Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Die Traube

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
an einer hohen Mauer hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspähn.
Umsonst! Kein Sprung war abzusehn.
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
„Was soll ich mir viel Mühe nehmen?
Sie sind ja herb und taugen nicht.“

(Karl Wilhelm Ramler)

Weintrauben oder genauer Weinbeeren sind die Früchte der Weinrebe (Vitis vinifera L. subsp.vinifera), die zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen gehört.
Reben gibt es mit grünen bzw. gelben (weißen) oder roten bis dunkelblauen Beeren. Sie wachsen in Bündeln klar voneinander getrennt. Im Weinbau nennt man sie Gescheine. Blütezeit der Beeren ist von Mai bis Juni.
Trauben kann man roh essen, sie zu Rosinen trocknen, und zu Traubensaft oder Wein verarbeiten. Aus den Kernen wird Traubenkernöl hergestellt.
Wein entsteht während der Weinherstellung durch die alkoholische Gärung. Dabei werden aus den Trauben durch Stampfen oder Pressen Moste oder Maischen hergestellt, die zu Wein vergoren werden.
Trauben sind für Mensch und Tier ungiftig, mit Ausnahme von Hunden. Bei ihnen kann es nach Genuß zu Vergiftungserscheinungen kommen.88|

Die Kerne enthalten oligomere Proanthocyanidine,:??: ein starkes Antioxidantium.

(Quelle: Wikipedia)

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Weißwein entsteht duch die Gärung von Weinbeeren mit hellem Fruchtfleisch, ohne Schalen. Daher kann die Rebsorte sowohl rot als auch weiß sein. Die Farbpigmente sind ausschließlich in der Beerenschale.

Rotwein wird aus blauen Weinbeeren hergestellt, er entsteht durch Mazeration oder Digestion. Neben dem farblosen Saft der Beeren werden Bestandteile aus den Schalen, den Kernen und evtl. den Stielen aus der Maische herausgelöst.

Roseweine sind hellfarbige Weine aus blauen oder roten Trauben, sie dürfen nur wenige Stunden auf der Maische liegen. Je nach Intensität des Kontaktes mit der Schale ist der Rosewein unterschiedlich stark gefärbt.

getraenk_u_37 Prost!

Traubenkernöl wird aus den Kernen der Trauben gewonnen, durch Heiß- oder Kaltpressung. Kalt gepreßtes Traubenkernöl ist sehr hochwertig, enthält u.a. Vitamin E und Lecithin. Es hat eine schöne hellgrüne Farbe, schmeckt leicht nussig und der Traubengeschmack kann noch herausgeschmeckt werden. Es eignet sich sehr gut für Salate aller Art.

Traubenkernöl wird auch in der Kosmetik verwendet.

Wein gab es schon vor 8000 Jahren in Persien und Mesopotamien.:yes:

In der Mythologie gibt es den griechischen Weingott Dionysos und den römischen Gott des Weines Bacchus.

Und der Wein galt in den alten Zeiten als Medizin!:>> Das ist doch mal ein Argument zum Weintrinken, na, denn Prost!;D
Außer Wein gibt es ja auch noch Sekt, und der ist auf jeden Fall Medizin, gut für den Kreislauf!getraenk_u_33

Und bei allem rund und bunt um die Trauben mit Bezug auf das obige Gedicht natürlich nicht zu vergessen die feine Fabel
„Der Fuchs und die Trauben“!:))

Also, ich liebe Wein,:yes: zur Zeit Rotwein besonders,:yes: aber das wechselt. Im Sommer finde ich einen gut gekühlten Rosewein ganz besonders fein, so in lauschigen Sommernächten!;D (Na, ja, hätten ein paar mehr sein können dieses Jahr):yes: Bei Weißwein bevorzuge ich nicht unbedingt die trockenen Weine.:no: Ich gerate ins Schwärmen, mir fällt gerade ein, jetzt kommt bald die herrliche Zeit der Glühweine und Feuerzangenbowlen,:>> mmmmhhhhh, das wird fein! Und im Herbst ist ja auch die Zeit der „Federweißen“,:??: der ersten jungen Weine, soooo lecker, aaaaber tückisch!!!:)) Und dazu einen leckeren Zwiebelkuchen!:yes:
Meine Eltern hatten das Glück, Freunde zu haben, die ursprünglich aus dem Weinanbaugebiet in der Nähe von Alzey kamen, die Verwandtschaft wohnte noch dort und waren aktiv im Weinanbau, sie hatten eigene Weinberge, und so ist es nicht schwer zu erraten, woher wir unseren Wein bezogen haben.:yes: Die Freunde meiner Eltern waren für mich wie Onkel und Tante, und als mein Sohn so um die 12 Jahre alt war, haben wir mal alle gemeinsam bei der Weinlese geholfen,:yes: das war ein wunderbares Erlebnis, aber ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, eine anstrengende und harte Arbeit. Und noch anstrengender wird die ganze Geschichte an der Mosel, da sind ja bekanntlich Steilhänge, uff!88|

Eine kleine Anekdote muß ich euch noch erzählen, meine Freundin hat mal vor Jahren eine Weinprobe mit ihrem Weinlieferanten gemacht, und wir hatten schon so einige probiert, und dann kam der Weinlieferant zu seinem persönlichen Highlight, einem teuren und wohl auch hochwertigen Rotwein, den Namen weiß ich leider nicht mehr, und auf sein gespanntes Gesicht nach dem ersten Probeschluck meinte der Mann meiner Freundin ganz trocken: „Na,ja, für den Salat reicht er!“:??::)) Ich werde niemals das völlig konsternierte Gesicht von dem Lieferanten vergessen!

Und da wir schon mal beim „Saufen“ sind, wollen wir doch nicht den guten Grappa vergessen, der ja aus dem Trester der Trauben gebrannt wird.:p
Und dann kommen wir wieder zu dem hier:buch_u_013 Dem Rezeptbuch:

Weintrauben-Gelee

2 kg grüne oder blaue Weintrauben
ca. 6 Zitronen (Saft)
Gelierzucker (4 Teile auf 3 Teile Saft)

Weintrauben waschen und von den Stielen zupfen, wer einen Dampfentsafter hat,;D:oops: braucht das nicht, die können da ganz rein,
ansonsten die Weintrauben etwas zerdrücken, mit wenig Wasser aufsetzen und bei milder Hitze gar dünsten, Saft dann durch ein Mulltuch über Nacht ablaufen lassen.
Zitronen auspressen, Saft zusammen mit dem Traubensaft abmessen, auf drei Teile Saft 4 Teile Gelierzucker zufügen, Saft erhitzen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, zwischendurch abschäumen. Geleeprobe machen und falls erforderlich noch eine Minute länger kochen. Gelee heiß in saubere Gläser füllen.

Man kann dieses Gelee noch mit Rum verfeinern (ca. 2cl) oder mit Grappa, und ich hab dieses Rezept mal ausprobiert und Walnußlikör drunter gemischt, das war auch ganz fein!:yes:

Zum Schluß noch was passendes von meinem Lieblingsautor:

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenkt ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!

(Theodor Storm, 1. Strophe aus „Oktoberlied“)

In diesem Sinne wünsche ich euch goldene Tage!:yes:

:wave:

7 Gedanken zu “Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Die Traube

  1. Meine liebe Monika,

    wieder soo ein feiner wissenswerter Eintrag über die Trauben-vielen lieben Dank!
    Ich freue mich über über deine interessanten Ausführungen,die niedlichen Bildchen,das wunderschöne Foto von BrigitteE.,die Rezepte,die Gedichte!
    Die Anekdote ist herrlich!
    Das so eine Weinlese anstrengend ist,kann ich mir schon vorstellen-aber auch ein besonderes Erlebnis.
    Ich trinke auch gern mal ein Glas Rotwein oder Sekt.Schade,dass es jetzt noch ein bissel zu früh dafür ist-du hast mir Appetit gemacht :-))) !
    Und nicht zu vergessen:
    Wenn ich Weintrauben sehe,m u s s ich einfach an unseren geliebten Knuti denken-wie gern hat er sie gemocht!Wenn sie bei der Fütterung auch einzeln geflogen kamen,da fiel kaum mal eine auf den Boden,die landeten präzise in seinem Schnäuzchen.
    Nochmals ein großes Dankeschön und auch für dich „Goldene Tage“!

    Liebste Grüße,auch an Mimi,von Brigitte.

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    • Meine liebe Brigitte,
      es ist immer wieder eine Freude, daß ich dir/euch hier mit meinen Einträgen eine Freude machen kann.
      Ja, die Anekdote, wir lachen heute noch darüber, wenn wir uns sehen, obwohl der Mann meiner Freundin nun auch schon zwei Jahre tot ist.

      Ich freu mich jetzt schon sehr auf die Glühweinzeit, ich mag auch die Atmosphäre auf Weihnachtsmärkten, aber bis dahin ist ja noch ein bissel hin, obwohl es dann doch immer viel zu schnell geht.

      Oh, ja, jetzt, wo du es schreibst, Knuti und seine Weintrauben, was waren das für feine Bilder, wenn er sie so hochentzückt verschnabuliert hat. Und wie gut er sie fangen konnte! Das war immer ganz toll!

      Mach dir einen feinen goldenen Herbsttag, liebste Grüße
      Monika und Mimi.

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  2. Liebe Monika,

    da hast du wieder einen tollen und sehr passenden Eintrag geschrieben. Ich wohne ja im Weingebiet und habe mir erst gestern überlegt, toll Bilder von Weintrauben und den Weinbergen einzustellen, aber dann doch den Turm genommen, weil er besser zu meiner momentanen Stimmung passte.

    Hier sind ja momentan dauernd Weinfeste,
    wo auch immer sehr viel los ist,
    und viel getrunken wird.
    Ich habe früher mal gerne Wein getrunken,
    ihn aber nie gut vertragen.
    Deshalb trinke ich schon seit Jahren keinen.

    LG an dich
    Conchi

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    • Liebe Conchi,
      fein, daß dir mein Eintrag auch gefallen hat.
      Wenn du in einem Weingebiet lebst, hast du ja jetzt im Herbst die schönsten Bilder vor Augen, ich finde, im Herbst sieht das am schönsten aus, mit dem bunten Laub und den reifen Trauben, schön!

      Schade, daß du Wein nicht gut verträgst, es ist schon ein feines Getränk. Verträgst du denn Traubensaft, der kommt dem Wein doch schon recht nahe und es muß ja nicht immer Alkohol sein.

      Danke für deinen lieben Kommentar, liebe Grüße
      Monika.

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      • Liebe Monika,

        ja, das finde ich auch. ;)
        Das stimmt wirklich, im Herbst siehr alles
        sehr schön aus, und ich liebe diese Farben!!
        Traubensaft trinke ich an sich auch nicht, denke
        aber, dass ich ihn vertrage, und er auch sehr
        gesund ist. Alkohol vertrage ich ganz allgemein nicht mehr.

        Sehr gerne, es macht immer Spass,
        mit dir zu schreiben.

        LG an dich
        Conchi

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  3. Liebe Monika,

    es ist immer wieder ein Genuss in deinem feinen Blog zu lesen und zu gucken.

    Du verstehst es, trockene Wikipedia Informationen, so schön zu präsentieren:D

    Ein Genuss, wie ein leckeres Schlöckchen roten Weines;)

    Ja, bei den Trauben dachte ich auch an Knut.
    Jedes Jahr an meinem Geburtstag war ich in Berlin und brachte Knut Träubchen.
    Im Januar bekam er sie natürlich nicht so häufig:no:

    diese Fotos sind allerdings vom 19. und 21.9.2008

    Ich habe wegen der Traubenbilder in meinem umfangreichen Knutalbum geblättert und kann nicht verhehlen, dass ich immer noch sehr traurig werde.
    Gerade auch das Datum der beiden Bilder.19.+21.9.2008.Herr Dörflein war so unternehmungslustig und freute sich am 19. auf die Geburtstagsfeier von seinem Ziehsohn am nächsten Tag, die im Zoo gefeiert werden sollte.
    Kindergeburtstagsfeiern im Zoo sind ja auch immer besonders schön.

    Okay, ich bin abgeschweift:oops:

    leuchtende Tage…
    …nicht weinen, gell!

    Dass Trauben für Hunde giftig sind habe ich auch kürzlich erst gelesen.88|

    Vielen Dank wieder für den unterhaltsamen Blogeintrag UND für die schönen Verse:D

    Liebe Grüße an dich und Mimi
    von Brigitte und Buddy:wave:

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    • Liebe Brigitte,
      oh, wie fein, Bilder von Knuti beim Weintrauben-Mümmeln, da freu ich mich jetzt riesig drüber, danke!
      Und danke erst mal für dein liebes Kompliment, werd ja ganz verlegen, hihihi!
      Ach, Brigitte, du schweifst doch nicht ab, wie gerne hören und sehen wir alle was von Knuti, gerade durch ihn ist das doch eigentlich alles entstanden hier, ohne Christinas Blog und all das Schöne wäre ich wohl nie auf die Idee gekommen, was eigenes aufzumachen, und außerdem wären wir uns dann alle nicht „begegnet“. Er war eben ein Zauberbärchen, und das „war“ macht einem immer noch so traurig.
      Und wie tragisch das war mit Herrn Dörflein, wo du noch erwähnst wie sehr er sich auf die Geburtstagsfeier seines Ziehsohnes gefreut hat, zum Glück hat er die ja noch erlebt! Das Leben ist nicht fair!
      Seufz, aber du hast schon recht: leuchtende Tage…., gerade wieder jetzt im Herbst!

      Da bin ich beruhigt, daß du das mit den Hunden und den Trauben weißt, ich hab es deshalb extra reingesetzt!

      Mimi hat gerade mal wieder einen kleinen Abstecher auf den Balkon gemacht, aber es regnet, und iiieeeeh, naß, ist nicht ihr Fall!

      Nochmal lieben Dank für die Bildchen und liebe Grüße und ein Knuddler für Buddy
      Monika und Mimi.

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