Türchen 12

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MiBuRo A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 626316

Ein kurzes Gedicht von Ochs und Eselein bei der Krippe

Der Wind auf leeren Straßen
streckt seine Flügel aus,
streicht sie mit scharfem Blasen
zu Bethle`ms Krippenhaus.
Es brauset hin und wieder
der raue Winterbot`,
greift an die zarten Glieder
dem frisch vermenschten Gott.

Ach, ach, lass ab vom Brausen,
lass ab, du schnöder Wind,
lass ab mit kaltem Sausen,
verschon das schöne Kind.
Zerschlage deine Schwingen
lieber im wilden Meer:
Da magst du satt dich ringen,
komm nur nicht wieder her.

Mit dir muß ich nun kosen,
mit dir, Sankt Joseph mein:
Das Futter misch mit Rosen
dem Ochs und Eselein.
Gib deinen frommen Tieren
ein lieblich Mischgemüs`,
das ohne Zeitverlieren
macht ihren Atem süß.

Nun blaset zu, ihr beiden,
mit süßem Rosenwind,
Ochs, Esel, seid bescheiden
und wärmt das nackte Kind.
Nun blaset zu und hauchet:
Aha, aha, aha,
den Atem weidlich brauchet:
Aha, aha, aha.

(Friedrich von Spee)

Angeregt von dem feinen Eselbildchen unserer Rosi im gestrigen Türchen bei den Kommentaren, hab ich mir mal die Frage gestellt: Wie kamen Ochs und Esel zur Krippe?

Bildliche Darstellungen der Geburt Jesu gab es schon in frühchristlicher Zeit, sie beinhalteten aber nur das Jesuskind und eben Ochs und Esel, Maria kam erst im Mittelalter dazu, der Heilige Josef noch später.
In allen Evangelien über die Geburt Jesu ist von den Hirten und ihrer Anbetung, auch von den Heiligen drei Königen die Rede, aber nicht von Ochs und Esel.

Sie sind wohl durch die Bedeutung der Krippe hinzugekommen, die Krippe als Symbol dafür, daß die, die nach Futter suchen, es darin finden werden. Es steht im Buch Jesaja (Jes.1,3) „Der Ochs kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn….“, einfach ausgedrückt, es sind die angeblich „Dummen“, die das Heil erkennen!
Ochse und Esel sind Arbeitstiere.

(Quelle: Wikipedia)

So also kamen Ochs und Esel an die Krippe! Und sind seitdem ein wichtiger Bestandteil!

Passend zum Thema kommt nun hier euer Adventstürchen zum Öffnen:

Und ein kleiner Weihnachts-Eselchen-Engel, einen Ochsen konnte ich leider nicht finden:

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Nun habe ich aber doch noch ein Bildchen gefunden, zwar ist es nicht direkt ein Ochse, aber das Bildchen ist soooo schön, und ich sag jetzt einfach mal, das vordere ist ein männliches Kälbchen, und dann kommt es ja fast hin!

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:wave:

6 Gedanken zu “Türchen 12

  1. Huhu liebe Monika,

    ein schönes, lehrreiches Kalendertürchen hast du heute geklöppelt:)

    Das Gedicht musste ich jetzt zweimal lesen.Es ist nicht so eingängig wie andere Gedichte, aber seeeeeeeeehr schön.

    Die Auslegungen zur Krippe habe ich auch schon gelesen, aber mir gefällt die Krippe, wie ich sie aus Krippenspielen meiner Jugendzeit kenne am besten(Ich durfte übrigens den Josef spielen; Maria hatte goldene Haare und blaue Augen und damit konnte ich nicht dienen;) :)) )

    Ochs und Esel und eigentlich auch noch einige Schafe, so gefällt´s mir;)

    Das Video wollte sich nicht öffnen.Das muss ich wieder im Laufe des Tages probieren.

    Vielen Dank für das schönen TB, das fehlende Öchschen findet sich ja vielleicht noch und wenn nicht, ist es auch nicht schlimm, oder?

    Habt eine gute Nacht, du und Mimi.

    Liebe Grüße,
    Brigitte

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    • Huhu, liebe Brigitte,
      siehste, heute war ich wieder pünktlich, hihihi!

      Ja, das Gedicht hat irgendwie eine andere Melodie, das ist mir auch sofort aufgefallen, aber ich fand es auch sehr schön!

      Manchmal finde ich es ja lustig, daß man mitunter krampfhaft nach irgendwelchen Erklärungen sucht, wo der Sinn mitunter ganz einfach ist! Und da hast nun mal recht, zu einer Krippe gehören Ochs und Esel, Schäfchen, der Hütehund, gut!
      Du warst bestimmt ein klasse Josef, und ich könnte mich immer kaputtlachen, daß Maria immer blond und blauäugig dargestellt wird, da, wo sie gelebt hat, ist das wohl eher selten!

      Oh, wie schade, also von mir aus hier lief das Video problemlos, versuchst du es halt morgen/heute noch mal, es ist wirklich niedlich!

      Das fehlende „Öchschen“ hat sich gefunden, ist zwar noch ein werdendes, lach, aber das Bild ist so schön, finde ich!

      Habt auch eine gute Nacht, und einen feinen Wochenteilungstag, Knuddler an Buddylein, liebe Grüße
      Monika und Mimi.

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  2. Meine liebe Monika,

    nun hab ich in deine feine „Wundertüte“ hineingeschaut und wurde wieder freudig überrascht!
    Rosi sah mir dabei über die Schulter und bekam ganz glänzende Augen,sie spielt ja fast die Hauptrolle heute-da wird wohl Hollywood bald anfragen :)) !
    Das Video ist wunderschön,anrührend,manchmal traurig,aber mit einem wunderbaren Ende!Vielen lieben Dank,liebe Monika.
    Die Bildchen sind gaaanz sehr niedlich:Das Eselchen-Engel und die anderen Tierchen im Winterwald-ja,das ist schon ein männliches Kälbchen ;) !
    Das Gedicht gefällt mir auch,man muss sich nur erst hineinlesen.
    Deine Erklärungen,wie Ochs und Esel zur Krippe kamen,sind interessant.Und das erste Bildchen mit den Schäfchen dazu ist soo hübsch!
    Also-Rosi und ich bedanken uns ganz herzlich für diese schöne Morgenfreude,hat viiiel Spaß gemacht!

    Und wir Beide senden dir und Mimi liebste Grüße und wünschen euch einen guten 12.12.12 :))

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    • Meine liebe Brigitte,
      Wundertüte ist fein, freu mich, daß du es wieder schön fandest!
      Oh, da melden wir uns dann aber schon mal für ein Autogramm an, und bei der Oscar-Verleihung wären wir dann auch gerne dabei, hihihi!

      Ich hab mich so gefreut, daß ich das Video gefunden habe, das hat mein Sohn mal bei einer Bekannten gesehen, da war er so 3 Jahre alt, und er war so begeistert davon, das fiel mir gestern ein und dann hab ich gesucht! Es ist wirklich so anrührend!
      Ja, das Gedicht ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber es paßte so schön!

      Ich freu mich, daß ich dir eine Morgenfreude bereiten konnte, komm gut durch den Tag, hier hat es heute nacht auch wieder geschneit, es sieht so schön aus, das hatten wir lange nicht mehr, daß es so früh im Dezember schon schneit!

      Teil die Woche gut, und liebste Grüße
      Monika und Mimi.

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  3. Liebe Monika,

    wie schön, dass auch mal Ochs und Eselein in einem Gedicht gewürdigt werden.

    Ich habe als kleines Kind richtig mit den Krippenfiguren „spielen“ dürfen und sie immer wieder umgestellt. Ochs und Esel mal von rechts nach links vertauscht und vor allem die Schäfchen mit einem kleinen schwarzen Hütehund (!) umdirigiert.Die Krippe war also sozusagen meine Weihnachtspuppenstube.

    Später wurde die Krippe dann mit einer kleinen Beleuchtung ausgestattet. Meine erste Erfahrungen, wie man mit einer Flachbatterie und zwei dünnen Drähten Strom erzeugen kann.
    Ach ja, selige Kinderzeit…

    Liebe Grüße
    und eine gute Nacht von
    Britta-Gudrun

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    • Liebe Britta-Gudrun,
      ja, das fand ich auch, hab aber auch lange suchen müssen nach dem Gedichtchen!

      Was für eine wunderschöne Kindheitserinnerung von dir an deine „Weihnachtspuppenstube“! Und deine Schäfchen hatten einen kleinen schwarzen Hütehund, welch eine drollige Übereinstimmung wieder!
      Wir hatten zu meiner Kinderzeit keine richtige Krippe mit Stall und Figuren, das Geld langte damals nicht dazu, wir hatten eine aus ganz dicker Pappe, eher schon Tonpapier, die man nach vorne hin aufziehen kann, dann hast du einen 3-D-Effekt, ich hoffe, du kannst es dir vorstellen, ich hab leider keinen Fotoapparat, mit dem ich sie mal fotografieren und dann einstellen könnte, jaaa, ich habe sie nämlich heute noch und sie ist mein ganzer Stolz!
      Es gab aber ein kleines Holzkrippchen mit einem Jesuskind aus Wachs, ganz klein, und da ist mir beim mit Spielen mal passiert, daß das Ärmchen ab war, ach, was war ich traurig, aber Mama hat das Malheur dann wieder gerichtet!
      Du hast soooo recht, selige Kinderzeit!

      Die Beleuchtungen an den Krippen fand ich als Kind immer soooo wunderschön, das sah dann so lebendig aus! Tja, und mit Flachbatterie und Drähten lernt man dann sogar noch was!

      Ich freu mich, daß dir der Eintrag wieder Freude bereitet hat, wünsch dir auch eine gute Nacht und liebe Grüße
      Monika.

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