Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Äpfel und Feigen

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Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
denn heute löst sich von den Zweigen nur,
was vor dem milden Strahl der Sonne fällt.

(Christian Friedrich Hebbel)

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Äpfel (Malus) aus der Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae).
Es gibt über 50 Arten dieser laubabwerfenden Bäume, die bekannteste Art ist der Kulturapfel (Malus domestica).
Granatäpfel sind nicht verwandt mit Äpfeln.
Der deutsche Name „Apfel“ ist wahrscheinlich indogermanischen Ursprungs.
Die Apfelblüte ist ein herrliches Bild im Frühjahr, mit unzähligen weißen, rosa oder roten Blüten. Daraus entstehen die mehr oder weniger rundlichen Früchte. Das fleischige Gewebe, das normalerweise als Frucht bezeichnet wird, entsteht nicht aus dem Fruchtknoten, sondern aus der Blütenachse, der Biologe spricht daher von Scheinfrüchten.

(Quelle: Wikipedia)

hexe_06 Ein bißchen Mythologie:

Bei den Kelten und den Germanen spielten Bäume eine große Rolle, sie galten als heilig. Der Apfelbaum galt bei den Kelten als Baum der Unsterblichkeit. Avalon wurde nach ihm benannt, Avalon bedeutet Apfelinsel.
Auch in anderen Kulturen war der Apfelbaum heilig, er schenkte Weisheit und half, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Er galt als Baum der Sinnlichkeit und Liebe.:p
Der Apfel ist mit vielen kulturellen Vorstellungen verknüpft. In der christlichen Lehre z.B. mit dem Sündenfall von Adam und Eva, die der Versuchung, die Früchte vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse zu essen, nicht widerstehen konnten. Obwohl hier als Früchte auch noch die Feige oder der Granatapfel zur Auswahl stehen, weil die Früchte in der Bibel nicht näher bezeichnet sind.
Im Alten Testament ist der Apfel das Symbol des Sündenfalls, im Neuen Testament in den Händen von Jesus das Symbol für die Erlösung von demselben.
Griechische und nordische Mythologie beinhaltet den Apfel als Frucht mit magischen Kräften und der Verleihung ewiger Jugend.
Eines Apfels wegen bricht der Trojanische Krieg aus, daher spricht man vom „Zankapfel“.:`(
Auch in Märchen spielt der Apfel eine große Rolle, „Schneewittchen“ oder „Frau Holle“, („schüttle mich, wir Äpfel sind alle miteinander reif!“). :>>
Oder im Schauspiel „Wilhelm Tell“!
Und nicht zu vergessen der Reichsapfel.

Last but not least:
Der Apfel ist gesund, voller Vitame und Mineralstoffen, er dient zur Stoffwechselanregung und Entgiftung.

An apple a day keeps the doctor away.“:yes:;D

baum_u_20 Noch eine kostenlose Apotheke!

Natürlich hab ich für den Apfel für euch auch wieder eine Geschichte, einige meiner Leser sind ja so in etwa mein Jahrgang,;D und vielleicht erinnert ihr euch auch daran, daß es mal einen Apfel aus Schokolade gab, den Hersteller weiß ich nicht mehr, der „Tells Apfel“ hieß und der ein ganzer Apfel war, und wenn man ihn auswickelte, waren es alles Apfelstücke!:yes: Mein Vater hatte ihn irgendwo aufgetrieben, und ich hab ihn von da an zu allen Festlichkeiten wie Geburtstag oder Weihnachten bekommen, mein Papa hat dann immer gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd:b und ich war so glücklich!:yes: Ich habe gerade mal „gegoogelt“, und ihr werdet lachen, es gibt ihn heute noch!:yes: Guckt mal unter „Tells Apfel aus Schokolade“!:))

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Die Echte Feige (Ficus carica) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Feigen (Ficus). Sie ist eine der ältesten domestizierten Nutzpflanzen und wird im gesamten Mittelmeerraum angebaut.
Sie ist ein sommergrüner und laubabwerfender Strauch oder kleiner Baum, reich verzweigt. Der Stamm ist oft knorrig, die Rinde ist glatt und hellgrau. Die ganze Pflanze führt Milchsaft.
Feigen sind einhäusig getrenntgeschlechtlich (monözisch), d.h. es gibt weibliche und männliche Blüten.
Die Essfeige besitzt nur weibliche Blüten, die Holz- oder Bocksfeige enthält weibliche und nännliche Blüten. Die Befruchtung erfolgt sehr kompliziert über eine Gallwespenart, der Feigengallwespe.
Um in Feigenkulturen die Bestäubung sicherzustellen, werden blühende Bocksfeigenzweige in die Essfeigenbäume gehängt („Caprifikation“).
Es erfolgen 3 Blütenstände pro Jahr, Februar/März, Mai/Juni und August/September.
Die Früchte sind Steinfrüchte, ihre Form ist kugelig bis birnenförmig, die Farbe je nach Sorte grün bis dunkelviolett.
Sie beinhaltet Kalzium, Phosphor und Eisen und ist reich an Vitamin B1.

(Quelle: Wikipedia)

Die meisten Feigen werden getrocknet.
Aber frisch sind sie viel leckerer und werden ja auch hier häufig angeboten, weshalb ich sie auch hier mit eintrage.:yes:

hexe_06 Mythologie der Feige:

Die Feige ist die erste namentlich erwähnte Pflanze in der Bibel, da Adam und Eva nach dem Sündenfall sich ihrer Nacktheit bewußt wurden, machten sie sich aus Feigenblättern einen Schurz.
In der älteren jüdischen Mythologie ist nicht der Apfel, sondern die Feige die Verbotene Frucht.

Als ich ein Kind war, kannte ich Feigen nur getrocknet. Ich mochte sie sehr gerne.:yes:
Die ersten echten Feigen am Baum habe ich in einem Urlaub 1994 am Lago Maggiore gesehen, und frisch vom Baum gegessen, läcka!;D

Und ich habe Duftkerzen von einem bekannten Kerzenhersteller, und einer meiner Lieblingsdüfte ist die „faszinierende Feige“ aus den „Verbotenen Früchten“!:))

Kommen wir nun wieder zum berühmt-berüchtigten buch_u_013 Rezeptbuch:

Apfel-Feigen-Konfitüre

500 g Äpfel
250 g frische Feigen
750 g Gelierzucker
1 Tl Zimt
1 – 2 Zitronen (Saft)

Äpfel waschen, schälen und zerteilen, Kerngehäuse entfernen, Apfelstücke in dünne Scheiben schneiden.
Die Feigen sehr behutsam waschen, dann in Streifen schneiden. Apfelstücke, Feigen und Gelierzucker mischen, abdecken und über Nacht stehen lassen. Dann mit dem Zimt und dem Zitronensaft zum Kochen bringen. Vier Minuten sprudelnd kochen lassen, noch heiß in saubere Gläser füllen und sofort verschließen.

Apfel-Chutney

1,5 kg Kochäpfel
300 g rote Zwiebeln
2 – 4 Peperoni
400 ml Rotweinessig
375 g brauner Zucker
20 g Salz
40 g Senfkörner
250 g Sultaninen

Äpfel waschen, schälen, Kerngehäuse entfernen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln in dünne Scheiben schneiden, Peperoni aufschlitzen und Kerne entfernen, fein hacken. Apfelstücke, Zwiebelringe, Peperoni, Essig, Gewürze und Sultaninen in einem Topf mischen und 15 Minuten durchziehen lassen. Dann zugedeckt 20 – 30 Minuten bei milder Hitze kochen lassen. Falls die Masse noch sehr flüssig ist, im offenen Topf noch etwas einkochen lassen. Das Chutney kochend heiß in saubere Gläser füllen, mit Twist-off-Deckel oder Einmachhaut verschließen. Kühl und dunkel aufbewahren, es hält sich mehrere Monate.
Schmeckt herrlich zu Gegrilltem, zu Fondue und Schweinefleischgerichten.

Dann wünsche ich euch wieder viel Spaß beim Nachkochen,:yes: langsam füllt sich unser Vorratsschrank, gelle?!:>> Wird ein feiner Winter!:yes:

:wave:

Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Die Traube

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Ein Fuchs, der auf die Beute ging,
fand einen Weinstock, der voll schwerer Trauben
an einer hohen Mauer hing.
Sie schienen ihm ein köstlich Ding,
allein beschwerlich abzuklauben.
Er schlich umher, den nächsten Zugang auszuspähn.
Umsonst! Kein Sprung war abzusehn.
Sich selbst nicht vor dem Trupp der Vögel zu beschämen,
der auf den Bäumen saß, kehrt er sich um und spricht
und zieht dabei verächtlich das Gesicht:
„Was soll ich mir viel Mühe nehmen?
Sie sind ja herb und taugen nicht.“

(Karl Wilhelm Ramler)

Weintrauben oder genauer Weinbeeren sind die Früchte der Weinrebe (Vitis vinifera L. subsp.vinifera), die zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschen gehört.
Reben gibt es mit grünen bzw. gelben (weißen) oder roten bis dunkelblauen Beeren. Sie wachsen in Bündeln klar voneinander getrennt. Im Weinbau nennt man sie Gescheine. Blütezeit der Beeren ist von Mai bis Juni.
Trauben kann man roh essen, sie zu Rosinen trocknen, und zu Traubensaft oder Wein verarbeiten. Aus den Kernen wird Traubenkernöl hergestellt.
Wein entsteht während der Weinherstellung durch die alkoholische Gärung. Dabei werden aus den Trauben durch Stampfen oder Pressen Moste oder Maischen hergestellt, die zu Wein vergoren werden.
Trauben sind für Mensch und Tier ungiftig, mit Ausnahme von Hunden. Bei ihnen kann es nach Genuß zu Vergiftungserscheinungen kommen.88|

Die Kerne enthalten oligomere Proanthocyanidine,:??: ein starkes Antioxidantium.

(Quelle: Wikipedia)

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Weißwein entsteht duch die Gärung von Weinbeeren mit hellem Fruchtfleisch, ohne Schalen. Daher kann die Rebsorte sowohl rot als auch weiß sein. Die Farbpigmente sind ausschließlich in der Beerenschale.

Rotwein wird aus blauen Weinbeeren hergestellt, er entsteht durch Mazeration oder Digestion. Neben dem farblosen Saft der Beeren werden Bestandteile aus den Schalen, den Kernen und evtl. den Stielen aus der Maische herausgelöst.

Roseweine sind hellfarbige Weine aus blauen oder roten Trauben, sie dürfen nur wenige Stunden auf der Maische liegen. Je nach Intensität des Kontaktes mit der Schale ist der Rosewein unterschiedlich stark gefärbt.

getraenk_u_37 Prost!

Traubenkernöl wird aus den Kernen der Trauben gewonnen, durch Heiß- oder Kaltpressung. Kalt gepreßtes Traubenkernöl ist sehr hochwertig, enthält u.a. Vitamin E und Lecithin. Es hat eine schöne hellgrüne Farbe, schmeckt leicht nussig und der Traubengeschmack kann noch herausgeschmeckt werden. Es eignet sich sehr gut für Salate aller Art.

Traubenkernöl wird auch in der Kosmetik verwendet.

Wein gab es schon vor 8000 Jahren in Persien und Mesopotamien.:yes:

In der Mythologie gibt es den griechischen Weingott Dionysos und den römischen Gott des Weines Bacchus.

Und der Wein galt in den alten Zeiten als Medizin!:>> Das ist doch mal ein Argument zum Weintrinken, na, denn Prost!;D
Außer Wein gibt es ja auch noch Sekt, und der ist auf jeden Fall Medizin, gut für den Kreislauf!getraenk_u_33

Und bei allem rund und bunt um die Trauben mit Bezug auf das obige Gedicht natürlich nicht zu vergessen die feine Fabel
„Der Fuchs und die Trauben“!:))

Also, ich liebe Wein,:yes: zur Zeit Rotwein besonders,:yes: aber das wechselt. Im Sommer finde ich einen gut gekühlten Rosewein ganz besonders fein, so in lauschigen Sommernächten!;D (Na, ja, hätten ein paar mehr sein können dieses Jahr):yes: Bei Weißwein bevorzuge ich nicht unbedingt die trockenen Weine.:no: Ich gerate ins Schwärmen, mir fällt gerade ein, jetzt kommt bald die herrliche Zeit der Glühweine und Feuerzangenbowlen,:>> mmmmhhhhh, das wird fein! Und im Herbst ist ja auch die Zeit der „Federweißen“,:??: der ersten jungen Weine, soooo lecker, aaaaber tückisch!!!:)) Und dazu einen leckeren Zwiebelkuchen!:yes:
Meine Eltern hatten das Glück, Freunde zu haben, die ursprünglich aus dem Weinanbaugebiet in der Nähe von Alzey kamen, die Verwandtschaft wohnte noch dort und waren aktiv im Weinanbau, sie hatten eigene Weinberge, und so ist es nicht schwer zu erraten, woher wir unseren Wein bezogen haben.:yes: Die Freunde meiner Eltern waren für mich wie Onkel und Tante, und als mein Sohn so um die 12 Jahre alt war, haben wir mal alle gemeinsam bei der Weinlese geholfen,:yes: das war ein wunderbares Erlebnis, aber ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, eine anstrengende und harte Arbeit. Und noch anstrengender wird die ganze Geschichte an der Mosel, da sind ja bekanntlich Steilhänge, uff!88|

Eine kleine Anekdote muß ich euch noch erzählen, meine Freundin hat mal vor Jahren eine Weinprobe mit ihrem Weinlieferanten gemacht, und wir hatten schon so einige probiert, und dann kam der Weinlieferant zu seinem persönlichen Highlight, einem teuren und wohl auch hochwertigen Rotwein, den Namen weiß ich leider nicht mehr, und auf sein gespanntes Gesicht nach dem ersten Probeschluck meinte der Mann meiner Freundin ganz trocken: „Na,ja, für den Salat reicht er!“:??::)) Ich werde niemals das völlig konsternierte Gesicht von dem Lieferanten vergessen!

Und da wir schon mal beim „Saufen“ sind, wollen wir doch nicht den guten Grappa vergessen, der ja aus dem Trester der Trauben gebrannt wird.:p
Und dann kommen wir wieder zu dem hier:buch_u_013 Dem Rezeptbuch:

Weintrauben-Gelee

2 kg grüne oder blaue Weintrauben
ca. 6 Zitronen (Saft)
Gelierzucker (4 Teile auf 3 Teile Saft)

Weintrauben waschen und von den Stielen zupfen, wer einen Dampfentsafter hat,;D:oops: braucht das nicht, die können da ganz rein,
ansonsten die Weintrauben etwas zerdrücken, mit wenig Wasser aufsetzen und bei milder Hitze gar dünsten, Saft dann durch ein Mulltuch über Nacht ablaufen lassen.
Zitronen auspressen, Saft zusammen mit dem Traubensaft abmessen, auf drei Teile Saft 4 Teile Gelierzucker zufügen, Saft erhitzen und 4 Minuten sprudelnd kochen lassen, zwischendurch abschäumen. Geleeprobe machen und falls erforderlich noch eine Minute länger kochen. Gelee heiß in saubere Gläser füllen.

Man kann dieses Gelee noch mit Rum verfeinern (ca. 2cl) oder mit Grappa, und ich hab dieses Rezept mal ausprobiert und Walnußlikör drunter gemischt, das war auch ganz fein!:yes:

Zum Schluß noch was passendes von meinem Lieblingsautor:

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
schenkt ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
vergolden, ja vergolden!

(Theodor Storm, 1. Strophe aus „Oktoberlied“)

In diesem Sinne wünsche ich euch goldene Tage!:yes:

:wave:

Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./Der Holunder

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Kinderlied für Agnes

Dort an der Kirchhofsmauer,
da sitz ich auf der Lauer,
da sitz ich gar zu gern,
es regt sich im Holunder,
es regnet mir herunter
Rosin und Mandelkern.
Waldwibichlein, das kleine,
das goldige, das feine,
das hat es mir gebracht.
Es hat ein Schloß im Berge,
das hüten sieben Zwerge,
darin ist große Pracht.
Und es hat mir versprochen:
in aberhundert Wochen,
wenn Agnes wacker sei,
dann käm es mit dem Schlitten,
zu Gaste mich zu bitten –
da seid fein auch dabei.

(Eduard Mörike)

Der Holunder (Sambucus) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Moschuskrautgewächse (Adoxaceae).
Weltweit gibt es etwa 10 Arten, drei davon in Mitteleuropa.
Der bekannteste ist der Schwarze Holunder.
Er heißt in Norddeutschland „Flieder“, in Altbayern und Österreich nennt man ihn „Holler“ und in der Schweiz „Holder“.

Der schwarze Holunder (Sambucus nigra)ist ein bis zu 11 m hoher Strauch oder kleiner Baum mit starker Verzweigung. Er ist ein Flachwurzler mit weitreichendem Wurzelwerk.
Von Mai bis Juni erscheinen am jungen Holz bis zu 30 cm große, flache Schirmrispen aus vielen Einzelblüten mit weißer bis leicht gelblicher Färbung. Ihr frischer, fruchtiger Duft ist unverwechselbar und typisch für den Holunder. Zwischen den Fingern zerriebene Blätter riechen ebenso, daher kann er auch ohne Blüten und Früchte erkannt werden.
Ab August reifen die anfangs roten, später schwarzen Beeren, die sehr viel Vitamin C enthalten und kaliumreich sind. Sie werden auch als Fliederbeeren bezeichnet und besitzen einen burgunderroten Saft, den man kaum aus Textilien auswaschen kann.
Holunder ist sehr frosthart.
Blätter, Rinde, unreife Beeren und der Samen der Beeren enthalten das cyanogene Glykosid Sambunigrin, ein Giftstoff, der bei empfindlichen Personen und Kindern Erbrechen, Durchfall, leichte Krämpfe und Magenbeschwerden hervorrufen kann. Auch Hunde, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster zeigen diese Symptome und Atembeschwerden.
Durch Erhitzen zerfällt Sambunigrin und die Beeren verlieren ihre Giftigkeit.
Daher Beeren nicht roh verzehren!

Saft und Blüten gelten als gutes Hausmittel gegen Erkältung. Diese Wirkung ist zurückzuführen auf reichlich Vitamin C, Vitamin B, Fruchtsäuren und ätherische Öle, die auch in den Blüten enthaltenen Flavonoide und vor allem das farbgebende Anthocyan. Dieses Antioxidans schützt die Zellmembran vor Veränderungen durch freie Radikale.
Es soll auch einen entzündungshemmenden, schmerzlindernden und fiebersenkenden Effekt haben. Die ätherischen Öle wirken leicht schweißtreibend und schleimlösend.

(Quelle: Wikipedia)

Wow, also der ganze Baum ist ja geradezu eine Apotheke,:yes: noch dazu eine, die weder Praxisgebühr noch Zuzahlungen kostet!:>>
Aber er ist auch eine Augenweide, im Frühling/Sommer die herrlich duftenden Blüten, im Herbst die wundervollen Beeren!:p

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Es gibt aber noch mehr, was man mit dem Holunder in Verbindung bringt, z.B. diese Dame hier::??:

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Denn in Märchen und Sagen und in der Mythologie hat der Holunder seinen festen Platz.:yes:
Um gleich auf die obige Dame Bezug zu nehmen, selbstverständlich glaubte man im Mittelalter, daß Hexenbesen aus Holunderholz bestehen!;D

Und wer von euch „Harry Potter“ von Joanne K. Rowling kennt, und den Band „Die Heiligtümer des Todes“, wird wissen, daß der Elderstab, der zu den drei Heiligtümern gehört, ein Zauberstab aus Holunderholz ist.
Elder ist ein alter Name für den Holunder.

Begeben wir uns also tiefer in das Reich des Aberglaubens und der Sagen und Märchen:88|

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In der keltischen Mythologie ist der schwarze Holunder ein Schwellenbaum. Er schützt die auf der Erde lebenden vor den in der Erde lebenden, ist also die Grenze von Unterwelt und Mittlere Welt (Erde).:yes:

In der germanischen Mythologie saß im Holderbusch die Göttin „Holda“ oder „Holder“, die Pflanzen und Tiere schützte. „Holda“ oder „Holder“ taucht im Märchen der Gebrüder Grimm als Frau Holle auf.;D
Der Holunder wurde als Schutz gegen böse Geister und Blitzeinschläge oft und gerne neben die Häuser gepflanzt.:yes:

Im Mittelalter herrschte die Ansicht, daß der Holunder mit bösen Zauberern und Hexen in Verbindung stehe. Daher gab es auch keine Möbel aus Holunderholz.:no: Und eben der Glaube an den o.g. Hexenbesen!:))

Einer Sage nach soll sich Judas nach seinem Verrat an einem Holunderbaum erhängt haben!

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Sooo, nun tauchen wir aber aufatmend:yes: und schnell ein Lichtlein anzündend aus der Unterwelt wieder ans Tageslicht und widmen uns den echt weltlichen Genüssen,:yes: nämlich dembuch_u_013 Rezeptbuch:

Aus den Blütendolden des Holunders kann man „Hollerküchel“ backen, man zieht die (gewaschenen) Blütendolden durch einen Teig aus Mehl und Eiern und fritiert sie anschließend in heißem Fett.

Bleiben wir bei den Blüten und erwähnen hier noch, daß man sie hervorragend trocknen kann für einen Holunderblütentee (Fliedertee).

Holunder-Gelee

2 kg Holunderbeeren (wer weniger verwendet, muß das Rezept anteilig abändern)
Gelierzucker (je nach Geschmack Pfund auf Pfund oder auch 2 : 1)
2 Zitronen (Saft)
etwas Zitronenschale
2 Nelken
1 Stange Zimt

Holunderbeeren waschen, Beeren abzupfen.
Wer einen Dampfentsafter hat (ich!):oops: ist klar im Vorteil, Beeren darin entsaften.
Alle anderen müssen die Beeren in einen großen Topf geben und etwa ein Fingerbreit Wasser dazugeben. Beeren etwas zerdrücken, dünsten, bis sie geplatzt sind. In ein Sieb mit Mulltuch füllen, über Nacht den Saft ablaufen lassen. Saft abmessen, Gelierzucker im Verhältnis wie o.a. hinzufügen, den Saft der Zitrone und die Gewürze. Alles erhitzen, vier Minuten sprudelnd kochen lassen, zwischendurch, falls nötig, abschäumen. Gelierprobe machen, Gewürze entfernen und heiß in Gläser füllen, sofort verschließen.

Man kann auch richtig fein Holunderbeerensaft im Dampfentsafter machen, dabei auf 2 kg Beeren 200 g Zucker und etwas Zitronenschale zufügen. Dann auf Flaschen abfüllen, evtl. vor dem Abfüllen einen kräftigen Schuß Rum dazugeben.:>> Mit Zitronensaft erhitzt ist dieser Saft ein vorzüglicher Anti-Grippe-Punsch.:p medizin_055

Oder aus dem Saft einen Holunder-Brandy machen.
Saft aus 1 kg Holunderbeeren mit 125 g Zucker und 1 Flasche Weinbrand mischen, auf Flaschen füllen, gut verschließen und 6 Wochen oder länger lagern vor Gebrauch.

Viel Spaß beim Ausprobieren, mit dem „Apotheken-Arsenal“ kann uns diesen Winter eigentlich nix mehr erschüttern!:no:;D:))

:wave:

Herbstfrüchte: Holunder, Birne & Co./ Die Birne

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Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland,
ein Birnbaum in seinem Garten stand.
Und kam die goldene Herbsteszeit
und die Birnen leuchteten weit und breit,
da stopfte, wenn`s Mittag vom Turme scholl,
der von Ribbeck sich beide Taschen voll.
Und kam in Pantinen ein Junge daher,
so rief er: „Junge, wiste `ne Beer?“
Und kam ein Mädel, so rief er: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ick hebb `ne Birn.“

So ging es viel Jahre, bis lobesam
der von Ribbeck auf Ribbeck zu sterben kam.
Er fühlte sein Ende. `s war Herbsteszeit,
wieder lachten die Birnen weit und breit;
da sagte von Ribbeck: „Ich scheide nun ab.
Legt mir eine Birne mit ins Grab.“
Und drei Tage drauf, aus dem Doppeldachhaus,
trugen von Ribbeck sie hinaus,
alle Bauern und Büdner mit Feiergesicht
sangen „Jesus meine Zuversicht“,
und die Kinder klagten, das Herze schwer:
„He is dod nu. Wer giwt uns nu `ne Beer?“

So klagten die Kinder. Das war nicht recht –
ach, sie kannten den alten Ribbeck schlecht,
der neue freilich, der knausert und spart,
hält Park und Birnbaum strenge verwahrt.
Aber der alte, vorahnend schon
und voll Mißtrauen gegen den eigenen Sohn,
der wußte genau, was er damals tat,
als um eine Birn`ins Grab er bat,
und im dritten Jahr aus dem stillen Haus
ein Birnbaumsprößling sproßt heraus.

Und die Jahre gehen wohl auf und ab,
längst wölbt sich ein Birnbaum über dem Grab,
und in der goldenen Herbsteszeit
leuchtet`s wieder weit und breit.
Und kommt ein Jung übern Kirchhof her,
so flüstert`s im Baume: „Wiste `ne Beer?“
Und kommt ein Mädel, so flüstert`s: „Lütt Dirn,
kumm man röwer, ich gew`di `ne Birn.“

So spendet Segen noch immer die Hand
des von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland.

(Theodor Fontane)

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Ich möchte mit diesem herrlichen und ganz sicher allseits:yes: bekannten Gedicht eine kleine Serie einläuten, in der ich die Früchte des Herbstes vorstelle und ein kleines „Rezeptbuch“ anfüge!;D

Unschwer zu erkennen, daß ich mit Der Birne beginne:

Die Birne (Pyrus) ist eine Pflanzengattung, die zu den Kernobstgewächsen (Pyrinae) in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) gehört.
Birnen benötigen kühle Temperaturen, um einen Fruchtansatz zu bilden, da sie früher als der Apfel blüht, wird der Fruchtansatz im Vergleich zu ihm häufiger durch Spätfröste während der Blüte beeinträchtigt.

Birnbaumholz ist aufgrund von Farbe, Dichte und guter Polierfähigkeit ein gefragtes Holz im Möbelbau. Es ist hart, schwer, zäh und wenig elastisch. Altes Birnbaumholz entwickelt eine bernsteinartige Färbung.
Es eignet sich trotz seiner Härte gut zum Schnitzen, aufgrund seiner Struktur kann es in verschiedenen Richtungen bearbeitet werden, ohne aufzureißen. Ein Beispiel solcher Schnitzereien sind die Holzmodel für die sog. „Springerle“, ähnlich wie Spekulatius ein Gebäck der Weihnachtszeit.
Schwarz gebeiztes Birnbaumholz wurde in der Kunsttischlerei als Ersatz für das seltenere und teure Ebenholz verwendet, da es sich sehr gut beizen läßt. In dieser gefärbten Form wurde es auch gerne als „Deutsches Ebenholz“ bezeichnet.

Es gibt Sommer-, Herbst- und Winterbirnen, sie eignen sich unterschiedlich als Tafelbirnen, Mostbirnen und Dörrbirnen.
Bekannte Sorten sind z.B. „Clapps Liebling“ und die bekannteste, die „Williams Christ“, aus der auch der bekannte Obstbrand hergestellt wird.

(Quelle: Wikipedia)

Mir fiel beim Schreiben die Bezeichnung einer alten Birnensorte ein, der „moule bouche“ oder „Moillebouche“, die deutsche Bezeichnung lautet wohl „Mullebusch“ (feine Eindeutschung):)) und nach längerem Überlegen wußte ich dann auch wieder, woher, bei meinem Faible für Storm;D war das ja auch nicht so schwer, es ist ein Zitat aus der Novelle „Im Nachbarhause links“ „der Herr Stadtsekretär möge doch einmal ihre Moule-Bouches probieren; sie hätten immer für besonders schön gegolten.“

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Birnen sind vielseitig verwendungsfähig, man kann sie einkochen (und aus den eingekochten Birnen dann vorzüglich „Birne Helene“ machen, mit Vanilleeis und Schokosoße, läcka,:yes: man erinnere sich an „Pappa ante portas“ von Loriot, wo trefflich über das „richtige“ Rezept dafür gestritten wird!:))), dörren, zu Obstbrand verarbeiten, Saft kochen, usw. usf.:>>

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Daher kommt hier nun
buch_u_013 das Rezeptbuch:

Williams-Christ-Birnenkonfitüre

1 kg Birnen
1 kg Gelierzucker
2 Zitronen (Saft)
2 Nelken
1 Stange Zimt

Birnen waschen, schälen, zerteilen und Kerngehäuse entfernen. Das Fruchtfleisch wiegen, es sollten genau 750 g sein, fein würfeln, mit dem Gelierzucker gründlich mischen, abdecken und über Nacht durchziehen lassen. Zitronen auspressen, Saft zusammen mit den Gewürzen zu den Birnenstücken geben (Gewürze evtl. im Mullsäckchen, dann sind sie leichter zu entfernen). Alles unter Rühren erhitzen und vier Minuten sprudelnd kochen lassen, Geleeprobe machen, evtl. noch eine weitere Minute kochen lassen. Gewürze entfernen und die Konfitüre heiß in saubere Gläser füllen, sofort verschließen.

Und wer Spaß am richtigen Einkochen hat, mit echten Einkochgläsern, das geht auch im Backofen:

Süß-saures Birnenkompott mit Kandis und Burgunder:

1 1/2 Liter Rotweinessig
3 kg Birnen
750 g Kandis
3 Zimtstangen
9 Gewürznelken
3/4 Liter Burgunder

Birnen schälen und halbieren, Stiel und Kerngehäuse entfernen, die Hälften sofort in Essigwasser legen, damit sie nicht braun werden.
Rotweinessig mit dem Kandis und den Gewürzen zum Kochen bringen und solange sieden, bis der Kandis sich gelöst hat. Etwas weiter einkochen lassen (nicht zu lange, damit er nicht karamelisiert) und den Burgunder hinzufügen. Sud abkühlen lassen. Birnenhälften in die Gläser schichten (bis 2 cm unter den Rand) mit dem Sud aufgießen (bis 1 cm unter den Rand). In eine mit Wasser gefüllte Fettpfanne stellen und im auf 150 Grad vorgeheizten Backofen 30 – 45 Minuten einkochen. Herausnehmen und auf einem Küchentuch abkühlen lassen, Probe machen, ob die Gläser dicht sind, undichte Gläser entweder noch mal einkochen oder anderweitig verwenden.

Ich hoffe, ihr habt Spaß an den Rezepten.:yes: Im Herbst gibt es soviele leckere Sachen, die man verarbeiten kann, und er ist ja auch traditionell die Zeit der Vorratsherstellung für den Winter. Es wird also eine Fortsetzung mit weiteren „Saisonfrüchten“ geben!:yes:
Der Herbst ist noch lang!:yes:;D:))

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:wave:

Meine erste Liebe Teil II

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Teddy for President

Geboren 1903, lag ich wie Blei in den Regalen,
keiner wollte was für mich zahlen.
Verschwand in der Versenkung.
Doch welch wundersame Lenkung.

Einer meiner vielen Brüder,
fand sich bei Teddy Roosevelt wieder.
„What a lovely little bear!“ rief Amerikas Präsident,
„I`ll call him, Teddy.“ Und so bis heut mich jeder nennt!

(Verfasser unbekannt)

Am 13.5. 2012 hab ich euch meine erste große Liebe vorgestellt,:yes: meinen Teddy Bernhard, der treue Begleiter meiner Kinderzeit!:yes: Und der meines Sohnes! Heute hat er bei mir seinen Altersruhesitz, er wird schließlich zu Weihnachten schon 56 Jahre alt!;D

Wir beide an seinem Geburtstag vor fast 56 Jahren:

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Und nun der Trommelwirbel…..was lange währt, heute kann ich euch aktuelle Bildchen von meinem lieben Knuddel zeigen,:yes::yes: in all der Pracht und Schönheit seiner Jahre,:yes: mit dem damals erwähnten von mir selbst gehäkelten Matrosenanzug::>>

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Und er weiß natürlich genau wie Mimi auch wie man post, Seitenansicht seiner Schokoladenseite::))

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Und ich hatte euch damals erzählt, daß ich mal Friseur mit ihm gespielt habe,:oops: Bernhard hat sich erst seeeehr geniert,:oops: aber mir zuliebe hat er sich auch so fotografieren lassen:

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Und er bittet euch, zu bedenken, wie lange er schon seine Teddy-Bären-Liebe verschenkt,:yes: das ist mitunter auch mit Haarverlust verbunden,:oops: aber die Menschen nennen ihn „abgeliebt“, und auf diesen Ausdruck ist er stolz,:yes: weil er halt mein geliebter Teddy ist!

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Er hat mit mir zusammen noch ein Gedicht ausgesucht,:yes: es ist ein ziemlich langes,88| aber er hofft, daß er für 55 Jahre Bärenliebe eure Geduld beim lesen in Anspruch nehmen darf!:yes: Er fand es soooo schön!

Ein armer alter Bär

Auf einem Tisch beim Flohmarkt
da saß der alte Bär.
Sein Fell war arg zerschlissen,
sein Herz war ihm so schwer.

Ihn wollte niemand kaufen,
es fehlte ihm ein Ohr,
die Augen waren trüb,
er kam sich schäbig vor.

Er träumte viele Jahre,
der arme, alte Bär,
in seiner alten Kiste,
das es doch anders wär.

Er wünscht sich einen Menschen,
der ihm ein Lächeln schenkt,
ein trocknes, warmes Plätzchen,
der gerne an ihn denkt.

Schon mancher Flohmarktgänger,
der hat ihn ausgelacht,
man nannte ihn „Gelumpe“,
hat ihn mit Schmerz bedacht.

Jedoch an diesem Tage,
da kam ein Mensch daher,
der hat ihm zugelächelt,
der Bär gefiel ihm sehr.

Nach endlos langem handeln,
dem Bär schien`s ewiglich,
hat er ihn mitgenommen,
nach Hause, mit zu sich.

Dort wurd der Bär gereinigt,
sein Öhrchen wurd ersetzt,
er wurd nie mehr gepeinigt,
war er auch abgewetzt.

In einer Sofaecke,
schön mollig, trocken, warm,
hat er ein festes Plätzchen,
vorbei ist aller Gram.

Wovon er viele Jahre
vergeblich hat geträumt,
das hat ein Menschenlächeln,
ein Herz ihm eingeräumt.

Und auch nach vielen Jahren
hat keiner es bereut –
der Bär hat ein Zuhause,
der Mensch hat einen Freund.

(Verfasser unbekannt)

Ich hab meinem Bernhard das Gedichtchen vorgelesen, und wir mußten beide mit den Augen blinzeln.:'(

Als ich das letzte Mal von meinem kleinen „Lebensgefährten“ erzählte, habt ihr mir zu meiner großen Freude berichtet, daß auch ihr noch eure Knuddels besitzt und in Ehren haltet.:yes: Und da ich nun hier endlich und heißersehnt Bilder von meinem von heute zeigen konnte, sollen noch zwei zu Ehren kommen, die beim ersten Eintrag schon dabei waren:

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(Bild von Brigitte, BrigitteE)

Falls die Galerie noch einer bereichern möchte, nur zu!;D
Dann mach ich hier demnächst einen Eintrag „Die Ahnengalerie der Teddybären“!:))

Wir verabschieden uns jetzt, Teddy Bernhard hat seinen angestammten Platz auf dem Sofa wieder eingenommen und wir sagen tschüß!

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:wave:

Versprochen ist versprochen…

und wird auch nicht gebrochen!

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Diese wunderschöne Girlande habe ich im Juli beim Eintrag „Rosen“ schon einmal eingestellt, und da habe ich euch etwas versprochen,:yes: und das kommt nun, mit den Rosen fing es an!

Ein Männlein steht im Walde ganz still und stumm,
es hat von lauter Purpur ein Mäntlein um.
Sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem purpurroten Mäntelein.

Das Männlein steht im Walde auf einem Bein
und hat auf seinem Haupte schwarz Käpplein klein,
sagt, wer mag das Männlein sein,
das da steht im Wald allein
mit dem kleinen schwarzen Käppelein?

gesprochen

Das Männlein dort auf einem Bein
mit seinem roten Mäntelein
und seinem schwarzen Käppelein
kann nur die Hagebutte sein.

(Hoffmann von Fallersleben)

Und aus den Rosen wurden im Verblühen die Hagebutten.

Hagebutten, (auch Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche oder Mehlbeeren genannt)
sind die Früchte verschiedener Rosenarten, besonders der Hundsrose (Rosa canina).
Der Name setzt sich zusammen aus Hag –, weist auf das Vorkommen der Pflanze an Hecken hin
und Butte, alter Lautstand des süddeutschen Wortes Butz, Butzen (Verdickungen).

Die Früchte werden im Herbst geerntet, das Fruchtfleisch ist süß-sauer, und reich an Vitaminen, vor allem Vitamin C, aber auch die Vitamine A, B1 und B2. medizin_055

Die Nüßchen der Hagebutte sind mit feinen widerhakenbestückten Härchen bedeckt, die bei Hautkontakt Juckreiz hervorrufen können,88| Kinder haben sie früher zum Herstellen von Juckpulver benutzt. Die Samen sollen nicht mitgegessen oder verarbeitet werden.:no:
Man kann aus ihnen aber das Hagebuttenöl gewinnen, ein Mittel zur Hautpflege.

(Quelle: Wikipedia)

Soviel zum Wissenschaftlichen, jetzt kommt die versprochene Praxis, heizt den Ofen an:>>
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und setzt den Topf auf
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hier kommt das Rezept für die Hagebutten-Marmelade:

500 g Hagebutten
Zucker (soviel wie gewonnenes Fruchtmark)
1 Zitrone

Hagebutten in einem Küchentuch kräftig rubbeln, um Blüten zu entfernen, dann waschen, restliche Blüten und Stielansätze abschneiden.
Hagebutten aufschneiden, die Kernchen herauskratzen. Vorsicht: nicht mit den Händen ins Gesicht fassen, Hände zwischendurch mehrmals abspülen, die Härchen an den Kernen verursachen Juckreiz!88|
Die ausgekratzten Hagebutten noch einmal waschen, in einen Topf geben und 1/2 l Wasser drüber geben. Bei Zimmertemperatur einen Tag stehen lassen, dadurch werden die Hagebutten mürbe.
Am nächsten Tag mit dem Einweichwasser weich kochen, noch heiß durch ein Haarsieb streichen. Fruchtmark abwiegen und die gleiche Menge Zucker zugeben. Zitrone heiß abwaschen und dünn schälen, Zitronenschale zu dem Hagebuttenmark geben.
Alles unter Rühren erhitzen, 10 Minuten sprudelnd kochen lassen.
Heiß in Gläser füllen, sofort verschließen.

Liest sich das läcka?;D Und wie gesagt, viiieeel Vitamin C, fein für den Winter, im übrigen z.B. auch als Beilage zu Wildgerichten, statt Preisselbeeren, fein!

Hagebutten kann man natürlich auch trocknen und dann als Tee verwenden, die Trocknung ist aber aufwendig, es sei denn, man hat einen Dörrapparat. Sonst besser getrocknet kaufen und dann….:
Teekessel aufsetzen!wasserkessel_u_02

Es gibt aber auch noch eine „geistige“ Verwendung von Hagebutten,:)) nämlich als Hagebutten-Likör!

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500 g Hagebutten (am besten nach dem ersten Frost, oder vor Verwendung kurz einfrieren)
125 bis 150 g weißer Kandiszucker
1 Flasche Kirschwasser (40 Vol.-%)

Die Hagebutten waschen und gut abtropfen lassen. Die Früchte halbieren und mit einem Löffel etwas zerdrücken (Vorsicht wieder mit den Härchen!)88|
In ein geeignetes Glasgefäß füllen, den Kandis und das Kirschwasser zugeben, verschließen und bei Zimmertemperatur etwa eine Woche durchziehen lassen.
Durch ein Mulltuch abfiltern, in hübsche Flaschen füllen, evtl. eine oder zwei Hagebutten einlegen, verschließen und bis zu 4 Monaten ruhen lassen.

Hähähä, der Winter kann kommen, wir sind gerüstet!;D
Ich könnte mir vorstellen, daß der Likör evtl. in Sekt schmeckt,:yes: habe das aber selber noch nicht ausprobiert,:no: war nur so ein Gedanke!

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Ich freu mich immer sehr auf die Erntezeit, vor allem für das, was man auch wirklich selbst sammeln kann, und dann einkochen, Saft machen, Marmeladen, Relishs und Chutneys, es macht auch immer Spaß, da ein bissel zu experimentieren. Im Laufe des ja erst langsam anrollenden Herbstes kommen da bestimmt noch ein paar schöne Rezepte! Freut euch drauf!:>>

Und dann wird das ein gaaaanz gemütlicher Winter::yes:

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Gutes Gelingen!:yes:

:wave: