Farb- und Edelsteintherapie im Laufe der Zeit zu ergänzen, ähnlich wie damals die Einträge der Herbstfrüchte!
Auch was zum freuen im trüben November!:yes:

Ich hoffe, es hat euch gefallen, und da ja nun hier computerbedingt eine etwas längere Pause eingetreten ist, hab natürlich nicht nur ich unter Entzugserscheinungen gelitten,:no: sondern auch mein kleiner Co-Autor:yes:, und somit meldet sich Mimi hier jetzt auch noch zu Wort, ich übergebe die Feder!

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Geliebte Katze

Du liebst doch deine Mieterin, die Maus,
obwohl sie Unheil schafft im Haus.
Du liebst aber auch die „böse“ Katze,
die Todfeindin von Maus und Ratze.
Sie folgt ja nur dem Gesetz ihrer Art,
und Triebe sind weder blind noch zart.

Sieh nur, wie sie voll Anmut schleicht
auf samtnen Pfoten, leis und weich.
Und ihr Schnurrn am winterlichen Feuer
ist tröstlich wie der Klang der Leier.

(William Wordsworth)

mimi

Hi, Folks,
da bin ich endlich wieder, euer Co-Autor, eure Mimi!:yes:
Eigentlich hatte ich mich ja wieder auf einen Eintrag zu Halloween gefreut, so wie letztes Jahr, aber die „Rappelkiste“:)) (O-Ton mein Dosenöffner für ihren Computer!) streikte hier vor sich hin, wie war das noch, was wollte sie nicht, Frauchen?:??: Ach, ja, speichern!;D Bei alle den schönen Bildern von the best photo-modell ever (mir!):oops: war der Speicherplatz weg, ehrlich, Folks, ich hab meinen Dosenöffner selten so fluchen hören!:##
Nun klappt es wohl wieder so einigermaßen, sagt Frauchen, ganz isses wohl noch nicht wieder in Ordnung, aber dit wird!:yes:

Ja, und da häng ich mich doch mal ganz flink an den Novembereintrag hier an!
Für mich beginnt ja nun auch wieder die Zeit der „Innerlichkeit“, meine Balkonsaison ist nun so ziemlich am Ende,:-/ aber ich kann ja nicht meckern, war doch ein klasse Balkon-Sommer!
Und da zeig ich euch doch gleich mal meine letzten Balkon-Bilder, da war es schon recht stürmisch draußen, das mag ich ja nicht so gerne, da fliegen einem ja die Ohren weg! Nur die fliegenden Blätter, die fand ich fein, die konnte man fangen, und dann raschelten sie so toll!

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Und ich freu mich jetzt auch wieder auf meinen feinen roten Kuschelsessel drinnen, da scheint nämlich jetzt auch wieder die Sonne rein!:yes: Und wenn Frauchen dann liest oder fernsehen guckt oder an der „Rappelkiste“ sitzt, ist es richtig fein gemütlich!:yes: Dann kann ich vor mich hin“spinnen“, das tun wir Katzen gerne, und Frauchen hat ja außer den oben gezeigten Edelsteinen auch noch so Räucherzeugs, das sie dann schon mal anmacht, oder Duftkerzen, das mag ich auch gerne!:yes:
Also, von mir aus kann der November dann anfangen, ich mach einfach immer das beste aus allem, und dann gibt es ja bald auch wieder unseren feinen Kamin

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kann ich vor kuscheln,;D

und dann kann ich auch bald wieder den Vögelchen draußen beim futtern zugucken, und die kleinen Flattermänner wieder erschrecken!88|:oops:

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So, das wars nun erstmal wieder von eurem Co-Autor, Frauchen und ich wünschen euch einen guten November mit viel Zeit für „siehe oben“, und allen, die ihn haben, einen feinen Feiertag!

:wave: