Der Duft nach Honig und Gewürzen

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Kaschubisches Weihnachtslied

Wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande,
wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!
Sieh, du hättest nicht auf Heu gelegen,
wärst auf Daunen weich gebettet worden.

Nimmer wärst du in den Stall gekommen,
dicht am Ofen stünde warm dein Bettchen,
der Herr Pfarrer käme selbst gelaufen,
dich und deine Mutter zu verehren.

Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!
Müßtest eine Schaffellmütze tragen,
blauen Mantel von Kaschubschem Tuche,
pelzgefüttert und mit Bänderschleifen.

Hätten dir den eignen Gurt gegeben,
rote Schühchen für die kleinen Füße,
fest und blank mit Nägelchen beschlagen!
Kindchen, wie wir dich gekleidet hätten!

Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten!
Früh am Morgen weißes Brot mit Honig,
frische Butter, wunderweiches Schmorfleisch,
Mittags Gerstengrütze, gelbe Tunke.

Gänsefleisch und Kuttelfleck mit Ingwer,
fette Wurst und goldnen Eierkuchen,
Krug um Krug das starke Bier aus Putzig!
Kindchen, wie wir dich gefüttert hätten!

Und wie wir das Herz dir schenken wollten!
Sieh, wir wären alle fromm geworden,
alle Kniee würden sich dir beugen,
alle Füße Himmelswege gehen.

Niemals würde eine Scheune brennen,
Sonntags nie ein trunkner Schädel bluten, –
wärst du, Kindchen, im Kaschubenlande,
wärst du, Kindchen, doch bei uns geboren!

(Werner Bergengruen)

Da am 25. November der letzte Gedenktag, der Ewigkeitssonntag, war, mußte ein anderes Ereignis nach vorne verschoben werden.

Denn am 25. November ist auch der Gedenktag der Heiligen Katharina, und mit ihrem Tag beginnt traditionell die Weihnachtsbäckerei!

Die heilige Katharina ist eine Märtyrerin und eine der 14 Nothelfer.
Sie ist eine legendäre Gestalt und wurde erst ab dem 8. Jahrhundert verehrt.
Geboren wurde sie wahrscheinlich in Zypern, Tag und Jahr sind nicht bekannt, und starb ca. 307 in Alexandria in Ägypten.
Ihr Gedenktag ist der 25. November, ihr Name bedeutet „die Reine“ (griech.)
Ihre Attribute sind das zerbrochene Rad (sie sollte gerädert werden, aber das Rad zerbrach und tötete ihre Peiniger), Buch, Schwert und Krone.

Sie ist Patronin in Kantonen in der Schweiz, von Eindhoven in den Niederlanden, von Sit-Katelijne-Waver bei Antwerpen, der Mädchen, Jungfrauen, Ehefrauen, im Mittelalter der Ritter, der Theologen und Gelehrten, Lehrer, Müller, Bäcker, Töpfer und Gerber, Spinner, Schiffer, Sekretäre, Anwälte und Notare, Frisöre, Näherinnen, Scherenschleifer und aller Berufe, die mit Rädern zu tun haben.

Bauernregel zu St. Katharina:
Wie dieser Tage an Kathrein, solch Wetter wird im Jänner sein.

(Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon)

Wenn ich (noch) eine Tochter bekommen hätte, würde sie Katharina heißen, ich finde den Namen so sehr schön!:yes:

Und das Kaschubische Weihnachtslied habe ich deshalb ausgesucht, weil da von soviel leckeren Sachen und Gewürzen die Rede ist, womit das Christkind gefüttert werden sollte!:yes: Ob die alle für ein Neugeborenes so bekömmlich gewesen wären?:??::no:

Nichtsdestotrotz beginnt nun also die hohe Zeit der Weihnachtsbäckerei, „Weihnachtsduft in jedem Raum“,:>> und der abendliche Himmel zeigt in dieser Zeit ja auch sehr häufig, wie fleißig da oben nun auch gebacken wird, „Christkindchen bäckt“ oder „die Engel backen“, sagten wir als Kinder, wenn der Himmel sein abendliches rosenrot zeigte!:yes:

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Und wie sehr der Duft die Erinnerungen wachruft, an die Kinderzeit zur Vorweihnachtszeit, backen mit Mutter und Oma, mit den Geschwistern oder Freunden, welch eine herrliche Kleckerei das war,;D Teigprobieren (obwohl verboten, das gab doch Magenschmerzen, der rohe Teig!):`( und mit Zuckerguß mantschen, herrlich!;D

Ich hab mit meinen Eltern immer Spritzgebäck gemacht, kennt ihr alle noch den guten alten Fleischwolf?:??: In gut sortierten Haushalten gab es dafür einen Vorsatz für Plätzchenteig,:yes: und eine Schiene dabei, mit verschiedenen Formen für Spritzgebäck. Papa hat immer den Teig reingesteckt und die Kurbel gedreht, ich hab die geformten Teigstränge angenommen und abgeschnitten auf die richtige Größe für Plätzchen.
Aber nicht immer, nö,:no: das war ja der Spaß dabei, gaaaaanz lange Schlangen, und Papa hat dann aus Spaß geschimpft,:)) und dann mußten die Schlangen alle wieder zusammengeknetet werden und neu in den Fleischwolf, irgendwann war der Teig dann ein bissel …grau!88| Das war immer so schön, und wir haben sehr gelacht.
Mama hat dann die Plätzchen aufs Backblech gelegt und gebacken, und zur Aufbewahrung bis Weihnachten kamen sie in Mamas gehütetes Bowlengefäß,
ein Keramikgefäß mit stilisierten Trauben drumrum und einer Traube auf dem Deckel! Ich hab es geerbt, und hüte es wie meinen Augapfel!:yes:

Trotz des herrlichen Gefäßes, die Plätzchen haben geheimnisvollerweise nie bis Weihnachten gereicht! Wohin die bloß immer verschwunden sind!?:oops:

Die Tradition ist beibehalten worden, ich erinnere mich an unzählige Adventswochen, in denen ich mit Sohn, Großeltern, Verwandt- und Freundschaft und jeder Menge quirliger Kinder in der dafür viel zu kleinen Küche:)) gemixt, gerührt, geknetet, ausgestochen, verziert und bemalt habe, und die Kinder hatten den gleichen herrlichen Spaß wie anno dunnemals ihre Eltern!:yes: (Die Eltern auch!!!):yes:

Und wenn dann so ein Ergebnis dabei raus kam, war der Jubel groß,

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aber die Freude kurz, hihihi, denn er war schnell verputzt!

Und damit kommen wir nun zu einem von früheren Einträgen bekannten Teil, dem

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Es ist so schade, daß es kein Duft-Internet gibt, wenn ich hier jetzt mal typische Weihnachtsgewürze aufzähle, und ihr die alle riechen könntet, toll!:yes:;D:))
Piment, Sternanis, Anissamen, Nelken, Ingwer, Koriander, Kardamom, Vanille, Muskatblüte, Muskatnüsse, Zimtstangen, Safran.

Und all die herrlichen Gebäcksorten:
Honigkuchen, Printen, Stollen, Früchtebrote, Makronen, Springerle, Lebkuchen, Weihnachtsplätzchen, Spekulatius, Dominosteine.

Ich besitze noch ein Model für Spekulatius!:yes:

Und Oblaten, die man dann mit solchen Bildern zum aufkleben dekorieren konnte:

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Nu kommen aber endlich die Rezepte:

Liegnitzer Bomben
400 g Honig
250 g Zucker
125 g Butter oder Margarine
6 EL Milch
5 Eier
1 Prise Kardamom
1/2 TL gem. Nelken
2 gestr. TL Zimt
500 g Mehl
1 Pck. Backpulver
50 g Kakao
125 g Korinthen
125 g gehackte Mandeln

zum Bestreichen:
Aprikosenmarmelade
etwa 2 EL Wasser

Glasur:
500 g Puderzucker
60 g Kakao
6 – 10 EL heiße Milch oder Wasser
50 g zerlassenes Kokosfett

Honig, Zucker, Fett und Flüssigkeit erhitzen, bis alles aufgelöst ist. Nach dem Abkühlen Eier, Gewürze, das mit Backpulver gesiebte Mehl und Kakao hinzufügen, zum Schluß Korinthen und Mandeln.
Entsprechende Bomben-Formen oder kleine Konservendosen (die nehm ich immer) einfetten und bis zur Hälfte mit dem Teig füllen.
Auf ein Backblech setzen und backen, 25 – 30 Minuten bei 175 – 180 Grad.
Anschließend vorsichtig aus der Form lösen, abkühlen lassen und mit der mit Wasser glattgerührten und erhitzten Aprikosenmarmelade bestreichen. Zuletzt mit Glasur überziehen.

Spritzgebäck:
125 g Butter
125 g feiner Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei, 1 Eiweiß
250 g Mehl
einige Tropfen Zitronenöl

Butter, Zucker, Vanillezucker, Ei und Eiweiß schaumig rühren, Zitronenöl zufügen, das Mehl unterrühren. Den Teig eine Zeit kühl ruhen lassen, dann ab in den Fleischwolf und Plätzchen drehen.
Backen bei 175 – 190 Grad 12 – 15 Minuten.

Nun riecht es doch schon so fein nach frisch gebackenem, und da stehen hier zwei und fragen: Und wir?:??:

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Mimi und Buddy möchten auch Weihnachtsplätzchen! Geht nicht?:no: Gibts nicht!;D

Winter-Hundeplätzchen
250 ml Wasser
200 g Weizenmehl (evtl. Vollkornmehl)
200 g gemahlene Haferflocken
100 g Reismehl
2 kl. Becher Naturjogurth
2 EL Ahornsirup
1 TL Kardamom
1 TL Zimt

Zutaten zu einem Teig kneten, Teig in Folie einpacken und eine halbe Stunde in den Kühlschrank legen.
Backofen auf 200 Grad (Umluft 175 Grad) vorheizen.
Teig ausrollen und Plätzchen ausstechen, auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und 10 – 15 Minuten backen.
Backofentemperatur auf 50 Grad runterdrehen und die Plätzchen bei leicht geöffneter Backofentür eine halbe Stunde trocknen lassen. Dann werden sie schön knackig, das lieben Hunde!

Katzen-Kekse
125 g Weizenmehl
100 g Margarine
1 TL Melasse
30 g Katzenflocken (Hefe oder Vitamine)

Margarine und Melasse schaumig rühren, das Mehl löffelweise einrühren und zum Schluß die Katzenflocken untermischen. Den Teig zu einer Kugel formen und im Kühlschrank 15 Minuten ruhen lassen. Anschließend den Teig ausrollen, Plätzchen in gewünschter Form ausstechen (wie wäre es mit Mäusen?) und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Mit Trockenfutter verzieren und bei 180 Grad 8 – 10 Minuten backen und auskühlen lassen.

Na, wie wärs, liebes Hunde- und Katzenpersonal, Plätzchenteller für unsere Vierbeiner!:yes:

Da hier ja auch viele tierliebe Menschen mit einer enormen Vorliebe für Eisbären lesen, man kann auch Eisbärplätzchen backen!:yes: Dafür jedes Plätzchen-Rezept zum Ausstechen, eine Eisbärform gibts z.B. beim schwedischen Heimwerkerladen mit den 4 Buchstaben:)) (da gibts auch Elche zum ausstechen, die sind soooo süß,:yes: ich hab auch, alle beide, Eisbär und Elch!) und nach dem Backen mit Zuckerguß bestreichen (den Eisbär!):yes: und mit Kokosflocken bestreuen, fürs Fell! Nüüüüdlüüüüch! Und läcka!:>>

Viel Spaß beim Nachbacken und ich wünsche euch eine gute Vorbereitungswoche auf den 1. Advent, vielleicht mit der Aussicht auf so eine Aussicht?

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Und Mimi hat beschlossen, sich dann als Hausbesetzer zu etablieren::yes:

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Damit sie auch noch was von ihrem Balkon hat, während der winterlichen Fütterungszeit!:##:yes::))

:wave:

Der letzte stille Tag

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Steh nicht am Grab mit verweintem Gesicht
ich bin da – ich schlafe nicht.
Ich bin im Wind, der weht über die See,
ich bin das Glitzern im weißen Schnee.
Ich bin die Sonne auf reifender Saat,
ich bin im Herbst in der goldenen Mahd.
Wenn du erwachst im Morgenschein,
werde ich immer um dich sein.
Bin im Kreisen der Vögel am Himmelszelt,
ich bin der Stern, der die Nacht erhellt.
Steh nicht am Grab in verzweifelter Not,
ich bin nicht da – ich bin nicht tot!

(Irisches Grabgedicht)

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Totensonntag oder Ewigkeitssonntag ist in den evangelischen Kirchen Deutschlands und der Schweiz ein Gedenktag für die Verstorbenen.
Er ist der letzte Sonntag vor dem 1. Adventssonntag, somit der letzte Sonntag des Kirchenjahres.
Er ist der letzte „stille Tag“ oder „stiller Feiertag“, für den besondere Einschränkungen gelten.
Das weihnachtliche Schmücken von Häusern und Wohnungen beginnt traditionell erst nach dem Totensonntag.

(Quelle: Wikipedia)

Der letzte stille Tag dieses Monats soll noch einmal Anlaß zu einem ebensolchen Eintrag hier sein.

Bevor das Licht des ersten Adventssonntages zu uns kommt, möchte ich noch einmal allen gedenken, die uns ins unbekannte Dunkel vorausgegangen sind.
„Das Licht ist die Speise der Toten“ (unbekannter Autor), geben wir es ihnen mit auf ihren Weg.

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Das ist das, was wir glauben, worauf wir vertrauen!

Blumen sind die letzten Geschenke an unsere Verstorbenen, eine letzte Liebesgabe.

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Ich möchte hier ganz persönlich meiner Eltern gedenken, meiner Mama
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mit ihren Lieblingsblumen, Maiglöckchen, und meinem Papa
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mit einer Seerose, weil ich sie so schön fand, Papa mochte alle Blumen.
Und ich möchte ihnen danken, ich bin glücklich, daß ich euer Kind sein durfte! Ihr fehlt!

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Diese Rose ist für alle meine anderen Lieben, Mensch und Tier, die nicht mehr bei mir sind und die ich manchmal so schmerzlich vermisse.

Und ihr könnt eure Lieben in Gedanken hier hinzufügen!

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Der Weg geht ins ungewisse, und wir fürchten uns davor, weil wir nicht wissen, was kommt, wir können nur glauben und hoffen.
Aber ich hab in einem Film mal so eine schöne Beschreibung gehört, daß es beim Tod wohl so ist wie bei der Geburt, vielleicht hatten wir ja auch Angst vor der Geburt, weil wir auch da keine Vorstellung vom kommenden hatten. Das haben wir nur vergessen.

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Wir haben die Hoffnung!

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Das ist unser Glaube, und vielleicht ein Versprechen!

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Und unsere Liebe, die uns alle verbindet, die den Tod besiegt!
Eine stille Umarmung an euch alle!

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Der Sonnenuntergang des Lebens ist vielleicht wie der Sonnenuntergang eines Tages, es kommt ein neuer Morgen und die Nacht ist vorüber!

Ein Engel möge uns begleiten, über uns wachen und mit seinem Licht uns leuchten, wenn der Weg mal dunkel wird.

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Laß mich, Engel, nicht allein!
Wenn mich alle Liebe läßt,
Engel, halte du mich fest.

Laß mich, Engel, nicht allein,
führ aus Leib und Sterbehemde
in das ungeheure Fremde,
in den Ursprung mich hinein.
Engel, laß mich nicht allein.

(Werner Bergengruen)

„Lacrimosa“ aus dem Requiem von W.A. Mozart

Wo man singt…..(und ein Update!)

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laß dich ruhig nieder,
ohne Furcht was man im Lande glaubt,
wo man singt, wird kein Mensch beraubt,
Bösewichter haben keine Lieder.

(Johann Gottfried Seume)

Heute, am 22. November, ist der Gedenktag der Hl. Cäcilia, der Schutzpatronin der Musik.
Mit ihrem Gedenktag beginnen die Hausmusik und die Konzerte.

Die Hl. Cäcilia lebte von ca. 200 bis 22.11. 230 (?) in Rom.
Sie war eine adlige Römerin, hatte sich schon sehr früh Christus vermählt und lebte mit ihrem Mann in einer sog. „Josephs-Ehe“.

Sie ist die Patronin der Kirchenmusik, dieses Patronat verdankt sie allerdings einem Übersetzungsfehler, der hieß, sie solle auf ihrer Hochzeit selbst die Orgel gespielt haben.

Die Attribute, mit denen sie abgebildet wird, sind Rosen, Schwert, Musikinstrumente wie Orgel oder Geige.
Sie ist die Patronin der Kirchenmusik, der Organisten, der Orgelbauer, der Instrumentenmacher, der Sänger, Musiker und Dichter.

(Quelle: Ökumenisches Heiligenlexikon)

Eine Bauernregel besagt:
Wenn es an Cäcilia schneit, dann ist der Winter nicht mehr weit.

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Musik ist die Sprache der Engel.
(Thomas Carlyle)

Es gibt wohl kaum einen Menschen, den Musik nicht berührt!:no:
Es ist ja erwiesen, daß ungeborene Babys schon im Mutterleib Musik hören können und sogar entsprechend darauf reagieren.:yes: Ich kann das bestätigen, als ich mit meinem Sohn im 5. Monat schwanger war, besuchte ich am hiesigen Stadttheater die Aufführung von „West-Side-Story“, und wenn die Musik laut und sehr rhytmisch war, wurde mein Bauch sehr lebendig!:)) Bei den leiseren Stücken kehrte dann wieder Ruhe ein. Das ist so eine wunderschöne Erinnerung, ich kann West-Side-Story heute nicht mehr hören, ohne daran denken zu müssen!:yes:
Und wenn es gut und günstig läuft, geht die Musik ja für die geborenen Babys weiter, mit Spieluhren und den Schlafliedchen,:yes: wer kennt nicht das wunderschöne Lied „La le lu, nur der Mann im Mond schaut zu“, aus dem Film „Wenn der Vater mit dem Sohne“ mit Heinz Rühmann.

Ein Eintrag über Musik m i t Musik ist allerdings ein schwieriges Unterfangen,88| ich wollte hier ein Lied von Reinhard Mey einstellen, „Welch ein Geschenk ist ein Lied“, tja, der erfahrene Blogger ahnt es, gesperrt in deutschen Landen,:??: aber ich hab mir was anderes einfallen lassen, ich verlinke euch jetzt mal:

http://www.reinhard-mey.de/start/texte/alben/welch-ein-geschenk-ist-ein-lied

Das ist nur der Text, aber gerade um den ging es mir, und komplett zitieren darf ich hier nicht.:no:

Musik begleitet unser ganzes Leben, und ich glaube, jeder von euch hat Lieder oder Musikstücke, die er mit einer Episode oder einem Abschnitt seines Lebens in Verbindung bringen kann.:yes: Das ist auch eine so wundervolle Erinnerungsmöglichkeit, man hört die Musik, und alles ist wieder da, „…sie spielen unser Lied!“;D

Die Musik begleitet uns von der Geburt bis zum Tod, noch haben wir ihn ja, den November, und so möchte ich nicht unerwähnt lassen, daß auch bei Beerdigungen Musik eine ganz große Rolle spielt. Ich finde es so schön, daß man heute die Lieblingsmusik des Verstorbenen spielen darf, egal, um was für eine Musikvorliebe es sich dabei handelt, Schlager, Klassik, Volksmusik u.a.! Und gerade hier löst Musik ja auch Blockaden, Stücke wie z.B. Mozarts „Lacrimosa“ aus seinem „Requiem“ lassen die Tränen fließen und machen offen für die Trauer.

Und gerade Musik ist ja nun auch eine Geschmackssacke,:yes: und über Geschmack kann man nicht streiten (oder trefflich!).
Ich mag zum Beispiel diese Musik hier sehr gerne

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ja, Dudelsack-Musik,:yes: find ich fein, und Mittelaltermusik mit alten Instrumenten wie Harfe und Leier, und Flöten, schließlich spiele ich selber Blockflöte, seit meinem 8. Lebensjahr, und dieses Instrument ist meine große Liebe geblieben.:yes: Ich wollte immer noch Klavier spielen lernen, aber in unsere 2-Zimmer-Wohnung paßte ein Klavier beim besten Willen nicht!:no: Dafür spielt heute mein Sohn Orgel und Klavier, und da freu ich mich sehr drüber! (Neeiiiiin, er mußte nicht, weil Mama nicht konnte, er wollte, mit 9 Jahren, gaaanz freiwillig, und es macht ihm immer noch große Freude, samt Band-Erfahrung und allem drum und dran!):>>
Wir sind eh eine musikalische Familie, mein Vater war als 2. Baß im Männerchor (er hat mir auch das Flötespielen beigebracht), weitere verwandtschaftliche Instrumente sind Akkordeon, Gitarre, Mundharmonika und nochmals Klavier, und eine Tante im Kirchenchor!

Na, und gerade meine Generation, wer erinnert sich von euch denn noch an das hier:

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Rüüüüchtüüüüg, die Disko-Kugel, hihihi, na, da wurden die Nächte durchgetanzt, oder?:)) Und im Fernsehen kamen die ersten Musiksendungen für Jugendliche, das war Revolution!!!:))

Und auch Tiere mögen Musik, und haben da auch ihre Vorlieben, ein leider schon verstorbener Kater von Sohn und Freundin liebte Rockmusik, Lucy, die Katze (die Mimi immer grüßt, hihihi!) mag lieber Balladen, wir hatten zwei Kaninchen, die beide Dudelsackmusik liebten,88| Mimi mag es auch lieber ruhiger, mit Vorliebe Lieder von Reinhard Mey (wen das wundert!):)). Was mag denn Buddy?:??:
Ja, und uns hier fällt da ja dann auch noch Thomas Dörflein ein, der seinem Knuti-Eisbärbaby Elvis-Songs vorgesungen hat, mit Gitarre begleitet!:yes:
Mimi spielt euch jetzt mal den „Katzen-Tatzen-Blues“!

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Ich möchte diesen Eintrag aber nicht beenden, ohne wenigstens ein bissel „wirkliche“ Musik!
Einige von euch erinnern sich evtl. noch an das Irische Segenslied, das ich in einem anderen Blog mal eingestellt hatte, es ist eines meiner Lieblingslieder und ich möchte euch teilhaben lassen:

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Eine Strophe dieses wunderschönen Liedes fehlt in dieser Fassung leider, das ist aber eine der schönsten,:yes: deshalb schreibe ich sie euch hier auf:

Hab unterm Kopf ein weiches Kissen,
habe Kleidung und das täglich Brot,
sei über vierzig Jahre im Himmel,
bevor der Teufel merkt, du bist schon tot.

Refrain: Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand, und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner Hand!

Zum Schluß den Eingangsspruch noch einmal abgewandelt:

Wo man singt, da laß dich ruhig nieder,
böse Menschen haben keine Lieder,
böse Menschen haben radio21

Ich wünsche euch eine schöne, musikalische Restwoche!

:wave:

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Ich habe das Lied von Reinhard Mey „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ gesungen von einem Frauenchor gefunden, das Musikarrangement ist sehr autentisch, deshalb stelle ich es jetzt mal hier mit ein.
Britta-Gudruns Kommentar hat mich drauf gebracht, danke!

Nachlese Zoobilder

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Wonach du sehnlichst ausgeschaut

Wonach du sehnlichst ausgeschaut
es wurde dir beschieden.
Du triumphierst und jubelst laut:
Jetzt hab ich endlich Frieden!
Ach, Freundchen, rede nicht so wild,
bezähme deine Zunge!
Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt,
kriegt augenblicklich Junge.

(Wilhelm Busch)

Der Sinn dieses Gedichtchens erschließt sich aus meiner großen Freude,:>> als ich am 1. Mai diesen Jahres mit meiner Freundin im Wuppertaler Zoo war,:yes: Eisbär-Baby Anori mit Mama Vilma und Papa Lars gucken!:p
Ja, und das war mein erfüllter Wunsch, na, und Junge hat er auch gekriegt,;D hihihi, ich möchte noch mal wieder hin, und mal wieder nach Duisburg in den Zoo, nach Münster, nach Berlin usw. usf.!:))
Kommt alles (hoffentlich!) und wird dann wieder Junge kriegen, so sind wir Menschen!:crazy:

Und wieder stellt sich die unvermeidliche Frage, wie komme ich drauf?:??:

Ich hatte damals ja mein Blögchen ganz neu, und hab dann auch Bilder von Lars eingestellt, und die waren so klein,:`( ich war ja da auch noch nicht so versiert, der Mann meiner Freundin hatte sie gemacht, und ich hab sie nur so klein hochgeladen bekommen.:yes:
Aber nun, Trommelwirbel, die waren gar nicht so klein, ich hab bloß einen Fehler beim Hochladen gemacht,:oops: und nun möchte ich es nicht versäumen, euch diese beiden Bilder und noch weitere aus Wuppertal neu zu präsentieren:

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Lars trabt seine Runden

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…und weiter gehts

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Leopard

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schwarzer Panther

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Schreitvögel, im Hintergrund Roter Sichler

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Roter Sichler

So, nun habt ihr doch mehr von den Bildern! Ja, so lernt man doch immer dazu!:yes:

Der Zoo Wuppertal hat ja aus Anlaß der Verabschiedung seines Zoodirektors Dr. Ulrich Schürer in den Ruhestand den Gorillamann Vimoto, der als Leihgabe des Zoologischen Gartens Zürich in Wuppertal ist, als Geschenk erhalten. Er bleibt nun in Wuppertal, der 17 Jahre alte Silberrücken! Zwei Gorillakinder hat er bereits gezeugt, Vana und Tebogo.
(Quelle: http://www.zoo-wuppertal.de/aktuelles.html)

