Happy Halloween!

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Die Gespenster

Der Alte
O Jüngling sei so ruchlos nicht,
und leugne die Gespenster.
Ich selbst sah eins beim Mondenlicht
aus meinem Kammerfenster,
das saß auf einem Leichenstein:
Drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling
Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte
Als meiner Schwester Sohn verschied,
(das sind nunmehr zehn Jahre!)
sah seine Magd, die trefflich sieht,
des Abends eine Bahre,
und oben drauf ein Totenbein:
drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling
Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte
Und als mein Freund im Treffen blieb,
das Frankreich jüngst verloren,
hört seine Frau, wie sie mir schrieb,
mit ihren eignen Ohren
zu Mitternacht drei Eulen schrein:
Drum müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling
Ich wende nichts dawider ein,
es müssen wohl Gespenster sein.

Der Alte
In meinem Keller selbst gehts um.
Ich hör oft ein Gesause;
doch werden die Gespenster stumm,
ist nur mein Sohn zu Hause.
Denk nur, sie saufen meinen Wein:
Das müssen wohl Gespenster sein.

Der Jüngling
Ich wende nichts dawider ein,
doch wünscht ich eins davon zu sein.

Der Alte
Auch weiß ich nicht, was manche Nacht
in meiner Tochter Kammer
sein Wesen hat, bald seufzt, bald lacht;
oft bringt mirs Angst und Jammer.
Ich weiß das Mädchen schläft allein;
drum müssen es Gespenster sein.

Der Jüngling
Ich wende nichts dawider ein;
doch wünscht ich ihr Gespenst zu sein. geist_04

(Gotthold Ephraim Lessing)

fackel_01Halloween All Hallows´Eve
benennt die Volksbräuche am Abend und in der Nacht vor dem Hochfest Allerheiligen vom 31. Oktober auf den 1. November.
Dieses Brauchtum war vor allem im katholischen Irland verbreitet, durch irische Einwanderer kam es in die USA.
Es stammt aber ganz ursprünglich aus alten keltischen Bräuchen.
Der Bezug von Halloween zum Totenreich ergibt sich auch aus dem Fest Allerheiligen und dem darauffolgenden Tag Allerseelen, an dem die Katholiken ihren Verstorbenen gedenken. Jedoch ist Allerheiligen wesentlich später eingesetzt worden, ca. im Jahre 835 n.Chr., vielleicht, um die keltischen bzw. heidnischen Bräuche zu „christianisieren“.
Halloween zählt zu den sog. „Unruhnächten“, wie in Mitteleuropa die Walpurgisnacht und die auf Neujahr folgenden Rauhnächte.

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Der Brauch, Kürbisse zu Halloween aufzustellen, stammt aus Irland.
Nach einer Sage lebte dort der Bösewicht Jack Oldfield. Er fing durch eine List den Teufel ein und wollte ihn nur freilassen, wenn er ihm fortan nicht mehr in die Quere käme. Nach seinem Tod kam er aufgrund seiner Taten nicht in den Himmel, aber in die Hölle auch nicht, da er ja den Teufel betrogen hatte. Aber der Teufel erbarmte sich und schenkte ihm eine Rübe und eine glühende Kohle, damit Jack durch das Dunkel wandern konnte.
Da es in Amerika mehr Kürbisse als Rüben gibt, wird dieser nun als Laterne benutzt, er wird seither „Jack O`Lantern“ genannt.

Das Halloween-Brauchtum ist eine Mischung aus Herbst-, Löse-, Heische- und Verkleidungsbräuchen.
Der bekannteste Brauch in Nordamerika ist der, daß Kinder verkleidet von Haus zu Haus gehen und „Süßes oder Saures“ (engl. trick or treat, Streiche oder Leckerbissen) fordern.

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Der eigentliche Ursprung von Halloween ist aber das keltisch/irische Fest Samhain auch Samuin oder Samain.
Zusammen mit Imbolc (1. Februar), Beltane (1. Mai) und Lughnasadh (1. August) eines der 4 großen keltischen Feste.
Er wurde als Beginn des keltischen Jahres gesehen.
Wie bei allen vier Festen wurde angenommen, daß auch zu Samhain die Menschen einen Zugang zu den Wesen der Anderen Welt haben, besonders zu den Bewohnern der Sid (Elfenhügel), die an diesem Tag offen stehen.
Samhain bildet den dunklen Pol des Jahres und steht somit Beltane, dem hellen Pol, gegenüber.
Der Schleier zwischen beiden Welten ist an Samhain sehr dünn, somit kommt es zu einer Begegnung zwischen den Lebenden und den Toten, dies ergibt einen Bezug zu modernen Halloween-Riten.

(Quelle: Wikipedia)

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Halloween ist ein altes Herbstfest der Druiden, es war auch ein Ernte- und ein Dankfest, und man aß zum ersten Mal von den eingebrachten Vorräten.:yes:
In dieser Nacht, in der Hexen und Geister, durch die Macht des Bösen für eine einzige Nacht gelöst, ihr Unwesen treiben, ist natürlich alles mit Krach und Feuer und Abwehrriten verbunden.:>>
Bezüglich der oben erwähnten Vorräte, von denen zum ersten Mal gegessen wurde, traditionell sind Kartoffelgerichte, vor allem Kartoffelpuffer! Das wäre doch mal was feines!:yes:

Ich halloween_020 und Mimi halloween_028 wünschen euch nun erst einmal ein

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Wir werden uns es fein „gemütlich“:)) machen, bei gruseligem Kerzenlicht

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und vielleicht mit einem Räucherritual,:yes: auch das ist eine Tradition an Halloween, bevorzugt mit einer Räuchermischung zum Reinigen, um alles alte und böse zu vertreiben und loszulassen!:yes:
Diese Räuchermischung enthält Copal, Jasminblüten, Johanniskraut, Rainfarn, Salbei, Schafgarbe und Jasminharz und hat einen erfrischenden, klaren Duft.

Und dann werden wir mal schauen, ob die Kiddies auf ihren Heischegängen auch bei uns vorbeischauen, Süßes liegt bereit!;D
Ich kann mich an ein Jahr erinnern, in dem ich aus irgendwelchen persönlichen Gründen vergessen hatte, etwas zu besorgen, es fiel mir erst wieder ein, als die Kinder schellten. Ich hatte damals noch mein schwarzes Kaninchen namens Jonny Odin Mümmelheu Raspelmöhre von und zu Lieblich-Knuffeltal:)) (jau, der hieß wirklich so, wurde aber Jonny gerufen, hihihi!) und mit ihm auf dem Arm hab ich dann die Türe geöffnet,:yes: vor lauter Begeisterung über den niedlichen Knuffel haben die Kinder völlig vergessen, nach Süßigkeiten zu fragen, sie waren ganz glücklich, daß sie ihn streicheln durften!:yes: Das war so ein schönes Erlebnis!:yes:

Als mein Sohn noch klein war, war er immer sehr begeistert von diesem Fest, wir haben dann immer „gruselig“ gekocht,;D mit viiieeel rot (Blut) und grün (Gift),:)) z.B. Wackelpudding, oder Blutorangensaft, und auf jeden Fall mußte an diesem Fest sein kleines Gespenst „Buster“ teilnehmen,:yes: daß war ein kleines weißes Spannbettlaken, mit einem Grusel-Gespenster-Gesicht bemalt. Die Herstellung erfolgte mal für eine Schulaufführung. Von da an war Buster fester Bestandteil der Plüschtier-Kollektion!;D

Ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß an unserem „Gruselbericht“, wenn es dann heute abend bzw. heute nacht bei euch so aussieht

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ist es wieder soweit, alle Unholden sind wieder losgelassen!:??::no::yes:;D

Und in dieser Nacht wird euch auch das begegnen

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auch sie gehört zwingend zu Halloween!:yes:

Und falls ihr mir eine geisterhafte Mail zukommen lassen möchtet, zeig ich euch hier mal meine neueste Mail-Adresse zu Halloween::))

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Mit einem schauerlichen Heulen verabschieden wir uns nun von euch in die Nacht der Nächte, habts alle gruselig vom feinsten,:yes: erfreut euch noch mal an dem sorglosen Spaß,:yes: ab dem 1. November ist Schluß mit lustig, dann beginnen die stillen Tage,:yes: aber das ist so im Leben und das muß auch so sein, das fröhliche Feiern und das stille Gedenken, nur so ist alles im Gleichgewicht und der Mensch in seiner Mitte!

Nochmals

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und wir beide wünschen euch ganz viel Spaß!:))

:wave:

Ein Gedicht zum Wochenende

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Der Werwolf

Ein Werwolf eines Nachts entwich
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von Weib und Kind und sich begab
an eines Dorfschullehrers Grab
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und bat ihn: „Bitte beuge mich!“

Der Dorfschulmeister stieg hinauf
auf seines Blechschilds Messingknauf
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und sprach zum Wolf, der seine Pfoten
geduldig kreuzte vor dem Toten:

„Der Werwolf“, sprach der gute Mann,
„des Weswolfs, Genitiv sodann,
dem Werwolf, Dativ, wie man`s nennt,
den Werwolf, – damit hat`s ein End.“

Dem Werwolf schmeichelten die Fälle,
er rollte seine Augenbälle.
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„Indessen“, bat er, „füge doch
zur Einzahl auch die Mehrzahl noch!“

Der Dorfschulmeister aber mußte
gestehn, daß er von ihr nichts wußte.
Zwar Wölfe gäb`s in großer Schar,
doch „Wer“ gäb`s nur im Singular.

Der Wolf erhob sich tränenblind –
er hatte ja doch Weib und Kind!
Doch da er kein Gelehrter eben,
so schied er dankend und ergeben.
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(Christian Morgenstern)

Tja, meine lieben geneigten Leser, das Wetter ist novembermäßig gräuslich und greulich, kalt isses auch, werden wir uns wohl alle, wenn es irgend geht, zu Hause gemütlich einigeln, Kamin an,katze_090 Teekessel aufsetzen,wasserkessel_u_02 Buch rauskramen,buch_u_013 Leckerli (für mich und Mimi!!!) bereitstellen und dann einfach nur genießen!
Und damit ihr dafür auch noch was lustiges zum Lesen habt, hab ich euch jetzt das kleine Gedichtchen rausgekramt!

Ich hoffe, ihr habt Spaß damit,
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Mimi und ich wünschen euch ein wunderschönes Wochenende!:yes:;D

Hach, und nicht vergessen, Folks::no::no::no:

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Uhren umstellen Samstag-Nacht, wir dürfen alle eine Stunde länger pennen,:yes::yes::yes: juuuuchhuuuuuu, wir lieben die Winterzeit!:))

:wave:

Bei Mimi piept es!

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Spatz und Katze

„Wo wirst du denn den Winter bleiben?“
sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
„Hier und dorten, allerorten,“
sprach gleich wieder das Spätzchen.

„Wo wirst du denn zu Mittag essen?“
sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
„Auf den Tennen mit den Hennen,“
sprach gleich wieder das Spätzchen.

„Wo wirst du denn die Nachtruh`halten?“
sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
„Laß dein Fragen, will`s nicht sagen,“
sprach gleich wieder das Spätzchen.

„Ei, sag mir`s doch, du liebes Spätzchen!“
sprach zum Spätzchen das Kätzchen.
„Willst mich holen – Gott befohlen!“
Fort flog eilig das Spätzchen.

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

mimi

Hi, Folks, da bin ich mal wieder, Mimi, der Co-Autor,:yes: meldet sich mal wieder zum ….ääähhh??:??: jaaa, bloggen heißt das, genau!
Habe heute einen wunderbar entspannten herbstgoldenen Sonntagnachmittag auf meinem geliebten Balkon in meinem noch geliebteren Blumenkasten verbracht,:yes: mir die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und gepennt!
Es war herrlich!;D

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Tja, da war ich aber nun heute abend ganz ausgeschlafen, hihihi, und mir war langweilig,:yes: und da habe ich meinen Dosenöffner nun so lange genervt, bis er mich an den PC gelassen hat!:>> Und mir das schöne Gedicht oben rausgekramt hat, das paßt nämlich so fein zu meinem Abenteuer, von dem ich euch noch gar nicht berichtet habe,:no: und warum der Titel heißt:
Bei Mimi piept es!:))

Das war nämlich am letzten Wochenende, und das war so:
Wir haben fein geschlafen, mein Dosenöffner und ich,:zz: ich hatte schon ein paar mal geblinzelt,:yawn: ob er noch nicht wach wird, es war ja schon hell draußen, und ich hab mich geräkelt und gegähnt:yawn: und gerade beschlossen, ihn „liebevoll“ mittels Landung mit ausgefahrenen Krallen auf seinem Bett zu wecken,;D da piepte es! Nein, es war mitnichten der Wecker,:no: der piept nicht, der rumpelt,:yes: es flatterte auch irgendwas vor meiner Nase rum, ich guck ganz erschreckt genauer hin und was seh ich?:??:
Das hier:
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Da hatte doch ein Vögelein den Weg durch das Schlafzimmerfenster gefunden,:yes: trotz runtergezogenem Rollo, jaaaaaa, da wurde aber die Jägerin in mir wach, ein Vogel in meinem Jagdrevier, lecker fliegendes Essen (boooaaah ja, ihr habt Essen auf Rädern!), den mußte ich haben,:yes: mit Knurren und Miauen ging ich auf die Jagd!
Davon wurde natürlich der Dosenöffner wach, ohje, Konkurrenz für mein Futter!??:??: Weit gefehlt, mein Frauchen schoß aus dem Bett, und regte sich fürchterlich auf,:## ich dachte eben erst, jaja, schon gut, müssen wir jetzt gucken, wer ihn als erster kriegt, und vielleicht teilst du ihn ja dann auch mit mir,:yes: oder ich mit dir,:yes: aber neeeiiiiin, sie wollte ihn für sich gaaanz alleine,>:-( dabei hatte ich ihn doch als erste entdeckt,:yes: daß ging nur pausenlos: „Nein, Mimi, nicht, Mimi, die arme kleine Meise, geh raus, geh doch raus, komm, kriegst ein Leckerli, nur geh raus (pffff, Leckerli, bei so einer Beute!)“, ich hab natürlich meine Jagdbemühungen nur noch verstärkt,:yes: Frauchen zog völlig hektisch das Rollo hoch (so blöd, ich kann auch im Dunkeln jagen!) das hatte dann fast das hier zur Folge:

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zwischenzeitlich machte der Vogel das hier oben auf dem Schlafzimmerschrank, auf m e i n e m Schlafzimmerschrank:

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ich wollte hinterher
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und der Depp fliegt gegen die Fensterscheibe, da hab ich mich so erschreckt, und bin dann blöderweise raus aus dem Schlafzimmer, ach, Fehler, zack, war die Türe zu und ich draußen!>:-( So ein Mist, jetzt hat Frauchen ihn, und ich geh leer aus!:`(
Nach einer Weile kam mein Frauchen dann auch aus dem Schlafzimmer, und hatte die Meise in der Hand, ja, und nun??? :??:
Ist sie mit ihm ins Wohnzimmer, und hat mich auch da ausgesperrt, und ich hörte dann die Baklontüre, grummel, sie teilt ihn nicht,:no: dachte ich. Dann ging die Türe wieder auf, ich bin sofort zur Balkontür gelaufen, aber die war zu, und die kleine Meise lag da draußen regungslos auf der Bank, auf einem kleinen Handtuch, war ich sehr ratlos, was wollte Frauchen denn nun damit machen, verwahren bis zum Mittagessen?:??:
Nein, Frauchen hat sich dann neben mich gesetzt und mir erzählt, daß ich doch sooo leckeres Fütterchen immer kriegen würde,:yes: und daß ich doch nicht eine arme kleine Meise jagen müßte,:no: und die wäre jetzt halt zweimal gegen die Fensterscheibe geflogen, und nun müsse man erst mal sehen, ob sie sich wieder erholt und dann wieder wegfliegen kann, und, ehrlich, mein Frauchen sah so traurig dabei aus,:'( ok, hab ich gedacht, ich muß da jetzt nicht drauf bestehen, und hab so um ihre Beine rumgeschmeichelt, ich bin doch halt ein kleines Raubtier, ich kann doch nix dafür,:no: wenn ich dann jagen will, aber Frauchen war auch gar nicht böse, sie kennt ihre Mimi ja,:yes: ich bin ja doch eigentlich eine gaaaanz liebe (außer bei Menschen anzicken und Frauchens Beine unter der Bettdecke jagen, hihihi!):>> und dann ist doch zur allergrößten Freude meines geliebten Dosenöffners die kleine Meise wirklich wieder geflogen, hat sich dann auf das Gerüst vor dem Balkon gesetzt und hat noch mal das gemacht vogel_018 da hat Frauchen sich sooo gefreut:D und ich mich ein bissel geschämt,:oops: brauch ich aber glaub ich nicht, oder?!

Das war vielleicht ein Abenteuer!;D

Wir beide haben dann noch ein bissel geschmust
katze_094 und dann gab es das hier katze_016 und dann war meine Welt wieder in Ordnung und die von Frauchen auch!:yes:

So, Folks, das mußte ich euch unbedingt erzählen,:yes: jetzt bin ich ratschkaputt, ich gehn nun pennen,:zz: wünsche euch allen auch eine gute Nacht, habt eine feine neue Woche,:yes: mit noch mehr schönem Herbstwetter, und ich sag dann mal bis zum nächsten Mal
eure Mimi.

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:wave:

Romantik

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Die kleine Lampe

Es steht in meinem Zimmer
ein Lämpchen auf dem Pult.
Das hat einen freundlichen Schimmer,
das hat eine lange Geduld.
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Ist emsig, mir zu dienen,
hat oft, wenn alles schlief,
manch süße Dummheit beschienen
und manchen Liebesbrief.
buch_u_013

Es hat in einsamen Jahren
so treu für mich geglüht;
und jüngst hab ich`s erfahren:
Das Lämpchen hat auch – Gemüt.

Es kam zu heimlicher Feier
die Kleine – zum ersten Mal…..
Gesichtchen tief im Schleier,
die Schultern tief im Schal.

Sie kam so scheu, so schüchtern,
sie stand so fluchtbereit –
mein Herz war nicht mehr nüchtern
vor soviel Seligkeit.
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Wir saßen beim roten Weine,getraenk_u_37
sie flüstert: Jetzt muß ich nach Haus –
da ging die kluge, kleine,
taktvolle Lampe aus.
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(Rudolf Presber)

Mir war mal so nach Romantik, der Herbst ist so schön, die Menschen zieht es wieder in ihre Wohnungen, alles wird wieder innerlicher, man liest, man hängt Erinnerungen nach, und da fiel mir das kleine Gedichtchen ein. Ich hoffe, ihr habt Freude dran!

:wave:

Gedicht Teil II

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Berliner Landpartie

Ein Vergnügen eig`ner Art
ist doch eine Wasserfahrt,
und ein Vergnügen (frage nicht wie)
ist eine Berliner Landpartie.
Vorortszug mit einem Bremser,
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Droschke, Dampfschiff oder Kremser,
pferdekutsche_01schiff_u_01
Fahnen, rote, blaue, gelbe,
das Vergnügen ist dasselbe,
welches Bild schon unterweges,
welche Fülle gold`nen Seges,
gold`ner Sand in weitem Kreise,
Bahndamm, Schienen und Geleise,
Pfiff, Geklingel, Klapptrompete,
lange, lange Spargelbeete,
nicht mehr Köpfe, nicht mehr Sprossen,
längst in Samen aufgeschossen,
Staub und Qualm und Hochstrom (?) ah,
ah nun kommt`s, nun sind wir da.

Lange Reihen Tische, Tische,
neu gestrichen, welche Frische,
moebel_018
freilich etwas terpentinen,
aber dafür welche Mienen,
alles atmet tiefen Frieden,
und zu stören diesen Frieden
ist dem Platz hier heut beschieden.
Kaffee! Kellner, drei Portionen,
getraenk_004getraenk_004getraenk_004
o wie lieblich, hier zu wohnen,
o wie weht die Luft hier freier,
und der Teich da und der Weiher
teich_01
und das liebe Schwanenhaus,
Enten fahren ein und aus,
ente_01
still die Kegelkugeln liegen,
dicht sich aneinander schmiegen,
und das Sandfeld, daß sich`s verjüngt,
eben wird es stark gedüngt,
und der Luftzug drüber, drüber
trägt die Luft zu uns herüber.

Und nun kommt der Kellner Töffel,
dicke Tassen, Nickel-Löffel,
einige dünn und vorwurfsfrei,
andre noch mit etwas Ei.
Drei Stück Zucker pro Person,
und der Deckel klappert schon.
Mokka, Java sind Nationen,
die weit auf dem Monde wohnen,
Mutter, rechnet, die zu sparen liebt,
ob es was zu retten gibt.
Laura möchte Wasserfahren
kind_162schiff_52
doch mit aufgelösten Haaren,
Hedwig mit den dünnen Ärmen,
kind_099
Hedwig möchte im Walde schwärmen,
baum_u_32baum_u_32baum_u_32
Hugo will den Wald genießen,
baum_047
Hermann nach der Scheibe schießen,
bogenschuetze_02
Mutters Lippe zieht sich schief,
ach, sie kennt den Schlußtarif,
Vater hat ein Herz genommen,
läßt sich einen Cognac kommen,
getraenk_068
Vater winkt den Kellner her,
zahlt ihm 15 Pfennig mehr,
ein`Moment, wo Mutter nicht aufgepaßt,
hat er glücklich erpasst.
Unter Gähnen, Mückenmorden
ist es endlich sieben geworden,
Mutter macht sich schon bereit,
Mann, ich denk, es ist nu Zeit,
möchte gern noch länger bleiben,
doch man muß nicht übertreiben,
wenn am höchsten der Genuß,
allemal man schließen muß,
darin bin ich großgezogen
und es hat mich nie betrogen.
Alle haben Rückfahrtskarten,
alle müssen deshalb warten,
9 Uhr geht der nächste Zug,
9 Uhr ist auch früh genug,
9 1/2 da landen sie, –
war Berliner Landpartie.

(Theodor Fontane)

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Ich hoffe, das Gedicht gefällt euch genau so wie mir,:yes: auf die Idee bin ich gekommen, weil Brigitte aus Plauen am Wochenende ja mal wieder in Berlin war!:>>

Der Tag der deutschen Einheit ist zwar schon ein wenig her, aber um diese Zeit herum denkt man doch immer wieder dran, wie herrlich das doch war, als endlich die Mauer fiel!:yes: Und Berlin wieder Hauptstadt wurde, worüber ich mich riesig gefreut habe!:yes: Und ich, als ich das erste Mal nach der Wiedervereinigung in Berlin war, von Ost nach West durch das offene Brandenburger Tor gelaufen bin und Spaß hatte wie Bolle!:)) Und den Osten von Deutschland entdeckt habe und ihn sooo toll fand, Spreewald und Mark Brandenburg, und eben Berlin!
Und es war eine Wiedervereinigung ohne Blutvergießen, und das war das allerschönste.:yes:
Es lief vor Jahren der Film im Fernsehen „Nikolaikirche“, und der Schlußsatz in diesem Film ist mir nicht mehr aus dem Sinn gegangen:

„Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf Kerzen und Gebete!“

In diesem Sinne wünsche ich euch eine wunderschöne neue Woche!

:wave:

Ein Gedicht

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Die Gäste der Buche

Mietegäste vier im Haus
hat die alte Buche:
Tief im Keller wohnt die Maus,
nagt am Hungertuche.

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Stolz auf seinen roten Rock
und gesparten Samen,
sitzt ein Protz im ersten Stock;
Eichhorn ist sein Namen.

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Weiter oben hat der Specht
seine Werkstatt liegen,
hackt und zimmert kunstgerecht,
daß die Späne fliegen.

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Auf dem Wipfel im Geäst
pfeift ein winzig kleiner
Musikante froh im Nest.
Miete zahlt nicht einer.

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(Rudolf Baumbach)

Einen fröhlichen guten Morgen wünsche ich meinen Lesern!:yes:

Habt alle einen schönen Herbsttag mit guten Gedanken,:yes: lieben Freunden,:yes: geliebten Haus- und anderen Tieren,:yes: leckerem Essen und Trinken,;D und mit Arbeiten, die Spaß machen!:yes: Mehr oder weniger!:)) Und danach einen guten Feierabend!:yes: Vielleicht mit einer guten Tasse Tee!:yes:
Habts fein!

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Das und noch ein paar leckere Mäuse und Sonne auf dem Bauch wünscht euch auch der Co-Autor Mimi!:>>

:wave:

Erntedank

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Herbst

Die Sense rauscht, die Ähre fällt,
die Tiere räumen scheu das Feld,
der Mensch begehrt die ganze Welt.

Schon ins Land der Pyramiden
flohn die Störche übers Meer;
Schwalbenflug ist längst geschieden,
auch die Lerche singt nicht mehr.

Seufzend in geheimer Klage
streift der Wind das letzte Grün;
und die süßen Sommertage
ach, sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen,
der dein stillstes Glück gesehn;
ganz in Duft und Dämmerungen
will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
unaufhaltsam durch den Duft,
und ein Strahl der alten Wonne
rieselt über Tal und Kluft.

Und es leuchten Wald und Heide,
daß man sicher glauben mag,
hinter allem Winterleide
lieg`ein ferner Frühlingstag.

Und sind die Blumen abgeblüht,
so brecht der Äpfel goldne Bälle;
hin ist die Zeit der Schwärmerei,
so schätzt nun endlich das Reelle!

(Theodor Storm)

Das Erntedankfest ist eine traditionelle Feier nach der Ernte im Herbst, bei dem Gott für die Gaben der Ernte gedankt wird.
Es wird meist in der Kirche, regional aber auch in Prozessionen veranstaltet.
Feldfrüchte, Getreide, Obst, Mehl, Honig und Wein werden dekorativ im Altarraum aufgestellt.
In manchen Gemeinden werden dazu Mosaiken aus den Früchten gelegt.
Nach dem Fest werden die Gaben an karikative Einrichtungen verteilt.
Erntedankfeste gab es schon in vorchristlicher Zeit.
In der römisch-katholischen Kirche ist das Fest seit dem 3. Jahrhundert belegt. Es gibt aber keinen einheitlichen Termin dafür.
Der Termin variiert zwischen dem 29. September (Michaelistag), dem Sonntag davor oder danach, oder dem 1. sonntag im Oktober, wie es heute in der römisch-katholischen Kirche üblich ist.
In den USA wird der „Thanksgiving Day“ am vierten Donnerstag im November gefeiert und ist ein staatlicher Feiertag. Das Fest erinnert an das erste Erntedankfest der Pilgerväter. Traditionell wird dazu Truthahn verspeist.

(Quelle: Wikipedia)

„The turkey is a funny bird,
his head goes wobble, wobble.
And all he says is just one word,
„Gobble, gobble, gobble.“:>>

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Wir pflügen und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachstum und Gedeihen
steht in des Himmels Hand:
Er tut mit leisem Wehen
sich mild und heimlich auf
und träuft, wenn heim wir gehen,
Wuchs und Gedeihen drauf.
Alle gute Gabe kommt her von Gott dem Herrn,
drum dankt ihm, dankt, drum dankt ihm,
dankt und hofft auf ihn!

(Matthias Claudius)

Das Erntedankfest ist ein Fest des Dankes für das gute Gelingen der Ernte, für die Gaben, welche uns die Natur gibt, auch heute noch, obwohl wir nicht gerade sehr gut mit ihr umgehen. Es sollte auch ein Dank sein, der uns daran erinnert, daß es nicht selbstverständlich ist, immer aus dem vollen zu schöpfen und alles stets zur Verfügung zu haben. Und das es auf dieser Welt viele Menschen gibt, die nicht einmal das notwendigste besitzen.
„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht genug für jedermanns Gier.“ (Mahatma Gandhi)

Und so möchte ich hier einmal „meine“ Herbstfrüchte Revue passieren lassen:

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(alle Bilder: Bilder von Brigitte, BrigitteE)

Und dann möchte ich auch danke sagen,:yes: danke an BrigitteE,:yes: daß ich mir für meine Herbstfrüchte-Serie ihre wunderschönen Bilder „mopsen“ durfte,;D sie haben dieses Blögchen sooo schön aufgewertet!:yes::yes:
Danke, liebe Brigitte!

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Bunt sind schon die Wälder,
gelb die Stoppelfelder,
und der Herbst beginnt.
Rote Blätter fallen,
graue Nebel wallen,
kühler weht der Wind.

Wie die volle Traube
aus dem Rebenlaube
purpurfarbig strahlt!
Am Geländer reifen
Pfirsiche, mit Streifen
rot und weiß bemalt.

Flinke Träger springen,
und die Mädchen singen,
alles jubelt froh!
Bunte Bänder schweben
zwischen hohen Reben
auf dem Hut von Stroh.

Geige tönt und Flöte
bei der Abendröte
und im Mondesglanz;
junge Winzerinnen
winken und beginnen
frohen Erntetanz.

(Johann Gaudenz Frhr. v. Salis-Seewis)

Am heutigen Erntedankfest bringe ich nun meine Herbstfrüchte-Serie zum Abschluß. Und da ganz notwendig noch etwas fehlt, kommen hier noch einmal zwei Bilder von BrigitteE, die unbedingt dazu gehören:

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Der Kürbis! Was wäre der Herbst und vor allem das kommende Halloween-Fest ohne Kürbisse!:no: Und diese sind soooo schön!:yes:
Einen gesonderten Eintrag bekommen sie erst zu Halloween, hier kommt nochmal eine Frucht dabei, die ebenfalls noch fehlt:

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Die Tomate! Was kann man nicht alles leckeres mit Tomate machen!:yes:

Und somit kommt hier nun ein letztes Mal (aber nur für die Herbstfrüchte!) das buch_u_013 Rezeptbuch:

