Kornmuhme

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Kornmuhme

Nun wogt im Wind das junge Korn,
voll blüht die Hollerdolde;
bekränzt mit Mohn und Rittersporn
geht durch die Welt Frau Holde.
Sie läßt sich schaun am lichten Tag,
solang die Ähren reifen;
durch Roggenfeld und Weizenschlag
sieht man sie heimlich streifen.

So geht sie um nach altem Brauch
und segnet still die Saaten,
und Kornduft zieht mit herbem Hauch
bis zu des Dorfes Katen.
Doch wenn durchs Feld die Sense blitzt
im lichten Ährengolde:
Hoch auf dem Erntewagen sitzt
Kornmuhme dann, Frau Holde.

(Hugo Kaeker)

(Frau Holde = Frau Holle, Anm. d. Red.) blume_035

Der Sommer nimmt langsam seinen Abschied, der August ist fast vorüber, die Zeit der Ernte und der Erntefeste beginnt.

Erntefeste wurden in der Zeit, als noch 80 Prozent unserer Bevölkerung auf dem Lande lebte, als jeder Erwachsene und jedes Kind bei der Ernte mit eingespannt wurden, und als vor allem eine gute Ernte als gnädiges Geschenk des Himmels betrachtet und nicht von einer wissenschaftlich und technisch abgesicherten Landwirtschaft fast als selbstverständlich betrachtet wurde – in allem Überschwang gefeiert: Zu Beginn der Ernte, während der Ernte und nach der Ernte.

Das ist die Zeit der Kornmuhme oder Kornmutter. Eigentlich ist damit gemeint Frau Gode oder Holle, Wotans Frau, die als altes Weib mit grauen Haaren, roten Augen und schwarzer Nase die Kinder schreckt, die im Kornfeld Blumen pflücken, also das Getreide zertrampeln. Oder sie stellt als Roggenmuhme die Erdmutter dar, die ihre kostbaren Gaben schützt oder wacht als Mittagsfrau darüber, daß alle Schnitter ihre Mittagsruhe halten. So wird ihr zu Ehren die letzte Garbe als Erntemutter oder Haferbraut zu einer Figur zusammengebunden und mit Kittel und Schürze bekleidet, möglichst recht dick, weil das Fruchtbarkeit bedeutet.
Wunsch und Beschwörung zugleich.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

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Es ist schade, daß heute alles automatisiert ist und solche alten Bräuche immer mehr in Vergessenheit geraten.:( Irgendwie waren die Menschen früher der Natur näher,:yes: mit ihr verbunden, und sie mußten schon aus Gründen des eigenen Lebens und Überlebens achtsam mit ihr umgehen.:yes:

Mein Co-Autor hat meinen Eintrag hier sehr aufmerksam beobachtet, und zu ihrer großen Freude hat sie für dieses Thema auch noch was gefunden:;D

mimi

Hi, Folks,
also, ich hab da auch noch was entdeckt, das mit diesen alten Bräuchen von euch Menschen zusammenhängt, und eben auch mit mir::yes:

Die Katze im Korn heißt auch Bullkater und sie (oder er), ein Korndämon, huscht während der Ernte von Feld zu Feld, bis sie im letzten Büschel sitzt.
Zum Schluß wird die Kornkatze als Strohfigur mit Bändern und Ähren geschmückt und im Triumph heimgetragen und nach dem Erntetanz wieder feierlich entkleidet: Ein Schleifchen von der Kornkatze bringt das ganze Jahr Glück.

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Ist das nicht ein feiner Brauch?:yes: Ich könnte mich richtig prima so als Kornkatze vorstellen,:)) vielleicht könnte ich sogar einen schwunghaften Handel mit diesen niedlichen Glücksbändern eröffnen,:yes: an jeden von euch, der eines möchte, schick ich gegen eine geringe Gebühr eines,:yes::yes: dann könnte ich mir gaaaanz viele Leckerli dafür kaufen und…….aua,:??: mein Dosenöffner hat mich gerade angestubst und gemeint, ich sei eine Materialistin! Pfffhh, gar nicht,:no: ich bin eine wunderhübsche schwarze Hauskatze, nicht so ne Rasse wie „Matterea…dingsbums, nie nicht!:no:
Seufz, naja, gut, ich gäb die Bändchen dann auch umsonst her!:oops: Grins!:>>
Ich geh dann mal schlafen und wünsch euch einen schönen Tag,:yes:
eure Mimi.
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Und ich wünsche euch schöne, sonnige Restsommer-Tage!

:wave:

Ein kleiner Wochenendgruß

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Für dunkle Stunden
wünsche ich dir
die Eigenschaften
der Sonnenblume,
die ihr Gesicht
dem Licht zuwendet
damit die Schatten
hinter sie fallen.

(Heidi und Hannes Bräunlich aus „Was ich dir wünsche“)

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Ich wünsche allen meinen Lesern ein wunderschönes Wochenende mit viel Zeit zum entspannen,:yes: träumen,:yes: lesen,:yes: Musik hören,:yes: auf dem Balkon oder im Garten sitzen,:yes: halt alles das, was jeder von euch sich unter einem schönen Wochenende vorstellt!B)

Mein Co-Autor möchte sich hier anschließen und euch auf seine Art Wochenendgrüße senden:

mimi

Hi, Folks, dann wünsche ich euch auch mal ein schönes Wochenende zum abhängen,:yes: Fliegen und son Zeugs jagen,;D lecker Freßchen haben:)) und in der Sonne dösen!:zz:

Ich hab auch ein schönes Gedicht gefunden, über mich, hihihi, von einem ganz berühmten Autor, das Gedicht heißt wirklich:yes:

Mimi

Bin kein sittsam Bürgerkätzchen,
nicht im frommen Stübchen spinn ich.
Auf dem Dach, in freier Luft,
eine freie Katze bin ich.
Wenn ich sommernächtlich schwärme
schnurrt und knurrt in mir Musik
und ich singe, was ich fühle.

(Heinrich Heine)

Habt es fein! katze_094

:wave:

Regentanz…und das Ergebnis!

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Regen, Regen,
Himmelssegen!
Bring uns Kühle, lösch den Staub
und erquicke Halm und Laub!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Labe meine Blümelein,
laß sie blühn im Sonnenschein!

Regen, Regen,
Himmelssegen!
Nimm dich auch des Bächleins an,
daß es wieder rauschen kann!

(Hoffmann von Fallersleben)

Tja, meine Lieben, so ändert sich zuweilen der Blickwinkel und die Wünsche!;D
In meinem Eintrag „Sehnsucht“ vom 19.7. 2012 hab ich die Wolke da oben benutzt, um meinen Frust über das blöde Sommerwetter 2012 rauszulassen!:yes:

Jetzt benutze ich sie erneut zum Frustablassen, hihihi, nun aber für den umgekehrten Fall, nu
will ich Regen, und zwar pronto! Es ist zu heiß!

Der Mensch ist doch nie zufrieden,:no: regnets, will er Sonne, ist die Sonne da, will er Regen!:??:

Aber dieses Jahr geht der Sommer auch echt in die Extremen, erst bloß nass und kalt, und nun trocken und viiiieeeel zu heiß!:##:))

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So, du lüübe Sonne, nun geht es dir an den Kragen:
Wir hatten schon versucht, die Regentrude zu wecken. Hat wohl nicht so ganz geklaptt!:no:

Dann wollen wir es mit einem Regentanz versuchen: Ich bitte alle vor dem PC sich zu erheben und einmal kurz durch die Wohnung zu tanzen und um Regen zu bitten!……….tja, war wohl nix?!:??: Weitertanzen!:>>

Oder wir versuchen es mit dieser Dame:

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Da müssen wir dann wohl etwas abwarten, bis das Gebräu fertig ist, das dauert!;D

Und dann wollen wir ja nun nicht gleich wieder das hier::no:

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Das hier würde uns schon reichen::yes:

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Jaja, sicher, anspruchsvoll sind wir auch noch!;D

Was mein Co-Autor dazu meint?
katze_040:crazy:

Ich bin ja soooo gespannt, obs klappt!88|

:wave:

Update:

Na also, geht doch!!!:yes:
Ich wußte doch, daß auf alle meine lieben Leser Verlaß ist!:>>
Und vielleicht haben die stillen Leser auch mitgeholfen?!;D

Die Regentrude ist aufgewacht, das Gebräu der Hexe hat wohl gewirkt, wenns auch, wie vorausgesehen, länger gedauert hat, und es müssen wohl überall im Land ziemliche viele Leute einen hervorragenden Regentanz aufgeführt haben:)) (hoffentlich hat das keiner gesehen!:oops:)

Fazit:

regen_12Es regnet! Und vor allem: Es hat abgekühlt!

Ich danke euch allen von ganzem Herzen, ihr seid klasse, und wünsche euch das hier für einen wunderschönen Abend:

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Habts alle fein, mein Co-Autor läßt grüßen und ausrichten, daß er das nun wieder machen kann:

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Weils auch für ihn wieder angenehm ist!:yes:

:wave:

Hundstage!

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Dunst ist die Welle,
Staub ist die Quelle!
Stumm sind die Wälder,
Feuermann tanzt über die Felder!

Nimm dich in Acht!
Eh du erwacht,
holt dich die Mutter
heim in die Nacht!

(Theodor Storm in „Die Regentrude“)

Tja, so ist das mit dem Wünschen, wir wollten Sommer, wir haben Sommer, tropische Temperaturen,:yes: das sind die sog. Hundstage!:>>

Als Hundstage werden umgangssprachlich in Europa die heißen Tage im Sommer, in der Zeit vom 23. Juli bis zum 23. August bezeichnet.

Verantwortlich für die Namensgebung ist das Sternbild Großer Hund (Canis Major). Der Stern Muliphein stellt den Kopfanfang des Sternbildes dar, ist aber so lichtschwach, daß er erst bei voller Dunkelheit zu sehen ist. Sirius erscheint als hellster Stern bereits in der Morgendämmerung. Mit Aludra ist es dann vollständig aufgegangen. Vom Aufgang des Sternbildes Großer Hund bis zur Sichtbarkeit als Gesamteinheit vergehen 30 bis 31 Tage, woher sich deshalb die Bezeichnung Tage vom großen Hund (Hundstage) ableitet.

(Quelle: Wikipedia)

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Ein feine Erklärung, ändert aber nix an der Tatsache:

ES IST ZU HEISS!!!88|

Also werden wir wohl vom obigen Gedicht Gebrauch machen müssen, das ist nämlich das Sprüchlein, mit der man die Regentrude weckt, so enthalten in der gleichnamigen Novelle von Theodor Storm.:yes:

Kurze Inhaltsangabe:
Es ist ein grausam heißer Sommer Mitte des 18. Jahrhunderts im Norden Deutschlands. Alles verdorrt und das Vieh verdurstet. Lediglich der Wiesenbauer hat noch tiefergelegene Wiesen, die noch Feuchtigkeit besitzen, und seine Heuernte ist reichlich.
Seine Nachbarin, Mutter Stine, hat die Wiesen höher belegen, sie sind vertrocknet, und sie bittet den Wiesenbauern um die Stundung eines ihr bewilligten Kredites. Er fordert dafür ihre Ländereien als Pfand, die er einst gegen sein nun ertragreiches sumpfiges Tiefland tauschte.
Mutter Stines Sohn Andrees und die Tochter des Wiesenbauers, Maren, sind ineinander verliebt, was dem Wiesenbauer ein Dorn im Auge ist, da Andrees nicht wohlhabend genug ist.
Mutter Stine erwähnt im Gespräch mit dem Wiesenbauer bezüglich des heißen Sommers seufzend, die Regentrude müsse wohl eingeschlafen sein.
Der Wiesenbauer lacht über diese Geschichte und hält sie für „Gefasel“, erklärt aber übermütig, wenn es Mutter Stine gelinge, „binnen heut und vierundzwanzig Stunden“ Regen herbeizuschaffen, daß dann Andrees seine Tochter Maren heiraten könne.

Langer Rede kurzer Sinn: Natürlich gelingt es Maren mit Hilfe von Mutter Stine (die sich an das Sprüchlein noch erinnert, mit dessen Hilfe man die Regentrude weckt) und ihrem Schatz Andrees, dem „Feuermann“ abzulauschen, wo die Regentrude wohnt und sie zu wecken!
Es regnet und natürlich dürfen die beiden dann heiraten!:yes:;D

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Ich liebe die Geschichte der Regentrude, und beim Stöbern im Internetz habe ich eine sehr schöne Bedeutung bei Wikipedia gefunden:

Das Märchen Die Regentrude verweist auf die vorchristlichen Naturreligionen im norddeutschen Raum. Wie auch bei Frau Holle wird hier das Bild einer archaischen Naturgöttin gezeichnet, die im Zuge der Christianisierung dämonisiert wurde und aus dem Gedächtnis der Menschen getilgt werden sollte.
(Quelle: Wikipedia)

Es geht also um Werte wie Naturverbundenheit und Respekt vor der Schöpfung, der Mensch stört mit seinem kurzsichtig nur auf Profit und Wirtschaftlichkeit ausgerichteten Handeln empfindlich das Gleichgewicht in der Natur, die beiden jungen Menschen in der Geschichte zeigen, daß nicht Egozentrik, sondern allein der sich mit der Natur verbindende und sie respektierende Mensch für den Erhalt des Lebens sorgt.

Nun bleibt uns natürlich noch eine Frage: Wer weckt die Regentrude?:??: Oder sollen wir sie noch ein bissel schlafen lassen, weil Sommer ja doch auch schön ist?!:??: Und weil er kurz genug war in diesem „Herbst-Sommer 2012“?!:??: Fragen über Fragen!:))
Trotzdem wäre ich jetzt seeeeehr gerne hier::yes::yes::yes:

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Egal, da müssen wir nu durch, freuen wir uns also auf morgen, uff……

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ich wünsche euch allen, daß ihr gut durch die Hundstage kommt,:yes: und denkt immer dran, Herbst wird es eh von ganz alleine,:>> und dann jammern wir nämlich wieder rum,:oops: „wir wollen Sommer, iiiieeeeeh, isses häßlich draußen!“:`( speichern können wir es leider nicht, also ganz einfach genießen,:yes: mit kaltem Nass von innen und außen kriegen wir das hin , durchhalten!!!!!:))

Mein Co-Autor hat zu dem ganzen nur eine Meinung, schläfrig mit einem Auge blinzelnd::yawn:

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:wave:

Wie Hund und Katze

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Hund und Katze

Miezel, eine schlaue Katze,
Molly, ein begabter Hund,
wohnhaft an demselben Platze,
haßten sich aus Herzensgrund.

Schon der Ausdruck ihrer Mienen,
bei gesträubter Haarfrisur,
zeigt es deutlich: Zwischen ihnen
ist von Liebe keine Spur.

Doch wenn Miezel in dem Baume,
wo sie meistens hin entwich,
friedlich dasitzt, wie im Traume,
dann ist Molly außer sich.

Beide lebten in der Scheune
die gefüllt mit frischem Heu.
Alle beide haben Kleine,
Molly zwei und Miezel drei.

Einst zur Jagd ging Miezel wieder
auf das Feld. Da geht es bumm.
Der Herr Förster schoß sie nieder.
Ihre Lebenszeit ist um.

Oh, wie jämmerlich miauen
die drei Kinderchen daheim.
Molly eilt, sie zu beschauen,
und ihr Herz geht aus dem Leim.

Und sie trägt sie kurz entschlossen
zu der eignen Lagerstatt,
wo sie nunmehr fünf Genossen
an der Brust zu Gaste hat.

Mensch mit traurigem Gesichte,
sprich nicht nur von Leid und Streit.
Selbst in Brehms Naturgeschichte
findet sich Barmherzigkeit.

(Wilhelm Busch)

mimi

Hallo, Folks, hier meldet sich nun mal wieder der Co-Autor in ganz eigener Sache.:yes:
Aus aktuellem Anlaß (hallo, Buddy,);D möchte ich heute aus meiner Sicht mal erklären, warum die Verständigung zwischen Hund und Katze nicht ganz spannungsfrei abläuft.:??:

Wir sprechen beide eine unterschiedliche Sprache, nämlich die Körpersprache, die führt zu Mißverständnissen!:yes:

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Wenn ein Hund freundlich mit seinem Schwanz wedelt, dann heißt das bei mir „Vorsicht, Gefahr!“, weil das bei mir so ist, ich bin nämlich sauer oder genervt, wenn ich meinen Schwanz heftig bewege.:yes:
Auch das „Pföteln“, was bei einem Hund spielen wollen oder besänftigen heißt, ist bei mir eine Verteidigungsbereitschaft,>:-( es sei denn, ich stubse meinen Dosenöffner mit der Pfote ohne Krallen vorsichtig an, dann will ich was haben, Steicheleinheiten oder Leckerli, hihihi!:))
Der Hund hat einen Jagdtrieb, und wenn wir Katzen so durch die Gegend flitzen, dann lösen wir den aus.:(
Wenn ein Hund angestürmt kommt, um zu spielen, dann sehen wir Katzen das als Angriff und werden, je nach Stimmung oder Örtlichkeit, entweder ausweichen oder sofort angreifen, dann machen wir vorher den berühmten Katzenbuckel, um größer und gefährlicher auszusehen, und der Schwanz wird gaaaanz buschig, dann sind wir echt auf Angriff gebürstet und es ist höchste Vorsicht geboten.>:-[:##
Hunde haben sehr liebe, treue Augen, die mag sogar ich, aber Vorsicht, einer Katze direkt in die Augen zu schauen, bedeutet für uns eine Drohung. Und angelegte Ohren bedeuten Furcht oder Agression.

Aber wir Mietzekatzen sind ja nun nicht ständig auf Krawall gebürstet,:no: ganz im Gegenteil, eigentlich sind wir liebe kleine Bonsai-Raubkatzen!:>>
Und wenn wir mit den Augen blinzeln oder sie halb schließen, dann ist das wie bei euch Menschen ein Lächeln.;) Das könnt ihr dann auch imitieren, und ich werde es erwidern,:yes: vorausgesetzt, ich mag euch!:>>
Aber Blinzeln von euch ist ein guter Weg, mich gewogen zu stimmen, hihihi!:yes::yes::yes:

Wer nun aber denkt: „Ach, das ist ja alles furchtbar kompliziert, das kann ja gar nicht klappen zwischen Hund und Katze!“, der irrt sich sehr.:yes:
Schließlich sind wir beide höchst intelligente Tiere, und so sind wir durchaus in der Lage, eine „Fremsprache“ zu lernen.
Am besten geht das natürlich im Welpenalter, wenn man noch klein ist, lernt es sich leichter und schneller, und da versteht man dann nach einiger Zeit die unterschiedlichen Signale und wendet sie auch an, heißt ein Hund verhält sich wie eine Katze und umgekehrt,:yes: natürlich nur für den jeweils anderen Gegenüber! Also, ich wollte damit sagen, ein Hund bleibt ein Hund und eine Katze eine Katze,:crazy::)) sprechen aber jetzt eben zusätzlich eine Fremdsprache, nämlich kätzisch oder hundisch, hihihi! :))
Bei älteren Tieren ist es langwieriger, aber vorausgesetzt, keiner von beiden hat vorher schon einmal schlechte Erfahrungen gemacht, klappt auch das nach einiger Zeit. Dafür braucht man aber viel Geduld, und natürlich ganz viel Liebe für seine Tiere.:yes:
Fragt mal meinen Dosenöffner, der hat auf dem Gebiet Hund und Katze und Fremdsprache lernen so seine Erfahrungen.:yes: Aber das erzählt er euch selber in einem neuen Eintrag, hehehe, jetzt mach ich hier den Cliffhanger!;D

So, meine lieben Mitdosenöffner und Hundebesitzer, ich hoffe, das kleine „Referat“ hat euch Spaß gemacht und vielleicht ist es sogar von Nutzen für euch, dann würde ich mich riesig freuen und….blinzeln!;D

Tschüß, Folks, bis zum nächsten Mal
eure Mimi.

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:wave:

Laurentiustränen

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Die Sternschnuppe

Wißt ihr, was es bedeutet,
wenn von dem Himmelszelt
ein Stern herniedergleitet
und schnell zur Erde fällt?

Die Lichter, die dort glänzen
mit wundermildem Schein,
das sind in Strahlenkränzen
viel tausend Engelein.

Die sind als treue Wachten
am Himmel aufgestellt,
das sie auf alles achten,
was vorgeht in der Welt.

Wenn unten auf der Erde
ein guter Mensch, gedrückt
von Kummer und Beschwerde,
voll Andacht aufwärts blickt

und sich zum Vater wendet
in seinem tiefen Weh,
dann wird herabgesendet
ein Engel aus der Höh`.

Der schwebt in seine Kammer
mit mildem Friedensschein
und wieget seinen Jammer
in sanften Schlummer ein.

Das ist`s, was es bedeutet,
wenn von dem Himmelszelt
ein Stern herniedergleitet
und schnell zur Erde fällt.

(Friedrich von Sallet)

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Ich habe sie schon in meinem August-Eintrag erwähnt, die Laurentiustränen oder Perseiden.
Sie sind ein jährlich in der ersten Augusthälfte wiederkehrender Meteorstrom, der in den Tagen um den 12. August ein deutliches Maximum an Sternschnuppen aufweist. Der scheinbare Ursprung dieses Stroms, der Radiant, liegt im namensgebenden Sternbild Perseius.

Die Perseiden bestehen aus den Auflösungsprodukten des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Die Erde kreuzt auf ihrer Bahn immer um den 12. August die Staubspur, die dieser Komet im All hinterlassen hat.
Der gesamte Aktivitätszeitraum der Perseiden erstreckt sich vom 17. Juli bis zum 24. August.
Die beste Beobachtungszeit liegt zwischen etwa 2.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens.
In diesem Jahr bewegt sich das Maximum zwischen dem 11. bis 13. August in den frühen Morgenstunden. Begünstigt wird die Sichtbarkeit der Perseiden durch den Mond, der sich im letzten Viertel befindet, so daß er mit seinem Licht nicht allzu sehr stören wird.

(Quelle: Wikipedia)

Das ist die wissenschaftliche Seite.:yes: Eher trocken!:`( Viel schöner ist ja die Mystik und Romantik, die sich hinter solchen Ereignissen verbirgt.:yes:
Z.B. der schöne Brauch, daß man sich etwas wünschen darf, wenn man eine Sternschnuppe sieht:yes: (aber nicht verraten, sonst geht der Wunsch nicht in Erfüllung!):no: und bei so vielen Sternschnuppen werden das ja dann wohl „Wünsch-dir-was-Nächte“!;D

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Wie kommt es aber zu dem Namen „Laurentiustränen“?

Der Hl. Laurentius hat am 10. August seinen Namens- und Todestag.
Er lebte in der Zeit der Christenverfolgung unter Kaiser Valerian als junger Diakon und war ein Freund von Papst Sixtus. Der Papst trug dem jungen Mann auf, die Schätze der Kirche gut zu verwalten, denn er rechnete jeden Tag damit, daß römische Soldaten ihn gefangen nehmen würden. So geschah es auch und der Papst wurde getötet.
Dann wollte der Kaiser von Laurentius wissen, wo die Schätze der Kirche versteckt seien. Dieser erbat sich drei Tage Zeit. Er wolle alle Schätze in dieser Zeit zusammentragen. Aber er verschenkte alles Gold und Silber an die Armen, nahm diese mit zum Kaiserpalast, und erklärte dem Kaiser, daß diese Menschen der Schatz der Kirche seien, weil sie an Gott glaubten und ihm ihre ganze Liebe schenkten. Und das leuchte heller als alles Gold der Welt. Der Kaiser war außer sich vor Wut und befahl, Laurentius zu töten. Der 10. August soll sein Todestag gewesen sein. Die Christen trauerten und weinten um ihn, und da um den 10. August herum am Himmel eben viele Sternschnuppen vorbeiziehen, nennt man sie Laurentiustränen.
(Quelle: katholisch.de)

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Noch einmal die ganze Fülle der herrlichen Rosen, denn die Laurentiustränen sind auch die Abschiedstränen des Sommers.

Ich wünsche euch viele Sternschnuppen, bei denen ihr euch etwas wünschen könnt, aber seid sorgfältig mit dem Wünschen und bedenkt, daß das Wünschen manchmal schöner ist als das Besitzen!

Mein kleiner Co-Autor möchte sein Scherflein beitragen, Mimi hat sich ein hübsches Bildchen für euch ausgesucht und wünscht euch einfach nur alles Liebe!:yes:

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Gute Nacht!:zz:

:wave:

Weltkatzentag 8.8. 2012

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Von Katzen

Vergangnen Maitag brachte meine Katze
zur Welt sechs allerliebste Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Fürwahr, es war ein zierlich Wochenbettchen!
Die Köchin aber – Köchinnen sind grausam,
und Menschlichkeit wächst nicht in einer Küche –
die wollte von den Sechsen fünf ertränken,
fünf weiße, schwarzgeschwänzte Maienkätzchen
ermorden wollte dies verruchte Weib.
Ich half ihr heim! – Der Himmel segne
mir meine Menschlichkeit! Die lieben Kätzchen,
sie wuchsen auf und schritten binnen kurzem
erhobnen Schwanzes über Hof und Herd;
ja, wie die Köchin auch ingrimmig dreinsah,
sie wuchsen auf, und nachts vor ihrem Fenster
probierten sie die allerliebsten Stimmchen.
Ich aber, wie ich sie so wachsen sahe,
ich pries mich selbst und meine Menschlichkeit –
ein Jahr ist um, und Katzen sind die Kätzchen,
und Maitag ist`s! – Wie soll ich es beschreiben,
das Schauspiel, das sich jetzt vor mir entfaltet!
Mein ganzes Haus, vom Keller bis zum Giebel,
ein jeder Winkel ist ein Wochenbettchen!
Hier liegt das eine, dort das andre Kätzchen,
in Schränken, Körben, unter Tisch und Treppen,
die Alte gar – nein, es ist unaussprechlich,
liegt in der Köchin jungfräulichem Bette!
Und jede, jede von den sieben Katzen
hat sieben, denkt euch! sieben junge Kätzchen,
Maikätzchen, alle weiß mit schwarzen Schwänzchen.
Die Köchin rast, ich kann der blinden Wut
nicht Schranken setzen dieses Frauenzimmers;
ersäufen will sie alle neunundvierzig!
Mir selber, ach mir läuft der Kopf davon –
O Menschlichkeit, wie soll ich dich bewahren!
Was fang ich an mit sechsundfunfzig Katzen! –

(Theodor Storm)

Meine Lieben, ich freu mich soooo sehr,:yes::yes: pünktlich zum Weltkatzentag kann ich in meinem Blögchen das Schreiben kurz mal in andere „Pfoten“ legen! Hier meldet sich nun mein Co-Autor::>>

mimi

Hallo, ihr alle hier in diesem Dings, das mein Dosenöffner immer ganz begeistert „Blögchen“ nennt!
Ich darf mich mal kurz vorstellen:
Mein Name ist Mimi cong meau La Boheme,:??: jaaa, nu guckt nicht so, mein Dosenöffner hatte für alle Tiere solche -…..Namen!;D Gerufen werde ich aber Mimi, hören tu ich trotzdem nicht drauf.:b Ich bin ja schließlich eine Katze, Hunde kommen, wenn man sie ruft, Katzen kommen gelegentlich darauf zurück.:)) Da heute Weltkatzentag ist, gibt es nun endlich ein Foto von mir, freu, freu, und außerdem haben mein Dosenöffner und ich heute Jahrestag, genau heute vor drei Jahren bin ich zu ihm gekommen!:yes:
Erst war ich ja gar nicht begeistert von meinem Umzug,:no: und habe mich erst mal überhaupt nicht blicken lasen, allerhöchstens nachts, kurz zum fressen und zum Pipi machen, und dann gaaaanz schnell wieder hinter die Couch. Ich war auch ein bissel traurig,:'( weil ich aus meinem alten Zuhause weg mußte. Zwei Kinder und ich, das klappte dann doch auf Dauer nicht so gut!:no:
Ja, mein Dosenöffner und ich, wir haben uns schon zusammenraufen müssen, aber heute muß ich ehrlich sagen (kommt mal ein bissel näher, ich möchte das nicht so laut sagen, sonst wird der Dosenöffner noch eingebildet!):yes:…ich habe es richtig gut getroffen, ich fühle mich hier sauwohl, und, pssssstttt, noch leiser…ich hab ihn lieb!:yes:
Darum bin ich auch manchmal eifersüchtig, z.B. wenn Besuch kommt, den zick ich dann schon mal richtig an,:>> hihihi, das macht aber auch Spaß, Menschen können so herrlich quietschen,:)) am liebsten mach ich das übrigens beim Sohn vom Dosenöffner, der kennt sich hier zu gut aus, das mag ich gar nicht,:no: das ist mein Zuhause! Aber so ganz langsam mögen wir uns auch! Sonst ist der Dosenöffner nachher noch traurig, muß ja nicht sein!;D
So, nun zeige ich euch mal ein bissel von meinem Leben:

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lecker Freßchen, mmmmhhhhh!:yes:

Und mein Highlight im Winter, werdet lila, jawoll, wir haben einen Kamin, wo man vor kuscheln kann, (der Dosenöffner korrigiert gerade, es ist ein elektrischer, ja und? Der ist toll!!!):yes::yes::yes:

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So, Folks, nun werde ich langsam müde,:yes: werde mich mal ans Fußende vom Bett des Dosenöffners zurückziehen, doch halt, eines muß ich notwendig noch machen, meine Freundin Lucy ganz lieb mit einem Bild und liebem Glückwunsch zum Weltkatzentag grüßen! Hallo, Lucy, schönen Tag wünsche ich dir!!!;D
Und dann noch jemanden, der hat zwar morgen keinen Weltkatzentag, ist aber ein gaaaaaanz lieber: Hallo, Buddy, auch dir ganz liebe Grüße von mir!:yes:

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Ich wünsche euch allen eine gute Nacht und einen wunderschönen Weltkatzentag, liebste Grüße
eure Mimi.:wave:

So, das war nun mein Co-Autor, hat er doch fein gemacht, oder?;D
Dann schließ ich mich mal an und wünsch euch alles liebe!

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Engel

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„Wir sind die Boten. Die Botschaft ist die Liebe. Ihr, die wir lieben, ihr seht uns nicht…..Laßt uns in euren Augen wohnen….“

(Aus: In weiter Ferne, so nah, Wim Wenders)

Wie komme ich auf Engel?:??:

Ich war heute nachmittag bei herrlichem Sommerwetter auf dem Friedhof zum „gärtnern“ (Grabpflege, war dringend nötig!).:yes: Und wenn ich damit fertig bin, laufe ich immer einmal „durch die Reihen“, es ist ein größeres Feld und es gibt dort keine Vorschriften für Bepflanzung oder Gestaltung, deshalb sieht es dort richtig „bunt und lebendig“ aus, vielleicht ein komischer Ausdruck für Gräber, aber das ist einfach so!:yes:

Und dabei ist mir aufgefallen, daß Engel eine große Rolle spielen, in allen Variationen sieht man sie, und ich finde sie auch schon seit jeher schön!:yes: Und mir fiel ein, daß ich als Kind schon gerne Friedhöfe besucht habe, wahrscheinlich, weil in dem von mir schon beschriebenen jährlichen „Urlaub auf dem Lande“ meine Tante mich sommers immer mitgenommen hat, wenn sie bei heißem Wetter gießen ging. Ich fand das fein,:yes: und habe dann immer alles erkundet, und dabei bin ich eben auch auf Engel gestoßen, es gab dort auf den Gräbern diese Barock-Engelchen, das müssen auch schon recht alte Gräber gewesen sein, sie waren teilweise schon völlig überwuchert.
Meist hatten diese Engelchen gefaltete Hände, und in diese Hände paßten so wunderschön Blumen hinein,:yes: also bin ich losgezogen und habe „Blumen gepflückt“,:>> sprich, von anderen Gräbern heruntergenommen und meinen Engeln in die kleinen Hände gesteckt. Meine Tante hat dann immer sehr mit mir geschimpft, aber mein kindliches Gerechtigkeitsempfinden hat das nicht beeinträchtigt,:no: ich war der Meinung, daß die, die ganz viele Blumen haben, ruhig mit den anderen, die keine haben, teilen können.;D

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich glaube an Engel, oder, besser ausgedrückt, ich möchte gerne an sie glauben.

Noch eine Kindheitserinnerung: Die erste Oper, die ich gesehen habe, richtig im Theater, im Alter von 5 Jahren, war „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck, ich denke, das Lied „Abends wenn ich schlafen geh, vierzehn Englein um mich stehn…“ ist euch auch bekannt, das fand ich so schön!

Und nun wünsche ich euch einen behüteten Sonntag und eine gute neue Woche.

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„Schlafe nicht, Engel, auch wenn dich kaum jemand noch beim Namen nennt. Schlafe nicht, Engel, wenn unser Leben sich dem Schutz von Verträgen anvertraut. Sei trotzdem Begleiter, sei dennoch Weggefährte, bleib Wachender über unsere unsichtbaren Schritte, Gottes Bote du, halte deine Hand wie einen Schild schützend über uns. Schlafe nicht, Engel, schenke uns den wachsamen Blick deiner gesegneten Augen.“
(Hermann Multhaupt/Dom, Paderborn)

Wir sind Engel mit nur einem Flügel. Um fliegen zu können, müssen wir uns umarmen.
(Luciano de Cresendo)

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