Und da ich ja außer für Gedichte auch immer für Anekdoten gut bin,;D hier mal wieder eine:
Ich war vor Jahren mal mit Freunden im Wuppertaler Zoo, und wir waren auch bei den Gorillas, und ein Gorillamännchen hat sich unsterblich in meine Freundin verliebt,:yes: wo immer sie ging und stand, er trabte hinterher, versuchte, ihre Aufmerksamkeit zu erregen, trommelte an seine Brust, imponierte auf Affenart, setzte sich hin und guckte sie total verliebt von unten rauf an, wir haben Tränen gelacht,;D bloß meine Freundin war „not amused“,:no: konnten wir alle gar nicht verstehen!:no:
Wer macht denn schon solche Eroberungen, das ist doch toll!:>>

Auf der oben erwähnten Seite vom Wuppertaler Zoo war noch ein schöner Eintrag, der Zoo hat am 8.11. 2012 einen Martinszug im Zoo veranstaltet, ein langer Lampionzug zog, angeführt von der Eselin Rosi und ihrer Tierpflegerin, durch den abendlichen Zoo zum Elefantenhaus. Hier erwartete den Zug St. Martin auf der Elefantenkuh Sweni.
(Quelle: http://www.zoo-wuppertal.de/aktuelles.html)

Das fand ich auch sooo schön,:yes: und natürlich vor allem wegen der Eselin Rosi! (:wave:Brigitte/Plauen)

Es gab ja dann später bei mir noch einen Eintrag zu Maikäfer, und wenn wir schon einmal dabei sind, auch den noch in groß:

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Ich hoffe, das hat euch wieder ein bissel Freude gemacht, ich wünsche allen meinen Lesern einen schönen Sonntag und schließe mit noch einem Gedicht:

Ist die Zeit auch hingeflogen,
die Erinnerung weicht nie;
als ein leichter Regenbogen
steht auf trüben Wolken sie.

(Ludwig Uhland)

:wave:

Mimi, die Glückskatze

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Zeit zum Leben

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben.
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sonder auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrigbleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

(Aus: Elli Michler, Dir zugedacht. Wunschgedichte
Don Bosco Verlag, München)

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Hi, Folks, hier meldet sich nun mal wieder euer Co-Autor!:yes:
Und ihr fragt euch nun sicher alle, genau wie bei meinem Dosenöffner im vorhergehenden Eintrag, wie ich wohl auf Glückskatze komme!:??:

Geduld überwindet Schweinebraten, dazu komme ich noch im Laufe meines Eintrages!:>>

Denn erst einmal geht es um das obige Gedicht, das ich mit Hilfe meines Dosenöffners herausgesucht habe.
Mein Frauchen hat mir nämlich erzählt, daß ihr alle so nett und lieb dabei helft, daß sie in diesem Jahr richtig fein mit dem von ihr so ungeliebten November klar kommt!:yes: Und weil ich davon ja nun auch profitiere (sie ist dann nämlich gut gelaunt, hihihi, da krieg ich Leckerli und Streicheleinheiten, naja, die Reihenfolge kann beliebig geändert werden!), wollte ich auf diesem Wege euch auch einmal ein Dankeschön zukommen lassen.:yes: Katzen haben ein feines Gefühl für Stimmungen und Schwingungen aller Art, und das der November eine Zeit der inneren Einkehr und der Besinnung ist, ist mir natürlich nicht verborgen geblieben.:no: Und ich dachte, das kleine Gedichtchen hilft euch ein bissel beim „entschleunigen“, Folks, das ist wichtig,:yes: laßt euch das von einer Katze gesagt sein, wir sind Meister darin!
Ich hoffe, es gefällt euch!:b

Und weil zum oben gesagten positive Nachrichten passen, kommen wir jetzt zur Glückskatze!:yes:

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Weil ich nämlich eine Glückskatze bin!:yes: Ja, ich weiß schon, was ihr sagen wollt, Glückskatzen sind dreifarbige Katzen (übrigens fast alles Weibchen, bei Katern gibt es das nur selten!) und ich bin fast ganz schwarz, tja, hat auch nix mit der Farbe zu tun,:no: sondern mit meinem Glück!:yes:

Nun werdet ihr sagen, ja, klar, du hast ja auch ein feines Zuhause und einen netten Dosenöffner, sicher hast du Glück!
Rüüüchtüüüg,:yes: aber ich kann euch eine Geschichte erzählen, wo ich noch viel mehr Glück hatte und das letzten Endes auch mitgeholfen hat, daß ich heute bei meinem Dosenöffner glücklich bin.

Ich fang mal von vorne an (ist glaube ich immer am praktischsten, gelle?)
Als ganz kleines Kätzchen kam ich zu einer Familie mit einem kleinen Jungen (das waren Freunde vom Dosenöffner). Erst hatte ich ja Heimweh nach Mama und Geschwisterchen,:'(

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aber ich habe mich wirklich gut eingelebt und es war eine liebe Familie, in der ich richtig gerne war.:yes:
Im Gegensatz zu hier hatten sie aber keinen Balkon, und wohnten in der 2. Etage, so daß ich auch da schon keine Freigängerin war.:no:
So habe ich immer sooo gerne am Fenster gesessen und nach draußen geguckt, da war unten ein Garten mit einem gaaaanz tollen großen Kastanienbaum, und Wiesen und Felder und weiter hinten noch mehr Gärten, war immer sehr interessant und spannend. Den Dosenöffner kannte ich da auch schon, eigentlich von anfang an, weil er ja öfter zu Besuch kam.
Im Sommer wurden die Fenster natürlich auch geöffnet,:yes: da wurde ich dann aber immer aus dem Zimmer ausgesperrt, damit ich nicht rausfallen konnte, Katzen sind ja dann schon mal sehr spontan, wenn sie etwas sehen, dann wird danach gesprungen, und dann überschätzt man schon mal eine Höhe!88|

Ihr ahnt es sicher schon, an einem schönen Sommerabend ist es dann doch passiert, obwohl das Fenster nur auf Kipp stand, ich hab es geschafft, durch zu kommen und bin tatsächlich 2 Etagen tief gefallen!88| Das schlimmste ist, es hat keiner bemerkt, und es war ja auch schon dunkel!
Aufgefallen ist es der Familie erst am anderen Morgen, als der Vater aufgestanden ist und mich vermißt hat beim Fütterchengeben-Wollen. Wohnung abgesucht, mich nicht gefunden, ja, und irgendwann war klar, ich muß wohl wirklich rausgefallen sein.
Sie haben dann den ganzen Tag nach mir gesucht, überall, sie haben mich gerufen, aber ich habe nicht geantwortet.:oops: Irgendwann haben sie dann aufgegeben, und waren natürlich sehr traurig.:'(
Als am Abend der Vater der Familie zur Nachtschicht fahren wollte, hat er vorher nochmal alles abgesucht unten im Garten mit einer Taschenlampe…..ja, und diesmal hab ich mich gemeldet,:yes: ich saß total verängstigt und verstört in einem Kellerfenster, in das ich mich nach ganz hinten rein geflüchtet hatte, daher haben sie mich auch vorher nicht gefunden, aber ich war doch auch so traurig,:'( ich wollte doch wieder in mein Zuhause, und es war doch schon wieder dunkel, und da hab ich dann miaut!:yes: Und wurde gefunden!:yes: Und wieder nach Hause gebracht!:yes: Und außer einem leicht verknacksten Hinterlauf ist mir auch nix passiert!:no: Und meinen jetzigen Dosenöffner haben sie auch sofort angerufen, um zu erzählen, daß ich wieder da sei!:yes:
Und darum Glückskatze! marienkaefer_08

So, nun habt ihr noch was zum Freuen gelesen, dann wünsche ich euch nun mal gute Nacht,:yawn: ich geh jetzt pennen,:zz: glücklich, das ich hier bin, und werde von meinem geliebten Balkon im Sommer träumen, von dem ich dank eines Netzes zum Glück nicht runterfallen kann!;D

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Habt einen feinen Tag morgen, paßt alle gut auf euch auf, daß ihr nirgendwo runter fallt, ach, ja, natürlich, Gruß an Buddy
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Lucy
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und das Eselchen
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euer Co-Autor Mimi.

:wave:

Die Farbe Rosa

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Rosa Hortensie

Wer nahm das Rosa an? Wer wußte auch,
daß es sich sammelte in diesen Dolden?
Wie Dinge unter Gold, die sich entgolden,
entröten sie sich sanft, wie im Gebrauch.

Daß sie für solches Rosa nichts verlangen.
Bleibt es für sie und lächelt aus der Luft?
Sind Engel da, es zärtlich zu empfangen,
wenn es vergeht, großmütig wie ein Duft?

Oder vielleicht auch geben sie es preis,
damit es nie erführe vom Verblühn.
Doch unter diesem Rosa hat ein Grün
gehorcht, das jetzt verwelkt und alles weiß.

(Rainer Maria Rilke)

Rosa oder rosarot ist eine helle bläulich rote Farbe, eine Mischung aus weiß und blaustichigem Rot.
Für die Bezeichnung des Farbtones standen die in Europa einheimischen Wildrosen Pate, aufgrund der mittelhochdeutschen Wörter rose(n)var, rosin, rose(n)rot. Neuhochdeutsche Entsprechungen sind rosenfarb, rosenrot, rosig, der lat. Blumenname „Rosa“ (Rose) wurde dann ins deutsche übernommen.
Die Komplementärfarbe von rosa ist ein frühlingshaftes Grün.
Rosa ist blasser als das bläulichere schrille, aber farbenkräftigere Pink.

Der Farbton wird im Sinne von optimistisch, erfreulich, positiv genutzt, Bezeichnungen wie „rosige Zeiten“, „ihm geht es nicht gerade rosig“, „alles durch eine rosarote Brille sehen“, weisen darauf hin.
Weiterführende Bedeutungen sind „unrealistisch, verklärend“, wie „die Zukunft im rosigen Licht sehen“, oder „für sie ist die Welt rosarot“, „auf einer rosa Wolke schweben“.

Rosa wirkt sanft und weich, weshalb es seit den 1920-iger Jahren mit Weiblichkeit assoziiert wird.
Vorher war es umgekehrt, rot galt als aktive, männliche Farbe und rosa, „das kleine Rot“, wurde Jungen zugeordnet. Blau ist in der christlichen Tradition die Farbe von Maria, der Gottesmutter, somit war hellblau, „das kleine Blau“ den Mädchen vorbehalten.
Nach dem 1. Weltkrieg fand ein Umbruch statt, bedingt wahrscheinlich durch die Blautöne von Arbeitskleidung und Uniformen.

In der christlichen Liturgie ist rosa keine eigenständige Farbe, rosafarbene Paramente (Gewänder und Tücher) werden allenfalls am 3. Adventssonntag und am 4. Fastensonntag getragen, rosa als aufgehelltes Violett zum Zeichen der Vorfreude.

(Quelle: Wikipedia)

Und der geneigte Leser fragt sich natürlich wieder, wie kommt sie nun bloß auf Rosa?

Die letzten Tage waren hier wettermäßig seeehr novembrig, düster, grau, nieselig, trist, der aufmerksame Leser hat längst erkannt, daß ich den Monat nicht mag, und so war es naheliegend, ein bissel Farbe in den ach so grauen Alltag zu bringen, und so fiel mir Rosa ein!

Wir setzen uns jetzt mal gemeinsam die rosarote Brille auf und sehen alles durch die selbige, wir schweben jetzt mal auf einer rosa Wolke und träumen von rosigen Zeiten. (Gibt einen schönen Spruch für diesen Zustand: „Luftschlösser darf man ruhig bauen, man darf nur nicht versuchen, in ihnen zu wohnen!“)

Also macht es euch gemütlich, es geht rosa weiter:

www_clipart_kiste_de_teddy_123Rosa Edelsteine:
rosa Koralle:
beugt Knochenbrüchigkeit (Osteoporose) vor, stärkt die Liebesfähigkeit und macht unempfindlich gegen Neid und Mißgunst anderer Menschen, wirksamer Schutz vor negativen Energien.

rosa Perlen:
bei chronischen Kopfschmerzen, für Zähne und Knochen, sie stimmen versöhnlich, lösen Blockaden, vermitteln innere Zufriedenheit.

Rhodochrosit:
stabilisiert den Blutkreislauf, entgiftet, gegen Hautunreinheiten, fördert Aktivität und Lebenskraft, vertreibt trübe Stimmungen, baut eine positive Lebenseinstellung auf.

Rhodonit: (schwarz mit rosa Einschlüssen)
gilt als Wundheilstein, enthält Kalzium, daher ein Stein für die Knochen, ein Stein bei Veränderungen im Leben, läßt alte seelische Wunden ausheilen.