Kürbis-Chutney

125 g Zwiebeln
2 El Öl
500 g Kürbis (geschält gewogen)
500 g Äpfel
1 Stück Ingwerknolle
1 Zitrone
2 Stangen Zimt
1 Tl Koriander
175 g Zucker
1 Prise Salz

Zwiebeln pellen und würfeln, in heißem Öl goldgelb dünsten, Kürbis in kleine Würfel schneiden, Äpfel waschen, schälen und zerteilen, grob zerkleinern. Ingwerknolle schälen und in Scheibchen schneiden, Zitrone heiß abwaschen, dünn abschälen.
Kürbis- und Apfelstücke mit Ingwer, Zitronenschale und Gewürzen zu den gedünsteten Zwiebeln geben und unter häufigem Umrühren bei milder Hitze 30 – 40 Minuten schmoren lassen. Die Äpfel dürfen zerkochen, der Kürbis sollte etwas stückig bleiben. Zitronenschalen und Zimtstangen aus dem fertigen Chutney herausnehmen, abschmecken, evtl. nachwürzen und kochend heiß in Gläser mit Twist-Off-Deckel füllen, sofort verschließen.
Schmeckt super zu Fisch-, Fleisch- und Wildgerichten und Reis- und Currygerichten.

Tomaten-Ketchup

2,5 kg Tomaten
500 g Zwiebeln
1/4 l Essig
3 Lorbeerblätter
50 g Salz
150 g Zucker
Paprikapulver
Petersilie
Liebstöckl
Thymian
Muskat
im Mullsäckchen:
1 Tl Pfefferkörner
1 Tl Nelken
1 Tl Koriander
etwas Muskat

Tomaten waschen, je nach Größe halbieren oder vierteln, Zwiebeln pellen und in Stücke schneiden. Beides zusammen mit Essig, Gewürzen und den Kräutern in einen Topf geben. Die festen Gewürze in ein Mullsäckchen füllen, damit man sie besser herausnehmen kann. Alles zum Kochen bringen und 45 Minuten kochen lassen. Die eingebundenen Gewürze herausnehmen. Die Tomatenmasse durch ein Haarsieb streichen,in einen breiten Topf geben und unter gelegentlichem Rühren im offenen Topf dicklich einkochen. Das fertige Ketchup heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Viel Spaß wieder beim Nachkochen und später dann beim Genießen!

pilz_01 Das ist nun der krönende Abschluß meiner Herbstfrüchte-Serie, ich hoffe, es hat euch genau soviel Spaß gemacht wie mir!
Man könnte noch ein paar Herbstfrüchte erwähnen, die hier außen vor geblieben sind:
Sanddorn, Vogelbeeren, Quitten, Schlehen und natürlich die Gewürzgurken, da hab ich früher ganze Gläser von eingekocht, mit frischem Dill, den es um diese Zeit ja auch gibt. obst_077obst_023gemuese_u_13gemuese_u_12

Noch einmal die ganze Fülle, ich wünsche euch einen wunderschönen Erntedank-Sonntag, hoffentlich mit schönerem Wetter als die letzten Tage!

:wave:

Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Pflaumen und Kastanien

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Pflaumenregen

Es steht ein Baum im Garten,
von Pflaumen voll und schwer.
Die Kinder drunten warten
und lauschen ringsumher,
ob nicht der Wind ihn rüttelt
und all die Pflaumen schüttelt,
daß alle purzeln kreuz und quer.

Doch horcht, wie`s rauscht und rappelt!
Im Wald wacht auf der Wind.
Schon zischelt er und zappelt
und trappelt her geschwind
und wiegt und biegt die Äste,
daß schier in ihrem Neste
die Finken nimmer sicher sind.

Nun fällt ein Pflaumenregen,
der aber macht nicht naß.
Im Gras herumzufegen,
ist da der größte Spaß.
O Wind, o Wind, o rüttle,
o Wind, o Wind, o schüttle!
Wir grapsen ohne Unterlaß!

(Friedrich Güll)

Pflaumen oder Kulturpflaumen (Prunus domestica) aus der Gattung Prunus in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) ist ein sparrig wachsender Strauch oder Baum, der Wuchshöhen bis zu 6 Metern erreicht. Die Rinde ist graubraun und fast glatt.
Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Je 2 – 3 Blüten sind zu einer sitzenden Dolde angeordnet.
Die Gestalt der Früchte variiert in Größe, Form und Farbe stark mit der Sorte.
Die Farben reichen von schwarz, blauschwarz, blau, blaurot, violett, purpurrot, rot, gelb bis gelbgrün.
Die Früchte sind bereift, bis zu 8 cm lang, kugelig bis länglich-eiförmig, gefurcht und hängend. Das Fruchtfleisch schmeckt süß bis herb und ist saftig.
Das Holz des Pflaumenbaumes ist hart, dicht und spröde. Es ist schwer zu trocknen, schwindet stark und reißt leicht. Die Farbe des Kernholzes schwankt streifig von rosa über braun nach violett. Das Kernholz ist gut zu drechseln und zu polieren. Es wird für Holzblasinstrumente, im Bogenbau und für Kopien von historischen Musikinstrumenten verwendet.

(Quelle: Wikipedia)

hexe_06 Wieder ein bißchen Mythologie gefällig?

Um den Pflaumenbaum ranken sich viele Legenden und Bräuche: Er dient als Heiratsorakel, zur Geburtsprophezeiung, als Glücksbringer und Gesundheitsbaum.:yes:
Im Märchen verwandeln sich die Pflaumenkerne in pures Gold!:>>
Er ist ein besonders beliebtes Motiv in der chinesischen Symbolwelt:
Weil die Blüte 5 Blätter hat, und die Zahl „5“ in China eng mit den „5 Glückseligkeiten“ verbunden ist, steht er für Glück!;D
Wegen seiner frühen Blüte und dem Trotzen von Kälte steht er für Erneuerung und Willenstärke.
Und die Pflaumenblüte ist ein Bild für Vergänglichkeit, da sie alle Phasen ihres Daseins von der Knospe über die Blüte bis zur Welke in kaum mehr als 2 Wochen durchläuft.

Die Naturheilkunde empfiehlt die Pflaume bei Rheuma, Arterienverkalkung, Verstopfung und Leberkrankheiten.

moebel_045 Und was hat nun dieser wunderschön brennende Ofen damit zu tun?:??: Na, was fällt denn uns bei Pflaumen als erstes ein? Pflaumenkuchen backen! Schön mit Hefeteig und dann ganz dick mit Zimt und Zucker bestreut und läcka frisch geschlagene Sahne, mmmmmhhhhhh!!!:>> (Ihr werdet lachen, ich kann ihn jetzt beim Schreiben riechen!):))

Und mir fällt natürlich auch wieder was zu Pfläumkes ein, in dem Büro, das mit den vielen Tieren, hihihi, in dem ich vor Jahrzehnten mal gearbeitet habe, da mußte man besonders in der Herbst- bzw. Pflaumenzeit sehr auf seine Arbeitsergebnisse achten, denn unser Chef hatte einen „Bußgeldkatalog“ für Fehler eingeführt:
Eine Platte Pflaumenkuchen!:yes:;D:))
Wie haben wir uns redlich bemüht, uns gegenseitig irgendwelche Fehler zuzuschieben, damit man möglichst nicht selber „löhnen“ mußte!:yes:

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Kastanien (Castonea) sind eine Gattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae). In Europa ist nur die Edelkastanie heimisch.
Rosskastanien (aesculus) sind eine von den Kastanien verschiedene Gattung. Sie sind nicht botanisch verwandt.
Kastanien sind Bäume. Die Borke ist gefurcht und eichenähnlich. Kastanien sind laubabwerfend mit gelber Herbstfärbung.
Alle Arten sind einhäusig getrenntgeschlechtlich (monözisch), auf einer Pflanze sind weibliche und männliche Blüten.
Die Nussfrüchte sind groß und braun. Sie sind rund oder plan-konvex, an der Basis besitzen sie eine auffällige Narbe.
Die Stacheln der Fruchthülle sind behaart.

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Die Kastanie wird als Schalenobst angebaut.
Ihr Holz wird ebenfalls genutzt, das der Edelkastanie ist auch ohne Konservierung verwitterungsbeständig.
Die Früchte werden auch als Maronen oder Maroni oder im Süden auch als Keschte bezeichnet.
Sie haben einen hohen Gehalt an Stärke und Saccarose. Der Proteinanteil ist frei von Prolunin und Glutenin, daher ist Kastanienmehl nur in Mischung mit anderem Mehl backfähig.

(Quelle: Wikipedia)

Kastanien kann man kandieren, pürieren, zu Süßspeisen verarbeiten, als Mehl verwenden (glutenfrei) und rösten!:yes:
Sie haben einen Basenüberschuß und wirken bei übersäuertem Magen, bei Einschlafproblemen, da Vitamin B enthalten ist, bei Hautkrankheiten, Leberbeschwerden und Milzleiden.

Zur Mythologie gibt es hier nicht so sehr viel zu sagen,:no: der Kastanienbaum gilt als Lebensbaum, da der Stumpf immer wieder austreibt. Ansonsten spielt er hier nicht so eine große Rolle, da er erst spät (etwa 16. Jahrhundert) nach Mitteleuropa kam.

Und es gibt Kastanienhonig, wo die Bienchen fleißg an den Kastanienblüten naschen, und das gibt dann Kastanienhonig, und der ist sehr lecker. Kriegt man auf gut sortierten Weihnachtsmärkten, ist ja auch nicht mehr soooo lang hin!:>>
Und hier gehören ja nun auch seine Früchte hin, die Maronen, heiße Maroni vom Weihnachtsmarkt,:b da werden doch Kindheitserinnerungen wach, der Duft,:yes: und dann wärmte die Tüte (eine Spitztüte!) die Hände so schön!:yes: Eine zeitlang hat man sie nicht mehr entdeckt, aber sie erleben eine Renaissance! Das ist fein!:yes:
katze_090 Man kann sie auch im Kamin in einer Pfanne rösten!
Zu meinen ziemlich umfangreichen Weihnachtsdekorationen (man könnte auch üppig dazu sagen!):)) gehört ein mit einem Teelicht beleuchtetes Maronenverkäufer-Häuschen, es ist ehrlich schade, daß ich z.Zt. nicht fotografieren kann, sonst hätte ich es hier eingestellt, aber vielleicht klappt es ja bis Weihnachten, dann kommt es nach.:yes: Das ist so niedlich, mit einem Kanonenöfchen drin, wo die Maronen geröstet werden, ein Kind davor mit einer Tüte Maronen in der Hand, schön!

Und mein Sohn wird sich beim Stichwort „Kastanien“ ganz sicher daran erinnern, daß wir sie hier immer eifrig im sog. „Kaisergarten“ gesammelt haben,:yes: teils zum basteln, teils aber auch, weil das im Kaisergarten beheimatete kleine Tiergehege sie für ihre Tiere abnahm, auf die Art und Weise kamen die Kinder beim Abliefern von Kastanien immer wesentlich näher an die Tierchen ran als als normaler Besucher! Das war immer eine sehr große Freude.:yes:;D

Und nun…….buch_u_013 das Rezeptbuch!

Pflaumenmarmelade mit Sternanis und Rum

750 g Pflaumen
750 g Gelierzucker
4 Anissternchen
4 El Rum (54 Vol.-%)

Die Pflaumen waschen und entsteinen, Fruchtfleisch klein schneiden, mit dem Gelierzucker gründlich vermischen und über Nacht abgedeckt stehen lassen, damit sich Saft sammeln kann. Dann das Sternanis dazu geben, unter rühren zum Kochen bringen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen. Topf vom Herd nehmen und den Rum unterrühren. Heiß sofort in saubere Gläser füllen und verschließen.

Maronen vorbereiten zum Weiterverwenden:
Maronenschalen auf der flachen Seite kreuzweise mit einem scharfen Messer einritzen. In kochendes Wasser geben und 8 – 10 Minuten sprudelnd kochen lassen, bis sich die Schale löst.
Oder Maronen trocken in der Fettpfanne im auf 200 Grad erhitzten Backofen 10 – 15 Minuten backen.
Maronen schälen, sorgfältig auch die feinen Innenhäute entfernen.

