Mondsüchtig!

  

Der Mond

Guten Abend, du Rundgesicht,
Hüter der weidenden Sterne,
nächtlicher Langfinger Arbeitslicht,
heimlicher Liebe Laterne!

Hast mir so oft zum Stelldichein
still und verschwiegen geleuchtet,
sahest mit himmlischer Milde drein,
wenn ich dir reuig gebeichtet.

Habe an dir in Gram und Leid
stets einen Tröster gefunden,
oft auch bist du zur rechten Zeit
hinter den Wolken verschwunden.

Gälte ich etwas bei dem, der thront
über den rollenden Welten,
wollt‘ ich dir gerne, du treuer Mond,
all‘ deine Dienste vergelten.

Über den Mond ein Lächeln ging,
leise hat’s mir geklungen:
Willst du mir danken, o Dichterling,
lasse mich unbesungen.

(Rudolf Baumbach)

Es ist mal wieder soweit: Totale Mondfinsternis und ein Blutmond werden wieder zu sehen sein, in der Nacht auf den heutigen Montag, 21. Januar 2019.

Gegen 4.43 Uhr beginnt der Mond sich zu verdunkeln. Ab 5.41 Uhr beginnt dann die totale Mondfinsternis. Der Mond färbt sich blutrot. Über eine Stunde dauert es (bis 6.44 Uhr), bis der Mond wieder aus dem Erdschatten austritt. Die Vollmondposition wird um 6.16 Uhr erreicht. Kurz vor Sonnenaufgang gegen 7.51 Uhr ist das Spektakel vorbei. Dann ist der sichtbare Teil des kosmischen Schattenspiels zu Ende. Der Vollmond geht im Nordwesten unter.

Das Wetter zum gucken ist gut, der Himmel ist klar, ich bin gespannt auf das Schauspiel. Wenn ihr hier heute lest, ist alles schon wieder Geschichte.

Aber ich hab schon mal eine kleines Vorschmäckle für euch, denn gestern abend, am Sonntag, 20. Januar, präsentierte sich der Mond hier in meiner Grafschaft am Küchenfenster so:

Er ging über den Baumspitzen auf!

Meine Grafschaft mit Mond:

Die Nacht wird kalt und klar, guckt, Raureif auf den Dächern:

Es wurde dunkler!

Wie gesagt, ich bin gespannt auf das Himmelsspektakel, und falls Fotos klappen, werde ich natürlich hier berichten.

Mimi liebt den Mond, sie guckt gerne, wenn er voll am Himmel steht, und er scheint ja auch schön in ihre Hängematte, weil unser Wohnzimmerfenster seine Himmelsbahn präsentiert. Deshalb freut sich meine kleine Schwarze schon richtig mit und hat sich natürlich passend zum großartigen Ereignis entsprechend gekleidet:

Wir beide wünschen euch allen einen guten Start in die neue Woche und einen schönen Montag!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

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Langes Fädchen – faules Mädchen!

Wochenbrevier

Am Montag fängt die Woche an.
Am Montag ruht der brave Mann,
das taten unsre Ahnen schon.
Wir halten streng auf Tradition.

Am Dienstag hält man mit sich Rat.
Man sammelt Mut und Kraft zur Tat.
Bevor man anfängt, eins, zwei, drei,
bums – ist der Dienstag schon vorbei.

Am Mittwoch fasst man den Entschluss:
Bestimmt, es soll, es wird, es muss,
mag kommen, was da kommen mag,
ab morgen früh am Donnerstag.

Am Donnerstag fasst man den Plan:
Von heute ab wird was getan.
Gedacht, getan, getan, gedacht,
inzwischen ist es wieder Nacht.

Am Freitag geht von alters her,
was man auch anfängt, stets verquer.
Drum ruh dich aus und sei belehrt:
Wer gar nichts tut – macht nichts verkehrt.

Am Samstag ist das Wochen-End,
da wird ganz gründlich ausgepennt.
Heut anzufangen, lohnt sich nicht.
Die Ruhe ist des Bürgers Pflicht.

Am Sonntag möcht‘ man so viel tun.
Am Sonntag muss man leider ruhn.
Zur Arbeit ist es nie zu spät.
O Kinder, wie die Zeit vergeht.

(Fred Endrikat )

Nun ist das neue Jahr schon 14 Tage alt, und da sind sie endlich mal wieder, die Fragezeichen in euren Augen: Häääh??? Der Titel harmoniert ja noch mit der Girlande, das Gedicht paßt zum Montag, aber wohin führt das alles?

Zu einem kunterbunten Montagseintrag, denn eigentlich wollten wir beide, meine Mimi und ich, euch schon einen Wochenend- bzw. Sonntagseintrag machen, aber wir waren sooooooo faul!  Dabei wollten wir  am Sonntag, dem 13. Januar, zum berühmten St. Knut’s Day unserem Zauberbären in heaven zu seinem Namenstag gratulieren, was wir hiermit nachholen: Liebe Namenstagsglückwünsche für dich, lieber Knut!  Dein Namenstag ist ja auch gleichzeitig in Schweden, Norwegen und Finnland das Ende der zwanzigtägigen Weihnachtszeit, und so werden wir uns wohl am heutigen Tag auch so langsam von unserer Weihnachtsdekoration trennen, bissel verspätet (ich sag’s doch, wir sind so faul, lach, Winterschlaf oder Frühjahrsmüdigkeit, hihihi!) und einige Sachen bleiben auch noch bissel stehen bis zum 2. Februar, wenn das offizielle Ende der Weihnachtszeit auch in der katholischen Kirche erreicht ist. Wollten wir euch noch ein bissel von unserer schönen Deko zeigen, auch das holen wir dann heute nach.

 Unsere neue Weihnachtsbaumkugel von Ursel, über die wir uns so gefreut haben!!! Danke, Ursel!

Schöne rote Schmücke am Adventskranz

 und die feine letztjährige Schleife, das neue Schleifenband vom Adventskranz, das zur letzten Weihnachtszeit die rot-grün-Ära eingeläutet hat.

Bissel dunkel, aber doch wohl erkennbar: Neuer kleiner Spitzenanhänger mit Schaukelpferd, von Brigitte aus Plauen eingeritten, hihihihi!

Und wir hatten noch gar kein Bild vom weihnachtlich geschmückten Balkonien, wird ebenfalls nachgeholt:

Leider war/ist das Wetter so unsäglich trüb und grau und doof, da ging das fotografieren irgendwie nicht besser.

Am Sonntagnachmittag gab es nochmal weihnachtliches Kaffeetrinken mit meinem Weihnachtsgeschirr

nun wird auch das wieder eingeräumt.

Zu unserer Faulheit und Müdigkeit trug auch sicher das absolut unsägliche Wetter der letzten Tage bei, es wurde gar nicht richtig hell, dunkelgrau war die vorherrschende Farbe und es regnete ohne Unterlaß, und auch, wenn er wirklich nötig ist, der Regen, er tut das, was ich im heißen Sommer 2018 schon erwartet hatte, als wir uns alle nach ihm sehnten: Er nervt, lach!

