August

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August
(Inserat)

Die verehrlichen Jungen, welche heuer
meine Äpfel und Birnen zu stehlen gedenken,
ersuche ich höflichst, bei diesem Vergnügen
womöglich insoweit sich zu beschränken,
daß sie daneben auf den Beeten
mir die Wurzeln und Erbsen nicht zertreten.

(Theodor Storm)

Der August ist der 8. Monat im Kalender. Seinen Namen hat er nach dem 1. Kaiser des römischen Reiches, Augustus.
Im römischen Kalender war er der 6. Monat, daher sein Name Sextilis. Er hat 31 Tage.

Andere Namen für den Monat August sind Erntemonat, Ernting, Sichelmond und Ährenmonat, da im August die Getreideernte beginnt.
Eine alte Bauernweisheit sagt, wenn Kornblumen und Rittersporn blühen, ist es Zeit für die Ernte.

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Am 1. August ist Petri Kettenfeier, die an die Gefangenschaft des heiligen Petrus in Jerusalem erinnern soll.
Der 1. August gehört dem Aberglauben nach zu den großen Unglückstagen, weil an ihm der Teufel:> von Gott in die Hölle gestürzt wurde. Man hat sich früher gehütet, an diesem Tag etwas Neues zu beginnen, hat nicht geheiratet, keine Reise angetreten, kein neues Kleidungsstück angezogen. Da der August oft mit schweren Gewittern beginnt, hat man geglaubt, an diesem Tag sei der Teufel los.;D:>:))

Lammas Day heißt der 1. August in England, Lammas Day ist ursprünglich ein Fest der Weizenernte gewesen. Die alten Sachsen haben in einem Dankopfer für die ersten Feldfrüchte ein Brot dargebracht, das aus dem jungen Weizen gebacken worden ist, das gab der Feier den Namen: loaf-mass, die Brotweihe.

Die Woche des Lächelns: Das wird als National Smile Week in den USA gefeiert.;) Kinder malen mit Kreide Grinsegesichter auf Mauern und Straßenpflaster,;) Mütter backen runde Kekse, die die Kinder mit buntem Zuckerguß in Grinsegesichter verwandeln.:yes:;)

Huch, da fängt der August aber spannend an! Gleich am ersten Tag ist der Teufel los?!>:-[ Das wollen wir aber nicht hoffen, da backen wir doch lieber auch ein Brot,:yes: segnen es vor dem Anschneiden (auch ein alter Brauch) und malen überall Grinsegesichter und lächeln ihn einfach weg!!!:yes::yes::yes:

Aber der August hat doch noch mehr zu bieten!
Z.B. ab dem Tag des Hl. Laurentius, dem 10. August, Schutzpatron aller Menschen, die mit Feuer arbeiten, und den Bibliothekaren, gibt es die sog. Laurentiustränen, Sternschnuppen, die ab Mitte August in Schwärmen über den Nachthimmel ziehen! Nicht vergessen, sich etwas zu wünschen!:yes: Aber nicht ausplaudern, sonst geht es nicht in Erfüllung.:))

Am 15. August, Maria Himmelfahrt, findet traditionell eine Kräuterweihe statt, Kräutersträuße aus 3 x 3, also 9 Kräutern werden gebunden und gesegnet, in der Mitte der Sträuße die Königskerze, und Thymian, Johanniskraut, Meisterwurz, Schafgarbe, Arnika, Tausendgüldenkraut, Baldrian, Basilikum.
Und Nelken, aber nur die wilde Bauernnelke, auch „Nägelchen“ oder „Näglein“ genannt, daher der Refrain in dem Lied „Guten Abend, gute Nacht“ ……“mit Näglein besteckt, schlupf unter die Deck!“

Frauendreißiger, dreißig Tage von Maria Himmelfahrt bis zu ihrem Namenstag am 12. September, segnet die Gottesmutter die Erde.

Am 23. August tritt die Sonne in das Zeichen der Jungfrau (mein Sternzeichen, hihihi).:yes::>>

Ab Ende August finden die Kirchweihfeste (Kirmes) statt, ebenso die ersten Erntefeste. Da kommen dann zu gegebener Zeit noch neue Einträge!

(Quelle: Sybil Gräfin Schönfeldt, Das große Ravensburger Buch der Feste und Bräuche)

Bauernregel zum 1. August:
Ist`s von Petri (1.8.) bis Laurenzi (10.8.) heiß, bleibt der Winter lange weiß.
Na, dann „schaun mer mal!“

Obst im August:
alle Arten von Beeren, hinzu kommen die Preisselbeeren, Pfirsiche, Aprikosen, Mirabellen, Birnen und vor allem die Pflaumen! Mmmmh, lecker Pflaumenkuchen mit Sahne!:>>

Gemüse im August:
Brech-, Stangen- und Buschbohnen, Zuccini, Gurken und Tomaten, Broccoli, Erbsen, Porree, Zuckermais, Zwiebeln, Möhren, Rettich, Champingnons.

Das Wetter nach dem hundertjährigen Kalender:
Zum Monatsbeginn herrscht große Hitze. Zwischen dem 4. und 12. August bringen ungewöhnliche Sturmwinde reichlich Regen. Dann beschert uns der Sommermonat abwechselnd Sonnenschein, dann wieder Regen. Erst zum Monatsende stabilisiert sich eine Schönwetterperiode.

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Booaaah, das sieht ja echt danach aus, als ließe uns der Sommer dieses Jahr nu gänzlich hängen,:??::no: da können wir wohl nur noch auf einen schönen Herbst hoffen.:yes: Lassen wir uns überraschen.:yes:

Und nicht zuletzt ist der August mein Geburtsmonat!:>>

Ich wünsche nun allen meinen Lesern einen schönen August, freuen wir uns an diesem letzten Sommermonat, der leise und unmerklich in den Herbst übergeht, der noch einmal die Zeit der großen Fülle und des Überflusses ist, der aber auch schon von der Zeit des Vorsorgens für den kommenden Winter geprägt wird, der noch einmal ganz heiße Tage bringen kann, aber auch schon die ersten richtig kühlen Nächte und manchmal schon den ersten zarten Nebel.

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:wave:

Der schwarze Panther

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Der Panther
(Im Jardin des Plantes, Paris)

Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
und hinter tausend Stäben keine Welt.

Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
in der betäubt ein großer Wille steht.

Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
sich lautlos auf -. Dann geht ein Bild hinein,
geht durch der Glieder angespannte Stille –
und hört im Herzen auf zu sein.

(Rainer Maria Rilke)

Das Panther-Bild ist noch aus Wuppertal,:yes: die Innenkäfige der Raubtiere sind immer wieder bedrückend,:'( obwohl ja auch Außengehege vorhanden sind. Aber man wünscht halt allen solch schöne Areale wie sie in Wuppertal z.B. die Löwen oder die Tiger haben.:yes: In diesem Zusammenhang fand ich das oben eingestellte Gedicht. Es drückt so gut aus, was man selbst empfindet!:oops:

Und mein Bonsai-Panther (meine Mimi ist auch schwarz!):yes: wünscht seinen Fans eine gute Nacht und eine schöne neue Woche!;D

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:wave:

Eine kleine "schöpferische" Pause

Meine lieben geneigten Leser!:yes:;D

Ich mache eine kleine „schöpferische“:>> Pause, weil ich zur Zeit hier einiges aufzuarbeiten und zu erledigen habe.:yes:

Bleibt mir treu und gewogen, ich verspreche, ich habe schon wieder viele Ideen für neue Einträge!:??::yes:

Und damit es nicht zu langweilig wird, kommt natürlich hier noch ein kleines Gedicht, es paßt zum jetzt endlich angekommenen Sommer und ist eines meiner Lieblingsgedichte von Theodor Storm!:yes:

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Abseits

Es ist so still, die Heide liegt
im warmen Mittagssonnenstrahle,
ein rosenroter Schimmer fliegt
um ihre alten Gräbermale;
die Kräuter blühn, der Heideduft
steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durchs Gesträuch
in ihren goldnen Panzerröckchen,
die Bienen hängen Zweig um Zeig
sich an der Edelheide Glöckchen;
die Vögel schwirren aus dem Kraut –
die Luft ist voller Lerchenlaut.

Ein halbverfallen niedrig Haus
steht einsam hier und sonnbeschienen.
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
behaglich blinzelnd nach den Bienen;
sein Junge auf dem Stein davor
schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert duch die Mittagsruh
ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten.
Dem Alten fällt die Wimper zu,
er träumt von seinen Honigernten.
– Kein Klang der aufgeregten Zeit
drang noch in diese Einsamkeit.

(Theodor Storm)

Ich wünsche euch allen eine schöne, sommerliche Restwoche, ich denke, spätestens zum Wochenende krieg ich wieder was geklöppelt!:))

:wave:

Sehnsucht

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Meeresstrand

Ans Haff nun fliegt die Möwe
und Dämmrung bricht herein;
über die feuchten Watten
spiegelt der Abendschein.

Graues Geflügel huschet
neben dem Wasser her;
wie Träume liegen die Inseln
im Nebel auf dem Meer.

Ich höre des gärenden Schlammes
geheimnisvollen Ton,
einsames Vogelrufen –
so war es immer schon.

Noch einmal schauert leise
und schweiget dann der Wind;
vernehmlich werden die Stimmen,
die über der Tiefe sind.

(Theodor Storm)

Ich mag das hier einfach nicht mehr::no::no::no:

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Ich habe Sehnsucht! Nach Sonne! Nach Sand! Nach Wind!

Nach dem Meer! Dem Sommer, denn der Sommer 2012 ist bis jetzt einfach bloß ein grün angestrichener Winter!:`(

Wie gut, daß ein Mensch träumen kann! Also träumen wir uns davon, auf bunten Segeln ins Meer der Erinnerungen und Träume, auf weißen Wellenkronen in unbekannte, nie gesehene Länder, auf der blauen See an unbekannte, wunderschöne, einsame Strände!:yes:

Ich liebe das Meer! Das erste, das ich sah, war das Mittelmeer bei Tossa de Mar/Spanien, dann erst die Nordsee in Holland und in Deutschland. Und an der Ostsee war ich leider noch nie, ich würde so gerne mal zum Kurischen Haff/Kurische Nehrung, davon schwärmte der erwähnte Lieblingslehrer immer so sehr.:yes: Und ich möchte mal nach Husum, „der grauen Stadt am grauen Meer“ von Theodor Storm.:yes:
Und das letzte Mal am Meer war ich 2003, wieder das Mittelmeer, auf Menorca!:yes:
Urlaub ist dieses Jahr leider nicht drin,:no: also träume ich einfach weiter!;D
Und halte Ausschau:

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„Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre sie die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.“

(Antoine de Saint-Exupery)

In diesem Sinne!

:wave:

Poesie-Alben & Co.

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Wie manches, dem wir kaum Beachtung schenken,
uns dennoch für ein ganzes Leben prägt,
und seinen bunten Stein als ein Andenken
ins Mosaik unserer Seele trägt.

(„Beim Blättern in den Bildern meiner Kindheit“, Reinhard Mey)

Das war das erste, was mir durch den Kopf ging, als ich den Eintrag zu unserem gestrigen Klassentreffen erstellen wollte!
Es war ein absolut gelungener Abend!:yes::yes::yes:

Ich bin noch so erfüllt davon, daß es mir richtig schwer fällt, Worte dafür zu finden.
Ich versuche es einfach mal chronologisch.

Beim Eintreffen aller „Geladenen“ gab es einen Geräuschpegel, der einem durchaus an „vor 45 Jahren“ erinnerte, wenn wir durch die Klasse tobten, nur, das hier das Eintreffen der Lehrperson fehlte, die vor 45 Jahren dann seeeehr energisch um Ruhe und das Einnehmen der Plätze „bat“!:>>
Das Wiedererkennen mußte nur bei einigen wenigen durch die Nennung des Namens unterstützt werden, die bekannten Kindergesichter und ihre Merkmale hatte die Zeit nicht gelöscht.:yes:
Und dann folgte, worauf man sich soooo gefreut hatte, die vielen, vielen „Weißt-du-noch?“,:??: und hier knüpft dann der obige Liedeintrag an, es ist überraschend, wie gänzlich anders verschiedene Menschen gemeinsames speichern, was für jeden einzelnen wichtig war und hängengeblieben ist. Und ebenso erstaunlich ist, wie rasch ein „Kollektiv-Gedächtnis“ wieder angeworfen werden kann, und alle gleichzeitig sich daran erinnern, zitieren, ergänzen!:))
Und lachen! Wir haben soviel gelacht, über alle die herrlichen Anekdoten, die Streiche, die teilweise „öden Schulstunden“, und und und…., die Liste war schier unerschöpflich!:yes::))
Es gab natürlich auch traurige Erinnerungen, an alle, die nicht mehr dabeisein konnten, an Lehrpersonen, die nicht unbedingt, vorsichtig ausgedrückt, durch gute Pädagogik glänzten, ja, leider, und gerade bei unseren „Jungs“, auch noch an Prügelstrafen!:??: Zum Glück war das an unsere Schule nicht Gäng und Gäbe,:no: es waren wirklich nur die berühmten Ausnahmen.

Und die schönen Erinnerungen überwogen, z.B. an einen Schulausflug, bei dem wir auf der Rückfahrt mit dem Zug mit unser aller Lieblingslehrer spontan an einem „Sängerwettbewerb“ teilgenommen haben, mit dem Lieblingslied eben dieses Lehrers, „Es war ein König in Thule….“, vielleicht kennt das ja noch einer von euch,:??: wir kannten es in- und auswendig (erstaunlicherweise auch heute noch!) und konnten es zweistimmig, wie ein richtiger Chor, und wir haben tatsächlich den dritten Platz belegt und einen hübschen kleinen Geldpreis gewonnen,:yes: wofür dann Bücher für unsere wunderschöne kleine Schulbibliothek angeschafft wurden. Unser Lehrer hat damals gestrahlt wie ein Honigkuchenpferd, auch da konnten sich alle dran erinnern!:yes:;D:))

Dieser Lehrer hat bei mir (und einigen meiner Mitschüler auch) die Liebe zu Gedichten geprägt, er hat immer sehr viel Wert darauf gelegt, das wir die nicht nur auswendig gelernt haben, sondern eben auch ausdrucksvoll vortragen konnten. Eine tolle Übung für den Sprachgebrauch!:yes: Und natürlich kannten alle noch sein Lieblingsgedicht „Die Frauen von Nidden“ von Agnes Miegel. Und wir konnten es auch alle noch mit der nötigen Betonung!:>>
Unser Lehrer stammte aus Pommern, und er hat in unserem Gedächtnis auch noch das „Pommernlied“ und „Land der dunklen Wälder“ fest verankert!
Es war, wie gesagt, unser Lieblingslehrer, und er hat sein Handwerk verstanden, da waren sich alle einig! Ihm werden auf „Wolke 7“ bestimmt seeeehr die Ohren geklingelt haben!:>>:yes:;D

Kollektiv bedauert wurde auch, daß wir im 7./8. Schuljahr mal getrennt wurden, jeweils eine reine Mädchen- und eine reine Jungenklasse:??: wurde eingerichtet, das fanden wir alle total öde! Vor allem wir Mädel hatten dann auch noch Pech mit der entsprechenden Lehrerin, die ungeheuer „etepetete“ war!:`( Ich hab mich dran erinnert, daß es das einzige Schuljahr war, in der meine Mutter von eben dieser Lehrerin in die Schule zitiert wurde, da ihre Tochter sich keinesfalls „ladylike“ benahm!:>> Das war mein Highlight, ich fands toll, ich denke, meine Mama wohl weniger!:no:;D
Aber nach einem Jahr Trennung wurden wir dann Gott sei Dank wieder gemeinsam unterrichtet.:yes:

Dann kamen erst mal alle Poesie-Alben und Fotos auf den Tisch, das war ein Jubel, ich hatte ja geahnt, daß die anderen auch noch solche schönen Sachen hatten, aber die Ausbeute war noch größer als geahnt! Herrlich, zu sehen, wie man vor mehr als 50 Jahren so ausgesehen hat! Und dann mit dem Vergleich zu heute! Wenn uns das einer vor 50 Jahren erzählt hätte, hätten wir wahrscheinlich sehr gelacht! Wer konnte sich damals denn vorstellen, wie man dann mal als „altes Kind“ aussieht!:no::??::>>

Wir haben dann noch sehr lecker zusammen gespeist, wobei dann auch wieder die Erinnerungen an diverse Schullandheim-Aufenthalte und Klassenfahrten hoch kamen. Wo man dann ebenfalls zusammen gegessen hat!

Und es war wirklich interessant und teilweise auch sehr berührend, was meine Mitschüler auf „ihr Blatt“ geschrieben hatten, und nach 50 Jahren war das nun nicht mehr die Bilanz „mein Haus, mein Auto, mein Boot“, da spielten wirklich ganz andere Werte eine Rolle, und das Leben ist weiß Gott nicht mit jedem von uns sanft umgegangen. Das waren teilweise sehr intime Momente, die ich hier auch nicht vertiefen werde.

Als wir uns um 2.00 Uhr (morgens!):>> dann langsam alle auf den Heimweg machten, haben wir beschlossen, dieses so tolle und schöne Erlebnis zeitnah zu wiederholen, tja, 45 Jahre haben wir auch nicht noch mal Zeit,:no: und da ja alle Adressen gespeichert sind, wird das bestimmt klappen! Wir haben doch noch soviel zu erzählen, dafür war der Abend doch immer noch zu kurz, es galt ja, 45 Jahre zu füllen!!!:b:P:))

Fazit: Es war ein rundum gelungener wunderschöner Abend!:!:

Und ich freue mich jetzt schon auf ein erneutes Wiedersehen!:yes:

:wave:

ein "altes Kind"

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„Nun bin ich doch ein altes Kind“ ist eine Textzeile aus dem Lied von Reinhard Mey „Mein erstes graues Haar“.

Graue Haare habe ich nicht nur eins,:no: wie komme ich also drauf?
Jaaaa, ich habe am Samstag Klassentreffen mit meinen alten Schulkameraden und -kameradinnen, Entlaßjahrgang 1967, also nach 45 Jahren!:yes:;D:yes:
Ich freu mich wie Bolle, wir hatten im Januar diesen Jahres mit einigen ein kleines Vortreffen, wo wir denn alles geplant haben, und mit Hilfe der wunderbaren neuen Technik von heute wie Internet etc. haben wir fast die gesamte Klasse zusammenbekommen! Wobei dann allerdings auch traurigerweise sich herausgestellt hat, daß 10 Ehemalige nicht mehr leben.

Wir waren eine feine Klasse, ich erinnere mich wirklich seeeehr gerne an meine Schulzeit,:yes: und ich kann mich erinnern, daß ich geweint habe, als wir Abschiedsfeier hatten.:`( Wozu ganz sicher auch das Lied beigetragen hat, daß an unserer Schule bei jeder Abschlußfeier gesungen wurde: „Nehmt Abschied, Brüder, ungewiß ist alle Wiederkehr….“, ich denke das kennen auch noch einige von euch.

Das werden am Samstag bestimmt endlose „Weißt-du-noch“-Gespräche,:)) und ich habe schon mein Poesie-Album rausgekramt, und darin sogar noch alte Zeitungsauschnitte gefunden, und gaaaanz viele Fotos habe ich auch noch, mit unseren Lehrern und Lehrerinnen, da kommen soviele Erinnerungen hoch!:yes: Wird alles am Samstag mitgenommen, und ich bin schon so neugierig, was die anderen noch alles haben.:>>

Apropos Poesie-Album, ein sehr schöner Eintrag von einem lieben Lehrer paßt hier jetzt gut hin:

Ein Album ist des Menschen reines Leben,
das aufbewahrt in Gottes Händen bleibt.
Ein leeres Blatt wird jeglichem gegeben,
und jeder ist nur, was er darauf schreibt.

(Ernst Freiherr von Feuchtersleben)

Ich bin soo gespannt, was meine Mitschüler auf „ihr Blatt“ geschrieben haben.

Mit dem Poesie-Album-Eintrag von meinem Lieblingslehrer möchte ich dann schließen, als Kind habe ich ihn nicht so ganz verstanden, aber er hat wohl gewußt, warum er mir diese Zeilen widmete. Heute verstehe ich sie!

Liebt doch Gott die leeren Hände,
und der Mangel wird Gewinn.
Immerdar enthüllt das Ende
sich als strahlender Beginn.
Jeder Schmerz entläßt dich reicher,
preise die gebotne Not!
Und aus nie geleertem Speicher
nährt dich das geheime Brot.

(Werner Bergengruen)

Ich werde berichten! :yes::)):yes:

:wave:

Rosen

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Bei dem ausgesuchten Design meines geliebten Blögchens ist sicherlich klar, daß ich Rosen seeeehr liebe. Was liegt also näher, als einen Eintrag über Rosen zu machen!:yes:;D

Und womit fang ich an? Na klar, mit einem Gedicht!:>>

Wilde Rosen

Ich ging im Wald in schönen Junitagen,
da sah ich einen Birnbaum vor mir ragen
mit seinen Zweigen stolz und dunkelgrün.
Doch, welch`ein Wunder! Nahe seinem Gipfel
aus seinem Laub, dicht unter seinem Wipfel,
da sah ich hundert wilde Rosen blühn.

Ich trat hinzu, das Rätsel zu ergründen,
und seltsam ist es, was ich muß verkünden
und was ich dort nach langem Suchen fand:
Aus Dorngestrüpp kam eine lange Rute,
die hin und her mit ungebeugtem Mute
sich durch des Baumes Äste aufwärts wand.

Und war es auch in Finsterniss geboren –
das kleine Reis hat nicht den Mut verloren,
es strebet tapfer auf zum goldnen Licht,
es tastet sich empor mit grünem Finger
und dreht und wendet sich in seinem Zwinger
und sucht und harrt und hofft und zaget nicht.

O gebe Gott doch allen, die da streben,
sich aus der Finsterniss an`s Licht zu lieben,
ein gut Gedeihn für redliches Bemühn,
und Mut und Kraft und freudiges Vertrauen,
damit auch sie des Sieges Stunde schauen,
damit auch ihre Rosen endlich blühn!

(Heinrich Seidel)

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Die Rose (Rosa) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), zu denen kurioserweise auch die Erdbeeren als Untergattung gehören, ist die

Königin der Blumen

Es gibt etwa 100 bis 250 Arten, man unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen.
Und ich mag am liebsten Kletterrosen, mein Großvater hatte in seinem Garten einen Rosenbogen mit roten, gefüllten Kletterrosen, herrlich!:yes:
Und englische Rosen, und vor allem Rosen mit Duft, Duft jeglicher Art, nach Zitrone o.ä., da kommt ja dann auch das sehr teure Rosenöl her, daß ein Grundstoff bei der Parfumherstellung ist.:yes:

Die Früchte der Rosen sind die Hagebutten, da stelle ich euch im Herbst mal ein ganz tolles Marmeladen-Rezept mit Hagebutte ein, und einen selbstgemachten Likör! Vorfreude!!!!:))

Eine ebenfalls wunderschön duftende Pflanze, die hervorragend zu Rosen paßt, und die man gerne dabeipflanzt, ist Lavendel.
Beides, Rosenblätter und Lavendel, getrocknet, ergibt ein herrliches Potpourri.:p

Ein schönes Rezept für eine Rosenbowle steht im Eintrag „Mittsommer“!

Und dann gibt es noch das Fest der Rosenhochzeit, daß beim 10-jährigen Hochzeitstag gefeiert wird!;D

Ich hatte auf meinem Balkon eine „Muttertagsrose“, die hieß so, weil ich sie zum Muttertag von meinem Sohn geschenkt bekommen habe, das war eine gelbe Kletterrose, die Knospen waren ganz dunkel, die aufgeblühten Rosen ganz zart gelb, und ein wundervoller Duft nach Zitrone, leider ist sie aufgrund eines Pilzbefalls im letzten Sommer eingegangen, ich habe wirklich alles versucht, aber nichts hat geholfen. Ich war sehr traurig!:'(

Ich glaube, viele von uns haben oder hatten ein Poesie-Album?!:??: Da gibt es ja diesen soooo bekannten Spruch bezüglich Rosen:

Blüh`wie das Veilchen im Moose,
bescheiden, sittsam und rein,
und nicht wie die stolze Rose,
die immer bewundert will sein.

Tja, ich war trotzdem lieber eine Rose,:)) obwohl ich Veilchen genauso liebe!:yes:

Genießen wir sie also in vollen Zügen, die wunderschöne Rosenzeit!:yes:

:wave:

Gewitter

Meine Güte, war das schwül heute!88| Da hat ja wohl der hunderjährige Kalender für den Juli wirklich recht, heiß, tropisch und schwül, und dann immer wieder Gewitter!
Und dann empfindet man doch immer wieder eine „Urangst“, trotz aller technischer Raffinessen, die vor schlimmen Folgen von Gewittern schützen sollen…..“Tand, Tand, ist das Gebilde von Menschenhand!“ (Theodor Fontane, Die Brücke am Tay).

Und da man ja schon als Kind gelernt hat, das Pfeifen im dunklen Keller beruhigt,:yes: setz ich jetzt hier mal zwei Gedichte ein, die genau das ausdrücken sollen!

Der Blogautor hat den Eintrag geändert.

Und da wir ja hier so gerne in Erinnerungen schwelgen, ich denke, jeder aus meiner Generation hat in der Schule noch Gedichte auswendig lernen müssen (ja, ok, ich oute mich, mir hat das meistens viel Spaß gemacht!), und evtl. erinnert ihr euch noch an das Gedicht von Ludwig Uhland „Urahne, Großmutter, Mutter und Kind…“, also, dieses Gedicht fand ich denn dann auch entsetzlich, aber da gibt es auch eine andere Version:

Der Blogautor hat den Eintrag geändert.

Ich wünsche euch allen eine hoffentlich ruhige, gewitterfreie Nacht, und da, wo es doch durchzieht, daß es glimpflich abläuft!:yes:

:wave:

Juli

Juli

Klingt im Wind ein Wiegenlied,
Sonne warm herniedersieht,
seine Ähren senkt das Korn,
rote Beere schwillt am Dorn,
schwer von Segen ist die Flur –
junge Frau, was sinnst du nur?

(Theodor Storm)

Der Juli ist der 7. Monat im Gregorianischen Kalender. Er hat 31 Tage und ist nach dem römischen Staatsmann Julius Caesar benannt, auf den die Kalenderreform des Jahres 46 v. Chr. zurückgeht. Im römischen Kalender war lulius der 5. Monat, wurde daher auch Quintilis genannt (der fünfte).
Alte deutsche Namen für den Juli sind Heuet oder Heuert, auch Heumonat, da in diesem Monat die erste Heu-Mahd erfolgt.
Weitere Namen sind Bären – oder Honigmonat.:p

Meist fallen in den Juli die großen Sommerferien (und ebenso meist heiß ersehnt!).:yes:
Der Juli hat keine Feiertage, dafür aber weltweit viele Nationalfeiertage, wie z.B. der 4. Juli, der Unabhängigkeitstag in den USA, und der 14. Juli, der französische Nationalfeiertag aus Anlaß des Sturms auf die Bastille.

Das Juliwetter hat erhebliche Auswirkungen auf die Güte und Menge der Ernte, meist ist er der wärmste Monat des Jahres.:yes:

(Quelle: Wikipedia)

Apropos der wärmste Monat des Jahres: Nach diesem unsäglichen verregneten Juni anno domini 2012 wollen wir das aber doch sowas von hoffen!:yes::yes::yes:
Da es sich ja nun schon um den 7. Monat des Jahres handelt, können wir ja anhand einer Bauern- und Wetterregel schon mal einen Blick auf das kommende Weihnachtsfest werfen (jaja, das geht alles wieder schneller als man denkt, also nix:crazy::crazy: ):

St. Jakobus am 25.7.
Jakobi klar und rein, wird das Christfest frostig sein.:))

Genau, das ist jener Jakobus, nachdem der Jakobsweg benannt ist, weil seine Gebeine als Reliquien in Santiago de Compostela sind, und auch die Jakobsmuschel ist danach benannt und noch heute ein Pilgerzeichen.

Am 2. Juli ist Maria Heimsuchung, an diesem Tag soll Maria ihre Base Elisabeth, die Mutter von Johannes dem Täufer, besucht haben. Es gibt eine kleine Legende dazu, auf dem Weg soll Maria durstig geworden sein und Walderdbeeren gepflückt haben, daher ist der 2. Juli traditionell der Beginn der Erdbeerernte.

Ab dem 23. Juli beginnen die sog. Hundstage, sie gehen etwa bis zum 24. August, am 23.7. geht der Sirius auf, der hellste Stern im Sternbild des Großen Hundes, und das werden dann hoffentlich die heißesten Tage!:>>
Allerdings macht uns dazu der hundertjährige Kalender keine großen Hoffnungen, da heißt es zum Juli 2012:

Es wird ein wechselhafter Monat. Geradezu tropische Hitze wechselt sich ab mit heftigen Gewittern und sintflutartigen Regenfällen.:no:Erst zum Monatsende kommt es zu einer Wetterberuhigung.:yes: Tagsüber wird es dann angenehm warm, aber nachts empfindlich kalt. Mancherorts kann sich sogar Reif zeigen.:??::no:

Saison im Juli haben folgende Obstsorten:
Erdbeeren, Brombeeren, Himbeeren, Johannisbeeren, Kirschen, Pfirsiche, Mirabellen.

Und beim Gemüse:
Salat, Staudensellerie, Blumenkohl, Bohnen, Erbsen, Mangold, Möhren, Paprika, Gurken, Tomaten, Zuccini, Rettich, Radieschen.

Läcka, alles, vielleicht fallen mir dazu noch ein paar nachahmenswerte Rezepte ein, die werde ich euch dann nicht vorenthalten.

Zum Juli und zum oben aufgeführten Gedicht von Theodor Storm, den ich sehr liebe, fällt mir ein, daß für mich nun wieder traditionell „Stormzeit“ ist, ich habe eine Gesamtausgabe von Th. Storm, und wenn es draußen herrlicher Sommer ist, fange ich jeden Sommer auf meinem Balkon wieder an, darin zu lesen, da krieg ich nicht genug von, aber wirklich vor allem im Sommer!:yes::))

Dann wollen wir uns nun mal überraschen lassen, was uns nun der zweite Sommermonat bringt, na klar, vor allem wettertechnisch!!!

Und eines bringt er für mich in ganz eigener Sache, und das muß ich hier einfach schreiben, weil es eine solche Freude ist: Mein Sohn beginnt am 1. bzw. am 2. Juli 2012 nach seeeehr erfolgreichem Abschluß seiner Ausbildung sein Berufsleben!
Andere setzen sowas in die Zeitung, ich wähle diesen Weg:
Lieber Björn, herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Prüfung und alles erdenklich Gute für dein Berufsleben!!! Mit Spaß dran!!!

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