Rosenquarz:
hält schädliche Strahlen fern, ein Rohstein auf dem Computer oder neben dem Bett kann Kopfschmerzen oder Augenbrennen verhindern. Letzeres kann ich bestätigen, ich habe einen Rosenquarz auf meinem Computer und habe ganz selten Probleme mit den Augen beim Schreiben und Arbeiten.
Er verhilft zu Durchsetzungsvermögen, regt dazu an, für eine angenehme Umgebung zu sorgen, macht empfindsam für andere Menschen.

Rosa Blüten:
Heidekraut, Seerose, Rosen, Wicken, Malven, Primeln, Tausendgüldenkraut, Winden, Kartoffel, Thymian, Herbstzeitlosen, Geranien, Begonien, Chrysanthemen, Clematis, Tränendes Herz, Hortensien, Dahlien, Fuchsien.

Und es gibt auch rosa Tiere (außer Flamingos, die sooo schön sind!)

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roter Sichler aus der Familie der Schreitvögel, Wuppertaler Zoo.

Rosa als Lieblingsfarbe ist die Farbe der Zärtlichkeit und Kindlichkeit, sie steht für Romantik, Sanftheit, Sensibilität, Zurückhaltung, Zuneigung, aber auch verstärktes Schutzbedürfnis.

Sie wird dem Sternzeichen Waage und Stier zugeordnet.

Rosa gleicht das Herzchakra aus.
Ein Überschuß an Rosa kann allerdings vorhandene Neigung zu Schwärmerei und Gefühlsduselei verstärken.

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Rosa als Blumensprache: rosa Rosen = Schüchternheit, Du sollst dir Zeit lassen. Ich liebe dich zärtlich.

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Hach, nun haben wir so richtig in rosa geschwelgt,:yes: und ich hoffe, ihr konntet das triste grau dieses Monats für einen kleinen, schönen Moment draussen lassen.:yes: Denn das war der Sinn dieses Eintrags.;D

Mimi hat sich das ganze etwas skeptisch beguckt,88| so nach dem Motto: „Iss das nich en büschen viel rosa, Dosenöffner?“:??: Aber dann hat sie das hier entdeckt:yes:

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und meinte dann, nööö, wär schon richtig klasse, gefiel ihr!:>>

So, und nun nehmen wir die rosarote Brille wieder ab:yes: und schweben von unserer rosa Wolke langsam wieder zurück auf die Erde!
Denn für das, was ich jetzt noch schreiben möchte, taugt die rosarote Brille nun so gar nicht!:no:

Ich hab mir heute abend auf dem WDR die Neuauflage von „Arsch huh, Zäng ussenander!“ angesehen, genauso wie vor 20 Jahren 1992, und es hat mich so tief berührt, daß 80.000 Menschen zu diesem Konzert den „Arsch huh“ bekommen haben. Es ist leider immer noch so aktuell wie 1992, und das ist traurig und beschämend und es macht wütend! Aber es macht auch Mut und freut, daß es immer noch und Gott sei Dank Menschen gibt, die das nicht hinnehmen und den Arsch hochkriegen. Und die Zähne auseinander.
Hoffentlich auch weiterhin im Alltag! Denn „der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch!“ (Bertold Brecht), und „währet den Anfängen!“

Und da kommt die Farbe Rosa nun doch wieder ins Spiel, denn sie steht auch für Herzensliebe und hilft den Menschen, Gefühlen Ausdruck zu verleihen. Sie ist die Farbe der Nächstenliebe!

So möchte ich mich zum Schluß meines Eintrages mit einer rosa Rose in der Hand symbolisch stark machen für Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Liebe!

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Ich wünsche euch allen in diesem Sinne ein schönes, „rosiges“ Wochenende!

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:wave:

Midomos Stadtmusikanten

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Der Esel

Es stand vor eines Hauses Tor
ein Esel mit gespitztem Ohr,
der käute sich sein Bündel Heu
gedankenvoll und still entzwei.

Nun kommen da und bleiben stehn
der naseweisen Buben zween,
die auch sogleich, indem sie lachen,
verhaßte Redensarten machen,
womit man denn bezwecken wollte,
daß sich der Esel ärgern sollte.

Doch dieser hocherfahrne Greis
beschrieb nur einen halben Kreis,
verhielt sich stumm und zeigte itzt
die Seite, wo der Wedel sitzt.

(Wilhelm Busch)

Der Hausesel (Equus asinus) ist ein weltweit verbreitetes Haustier.
Seine Stammform ist der Afrikanische Esel.
Der asiatische Esel (Equus hemionus), auch als Halbesel bezeichnet, ist eine weitere wilde Pferdeart, die von der Stammform des Hausesels zu unterscheiden ist.

Anders als beim Pferd sind die Hufe eines Esels an einen steinigen, unebenen Untergrund angepaßt. Sie geben guten Halt, sind aber weniger zum schnellen Rennen geeignet. Esel stammen aus trockenen Ländern. Daher sind ihre Hufe nicht gut für das feuchte Wetter Mitteleuropas geeignet, sie werden schnell rissig und neigen dann zu Fäulnisbildung, deshalb ist regelmäßige Hufpflege bei Eseln überlebensnotwendig.

Die Fellfarbe ist grau oder braun bis schwarz, manchmal rötlich. Es gibt auch gescheckte Esel. Sehr selten sind rein weiße Esel (Asinara auf Sardinien). Über den Rücken verläuft meist ein Aalstrich, der Bauch ist weiß, ebenso der Bereich um Maul und Augen. Sie haben meist eine Stehmähne und der Schwanz endet in einem großen Quast. Die Ohren sind viel größer als Pferdeohren.

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Esel werden 90 – 160 cm groß, sind mit 2 – 2 1/2 Jahren geschlechtsreif; sie sind ganzjährig zur Paarung fähig, meist erfolgt diese aber im Frühjahr. Nach einer Tragzeit von 12 – 14 Monaten wird das Eselfohlen geboren, manchmal auch 2. 6 – 9 Monate bleibt das Eselfohlen bei der Mutter.
Ein Esel ist langlebiger als ein Pferd und kann bis zu 40 Jahre alt werden.
Pferde neigen in Streßsituationen zur Flucht, Esel bleiben oft wie angewurzelt stehen. Zusätzlicher Streß z.B. durch Schreien verstärkt diese Starre, daher der Ruf des Esels, besonders stur zu sein oder dumm.
Der Esel wird vor allem als Packtier verwendet, das liegt an seiner Zähigkeit, viel länger als ein Pferd kann ein Esel ohne Wasser und Nahrung auskommen.

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Zwei Hybriden des Esels werden gezüchtet und sind nicht fortpflanzungsfähig:

Maulesel – Kreuzung zwischen Pferdehengst und Eselsstute
Maultier – Kreuzung zwischen Eselshengst und Pferdestute

(Quelle: Wikipedia)

Der Esel in der Mythologie:

Im Volksmund gilt der Esel als stures und dummes Tier.:no: Daher ist das Wort „Esel“ ein Schimpfwort, auch Wörter wie „Eselsecke“ oder „Eselsohr“ sind negativ besetzt.

U.a. in Nordafrika werden Esel allerdings als Götter oder Totemtiere verehrt.:yes:
Auch in der Bibel erscheint der Esel häufig.
In unseren Krippen, die wir an Weihnachten aufstellen, steht der Esel mit dem Ochsen bei dem Christkind im Stall.

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Die Flucht der heiligen Familie nach Ägypten erfolgte auf einem Esel.
Und Jesus ritt zum Passahfest auf einer Eselin in Jerusalem ein, der Esel war in dieser Zeit ein verachtetes Tier, und es geht die Sage, daß, nachdem Christus auf der Eselin geritten sei, alle Nachfahren fortan ein Kreuz auf dem Rücken gezeichnet haben (der sog. Aalstrich!).

Auch im Märchen ist der Esel beliebt und berühmt, z.B. bei den „Bremer Stadtmusikanten“, wo der Esel der Initiator der Reise der Tiere ist: „Etwas besseres als den Tod findest du überall.“

stadtmusikanten

Und er ist der Goldesel aus dem Märchen der Gebrüder Grimm vom „Tischlein deck dich, Esel streck dich, Knüppel aus dem Sack“.

In den USA ist der Esel inoffizielles Symbol der Demokratischen Partei. 1828 wurde der Präsidentschaftskandidat Andrew Jackson von seinem Kontrahenten als Esel diffamiert. Jackson, der zum 7. US-Präsidenten gewählt wurde, machte den Esel daraufhin zum Symbol seiner Kampagne. 1870 tauchte der Esel dann in den Zeichnungen des deutsch-amerikanischen Karikaturisten Thomas Nast auf, der ebenfalls dem Elefanten als republikanisches Partei-Symbol zum Durchbruch verhalf. Beide Tiere wurden daraufhin Parteimaskottchen, der Esel jedoch im Gegensatz zum Elefanten der Republikaner lediglich inoffiziell.
(Quelle:Wikipedia)

Wen der Esel als Krafttier interessiert, der möge sich hier bedienen:
http://www.seelenfluestern.net/krafttiere/12.htm

Tja, und nun fragt sich der geneigte Leser natürlich, wie komme ich auf den Esel?:??:
Man möge den Blick auf meine Freundesleiste richten, da hat Brigitte aus Plauen nun auch ein Avatar-Bildchen,:yes: das ihr BrigitteE zur Verfügung gestellt hat,;D und ich fand diesen Esel sooooo süß,:yes: das ich ihm diesen Eintrag widmen wollte.
Und natürlich auch deshalb, weil meine Freunde und ich hier nun fast die kompletten „Bremer Stadtmusikanten“ bilden,:yes: der Esel, der Hund und die Katze sind bereits vorhanden, nun fehlt uns noch der Hahn!:))
Dann sähe es so aus:

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oder so:

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Und ich kann noch berichten, daß wir an meiner schon erwähnten ehemaligen Arbeitsstelle neben einem Pferd auch einen Esel hatten, der das Pferd so sehr liebte, daß er ständig in dessen Nähe war.:yes: Wenn das Pferd eingeschirrt wurde, um mit dem Pferdewagen einen Ausflug zu machen, lief der Esel ohne Geschirr neben her,:yes: wir mußten uns nie Sorgen machen, daß er ausbüxen würde,:no: solange das Pferd in seiner Nähe war!:>>
Im kleinen Tiergehege hier bei uns im Kaisergarten gibt es auch Esel, die gehören zu dem Thema „Bauernhof“, und haben regelmäßig Nachwuchs, das war immer eine ganz große Freude für meinen Sohn, als er noch klein war (ich denke mal, heute auch noch, hihihi!).;D

Ich habe einen kleinen „Murphy-Esel“, das niedliche Stofftier mit den Flicken auf dem Fell, benannt nach „Murphys Gesetz“, was schiefgehen kann, geht schief! Denn der kleine Esel Murphy ist ein Tollpatsch!:))

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Mimi ist begeistert von dem tierischen Zuwachs,:yes: zumal ja alle Tiere auf einem Bauernhof zusammen ein feines Leben haben können, Mimi meinte, so im kuscheligen Heu,:yes: bei dem herrlich warmen Esel liegen,:yes: evtl. (wenn es keine Verständigungsschwierigkeiten gibt!) mit dem Hund spielen:yes: und den Hahn jagen, hihihi,:)) das wäre schon ein tolles Katzenleben!:>>
Nach kurzem Zögern erklärte sie dann, hier sei es auch ganz in Ordnung und hier brauche sie ihr Freßchen wenigstens nicht zu jagen,:no: nur den Dosenöffner,:)) falls der beim Füttern nicht schnell genug ist!:yes:

Mit einem fröhlichen „iiiiaaaaah“ verabschieden wir uns für heute und wünschen euch allen einen guten neuen Tag!:yes:
Und bedanken uns bei beiden Brigitten für den Anstoß zu diesem Eintrag!:yes:

:wave:

1. November Allerheiligen

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(Bild: Björn Zimmermann)

Die Blätter fallen

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten,
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.

Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: Es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rainer Maria Rilke)

Es ist November. Ein Monat des Innehaltens, des Erinnerns, des Gedenken!
Die Tage werden immer kürzer, das Licht weniger, häufig gibt es Nebel, die Natur und der Mensch ziehen sich immer mehr in sich zurück.

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(Bild: Björn Zimmermann)

Es ist eine Zeit der Dunkelheit, der Trauer, des Abschieds.
Aber sie mündet Schritt für Schritt in den Advent, in die Zeit der Erwartung, in der das Licht Flamme für Flamme langsam zurückkehrt und uns lehrt, daß es eine ewige Dunkelheit nicht gibt.

Werden wir still und gedenken aller unserer Lieben, ob Mensch oder Tier, die uns vorausgegangen sind und uns erwarten. Und schenken wir ihnen ein Licht für diese Zeit. fackel_03

Ich wünsche euch einen guten Tag.
Der obligatorische Monatseintrag folgt noch.