Maronensuppe

25 g Frühstücksspeck
2 Zwiebeln
3 Möhren
200 g geschälte Maronen
1/4 l Hühnerbrühe
1 Tl Thymian
Knoblauchsalz
gem. weißer Pfeffer
2 gestr. El Speisestärke
1 Becher Creme fraiche (Schmand)

Feingeschnittenen Speck auslassen, kleingehackte Zwiebel, Möhrenwürfel und Kastanien zugeben, 1 Min. anschwitzen, Brühe und Gewürze zugeben, 30 Minuten langsam köcheln lassen, kräftig durchrühren, Suppe mit Speisestärke und Creme fraiche binden und abschmecken.

Dann wünsche ich euch wieder viel Spaß beim Nachkochen und ausprobieren, laßt es euch schmecken!:yes:

:wave:

Welttierschutztag am 4. Oktober

mimi

Alle Geschöpfe der Erde fühlen wie wir.
Alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir.
Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir,
also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers –
unsere Brüder.

(Franz von Assisi)

Daß mir der Hund das liebste sei,
sagst du o Mensch, sei Sünde?
Der Hund blieb mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde.

(Franz von Assisi)

Gott wünscht, daß wir den Tieren beistehen,
wenn sie der Hilfe bedürfen.
Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.

(Franz von Assisi)

Hi, Folks, hier meldet sich mal wieder der Co-Autor, eure Mimi!:yes:
Heute ist Welttierschutztag, aber eigentlich ist es der Namenstag des Heiligen Franziskus, der Schutzpatron der Tiere!:yes:

Es ist sein Namens- und Gedenktag, er lebte von 1181/1182 bis 3.10. 1226.
Der Legende nach hat er 1223 das erste Mal das Weihnachtsevangelium in Form einer lebenden Krippe dargestellt. Daraus entstand der Brauch, an Weihnachten eine Krippe aufzustellen, der sich über die ganze Welt verbreitete. Und bei dieser Krippe gab es eben auch die Tiere, Ochs und Esel und die Schafe.;D
Aufgrund seiner Vogelpredigt gilt er als Heiliger der Tiere, daher ist an seinem Namenstag Welttierschutztag.

(Quelle: Wikipedia)

Ich finde das fein, daß es für uns Tiere einen Heiligen gibt,:yes: den brauchen wir genau wie ihr Menschen. Das muß wirklich ein guter Mann gewesen sein, und wenn ich ihn kennengelernt hätte, hätte ich bestimmt mein Katzenminzekissen mit ihm geteilt, jawoll!:yes:;D:))
Mein Dosenöffner hat mir die Gedichte oben von ihm rausgesucht, und ich muß sagen, das hat er richtig gut geschrieben, genauso isses!:yes:
Es ist schon traurig, daß von vielen Menschen wir Tiere nicht als ihre Mitgeschöpfe angesehen werden,:no: und wieviel schlimmes passiert jeden Tag meinen Art- und Tiergenossen.88| Uns wird ja von manchen Menschen sogar eine Seele abgesprochen,:crazy: bitte, schaut doch einfach mal in unsere Augen, und dann sagt noch einmal, wir hätten keine Seele!:??:
Und sogar Menschen, die sich eigentlich dem Tierschutz verschrieben haben, schießen dabei weit übers Ziel hinaus und sehen mitunter den Wald vor lauter Bäumen nicht!:>> Nehmt euch doch einfach mal die obigen Gedichte zu Herzen!:yes: Und ich hätte da auch noch eines für euch ganz persönlich:

Selig der Mensch, der den Nächsten in seiner Unzulänglichkeit
genauso erträgt, wie er ertragen werden möchte.

(Franz von Assisi)

Auch dieses feine Blögchen-Dings von meinem Dosenöffner gäbe es nicht ohne Tierliebe und die Verbindung zu uns,:no: denn über den lieben Eisbären Knut aus dem Berliner Zoo, der nun schon in der Welt jenseits des Regenbogens ist, ist mein Frauchen an viele der lieben Kommentatoren hier gekommen:yes: und hatte dann irgendwann die Idee, ein eigenes Blögchen-Dings aufzumachen.:yes:

Alle meine Kumpels und ich, der liebe Buddy,:yes: die liebe Lucy,:yes: und noch ganz viele andere möchten euch bitten, auf uns zu achten und uns zu schützen,:yes: nicht zu verhätscheln,:no: sondern zu lieben und euer Leben mit uns zu teilen,:yes: denn wir sind alle Geschöpfe einer Welt!

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Ich wünsche euch einen feinen Welttierschutztag, macht euch einen schönen Tag mit euren tierischen Kumpels,:yes: ich grüße alle meine Mittiere mit einem lieben „Miau“ und sag dann mal bis denne

euer Co-Autor Mimi.

:wave:

Schutzengeltag

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Engelsflügel

Still fühle ich die warmen Strahlen
in der dunklen – kalten Nacht,
und das Eis um meinem Herzen
taut nun auf mit aller Macht.

Rinnt als Tränen aus den Augen
bildet schweigend einen See,
großer Schreck in meinem Inneren
als ich tief im Wasser steh.

Dicke Mauern wie ein Panzer
hatten sich einst aufgebaut,
doch nun ist das Eis der Trauer
stumm und leise abgetaut.

Engelsflügel streifen zärtlich
voller Liebe mein Gesicht,
und ich höre aus der Ferne
wie der Engel zu mir spricht.

Verliere nie den Glauben
hab immer Zuversicht,
die Hoffnung wird dich tragen
hinauf ins Sternenlicht.

(Verfasser unbekannt)

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Ich wünsche euch allen an allen Tagen eures Lebens einen Schutzengel, der über euch wacht, der euch behütet, der in den dunklen Stunden des Lebens bei euch ist und der dafür sorgt, daß euch niemals die Hoffnung verläßt und die Liebe immer in eurem Herzen ist.

weihnachtsengel_www-clipart-kiste-de_099weihnachtsengel_www-clipart-kiste-de_100

„Wir sind Engel mit nur einem Flügel.
Um fliegen zu können, müssen wir uns umarmen.“

(Luciano de Cresendo)