Grafschafter Tristesse, selbst Burg Lirich ist im Nebel und Dauergrau verschwunden

das war am eigentlich hellerlichten Tag, und überall sind die Lichter an. Mimi fand das auch sehr öde, aber als Katze ist sie ja von Haus aus Pragmatikerin und machte das beste aus diesem Sauwetter:

Sie verschlief die Ödnis in ihrer gemütlichen und geliebten Hängematte! Lediglich abends vor Fütterungszeit der Raubtiere tauchte sie wieder aus den tiefsten Tiefen der gemütlichen Höhle auf:

Schwänzchen schläft noch, hihihihi!

Hej, gibt es nun bald Abendbrot? Mach hinne, Frauchen!

Ja, so sind die faulen Tage so verdümpelt hier bei uns, aber, hör ich euch fragen, gut, so ist das faule erklärt vom Titel, aber was ist denn bloß mit dem langen Fädchen? Jaaaa, seht ihr, soooo faul war nämlich zumindest ich nicht, wenn schon Usselwetter und Ödnis draußen, ist es ja drinnen, vor allem mit dem halt noch vorhandenen Weihnachtsschmuck, doch umso gemütlicher, und was mach ich dann gerne, wenn es so gemütlich ist? Genau, ihr seid gut, handarbeiten! Und so sind infolge der usseligen Tage hier wieder zwei neue Bewohner der Gattung Lesezeichen-Tiere eingezogen, lach, die sich jetzt mal vorstellen wollen, und damit ist nun auch das lange Fädchen erklärt:

Ein bissel schüchtern im Dunklen, aber jetzt:

Hallo, wir sind die neuen Lesezeichen, rechts bin ich, Rudolph Rotnase, Rentier des Weihnachtsmannes, und links neben mir, daß ist der kleine Polarfuchs Icie! Der Kumpel ganz rechts, das ist ein ganz niedliches Kanten-Rentier, weil es so schön paßte, wollte er unbedingt mit aufs Bild.

Icie

Rudolph Rotnase

 Kantenrentier

 Ist mein Geweih nicht schick geworden?

 Und Icie hat so schöne blaue Augen!

 Wie es sich gehört, wir zwei beide im Buch! Da kann man uns auch unten sehen, hihihihi!

 Mal in voller Länge und ganzer Schönheit!

Meine rote Rudolph-Rotnase mal ganz nah!

Hab ich richtig Spaß, daß ich wieder zwei feine Lesezeichen-Tiere fertig habe, und da es um ein Rentier ging, bin ich mal bissel in der Wohnung rumgestöbert, außer dem Kanten-Rentier treibt sich hier ja noch mehr nordisches Getier rum.

 Das ist Knut, mein Türstopper-Elch!

 Meine Elchfamilie!

Die zwei sind Klämmerchen, süß, nicht wahr, Päckcheninhalt von Brigitte/Plauen!

Der Knuffling hängt am Küchenfenster, dank der Spiraldrähte kann er herrlich „hopsen“!

Auf dem Gardinenbord elcht es auch!

Ich hab auch schon wieder was neues in Arbeit, handarbeitlich, es geht „tierisch“ weiter, denn ich stricke zur Zeit auf Wunsch der Mama von der kleinen Nichte meiner Kinder einen Schal, ihr könnt euch sicher schon denken, welches Tier es wird, denn die Vorliebe für Ratten von der kleinen Maus habt ihr ja bildlich schon bei den Hochzeitsfotos der Kinder gesehen, ich zeig ihn euch, wenn er fertig ist. Langeweile kehrt ja auch nach der Fertigstellung noch nicht ein, denn es wartet ja noch mein Gewinn auf seine Fertigstellung, der kleine gehäkelte Eisbär, da könnt ihr euch eh schon mal drauf vorfreuen, denn da hab ich noch was feines für vor, wenn er mal sich fertig hier vorstellt.

Tja, da wären wir nun langsam am Ende vom heutigen Eintrag angelangt, aber bei dem „herrlichen“ Wetter draußen und dem wieder einmal vor allem mir fehlendem Schnee in unserer Grafschaft mach ich zum Schluß nochmal eine kleine „Frühlingsgalerie“, mit Tulpenbildern, denn die sind ja jetzt schon so ein schöner Farbtupfer in der grauen Ödnis.

Damit wünschen wir beide euch nun einen wunderschönen Montag, macht es euch fein, egal, bei welchem Wetter, und startet alle gut in die neue Woche!

Habts fein wünschen  Mimi und Monika.

 

 

 

„Wir kommen daher aus dem Morgenland…..“

Die Heiligen Drei Könige

Die heil’gen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
„Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?“

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heil’gen Drei Könige sangen.

(Heinrich Heine)

Fest der Erscheinung des Herrn, Dreikönigstag, Epiphanias ist heute wieder, und die Sternsinger ziehen wieder durch die Gemeinden von Haus zu Haus, um den Segen an die Haustüren zu schreiben, ein alter Brauch. 

In diesem Blögchen findet der Dreikönigstag nun auch schon zum 7. Mal statt, da ist es nicht leicht, noch etwas neues zu diesem Tag zu finden, alles rund um dieses Brauchtum war eigentlich hier schon vertreten. Aber ich bin doch noch einmal fündig geworden, nämlich mit den sogenannten „Dreikönigszetteln“. Gefunden habe ich sie bei meiner Suche nach der diesjährigen Sternsingeraktion.

Dreikönigszettel waren am Dreikönigsfest gesegnete Zettel, die mit C+M+B, Gebeten und oft auch mit weiteren Segenswünschen und Sinnsprüchen beschrieben waren.

In Süddeutschland und Österreich waren Dreikönigszettel als Hausschutz verbreitet; sie konnten in diesem Fall anstelle der üblichen, mit geweihter Kreide geschriebenen Sternsingersegen an den Häusern angebracht werden. Oft wurden sie aber, ähnlich wie Breverl, am Körper getragen oder zusammen mit anderen Devotionalien aufbewahrt.

(Quelle: Wikipedia)

(Dreikönigszettel. Kupferstich aus München, 18. Jahrhundert)

 (Bogen mit vier Dreikönigszetteln aus Köln, 18. Jahrhundert)

(Ein Dreikönigszettel, sehr wahrscheinlich 19. Jahrhundert oder früher)

Solche Dreikönigszettel gibt es heute in etwas anderer Form auch noch, meist werden sie zu den entsprechenden Messen zum Dreikönigstag in der Kirche an die Gläubigen verteilt, herausgegeben vom jeweiligen Bistum, mit einem Bild auf der Vorderseite und einem Text über die jeweilige Sternsingeraktion auf der Rückseite, manchmal auch mit einem kleinen Gebet oder einem Textauszug aus der Bibel.

Das ist der diesjährige Zettel, das Bild zeigt immer eine Krippe, diese hier ist wohl  aus Peru, denn das Motto der diesjährigen Sternsingeraktion ist:

„Wir gehören zusammen – Kinder mit Behinderungen – in Peru und weltweit“

Der biblische Leittext der Aktion 2019 ist die Heilung des Gelähmten aus dem Markusevangelium (Mk 2,1 – 5a.11f.): Vier Menschen bringen einen Gelähmten zu Jesus – nur gemeinsam gelangen sie ans Ziel.

Ich hab ihn schon, den Dreikönigszettel, und er kommt dann wieder von innen an die Haustüre als Segenszettel, außen stehen ja die mit Kreide geschriebenen Segenszeichen

Bevor wir nun hier zum Segen durch mich als Hausmutter dieses Blögchens kommen, lassen wir die Sternsinger erst einmal ihre schönen Lieder singen:

Nun wird also der Segen an die Haustüre dieses Blögchens geschrieben

20*C+M+B+19

Christus mansionem benedicat

Möge der Engel, der die Botschaft vom Frieden in die Welt brachte, an deinem Haus nicht vorübergehen. Möge das Kind, das seine Göttlichkeit hinter der Armut verbarg, in deinem Herzen eine Wohnung finden.

(Irischer Segenswunsch)

Gesegnet werden alle Bewohner eines Hauses oder einer Wohnung, auch die Tiere, daher wünschen wir, Mimi  und ich, allen unseren Lesern den Segen der Heiligen Drei Könige, vertreten durch die Sternsinger, für das Neue Jahr 2019! Bleibt behütet!

Die Nacht vom 5. Januar auf den 6. Januar, dem Dreikönigstag, ist die letzte der 12 Rauhnächte, traditionsgemäß wird dann noch einmal geräuchert, diese Nacht ist besonders wichtig,  um Überflüssiges, unnötig Altes oder Belastendes aus dem vergangenen Jahr zu versöhnen. Das kann mit einer Räucherung geschehen, in der Räuchermischung ist zum Beispiel auch die Myrrhe vertreten, die die Heiligen Drei Könige dem Jesuskind mitbrachten, auch Weihrauch, Wacholder sowie Tanne und Fichte. Ein schöner Brauch, wenn dann am Dreikönigstag mit dem Segen für das Jahr an den Haustüren ein neues, unverbrauchtes Jahr beginnt, unbelastet vom Alten, das wir hinter uns oder eben „in Rauch aufgehen“ lassen.

Wir wünschen euch allen einen gesegneten, entspannten und frohen Dreikönigstag!

Habts fein! 

 

 

Geburtstagspost!

Neuschnee

Flockenflaum zum ersten Mal zu prägen
mit des Schuhs geheimnisvoller Spur,
einen ersten schmalen Pfad zu schrägen
durch des Schneefelds jungfräuliche Flur –

kindisch ist und köstlich solch Beginnen,
wenn der Wald dir um die Stirne rauscht
oder mit bestrahlten Gletscherzinnen
deine Seele leuchtende Grüße tauscht.

(Christian Morgenstern)

Liebe Anori,

 zu deinem Geburtstag heute, 7 Jahre wirst du heute alt, „meine“ kleine Maus! Begründerin meines Blögchens, denn im Mai 2012 hab ich dich zum ersten Mal im Zoo Wuppertal mit deiner Mama gesehen!  Deine Mama Vilma und dein Papa Lars  werden dir sicher schon herzlich aus dem Regenbogenland gratuliert haben, vielleicht schicken sie dir ja zum Geburtstag heute ein paar kleine Schneeflöckchen vorbei aus dem Land „dort oben“? Das wäre fein, denn Schnee und Eis, das ist doch dein Element!  Da können Eisbären doch so herrlich drin toben und spielen, so wie dieser knuffige Eisbär, mein Lieblingsbild zu deinem Geburtstag, das muß immer dabei sein! Später haben mir dann meine Kinder Bilder von dir geschickt, als sie dich besucht haben, da warst du aber schon größer, guck:

Hab ich mich so drüber gefreut! Du wirst heute sicher wieder einen feinen Geburtstagstag zusammen mit deinem Freund Luka haben, und bestimmt gibt es auch wieder eine Eistorte zum lecker vernaschen für dich und ihn  das wird ein Spaß! Dann feier mal schön, meine kleine Maus, und laß dich feiern von all deinen Besuchern heute, vielleicht klappt es ja in diesem Jahr auch mal wieder, daß ich dich nochmal besuchen komme! Bis dahin und überhaupt bleib schön gesund, ich wünsche dir alles Liebe und Gute und ein schönes, langes Eisbärenleben, natürlich auch im Namen aller Eisbärfans hier in meinem Blögchen! Ein kleines Geschenk hab ich auch noch für dich,  ich glaub, da wirst du dich drüber freuen, zwei ganz entzückende Videos mit Eisbären, hihihi! Ich häng sie dir hier unter den Brief an.

Hab einen schönen Tag, liebe Anori, und sei herzlichst gegrüßt von

Monika und ihrem Blögchen mit Mimi.

Unseren Blögchen-Lesern wünschen wir auch viel Freude bei den Videos und einen schönen Freitag!

Habts fein!  Wünschen euch Geburtstagskind Anori, Mimi und Monika.

…..das neue angefangen!

Wünsche zum neuen Jahr

Ein bißchen mehr Friede und weniger Streit.
Ein bißchen mehr Güte und weniger Neid.
Ein bißchen mehr Liebe und weniger Hass.
Ein bißchen mehr Wahrheit – das wäre was.

 

 Statt so viel Unrast ein bißchen mehr Ruh.
Statt immer nur Ich ein bißchen mehr Du.
Statt Angst und Hemmung ein bißchen mehr Mut.
Und Kraft zum Handeln – das wäre gut.

In Trübsal und Dunkel ein bißchen mehr Licht.
Kein quälend Verlangen, ein bißchen Verzicht.
Und viel mehr Blumen, solange es geht.
Nicht erst an Gräbern – da blühn sie zu spät.

 

Ziel sei der Friede des Herzens.
Besseres weiß ich nicht.

(Peter Rosegger)

Nun ist es da, das Neue Jahr 2019, und heute hat es bereits seinen 2. Tag begonnen!

Wir wünschen von Herzen allen unseren Lesern

ein frohes, glückliches, gesegnetes, gesundes, friedliches und zufriedenes

NEUES JAHR 2019!

Den Sylvester- und den heutigen Neujahrs-Eintrag hatten wir mit den ersten Zeilen eines alten Volksliedes begonnen:

Das alte ist vergangen,
das neue angefangen.
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr!

Das alte laßt uns schließen,
das neue freundlich grüßen.
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr!

Es bringt dir Heil und Segen,
viel Freuden allerwegen.
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr!

Frisch auf zu neuen Taten,
hilf Gott, daß sie geraten.
Glück zu, Glück zu, zum neuen Jahr!

(Volkslied)

Ich hab leider nur dieses eine Video gefunden, aber so könnt ihr doch hören, wie die Melodie geht:

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gestartet und habt auch den ersten Tag des neuen Jahres in Ruhe genießen können.

Euer aller Co-Autor, meine Mimi  und ich haben uns einen ganz feinen, gemütlichen Tag gemacht und abends gemeinsam lecker Lachs gespeist, das war so gut! Mimi läßt euch alle lieb schnurrend grüßen, sie pennt schon bei mir auf der Couch

  die große Knall- und Bummnacht war doch lang, hihihihi!

Ist aber entspannt für den vierpfötigen und lustig und fröhlich für mich mit meinen Mädels vorübergegangen.

