Wahlsonntag NRW

Es war ein schöner, sonniger Sonntag, der 13.5. 2012, und außer Muttertag war Landtagswahl in NRW. (Wenn unsere Politiker so weitermachen wie bisher, könnte das durchaus zum Volkssport werden!)
So bin ich denn dann auch meiner staatsbürgerlichen „Pflicht“ nachgekommen, und habe gewählt. Die Wahlbeteiligung lag in meiner Stadt bei 54,4 %, im übrigen Land war es nicht besser. Zeichen von der sog. Politikverdrossenheit? Wohl eher ein Zeichen für Resignation, viele Menschen sind der Überzeugung, daß man auch mit wählen nichts verändert, weil es eigentlich egal ist, wer dran kommt! Für das gemeine Volk bleibt es, wie es ist.
Ab 18.00 Uhr den Fernseher an, große Spannung, hat die SPD ihr Ziel erreicht? Der erste Schock: Mit 8,5 % ist die FDP wieder im Landtag, du liebe Güte, welch eine hohe Frustrationstoleranzgrenze muß man haben, um so zu wählen? Mir fällt dabei immer ein Lied von Hannes Wader ein, „Emma Klein“, mit dem Refrain:

„Will nur mal fragen, sagt, warum schlagen, soviele Leute, gestern wie heute, den eigenen Interessen voll ins Gesicht, und merken es nicht!“

Nun denn, geschenkt! Es überwog die Freude, daß es bei Rot/Grün zu einer entsprechenden Mehrheit reicht, die Linken sich verabschiedet haben und die Piraten mitmischen.
Meine größte Freude war allerdings das wohl komplette Ausscheiden der Rechten, 0,0 – 0,6 %, das ist wirklich eine gute Wahl gewesen. Nämlich keine!

Nun also weiterhin Rot/Grün, da die Hoffnung ja zuletzt stirbt, hoffen wir nun mal, daß sich gerade die SPD, die in diesem Land ja traditionell eine Hochburg besitzt, sich mal wieder auf das „S“ in ihrem Namen besinnt, es steht für „sozial“!
Die Definition des Dudens für das Wort sozial lautet:

„lat.: socius, gemeinsam, verbunden

Also, ihr lieben Gewählten, in diesem Sinne bitte, und nicht wie bisher:
„Jeder denkt an sich, dann ist an alle gedacht!“

Zum Abschluß stell ich hier jetzt mal die letzte Strophe aus dem Lied von Reinhard Mey „Mein guter alter Balthasar“ rein, es paßt halt so schön!

So, die Bilanz hast du gesehn,
das hat deine Nachwelt in zehn
langen Jahren alles vollbracht.
Sonst wär nichts wesentliches mehr
und wenn es nicht zum Heulen wär
hätt ich gern laut drüber gelacht.
Es wär so leicht, zu resigniern,
statt nachzusehn, statt zu probiern
ob da nicht doch noch Wege sind
wie man ein Stück Welt besser macht,
um von den Schwätzern ausgelacht
zu werden, als ein Narr, der spinnt.
Ob ich`s noch mal probier? Na, klar!
Mein guter alter Balthasar.

2 Gedanken zu “Wahlsonntag NRW

  1. Liebe Monika,

    danke für Deine Infos.
    Ich bin ehrlich:Meine Begeisterung für die Politik hält sich in Grenzen-was so das allgemeine Parteien-Geplänkel betrifft.Natürlich dürfen die Rechten nicht zum Zuge kommen.

    Lass Dirs gut gehen und liebe Grüße von Brigitte.

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    • Liebe Brigitte,
      was das Parteien-Geplänkel angeht, hält sich meine Begeisterung für Politik auch sehr in Grenzen, bei dieser Wahl galt es nur mal wieder, das kleinere Übel zu bekommen. Und darüber hab ich mich halt gefreut!

      Danke für deinen lieben Kommentar, laß es dir auch gut gehen, hoffentlich mal mit endlich besserem Wetter, das ist ja zur Zeit grauslich, aber ab heute sind ja nun die Eisheiligen vorbei, kann also nur aufwärts gehen, hihihi!
      Liebe Grüße
      Monika.

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