Die Heiligen Drei Könige

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Die Heil`gen Drei Könige aus Morgenland

Die Heil`gen Drei Könige aus Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
„Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?“

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Die Jungen und Alten, sie wußten es nicht,
die Könige zogen weiter;
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

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Der Stern blieb stehn über Josephs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllte, das Kindlein schrie,
die Heil`gen Drei Könige sangen.

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(Heinrich Heine)

Die Heiligen Drei Könige

Die christliche Tradition bezeichnet damit die in der Weihnachtsgeschichte des Matthäus-Evangeliums erwähnten Weisen aus dem Morgenland, die durch den Stern von Bethlehem zu Jesus geführt wurden.
Im 3. Jahrhundert entstand eine reiche Legendenbildung, daraus leitete sich die Zahl, der Status als Könige und im 6. Jahrhundert ihre Namen her.
In der katholischen Kirche ist ihr Hochfest am 6. Januar, das Fest der Erscheinung des Herrn, Epiphanias domini.
Der Stern, dem sie folgten, hat wohl primär einen symbolischen Gehalt als „persönlicher Stern“ (ein innerer Weg, dem man folgt) und wurde erst später zum Wanderstern und damit zu einem evtl. astronomischen Phämomen.
Im 12. Jahrhundert bestand im christlichen Abendland der Glaube, die Welt bestehe aus 3 Kontinenten: Europa, Asien und Afrika. Die Heiligen Drei Könige symbolisierten damit die drei Kontinente, daher wurde einer der Könige, welcher aus Afrika kam, zum Mohren. Er wird mit dunkler Hautfarbe dargestellt.
Ab Anfang des 6. Jahrhunderts erhielten sie ihre Namen: Caspar, Melchior und Balthasar.
Von den Anfangsbuchstaben ihrer Namen leitete man Mitte des 20. Jahrhunderts „Christus mansionem benedicat“ als christlichen Segensspruch ab, den die Sternsinger oder der Hausvater heutzutage in der Abkürzung C + M + B mit der Jahreszahl an die Haustüren schreiben.
Dies geschieht mit geweihter weißer Kreide.
Nach dem Volksglauben hat die weiße Kreide, mit der die Haustüre bezeichnet wird, apotropäische (abwehrende) Funktion. Alles Weiße ist den Dämonen nicht sichtbar, und deshalb trifft sie der Segen umso heftiger, weil sie die Gefahr vorher nicht erkannt haben.

Wie sehr sich doch christliches und heidnisches immer wieder vermischt!

Die Geschichte der Reliquien der Heiligen Drei Könige ist bis ins 12. Jahrhundert nur legendenhalber überliefert.
Sie gelangten über Palästina und Mailand 1164 an den Kölner Erzbischof Rainald von Dassel als Geschenk von Kaiser Barbarossa.
Am 23. Juli 1164 gelangten sie nach Köln, wo sie bis heute im sog. Dreikönigsschrein im Kölner Dom verehrt werden.

(Quelle: Wikipedia)

Der Eintrag für das Dreikönigsfest gehört im Prinzip noch zum Adventskalender! Denn erst mit dem Ablauf des Dreikönigsfestes endet offiziell die Weihnachtszeit. Und die Nacht vor dem Fest ist die letzte der 12 Rauhnächte!
Andere Länder, andere Sitten, im Januar-Eintrag stand es schon, in den skandinavischen Ländern endet die Weihnachtszeit mit dem Tag des Hl. Knut am 13. Januar!
Und in der katholischen Kirche endet die Weihnachtszeit sogar eigentlich erst mit dem 2. Februar, dem Fest Maria Lichtmeß!

Ich warte auch noch eine Zeit mit dem Wegräumen meiner Weihnachtsdeko, ich mag die Zeit so sehr gerne, und vor allem, wenn es draußen so trüb und dunkel wie momentan ist, ist es so tröstlich, die schöne Deko und vor allem die Lichter noch zu haben.

Daher kommen hier nun noch ein paar Bilder von meinen Krippen mit den Heiligen Drei Königen:

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Vor etlichen Jahren gab es mal einen Urlaub im Winter in der Dreikönigszeit in Heiligenblut/Österreich. Noch ohne Kind und Kegel! Und da wurden wir mitten in der Nacht, es mag so um die drei Uhr morgens gewesen sein, von Gesang und Posaunenklängen geweckt, das waren die Sternsinger auf ihrem Weg durch die Gemeinde, die nun bei unseren Wirten angekommen waren, wir sind ganz schnell aufgestanden und runter gegangen, es war ein wundervolles Erlebnis!
In Heiligenblut gibt es eine besondere, über 400 Jahre alte Tradition der Sternsinger, wen es interessiert, der kann hier mal gucken!

http://haus-benedikt.com/comp1.php?hid=5100&us=7&tplid=7&lang=de&cook_land=1

Mein Sohn ist jahrelang als Sternsinger und Hl. Drei König unterwegs durch unsere Gemeinde gezogen, es hat ihm immer sehr viel Freude gemacht, (übrigens mit selbstgebastelter Krone!) und er war immer ganz berührt davon, daß so viele alte Menschen weinten, wenn sie kamen, „aber aus Freude, Mama, nicht, weil wir so schlecht singen!“
Ich erinnere mich an ein Jahr, da war es so klirrend kalt, daß wir die Kinder im „Zwiebelprinzip“ angezogen haben, und als sie nach Stunden wieder zu Hause waren, wurden sie erst einmal in der heißen Badewanne „aufgetaut“!
Heute muß man die Sternsinger in der Kirche mit einem Zettel schriftlich „bestellen“, bei mir bekommen sie dann außer der obligatorischen Spende selbstgebackene Plätzchen in Form eines großen Elches und kleiner Eisbären, hihihi, und mich freut es immer sehr, daß die Kinder sich wirklich darüber freuen!

Da dies nun eigentlich das „letzte“ Türchen des Adventskalenders ist, kommt hier nun auch noch mal ein Türchen:

Und da ich ja nun unbestritten der „Hausvater“ bzw. die „Hausmutter“ dieses Blögchens bin, darf ich euch nun den Segen für das kommende Jahr hier schreiben:

20 * C + M + B + 13

Habt einen schönen Dreikönigs-Sonntag!

:wave:

10 Gedanken zu “Die Heiligen Drei Könige

  1. Meine liebe Monika,

    das ist wieder eine schöne Überraschung am Sonntagmorgen!Die Bildchen sind wunderschön und das Wissenswerte ebenso,so manches war mir noch unbekannt. Die Fotos von deinen Krippen und Heiligen Drei Königen sind super und diese feinen Dekorationen gefallen mir sehr,sie sehen so schön anheimelnd aus!Das muss einfach noch stehen bleiben!Bei mir ist
    auch noch alles da,und das wird auch noch eine Weile so bleiben.
    Den Dreikönigsschrein im Kölner Dom bekam ich von meinen Verwandten bei meinem ersten „Westbesuch“ von ihnen gezeigt,und ich war sehr beeindruckt!
    Ich kann mir gut vorstellen,dass es ein wundervolles Erlebnis war,im Urlaub von den Sternsingern geweckt worden zu sein.
    Und dein Sohn als Sternsinger war sicher sehr niedlich!
    Kommen sie heute auch zu dir-ich finde diese Tradition sehr schön!
    Vielen Dank für deinen Link zu Heiligenblut.
    Und genauso herzlichsten Dank fürs nun wahrhaftig letzte Türchen (seufz!) des so liebgewordenen Adventskalenders.Diese Darstellungen mit der Musik sind so schön feierlich!
    Besten Dank,liebe „Hausmutter“-für deinen herrlichen Eintrag und deinen lieben Segen!
    Und so sage ich auch zu dir: 20* C + M + B + 13 .

    Für dich und Mimilein auch einen wunderschönen und gesegneten Dreikönigssonntag und liebste Grüße von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      wie schön, daß ich eine Sonntagsmorgens-Freude machen konnte!
      Und ich freu mich auch sehr, daß du die Fotos schön findest, bei dem Wetter da draußen kommt man ja so gar nicht mehr zu Tageslichtaufnahmen!
      Ja, ich laß die Deko noch, schön, daß du auch noch Freude daran hast!

      Den Dreikönigsschrein habe ich auch schon gesehen, bei unserer kirchlichen Besichtigungstour damals, das ist wirklich sehr beeindruckend!

      Die Sternsinger in Heiligenblut waren ein sehr berührendes Erlebnis, vor allem auch, weil es noch so ursprünglich ist und dann bei dieser herrlich verschneiten, nächtlichen Kulisse, es war wunderschön!
      Ich finde die Tradition auch sehr schön!

      Ja, rein offiziell ist die Weihnachtszeit nun beendet!

      Ganz lieben Dank auch für deinen Segen, hab auch einen feinen Restsonntag noch, liebste Grüße
      Monika.

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  2. Huhu liebe Monika,

    vielen Dank für diesen feinen Eintrag.

    Hier bei uns gibt es so gar nichts davon:no:

    Dafür haben wir heute tradtionell die „Eiswette“;)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Bremer_Eiswette

    Da wird aber im Zuge des Klimawandels auch nüscht mehr mit.In meiner TZ gab es heute eine Zeichnung in der eine Familie in Badezeug an der Weser steht und der Vater sagt sinngemäß zu seinen Kindern“das gab es früher einmal und Schneider gibt es auch schon lange nicht mehr.Das machen jetzt Kinder in Südostasien“:(

    Abgeschwiffen;)

    Vielen Dank für den Segen und freu dich ruhig noch lange an deiner feinen Weihnachtsdeko:)

    Das muss jeder so halten wie er denkt, nicht wahr:yes:

    Wir haben heute alles bis auf zwei große leuchtende Sterne in den Fenstern, wieder in den Keller verbracht.

    Ick will jetzt Sonne;)

    Dein Gedicht finde ich wieder sehr, sehr schön:D

    Habt noch einen schönen, gemütlich Sonntag, du und Mimi!

    Liebe Grüße
    Brigitte

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    • Huhu, liebe Brigitte,
      freu ich mich, daß dir der Eintrag gefallen hat!
      Der Link zu eurer Eiswette war sehr interessant, ja, schade, da braucht man heute ja eigentlich nicht mehr groß zu wetten, bei den klimatischen Verhältnissen ist es ja meistens klar, wie das Ergebnis am 6.1. aussieht!
      Die beschriebene Zeichnung in deiner TZ hat mich jetzt zum Lachen gebracht, ja, so isses, leider! Sehr schön auf den Punkt gebracht!
      Ach, ja, mir macht meine Weihnachtsdeko wirklich noch Freude, gerade bei dem momentanen Wetter, aber ich hab sie eigentlich immer recht lange stehen, zu Björns Kinderzeiten meist bis wirklich zum 2. Februar, wurde nur immer sehr schwierig mit den Tannenbäumen, die nadelten dann doch sehr bis dahin, einer war mal völlig kahl, als wir ihn abgeplündert haben, hihihi!

      Ja, aber Sonne möchte ich auch, das ist wirklich langsam echt deprimierend, und deshalb soooo lieben Dank für die feine leuchtende Blüte, das tut gut!
      Ich fand den Schluß vom Gedicht so knuffig, so auf den Punkt!

      Habt ihr auch noch einen feinen gemütlichen Sonntag, Mimi grüßt Buddy, von mir einmal knuddeln, liebe Grüße
      Monika.

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    • Lieber Jan,
      herzlichen Dank für deinen Kommentar!
      Aber Ehre, wem Ehre gebührt, nur die Holzkrippe ist selbstgemacht, die andere aus Pappe ist ca. über 60 Jahre alt, mein ganzer Stolz!

      LG
      Monika.

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  3. Liebe Monika,

    upps, da sind mir beinahe wieder einige Einträge von Dir entgangen, weil ich dachte, Du machst eine kleine Verschnaufpause.

    Als sorgfältige Chronistin bekommen wir also mit dem Eintrag zu den Heiligen Drei Königen noch das allerletzte Adventstürchen serviert – und was für ein feines!
    Das Video mit den vielen Kunstwerken ist wunderschön. Den Dreikönigsschrein im Kölner Dom habe ich auch schon bewundern dürfen.

    Bei uns gehen die Sternsinger immer noch unaufgefordert von Haus zu Haus. In diesem Jahr waren es hier aber eher eine Horde von wilden Knaben, die wenig königlich aussahen und die Krone und Turban mal eben lässig unter den Arm geklemmt hatten…
    Seit einigen Jahren erhalten wir den Schriftzug auf einer selbstklebenden Folie für die Türen. Dass es früher gesegnete Kreide war, wusste ich gar nicht.

    Deine kleine Krippe ist allerliebst und da soll sie auch ruhig noch ein Weilchen ihren Ehrenplatz haben
    und wir warten ab, welche Prognosen des Bauernkalenders für einen richtigen Winter sich erfüllen.

    Auch ich wünsche Dir Gottes Segen für Dich und Dein Zuhause.

    Liebe Grüße, auch an Mimi am Kamin.
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ja, lach, irgendwie komm ich nicht zum verschnaufen, nein, im Ernst, auf den Eintrag für die Heiligen Drei Könige hatte ich mich schon sehr gefreut, vor allem, weil ich ja nun mit eigenen Fotos aufwarten konnte, das ist doch sooo eine große Freude für mich!
      Das Video fand ich auch wunderschön, es paßte alles so fein zusammen! Und solche Ereignisse wecken ja auch immer wieder Erinnerungen!

      Ach, das ist ja eigentlich schade, daß der schöne Brauch dann so gehandhabt wird, obwohl ich schon lachen mußte, als du schriebst, „Krone und Turban lässig unter den Arm geklemmt“!
      Hier wird das noch von der Kirchengemeinde initiiert, es ist manchmal allerliebst, weil ja neben den Heiligen Drei Königen noch der Sternträger dabei ist, und das sind manchmal noch richtig kleine Kinder, die den x-mal größeren Stern kaum tragen können, aber ganz stolz sind auf ihr Amt!
      Die selbstklebende Folie für die Türen haben wir hier auch, aber es kann auf Wunsch auch immer noch mit der gesegneten Kreide geschrieben werden, finde ich schön!

      Ja, meine Krippe wird ihren Ehrenplatz auf jeden Fall noch behalten, mit Kerzchen beleuchtet ist sie bei dem vorherrschenden Wetter ein richtiger Lichblick!
      Tja, vorläufig irrt der Bauernkalender, danach müßte es jetzt kalt sein, aber es ist grau und warm. Solch ein Wetter macht mir immer sehr zu schaffen, und ich hoffe wirklich noch auf einen richtigen Winter!

      Danke für deine Segenswünsche, Gottes Segen auch für dich!

      Mimi findet das Wetter auch blöd, sie läßt mal wieder lieb Django grüßen, ist der Streunerle schon wieder unterwegs oder macht er es sich noch bei dir gemütlich?

      Liebe Grüße von uns beiden am Kamin, hihihi,
      Monika und Mimi.

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  4. Pingback: Dreikönigs-Tag | mimisdosenoeffner

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