Nun hätten wir noch ein bissel weihnachtlichen „Tinzelkram“ (Tinzelkram war ein Wort meines ehemaligen Chefs und Freund für kleine, liebevolle Geschenke, die man   aufbewahrt) für euch, als da wären

eine kleine Lokomotive, aus Dominosteinen und Leckerli „gebacken“ von der Schwiegermama von Björn für uns alle am Heiligen Abend im Familienkreis

und das hier war die Tischdeko mit Platzkärtchen beim Abendessen am Heiligen Abend

hab ich mir natürlich wieder eingeheimst für mein Schatzkästchen!

Kennt ihr das hier noch?

Das gehörte zur Tisch- und Platzdeko, eine kleine Schokoladensonne, solche hatten wir früher immer als Süßigkeiten zum abplündern am Weihnachtsbaum hängen, in allen Farben, blau, gelb, rot, grün, ich hab mich so gefreut, daß es die noch gibt, meine hängt nun an meinem Bäumchen, wenn er dann wieder weggeräumt wird, kann ich sie abplündern, hihihihi!

Zum abendlichen Lachs gab es noch ein „wönziges Schlöckchen “ Sekt, hihihi,

 süß, im wahrsten Sinne des Wortes, und lecker!

Aus Schokolade mit Williams-Christ gefüllt! (Zwinker, zwinker, Ingrid und Katzentrupp!)

Und weil sie zur Deko für den Tinzelkram diente, zeig ich euch doch dann auch nochmal meine Stollen-Platte in voller Pracht:

Schöööön, nicht wahr?! Der Stollen ist leider schon alle!

Und das war er nun, der erste Eintrag im Neuen Jahr 2019, ich hoffe, er hat Spaß gemacht und nun wünschen wir zwei beiden euch allen einen guten Start in den Alltag des neuen Jahres und die neue Arbeitswoche!

Habts fein!  Mimi und Monika.

Das alte Jahr vergangen…..

  

Silvester

Es gibt bei Armen und Reichen
so manche Herzen bang und still;
aus manchem dieser Herzen will
die Sorge nimmer weichen.

Ich bin einer neuen Idee auf der Spur
und überlege sie sehr:
Man sollte armen Leuten nur
Gutes tun oder sagen,
ohne vorher oder hinterher
nach ihnen zu fragen.

Wer hat das wohl zuerst bestellt,
was nun so glatt sich leiert:
Daß jeder Stand und alle Welt
terminlich trauert und feiert.

So wünschlein-pünschlein den andern gleich
will ich mich nüchtern betrinken,
um gegen Morgen durchs Federweich
in Kaktusträume zu sinken.

Etwa: Daß eine Mutschekuh,
die vollgefressen mit Heu war,
mein Zimmer betrat und rief mir zu:
»Prost Neujahr, Herr Doktor, prost Neujahr!«

(Joachim Ringelnatz )

Der letzte Tag des alten Jahres! Wie schnell ist es wieder vergangen, und wie schnell war auch die Weihnachtszeit wieder Geschichte, aber Silberdistel hatte in ihrem Kommentar für das letzte Türchen des Adventskalenders hier im Blögchen so einen schönen Satz geschrieben: „Aber wenn wir es wie Charles Dickens halten, der einst sagte: „Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben“, dann haben wir noch lange eine schöne Erinnerung an diese herrlichen Dezembertage…“ und so wollen wir es auch halten, demzufolge steigen wir hier zu Sylvester nun erst einmal noch in eine kleine Weihnachtsnachlese  ein.

Nachdem ich nach den Feiertagen wieder zu Hause war, haben Mimi und ich hier natürlich noch Bescherung gemacht, und dazu gesellte sich dann auch wieder mein kleiner, von Mama geerbter künstlicher Weihnachtsbaum, der aber erst einmal nicht leuchten wollte: Lichterkette kaputt! Mußte ich doch noch eine schöne neue dran basteln, und dann erstrahlte er wieder im alten Glanz:

 Die neue Lichterkette ist eine LED-Lichterkette mit bernsteinfarbenen Lämpchen, gefällt mir sehr.

 So kann ich auch den auf der Spitze angebrachten Stern so schön beleuchten, guckt mal:

Und dann gab es Bescherung, wir breiten mal all unsere Schätze aus, lach!

Die beiden Eulenfreundinnen Eulalia und Eusebia haben richtig große Augen gemacht ob all der schönen Geschenke, und sie fanden es sehr fein, daß ich das alles zu ihren Füßen oder besser Krallen ausgebreitet habe!

Alle meine schönen Weihnachtskarten, die ich geschickt bekommen habe, hängen wieder „auf der Leine“

es waren wieder so schöne dabei!

Eine ganz besondere haben wir auch bekommen, die habt ihr oben bei den Geschenken eigentlich schon gesehen

die kam von Ingrid mit Lakritze, Amira, Luna und Tobias und war ein Puzzle, das mußten wir dann erst mal zusammen puzzlen, hihihi, bevor wir es gucken und lesen konnten

Mimi hat sehr interessiert zugeguckt, als ich es zusammen gepuzzelt hab, und das war das Ergebnis:

So schön und lustig! Und das war dann die Rückseite:

Ich fand die Idee klasse, dankeschön, liebe Ingrid, Tobias, Lakritze, Luna und Amira, das war ein Spaß!

Natürlich war auch wieder was eisbäriges bei den Geschenken, hihihi, der kleine Schachtel-Eisbär kam von Brigitte/Plauen:

Mimi hat wieder diverse Leckerli ergattert und sich wieder ganz königlich mit Kartons, Schachteln und Packpapier amüsiert, das ist eh immer das schönste für Katzen an Geschenken und Bescherung, hihihihi!

Das war nun unsere diesjährige Weihnachtsnachlese, es war so ein schönes Fest, da kann man schon gleich gute Erinnerungen mit ins neue Jahr nehmen.

Und bevor wir das alte Jahr nun hier im Blögchen verabschieden, gibt es unsere allseits gefürchtete berühmt-berüchtigte Jahreschronik in Form von Bildern, hihihi, angefangen mit dem Januar bis hin zum Dezember, wir hoffen, ihr habt ein bissel Freude und vielleicht auch eure Erinnerungsmomente daran, viel Spaß!

Januar 2018

Februar 2018

März 2018

April 2018

Mai 2018

Juni 2018

Juli 2018

August 2018

September 2018

Oktober 2018

November 2018

Dezember 2018

Das war es in Bildern, das nunmehr fast vergangene Jahr 2018, wie alle Jahre vor ihm hielt es für jeden von uns Freud und Leid bereit, und jeder von euch wird seine eigene Bilanz von diesem Jahr ziehen und entscheiden, was das Jahr ihm persönlich gebracht hat, und ob es eher gut oder eher schlecht war.

Lassen wir das alte Jahr nun hinter uns und beginnen wir mit Freude und Hoffnung das neue Jahr, getreu dem Motto im Gedicht von Hermann Hesse, „Stufen“: „Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ In diesem Sinne wünschen wir nun all unseren Lesern, den stillen wie den bekannten, ein

Da schließt sich natürlich auch euer aller Co-Autor, meine Mimi, mit lieben Wünschen für 2019 an.

 Hi, Folks, nun ist es fast alle, das Jahr 2018, und ihr Menschen feiert wieder Sylvester und ein kommendes Neues Jahr 2019. Mir sind die Jahreszahlen ja eigentlich völlig wurscht, aber für euch Menschen ist das wohl wichtig. Ich freu mich für das neue Jahr eigentlich auf dasselbe wie im alten, auf viel Zeit mit meinem Frauchen, Fütterchen, Leckerli, meine Hängematte, meine Wohnung, im Frühjahr wieder auf Balkonien, und wenn das alles da ist für mich, dann ist meine kleine Welt rund! So wird es bestimmt auch allen meinen tierischen Freunden hier im Blögchen gehen, und denen wünsche ich nun ebenfalls ein ganz feines, frohes Neues Jahr 2019, kommt alle gut rein, erschreckt euch nicht zu sehr bei der wieder anstehenden Knallerei, aber ihr habt ja alle gute Frauchen und Herrchen, die fein auf euch aufpassen. Mein Frauchen ist wieder drüben bei der Freundin zum feiern, da kann sie ja immer mal schnell nach mir gucken kommen, da krieg ich die Zeit hier schon prima rum, hab ich ja nun auch schon jahrelange Übung drin, und ich bin auch nicht so ängstlich!

Also, alle ihr Lieben hier in unserem Blögchen, Menschen und Tiere, kommt gut rein und wir lesen uns dann vergnügt 2019 hier wieder, alles Liebe und Gute für euch wünscht euch  eure Mimi!

So, Mimi hat die Tastatur hier wieder für mich frei gegeben, dann laßt uns mal alle das Glas erheben und auf das Neue Jahr anstoßen

möge es ein gutes, frohes und friedliches werden!

Feiert alle schön rein, der Sekt steht kalt  und ich hätte da auch noch was leckeres zum feiern für euch  wir sagen Berliner dazu, und sie gehören zu Sylvester genauso wie zum Karneval!

Nochmals allen Lesern hier ein gutes, frohes und gesundes Neues Jahr 2019 gewunschen, rutscht gut rein und wir lesen uns dann im Neuen Jahr hier wieder, laßt euch allen danken für eure Treue im alten Jahr und eure lieben Kommentare, das ist immer unsere größte Freude hier!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika, viel Schwein  und viel Glück  und alles Liebe und Gute!

 

 

 

Türchen 24

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

                            

Heilige Nacht

So ward der Herr Jesus geboren
im Stall bei der kalten Nacht.
Die Armen, die haben gefroren,
den Reichen war’s warm gemacht.

Sein Vater ist Schreiner gewesen,
die Mutter war eine Magd.
Sie haben kein Geld nicht besessen,
sie haben sich wohl geplagt.

Kein Wirt hat ins Haus sie genommen;
sie waren von Herzen froh,
daß sie noch in Stall sind gekommen.
Sie legten das Kind auf Stroh.

Die Engel, die haben gesungen,
daß wohl ein Wunder geschehn.
Da kamen die Hirten gesprungen
und haben es angesehn.

Die Hirten, die will es erbarmen,
wie elend das Kindlein sei.
Es ist eine G’schicht’ für die Armen,
kein Reicher war nicht dabei.

(Ludwig Thoma)

   s begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot von dem Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschätzt würde. Und diese Schätzung war die allererste und geschah zur Zeit, da Quirinius Statthalter in Syrien war. Und jedermann gind, daß er sich schätzen ließe, ein jeder in seine Stadt. Da machte sich auf auch Josef aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, weil er aus dem Hause und Geschlechte Davids war, damit er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe; die war schwanger.

nd als sie dort waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte.  Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.

nd es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Herde. Und der Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie; und sie fürchteten sich sehr.

nd der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegen.

nd alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerscharen, die lobten Gott und sprachen: Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden bei den Menschen seines Wohlgefallens.

nd als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten untereinander: Laßt uns nun gehen nach Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.  Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Josef, dazu das Kind in der Krippe liegen. Als sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, das zu ihnen von diesem Kinde gesagt war.

nd alle, vor die es kam, wunderten sich über das, was ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.

nd die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott für alles, was sie gehört und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.

(Lukas 2, Verse 1-20, nach der Übersetzung Martin Luthers)

Nun ist sie da, die Heilige Nacht, der Heilige Abend, und das letzte Türchen in unserem Adventskalender hier im Blögchen ist geöffnet!

Ich möchte das 24. Türchen wieder mit der Weihnachtsgeschichte aus dem Evangelium schmücken, und da ich heute bereits schon vormittags auf dem Weg nach Köln zur Weihnachtsfeier mit den Kindern bin, belasse ich es auch dabei!

Wir wünschen allen unseren lieben Lesern hier, den stillen wie den bekannten, von Herzen eine

Habt schöne, frohe und besinnliche Weihnachtstage, bleibt oder werdet alle gesund, und nach den Feiertagen lesen wir uns hier in alter Frische wieder!

Das wünscht euch natürlich mit ganz lieben, weihnachtlichen Schnurrgrüßen auch euer aller Co-Autor, meine Mimi!

 Hi, Folks, das Türchen zum Heiligen Abend, das 24. und letzte des diesjährigen Adventskalenders, geht natürlich nicht ohne mich, und so melde ich mich hier doch auch noch mal kurz zu Wort. Wir beide, mein Dosenöffner und ich, hoffen sehr, daß euch der diesjährige Adventskalender hier im Blögchen wieder gefallen hat. Wir freuen uns jedenfalls schon wieder auf 2019, hihihi!

Habt alle ganz feine, gemütliche Weihnachtsfeiertage, mein Frauchen fährt ja heute schon nach Köln zu ihren Kindern, da hab ich die ganze Bude wieder allein für mich, werde ich mir das feiertagsmäßig gemütlich machen. Vielleicht schreibt mir ja mal der eine oder andere von meinen Kumpels. Wenn Frauchen dann wieder da ist, machen wir hier noch fein Bescherung und dann kommen ja noch die von uns beiden so geliebten Tage zwischen den Jahren, die werden immer so wunderschön gemütlich hier!

Dann wünsche ich allen meinen tierischen Freunden und ihren geliebten Frauchen und Herrchen ebenfalls ein ganz frohes und schönes Fest!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

 

Türchen 23

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Morgen, Kinder, wird’s was geben

Morgen, Kinder, wird’s was geben,
morgen werden wir uns freun!
Welch ein Jubel, welch ein Leben
wird in unserm Hause sein!
Einmal werden wir noch wach,
heißa dann ist Weihnachtstag!

Wie wird dann die Stube glänzen
von der großen Lichterzahl,
schöner als bei frohen Tänzen
ein geputzter Kronensaal.
Wißt ihr noch vom vor’gen Jahr,
wie’s am Weihnachtsabend war?

Wißt ihr noch mein Räderpferdchen,
Malchens nette Schäferin,
Jettchens Küche mit dem Herdchen
und dem blankgeputzten Zinn?
Heinrichs bunten Harlekin
mit der gelben Violin?

    

Wißt ihr noch den großen Wagen
und die schöne Jagd von Blei?
Unsre Kleiderchen zum Tragen
und die viele Näscherei?
Meinen fleißgen Sägemann
mit der Kugel unten dran?

    

Welch ein schöner Tag ist morgen,
viele Freuden hoffen wir!
Unsre lieben Eltern sorgen
lange, lange schon dafür.
O gewiß, wer sie nicht ehrt,
ist der ganzen Lust nicht wert!

Nein, ihr Schwestern und ihr Brüder,
laßt uns ihnen dankbar sein,
und den guten Eltern wieder
Zärtlichkeit und Liebe weihn,
und aufs redlichste bemühn,
alles, was sie kränkt, zu fliehn.

Laßt uns nicht bei den Geschenken
neidisch auf einander sehn;
sondern bei den Sachen denken:
„Wie erhalten wir sie schön,
daß uns ihre Niedlichkeit
lange noch nachher erfreut?“

(Text: Karl Friedrich Splittegarb, Musik: Karl Gottlieb Hering)

Hach, das ist auch so ein schönes Weihnachtslied, das ich sehr mag, erinnert es unsere Jahrgänge doch so schön an die eigene Kindheit und die vielen Bescherungen im Familienkreis! Und es ist, bevor das besondere Türchen 24 zum Heiligen Abend folgt, der letzte Teil einer Trilogie, die mit Türchen 20 mit dem schenken begann, mit Türchen 21 besinnlich den Sinn des Festes dort einband, und mit Türchen 23 das alles abschließt mit unseren Kinderweihnachten!

Weihnachten in unseren Kindertagen, welch ein Zauberwort! In meiner Erinnerung lag während der gesamten Adventszeit Schnee, das wird wohl so nicht gewesen sein, obwohl er früher doch häufiger war, da spielt die Fantasie mir einen Streich und faßt die Jahre irgendwie alle zusammen, also…..Schnee!!!

Wo man draußen Schneemänner bauen konnte, was haben wir herrlich im Schnee gespielt, Schlitten fahren, welche Wonne, jede Zentimetererhöhung wurde als Rodel“berg“ benutzt!

 

Und weil es so kalt war, trugen wir Mädchen ausnahmsweise lange Hosen unter den Röcken und Kleidern, ich mußte sie wirklich in den ersten Grundschuljahren noch in der Schule ausziehen, für den Heimweg wurden sie dann wieder angezogen, Unterricht nur in Rock oder Kleid, lach!

In der Adventszeit stand in unserer Klasse immer eine kleine Krippe, natürlich noch ohne Christkind, und da bekamen wir statt Fleißkärtchen für gute Arbeiten und/oder gutes Betragen jeweils einen Strohhalm für die Krippe, den konnten wir dann in die Krippe legen, damit durch unsere guten Taten das Christkind schön warm und weich zu liegen kam, das war immer ein Wettbewerb!

Und zuhause war die Adventszeit auch so heimelig, am Adventssonntag wurden die jeweiligen Kerzen angezündet, Mamas geliebter Küchen-Nickelherd verbreitete wohlige Wärme, durch die Herdplattenschlitze warf das Feuer Lichtspielereien an die Decke, die ich als Kind immer „Flumm-flumm“ genannt habe. Meine Mama hat vorgelesen, oder wir haben gesungen, Papa war ja im Gesangverein, zweiter Baß, der konnte so fein singen. Und später, als ich es konnte, hab ich oft Blockflöte gespielt.

Wie herrlich war es vor Weihnachten, Spielzeugläden zu gucken. Was die für Sehnsüchte weckten!

 

Wir hatten in meinen Kindertagen noch keinen Fernseher, aber Nachbarn über uns besaßen bereits einen, da durfte ich dann als Kind schon mal Kinderfilme gucken gehen, mein Lieblingsfilm zur Weihnachtszeit:

 

Ich war immer wie verzaubert, und ich könnte heute noch schwören, den Film in Farbe gesehen zu haben, was a) bei den damaligen Fernsehprogrammen gar nicht möglich war, und b) der Film ist nicht farbig! Aber das Buch, wahrscheinlich hab ich einfach „übertragen“. Meine Lieblingsszene: Die Nachtfee empfängt in ihrem Schloß die Sonne mit ihren Kindern, der Morgen- und der Abendröte und dem Morgen- und dem Abendstern, das fand ich so schön. Vor allem, wenn die beiden sich umarmen, wenn die Sonne die Nacht umarmt, ist es ganz hell, wenn die Nacht dann die Sonne umarmt, wird alles dunkel, wunderbar fand ich das.

Und so nahte langsam der Heilige Abend, was war das doch immer ein aufregender Tag, und für mich als Kind noch mehr, weil wir nämlich in meinen Kinderjahren immer erst am 1. Weihnachtstag morgens beschert haben, ich wollte das später selber so, erst in den Teenager-Jahren hab ich dann gesagt, nun könnten wir es auch am Heiligen Abend machen, ich fand halt die Vorfreude immer so schön.

Mein Papa hat dann, wenn ich am Heiligen Abend schon geschlafen habe (WENN ich geschlafen habe, hihihi, meist hab ich gehört, wenn Papa leise aus der Tür schlich) leise, still und heimlich den Tannenbaum aus dem Keller geholt und in unserer Wohnküche aufgestellt, meine Eltern haben ihn dann wunderschön geschmückt und sind dann auch zu Bett gegangen. Am Weihnachtsmorgen ist Papa immer als erster aufgestanden und hat schon mal den Herd angemacht, damit es schön warm wird in der Stube, was war ich da dann immer schon zappelig. Wenn wirklich richtig Winter war mit Eis und Schnee, dann waren die Fenster bis oben hin voller Eisblumen und es war so kalt im Schlafzimmer, meine Mama hatte aber so eine elektrische Wärmelampe, (die ich heute noch habe, eine Lampe mit Reflektor, die man auch für Rot- und Blaulicht als Therapielampe benutzen kann, sie funktioniert noch!!!) die wurde dann angemacht, dann wurde es doch bissel wärmer, Mama hat mich dann angezogen, so gut das bei mir Zappelphilipp ging, ich wollte doch das Glöckchen nicht überhören, wenn das Christkind geläutet hat, daß ich kommen konnte, und wenn das ertönte, dann gab es kein Halten mehr!

Und dann stand ich wie geblendet von den (echten!) Kerzen am Weihnachtsbaum, und all dem Glanz und Flitter der schönen Silberkugeln, und hoch entzückt vom Naschwerk, das drin hing und abgeplündert werden durfte, wenn der Baum entsorgt wurde später, woran ich in dem Moment natürlich keinen Gedanken verschwendet habe, mit taten die armen Bäume später ohnehin immer so leid, wenn sie gehen mußten.

Und dann kam das Geschenke auspacken, manchmal hab ich die Schnüre nicht aufbekommen, weil ich vor Aufregung Zitterhändchen hatte, und was für eine Freude dann immer über all die Herrlichkeiten, neue Puppenkleider, oder was feines zum anziehen für einem selbst, ich erinnere mich da immer noch so gerne an diverse Samtkleidchen mit Spitzenkragen, in rot, blau und grün hatte ich im Laufe der Kinderjahre eines, einbeschert von den Eltern und Großeltern meiner besten Freundin. Ihre Eltern gingen arbeiten, die Großeltern konnten auch nicht immer einhüten, und so ist sie so oft nach der Schule mit zu uns gekommen, bis ihre Oma sie abends dann abgeholt hat, dafür waren sie meinen Eltern natürlich sehr dankbar, und so bekam ich dann zu Weihnachten meist das gleiche Kleidchen wie meine Freundin, da hab ich mich immer sehr drüber gefreut. Ja, und an einem Weihnachten der Puppenwagen, meine Puppenkinder, feine Stofftiere mit dem Knopf im Ohr, und Süßigkeiten (die bei mir meist bis Ostern gehalten haben, lach, die Chance hätten sie heute auf keinen Fall mehr!), es war wirklich eine Seligkeit!

Am Nachmittag wurden dann die Großeltern besucht, auch dort gab es noch mal eine kleine Bescherung, bei den Großeltern väterlicherseits mit meiner Cousine, die fast gleichaltrig war, und zwei jüngeren Cousins, das war ein Spaß! Mit vielen Kindern macht viele Freude, lach!

Wir haben dann auch zusammen musiziert, ein Cousin spielte Klavier, der zweite und ihr Vater spielten Gitarre, meine Cousine und ich Blockflöte, der Rest mußte singen! Herrlich war das!!!!!

 

Jetzt mach ich euch mal eine Dia-Show von meinen „echten“ Kinderweihnachtenbildern, wenn ihr Lust habt, nehmt euch einen Kaffee und guckt mal durch!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das waren meine Kinderweihnachten, selige Zeiten, eigentlich könnte ich noch lange weiter schreiben, aber ich muß mir ja auch noch was übrig lassen für den Adventskalender 2019, lach!

Ich hoffe, es hat euch allen Spaß gemacht, wir wünschen euch einen schönen, besinnlichen 4. Adventssonntag! 

Da brennt tatsächlich heute schon die vierte Kerze,  wie doch die Zeit wieder dahin geflitzt ist! Ich fand die Adventszeit mit euch allen hier wunderschön und anregend, es hat mir soviel Freude gemacht, na, ein Türchen kommt ja auch noch!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 22

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Bald nun ist Weihnachtszeit

Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit.
Nun ist der Weihnachtsmann gar nimmer weit,
nun ist der Weihnachtsmann gar nimmer weit.

Horch nur der Alte klopft draußen am Tor!
Mit seinem Schimmelchen steht er davor,
mit seinem Schimmelchen steht er davor.

Streust du dem Schimmelchen Heu vor das Haus,
packt gleich Knecht Ruprecht den großen Sack aus,
packt gleich Knecht Ruprecht den großen Sack aus.

Pfeffernuss, Mandelkern, Kuchen, Korinth,
Alles das bringt er dem artigen Kind,
alles das bringt er dem artigen Kind.

(Karola Wilke)

Dieses Türchen ist jetzt eine echte Überraschung sowohl für euch als auch für mich! Denn es kam zu mir per Post geflogen gestern, stellt euch mal vor, ich hab was gewonnen! Ich hab noch nie was gewonnen, trotzdem mach ich manchmal gerne bei irgendwelchen Gewinnspielen mit, und nun hab ich eben auch mal Glück gehabt!

Jetzt möchtet ihr natürlich wissen, was ich gewonnen habe, leider kann ich euch das nicht richtig im Bild zeigen, was schade ist, denn das war auch alles so hübsch verpackt und aufbereitet, aber da würde ich sonst Probleme kriegen. Was ich aber darf: Ich darf es euch verlinken, da könnte ihr dann selbst sehen, was ich gewonnen habe.

https://nurliebe.penny.de/?ecid=dim_Echtemamas.de-23-RON_042+Weihnachten+2018_Echtemamas.de+(Media)_cc%2bzp-commonmedia-native_0x0_26021184_vs_dm01#/haekelset

Und das kann man dann damit häkeln, jeweils wahlweise ein Teil:

          

Es ist alles dabei, die Wolle, Häkelnadel, Wollnadel, Stopfmaterial und die Anleitung.

Könnt ihr euch bestimmt vorstellen, wie ich mich gefreut habe, oder? Und genauso ist euch klar, was ich damit häkeln werde, denke ich?! Genau, den Eisbären, hihihihi!

Dann wünschen wir euch jetzt einen wunderschönen Samstag, der Heilige Abend rückt immer näher, laßt euch nicht stressen, macht alles mit Ruhe!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.

Türchen 21

  

MiBuRo  A d v e n t s k a l e n d e r

Türchen 

Die Weihnachtsfee

Und Frieden auf Erden den Menschen,
die eines guten Willens sind.

Suchende Sterne ins eilende Haar,
frierende Sterne, schmelzend zergangen
über den wunderfeiernden Wangen,
und die Augen von Liebe so klar.

Wie Glocken klar, wie Reif so rein
und so duft und so jung und blühend vor Güte
Tau der Frühe himmlische Blüte
wie Rosen und wie Fliederschnein.

Da steigen die Hände, ein bettelndes Meer,
Augen dunkeln nach Geschenken,
Mir! Mir! Mir! Mich musst du bedenken!
so steigen die bettelnden Teller her.

Dunkel wird’s, ein Wundern steht
strenge in der Feenseele,
wie wenn rohe Nacht das Leuchten quäle,
und Ernst in die Güte der Augen geht.

Und es spricht wie klares Licht
aus dem milden Angesicht:
Geben euch? Was soll ich euch geben,
alle Wunder habt ihr ja hier,
eine Erde die könnt hegen ihr,
in euch selber will der Himmel leben.

Kinder, ihr wünscht,
so könnt ihr ja geben
und selig sein und selig machen,
und innig sein wie Kinderlachen
und wie wir von Wundern leben.

Tuet frohe Liebesgaben
einer in des anderen Hand,
tuet ab das Geizgewand
und ihr pflücket alles Haben.

(Peter Hille)

Alle Jahre wieder: Süßer die Kassenglocken nie klingen!!! „The same procedure as every year!“ Und wir rennen und hasten durch die Geschäfte auf der Suche nach Weihnachtsgeschenken, das Beste ist gerade gut genug. Vor allem bei den lieben Kinderlein, da soll doch möglichst kein Wunsch unerfüllt bleiben! Steht noch was auf der Liste? Nein, abgehakt, gut, nichts schlimmeres als enttäuschte Kinder unter dem Weihnachtsbaum, deren Wünsche bei dieser prompten Wunscherfüllung natürlicherweise ins unermeßliche steigen. Nun noch die Einkäufe für das Festmahl, auch hier nur das Beste für die Gäste, koste es, was es wolle. Der Tannenbaum, ach, ja, der Tannenbaum muß ja auch noch besorgt werden, welche Deko ist denn in diesem Jahr angesagt? Natürlich liegt man im Trend, wäre ja noch schöner, wenn am Baum der alte Kram vom vorigen Jahr hängen würde. Die Festtagsgarderobe wird ebenfalls noch nach der neuesten Mode für alle Beteiligten aufgehübscht, ach, was das doch alles wieder für ein Streß ist, Besinnlichkeit??? Wie, Besinnlichkeit, du lieber Himmel, nächste Woche ist die Feier im Kindergarten, dann in der Schule, der Mann hat Betriebsfeier zu Weihnachten, die kirchlichen Termine wollen auch noch abgehakt werden, da hat man für Besinnlichkeit doch gar keine Zeit mehr. Schließlich muß man irgendwo auch noch die Zeit für die Adventsdeko in und am Haus einplanen, Besinnlichkeit kommt später, unterm Baum!

So, endlich, das Fest ist da, strahlende Kinder unter einem ebenso strahlenden Weihnachtsbaum, die Geschenke stapelten sich, das Einwickelpapier auch, das Weihnachtsmenü war vorzüglich, das Programm ist abgespult!

Und jetzt???

Tja, wieso stellt es sich eigentlich nicht ein, trotz sorgfältigster Vorbereitung, minutiöser Planung, stressiger Bemühungen und Listenführung, das wunderbar heimelige Gefühl der eigenen frühen Kindertage, der vielbeschworene Geist der Weihnacht, das wunderbare Gefühl, wie beim Gedicht von Joachim Ringelnatz, „Vorfreude auf Weihnachten“: „Uns alle Kinder fühlen eines Baumes. Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.“?

Weil er das nicht ist, der Geist der Weihnacht, weil er mit Überfluß von Geschenken, mit stressigem Hetzen von Weihnachtsterminen zu Weihnachtsterminen, mit Glanz und Glimmer und schönem Schein nichts zu tun hat!!!

Wir feiern Weihnachten nicht, wir konsumieren es! Und propagieren auch an diesen hohen Festtagen die gleiche Wegwerfmentalität wie sonst im Jahr. Die so begehrten und erfüllten Wünsche: Eine Woche nach Weihnachten stapeln sich die Spielzeuge in den Kinderzimmern in den Regalen, uninteressant! Bei den Erwachsenen sieht es da nicht anders aus. Der Tannenbaum? Die ersten abgeschmückten und weggeworfenen liegen bereits einen Tag nach dem Weihnachtsfest abholbereit für die Müllabfuhr an der Straße. Die Adventsdeko, die geschmückten Fenster und Häuser? Halten heutzutage nicht einmal mehr bis zum Dreikönigsfest am 6. Januar durch, weg damit!

Ich habe in diesem Jahr auch mal wieder so sehnsüchtig wie vergeblich auf schöne Weihnachtsfilme im Fernsehen gewartet, für einen gemütlichen Abend bei Kerzenschein, sie wurden, wenn sie denn dann überhaupt kamen, ins ganz späte Programm in der Nacht verschoben, wo eine Familie sicherlich nicht mehr zusammen Fernsehen gucken kann. Wenn man mal zusammenfassen würde, was für ein hanebüchener Unsinn auch zur Weihnachtszeit (und sonst ja auch das ganze Jahr!) über gesendet wird, es sträuben sich einem die Nackenhaare! Könnte man nicht einmal im Jahr auf Gewalt- und Horrorschinken verzichten, die raue Wirklichkeit draußen hat die doch eh längst eingeholt, da täte so ein ganz klein bissel heile Welt doch einfach mal gut! Nur einmal im Jahr, Luft holen, durchatmen, und das Wirklichkeit werden lassen:

Vorfreude auf Weihnachten

Ein Kind – von einem Schiefertafel-Schwämmchen
Umhüpft – rennt froh durch mein Gemüt.

Bald ist es Weihnacht! – Wenn der Christbaum blüht,
Dann blüht er Flämmchen.
Und Flämmchen heizen. Und die Wärme stimmt
Uns mild. – Es werden Lieder, Düfte fächeln. –

Wer nicht mehr Flämmchen hat, wem nur noch Fünkchen glimmt,
Wird dann doch gütig lächeln.

Wenn wir im Traume eines ewigen Traumes
Alle unfeindlich sind – einmal im Jahr! –
Uns alle Kinder fühlen eines Baumes.

Wie es sein soll, wie’s allen einmal war.

(Joachim Ringelnatz)

Das ist der Geist der Weihnacht, den Ebenezer Scrooge aus Dickens Weihnachtsgeschichte sich so schwer aneignen mußte durch den Besuch der drei Geister, weil er Weihnachten für „Humbug“ hielt!

(Scrooge’s third visitor, John Leech, 1843)

Ich glaube daran, daß Weihnachten kein Humbug ist, das wenigstens einmal im Jahr wir innehalten sollten, den Blick und den Fokus auf das Kind in der Krippe richten, dem wesentlichen eines Weihnachtsfestes, der Geburt Christi, jedes Jahr und unermüdlich immer wieder neu die Geburt des Kindes in unseren eigenen Herzen, denn nur da steht die eigentliche Weihnachtskrippe.

Und fröhlich zusammen feiern, wirklich feiern, mit Zeit, ganz viel Zeit, dem Genuß des beisammenseins, denn der ist so zerbrechlich, wie wir in den letzten Tagen schon wieder erfahren mußten. Den Geist der Weihnacht, die Geburt des Kindes im Herzen, hinaustragen in die Welt, um sie ein kleines, kleines Stück besser zu machen, vielleicht zieht das Kreise, nein, bestimmt zieht das Kreise, ist halt wie der Stein, den man ins Wasser wirft! Selbst der kleinste Kiesel zieht Kreise! Der erschöpften Erde mal eine Atempause gönnen, und sie nicht noch mehr zumüllen mit dem Überfluß an Gaben, die nicht wichtig sind und eh nur wieder auf den Müllkippen landen. Wohlgemerkt, ich bin kein Verächter von Geschenken, sich gegenseitig eine Freude zu machen, gehört ganz sicher auch zum Geist der Weihnacht, zumal für Kinder! Aber vielleicht doch mal alles wieder eine Nummer kleiner, dafür umso herzlicher und wohlbedachter, und einfach mal den Mut haben, gegen den Strom zu erziehen, und andere Wertevorstellungen zugrunde legen als Markenklamotten und Prestigobjekte! Die Liebe eines Geschenkes zählt, da mag es noch so klein sein! Auch ein feines Essen im Kreise aller Lieben ist wunderbar, aber wie wäre es mit gemeinsamer Vorbereitung? Um mal so ein bissel zu erklären versuchen, was ich meine: Wir haben an einem Heiligen Abend, als Björn noch klein war, mal Spaghetti Bolognese gemacht, weil es das einzige war, was das Kind mitessen mochte! Das war so ein schöner, friedlicher Heiliger Abend, weil kein quengelndes Kind am Tisch saß!

Darum beschwöre ich hier heute in unserem 21. Türchen den Geist der Weihnacht, wie er so deutlich wird in Charles Dickens „Weihnachtsgeschichte“ oder eben auch in noch einem Gedicht von Joachim Ringelnatz:

Weihnachten

Liebeläutend zieht durch Kerzenhelle,
Mild, wie Wälderduft, die Weihnachtszeit,
Und ein schlichtes Glück streut auf die Schwelle
Schöne Blumen der Vergangenheit.

Hand schmiegt sich an Hand im engen Kreise,
Und das alte Lied von Gott und Christ
Bebt durch Seelen und verkündet leise,
Dass die kleinste Welt die größte ist.

In diesem Sinne schließe ich nunmehr unser diesjähriges besinnliches Türchen und wünsche euch allen einen frohen, gemütlichen und entspannten Freitag vor dem Fest!

Natürlich schließt sich euer aller Co-Autor, meine Mimi, da an, die oft genug, wie wohl viele Tiere, den Kopf über uns Menschen schüttelt, aber ganz sachte, denn eigentlich verdienen sie ja Mitleid!

Habts fein wünschen euch  Mimi und Monika.